29/05/2023
Es war ein Hype, der seinesgleichen suchte. Als meine Freundin Sonja von Foodnewsgermany die neue Schokopizza von Dr. Oetker auf ihrem Instagram-Kanal postete, war es um mich geschehen. Was in Hamburg seinen Anfang nahm, sollte ab April flächendeckend in den Supermärkten erhältlich sein. Mein Herz schlug höher bei dem Gedanken an diesen süßen Genuss. Ich zählte die Tage bis zum 1. April – doch die Realität war ernüchternd. Heute ist der 8. April, und ich war überall: bei Rewe, Edeka, Netto, Aldi, Real… wirklich überall. Und wer war nicht da? Die heiß ersehnte Schokopizza von Dr. Oetker. Lieber Herr Doktor, das ist ziemlich frustrierend, wenn man sich so sehr nach einer Schokoladenpizza sehnt und sie dann nirgends bekommt. Besonders, wenn das gesamte Internet davon schwärmt und scheinbar jeder sie isst, nur ich nicht. Gibt es die etwa nur für Youtuber? Diese Ungewissheit nagte an mir.

Gestern, nach zwei erfolglosen Fahrten zu verschiedenen Edeka-Märkten, war meine Geduld am Ende. Ich beschloss, nicht länger zu warten und meine eigene Schokoladenpizza zu kreieren. Und genau das ist die gute Nachricht für alle, denen es ähnlich geht und die die Dr. Oetker Schokopizza nicht finden können: Sie können sie ab sofort auch selbst backen! Ich habe heute für Sie das Rezept für eine absolut köstliche, süße Schokopizza, die dem Original in nichts nachsteht, wenn nicht sogar besser ist.
Die Geburt einer Idee: Selbst ist der Pizzabäcker
Anfangs war ich mir unsicher, wie ich dieses süße Projekt angehen sollte. Da ich die Original „Dolce al Cioccolato“ von Dr. Oetker leider noch nicht probieren konnte, wusste ich weder, wie sie schmeckt, noch, wie der Boden zubereitet ist. YouTube sei Dank, konnte ich anderen beim Verzehr zuschauen (was zugegebenermaßen ziemlich frustrierend war!) und so zumindest erfahren, dass der Boden scheinbar ein klassischer Pizzateig mit Schokoladengeschmack ist. Geschmacklich erinnerte er wohl ein bisschen an die berühmte Nuss-Nougat-Creme – ja, ich sage es: Nutella. Damit konnte ich arbeiten, dachte ich mir. Also nichts wie ab in die Küche!
Das Geheimnis des Schokopizza-Teigs: Tradition trifft Innovation
Für den Teig habe ich meinen Standard-Pizzateig genommen, den ich immer mache. Mit diesem Teig habe ich auch schon meine unglaublich gute Döner-Pizza zubereitet. Aber heute sollte es süß werden. Also musste ich ein bisschen „mogeln“, äh, „modeln“. Weniger Salz, dafür Zucker und natürlich Kakao. Ich war skeptisch, ob der Teig so werden würde, wenn ich einen Teil des Mehls einfach durch Kakao ersetze. Und wenn ja, wieviel Kakao? Das war die knifflige Frage.
Meine Oma sagte immer so schön, wenn ich sie nach genauen Rezeptangaben fragte: „Junge, mach’se nach Gefühl.“ Und genau das habe ich diesmal auch getan. Und mein Gefühl hat mich nicht enttäuscht! Unglaublich, aber ich habe direkt die richtige Menge erwischt. Eigentlich muss mein Standard-Pizzateig nur 30 Minuten ruhen. Aber ich habe in der Zwischenzeit noch andere Dinge erledigt und die Zeit total vergessen. Und das war mein Glück! Denn wie sich herausstellte, ist der Schokopizza-Teig nach zwei Stunden Ruhezeit wunderschön feinporig, wenn man ihn backt. Wie hätte meine Oma jetzt gesagt: „Das Glück ist mit den… Dummen.“ Nein, Spaß beiseite. Aber ich bin trotzdem überglücklich, dass der Teig so genial geworden ist.
