Wie kocht man Hollandaise?

Dinkel-Pizza mit Hollandaise: Ein Traum wird wahr!

06/05/2012

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Wer liebt Pizza nicht? Dieses italienische Nationalgericht hat sich längst in unsere Herzen und Küchen geschlichen. Doch Hand aufs Herz: Die Preise für Lieferpizza sind in den letzten Jahren, nicht zuletzt durch die Einführung des Mindestlohns, massiv gestiegen. Was einst ein günstiger Genuss für einen gemütlichen Abend auf der Couch war, kann heute schnell ein Loch in die Geldbörse reißen. Zwei kleine Pizzen für 20 Euro und mehr, ohne Getränke? Das muss nicht sein! Besonders wenn man, so wie ich, eine besondere Schwäche für ausgefallene Varianten hat, zum Beispiel Pizza mit Sauce Hollandaise. Zugegeben, nicht unbedingt die gesündeste Wahl, aber manchmal darf man sich auch etwas gönnen. Inspiriert von dieser Leidenschaft und dem Wunsch nach einer kostengünstigeren Alternative, habe ich mich selbst an die Kreation einer Dinkel-Pizza mit Sauce Hollandaise, Hähnchen, Brokkoli und Kirschtomaten gewagt. Und das Ergebnis? Einfach sensationell und ein Bruchteil des Preises der bestellten Variante! Diese hausgemachte Köstlichkeit schmeckt übrigens auch hervorragend mit Lachs anstelle von Hähnchen.

Wie bereite ich Brokkoli und Hollandaise zu?
Wenn ihr Brokkoli und Hollandaise mögt, dann solltet ihr unbedingt diese Pizza ausprobieren denn sie ist absolutes Soulfood. 1 Pk. Hollandaise Sauce (z.B. Knorr aus dem Tetra Päckchen) evtl. Käsereibe Brate als erstes die Hähnchenbrust von beiden Seiten goldbraun und durch. Danach schneidest du sie in Streifen und stellst sie zur Seite.
Inhaltsverzeichnis

Warum eine Dinkel-Pizza mit Sauce Hollandaise selbst zubereiten?

Die Gründe, warum immer mehr Menschen ihre Pizza selbst backen, sind vielfältig. An erster Stelle steht für viele sicherlich der finanzielle Aspekt. Die Kosten für Lieferdienste sind explodiert, und eine Pizza, die man selbst zubereitet, kostet nur einen Bruchteil dessen, was man beim Lieferservice bezahlt. Doch es geht um mehr als nur ums Geld. Es geht um die Kontrolle über die Zutaten, um die Frische und um die Möglichkeit, den Belag genau nach den eigenen Vorlieben zu gestalten. Eine Pizza mit Sauce Hollandaise ist ein Paradebeispiel dafür, wie man klassische Elemente neu interpretieren kann. Die cremige Hollandaise verleiht der Pizza eine ganz besondere Note, die süchtig machen kann. Zudem bietet Dinkelmehl eine hervorragende Alternative zu herkömmlichem Weizenmehl. Es ist oft besser verträglich und verleiht dem Teig einen leicht nussigen Geschmack. Wenn Sie also auf der Suche nach einem einzigartigen Geschmackserlebnis sind, das sowohl den Gaumen verwöhnt als auch den Geldbeutel schont, dann ist diese Dinkel-Pizza genau das Richtige für Sie.

Die Zutaten: Qualität und Frische machen den Unterschied

Für eine wirklich gute Pizza beginnt alles mit den richtigen Zutaten. Hier ist eine detaillierte Auflistung dessen, was Sie für zwei Bleche dieser köstlichen Dinkel-Pizza benötigen:

Für den Teig (für 2 Bleche):

  • 500g Dinkelmehl (Type 630 oder 1050): Dinkel ist eine tolle Alternative zu Weizen. Er ist oft besser verträglich und verleiht dem Teig eine angenehme, leicht nussige Note. Die Type 630 ist feiner und für einen knusprigen Teig gut geeignet, während 1050 mehr Ballaststoffe enthält.
  • 250ml lauwarmes Wasser: Achten Sie darauf, dass das Wasser nicht zu heiß und nicht zu kalt ist. Lauwarm ist ideal, damit die Hefe optimal arbeiten kann.
  • 1 Päckchen Trockenhefe (ca. 7g) oder 20g frische Hefe: Hefe ist der Motor, der Ihren Teig aufgehen lässt und ihm die luftige Struktur verleiht.
  • 1 Teelöffel Zucker: Der Zucker dient der Hefe als Nahrung und beschleunigt den Gärprozess.
  • 1 Teelöffel Salz: Salz ist entscheidend für den Geschmack des Teiges und hilft, die Glutenstruktur zu festigen.
  • 2 Esslöffel Olivenöl: Olivenöl macht den Teig geschmeidiger und verleiht ihm eine feine Geschmacksnote.

