Welche Pizzas gibt es in Aachen?

Aachener Pizza-Vielfalt: Ein Genussführer

18/09/2016

Rating: 4.93 (8236 votes)

Aachen, die charmante Kaiserstadt im Herzen Europas, mag für ihre Geschichte, ihren Dom und ihre Printen bekannt sein. Doch wer genauer hinschaut – und vor allem riecht –, wird schnell feststellen, dass Aachen auch eine erstaunlich vielfältige und lebendige Pizzaszene besitzt. Die Liebe zur Pizza ist universell, und in Aachen spiegelt sich dies in einer Bandbreite wider, die von traditionellen neapolitanischen Kreationen bis hin zu modernen, experimentellen Belegungen reicht. Es ist diese Mischung aus Altbewährtem und Neuem, die das Pizzaessen in Aachen zu einem besonderen Erlebnis macht.

Welche Pizzas gibt es in Aachen?
1. Vabene! Pizzeria & Aperitivo Aachen “Endlich mal wieder ein echtes ...” 2. Gold of Naples “Schöne Location mit tradit. Pizza” 3. Pizzeria Maranello “Gute Pizza: nicht mehr, aber auch nicht ...” 4. Pizzeria La Finestra 5.

Die Suche nach der perfekten Pizza kann eine persönliche Entdeckungsreise sein. Für den einen ist es die Einfachheit einer klassischen Margherita, bei der die Qualität der Zutaten – Tomaten, Mozzarella, Basilikum – im Vordergrund steht. Für den anderen ist es die Abenteuerlust, die zu ausgefallenen Kombinationen mit lokalen Zutaten oder internationalen Einflüssen führt. In Aachen finden Sie beides, und noch viel mehr. Lassen Sie uns eintauchen in die Welt der Aachener Pizza und erkunden, welche Arten von diesem italienischen Klassiker die Stadt zu bieten hat.

Inhaltsverzeichnis

Die Wurzeln: Neapolitanische und Römische Pizza

Die Basis jeder guten Pizza liegt im Teig und in der Art der Zubereitung. Grundsätzlich lassen sich zwei Hauptstile unterscheiden, die auch in Aachen ihre Vertreter finden: die neapolitanische und die römische Pizza. Obwohl beide aus Italien stammen, könnten sie unterschiedlicher kaum sein und bieten jeweils ein einzigartiges Geschmackserlebnis.

  • Neapolitanische Pizza: Sie ist der Urahn aller Pizzen und wird von vielen als die einzig wahre Pizza angesehen. Kennzeichnend ist ihr weicher, elastischer Teig mit einem hohen, luftigen und oft leicht angekohlten Rand, dem sogenannten 'Cornicione'. Der Boden ist dünn in der Mitte und wird bei sehr hohen Temperaturen (oft über 450°C) in einem Holzofen nur 60 bis 90 Sekunden gebacken. Dies verleiht ihr eine einzigartige Textur, die außen knusprig und innen zart ist. Die Beläge sind traditionell minimalistisch gehalten, um die Qualität des Teiges und der wenigen, aber hochwertigen Zutaten hervorzuheben. Klassiker sind die Pizza Margherita (Tomate, Mozzarella, Basilikum) und die Pizza Marinara (Tomate, Knoblauch, Oregano). In Aachen finden sich Pizzerien, die sich dieser strengen Tradition verschrieben haben und versuchen, das authentische Gefühl Neapels in die Kaiserstadt zu bringen.
  • Römische Pizza: Im Gegensatz zur neapolitanischen Pizza zeichnet sich die römische Variante durch einen dünneren und knusprigeren Teig aus. Der Rand ist flacher und weniger ausgeprägt. Sie wird oft länger bei niedrigeren Temperaturen gebacken, was zu ihrer charakteristischen Knusprigkeit führt, die manchmal an einen Cracker erinnert. Römische Pizzen sind oft üppiger belegt und toleranter gegenüber einer größeren Vielfalt an Zutaten, da der stabile Boden das Gewicht besser tragen kann. Diese Art von Pizza ist besonders beliebt bei denen, die einen festen Biss und eine reichhaltigere Belegung bevorzugen.

Vergleich: Neapolitanische vs. Römische Pizza

MerkmalNeapolitanische PizzaRömische Pizza
TeigWeich, elastisch, luftiger Rand (Cornicione)Dünn, knusprig, flacher Rand
BacktemperaturSehr hoch (450°C+), kurz (60-90 Sek.)Niedriger, länger (mehrere Minuten)
TexturAußen knusprig, innen zart und weichDurchgehend knusprig, fester Biss
BelagMinimalistisch, hochwertige ZutatenÜppiger, größere Vielfalt an Zutaten
BeispielMargherita, MarinaraPizza al Taglio (Blechpizza), Capricciosa

Die Vielfalt der Beläge: Von Klassisch bis Kreativ

Unabhängig vom Teigstil bietet Aachen eine beeindruckende Auswahl an Pizzabelägen. Die meisten Pizzerien haben eine Standardkarte mit den bekannten Favoriten, aber viele experimentieren auch mit saisonalen oder regionalen Zutaten, um einzigartige Geschmackserlebnisse zu schaffen.

