22/12/2014
Wien, die Stadt der Kaffeehäuser und des Schnitzels, überrascht ihre Besucher und Bewohner immer wieder mit einer erstaunlichen kulinarischen Vielfalt. Während die traditionelle österreichische Küche fest in den Herzen der Wiener verankert ist, hat sich in den letzten Jahrzehnten eine andere internationale Spezialität still und leise zu einem absoluten Favoriten entwickelt: die Pizza. Von der authentischen neapolitanischen Pizza bis hin zu kreativen Wiener Interpretationen – die Donaumetropole bietet eine beeindruckende Auswahl für jeden Geschmack. Wir tauchen ein in die Welt der runden Köstlichkeit und erkunden, was die Wiener Pizza-Szene so besonders macht.

Die Faszination für die italienische Küche ist in Wien ungebrochen. Orte wie Casa Borbone, bekannt für seine traditionelle italienische Küche, oder La Paninoteca mit seinen italienischen Köstlichkeiten, sind nur zwei Beispiele dafür, wie tief die Liebe zu Bella Italia in der Wiener Gastronomielandschaft verwurzelt ist. Diese Lokale tragen maßgeblich zur Vielfalt bei, auch wenn der Fokus oft breiter gefächert ist als nur auf Pizza. Doch gerade aus dieser breiten Basis heraus gedeiht eine lebendige Pizza-Kultur, die es wert ist, genauer beleuchtet zu werden.
- Die Vielfalt der italienischen Küche in Wien
- Wo findet man die beste Pizza in Wien?
- Merkmale einer authentischen Wiener Pizza-Erfahrung
- Pizza-Trends und Innovationen in der Donaumetropole
- Die Geschichte der Pizza in Wien
- Vergleich verschiedener Pizza-Stile in Wien
- Häufig gestellte Fragen zur Pizza in Wien
Die Vielfalt der italienischen Küche in Wien
Wien ist ein Schmelztiegel der Kulturen, und das spiegelt sich auch in seiner Gastronomie wider. Neben klassischen Wiener Beisln und modernen internationalen Restaurants gibt es eine beachtliche Anzahl an italienischen Lokalen. Diese reichen von gehobenen Restaurants, die die Finesse der italienischen Sterneküche zelebrieren, bis hin zu gemütlichen Trattorien, die das Gefühl eines Urlaubs in Italien vermitteln. Die „Wiener Gusto Spezialitäten Drei Bögen Weinbar, Greißlerei, Tapas-Bar“ mag auf den ersten Blick nicht nach einem typischen Pizza-Hotspot klingen, doch sie repräsentiert die allgemeine Tendenz, dass Wiener Lokale oft eine breite Palette an Angeboten haben, die von regionalen Spezialitäten bis hin zu internationalen Delikatessen reichen. Ebenso tragen Orte wie „Charly im Mumok Neues Cafe“ oder „Suite No.5 Bar, Lounge und Restaurant“ zur allgemeinen gastronomischen Lebendigkeit bei, auch wenn ihr Schwerpunkt nicht auf Pizza liegt. Doch die Existenz einer florierenden italienischen Restaurantszene bildet den Nährboden für herausragende Pizzerien.
Innerhalb dieser italienischen Vielfalt nimmt die Pizza eine Sonderstellung ein. Sie ist das Gericht, das jeder kennt, das Jung und Alt gleichermaßen begeistert und das sich von einem einfachen Imbiss zu einer wahren Kunstform entwickelt hat. Die Suche nach der perfekten Pizza ist für viele Wiener eine ständige Mission, und die Stadt bietet zahlreiche Anlaufstellen, um dieser Leidenschaft nachzugehen.
Wo findet man die beste Pizza in Wien?
Die Frage nach der „besten“ Pizza ist immer subjektiv, doch es gibt bestimmte Kriterien, die eine herausragende Pizza ausmachen. In Wien hat sich in den letzten Jahren ein Trend zur neapolitanischen Pizza etabliert. Diese zeichnet sich durch einen besonders weichen, luftigen Rand (den „Cornicione“) aus, der oft leicht verkohlt ist, und einen dünnen Boden, der in der Mitte noch leicht feucht sein darf. Gebacken wird sie traditionell bei sehr hohen Temperaturen (450-500°C) für nur 60-90 Sekunden in einem Holzofen. Das Ergebnis ist eine Pizza, die man am besten mit Messer und Gabel isst, da der Teig so zart ist.