Die perfekte Größe: Weniger ist manchmal mehr
In einem anderen YouTube-Video sagte ein fleißiger „Schokopizza-Tester“, die Dolce al Cioccolato sei ziemlich mächtig und eine ganze Pizza könne er davon nicht verputzen. Hallo? Schokolade! Pizza! Beides! Trotzdem habe ich diesen Hinweis beherzigt und die Pizzen etwas kleiner als üblich gemacht. Mit etwa 20 cm Durchmesser sind sie meiner Meinung nach optimal – perfekt für einen süßen Genuss, der nicht überfordert.
Kreative Beläge für den süßen Traum
Als ich im Supermarkt die Zutaten für die süße Schokopizza besorgte, musste ich unterwegs schnell noch einmal auf dem Instagram-Kanal von Foodnewsgermany nachschauen, wie die Pizza auf der Packung aussieht, also wie sie belegt ist. Schokostückchen! Ich dachte sofort an Chocolate Chunks. Blöd, dass es die auch nicht überall gibt. Also bin ich schnell in den großen EDEKA im Frankfurter Ostend gefahren und habe welche besorgt. Leider gab es keine weißen Chocolate Chunks (die hatte der EDEKA in Offenbach übrigens auch nicht, und der Rewe auch nicht, und alle anderen auch nicht). So habe ich Schokodrops für Schoko-Fondue genommen, die ich zufällig, nein, sagen wir glücklicherweise, im Xenos bei uns in der Stadt noch gefunden habe. Diese kamen auf die Nuss-Nougat-Schicht.
Die klassische Schoko-Variante
Die erste Variante, die ich ausprobierte, war inspiriert von der vermeintlichen Optik der Dr. Oetker Pizza. Ein dünner, schokoladiger Teig, bestrichen mit einer großzügigen Schicht Nuss-Nougat-Creme. Darauf verteilte ich dann die verschiedenen Chocolate Chunks: Zartbitter, Vollmilch und die gefundenen weißen Schokodrops. Die Kombination aus dem leicht herben Kakao im Teig und der süßen, cremigen Nuss-Nougat-Creme, ergänzt durch die unterschiedlichen Schokoladenstückchen, versprach bereits vor dem Backen einen wahren Gaumenschmaus. Diese Variante ist der Inbegriff des schokoladigen Genusses und spricht jeden Schokoladenliebhaber direkt an.
Die fruchtige Erdbeer-Mascarpone-Variante: Ein himmlisches Erlebnis
Angefixt von diesem schokoladigen Ergebnis, habe ich gleich weitergetüftelt und mir noch eine weitere Variante überlegt. Im Internet hatte ich eine Dr. Oetker Schokopizza gesehen, die mit Erdbeeren belegt war. Erdbeeren! Was für eine geniale Idee. Und was passt perfekt zu Erdbeeren? Klar, Mascarpone! Das kam mir direkt in den Sinn.
Die zweite Pizza habe ich, ganz im Erdbeer-Mascarpone-Stil, mit Erdbeerkonfitüre bestrichen. Auf diese fruchtige „Erdbeer-Sauce“ habe ich dann kleine Kleckse aus Mascarpone gesetzt, den ich vorher mit etwas Puderzucker glattgerührt hatte. Freunde! Gibt es eine Steigerung von genial? Wenn es einen Pizzahimmel gibt, dann habe ich schon mal dessen Luft geschnuppert. Das Teil mit Erdbeeren und Mascarpone ist der Oberhammer! Der schokoladige Pizzaboden, die fruchtige Erdbeerkonfitüre und der cremige Mascarpone – geiler geht es wahrscheinlich nicht. Davon kann man auch zwei ganze Pizzen essen, nicht nur zwei Stücke. Das müsst Ihr unbedingt probieren!
Der Backprozess: Spannung, Hoffnung und Triumph
Ab in den Ofen! Leute, was war ich aufgeregt. Wie wird das schmecken? Klappt das überhaupt? Verbrennt die Schokolade? Wieder einmal Fragen über Fragen. Zugegeben, ich habe, wie so oft, im Schneidersitz vor dem Backofenfenster gesessen und der Schokoladenpizza beim Backen zugeschaut. Denn ich wollte unter gar keinen Umständen, dass sie verbrennt. Zwischendurch habe ich immer wieder mal geschaut, wie der Boden aussieht. Genauso schlimm wie eine verbrannte Schokopizza ist eine Schokopizza, bei der der Boden nicht durchgebacken ist.

