Welche Pizza ist die beste in Europa?

Pizza: Eine Kulinarische Reise durch Italien

10/10/2022

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Die Pizza ist weit mehr als nur ein einfaches Gericht; sie ist ein globales Phänomen, ein Symbol italienischer Kochkunst und für viele Menschen auf der ganzen Welt ein Synonym für Genuss und Geselligkeit. Ihre unwiderstehliche Kombination aus knusprigem Teig, würziger Tomatensauce, schmelzendem Käse und einer Vielzahl frischer Beläge hat sie zu einem der beliebtesten Speisen überhaupt gemacht. Doch was steckt wirklich hinter diesem kulinarischen Meisterwerk? Begeben wir uns auf eine Reise in die Welt der Pizza, von ihren bescheidenen Anfängen bis zu ihrer heutigen Vielfalt.

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Inhaltsverzeichnis

Die glorreiche Geschichte der Pizza

Die Ursprünge der Pizza reichen viel weiter zurück, als man vielleicht annehmen würde. Schon in der Antike gab es flache Brote, die mit verschiedenen Zutaten belegt wurden. Doch die moderne Pizza, wie wir sie heute kennen und lieben, hat ihre Wurzeln im 18. Jahrhundert in der pulsierenden Stadt Neapel, Italien. Ursprünglich war die Pizza ein Gericht der armen Leute, schnell zubereitet und nahrhaft, oft nur mit Tomaten, Öl und Kräutern belegt.

Der Durchbruch kam angeblich im Jahr 1889, als König Umberto I. und Königin Margherita Neapel besuchten. Die Königin soll sich nach einem typisch neapolitanischen Gericht gesehnt haben, und der Pizzabäcker Raffaele Esposito kreierte für sie drei Pizzen. Eine davon, belegt mit Tomaten, Mozzarella und Basilikum – den Farben der italienischen Flagge –, begeisterte die Königin besonders. Diese Pizza wurde später als „Pizza Margherita“ bekannt und legte den Grundstein für den weltweiten Ruhm der Pizza. Sie symbolisiert bis heute die Reinheit und Einfachheit der neapolitanischen Pizza. Von Neapel aus verbreitete sich die Pizza zunächst in ganz Italien und später, durch italienische Auswanderer, in die ganze Welt, wo sie sich an lokale Geschmäcker und Zutaten anpasste.

Vielfalt auf dem Teller: Die verschiedenen Arten von Pizza

Was die Pizza so faszinierend macht, ist ihre unglaubliche Vielfalt. Obwohl die Pizza Margherita als Königin gilt, gibt es unzählige Variationen, jede mit ihrem eigenen Charakter und ihren spezifischen Merkmalen.

Die neapolitanische Pizza (Pizza Napoletana)

Sie ist der Ursprung und wird oft als die „echte“ Pizza bezeichnet. Gekennzeichnet durch einen weichen, elastischen und leicht verkohlten Rand (den „cornicione“), eine dünne Mitte und wenige, aber hochwertige Zutaten. Sie wird bei sehr hohen Temperaturen (über 450°C) in einem Holzofen gebacken, oft nur für 60-90 Sekunden. Die offizielle „Pizza Napoletana STG“ (Speciale Tradizionale Garantita) hat strenge Regeln bezüglich Teig, Zutaten (San Marzano Tomaten, Mozzarella di Bufala Campana DOP oder Fior di Latte) und Backmethode.

Die römische Pizza (Pizza Romana)

Im Gegensatz zur neapolitanischen Pizza ist die römische Pizza dünner und knuspriger. Der Teig enthält oft mehr Öl, was zu einer festeren Konsistenz führt, die auch nach dem Abkühlen ihre Knusprigkeit behält. Der Rand ist weniger ausgeprägt als bei der Neapolitanischen. Es gibt auch die „Pizza al Taglio“, eine rechteckige, oft dicke römische Pizza, die nach Gewicht verkauft wird.

Amerikanische Pizzastile

In den USA haben sich eigenständige Pizzastile entwickelt, die sich stark von ihren italienischen Vorbildern unterscheiden:

  • New York Style Pizza: Bekannt für ihre großen, flexiblen Scheiben, die man falten kann. Der Teig ist dünn, aber zäher als der neapolitanische und wird oft in speziellen Etagenöfen gebacken.
  • Chicago Deep Dish Pizza: Eine Art Auflauf mit hohem Rand, der eher einer Torte ähnelt. Die Reihenfolge der Zutaten ist oft umgekehrt: Käse unten, dann Beläge, dann eine dicke Schicht Tomatensauce oben. Sie wird langsam gebacken und ist sehr sättigend.