Für den Belag:

  • 200-250ml Sauce Hollandaise: Sie können fertige Sauce Hollandaise verwenden, um Zeit zu sparen, oder sie frisch zubereiten, wenn Sie den Aufwand nicht scheuen. Die Menge hängt davon ab, wie reichhaltig Sie die Pizza mögen.
  • 200-250g geriebener Käse (z.B. Gouda, Mozzarella oder eine Mischung): Die Wahl des Käses beeinflusst Schmelz und Geschmack maßgeblich. Mozzarella sorgt für klassische Käsefäden, Gouda für einen kräftigeren Geschmack.
  • 1-2 Hähnchenbrustfilets (ca. 200-300g): Alternativ können Sie auch Putenbrust verwenden. Achten Sie auf gute Qualität.
  • 200g Brokkoli (frisch oder gefroren): Frischer Brokkoli muss blanchiert werden, gefrorener nur aufgetaut.
  • 100g Kirschtomaten (Cocktailtomaten): Sie bringen eine fruchtige Süße und Frische auf die Pizza.
  • 1 kleine Zwiebel: Für eine feine Würze und leichte Schärfe.
  • 2-3 Esslöffel Tomatensauce (passiert oder Pizzasauce): Eine dünne Schicht Tomatensauce bildet die klassische Basis, bevor die Hollandaise ins Spiel kommt.
  • Oregano und Steakpfeffer: Zum Würzen des Belags.

Schritt für Schritt zur perfekten Dinkel-Pizza mit Hollandaise

Die Zubereitung dieser Pizza ist einfacher, als Sie vielleicht denken. Nehmen Sie sich etwas Zeit, besonders für den Teig, und das Ergebnis wird Sie begeistern.

1. Der Hefeteig: Das Herzstück Ihrer Pizza

Der Teig ist das A und O einer guten Pizza. Planen Sie hierfür ausreichend Zeit ein, denn ein Hefeteig braucht Ruhe, um sein volles Potenzial zu entfalten.

  1. Geben Sie das Dinkelmehl in eine große Rührschüssel. Fügen Sie Salz und Olivenöl hinzu.
  2. In einem separaten Gefäß lösen Sie die Hefe und den Zucker im lauwarmen Wasser auf. Lassen Sie es kurz stehen, bis sich kleine Bläschen bilden – das zeigt an, dass die Hefe aktiv ist.
  3. Gießen Sie das Hefewasser langsam zum Mehl und kneten Sie alles mit einem Handrührgerät (Knethaken) oder einer Küchenmaschine. Kneten Sie den Teig etwa 5-10 Minuten lang kräftig durch. Er sollte am Ende glatt sein und sich gut vom Schüsselrand lösen, ohne zu sehr zu kleben. Die richtige Knetzeit ist entscheidend für die Entwicklung des Glutens und damit für die Elastizität des Teiges.
  4. Decken Sie die Rührschüssel mit einem feuchten Küchentuch ab und lassen Sie den Teig an einem warmen Ort gehen. Ideal ist ein leicht vorgewärmter Backofen (z.B. auf 50°C erwärmen und dann ausschalten) oder einfach ein zugfreier Ort bei Zimmertemperatur. Der Teig sollte mindestens 40 Minuten gehen, besser noch 1 bis 2 Stunden, oder sogar den ganzen Tag, wenn Sie die Zeit haben. Er sollte sein Volumen deutlich verdoppeln.
  5. Bevor Sie den Teig ausrollen, kneten Sie ihn noch einmal kurz durch, um die Luft herauszudrücken. Formen Sie ihn zu einer länglichen Rolle und lassen Sie ihn nochmals etwa 10 Minuten ruhen. Dies entspannt den Teig und macht ihn leichter ausrollbar.

2. Die Vorbereitung des Belags

Während der Teig ruht, können Sie den Belag vorbereiten. So sind alle Komponenten bereit, wenn der Teig zum Einsatz kommt.

