31/10/2018
Stellen Sie sich vor: Ein lauer Sommerabend, das sanfte Zischen Ihres Gasgrills und der unwiderstehliche Duft von frisch gebackener Pizza, die direkt aus der Hitze kommt. Klingt wie ein Traum? Ist es aber nicht! Die Zubereitung von Pizza auf dem Gasgrill ist nicht nur absolut machbar, sondern liefert oft Ergebnisse, die denen eines professionellen Steinofens erstaunlich nahekommen. Vergessen Sie die Vorstellung von langweiligem, labberigem Teig aus dem Backofen. Mit der richtigen Technik und ein paar cleveren Tricks verwandeln Sie Ihren Gasgrill in eine Hochleistungs-Pizzabäckerei und überraschen Freunde und Familie mit einer Pizza, die außen herrlich knusprig und innen wunderbar saftig ist.

Dieser umfassende Guide nimmt Sie an die Hand und führt Sie Schritt für Schritt durch den gesamten Prozess, von der Auswahl der richtigen Ausrüstung bis zum perfekten Backvorgang. Wir decken alles ab, was Sie wissen müssen, um Ihre Pizza-Kreationen auf das nächste Level zu heben. Machen Sie sich bereit, die Art und Weise, wie Sie Pizza genießen, für immer zu verändern!
- Warum Pizza auf dem Gasgrill zubereiten? Die Vorteile auf einen Blick
- Die richtige Ausrüstung: Was Sie wirklich brauchen
- Der perfekte Teig für den Grill: Basis für Meisterwerke
- Zutatenwahl und Belag: Weniger ist oft mehr
- Schritt-für-Schritt-Anleitung: Die Pizza auf den Grill bringen
- Häufige Fehler vermeiden: So gelingt die Grillpizza immer
- Gasgrill vs. Holzofen vs. Backofen: Ein Vergleich für Pizzaliebhaber
- Tipps für fortgeschrittene Pizzabäcker: Das gewisse Extra
- Häufig gestellte Fragen (FAQ) zum Pizzabacken auf dem Gasgrill
- Muss ich den Pizzastein vorheizen?
- Welche Temperatur brauche ich auf dem Gasgrill für Pizza?
- Kann ich auch eine Pfanne statt eines Pizzasteins verwenden?
- Wie verhindere ich, dass die Pizza am Pizzaschieber klebt?
- Wie lange dauert es, eine Pizza auf dem Gasgrill zu backen?
- Muss ich den Gasgrill mit direkter oder indirekter Hitze betreiben?
- Kann ich auch Tiefkühlpizza auf dem Gasgrill zubereiten?
- Fazit: Der Gasgrill als Pizzaparadies
Warum Pizza auf dem Gasgrill zubereiten? Die Vorteile auf einen Blick
Die Entscheidung, Pizza auf dem Gasgrill zu backen, bringt eine Reihe von Vorteilen mit sich, die herkömmliche Backmethoden oft nicht bieten können. Der Hauptgrund liegt in der extrem hohen Hitze, die ein Gasgrill erreichen kann. Während ein normaler Haushaltsbackofen selten über 250°C hinauskommt, können viele Gasgrills Temperaturen von 300°C bis über 400°C erreichen. Diese hohe Temperatur ist entscheidend für die perfekte Pizza:
- Knuspriger Boden: Die intensive Hitze des Grills, insbesondere in Kombination mit einem Pizzastein, sorgt dafür, dass der Teig in kürzester Zeit durchbackt und eine unglaublich knusprige Kruste entwickelt, ähnlich wie in einem traditionellen Steinofen.
- Schnelle Garzeit: Eine Pizza ist auf dem Gasgrill oft in nur 5 bis 10 Minuten fertig, manchmal sogar schneller. Das bedeutet weniger Wartezeit und mehr Genuss.
- Aromatischer Rauchgeschmack: Auch wenn es ein Gasgrill ist, kann die hohe Hitze und die offene Flamme einen subtilen, rauchigen Geschmack verleihen, der bei der Zubereitung im Backofen fehlt.
