Wie gesund ist Pizza?

Der ultimative Käse-Guide für deine Pizza

01/02/2020

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Ah, Pizza! Wer kann diesem unwiderstehlichen Gericht schon widerstehen? Ob knuspriger Rand, fruchtige Tomatensauce oder der perfekt geschmolzene Belag – Pizza ist ein Fest für die Sinne. Doch ein Element sticht besonders hervor und macht jede Pizza zu einem wahren Meisterwerk: der Käse. Er ist nicht nur der Klebstoff, der alle Zutaten zusammenhält, sondern auch der Geschmacksgeber, der für die unwiderstehliche Cremigkeit und die goldbraune Kruste sorgt. Aber welcher Käse ist der richtige für deine Pizza? Die Auswahl ist riesig, und jede Sorte bringt ihre eigenen Besonderheiten mit sich. In diesem umfassenden Guide tauchen wir tief in die Welt des Pizzakäses ein und verraten dir, wie du die perfekte Käsekombination für deine nächste Kreation findest.

Wie gesund ist Pizza?
Doch die Zutaten, die zu einer Pizza gehören, sind nicht immer gesund. Oft wird der Belag aus fettreichem Käse und Salami gemacht, die kaum Vitalstoffe enthalten. Auch der Teig, der meist aus Weißmehl hergestellt wird, enthält kaum Ballaststoffe. Dadurch bekommt man zwar ein leckeres Gericht, aber es ist nicht besonders gesund.
Inhaltsverzeichnis

Die Kunst der Käseauswahl: Mehr als nur Mozzarella

Während Mozzarella zweifellos der unangefochtene König auf der Pizza ist, gibt es eine Fülle weiterer Käsesorten, die deiner Pizza einzigartige Geschmacksnuancen verleihen können. Die Wahl des Käses ist letztlich eine Frage des persönlichen Geschmacks und der gewünschten Textur. Doch es gibt einige grundlegende Prinzipien, die dir bei der Entscheidung helfen können.

Mozzarella: Der Klassiker mit vielen Facetten

Wenn wir von Pizzakäse sprechen, denken die meisten sofort an Mozzarella. Und das aus gutem Grund! Seine Fähigkeit, wunderbar zu schmelzen und die charakteristischen Fäden zu ziehen, macht ihn zum idealen Pizzabelag. Doch Mozzarella ist nicht gleich Mozzarella:

  • Normaler Mozzarella: Oft in Lake gelagert, ist er feucht und schmilzt gleichmäßig. Achte auf gute Qualität, da er sonst zu wässrig sein kann und den Teig aufweicht.
  • Fior di latte: Dieser italienische Frischkäse wird aus Kuhmilch hergestellt und ist etwas trockener als der normale Mozzarella, da er nach der Herstellung gut abtropfen darf und nicht in Lake gelagert wird. Dies verleiht ihm eine feinere Textur und einen einzigartigeren, milchigeren Geschmack. Er ist zudem leicht verdaulich und fettarm, was ihn zu einer gesunden Wahl macht. Fior di latte ist nicht nur ideal für Pizza, sondern auch ein Genuss auf Bruschetta oder in Salaten. Sein reines Aroma kommt auf der Pizza besonders gut zur Geltung.
  • Büffelmozzarella: Aus der Region Neapel und Kampanien stammend, der Geburtsstätte der modernen Pizza, ist Büffelmozzarella eine Premium-Wahl. Er ist cremiger, aromatischer und hat einen leicht säuerlichen Geschmack, der die Pizza auf ein neues Level hebt. Für ein optimales Ergebnis sollte er gut abgetropft werden, um überschüssige Feuchtigkeit zu vermeiden.