Regionale Variationen und moderne Kreationen

Darüber hinaus gibt es unzählige regionale Spezialitäten, von der sizilianischen Pizza mit dickem, luftigem Teig bis hin zu modernen Gourmet-Pizzen mit exotischen Belägen. Jede Region, ja fast jede Pizzeria, hat ihre eigene Interpretation und Geheimnisse, die das Gericht so vielfältig machen.

Was macht eine wirklich gute Pizza aus?

Die Qualität einer Pizza hängt von mehreren Schlüsselelementen ab, die alle perfekt zusammenspielen müssen.

Der Teig: Das Herzstück

Ein guter Pizzateig ist das A und O. Er sollte aus hochwertigem Mehl (oft Typ 00), Wasser, Hefe und Salz bestehen. Entscheidend ist die lange Gärzeit, die dem Teig Zeit gibt, Aromen zu entwickeln und leichter verdaulich zu werden. Ein perfekt gegangener Teig ist elastisch, lässt sich gut formen und wird beim Backen luftig und knusprig zugleich. Der Rand, der „cornicione“, sollte luftig und leicht gebräunt sein.

Die Sauce: Die Seele der Pizza

Eine einfache, aber geschmackvolle Tomatensauce ist entscheidend. Oft reichen dafür hochwertige, passierte San Marzano Tomaten, etwas Salz, Basilikum und Olivenöl. Die Sauce sollte nicht zu dominant sein, sondern die anderen Zutaten unterstützen und eine frische, fruchtige Note hinzufügen.

Der Käse: Die Schmelzkrone

Traditionell wird Mozzarella verwendet, idealerweise frischer Fior di Latte oder Mozzarella di Bufala Campana. Dieser Käse schmilzt perfekt, wird leicht bräunlich und zieht schöne Fäden. Die Menge ist wichtig: Nicht zu viel, um den Teig nicht zu durchnässen, aber genug, um den cremigen Kontrast zur knackigen Kruste zu bilden.

Der Ofen und die Backtemperatur

Ein Holzofen, der extrem hohe Temperaturen erreicht, ist ideal für die authentische neapolitanische Pizza. Die Hitze sorgt dafür, dass der Teig schnell aufgeht, der Rand sich aufbläht und die Zutaten in kürzester Zeit garen, ohne auszutrocknen. Auch bei Haushaltsöfen ist es ratsam, die höchstmögliche Temperatur zu nutzen und eventuell einen Pizzastein zu verwenden.

Pizza zu Hause backen vs. Pizzeria besuchen

Beide Optionen haben ihren Reiz und ihre Berechtigung. Die Entscheidung hängt oft von der gewünschten Erfahrung und dem Aufwand ab.

Pizza zu Hause backen

Es ist ein wunderbares Erlebnis, seine eigene Pizza von Grund auf zuzubereiten. Man hat die volle Kontrolle über die Zutaten und kann experimentieren. Der Prozess des Teigknetens und Belegens kann sehr meditativ sein. Allerdings ist es schwierig, die extrem hohen Temperaturen eines professionellen Pizzaofens zu Hause zu reproduzieren, was zu einem anderen Ergebnis führt, meist mit einem weniger luftigen und „verkohlten“ Rand. Dennoch kann eine selbstgemachte Pizza mit frischen Zutaten und viel Liebe sehr schmackhaft sein.

Der Besuch in einer Pizzeria

Ein Restaurantbesuch bietet ein authentisches Erlebnis. Man kann die Atmosphäre genießen, den Pizzabäckern bei der Arbeit zusehen und eine Pizza genießen, die in einem spezialisierten Ofen perfekt gebacken wurde. Die Professionalität der Zubereitung, die Qualität der Zutaten und die Expertise des Pizzaiolos sind oft unübertroffen. Zudem entfällt der Aufwand für Vorbereitung und Abwasch.

Die perfekte Pizzeria finden

Auf der Suche nach dem ultimativen Pizzaerlebnis? Hier sind einige Tipps, um die perfekte Pizzeria zu finden:

  • Der Ofen: Achten Sie auf einen traditionellen Holzofen. Das ist oft ein gutes Zeichen für Authentizität.
  • Die Zutaten: Eine gute Pizzeria legt Wert auf hochwertige, frische Zutaten. Fragen Sie nach der Herkunft des Mozzarellas oder der Tomaten.
  • Der Teig: Ein Blick auf die Pizzen anderer Gäste kann Aufschluss geben. Ist der Rand luftig und leicht gebräunt?
  • Die Speisekarte: Eine kurze, auf wenige Pizzen spezialisierte Karte kann ein Zeichen für Qualität sein.
  • Die Atmosphäre: Eine lebhafte, authentische Atmosphäre trägt zum Gesamterlebnis bei.