- Gleichmäßige Hitzeverteilung: Moderne Gasgrills bieten oft eine hervorragende Hitzeverteilung, die ein gleichmäßiges Garen der Pizza ermöglicht.
- Weniger Hitze in der Küche: Besonders im Sommer ist es angenehm, die Hitze des Backofens nicht in die Küche zu bringen. Die Pizza wird draußen zubereitet, und die Küche bleibt kühl.
- Flexibilität: Gasgrills lassen sich schnell aufheizen und die Temperatur präzise regeln, was für die Pizzazubereitung ideal ist.
Diese Kombination aus hoher Temperatur, Geschwindigkeit und dem besonderen Aroma macht den Gasgrill zur idealen Wahl für Pizzaliebhaber, die das Beste aus ihren Zutaten herausholen möchten.
Die richtige Ausrüstung: Was Sie wirklich brauchen
Bevor Sie mit dem Pizzabacken beginnen, ist die richtige Ausrüstung entscheidend. Sie benötigen nicht viel, aber das Wenige sollte von guter Qualität sein.
Der Pizzastein: Das Herzstück Ihrer Grillpizza
Ein Pizzastein ist absolut unerlässlich für eine gelungene Grillpizza. Er simuliert den heißen Steinboden eines Holzofens. Der Stein absorbiert die enorme Hitze des Grills und gibt sie direkt an den Pizzaboden ab, wodurch dieser schnell und gleichmäßig gart und besonders knusprig wird. Achten Sie beim Kauf auf folgende Punkte:
- Material: Cordierit-Pizzasteine sind sehr beliebt, da sie hitzebeständig sind und Temperaturwechsel gut vertragen. Es gibt auch Keramik- oder Schamottsteine.
- Größe: Wählen Sie einen Stein, der gut auf Ihren Grillrost passt und noch genügend Platz für die Luftzirkulation lässt.
- Dicke: Ein dickerer Stein speichert mehr Wärme und gibt sie gleichmäßiger ab. Ideal sind Steine zwischen 1,5 und 3 cm Dicke.
Alternativ kann auch eine gusseiserne Pizzaplatte verwendet werden, die ähnliche Eigenschaften aufweist und oft noch robuster ist.
Der Pizzaschieber: Für den einfachen Transport
Ein Pizzaschieber (auch Pizzaschaufel genannt) ist notwendig, um die rohe Pizza sicher auf den heißen Stein zu befördern und die fertige Pizza wieder herunterzunehmen. Es gibt Schieber aus Holz oder Metall. Holzschieber haben den Vorteil, dass der Teig weniger leicht kleben bleibt, während Metallschieber dünner sind und sich leichter unter die Pizza schieben lassen. Puder- oder Hartweizengrieß auf dem Schieber verhindert das Ankleben.
Weitere nützliche Helfer
- Grillhandschuhe: Hitzebeständige Handschuhe sind unerlässlich, da die Temperaturen im Grill extrem hoch sind.
- Infrarot-Thermometer: Um die genaue Temperatur des Pizzasteins zu messen, ist ein Infrarot-Thermometer sehr hilfreich. Der Stein sollte idealerweise 300-400°C erreichen.
- Pizzaroller: Zum einfachen Schneiden der fertigen Pizza.
- Backpinsel: Zum Bestreichen des Teigrandes mit Olivenöl für eine goldbraune Kruste.
Der perfekte Teig für den Grill: Basis für Meisterwerke
Die Qualität des Teigs ist entscheidend für das Endergebnis. Ein guter Pizzateig ist elastisch, lässt sich gut verarbeiten und wird beim Backen luftig und knusprig. Hier ist ein bewährtes Rezept und wichtige Tipps:
Einfaches Pizzateig-Rezept (für 2-3 Pizzen)
- 500 g Weizenmehl (Typ 00 oder Typ 405/550)
- 300-325 ml lauwarmes Wasser
- 7 g Trockenhefe (oder 20 g frische Hefe)
- 10 g Salz
- 10 ml Olivenöl extra vergine
Zubereitungsschritte für den Teig
- Hefe aktivieren: Hefe im lauwarmen Wasser auflösen und 5-10 Minuten stehen lassen, bis sich Bläschen bilden.
