What is a pan pizza?

Die Kunst der sizilianischen Pizza: Ein Genuss

09/10/2018

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Die Welt der Pizza ist unglaublich vielfältig und bietet für jeden Geschmack etwas. Doch unter all den Stilen gibt es einen, der sich durch seine einzigartige Textur, seinen opulenten Charakter und seine unwiderstehliche Zubereitungsart hervorhebt: die sizilianische Pizza. Anders als ihre dünnen, knusprigen neapolitanischen oder faltbaren New Yorker Cousins, ist die sizilianische Pizza ein Statement – dick, quadratisch oder rechteckig, und oft mit einem Boden, der so knusprig ist, dass er fast frittiert wirkt. Sie ist nicht nur eine Mahlzeit, sondern ein Erlebnis, das dazu einlädt, geteilt zu werden und tiefe Zufriedenheit zu hinterlassen.

Stellen Sie sich vor: Es ist Sonntagnachmittag, die perfekte Zeit, um sich einer kulinarischen Leidenschaft zu widmen. Der Wunsch nach einer außergewöhnlichen Pizza wird übermächtig, aber nicht irgendeiner Pizza. Es ist ein Verlangen nach einem großen, dicken, mit Pepperoni belegten Quadrat. Dies ist die Art von Pizza, die Freunde und Familie zusammenbringt, die Liebe zum Detail zeigt und einfach unglaublich lecker ist. Wir sprechen von einem Teig, der dick, leicht zäh und voller großer Blasen ist, ähnlich dem Inneren eines guten Baguettes. Trotz seiner Dicke ist er bemerkenswert leicht, aber dennoch sättigend. Er wird in einer geölten Backform gebacken, wodurch er einen knusprigen, goldbraunen, fast frittierten Boden erhält. Die Beläge sind oft einfach, aber von höchster Qualität: geschmolzener, gereifter Mozzarella-Käse, eine süß-würzige Tomatensauce und natürlich reichlich würzige Naturdarm-Pepperoni.

Diese Art von Pizza ist so gut, dass sie fast süchtig macht. Sie ist herzhaft, reichhaltig und ein wahrer Genuss für die Sinne. Doch für viele, die nicht das Glück haben, in der Nähe einer Pizzeria zu leben, die diese Kunst beherrscht, bleibt sie oft ein unerreichbarer Traum. Aber was wäre, wenn Sie diese legendäre Pizza auch zu Hause zubereiten könnten? Dieses Geheimnis lüften wir heute, indem wir uns eingehend mit den Schritten und Techniken befassen, die eine herausragende sizilianische Pizza ausmachen. Machen Sie sich bereit, Ihre Küche in eine italienische Pizzabäckerei zu verwandeln und Ihre eigenen Meisterwerke zu kreieren.

Inhaltsverzeichnis

Was ist sizilianische Pizza und was macht sie so besonders?

Die sizilianische Pizza, bekannt als „Sfincione“ auf Sizilien, unterscheidet sich grundlegend von anderen Pizzastilen. Sie ist in der Regel dick, rechteckig oder quadratisch und zeichnet sich durch einen besonders luftigen, brotähnlichen Teig aus. Im Gegensatz zu den dünnen, oft runden Pizzen aus Neapel oder New York, ist die sizilianische Variante dazu gedacht, als größere Stücke geschnitten und serviert zu werden, oft als Snack oder Vorspeise, aber auch als sättigende Hauptmahlzeit.

Das Besondere an dieser Pizza ist ihre Textur. Der Teig ist innen leicht und voller großer Luftblasen, was ihn trotz seiner Dicke nicht schwer macht. Außen entwickelt er eine unvergleichliche Knusprigkeit, insbesondere am Boden, der durch das Backen in einer großzügig mit Olivenöl bestrichenen Form eine fast frittierte Qualität erhält. Dieser goldbraune, knusprige Boden ist ein Markenzeichen der sizilianischen Pizza und sorgt für ein einzigartiges Mundgefühl.

Ein weiteres charakteristisches Merkmal ist die Anordnung der Beläge, oft als „Upside-Down Sicilian“ bezeichnet: Der Käse wird direkt auf den Teig gelegt, bevor die Sauce darüber verteilt wird. Diese Methode hat einen doppelten Zweck: Sie schützt den Teig vor dem Durchweichen durch die feuchte Sauce und sorgt gleichzeitig für eine gleichmäßige Schicht geschmolzenen Käses unter der aromatischen Tomatensauce. Dies trägt maßgeblich zur Stabilität und Textur der Pizza bei.