Vergleich: Neapolitanische vs. Römische Pizza

MerkmalNeapolitanische PizzaRömische Pizza
TeigdickeDünn in der Mitte, dicker, luftiger Rand („cornicione“)Gleichmäßig dünn
KonsistenzWeich, elastisch, leicht feuchtKnusprig, fester
BacktemperaturSehr hoch (450°C+), kurze Backzeit (60-90 Sek.)Hoher (aber geringer als Neapel), längere Backzeit (2-4 Min.)
OfenTraditionell HolzofenHolzofen oder Elektroofen
RandAusgeprägt, luftig, leicht verkohltFlach, knusprig
Typische FormRundRund oder rechteckig (Pizza al Taglio)

Häufig gestellte Fragen zur Pizza

Ist Pizza gesund?

Das hängt stark von den Zutaten und der Menge ab. Eine Pizza mit frischen Gemüsesorten, magerem Eiweiß und einem dünnen, gut verdaulichen Teig kann Teil einer ausgewogenen Ernährung sein. Pizzen mit viel Käse, fettigem Fleisch und dickem Teig sind kalorienreicher. Die traditionelle neapolitanische Pizza mit ihren einfachen, frischen Zutaten gilt als vergleichsweise gesünder.

Was ist der beste Weg, Pizza aufzuwärmen?

Am besten wird Pizza in einer Pfanne auf dem Herd aufgewärmt, um eine knusprige Kruste zu erhalten. Legen Sie ein Stück Pizza in eine trockene, antihaftbeschichtete Pfanne bei mittlerer Hitze, bis der Boden knusprig ist (ca. 2-3 Minuten). Dann einen kleinen Spritzer Wasser in die Pfanne geben und sofort einen Deckel aufsetzen, um den Käse zu schmelzen und den Belag zu dämpfen (ca. 1 Minute). Auch ein Backofen oder ein Toaster sind gute Alternativen, Mikrowellen machen den Teig oft zäh.

Welche Zutaten sind für eine klassische Pizza Margherita unerlässlich?

Für eine authentische Pizza Margherita sind nur wenige, aber hochwertige Zutaten nötig: San Marzano Tomaten (oder ähnliche pelatierte Tomaten), Fior di Latte oder Mozzarella di Bufala Campana, frisches Basilikum, Olivenöl extra vergine und Salz. Die Qualität dieser wenigen Zutaten ist entscheidend für den Geschmack.

Kann man Pizzateig einfrieren?

Ja, Pizzateig lässt sich sehr gut einfrieren. Nachdem der Teig das erste Mal gegangen ist, können Sie ihn in Portionen teilen, leicht einölen und luftdicht in Gefrierbeuteln verpacken. Im Gefrierschrank hält er sich mehrere Wochen. Zum Auftauen einfach über Nacht im Kühlschrank auftauen lassen und dann bei Raumtemperatur wieder gehen lassen, bevor Sie ihn verwenden.

Was ist der „Cornicione“?

Der „Cornicione“ ist der erhöhte, luftige Rand der neapolitanischen Pizza. Er entsteht durch die extrem hohe Hitze im Holzofen, die den Teig schnell aufgehen lässt und ihm eine charakteristische, leicht verkohlte und blasige Textur verleiht. Ein gut ausgeprägter Cornicione ist ein Qualitätsmerkmal der echten Pizza Napoletana.

Fazit

Die Pizza ist mehr als nur ein Gericht; sie ist ein kulturelles Phänomen, das Generationen und Länder überdauert hat. Ihre Fähigkeit, sich anzupassen und gleichzeitig ihre Essenz zu bewahren, macht sie so besonders. Ob Sie die traditionelle neapolitanische Variante bevorzugen, die knusprige römische Pizza oder die reichhaltigen amerikanischen Interpretationen – die Welt der Pizza bietet für jeden Geschmack etwas. Tauchen Sie ein, experimentieren Sie und vor allem: Genießen Sie jeden Bissen dieses wunderbaren Klassikers. Die Suche nach der perfekten Pizza ist eine Reise, die niemals endet, und jede neue Entdeckung ist ein Fest für die Sinne. Es ist die Kombination aus einfachen Zutaten und meisterhafter Zubereitung, die dieses Gericht so unwiderstehlich macht. Die Geschichte der Pizza ist reich und vielfältig, ebenso wie ihre modernen Interpretationen. Egal, ob Sie selbst backen oder eine Pizzeria besuchen, das Erlebnis ist immer einzigartig.

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