- Zutaten mischen: Mehl und Salz in einer großen Schüssel vermischen. Die Hefemischung und das Olivenöl hinzufügen.
- Kneten: Alles zu einem homogenen Teig verkneten. Entweder mit der Küchenmaschine (ca. 8-10 Minuten) oder von Hand auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche (ca. 10-15 Minuten), bis der Teig glatt und elastisch ist. Er sollte nicht mehr kleben.
- Gehen lassen (erste Gärung): Den Teig zu einer Kugel formen, in eine leicht geölte Schüssel legen, abdecken und an einem warmen Ort (oder im Kühlschrank für eine langsamere, aromatischere Gärung über Nacht) gehen lassen, bis er sich mindestens verdoppelt hat (ca. 1-2 Stunden bei Raumtemperatur, 8-24 Stunden im Kühlschrank).
- Portionieren und Formen: Den aufgegangenen Teig vorsichtig aus der Schüssel nehmen, auf eine leicht bemehlte Fläche legen und in 2-3 gleich große Portionen teilen. Jede Portion zu einer Kugel formen.
- Zweite Gärung (optional): Die Teigkugeln abdecken und weitere 30-60 Minuten ruhen lassen. Dies macht den Teig noch entspannter und leichter zu verarbeiten.
Wichtige Teig-Tipps für den Grill
- Mehlwahl: Pizzamehl (Tipo 00) ist ideal, da es einen hohen Proteingehalt hat und dem Teig die nötige Elastizität verleiht. Alternativ funktioniert auch Weizenmehl Typ 405 oder 550 gut.
- Hydration: Die Wassermenge kann je nach Mehl variieren. Der Teig sollte feucht, aber nicht klebrig sein. Bei Bedarf etwas mehr Wasser oder Mehl hinzufügen.
- Kneten ist König: Ausgiebiges Kneten entwickelt das Gluten im Mehl, was für die Elastizität und die Struktur des Teiges unerlässlich ist.
- Schonendes Ausrollen: Versuchen Sie, den Teig nicht mit einem Nudelholz auszurollen, da dies die Luftblasen im Teig zerstört und ihn zäh macht. Drücken und ziehen Sie den Teig stattdessen vorsichtig von Hand von der Mitte nach außen, um eine runde Form zu erhalten und einen schönen Rand zu bilden. Übung macht hier den Meister!
Zutatenwahl und Belag: Weniger ist oft mehr
Die Qualität der Zutaten hat einen direkten Einfluss auf den Geschmack Ihrer Pizza. Wählen Sie frische, hochwertige Produkte.
- Tomatensauce: Verwenden Sie eine einfache, gute Tomatensauce. Passierte Tomaten von San Marzano Tomaten sind ideal. Würzen Sie sie nur leicht mit Salz, Pfeffer, etwas Oregano und einem Schuss Olivenöl.
- Käse: Mozzarella ist der klassische Pizzakäse. Verwenden Sie Fior di Latte (Kuhmilch-Mozzarella) oder Büffelmozzarella. Wichtig: Der Mozzarella sollte gut abgetropft sein, um ein Verwässern der Pizza zu vermeiden. Reiben Sie ihn grob oder zupfen Sie ihn in Stücke.
- Weitere Beläge: Hier sind Ihrer Kreativität keine Grenzen gesetzt, aber denken Sie daran: Weniger ist oft mehr! Ein überladener Belag kann die Pizza matschig machen und die Garzeit verlängern. Schneiden Sie Gemüse dünn und garen Sie Fleisch- oder Wurstwaren bei Bedarf vor.
Beliebte Kombinationen sind:
- Margherita: Tomatensauce, Mozzarella, frisches Basilikum.
- Prosciutto e Funghi: Tomatensauce, Mozzarella, gekochter Schinken, frische Pilze.
- Diavola: Tomatensauce, Mozzarella, scharfe Salami (Spianata Romana).
- Vegetarisch: Tomatensauce, Mozzarella, Paprika, Zwiebeln, Oliven, Zucchini.
Legen Sie alle Zutaten bereit, bevor Sie mit dem Belegen beginnen. Schnelligkeit ist hier der Schlüssel!