Der Teig: Das Herzstück jeder sizilianischen Pizza

Ein großartiger Teig ist die Grundlage für jede hervorragende Pizza, und bei der sizilianischen Variante ist er von entscheidender Bedeutung. Er muss die richtige Balance aus Dicke, Luftigkeit und Zähigkeit bieten, um die reichhaltigen Beläge tragen zu können. Unser Teig basiert auf einem bewährten Rezept, das dem Teig für eine Pfannenpizza sehr ähnlich ist, aber mit einer geringeren Hydratation (Wasseranteil) angepasst wird, um die gewünschte Dichte und Kaubarkeit zu erreichen.

Die Zutaten für den perfekten Teig

  • Mehl: Vielzweck- oder Brotmehl bilden die Basis.
  • Salz: Für den Geschmack und zur Kontrolle der Hefeaktivität.
  • Hefe: Treibt den Teig an und sorgt für die Luftigkeit.
  • Olivenöl: Verleiht Geschmack und Zartheit.
  • Wasser: Der entscheidende Faktor für die Hydratation.

Während viele Pizzateige eine Hydratation von etwa 70% (700g Wasser pro 1kg Mehl) aufweisen, was zu vielen großen Blasen führt, reduzieren wir diesen Wert für die sizilianische Pizza auf etwa 65%. Dies führt zu einem etwas dichteren und zäheren Teig, der die schweren Beläge besser aufnehmen kann, ohne matschig zu werden. Es ist entscheidend, beim Mischen des Teigs eine Waage zu verwenden, da Volumenmessungen für Mehl sehr ungenau sein können.

Drei Methoden zum Mischen des Teigs

Die Art und Weise, wie Sie den Teig mischen, beeinflusst die Glutenentwicklung, die für die Struktur des Teigs unerlässlich ist:

  1. Küchenmaschine: Dies ist die schnellste und einfachste Methode. Die intensive Bewegung in einer hochwertigen Küchenmaschine bildet das Glutennetzwerk sehr schnell aus, was zu einer ausgezeichneten Struktur führt.
  2. Standmixer: Eine gute Alternative, obwohl die Glutenbildung nicht ganz so effizient ist wie bei der Küchenmaschine. Funktioniert aber gut, wenn es schnell gehen muss.
  3. No-Knead-Methode (Ohne Kneten): Wenn Sie keine Ausrüstung haben, ist diese Methode ideal. Mischen Sie die Zutaten einfach in einer Schüssel, decken Sie sie mit Frischhaltefolie ab und lassen Sie den Teig 12 bis 24 Stunden bei Raumtemperatur ruhen. Die Zeit erledigt die Arbeit, und der Teig entwickelt auf natürliche Weise ein starkes Glutennetzwerk und Blasen.

Der Aufstieg des Teigs: Ruhe und Entfaltung

Nach dem Mischen wird der Teig in ein geöltes Backblech gegeben und abgedeckt. Würden Sie versuchen, den Teig sofort auszustrecken, wäre er extrem elastisch und würde sich immer wieder zusammenziehen. Aber während der Teig über ein paar Stunden entspannt, lockert sich sein Glutennetzwerk auf natürliche Weise, wodurch er sich langsam in der Backform ausbreitet. Es ist wichtig, jede Ecke und Kante anzuheben, damit eingeschlossene Luftblasen entweichen können. Dies ist entscheidend, um die Menge an knusprigem, goldbraunem Boden in der fertigen Pizza zu maximieren.

Nachdem der Teig die Form gefüllt hat, lassen Sie ihn für einen zweiten Aufstieg beiseite. Dies stellt sicher, dass die Pizza extra blasig und leicht wird. In dieser Phase kann der Teig auch unbedeckt bleiben, während Sie sich der Sauce widmen.

Die perfekte Sauce: Süß, würzig und aromatisch

Die Sauce ist ein weiterer entscheidender Bestandteil der sizilianischen Pizza. Sie sollte eine Balance aus Süße, Würze und einer gewissen Schärfe bieten, die die reichhaltigen Beläge ergänzt, ohne sie zu überwältigen. Die Basis bildet hochwertiges Olivenöl, Tomaten, Knoblauch und einige ausgewählte Gewürze.