Nach nur 15 Minuten bei 180 Grad Ober-/Unterhitze war sie gut. Sehr gut, um genau zu sein. Die Angst, dass das ganze Schokoladenpizza-Unterfangen ein Reinfall wird, war total unbegründet. Wenn man mich also fragt: Kann man eine Schokoladenpizza selber machen? Ja, man kann! Und wie man das kann. Ich bin immer noch ganz hin und weg. Und ich finde, sie sieht auch gebacken richtig lecker aus. Der Duft, der sich in der Küche ausbreitete, war einfach betörend – eine Mischung aus frisch gebackenem Hefeteig und warmer Schokolade, die sofort gute Laune verbreitete. Die Freude über das gelungene Experiment war riesig, und ich konnte es kaum erwarten, das erste Stück zu probieren.
Das umfassende Rezept für Ihre eigene Schokoladenpizza
Jetzt seid Ihr aber sicher schon auf das Rezept gespannt, oder? Wollt Ihr es haben? Okay, hier kommt es!
Süße Schokoladenpizza – ähnlich wie die neue Dr. Oetker Dolce al Cioccolato
Ergibt: 5-6 Pizzen
| Zutat | Menge | Anmerkung |
|---|---|---|
| Mehl Typ 550 | 420 g | |
| Kakaopulver | 80 g | Ungesüßt |
| Zucker | 60 g | |
| Salz | 1 Prise | |
| Hefe frisch | 20 g | |
| Rapsöl | 2 EL | |
| Wasser lauwarm | 250 ml | |
| Nuss-Nougat-Creme (z.B. Nutella) | 5-6 EL | Für die Schoko-Variante |
| Chocolate Chunks zartbitter | 4-5 EL | Für die Schoko-Variante |
| Chocolate Chunks Vollmilch | 4-5 EL | Für die Schoko-Variante |
| Chocolate Chunks white chocolate | 4-5 EL | Für die Schoko-Variante |
| Erdbeerkonfitüre | 5-6 EL | Für die Erdbeer-Mascarpone-Variante |
| Mascarpone | 200 g | Für die Erdbeer-Mascarpone-Variante |
| Puderzucker | 20 g | Für die Erdbeer-Mascarpone-Variante |
Zubereitung
- Für den Schoko-Pizzateig: Geben Sie alle Zutaten für den Teig in eine große Rührschüssel. Verarbeiten Sie alles zu einem glatten Hefeteig. Kneten Sie den Teig mindestens 15 Minuten lang kräftig durch. Am besten überlassen Sie diese Arbeit einer Küchenmaschine, falls vorhanden.
- Ruhezeit: Den Pizzateig zugedeckt an einem warmen Ort 1 bis 2 Stunden gehen lassen, bis sich sein Volumen deutlich vergrößert hat. Eine längere Ruhezeit (bis zu 2 Stunden) verbessert die Feinporigkeit des Teiges.
- Backofen vorheizen: Heizen Sie Ihren Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vor.
- Teig vorbereiten: Teilen Sie den aufgegangenen Pizzateig in 5 bis 6 gleich große Portionen. Rollen Sie jede Portion auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche zu einem Kreis mit etwa 20 cm Durchmesser aus.
- Schoko-Variante zubereiten: Wenn Sie sich für die klassische Schoko-Variante entscheiden, geben Sie auf jeden Pizzaboden etwa einen Esslöffel Nuss-Nougat-Creme. Verteilen Sie die Creme gleichmäßig auf dem Boden, lassen Sie dabei zum Rand hin etwa einen Zentimeter frei. Darauf verteilen Sie dann die verschiedenen Chocolate Chunks (zartbitter, Vollmilch, weiß).
- Erdbeer-Mascarpone-Variante zubereiten: Wenn Sie die fruchtige Erdbeer-Variante mit Mascarpone bevorzugen, geben Sie je einen Esslöffel Erdbeerkonfitüre auf jeden Pizzaboden. Verteilen Sie die Konfitüre gleichmäßig, lassen Sie ebenfalls einen Zentimeter Rand frei. Rühren Sie den Mascarpone mit dem Puderzucker glatt. Mit einem Teelöffel kleine Kleckse des Mascarpone auf die Erdbeerschicht setzen.
