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Italienische Pizza: Eine kulinarische Reise

21/04/2011

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Die Frage „Welche Pizzas gibt es in Italien?“ gleicht dem Öffnen einer Schatzkiste voller kulinarischer Wunder. Italien, die Heimat der Pizza, bietet weit mehr als nur die international bekannten Klassiker. Es ist eine Landschaft, in der jede Region, ja fast jede Stadt, ihre eigene Interpretation dieses einfachen, aber genialen Gerichts pflegt. Von den sonnenverwöhnten Küsten Neapels bis zu den historischen Gassen Roms – die italienische Pizza ist ein Spiegelbild der regionalen Vielfalt, der Geschichte und der tief verwurzelten Esskultur des Landes. Begeben wir uns auf eine köstliche Entdeckungsreise durch die Welt der authentischen italienischen Pizza.

Welche Pizzas gibt es in Italien?
1. Pizzeria Il Carretto 2. Stehpizzeria Dolce Vita 3. La Torre GUT! 4. Pizzeria Al Capone 5. Ristorante Pizzeria La Piazza 6. Pizzeria Da Vito Gyrosteller eine Frechheit. 7. Pizzeria L'arco Azzurro Unzuverlässig. Frech und dreist. Im Geschmack Luft nach oben. 8. Pizzeria Bella Napoli 9. Pizzeria Mama Nie wieder! 10. Pizzeria Haus Leyers 11.
Inhaltsverzeichnis

Die bescheidene Herkunft eines Weltstars

Bevor wir uns den zahlreichen Varianten widmen, lohnt sich ein Blick auf die Wurzeln der Pizza. Ihre Geschichte ist tief mit der Armut und dem Einfallsreichtum der süditalienischen Bevölkerung verbunden. Lange Zeit war Pizza ein Gericht der einfachen Leute, ein belegtes Fladenbrot, das aus wenigen, günstigen Zutaten hergestellt wurde. Neapel gilt unbestreitbar als die Wiege der modernen Pizza. Hier, im 18. und 19. Jahrhundert, entwickelte sich die Pizza von einem einfachen Straßenessen zu dem, was wir heute kennen. Die Legende besagt, dass die Pizza Margherita im Jahr 1889 zu Ehren der Königin Margherita von Savoyen kreiert wurde, wobei die Farben des Belags – rote Tomaten, weißer Mozzarella und grüner Basilikum – die italienische Flagge symbolisierten. Dies war der Moment, in dem die Pizza ihren Aufstieg vom Volksspeise zum nationalen Symbol begann und schließlich die Welt eroberte.

Regionale Meisterwerke: Ein Kaleidoskop der Aromen

Italien ist ein Land der Regionen, und diese Vielfalt spiegelt sich nirgendwo besser wider als in seiner Pizza. Jede Gegend hat ihre Eigenheiten, ihre bevorzugten Zutaten und ihre spezielle Art, den Teig zu verarbeiten und zu backen. Dies führt zu einer beeindruckenden Bandbreite an Stilen und Geschmacksrichtungen.

Die Königin aus Neapel: Pizza Napoletana

Wenn man über italienische Pizza spricht, muss man mit der Pizza Napoletana beginnen. Sie ist nicht nur eine Pizza, sondern ein Kulturgut, das sogar von der UNESCO als immaterielles Kulturerbe anerkannt wurde. Die Regeln für ihre Zubereitung sind streng und präzise: Der Teig muss aus Wasser, Salz, Hefe und Weizenmehl (Typ 0 oder 00) bestehen, von Hand geknetet oder mit einer langsam drehenden Maschine verarbeitet werden und mindestens 8 Stunden ruhen. Der Belag ist minimalistisch, aber von höchster Qualität: San-Marzano-Tomaten vom Vesuv, Mozzarella di Bufala Campana (Büffelmozzarella) oder Fior di Latte (Kuhmilchmozzarella), frischer Basilikum und Olivenöl extra vergine. Gebacken wird die Pizza Napoletana in einem traditionellen Holzofen bei extrem hohen Temperaturen (ca. 485°C) für nur 60 bis 90 Sekunden. Das Ergebnis ist eine Pizza mit einem weichen, elastischen und leicht verkohlten Rand (dem „cornicione“) und einem dünnen, feuchten Boden. Die bekanntesten Varianten sind die Pizza Margherita und die Pizza Marinara (ohne Käse, mit Tomaten, Knoblauch, Oregano und Olivenöl).

Römische Eleganz: Pizza Romana

Im Gegensatz zur neapolitanischen Pizza, die weich und biegsam ist, zeichnet sich die Pizza Romana durch ihre Dünnheit und Knusprigkeit aus. Der Teig enthält oft etwas Olivenöl, was zu seiner charakteristischen Textur beiträgt. Er wird dünn ausgerollt und bei niedrigeren Temperaturen länger gebacken als die neapolitanische Variante. Die Ränder der Pizza Romana sind flach und knusprig, nicht so hoch und luftig wie der neapolitanische Cornicione. Beliebt sind Beläge wie Salsiccia, Pilze oder die klassische Capricciosa. Eine weitere römische Spezialität ist die „Pizza al Taglio“ (Pizza nach dem Stück), die auf großen rechteckigen Blechen gebacken und in rechteckigen Stücken verkauft wird. Sie ist perfekt für einen schnellen Snack unterwegs.