Schritt-für-Schritt-Anleitung: Die Pizza auf den Grill bringen
Jetzt wird es ernst! Die richtige Technik beim Backen auf dem Gasgrill ist entscheidend für den Erfolg.
Grill vorbereiten und Pizzastein aufheizen
Platzieren Sie den Pizzastein auf dem Rost Ihres Gasgrills. Schließen Sie den Deckel und heizen Sie den Grill auf die höchstmögliche Temperatur vor. Die meisten Gasgrills erreichen hier 300-350°C, manche sogar 400°C. Lassen Sie den Stein mindestens 30-45 Minuten aufheizen, damit er die Hitze optimal speichern kann. Eine höhere Temperatur des Steins bedeutet einen knusprigeren Boden. Wenn Sie ein Infrarot-Thermometer haben, messen Sie die Temperatur des Steins – ideal sind 300-400°C.
Teig vorbereiten und belegen
Während der Grill aufheizt, bereiten Sie Ihre Pizzen vor. Bestreuen Sie Ihren Pizzaschieber großzügig mit Hartweizengrieß oder etwas Mehl. Legen Sie eine Teigkugel darauf und formen Sie diese vorsichtig von Hand zu einer runden Pizza. Achten Sie darauf, den Rand etwas dicker zu lassen. Verteilen Sie dann schnell die Tomatensauce (nicht zu viel!), den Mozzarella und die restlichen Beläge. Arbeiten Sie zügig, damit der Teig nicht am Schieber kleben bleibt. Weniger Belag ist besser, um ein schnelles Garen zu gewährleisten.
Pizza auf den Grill bringen
Öffnen Sie den Grilldeckel. Schieben Sie den Pizzaschieber mit der belegten Pizza nah an den heißen Pizzastein. Mit einem Ruck und einer leichten Vorwärtsbewegung lassen Sie die Pizza vom Schieber auf den Stein gleiten. Schließen Sie den Deckel des Grills sofort wieder, um die Hitze zu halten.
Backen der Pizza
Die Backzeit variiert je nach Grilltemperatur und gewünschtem Bräunungsgrad, liegt aber meist zwischen 5 und 10 Minuten. Beobachten Sie die Pizza durch das Grillfenster (falls vorhanden) oder heben Sie den Deckel nur kurz an, um den Fortschritt zu überprüfen. Drehen Sie die Pizza nach etwa der Hälfte der Backzeit mit dem Pizzaschieber um 180 Grad, um eine gleichmäßige Bräunung zu gewährleisten. Achten Sie darauf, dass der Boden schön braun und knusprig wird und der Käse geschmolzen und leicht gebräunt ist.
Fertige Pizza entnehmen
Sobald die Pizza fertig ist, schieben Sie den Pizzaschieber vorsichtig unter die Pizza und nehmen Sie sie vom Stein. Legen Sie sie auf ein Schneidebrett, lassen Sie sie kurz ruhen (1-2 Minuten), schneiden Sie sie in Stücke und servieren Sie sie sofort.
Häufige Fehler vermeiden: So gelingt die Grillpizza immer
Auch wenn die Pizzazubereitung auf dem Gasgrill relativ einfach ist, gibt es ein paar Stolperfallen, die Sie vermeiden sollten:
- Der Pizzastein ist nicht heiß genug: Dies ist der häufigste Fehler. Ein zu kalter Stein führt zu einem matschigen Boden. Planen Sie mindestens 30-45 Minuten Aufheizzeit ein.
- Zu viel Mehl/Grieß auf dem Schieber: Während etwas Mehl/Grieß wichtig ist, kann zu viel davon auf dem Stein verbrennen und einen bitteren Geschmack verursachen.
- Zu viel Belag: Ein überladener Belag verlängert die Garzeit, macht die Pizza feucht und verhindert, dass der Boden knusprig wird. Weniger ist hier wirklich mehr.
- Zu oft den Deckel öffnen: Jedes Öffnen des Deckels lässt wertvolle Hitze entweichen und verlängert die Backzeit. Versuchen Sie, den Deckel nur zu öffnen, wenn es unbedingt nötig ist.