- Backen: Legen Sie die belegten Pizzen auf ein mit Backpapier belegtes Blech. Backen Sie sie auf der mittleren Schiene für etwa 15 Minuten. Behalten Sie die Pizzen im Auge, da die Backzeit je nach Ofen variieren kann und die Schokolade nicht verbrennen sollte.
- Servieren: Nehmen Sie die Pizzen aus dem Ofen und lassen Sie sie kurz abkühlen, bevor Sie sie genießen. Warm schmecken sie am besten!
Häufig gestellte Fragen zur Schokopizza
Hier beantworte ich einige der häufigsten Fragen, die im Zusammenhang mit der Zubereitung und dem Genuss von Schokopizza aufkommen könnten:
Wie viel Mehl braucht man für eine Schoko Pizza?
Für zwei Pizzen benötigen Sie mindestens 250 Gramm Mehl, je nachdem, wie dünn Sie den Teig haben möchten. Für unser Rezept, das 5-6 Pizzen ergibt, verwenden wir 420 Gramm Mehl Typ 550, um eine perfekte Konsistenz und Struktur zu gewährleisten.
Kann man eine Schokoladenpizza selber machen?
Ja, absolut! Wie dieses Rezept zeigt, ist es nicht nur möglich, sondern auch überraschend einfach, eine köstliche Schokoladenpizza zu Hause selbst zu machen. Das Ergebnis ist oft sogar noch besser als die gekaufte Variante, da Sie die Qualität der Zutaten selbst bestimmen können und der Teig frisch zubereitet wird.
Ist der Teig sehr süß?
Der Teig selbst ist durch den Kakao und den zugegebenen Zucker leicht süß, aber nicht übermäßig. Die Süße kommt hauptsächlich von den Belägen wie Nuss-Nougat-Creme, Schokolade und Erdbeerkonfitüre. Das Zusammenspiel von leicht herbem Teig und süßem Belag macht den besonderen Reiz aus.
Kann ich andere Toppings verwenden?
Selbstverständlich! Ihrer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Neben den hier vorgestellten Varianten können Sie auch Marshmallows, gehackte Nüsse (wie Walnüsse, Mandeln oder Haselnüsse), Kokosraspeln, andere frische Früchte (z.B. Bananenscheiben, Himbeeren) oder sogar eine Prise Chili für einen spannenden Kontrast verwenden. Experimentieren Sie einfach mit Ihren Lieblingszutaten!
Wie lagert man Reste der Schokopizza am besten?
Sollten wider Erwarten Reste übrig bleiben, können Sie diese luftdicht verpackt bei Raumtemperatur für einen Tag aufbewahren oder im Kühlschrank für bis zu 2-3 Tage. Zum Aufwärmen kurz in den Ofen oder die Mikrowelle geben, damit die Schokolade wieder leicht schmilzt und der Boden knusprig wird.
Kann ich den Teig vorbereiten und einfrieren?
Ja, Sie können den Teig nach dem Gehenlassen in Portionen teilen und diese luftdicht verpackt einfrieren. Vor der Verwendung einfach im Kühlschrank auftauen lassen und wie gewohnt weiterverarbeiten. So haben Sie immer eine Basis für spontane Schokopizza-Gelüste parat.
Fazit und der Traum von Dr. Oetker
Ich hoffe ja immer noch inständig, dass ich die Schokoladenpizza „Dolce al Cioccolato“ von Dr. Oetker doch noch irgendwo finde, denn ich will sie immer noch unbedingt probieren. Auch wenn ich mir jetzt meine Schokoladenpizza selbst machen kann und das Ergebnis einfach fantastisch ist, bleibt die Neugier auf das Original bestehen. Und lieber Herr Doktor, wenn Eure Pizza nur ansatzweise so genial schmeckt wie meine Eigenkreation, dann lege ich mir direkt einen Schokopizza-Vorrat zu, denn ab und an muss es eben doch eine Tiefkühl-Pizza sein. Bis bald, Tobias.
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