Gouda & Emmentaler: Milde Allrounder mit gutem Schmelz

Neben Mozzarella sind auch Gouda und Emmentaler beliebte Kandidaten für die Pizza. Sie bieten einen milderen Geschmack und hervorragende Schmelzeigenschaften:

  • Gouda: Besonders als junges Käseprodukt ist Gouda mild im Geschmack und passt hervorragend zu Pizza mit Fisch und Meeresfrüchten. Mit zunehmendem Alter wird er kräftiger und kann die anderen Pizzazutaten geschmacklich überdecken. Für Pizza empfiehlt sich daher ein mittelalter Gouda. Mit einem Fettanteil von 48 % schmilzt er wunderbar und sorgt für eine schöne goldbraune Kruste.
  • Emmentaler: Mit seinem nussig-milden Geschmack und den charakteristischen Löchern ist Emmentaler eine ausgezeichnete Wahl für Aufläufe und Gratins, aber auch für Pizza. Sein Fettanteil von 45 % sorgt für einen guten Schmelz und ein angenehmes Mundgefühl.

Beide Käsesorten eignen sich auch hervorragend zum „Fäden ziehen“, besonders wenn es sich um junge Schnittkäse handelt. Sie sind biegsam und ergeben beim Erhitzen lange, genussvolle Fäden.

Parmesan: Der Würzige für den letzten Schliff

Parmesan ist zwar kein klassischer Schmelzkäse für die Hauptschicht, aber er ist ein echtes Allroundtalent und verleiht deiner Pizza eine unvergleichlich würzige Note. Ob als Zanetti Parmigiano Reggiano oder Giovanni Ferrari Grana Padano Riserva – dieser italienische Hartkäse ist aromatisch und kräftig im Geschmack. Er eignet sich hervorragend, um die Pizza nach dem Backen zu verfeinern oder bereits vorab sparsam über den Belag zu streuen, um zusätzliche Würze zu erzielen.

Weitere Käse-Optionen und Mischungen

Die Welt der Käse bietet noch viele weitere Möglichkeiten für deine Pizza:

  • Feta: Für Liebhaber eines salzigen, leicht säuerlichen Geschmacks. Passt gut zu vegetarischen Pizzen mit Oliven und Paprika.
  • Gorgonzola: Für eine würzige, intensive Note. Ideal für Pizzaliebhaber, die kräftige Aromen schätzen.
  • Cheddar: Bietet einen kräftigeren Geschmack und eine schöne orange Farbe.
  • Ricotta: Weniger Kalorien und Fett als viele andere Käsesorten, kann für eine leichtere, cremigere Pizza verwendet werden, oft in Kombination mit anderen Käsesorten.
  • Käsemischungen: Viele Pizzaliebhaber schwören auf eine Mischung verschiedener Käsesorten, um die besten Eigenschaften (Schmelz, Geschmack, Fädenziehen) zu kombinieren. Eine beliebte Kombination ist Mozzarella für den Schmelz und Gouda oder Emmentaler für zusätzlichen Geschmack.

Die perfekte Pizza zubereiten: Reihenfolge und Menge

Die Wahl des Käses ist nur die halbe Miete. Die richtige Zubereitung und das gekonnte Belegen sind entscheidend für das ultimative Pizzaerlebnis. Die Reihenfolge der Zutaten auf deiner Pizza ist wichtiger, als du vielleicht denkst:

  1. Tomatensauce: Beginne immer mit einer dünnen, aber gleichmäßigen Schicht Tomatensauce auf dem Teig. Achte auf die Qualität der Sauce, denn sie bildet die Basis des Geschmacks.
  2. Erste Käseschicht (optional): Besonders bei feuchten Käsesorten wie Büffelmozzarella kann es hilfreich sein, eine dünne Schicht direkt auf die Sauce zu legen. Dies hilft, die Feuchtigkeit zu kontrollieren und eine Barriere für den Teig zu schaffen.
  3. Belag: Nun kommen deine gewünschten Toppings. Ob Gemüse, Fleisch oder Fisch – verteile sie gleichmäßig.
  4. Zweite Käseschicht: Streue den Großteil deines Käses über den Belag. Wenn du den Käse zuletzt über die hochwertigen Zutaten streust, werden diese nicht nur geschmacklich, sondern auch optisch in Szene gesetzt. Die richtige Menge ist entscheidend: Nicht zu viel, da dies die anderen Aromen überdecken kann und die Pizza zu schwer macht. Nicht zu wenig, da sonst der charakteristische Schmelz fehlt.