  • Die ewigen Klassiker:
    - Pizza Salami: Der absolute Favorit vieler, oft mit pikanter italienischer Salami belegt.
    - Pizza Funghi: Einfach, aber effektiv – mit frischen Champignons.
    - Pizza Prosciutto: Mit gekochtem Schinken, oft in Kombination mit Pilzen (Prosciutto e Funghi).
    - Pizza Tonno: Eine beliebte Wahl mit Thunfisch und Zwiebeln, oft auch mit Oliven.
    - Pizza Vegetaria/Verdure: Eine bunte Mischung aus saisonalem Gemüse wie Paprika, Zucchini, Auberginen und Zwiebeln.
  • Meeresfrüchte-Pizzen: Für Liebhaber von Fisch und Meeresfrüchten bieten einige Pizzerien Pizzen mit Garnelen, Muscheln oder Calamari an, oft verfeinert mit Knoblauch und frischer Petersilie. Die Qualität der Meeresfrüchte ist hier entscheidend für ein gutes Ergebnis.
  • Scharfe Kreationen: Viele bevorzugen ihre Pizza mit einem gewissen Kick. Pizzen mit Peperoni, scharfer Salami (Salame Piccante) oder frischen Chilis sind in Aachen weit verbreitet und bieten eine feurige Alternative zu den milderen Varianten.
  • Aachener Akzente und innovative Ideen: Auch wenn die italienische Tradition hochgehalten wird, finden sich in Aachen auch Pizzerien, die den Mut zu neuen Kombinationen haben. Das kann sich in der Verwendung von regionalen Käsesorten, besonderen Fleischsorten oder sogar unerwarteten Zutaten wie Feigen oder Birnen in Kombination mit Gorgonzola äußern. Diese Pizzen sind oft ein Highlight für experimentierfreudige Esser und zeigen die Vielfalt der modernen Pizzakunst.

Vegane und Vegetarische Pizza-Optionen in Aachen

Die Nachfrage nach pflanzlichen Optionen wächst stetig, und viele Pizzerien in Aachen haben sich darauf eingestellt. Es ist heute einfacher denn je, eine köstliche vegane oder vegetarische Pizza zu finden.

  • Vegetarisch: Die meisten Pizzerien bieten standardmäßig eine Pizza Vegetaria oder Verdure an, die mit verschiedenen Gemüsesorten belegt ist. Oft kann man auch eine Pizza nach eigenen Wünschen zusammenstellen.
  • Vegan: Für Veganer ist die Situation ebenfalls vielversprechend. Viele Pizzerien bieten mittlerweile veganen Käse an, der auf Wunsch statt Kuhmilchkäse verwendet werden kann. Alternativ kann man eine Pizza Marinara (ohne Käse) bestellen und diese mit viel Gemüse oder Pilzen belegen lassen. Einige Pizzerien haben sogar spezielle vegane Kreationen auf der Karte, die über den Standard hinausgehen und mit pflanzlichen Wurst- oder Fleischalternativen experimentieren. Es lohnt sich, bei der Bestellung explizit nach veganen Optionen zu fragen.

Die Kunst der perfekten Pizza: Was macht sie aus?

Die wahre Magie einer Pizza liegt in der Summe ihrer Teile. Es sind nicht nur die Zutaten oder der Ofen, sondern die Kombination aus Handwerk, Wissen und Leidenschaft, die eine gute Pizza von einer exzellenten unterscheidet.

  • Der Teig: Er ist das Herzstück jeder Pizza. Ein guter Teig benötigt Zeit zum Ruhen und Fermentieren. Dies entwickelt nicht nur den Geschmack, sondern macht ihn auch leichter verdaulich. Die richtige Hydration und das Kneten sind entscheidend für die Textur.
  • Die Tomatensauce: Oft unterschätzt, aber essenziell. Eine einfache, aber hochwertige Tomatensauce, idealerweise aus San-Marzano-Tomaten, ist der Schlüssel. Sie sollte nicht zu stark gewürzt sein, um den Eigengeschmack der Tomate zu bewahren.
  • Der Käse: Für eine authentische Pizza ist Mozzarella, idealerweise Fior di Latte oder Büffelmozzarella, die erste Wahl. Er schmilzt perfekt und bildet eine cremige Schicht, ohne zu wässern.
  • Der Ofen: Ein Holzofen ist für viele der Goldstandard, da er extrem hohe Temperaturen erreicht und der Pizza ihren charakteristischen rauchigen Geschmack und die perfekte Bräunung verleiht. Aber auch moderne Elektro- oder Gasöfen können bei richtiger Einstellung hervorragende Ergebnisse liefern.
  • Die Hand des Pizzaiolo: Das Können des Pizzabäckers ist unersetzlich. Die Art und Weise, wie der Teig geformt wird, wie die Zutaten verteilt werden und wie die Pizza im Ofen überwacht wird, all das trägt zur Qualität bei.

