13/07/2019
Der heiße Stein ist weit mehr als nur eine Kochfläche; er ist eine Einladung zu einem geselligen und gesunden kulinarischen Erlebnis. Ob für ein gemütliches Abendessen zu zweit oder eine ausgelassene Runde mit Freunden – die Zubereitung von Speisen auf einem heißen Stein verwandelt das Kochen in ein interaktives Highlight. Diese Methode, die nicht nur unter Grillfans immer beliebter wird, ermöglicht es Ihnen, Fleisch, Fisch, Gemüse und sogar Obst und Desserts auf schonende Weise zuzubereiten, oft ganz ohne die Zugabe von zusätzlichem Öl oder Fett. Dank der minimalen Rauchentwicklung kann der heiße Stein das ganze Jahr über eingesetzt werden, sowohl im Freien als auch in den eigenen vier Wänden, wobei der Backofen oder ein spezielles Tischgerät als Wärmequelle dient. Tauchen Sie ein in die Welt des heißen Steins und erfahren Sie alles, was Sie wissen müssen, um Ihr nächstes Essen zu einem besonderen Ereignis zu machen.

Was ist ein heißer Stein und wann eignet er sich?
Ein heißer Stein, im Kontext der Lebensmittelzubereitung, bezieht sich auf eine speziell gefertigte Steinplatte, die Wärme aufnehmen, speichern und über einen längeren Zeitraum langsam abgeben kann. Diese Eigenschaft macht ihn ideal für das schonende und gleichmäßige Garen verschiedenster Speisen. Man setzt ihn in Verbindung mit Tischgrills, Gasgrills, Elektrogrills oder sogar klassischen Raclette-Geräten ein. Darüber hinaus können viele heiße Steine auch einfach im Backofen aufgeheizt werden, um dann als servierfertige Kochfläche direkt am Tisch zu dienen. Es gibt sogar kleine Ausführungen, die wie individuelle Teller genutzt werden können, sodass jeder Gast sein Gericht nach persönlichen Vorlieben fertig garen kann.
Der heiße Stein eignet sich hervorragend für alle, die Wert auf gesunde und kalorienarme Ernährung legen, da er die Zubereitung ohne oder mit nur sehr wenig Öl und Fett ermöglicht. Durch das Aufstreuen von etwas Salz vor dem Garen kann man viele Leckereien geschmacksintensiv und gleichzeitig gesundheitsbewusst zubereiten. Die geringe Rauchentwicklung ist ein weiterer großer Vorteil, der den Einsatz in Innenräumen erlaubt, was besonders bei schlechtem Wetter oder in den kälteren Monaten praktisch ist. So muss der gemütliche Grillabend nicht ausfallen, sondern findet einfach im Wohnzimmer statt.
Besonders gut geeignet ist ein heißer Stein für gesellige Anlässe wie Geburtstage, Silvester oder einfach nur ein gemütliches Beisammensein mit Freunden und Familie. Während die Speisen langsam auf dem Stein brutzeln, haben Sie alle Zeit der Welt, sich um Ihre Gäste zu kümmern. Sie müssen lediglich die vorbereiteten Zutaten bereitstellen, und jeder kann selbst entscheiden, was und wie er es zubereitet. Dies fördert die Interaktion und macht das Essen zu einem gemeinsamen Erlebnis.
Arten von heißen Steinen: Ohne oder mit eigener Heizquelle
Auf dem Markt finden sich hauptsächlich zwei unterschiedliche Arten von heißen Steinen, die sich in ihrer Funktionsweise und Anwendung unterscheiden. Jede Art hat ihre spezifischen Vor- und Nachteile, die bei der Kaufentscheidung berücksichtigt werden sollten.
Heißer Stein ohne eigene Heizquelle
Diese traditionelle Variante des heißen Steins ist eine massive Steinplatte, die keine eigene elektrische oder gasbetriebene Heizquelle besitzt. Sie muss vor dem Gebrauch extern aufgewärmt werden. Dies kann in einem Backofen, auf einem Elektro- oder Gasgrill, in einem Kaminofen oder sogar über offenem Feuer geschehen. Die besondere Eigenschaft dieser Steine liegt in ihrer Fähigkeit, Wärme über einen sehr langen Zeitraum zu speichern und langsam an die Speisen abzugeben. Typische Materialien hierfür sind Granit, Lavastein oder Cordierit.
Vorteile:
- Sehr vielseitig einsetzbar (Backofen, Grill, Kamin).
- Einfache Reinigung, da keine Elektronik vorhanden ist.
- Keine Stromverbindung während des Gebrauchs nötig, daher flexibel positionierbar.
- Aus natürlichen Rohstoffen gefertigt.
Nachteile:
- Benötigt eine externe Aufwärmzeit, die bis zu 90 Minuten betragen kann.
- Kühlt während des Gebrauchs langsam ab, kann aber durch Brennpaste warmgehalten werden.
- Hohes Gewicht und Anfälligkeit für Risse bei unsachgemäßem Aufheizen oder Stürzen.