Sizilianische Herzlichkeit: Sfincione

Auf Sizilien findet man eine ganz andere Art von Pizza, die eher einem dicken, weichen Focaccia-Brot ähnelt und als Sfincione bekannt ist. Sie ist oft rechteckig, hat einen dicken, luftigen Teig und wird traditionell mit einer reichhaltigen Tomatensauce, Zwiebeln, Sardellen, Caciocavallo-Käse (einem Hartkäse) und Semmelbröseln belegt. Sfincione ist herzhaft und sättigend, ein typisches Streetfood, das man oft an Bäckereien oder Ständen findet, besonders in der Region Palermo.

Weitere regionale Spezialitäten

  • Pizza Pugliese (Apulien): Oft mit Zwiebeln, Tomaten und Oliven belegt, manchmal auch mit einem dicken, brotähnlichen Teig.
  • Pizza Fritta (Neapel): Eine frittierte Pizza, die oft mit Ricotta, Cicoli (Schweineschwarten) und Mozzarella gefüllt ist. Ein echter Genuss, aber nichts für Kalorienzähler.
  • Focaccia (Ligurien): Obwohl technisch kein Pizza im klassischen Sinne, ist die Focaccia ein eng verwandtes Fladenbrot, besonders die Focaccia Genovese mit viel Olivenöl und grobem Salz.
  • Pizza al Padellino (Turin): Eine kleine, dicke Pizza, die in einer kleinen Pfanne gebacken wird, wodurch sie eine besonders knusprige Unterseite bekommt.

Die beliebtesten Pizzen Italiens (und darüber hinaus)

Neben den regionalen Stilen gibt es natürlich auch eine Reihe von Pizzas, die auf fast jeder Speisekarte in Italien zu finden sind und international beliebt sind:

  • Pizza Margherita: Der unangefochtene Klassiker mit Tomaten, Mozzarella und Basilikum.
  • Pizza Marinara: Die älteste Pizza Neapels, belegt mit Tomaten, Knoblauch, Oregano und Olivenöl – ohne Käse!
  • Pizza Prosciutto e Funghi: Eine beliebte Kombination aus gekochtem Schinken und Pilzen.
  • Pizza Capricciosa: Eine reichhaltige Pizza mit gekochtem Schinken, Pilzen, Artischocken und Oliven.
  • Pizza Quattro Stagioni: Die „Vier Jahreszeiten“-Pizza ist in vier Sektoren unterteilt, die jeweils verschiedene Beläge repräsentieren, oft Artischocken (Frühling), Pilze (Herbst), gekochter Schinken (Winter) und Oliven oder Tomaten (Sommer).
  • Pizza Diavola: Für Liebhaber der Schärfe, belegt mit scharfer Salami (Salame Piccante) und Chili.
  • Pizza Quattro Formaggi: Eine Käse-Extravaganz mit vier verschiedenen Käsesorten, meist Mozzarella, Gorgonzola, Fontina und Parmesan oder Provolone.
  • Pizza Vegetariana / Ortolana: Belegt mit einer Vielfalt an frischem Gemüse der Saison, wie Zucchini, Auberginen, Paprika und Zwiebeln.

Die Kunst der Zutaten und der Zubereitung

Das Geheimnis der italienischen Pizza liegt nicht nur im Teig oder der Backmethode, sondern vor allem in der Qualität der Zutaten. Italienische Pizzabäcker, die „Pizzaioli“, legen größten Wert auf frische, saisonale und oft lokal bezogene Produkte. Dies umfasst:

  • Tomaten: Oft San-Marzano-Tomaten aus der Region Kampanien, die für ihren süßen und fleischigen Geschmack bekannt sind.
  • Käse: Echtes Mozzarella di Bufala Campana DOP oder Fior di Latte, die beim Backen perfekt schmelzen und eine cremige Textur ergeben.
  • Olivenöl: Natives Olivenöl extra vergine, das nicht nur zum Kochen, sondern oft auch als Finish über die fertige Pizza geträufelt wird.
  • Basilikum: Frisch gepflückt, um sein Aroma voll zu entfalten.
  • Mehl: Spezielle Weizenmehle mit hohem Proteingehalt, die für die Elastizität und die richtige Konsistenz des Teiges sorgen.

Die Zubereitung des Teiges ist eine Wissenschaft für sich. Lange Gärzeiten sind entscheidend, um den Teig leicht verdaulich zu machen und seine Aromen zu entwickeln. Der Holzofen spielt eine zentrale Rolle, da er die extrem hohen Temperaturen erreicht, die für die schnelle und gleichmäßige Garung der Pizza notwendig sind, wodurch der Rand außen knusprig und innen luftig wird, während der Boden schön gar wird.

