Pizzaöl: Das Geheimnis der mediterranen Schärfe

30/07/2018

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Pizzaöl, oft auch als Chiliöl bekannt, ist weit mehr als nur eine einfache Würze; es ist eine kulinarische Offenbarung, die eine faszinierende Geschichte und eine bemerkenswerte Vielseitigkeit besitzt. Dieses aromatische Speiseöl, das mit Kräutern und Chilis angereichert ist, hat sich zu einem unverzichtbaren Bestandteil der mediterranen Küche entwickelt und findet seinen Weg nicht nur auf Pizzen, sondern auch in Pasta, Salate und zu gegrilltem Fleisch. Seine Beliebtheit ist so groß, dass es in vielen Ländern, insbesondere in Frankreich und Italien, als Standard auf dem Esstisch steht, ähnlich wie Salz und Pfeffer. Doch was macht dieses scharfe Öl so besonders, und wie können Sie das Geheimnis seiner unwiderstehlichen Schärfe und seines tiefen Aromas für Ihre eigenen Gerichte entschlüsseln?

Inhaltsverzeichnis

Was genau ist Pizzaöl und woher kommt es?

Im Kern ist Pizzaöl ein mit Chili und verschiedenen Kräutern infundiertes Speiseöl. Es verleiht Gerichten eine angenehme Schärfe und ein komplexes Aroma, das von den verwendeten Gewürzen abhängt. Obwohl es in vielen Supermärkten erhältlich ist, hat das selbstgemachte Pizzaöl einen besonderen Charme und oft einen intensiveren Geschmack.

Was ist pizzaöl und warum ist es so beliebt?
Pizzaöl ist ein beliebtes Speiseöl, das Speisen wie Pizza, aber auch Pasta oder Salaten eine leichte Schärfe verleiht. Gerade in den mediterranen Ländern erfreut sich dieses Öl großer Beliebtheit. In den Pizzerien Frankreichs ist das Öl besonders beliebt, weshalb es auch häufig unter dem Namen französisches Pizzaöl bekannter ist.

Die Wurzeln des Pizzaöls liegen tief in der mediterranen Esskultur. Besonders in Frankreich ist es so populär, dass es oft als „französisches Pizzaöl“ bezeichnet wird. Aber auch in Italien, dem Land der Pizza schlechthin, ist dieses würzige Öl in nahezu jedem Restaurant zu finden. Es ist ein fester Bestandteil der regionalen Küche und wird verwendet, um den Geschmack von Gerichten zu intensivieren und ihnen eine charakteristische, pikante Note zu verleihen. Die Tradition, Öle mit Kräutern und Gewürzen zu verfeinern, reicht Jahrhunderte zurück und spiegelt die Wertschätzung für natürliche Aromen wider.

Die Beliebtheit des Pizzaöls ist nicht nur auf seinen Geschmack zurückzuführen, sondern auch auf seine einfache Anwendung. Ein paar Tropfen genügen, um ein Gericht sofort aufzuwerten, ohne dass man viele verschiedene Gewürze hinzufügen muss. Es ist die perfekte Ergänzung, um einer einfachen Margherita-Pizza eine zusätzliche Dimension zu verleihen oder einem schlichten Nudelgericht Leben einzuhauchen. Die Kombination aus der milden Schärfe der Chilis und den erdigen Noten der Kräuter schafft ein einzigartiges Geschmackserlebnis, das sowohl wärmend als auch belebend ist.

Warum ist Pizzaöl so unglaublich beliebt?

Die Popularität von Pizzaöl lässt sich auf mehrere Faktoren zurückführen, die es zu einem unverzichtbaren Bestandteil vieler Küchen gemacht haben:

  • Aroma-Explosion: Es bietet eine einzigartige Kombination aus Schärfe und Kräuteraromen. Die Chilis liefern die gewünschte Pikantheit, während Kräuter wie Rosmarin, Thymian und Knoblauch eine tiefe, erdige und aromatische Note hinzufügen. Dieses Zusammenspiel ist es, das viele Gerichte auf ein neues Niveau hebt.
  • Vielseitigkeit: Obwohl der Name „Pizzaöl“ auf eine spezifische Verwendung hindeutet, ist seine Einsatzbreite erstaunlich. Es passt nicht nur hervorragend zu Pizza, sondern bereichert auch Pasta, Salate, Marinaden, Pizzabrot, Crostini und gegrilltes Fleisch. Es ist ein wahrer Allrounder in der Küche.
  • Einfache Anwendung: Ein paar Tropfen reichen aus, um den Geschmack zu intensivieren. Es ist eine einfache Möglichkeit, Gerichten Komplexität zu verleihen, ohne dass man komplizierte Zubereitungsschritte oder viele einzelne Zutaten benötigt.
  • Kulturelle Verankerung: In mediterranen Ländern ist es Teil der kulinarischen Tradition. Es steht oft auf dem Tisch, sodass jeder Gast seine Speisen nach Belieben verfeinern kann. Dies trägt zu seiner weiten Verbreitung und Akzeptanz bei.
  • Individualisierbarkeit (insbesondere selbstgemacht): Wenn man Pizzaöl selbst herstellt, kann man den Schärfegrad und die Kräutermischung genau auf den eigenen Geschmack abstimmen. Dies ermöglicht eine persönliche Note, die kommerziell erhältliche Öle oft nicht bieten können.

Es ist diese Mischung aus intensivem Geschmack, einfacher Handhabung und kultureller Bedeutung, die Pizzaöl zu einem echten Liebling in Küchen weltweit macht.

Pizzaöl kaufen oder selbst machen? Ein Vergleich

Die Entscheidung, ob man Pizzaöl im Supermarkt kauft oder selbst herstellt, hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter Zeit, Kosten und der Wunsch nach Individualität. Beide Optionen haben ihre Vor- und Nachteile.

MerkmalGekauftes PizzaölSelbstgemachtes Pizzaöl
VerfügbarkeitSofort in vielen Supermärkten (insbesondere in besser sortierten) erhältlich.Benötigt Vorbereitungszeit (Trocknen der Kräuter, Ziehzeit des Öls).
Geschmack & AromaStandardisiert, kann je nach Marke variieren. Manchmal milder oder weniger komplex.Individuell anpassbar, oft intensiver und frischer, da Zutaten selbst gewählt werden.
ZutatenkontrolleGeringere Kontrolle über die Qualität und Herkunft der Zutaten. Kann Zusatzstoffe enthalten.Volle Kontrolle über Bio-Qualität der Kräuter und Chilis sowie die Art des Öls. Keine unerwünschten Zusätze.
KostenKann teurer sein, insbesondere für hochwertige Marken.Oft kostengünstiger, besonders wenn man Kräuter im Garten hat. Einmalige Anschaffung der Grundzutaten.
SchärfegradVorgegeben, oft auf einen breiten Geschmack abgestimmt.Beliebig anpassbar durch die Menge und Art der verwendeten Chilis.
HaltbarkeitLängere, oft durch Konservierungsstoffe unterstützte Haltbarkeit.Kürzer, da keine Konservierungsstoffe; richtige Lagerung ist entscheidend.
ZufriedenheitBequem, aber weniger persönlicher Bezug.Hohe persönliche Zufriedenheit und Stolz auf das selbst hergestellte Produkt.

Es ist klar, dass das selbst gemachte Pizzaöl in puncto Aroma, Individualität und Zutatenkontrolle die Nase vorn hat. Zwar erfordert es etwas Geduld und Vorbereitung, doch die Belohnung ist ein Öl, das perfekt auf Ihre Vorlieben abgestimmt ist und jedem Gericht eine persönliche Note verleiht. Für den sofortigen Genuss oder wenn die Zeit knapp ist, ist das gekaufte Öl eine gute Alternative. Doch für das ultimative Geschmackserlebnis und die Freude am Selbermachen lohnt sich der Aufwand allemal.

Französisches Pizzaöl selber machen: Ein einfaches Rezept

Die Herstellung Ihres eigenen Pizzaöls ist überraschend einfach und ermöglicht es Ihnen, den Geschmack und die Schärfe genau nach Ihren Vorlieben anzupassen. Die Magie geschieht durch die sogenannte Kaltextraktion, bei der die Aromen der Chilis und Kräuter über Wochen langsam in das Öl übergehen. Planen Sie also etwas Zeit ein, idealerweise ein paar Wochen, bevor Sie Ihr Meisterwerk verwenden möchten.