Wie kocht man Brokkoli?
  1. Brokkoli vorbereiten: Wenn Sie frischen Brokkoli verwenden, teilen Sie ihn in kleine Röschen. Blanchieren Sie diese für etwa 3 Minuten in kochendem Salzwasser. Das macht den Brokkoli bissfest und bewahrt seine leuchtend grüne Farbe. Schrecken Sie die Röschen anschließend sofort in Eiswasser ab, um den Garprozess zu stoppen und die Farbe zu fixieren. Bei gefrorenem Brokkoli reicht es, ihn aufzutauen.
  2. Hähnchenbrust vorbereiten: Schneiden Sie die Hähnchenbrustfilets in mundgerechte Streifen oder kleine Würfel. Braten Sie sie in einer Pfanne mit etwas Öl goldbraun und gar. Würzen Sie sie leicht mit Salz und Pfeffer. Lassen Sie die Hähnchenstreifen anschließend abkühlen, bevor Sie sie auf die Pizza geben.
  3. Weitere Vorbereitungen: Halbieren Sie die Kirschtomaten und schneiden Sie die Zwiebel in feine Ringe oder Würfel.

3. Die Pizza belegen: Die Kunst des Schichtens

Jetzt kommt der kreative Teil! Das richtige Schichten der Zutaten ist entscheidend für das spätere Backergebnis und den Genuss.

  1. Heizen Sie Ihren Backofen auf 180°C Umluft vor.
  2. Legen Sie ein Backblech mit Backpapier aus und bestäuben Sie das Backpapier leicht mit etwas Mehl, damit der Teig nicht anhaftet.
  3. Rollen Sie den vorbereiteten Dinkel-Pizzateig gleichmäßig und dünn auf dem Backblech aus.
  4. Bestreichen Sie den Teig zuerst mit einer dünnen Schicht Tomatensauce. Dies bildet eine wichtige Geschmacksbasis.
  5. Verteilen Sie nun die Sauce Hollandaise auf der Tomatensauce. Seien Sie hier nicht zu sparsam, aber auch nicht zu großzügig, da die Sauce sehr mächtig ist. Etwa 3-4 Esslöffel pro Boden (für ein ganzes Backblech ca. 7 Esslöffel) sind eine gute Richtlinie.
  6. Jetzt kommt der Käse! Ja, Sie haben richtig gelesen: Der Käse kommt als zweites auf den Belag, direkt über die Hollandaise. Der Grund dafür ist einfach: Wenn der Käse als letztes auf den Belag gegeben wird, kann er im Ofen zu hart werden oder an manchen Stellen sogar verbrennen. Indem er unter den anderen Belägen liegt, bleibt er schön weich und cremig und bildet beim Abbeißen diese unwiderstehlichen Käsefäden. Das ist mein persönlicher Geheimtipp für die perfekte Konsistenz!
  7. Verteilen Sie nun die vorbereiteten Brokkoliröschen, die abgekühlten Hähnchenbruststreifen, die halbierten Kirschtomaten und die Zwiebelringe gleichmäßig auf der Pizza.
  8. Würzen Sie den Belag mit etwas Oregano und Steakpfeffer. Wenn Sie möchten, können Sie noch einen kleinen Schuss Hollandaise über den Belag träufeln, aber wirklich nur sparsam, um die Pizza nicht zu überladen.
  9. Optional können Sie zum Schluss noch etwas Käse über den gesamten Belag streuen, um eine knusprigere Oberfläche zu erhalten.

4. Backen: Der krönende Abschluss

Die Pizza ist nun bereit für den Ofen!

  1. Schieben Sie das Blech in den vorgeheizten Ofen.
  2. Backen Sie die Pizza bei 180°C Umluft für ca. 15-20 Minuten. Bei manchen Öfen oder wenn Sie einen knusprigeren Boden bevorzugen, kann die Backzeit auch bis zu 30 Minuten betragen. Wichtig ist, dass der Boden schön durch und knusprig ist und der Käse goldbraun und geschmolzen ist.
  3. Nehmen Sie die Pizza aus dem Ofen, lassen Sie sie kurz abkühlen und schneiden Sie sie dann in Stücke. Genießen Sie Ihre hausgemachte Hollandaise-Pizza!

Tipps für eine noch bessere Pizza

  • Käse-Experimente: Probieren Sie verschiedene Käsesorten aus! Eine Mischung aus Mozzarella für den Schmelz und einem kräftigen Bergkäse für den Geschmack kann Wunder wirken.
  • Protein-Variationen: Statt Hähnchen schmeckt diese Pizza auch hervorragend mit Lachs (kurz anbraten oder direkt roh auf die Pizza geben und mitbacken) oder gekochtem Schinken.
  • Vegetarische Variante: Lassen Sie das Hähnchen weg und fügen Sie stattdessen Pilze, Paprika oder Mais hinzu.
  • Teig vorbereiten: Sie können den Teig auch am Vortag zubereiten und über Nacht im Kühlschrank gehen lassen. Nehmen Sie ihn dann etwa eine Stunde vor dem Backen aus dem Kühlschrank, damit er Zimmertemperatur annimmt.
  • Knusprigerer Boden: Für einen besonders knusprigen Boden können Sie einen Pizzastein oder ein umgedrehtes Backblech im Ofen vorheizen und die Pizza direkt darauf backen.