Zutaten für eine authentische Sauce

  • Olivenöl: Ein gutes, importiertes Olivenöl bildet die Grundlage.
  • Knoblauch: Reichlich Knoblauch, grob gehackt und in Olivenöl angedünstet, sorgt für Tiefe.
  • Getrockneter Oregano: Eine Kräutersorte, die auch getrocknet noch hervorragenden Geschmack liefert.
  • Rote Pfefferflocken: Für die nötige Schärfe – gerade so viel, dass man sie bemerkt, aber nicht überwältigt wird.
  • Tomaten: Hier ist die Qualität entscheidend. Verwenden Sie hochwertige ganze Dosentomaten, die eine helle Säure und natürliche Süße aufweisen. DOP San Marzano-Tomaten sind eine hervorragende Wahl, auch wenn sie teurer sind. Achten Sie darauf, dass die Marke keine Calciumchlorid enthält, da dieser Zusatzstoff die Tomaten zu fest machen kann.

Sobald Knoblauch und Gewürze im Topf harmonieren, fügen Sie die Tomaten hinzu. Ganze geschälte Tomaten sind zu bevorzugen, da sie Ihnen mehr Kontrolle über die endgültige Textur geben. Sie können die Tomaten auf verschiedene Weisen zerkleinern: entweder mit den Fingern in einer Schüssel zerdrücken, mit einem Kartoffelstampfer im Topf zerdrücken oder – eine besonders effiziente Methode – mit einem steifen Teigschneider direkt in der Pfanne zerkleinern, um die gewünschte Konsistenz zu erreichen.

Käse und Beläge: Die Krönung des Geschmacks

Mit Teig und Sauce vorbereitet, fehlen nur noch die Kronjuwelen der sizilianischen Pizza: der Käse und die Beläge. Hier dreht sich alles um Qualität und die richtige Schichtung.

Der Mozzarella: Unter der Sauce, nicht darüber

Für diese Art von Pizza wird gereifter Mozzarella mit geringem Feuchtigkeitsgehalt verwendet, oft in Blöcken erhältlich, im Gegensatz zu den feuchten Kugeln frischen Mozzarellas für neapolitanische Pizzen. Der Schlüssel liegt darin, den Mozzarella in Scheiben zu schneiden und ihn unter die Sauce zu legen. Diese Schicht schützt den Teig vor dem Durchnässen durch die Sauce und sorgt für eine gleichmäßige, geschmolzene Abdeckung. Dies wird oft als „Upside-Down Sicilian“ bezeichnet und ist entscheidend für die Textur der Pizza.

Die Pepperoni: Knusprige Förmchen des Genusses

Sie müssen unbedingt eine hochwertige Naturdarm-Pepperoni verwenden, die sich beim Backen kräuselt und kleine Tassen bildet. Dieses Kräuseln wird durch das „Bullaugen“-Muster unterschiedlicher Fleischdichte im Naturdarm verursacht. Diese kleinen Tassen fangen das gerenderte Pepperoni-Fett auf und werden an den Rändern herrlich knusprig, was für einen fantastischen Texturkontrast sorgt. Achten Sie darauf, die Pizza großzügig mit Pepperoni zu belegen; da sie beim Backen schrumpfen, ist eine anfängliche Abdeckung von 70-80% ein gutes Ziel.

Pecorino Romano: Der würzige Abschluss

Sparen Sie nicht am guten Zeug! Suchen Sie nach echtem, importiertem Pecorino Romano in festen Blöcken und reiben Sie ihn selbst zu Hause. Sie können ihn grob hacken und in der Küchenmaschine zerkleinern oder die Reibeflächen Ihrer Kastenreibe verwenden, die für diesen Zweck gedacht sind.

Sobald Sauce und Beläge vorbereitet sind, sollte der Teig seinen zweiten Aufstieg beendet haben und bereit für die Montage sein. Legen Sie den Mozzarella dachziegelartig aus, verteilen Sie die Sauce (dicker als bei einer Standard-New Yorker oder neapolitanischen Pizza, aber nicht übertreiben) und bedecken Sie dann die Oberfläche großzügig mit Pepperoni.