Zutaten für das klassische Rezept:

  • Basisches Öl: Natives Olivenöl (extra vergine), Sonnenblumenöl, Traubenkernöl oder Erdnussöl. Eine Mischung aus Olivenöl und Sonnenblumenöl im Verhältnis 1:1 ist ebenfalls eine ausgezeichnete Wahl, da Olivenöl Tiefe und Sonnenblumenöl eine leichtere Textur bietet.
  • Kräuter:
    • 1-2 Zweige Rosmarin
    • 2 Zweige Thymian
    • ¼ Zweig Bergminze (Bohnenkraut) – optional, für eine besondere Note
    • 1 Lorbeerblatt
    • 1-2 Knoblauchzehen (frisch)
  • Chilis: Getrocknete Chilis (die Menge hängt von der gewünschten Schärfe ab). Für mehr Schärfe können Sie die Kerne verwenden, für eine mildere Variante entfernen Sie diese.
  • Alternative Kräuter: Statt Bohnenkraut und Lorbeerblättern können Sie auch Oregano verwenden, um dem Öl eine klassischere italienische Note zu verleihen.

Schritt-für-Schritt-Zubereitung:

  1. Kräuter vorbereiten und trocknen: Waschen Sie die frischen Kräuter gründlich unter fließendem Wasser, um Schmutz und Unreinheiten zu entfernen. Es ist absolut entscheidend, dass die Kräuter vollständig trocken sind, bevor sie in das Öl gegeben werden. Feuchtigkeit kann zur Schimmelbildung oder zur Entwicklung von Botulismus-Bakterien führen. Hängen Sie die Kräuter am besten an einem Bindfaden an einem luftigen Ort für etwa 12 Stunden auf, oder verwenden Sie ein sauberes Küchentuch, um sie vorsichtig trocken zu tupfen. Stellen Sie sicher, dass keine Feuchtigkeit mehr vorhanden ist.
  2. Knoblauch und Chilis vorbereiten: Halbieren Sie die Knoblauchzehen. Bei den getrockneten Chilis entscheiden Sie über den Schärfegrad: Für ein schärferes Öl die Chilis halbieren und die Kerne belassen; für ein milderes Öl die Kerne entfernen. Sie können die Chilis auch leicht zerdrücken oder einschneiden, um die Aromaabgabe zu fördern.
  3. Flasche sterilisieren: Bevor Sie die Zutaten hineingeben, muss die Flasche, in der Sie das Öl lagern wollen, absolut steril sein. Dies verhindert die Vermehrung unerwünschter Bakterien. Sie können die Flasche in kochendem Wasser sterilisieren oder sie für einige Minuten bei 120°C in den Ofen stellen und anschließend gut abkühlen lassen.
  4. Zutaten einfüllen: Geben Sie nun alle vorbereiteten Kräuter, Knoblauch und Chilis vorsichtig in die sterile Flasche. Achten Sie darauf, die Flasche nicht zu überfüllen, damit noch genügend Platz für das Öl bleibt.
  5. Mit Öl auffüllen: Füllen Sie die Flasche langsam mit dem ausgewählten Speiseöl auf, bis alle festen Zutaten vollständig bedeckt sind. Stellen Sie sicher, dass keine Luftblasen eingeschlossen sind.
  6. Lagerung und Geduld: Verschließen Sie die Flasche gut und lagern Sie das Öl an einem dunklen, nicht zu kühlen Ort. Direkte Sonneneinstrahlung oder starke Temperaturschwankungen sollten vermieden werden, da dies die Qualität des Öls beeinträchtigen kann. Schütteln Sie das Öl gelegentlich vorsichtig, um die Aromen besser zu verteilen.
  7. Geschmackstest und Abseihen: Probieren Sie das Öl von Tag zu Tag, um festzustellen, ob es bereits die gewünschte Schärfe und das gewünschte Aroma erreicht hat. Nach etwa 2-3 Wochen hat das Öl meist genug Aromen angenommen. Wenn Sie nicht möchten, dass das Pizzaöl noch schärfer wird oder die Kräuter zu dominant werden, können Sie es durch ein feines Sieb oder ein Passiertuch abseihen und in eine neue, saubere Flasche ohne die festen Bestandteile umfüllen. Dies verlängert auch die Haltbarkeit und verhindert, dass die Kräuter im Öl schlecht werden.