Neben der neapolitanischen Variante findet man in Wien auch Pizzerien, die einen römischen Stil pflegen, bei dem der Teig dünner und knuspriger ist. Oder es gibt Pizzerien, die ihren eigenen, einzigartigen Stil entwickelt haben, der Elemente beider Schulen vereint oder sogar ganz neue Wege geht, sei es bei der Teigführung (lange Gehzeiten, Sauerteig) oder bei den Belägen.
Die Qualität der Zutaten spielt eine entscheidende Rolle. Eine gute Pizza lebt von einem hochwertigen Tomatensugo, frischem Mozzarella di Bufala oder Fior di Latte, bestem Olivenöl und frischen Kräutern. Viele Pizzerien in Wien legen großen Wert darauf, ihre Zutaten direkt aus Italien zu beziehen, um Authentizität zu garantieren.
Merkmale einer authentischen Wiener Pizza-Erfahrung
Eine authentische Pizza-Erfahrung in Wien geht über das bloße Essen hinaus. Es ist das Ambiente, der Service und das Gefühl, einen kleinen Teil Italiens in der österreichischen Hauptstadt zu erleben. Viele Pizzerien in Wien sind familiär geführt und strahlen eine herzliche Gastfreundschaft aus. Oft hört man italienische Klänge aus der Küche oder von den Gästen selbst, was das Gefühl von Authentizität noch verstärkt.
Ein weiteres Merkmal ist die Transparenz. In vielen guten Pizzerien kann man den Pizzabäckern (den „Pizzaioli“) bei der Arbeit zusehen, wie sie den Teig kunstvoll formen, belegen und in den glühenden Ofen schieben. Das ist nicht nur unterhaltsam, sondern zeugt auch von Stolz auf das Handwerk.
Die Speisekarte einer guten Pizzeria ist oft nicht überladen. Stattdessen konzentriert man sich auf eine Auswahl klassischer Pizzen wie Margherita, Marinara, Prosciutto e Funghi oder Diavola, ergänzt durch einige saisonale Spezialitäten oder kreative Eigenkreationen. Manchmal findet man auch typische italienische Vorspeisen wie Antipasti oder Focaccia, die perfekt zur Einstimmung auf die Pizza passen.
Pizza-Trends und Innovationen in der Donaumetropole
Auch wenn Tradition hochgehalten wird, ist die Wiener Pizza-Szene keineswegs statisch. Es gibt immer wieder neue Trends und Innovationen, die das Angebot bereichern:
- Lange Teigführung: Viele Pizzerien experimentieren mit Teigen, die 24, 48 oder sogar 72 Stunden gehen durften. Das macht die Pizza nicht nur bekömmlicher, sondern verleiht ihr auch ein komplexeres Aroma und eine bessere Textur.
- Regionale Zutaten: Neben italienischen Klassikern finden immer öfter auch österreichische Produkte ihren Weg auf die Pizza, sei es regionaler Käse, Speck oder saisonales Gemüse vom Bauernmarkt. Dies führt zu einer spannenden Viennese Interpretation der klassischen Pizza.
- Vegan & Vegetarisch: Die Nachfrage nach pflanzlichen Optionen steigt, und viele Pizzerien bieten mittlerweile köstliche vegane Pizzen mit pflanzlichem Käse oder innovativen Gemüsebelägen an.
- Spezialmehle: Neben Weizenmehl Typ 00 kommen immer häufiger auch Dinkel, Vollkorn oder alte Getreidesorten zum Einsatz, die der Pizza einen besonderen Charakter verleihen.
- Gourmet-Pizzen: Einige Pizzerien bieten hochpreisigere Pizzen mit exklusiven Zutaten wie Trüffel, Kaviar oder besonderen Meeresfrüchten an, die das Gericht zu einem luxuriösen Erlebnis machen.
Die Geschichte der Pizza in Wien
Die Pizza kam relativ spät, aber mit großem Erfolg nach Wien. Während in Italien die Pizza bereits im 19. Jahrhundert populär war, fand sie in Österreich erst nach dem Zweiten Weltkrieg und insbesondere mit dem Aufkommen des Massentourismus und der Gastarbeiterbewegung in den 1960er und 70er Jahren breitere Akzeptanz. Die ersten Pizzerien in Wien waren oft einfache Lokale, die eine schnelle und günstige Mahlzeit anboten. Die Pizza wurde anfangs oft an den österreichischen Geschmack angepasst, was zu Varianten mit dickerem Boden und üppigeren Belägen führte.