- Falsche Hitzeeinstellung: Experimentieren Sie mit der direkten und indirekten Hitze. Oft ist es am besten, den Brenner direkt unter dem Stein auf volle Pulle zu stellen und die anderen Brenner (falls vorhanden) auf mittlere bis niedrige Stufe zu stellen oder ganz auszulassen, um eine Überhitzung der Oberseite zu vermeiden.
- Teig klebt am Schieber: Verwenden Sie ausreichend Hartweizengrieß oder Mehl und arbeiten Sie schnell beim Belegen und Einschießen. Ein kurzer Ruck beim Einschießen hilft, die Pizza vom Schieber zu lösen.
Gasgrill vs. Holzofen vs. Backofen: Ein Vergleich für Pizzaliebhaber
Jede Methode hat ihre Vor- und Nachteile, wenn es um die Pizzazubereitung geht. Hier ist ein kurzer Überblick:
| Merkmal | Gasgrill mit Pizzastein | Holzofen | Haushaltsbackofen |
|---|---|---|---|
| Max. Temperatur | 300-400°C | 400-500°C+ | 200-250°C |
| Geschmack | Sehr gut, leicht rauchig möglich | Hervorragend, authentischer Rauchgeschmack | Gut, aber weniger knusprig |
| Backzeit | 5-10 Minuten | 1-3 Minuten | 10-20 Minuten |
| Aufheizzeit | 30-45 Minuten | 60-120 Minuten | 15-20 Minuten |
| Temperaturkontrolle | Sehr präzise | Mittel (erfordert Übung) | Sehr präzise |
| Kosten (Gerät) | Mittel | Hoch | Niedrig (bereits vorhanden) |
| Wartung/Reinigung | Mittel | Hoch (Asche) | Gering |
| Komfort | Hoch | Mittel (Holz beschaffen) | Hoch |
| Mobilität | Mittel | Gering | Gering |
Wie die Tabelle zeigt, ist der Gasgrill ein ausgezeichneter Kompromiss. Er bietet die hohe Hitze und den Komfort eines modernen Geräts, ohne die hohen Kosten und den Aufwand eines Holzofens. Für den durchschnittlichen Pizzaliebhaber ist er oft die beste Wahl für authentischen Geschmack zu Hause.
Tipps für fortgeschrittene Pizzabäcker: Das gewisse Extra
Wenn Sie die Grundlagen gemeistert haben, gibt es immer Wege, Ihre Grillpizza weiter zu perfektionieren:
- Sauerteig-Pizzateig: Für ein komplexeres Aroma und eine bessere Textur können Sie Sauerteig anstelle von Hefe verwenden. Dies erfordert mehr Planung und Geduld, aber das Ergebnis ist unvergleichlich.
- Pizzateig mit langer Gare: Lassen Sie den Teig für 24-72 Stunden im Kühlschrank gehen. Dies entwickelt komplexere Aromen und macht den Teig noch elastischer und bekömmlicher.
- Vorbereiten der Beläge: Blanchieren Sie z.B. Brokkoli oder Pilze kurz, bevor Sie sie auf die Pizza geben, um sicherzustellen, dass sie gar werden und keine Feuchtigkeit abgeben.
- Das Anbacken des Bodens: Manche Profis schieben den Teigboden kurz (ca. 1-2 Minuten) ohne Belag auf den heißen Stein, nehmen ihn kurz herunter, belegen ihn dann und schieben ihn wieder auf den Stein. Das sorgt für einen noch knusprigeren Boden.
- Verwendung von indirekter Hitze: Wenn Ihre Pizza oben zu schnell bräunt, aber der Boden noch nicht knusprig ist, können Sie versuchen, die Pizza auf eine kühlere Zone des Grills zu verschieben oder die Brenner direkt unter dem Stein etwas herunterzuregeln, um die Hitze gleichmäßiger zu verteilen.
- Pizzastein-Reinigung: Lassen Sie den Stein nach dem Backen vollständig abkühlen, bevor Sie ihn reinigen. Schaben Sie verbrannte Rückstände vorsichtig mit einem Spatel ab. Verwenden Sie kein Spülmittel, da der Stein dies aufnehmen könnte.