Herzlichen Glückwunsch, Ihr selbstgemachtes Pizzaöl ist fertig! Genießen Sie es auf Ihrer nächsten Pizza, Pasta oder jedem anderen Gericht, das einen besonderen Kick vertragen kann.

Varianten des Pizzaöls: Kreativität kennt keine Grenzen

Das Schöne am selbstgemachten Pizzaöl ist die Möglichkeit, es an den eigenen Geschmack anzupassen. Neben dem oben genannten französischen Basisrezept gibt es unzählige Variationen, die sich in den verwendeten Kräutern und Gewürzen unterscheiden. Die Herstellungsmethode bleibt dabei im Wesentlichen gleich – die Kaltextraktion, die den Aromen Zeit gibt, sich zu entfalten.

Rezept Variante 1: Das würzige Aroma-Öl

Diese Variante konzentriert sich auf eine breitere Palette von Gewürzen, die dem Öl eine tiefere, komplexere Würze verleihen.

Zutaten:

  • 1 Liter Olivenöl, Erdnussöl oder Sonnenblumenöl (oder eine Mischung)
  • 2-3 Zweige Thymian
  • 2-3 Zweige Rosmarin
  • 3-4 Knoblauchzehen (halbiert)
  • 1-2 Esslöffel Pimentkörner
  • 1-2 Lorbeerblätter
  • 1-2 Esslöffel Pfefferkörner (schwarz oder bunt)
  • Getrocknete Chilis je nach gewünschter Schärfe

Zubereitung: Gehen Sie wie im Basisrezept beschrieben vor. Trocknen Sie die frischen Kräuter gründlich, sterilisieren Sie die Flasche, füllen Sie alle Zutaten ein und lassen Sie das Öl für 2-3 Wochen an einem dunklen Ort ziehen.

Was ist pizzaöl und warum ist es so beliebt?
Pizzaöl ist ein beliebtes Speiseöl, das Speisen wie Pizza, aber auch Pasta oder Salaten eine leichte Schärfe verleiht. Gerade in den mediterranen Ländern erfreut sich dieses Öl großer Beliebtheit. In den Pizzerien Frankreichs ist das Öl besonders beliebt, weshalb es auch häufig unter dem Namen französisches Pizzaöl bekannter ist.

Rezept Variante 2: Das aromatisch-frische Öl

Diese Variante ist etwas einfacher gehalten, betont aber die frischen Kräuternoten von Thymian und Oregano, kombiniert mit der Schärfe der Chilis.

Zutaten:

  • Basisches Öl Ihrer Wahl (Olivenöl, Sonnenblumenöl etc.)
  • 2 Zweige Thymian
  • 2 Zweige Oregano
  • 2 Zweige Rosmarin
  • 2 Knoblauchzehen (halbiert)
  • Getrocknete Chilis je nach gewünschter Schärfe

Zubereitung: Auch hier folgen Sie den Schritten des Basisrezepts. Die Kombination dieser Kräuter ergibt ein besonders ausgewogenes und klassisches Pizzaöl, das sowohl zu mediterranen als auch zu anderen Küchen passt.

Experimentieren Sie ruhig mit anderen Gewürzen wie getrockneten Orangenschalen, Koriandersamen oder sogar einem Hauch von geräuchertem Paprikapulver, um Ihr ganz persönliches Chiliöl zu kreieren. Wichtig ist stets die Hygiene und das vollständige Trocknen der frischen Zutaten, um die Sicherheit und Haltbarkeit des Öls zu gewährleisten.

Verwendungsmöglichkeiten: Mehr als nur Pizza

Obwohl der Name „Pizzaöl“ seine Hauptbestimmung verrät, ist die Vielseitigkeit dieses scharfen Öls wirklich beeindruckend. Es ist ein Geheimtipp für eine Vielzahl von Gerichten, die eine zusätzliche Geschmacksdimension vertragen können:

  • Pizza: Selbstverständlich ist es die perfekte Ergänzung für jede Pizza. Ein paar Tropfen nach dem Backen auf eine Margherita, Salami- oder Gemüse-Pizza verleihen ihr den letzten Schliff und eine pikante Note.
  • Pasta: Ein einfacher Teller Spaghetti Aglio e Olio wird mit einem Schuss Pizzaöl zu einem wahren Geschmackserlebnis. Es passt auch hervorragend zu Tomatensoßen oder cremigen Pastagerichten, um ihnen eine leichte Schärfe und Tiefe zu verleihen.
  • Salate: Verwenden Sie es als Bestandteil Ihres Salatdressings oder träufeln Sie es direkt über frische Blattsalate, Tomaten-Mozzarella oder gegrilltes Gemüse. Es verleiht eine angenehme Würze und hebt die Aromen hervor.
  • Brot und Crostini: Ein paar Tropfen auf geröstetem Brot oder Crostini, vielleicht mit etwas frischem Knoblauch und Tomatenwürfeln, sind ein einfacher, aber unwiderstehlicher Appetizer. Auch als Dip für frisches Pizzabrot ist es hervorragend geeignet.
  • Gegrilltes Fleisch und Gemüse: Vor oder nach dem Grillen auf Steaks, Hähnchen oder Zucchini geträufelt, sorgt es für ein intensives Aroma und eine appetitliche Schärfe. Es ist auch eine fantastische Basis für Marinaden.
  • Suppen und Eintöpfe: Ein Löffel Pizzaöl in einer Linsen-, Kürbis- oder Gemüsesuppe kann den Geschmack wunderbar abrunden und eine wärmende Schärfe hinzufügen.
  • Dips und Saucen: Mischen Sie es in Hummus, Quarkdips oder Mayonnaise, um eine würzige Variante zu kreieren.

Die Möglichkeiten sind nahezu unbegrenzt. Lassen Sie Ihrer Kreativität freien Lauf und entdecken Sie, wie Pizzaöl Ihre Lieblingsgerichte transformieren kann.

Haltbarkeit und Lagerung von Pizzaöl

Die richtige Lagerung ist entscheidend für die Haltbarkeit und Sicherheit Ihres selbstgemachten Pizzaöls. Da es sich um ein Naturprodukt handelt, das keine Konservierungsstoffe enthält, ist es anfälliger als industriell hergestellte Öle.

Lagerort: Lagern Sie das Pizzaöl immer an einem kühlen, dunklen Ort. Direkte Sonneneinstrahlung und Wärmequellen sollten unbedingt vermieden werden, da Licht und Wärme das Öl ranzig werden lassen und die Aromen abbauen können. Ein Vorratsschrank oder eine Speisekammer sind ideal.

Luftdichter Verschluss: Die Flasche sollte stets gut verschlossen sein, um den Kontakt mit Sauerstoff zu minimieren. Sauerstoff fördert die Oxidation und damit das Ranzigwerden des Öls.

Haltbarkeit: Wenn das Öl nach dem Ziehen der Aromen abgefiltert wurde (also keine festen Bestandteile wie Kräuter oder Knoblauch mehr enthält), ist es bei richtiger Lagerung etwa 3 bis 6 Monate haltbar. Enthält das Öl noch feste Bestandteile, verkürzt sich die Haltbarkeit erheblich, da diese mit der Zeit verderben können. In diesem Fall sollte es innerhalb von 4-6 Wochen verbraucht werden. Achten Sie stets auf Anzeichen von Verderb wie einen ranzigen Geruch, Trübheit oder Schimmelbildung.

Gefahr von Botulismus: Ein wichtiger Hinweis zur Sicherheit: Wenn Sie frische Kräuter oder Knoblauch in Öl einlegen, besteht ein geringes Risiko für die Entwicklung von Botulismus-Bakterien, die ohne Sauerstoff (wie in Öl) gedeihen können. Um dieses Risiko zu minimieren, ist es absolut entscheidend, dass alle festen Zutaten (Kräuter, Knoblauch, Chilis) vor dem Einlegen in Öl vollständig getrocknet sind. Alternativ können die Zutaten vor dem Einlegen erhitzt werden, um Keime abzutöten, oder das Öl im Kühlschrank gelagert werden (was das Risiko reduziert, aber die Qualität des Öls durch Ausflocken beeinträchtigen kann).

Indem Sie diese Lagerungstipps befolgen, können Sie sicherstellen, dass Ihr selbstgemachtes Pizzaöl nicht nur köstlich, sondern auch sicher zu genießen ist.