In den letzten 20 Jahren hat sich jedoch ein deutlicher Wandel vollzogen. Mit dem wachsenden Bewusstsein für Authentizität und Qualität, angetrieben durch Kochsendungen, Reiseerfahrungen und soziale Medien, haben sich die Wiener Pizzerien immer mehr an den italienischen Originalen orientiert. Heute ist die Wiener Pizza-Szene eine der dynamischsten und vielfältigsten in Europa, die sowohl traditionelle als auch innovative Konzepte bietet. Die Qualität der Zutaten und die Handwerkskunst des Pizzaiolo stehen dabei im Mittelpunkt.
Vergleich verschiedener Pizza-Stile in Wien
Um die Vielfalt besser zu verstehen, betrachten wir die Hauptstile, die man in Wien finden kann:
| Merkmal | Neapolitanische Pizza | Römische Pizza | Wiener Interpretation |
|---|---|---|---|
| Teig | Weich, elastisch, luftiger, hoher Rand (Cornicione) | Dünn, knusprig, flacher Rand | Variabel, oft dicker als neapolitanisch, aber dünner als typisch amerikanisch |
| Backzeit/-temperatur | Kurz (60-90 Sek.) bei sehr hoher Temp. (450-500°C) | Länger bei mittlerer Temp. (ca. 300-350°C) | Variabel, je nach Ofentyp (250-400°C) |
| Belag | Weniger ist mehr, hochwertige, frische Zutaten | Oft reichhaltiger, mehr Käse, verschiedene Zutaten | Anpassung an lokale Vorlieben, oft üppiger |
| Verzehr | Oft mit Messer und Gabel | Kann in der Hand gegessen werden | Beides möglich |
| Typische Pizzeria | Spezialisiert auf Authentizität, oft Holzofen | Variabler, auch als „Pizza al Taglio“ (Stückpizza) | Breites Angebot, oft auch andere italienische Gerichte |
Häufig gestellte Fragen zur Pizza in Wien
Was ist der Unterschied zwischen einer neapolitanischen und einer römischen Pizza?
Der Hauptunterschied liegt im Teig und der Backweise. Die neapolitanische Pizza hat einen weichen, luftigen und dicken Rand (Cornicione) und wird sehr kurz bei extrem hohen Temperaturen gebacken. Die römische Pizza ist dünner, knuspriger und hat einen flacheren Rand. Sie wird länger bei niedrigeren Temperaturen gebacken.
Gibt es in Wien auch glutenfreie Pizza?
Ja, immer mehr Pizzerien in Wien bieten glutenfreie Pizza an. Oft wird ein spezieller Teig verwendet, der dann separat in der Küche zubereitet wird, um Kontamination zu vermeiden. Es ist ratsam, dies im Voraus zu erfragen, da nicht alle Lokale diese Option anbieten.
Wie finde ich eine gute Pizzeria in Wien?
Suchen Sie nach Pizzerien, die einen Holzofen haben, da dies oft ein Zeichen für authentische Zubereitung ist. Achten Sie auf frische, hochwertige Zutaten. Online-Bewertungen und Empfehlungen von Freunden oder Einheimischen sind ebenfalls eine gute Quelle. Eine kurze Speisekarte kann ein Indikator für hohe Qualität sein, da sich das Restaurant auf wenige Gerichte konzentriert.
Kann ich in Wien auch Pizza zum Mitnehmen bestellen?
Absolut! Die meisten Pizzerien in Wien bieten Pizza zum Mitnehmen an. Viele arbeiten auch mit Lieferdiensten zusammen, sodass Sie Ihre Lieblingspizza bequem nach Hause geliefert bekommen können.
Welche Beläge sind in Wien besonders beliebt?
Neben den Klassikern wie Margherita und Prosciutto e Funghi sind in Wien auch Pizzen mit scharfer Salami (Diavola), vier Käsesorten (Quattro Formaggi) oder auch Pizza Capricciosa (mit Schinken, Pilzen, Artischocken und Oliven) sehr beliebt. Viele Pizzerien bieten auch saisonale Pizzen mit frischen lokalen Zutaten an.
Die Wiener Pizza-Szene ist ein lebendiger Beweis dafür, wie eine ursprünglich fremde Spezialität in einer Stadt heimisch werden und sich dort weiterentwickeln kann. Egal, ob Sie auf der Suche nach einer traditionellen neapolitanischen Pizza sind oder eine kreative Viennese Interpretation probieren möchten – Wien hat für jeden Pizza-Liebhaber etwas zu bieten. Tauchen Sie ein und genießen Sie die Vielfalt!
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