Tipps zur Auswahl der besten Pizzeria in Aachen

Angesichts der vielen Optionen kann die Wahl der „richtigen“ Pizzeria überwältigend sein. Hier sind ein paar Tipps, die Ihnen bei der Entscheidung helfen können:

  • Bewertungen und Empfehlungen: Online-Bewertungen und Mundpropaganda sind oft ein guter Startpunkt. Achten Sie auf Konsistenz in den positiven Rückmeldungen.
  • Der erste Eindruck: Eine saubere, einladende Atmosphäre und der Duft von frischer Pizza sind gute Zeichen.
  • Die Speisekarte: Eine zu lange Speisekarte kann ein Hinweis darauf sein, dass nicht alles frisch zubereitet wird. Oft sind Pizzerien, die sich auf weniger Gerichte konzentrieren, spezialisierter und bieten höhere Qualität.
  • Frische Zutaten: Achten Sie auf die Qualität der Zutaten. Frischer Basilikum, leuchtende Tomatensauce und hochwertiger Käse sind Indikatoren.
  • Der Teig: Wenn möglich, werfen Sie einen Blick auf den Teig. Er sollte gut aufgegangen und nicht zu dünn oder zu dick sein.

Häufig gestellte Fragen zu Pizza in Aachen

Gibt es in Aachen auch glutenfreie Pizza-Optionen?
Ja, einige Pizzerien in Aachen bieten mittlerweile glutenfreie Pizzen an. Es ist ratsam, dies vorab telefonisch zu erfragen, da die Verfügbarkeit variieren kann und oft spezielle Küchenprozesse erforderlich sind, um Kreuzkontaminationen zu vermeiden. Die Qualität der glutenfreien Böden hat sich in den letzten Jahren stark verbessert.
Kann man in Aachen Pizza liefern lassen?
Absolut! Aachen verfügt über zahlreiche Lieferdienste und Pizzerien, die ihre Gerichte direkt zu Ihnen nach Hause liefern. Die gängigen Lieferplattformen decken die meisten Stadtteile ab und bieten eine große Auswahl an Restaurants. Viele Pizzerien haben auch eigene Lieferservices.
Was ist der typische Preis für eine Pizza in Aachen?
Die Preise für eine Pizza in Aachen können je nach Pizzeria, Größe und Belag variieren. Eine klassische Margherita liegt in der Regel zwischen 8 und 12 Euro, während Spezialitäten oder Pizzen mit Meeresfrüchten auch 15 Euro oder mehr kosten können. Liefergebühren können hinzukommen.
Gibt es in Aachen Pizzerien mit Holzofen?
Ja, in Aachen gibt es mehrere Pizzerien, die stolz darauf sind, einen traditionellen Holzofen zu betreiben. Diese Pizzerien sind oft bei Liebhabern der neapolitanischen Pizza sehr beliebt, da der Holzofen für den authentischen Geschmack und die Textur unerlässlich ist. Es lohnt sich, gezielt nach Pizzerien zu suchen, die dies in ihrer Beschreibung hervorheben.
Kann ich meine Pizza in Aachen auch selbst zusammenstellen?
Die meisten Pizzerien bieten die Möglichkeit, eine Pizza nach eigenen Wünschen zu belegen. Sie können oft eine Basis-Pizza auswählen (z.B. Margherita) und dann zusätzliche Beläge hinzufügen oder bestimmte Zutaten weglassen. Dies ist eine großartige Option, um Ihre perfekte Pizza zu kreieren.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Aachen eine Stadt ist, die kulinarisch viel zu bieten hat, und die Pizzaszene ist da keine Ausnahme. Egal, ob Sie auf der Suche nach einer authentischen neapolitanischen Erfahrung sind, eine knusprige römische Pizza bevorzugen oder experimentelle Beläge ausprobieren möchten – in Aachen werden Sie fündig. Nehmen Sie sich die Zeit, die verschiedenen Pizzerien zu erkunden, und lassen Sie sich von der Vielfalt und dem Geschmack dieses zeitlosen italienischen Gerichts begeistern. Guten Appetit!

Wenn du andere Artikel ähnlich wie Aachener Pizza-Vielfalt: Ein Genussführer kennenlernen möchtest, kannst du die Kategorie Pizza besuchen.

Go up