Das Backen: Für die ideale Textur und Knusprigkeit

Der Backprozess ist entscheidend, um die einzigartige Textur der sizilianischen Pizza zu erreichen – einen knusprigen Boden, geschmolzenen Käse und perfekt gegarte Beläge. Während professionelle Pizzerien Öfen verwenden, die bis zu 400°C erreichen, ist Ihr heimischer Ofen mit maximal 290°C immer noch heiß genug, um eine dickere, pfannenartige Pizza wie diese knusprig zu backen, ohne sie auszutrocknen – eine echte Gefahr bei dünneren Pizzastilen.

Der Trick besteht darin, die Pizza nahe am Boden des Ofens zu backen. Dort erhält sie die meiste Strahlungswärme von der Basis, was dazu beiträgt, dass der Boden extra knusprig und goldbraun wird. Wenn alles gut geht, wird die Pepperoni auf der Pizza gleichzeitig ihre maximale Knusprigkeit erreichen und der Käse beginnt, durch die Sauce zu blubbern und an einigen Stellen braun zu werden. Dieses visuelle Fest ist der Indikator dafür, dass Ihre sizilianische Pizza perfekt ist.

Häufig gestellte Fragen zur sizilianischen Pizza

Warum ist sizilianische Pizza so dick, aber trotzdem leicht?

Die Leichtigkeit des Teigs trotz seiner Dicke ist auf die hohe Hydratation und die langen Ruhezeiten zurückzuführen, die große Luftblasen im Inneren des Teigs entstehen lassen. Diese Blasen machen den Teig luftig und weniger kompakt, als man es bei einem dicken Brot erwarten würde.

Was bedeutet „Upside-Down Sicilian“?

„Upside-Down Sicilian“ bezieht sich auf die einzigartige Schichtung, bei der der Käse direkt auf den Teig gelegt und die Sauce darüber verteilt wird. Dies dient dazu, den Teig vor dem Durchweichen zu schützen und eine gleichmäßige Käseschicht zu gewährleisten.

Kann ich andere Beläge für sizilianische Pizza verwenden?

Obwohl die klassische sizilianische Pizza oft einfach mit Tomatensauce, Käse und manchmal Pepperoni belegt ist, können Sie experimentieren. Wichtig ist, dass die Beläge nicht zu feucht sind, um den Teig nicht zu durchnässen, und dass sie den reichen Geschmack des Teigs und der Sauce ergänzen.

Wie lange dauert die Zubereitung des Teigs?

Die aktive Zubereitungszeit für den Teig ist relativ kurz, besonders mit einer Küchenmaschine. Die längste Zeit nimmt das Ruhen und Aufgehen des Teigs in Anspruch, was je nach Methode (z.B. No-Knead) 12 bis 24 Stunden dauern kann. Planen Sie diese Zeit entsprechend ein.

Ist sizilianische Pizza immer quadratisch?

Traditionell wird sizilianische Pizza oft in rechteckigen oder quadratischen Formen gebacken und in Stücke geschnitten. Es gibt jedoch regionale Variationen, und die Form hängt oft von der verwendeten Backform ab.

Fazit

Die sizilianische Pizza ist weit mehr als nur ein dicker Teig mit Belag; sie ist ein kulinarisches Kunstwerk, das Hingabe und Liebe zum Detail erfordert, aber mit einem unvergleichlichen Geschmackserlebnis belohnt. Von der sorgfältigen Zubereitung des Teigs mit seiner spezifischen Hydratation und seinen Ruhezeiten über die Auswahl der hochwertigen Tomaten für die Sauce bis hin zur cleveren Schichtung von Mozzarella und den knusprigen Naturdarm-Pepperonis – jeder Schritt trägt zu einem Meisterwerk bei.

Diese Pizza ist das perfekte Gericht, um Ihre Familie und Freunde zu beeindrucken oder sich einfach selbst zu verwöhnen. Der goldbraune, fast frittierte Boden, der luftige Teig, die würzige Sauce und die schmelzenden Beläge bilden eine Symphonie der Aromen und Texturen. Es ist eine Pizza, die man nicht nur isst, sondern feiert. Also, wagen Sie sich an dieses Rezept, experimentieren Sie mit den Feinheiten und entdecken Sie die Freude am Backen Ihrer eigenen, unvergesslichen sizilianischen Pizza. Sie werden feststellen, dass der Aufwand sich mehr als lohnt und Sie ein Stück New Yorker Pizza-Geschichte – die in Sizilien ihren Ursprung hat – direkt in Ihre Küche holen können.

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