Vergleich: Hausgemachte Pizza vs. Lieferdienst-Pizza

Um die Vorteile einer selbstgemachten Pizza noch einmal zu verdeutlichen, hier ein kurzer Vergleich:

MerkmalHausgemachte PizzaLieferdienst-Pizza
KostenGering (Bruchteil des Preises)Hoch (stark gestiegen)
Qualität der ZutatenSelbst gewählt, frisch und kontrolliertVariiert, nicht immer transparent
GeschmackIndividuell anpassbar, einzigartigStandardisiert, manchmal eintönig
ZubereitungZeitaufwand, aber lohnendKeine eigene Arbeit
FrischeMaximal, direkt aus dem OfenKann auf dem Transport leiden
AnpassbarkeitUnbegrenzte MöglichkeitenBegrenzt auf Menüoptionen

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Hier beantworten wir einige der häufigsten Fragen rund um die Zubereitung dieser besonderen Pizza:

Kann ich auch Vollkorn-Dinkelmehl verwenden?

Ja, Sie können definitiv Vollkorn-Dinkelmehl verwenden. Beachten Sie jedoch, dass der Teig dann etwas mehr Wasser benötigen und weniger elastisch sein kann. Das Ergebnis ist ein rustikalerer und nährstoffreicherer Boden. Die Backzeit könnte sich ebenfalls leicht ändern.

Kann ich die Sauce Hollandaise selbst machen?

Absolut! Wenn Sie Zeit und Lust haben, können Sie Sauce Hollandaise auch selbst zubereiten. Eine klassische Hollandaise aus Eigelb, Butter und Zitronensaft ist ein Highlight und verleiht der Pizza eine noch frischere Note. Dies ist jedoch aufwendiger als die Verwendung einer fertigen Sauce.

Was mache ich, wenn der Teig nicht aufgeht?

Wenn Ihr Hefeteig nicht aufgeht, kann das mehrere Gründe haben: Das Wasser war zu heiß (tötet die Hefe) oder zu kalt (Hefe wird nicht aktiv), die Hefe war abgelaufen oder der Teig war nicht an einem warmen, zugfreien Ort. Versuchen Sie es mit frischer Hefe und der richtigen Wassertemperatur (lauwarm, etwa 35-40°C).

Wie kocht man Brokkoli?

Kann ich die Pizza einfrieren?

Ja, sowohl der fertige Teig als auch die fertig gebackene Pizza lassen sich gut einfrieren. Den Teig nach dem ersten Gehen einfrieren und bei Bedarf im Kühlschrank auftauen lassen. Eine fertig gebackene Pizza können Sie portionsweise einfrieren und im Backofen wieder aufwärmen, bis sie knusprig ist.

Warum wird mein Pizzaboden nicht knusprig?

Ein häufiger Grund für einen weichen Boden ist eine zu niedrige Backtemperatur oder eine zu kurze Backzeit. Stellen Sie sicher, dass Ihr Ofen richtig vorgeheizt ist und verwenden Sie Umluft. Ein Pizzastein oder ein vorgeheiztes Backblech kann ebenfalls Wunder wirken, da sie für eine gleichmäßige und hohe Hitze von unten sorgen.

Welchen Käse soll ich verwenden?

Für diese Pizza eignet sich eine Vielzahl von Käsesorten. Klassischer Mozzarella sorgt für die typischen Käsefäden und einen milden Geschmack. Geriebener Gouda oder Edamer bieten eine gute Schmelzeigenschaft und einen etwas kräftigeren Geschmack. Eine Mischung aus verschiedenen Käsesorten kann das Geschmackserlebnis noch komplexer machen.

Fazit

Diese Dinkel-Pizza mit Sauce Hollandaise, Hähnchen, Brokkoli und Kirschtomaten ist weit mehr als nur eine Mahlzeit – sie ist ein Statement gegen überteuerte Lieferdienste und eine Einladung, die eigene Küche kreativ zu nutzen. Sie werden überrascht sein, wie einfach es ist, eine Gourmet-Pizza zu Hause zu zaubern, die nicht nur hervorragend schmeckt, sondern auch Ihren Geldbeutel schont. Die Kombination aus dem nussigen Dinkelboden, der cremigen Hollandaise, dem zarten Hähnchen und dem frischen Gemüse ist einfach unwiderstehlich. Wagen Sie den Schritt und verwöhnen Sie sich und Ihre Lieben mit diesem einzigartigen Geschmackserlebnis. Guten Appetit!

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