Häufig gestellte Fragen (FAQ) zum Pizzabacken auf dem Gasgrill
Hier beantworten wir einige der am häufigsten gestellten Fragen zum Thema:
Muss ich den Pizzastein vorheizen?
Ja, unbedingt! Dies ist der wichtigste Schritt. Der Pizzastein muss auf die maximale Temperatur des Grills vorgeheizt werden (mindestens 30-45 Minuten), damit er die Hitze speichern und optimal an den Teigboden abgeben kann. Ein kalter Stein führt zu einem matschigen Boden.
Welche Temperatur brauche ich auf dem Gasgrill für Pizza?
So hoch wie möglich! Idealerweise 300°C bis 400°C. Messen Sie die Temperatur direkt auf dem Pizzastein mit einem Infrarot-Thermometer. Je heißer der Stein, desto besser die Kruste.
Kann ich auch eine Pfanne statt eines Pizzasteins verwenden?
Eine schwere gusseiserne Pfanne oder eine Gussplatte kann als Notlösung dienen, ist aber kein vollwertiger Ersatz für einen Pizzastein. Sie speichert die Hitze nicht so gut und verteilt sie nicht so gleichmäßig. Der Pizzastein ist für optimale Ergebnisse unerlässlich.
Wie verhindere ich, dass die Pizza am Pizzaschieber klebt?
Bestreuen Sie den Pizzaschieber großzügig mit Hartweizengrieß oder etwas Mehl. Arbeiten Sie schnell beim Belegen der Pizza und schieben Sie sie sofort auf den heißen Stein. Ein schneller, entschlossener Ruck hilft, die Pizza vom Schieber zu lösen.
Wie lange dauert es, eine Pizza auf dem Gasgrill zu backen?
Die Backzeit ist sehr kurz, meist zwischen 5 und 10 Minuten, manchmal sogar nur 3-4 Minuten bei sehr hohen Temperaturen (400°C+). Beobachten Sie die Pizza genau, da jeder Grill anders ist.
Muss ich den Gasgrill mit direkter oder indirekter Hitze betreiben?
Für die meisten Setups ist es am besten, den Brenner direkt unter dem Pizzastein auf höchste Stufe zu stellen (direkte Hitze), um den Stein maximal aufzuheizen. Andere Brenner können, je nach Grillmodell, auf niedriger Stufe laufen oder ausgeschaltet bleiben, um eine Überhitzung der Oberseite zu vermeiden. Das Ziel ist eine sehr heiße Unterseite und eine gleichmäßige Hitze im Garraum.
Kann ich auch Tiefkühlpizza auf dem Gasgrill zubereiten?
Ja, das geht prinzipiell. Legen Sie die Tiefkühlpizza direkt auf den vorgeheizten Pizzastein. Die Backzeit kann etwas länger sein als bei frischer Pizza. Achten Sie darauf, dass der Boden nicht verbrennt, während der Belag auftaut und gart. Die Ergebnisse sind aber meistens besser mit frischer Pizza.
Fazit: Der Gasgrill als Pizzaparadies
Die Zubereitung von Pizza auf dem Gasgrill ist eine wunderbare Möglichkeit, authentischen, knusprigen Pizzagenuss direkt in Ihrem Garten zu erleben. Mit der richtigen Ausrüstung, einem guten Teig und ein wenig Übung werden Sie schnell zum Pizzameister am Grill. Die hohen Temperaturen des Gasgrills, kombiniert mit einem Pizzastein, schaffen Bedingungen, die denen eines traditionellen Steinofens verblüffend ähneln. Das Ergebnis ist eine Pizza mit einem unvergleichlich knusprigen Boden, einem perfekt geschmolzenen Käse und einem Aroma, das Sie immer wieder begeistern wird.
Probieren Sie es aus! Experimentieren Sie mit verschiedenen Teigrezepten, Belägen und Grilltemperaturen. Sie werden schnell merken, wie viel Spaß es macht, die perfekte Pizza selbst zu kreieren. Der Gasgrill wartet darauf, Ihr nächstes kulinarisches Abenteuer zu werden. Guten Appetit!
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