Ein Tipp: Wenn du den Käse erst kurz vor dem Servieren auf die Pizza gibst (was nur bei bereits gebackener Pizza Sinn macht), bleibt der Teig knusprig, die Soße fruchtig und der Käse zart schmelzend und ultra-cremig.

Jenseits des Käses: Andere köstliche Beläge

Eine Pizza lebt von der Harmonie ihrer Zutaten. Neben dem Käse spielen auch die anderen Beläge eine entscheidende Rolle. Hier sind einige Inspirationen aus der Welt der Wurstwaren und Gewürze:

Wurstspezialitäten: Von Fenchelsalami bis Prosciutto Cotto

Eigene Wurstspezialitäten wie Italienische Fenchelsalami oder Mailänder Salami selbst herzustellen, ist ein Traum vieler Hobbyköche und eine fantastische Möglichkeit, einzigartige Aromen auf deine Pizza zu bringen. Ihr fein-würziges Aroma macht sich in hauchdünn geschnittenen Scheiben auf der Pizza hervorragend. Du kannst sie mit verschiedenen Gewürzen wie Pfeffer, Paprika, Chili oder kräftigem Knoblauch verfeinern, um dein eigenes Wursterlebnis zu kreieren.

Für Liebhaber von gekochtem Schinken ist Prosciutto cotto die ideale Wahl. Er wird länger gekocht als der luftgetrocknete Prosciutto crudo und schmeckt besonders lecker, wenn du ihn vor dem Backen auf die Pizza legst. Eine Kombination aus beiden Schinkensorten kann auch eine spannende Geschmacksvielfalt bieten.

Oregano: Das unverzichtbare Gewürz

Auf keiner Pizza darf der Oregano fehlen! Ob er vor dem Backen auf den Belag gestreut oder direkt in die Tomatensauce gegeben wird, sein scharfes, aromatisches Aroma ist ein absolutes Muss für das perfekte Geschmackserlebnis. Er harmoniert perfekt mit der Säure der Tomatensauce und rundet das Gericht ab. Während frische, weiche Kräuter wie Basilikum manchmal erst nach dem Backen hinzugefügt werden, um ihr Aroma zu bewahren, ist getrockneter Oregano hitzestabil und entfaltet seine volle Würze während des Backvorgangs.

Gesunde Pizza: Genuss ohne Reue

Pizza hat oft den Ruf, ein ungesundes Fast Food zu sein, aber das muss nicht stimmen! Mit ein paar einfachen Anpassungen kannst du eine leckere und gleichzeitig gesunde Pizza zaubern:

  • Teig: Ersetze den Weißmehlteig durch einen Vollkorn- oder Dinkelteig. Diese enthalten mehr Ballaststoffe und machen die Pizza sättigender.
  • Belag: Variiere den Belag mit viel frischem Gemüse wie Paprika, Zucchini, Pilzen, Brokkoli, Spinat oder Tomaten, anstatt immer nur fettreiche Salami und Käse zu verwenden. Das erhöht den Vitalstoffgehalt erheblich.
  • Käse: Wähle Käsesorten mit einem geringeren Fett- und Kaloriengehalt. Zum Vergleich: 100 Gramm Mozzarella liefern 263 Kilokalorien und knapp 21 Gramm Fett, während die gleiche Menge Gouda 364 Kilokalorien und knapp 31 Gramm Fett enthält. Eine noch gesündere Option ist Feta mit nur 228 Kilokalorien und 18,5 Gramm Fett pro 100 Gramm. Auch Gorgonzola oder Ricotta sind gute Alternativen mit weniger Kalorien.