Häufig gestellte Fragen zu Pizzaöl

Ist Pizzaöl nur für Pizza gedacht?
Absolut nicht! Obwohl der Name es vermuten lässt, ist Pizzaöl unglaublich vielseitig. Es eignet sich hervorragend für Pasta, Salate, Marinaden, gegrilltes Fleisch und Gemüse, Brot, Suppen und sogar Dips. Es ist ein wunderbarer Geschmacksverstärker für fast jedes Gericht, das eine pikante Note vertragen kann.
Welches Öl ist am besten für die Herstellung von Pizzaöl geeignet?
Natives Olivenöl extra vergine ist eine ausgezeichnete Wahl für sein robustes Aroma, das gut zu den Kräutern passt. Sonnenblumenöl, Traubenkernöl oder Erdnussöl sind ebenfalls gute Alternativen, wenn Sie einen neutraleren Geschmack bevorzugen oder ein Öl mit höherem Rauchpunkt wünschen. Eine Mischung aus Oliven- und Sonnenblumenöl (1:1) bietet oft eine gute Balance.
Wie lange dauert es, bis das selbstgemachte Pizzaöl fertig ist?
Für die Kaltextraktion, bei der die Aromen langsam in das Öl übergehen, benötigt es in der Regel 2 bis 3 Wochen. Diese Zeit ist notwendig, damit die Kräuter und Chilis ihr volles Aroma an das Öl abgeben können. Wenn Sie es eilig haben, gibt es auch Methoden zur Heißinfusion, die das Öl innerhalb weniger Stunden verwendbar machen, jedoch kann das Aroma weniger komplex sein.
Kann ich frische Chilis und Kräuter verwenden?
Ja, aber mit Vorsicht. Es ist äußerst wichtig, dass frische Kräuter und Knoblauch vor dem Einlegen in Öl vollständig getrocknet werden, um das Risiko von Botulismus zu minimieren. Feuchtigkeit kann die Entwicklung schädlicher Bakterien fördern. Getrocknete Chilis und Kräuter sind in der Regel die sicherere Option für die Kaltextraktion.
Wie mache ich mein Pizzaöl schärfer oder milder?
Den Schärfegrad können Sie ganz einfach über die Menge und Art der verwendeten Chilis steuern. Für mehr Schärfe verwenden Sie mehr Chilis und lassen die Kerne intakt (dort sitzt die meiste Schärfe). Für ein milderes Öl verwenden Sie weniger Chilis und entfernen die Kerne vollständig. Sie können auch mildere Chilisorten wählen.
Wie lange ist selbstgemachtes Pizzaöl haltbar?
Wenn das Öl nach dem Ziehen der Aromen abgefiltert und die festen Bestandteile entfernt wurden, ist es an einem kühlen, dunklen Ort etwa 3 bis 6 Monate haltbar. Enthält das Öl noch feste Zutaten, sollte es innerhalb von 4-6 Wochen verbraucht werden, da diese verderben können.
Kann ich das Öl im Kühlschrank lagern?
Sie können das Öl im Kühlschrank lagern, insbesondere wenn es noch feste Bestandteile enthält, um die Haltbarkeit zu verlängern und das Botulismusrisiko zu reduzieren. Beachten Sie jedoch, dass Olivenöl im Kühlschrank trüb werden und ausflocken kann. Dies ist ein rein optischer Effekt und beeinträchtigt die Qualität nicht; bei Raumtemperatur wird es wieder klar.

Das selbstgemachte Pizzaöl ist ein wunderbares Projekt für alle, die ihre kulinarischen Fähigkeiten erweitern und ihren Gerichten eine persönliche Note verleihen möchten. Es ist ein Zeugnis dafür, wie einfache Zutaten mit etwas Geduld und Liebe zu etwas Außergewöhnlichem werden können. Egal, ob Sie ein erfahrener Koch oder ein neugieriger Anfänger sind, probieren Sie es einfach aus – Sie werden es nicht bereuen. Die Mühe wird mit einem Aroma belohnt, das Ihre Gerichte auf eine ganz neue Ebene hebt. Lassen Sie sich inspirieren und bringen Sie den Geschmack des Mittelmeers direkt in Ihre Küche!

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