Wie weit ist der Parkplatz von Kempen?
Im Prinzip ist jeder Parkplatz so weit, dass man in unter 5 min bei uns ist. Die nächstgelegenen wären jedoch P13 und P17. Sie kommen mit dem Zug? Dann steigen Sie am Bahnhof Kempen aus und gehen gerade aus in die Altstadt.

Vergleich: Pizza Napoletana vs. Pizza Romana

Um die Unterschiede zwischen den beiden prominentesten Pizzastilen Italiens zu verdeutlichen, hier ein direkter Vergleich:

MerkmalPizza NapoletanaPizza Romana
TeigWeich, elastisch, luftig, höherer WasseranteilDünn, knusprig, oft mit Olivenöl im Teig
Rand (Cornicione)Hoch, aufgebläht, weich, leicht verkohltFlach, dünn, knusprig
BodenDünn, weich, feucht, biegsamDünn, trocken, knackig
Backzeit & -temperaturSehr kurz (60-90 Sek.) bei sehr hoher Temp. (~485°C) im HolzofenLänger bei mittlerer Temp. (~300-350°C) im Elektro- oder Holzofen
BelagMinimalistisch (Margherita, Marinara), Fokus auf QualitätVielfältiger, oft reichhaltiger belegt
Typische FormRundRund oder rechteckig (Pizza al Taglio)

Häufig gestellte Fragen zur italienischen Pizza

Was macht italienische Pizza so einzigartig?

Die Einzigartigkeit der italienischen Pizza liegt in der Kombination aus einfachen, aber qualitativ hochwertigen Zutaten, einer jahrhundertealten Tradition der Teigherstellung und dem Backen bei hohen Temperaturen in traditionellen Öfen. Die Leidenschaft und das Handwerk der Pizzaioli tragen maßgeblich dazu bei, dass jede Pizza ein kleines Kunstwerk wird. Es ist die Vielfalt der regionalen Stile und die kompromisslose Qualität der Produkte, die sie von anderen unterscheidet.

Ist Ananas auf Pizza in Italien üblich?

Ganz klar: Nein! Ananas auf Pizza, oft als „Pizza Hawaii“ bekannt, ist in Italien so gut wie unbekannt und wird von den meisten Italienern als kulinarische Sünde betrachtet. Die italienische Pizzatradition setzt auf Harmonie und Ausgewogenheit der Aromen, und süße Früchte wie Ananas passen nicht in dieses Konzept.

Was ist der Unterschied zwischen Pizza und Focaccia?

Obwohl beide Fladenbrote sind, gibt es wesentliche Unterschiede. Focaccia ist in der Regel dicker, weicher und hat eine brotähnlichere Textur. Sie wird oft mit Olivenöl, Salz und Rosmarin belegt, manchmal auch mit Tomaten oder Zwiebeln, aber selten mit Käse oder anderen klassischen Pizzabelägen. Focaccia wird eher als Beilage zu Mahlzeiten oder als Snack gegessen, während Pizza ein eigenständiges Hauptgericht ist.

Gibt es in Italien auch vegetarische oder vegane Pizza-Optionen?

Absolut! Die klassische Pizza Marinara ist von Natur aus vegan, da sie nur Tomaten, Knoblauch, Oregano und Olivenöl enthält. Viele Pizzerien bieten auch eine Pizza Vegetariana oder Ortolana an, die reichlich mit frischem Gemüse belegt ist und auf Wunsch auch ohne Käse zubereitet werden kann. Es gibt auch zunehmend Pizzerien, die spezielle vegane Käsealternativen anbieten, auch wenn dies noch nicht überall Standard ist.

Wie bestellt man Pizza in Italien richtig?

In Italien bestellt man Pizza in der Regel als ganze Pizza pro Person. Es ist unüblich, eine Pizza zu teilen, es sei denn, man befindet sich in einem informellen Kontext wie einer „Pizza al Taglio“-Bar. Die Pizza wird oft auf einem Teller serviert und mit Messer und Gabel gegessen, obwohl es in informellen Pizzerien auch akzeptabel ist, Stücke mit der Hand zu essen. Getränke wie Bier (Birra) oder Wasser (Acqua) sind beliebte Begleiter, Wein wird ebenfalls oft getrunken.

Fazit: Eine endlose Entdeckungsreise

Die Welt der italienischen Pizza ist so reich und vielfältig wie das Land selbst. Von der puristischen Perfektion der neapolitanischen Margherita bis zur rustikalen Herzhaftigkeit des sizilianischen Sfincione – jede Pizza erzählt eine Geschichte von Tradition, regionalem Stolz und der Liebe zu hochwertigen Zutaten. Es ist diese tiefe Verbundenheit mit der Kultur und der Qualität, die die italienische Pizza zu einem unvergesslichen Erlebnis macht. Wer Italien bereist, sollte sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen, die regionalen Pizzaspezialitäten zu probieren und die wahre Kunst des Pizzaiolos zu entdecken. Es ist eine kulinarische Reise, die nie endet und immer wieder neue Geschmacksnuancen offenbart.

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