Vergleichstabelle: Käse für die gesunde Pizza

KäsesorteKalorien pro 100g (ca.)Fett pro 100g (ca.)GeschmacksprofilSchmelzverhalten
Mozzarella263 kcal21 gMild, milchigAusgezeichnet, zieht Fäden
Gouda364 kcal31 gMild bis kräftig (je nach Reifung)Sehr gut, verläuft schön
Feta228 kcal18.5 gSalzig, säuerlichSchmilzt nicht wie Schnittkäse, wird weich
Gorgonzola330 kcal27 gWürzig, pikant, cremigSehr gut, cremig
Ricotta174 kcal13 gMild, leicht süßlichWird weich, schmilzt nicht wie Hartkäse

Häufig gestellte Fragen rund um Pizzakäse

Welcher Käse schmilzt am besten auf Pizza?

Weiche und fettreiche Käsesorten eignen sich am besten zum Schmelzen. Mozzarella ist der absolute Favorit, gefolgt von Gouda, Emmentaler, Cheddar und Gorgonzola. Diese Käsesorten ergeben einen schönen, gleichmäßigen Schmelz.

Kann ich verschiedene Käsesorten auf meiner Pizza mischen?

Absolut! Das Mischen von Käsesorten ist eine großartige Möglichkeit, die besten Eigenschaften zu kombinieren. Eine Mischung aus Mozzarella für den Schmelz und einem würzigeren Käse wie Gouda oder Parmesan für den Geschmack ist sehr beliebt.

Warum zieht mein Käse keine Fäden?

Die Fähigkeit, Fäden zu ziehen, hängt stark vom Alter und der Art des Käses ab. Junge Schnittkäse wie junger Gouda, Edamer, Emmentaler oder Appenzeller sind besonders biegsam und ziehen viele Fäden. Reifer Käse zerfällt beim Erhitzen eher in Bröckchen.

Sollte ich frische Kräuter vor oder nach dem Backen auf die Pizza geben?

Weiche, frische Kräuter wie Basilikum oder frischer Oregano können bei den hohen Temperaturen eines Pizzaofens leiden und ihr Aroma verlieren. Es ist oft besser, sie erst nach dem Backen auf die heiße Pizza zu geben. Getrockneter Oregano hingegen kann problemlos mitgebacken werden.

Ist es in Ordnung, Käse im Ofen oder auf dem Grill zu überbacken?

Ja, Käse lässt sich hervorragend überbacken! Brühkäse wie Mozzarella, Weichkäse wie Gorgonzola, halbfester Schnittkäse wie junger Gouda oder weichere Hartkäse eignen sich dafür. Ein kurzes Anbraten im Ofen oder auf dem Grill sorgt für eine knusprige Kruste und einen saftigen, geschmolzenen Käse. Die Kombination aus schmelzendem Käse und knuspriger Kruste schmeckt einfach himmlisch!

Gibt es Käsesorten, die ich auf Pizza vermeiden sollte?

Vermeide Käsesorten, die zu wässrig sind oder nicht gut schmelzen. Auch extrem kräftige Käsesorten können die anderen Aromen überdecken, wenn sie in zu großer Menge verwendet werden. Bei sehr kurzen Backzeiten solltest du auch zu viele weiche, wasserhaltige Zutaten wie frische Pilze oder zu viel frischen Frischkäse vermeiden, da sie nicht richtig durchbacken könnten.

Die Welt der Pizza ist eine Welt voller Aromen, Texturen und unendlicher Möglichkeiten. Der Käse spielt dabei eine Hauptrolle, die du mit Bedacht wählen und gekonnt einsetzen solltest. Ob du dich für den klassischen Mozzarella, den nussigen Emmentaler, den milden Gouda oder eine exotische Mischung entscheidest – das Wichtigste ist, dass es dir schmeckt! Experimentiere mit verschiedenen Sorten, Mengen und Kombinationen, um deine ganz persönliche Lieblingspizza zu kreieren. Viel Spaß beim Ausprobieren und Genießen!

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