Elektrischer heißer Stein (Tischgrill mit Steinplatte)
Elektrische heiße Steine sind oft in Tischgrills oder Raclette-Geräte integriert. Sie verfügen über Heizelemente, die sich direkt unter der Steinplatte befinden und über einen Stromanschluss betrieben werden. Viele dieser Geräte bieten zusätzlich eine Metallplatte und kleine Pfännchen für Raclette, was ihre Funktionalität erweitert. Die Leistung solcher Geräte liegt typischerweise zwischen 500 und 2.000 Watt.
Vorteile:
- Immer warm und einsatzbereit, da die Temperatur konstant gehalten werden kann.
- Einfache Handhabung durch Drehregler zur Temperaturkontrolle.
- Oft mit zusätzlichen Funktionen wie Raclette-Pfännchen oder einer Metallgrillplatte.
- Kein externes Vorheizen nötig.
Nachteile:
- Benötigt stets eine Stromverbindung, was die Einsatzorte einschränkt (nicht im Freien ohne Steckdose).
- Die Reinigung kann aufgrund der integrierten Elektronik aufwendiger sein.
- Eventuell höherer Stromverbrauch je nach Modell und Nutzung.
Kaufkriterien für den perfekten heißen Stein
Die Auswahl des passenden heißen Steins hängt von verschiedenen Faktoren ab, die Ihre individuellen Bedürfnisse und Vorlieben widerspiegeln. Beachten Sie die folgenden Punkte, um die für Sie beste Entscheidung zu treffen.
Größe der Steinplatte
Die Größe ist ein entscheidendes Kriterium und sollte auf die Anzahl der Personen abgestimmt sein, für die Sie regelmäßig kochen möchten. Kleinere Steine (z.B. 18 x 11 cm) eignen sich hervorragend für individuelle Portionen oder als Ergänzung zu einem Raclette-Set. Größere Platten (z.B. 37 x 23 cm oder 46 x 23 cm) bieten ausreichend Platz für 6 bis 8 Personen und ermöglichen die gleichzeitige Zubereitung verschiedener Zutaten. Bedenken Sie auch den verfügbaren Platz auf Ihrem Tisch oder Ihrer Küchenzeile.
Material des heißen Steins
Heiße Steine werden aus verschiedenen Naturmaterialien hergestellt, die alle unterschiedliche Eigenschaften bezüglich Wärmespeicherung, Haltbarkeit und Optik aufweisen:
- Granit: Ein sehr dichtes und robustes Material, das Wärme ausgezeichnet speichert und eine gleichmäßige Hitzeverteilung gewährleistet. Granitsteine sind oft mit einer Saftrille ausgestattet, um überschüssige Flüssigkeiten aufzufangen.
- Lavastein: Porös und leicht, aber mit hervorragenden Wärmespeichereigenschaften. Lavasteine sind bekannt für ihre Fähigkeit, hohe Temperaturen zu tolerieren und Hitze gleichmäßig abzugeben.
- Cordierit: Ein Material, das sowohl natürlich vorkommt als auch künstlich hergestellt wird. Es ist besonders rissbeständig und wird oft für Pizzasteine verwendet, da es Hitze sehr gut aufnimmt und abgibt, was zu knusprigen Ergebnissen führt.
- Marmor: Ein edles und ästhetisch ansprechendes Material, das für seine glatte Oberfläche bekannt ist. Marmor speichert Wärme gut, ist jedoch in der Regel empfindlicher gegenüber Temperaturschocks als Granit oder Cordierit.
- Keramik/Schamotte: Diese Materialien werden oft für Pizzasteine verwendet und bieten ebenfalls gute Wärmespeichereigenschaften, können jedoch bei unsachgemäßer Handhabung anfälliger für Risse sein.
Am besten eignen sich für Grillzwecke Materialien wie Cordierit und Granit, da sie besonders gute Wärmeeigenschaften aufweisen und sehr langlebig sind.
Kriterien bei Tischgrills mit heißem Stein
Wenn Sie sich für einen elektrischen Tischgrill mit integriertem heißem Stein entscheiden, sollten Sie zusätzlich folgende Aspekte beachten:
- Maximale Temperatur und Temperaturregelung: Die meisten Tischgeräte mit heißem Stein sind als Raclette-Grill konzipiert und verfügen über Heizstäbe. Ein Drehregler zur stufenlosen Temperaturregelung ist von Vorteil, um Speisen schonend oder kraftvoll garen zu können. Achten Sie auf die angegebene Wattzahl, die Aufschluss über die Heizleistung gibt. Wie viel Watt ein heißer Stein hat, variiert; gängige Modelle liegen zwischen 500 und 2.000 Watt. Höhere Wattzahlen bedeuten in der Regel schnelleres Aufheizen.
- Stromverbrauch: Moderne Geräte sind oft energieeffizienter. Prüfen Sie die Leistungsaufnahme in der Herstellerbeschreibung, besonders wenn Sie den Grill häufig nutzen möchten.
- Reinigungsmöglichkeiten: Idealerweise sollte die Steinplatte vom Gerät abnehmbar sein, um eine einfachere Reinigung zu ermöglichen.
Tipps zur Nutzung und Reinigung Ihres heißen Steins
Um das Beste aus Ihrem heißen Stein herauszuholen und seine Lebensdauer zu verlängern, gibt es einige wichtige Hinweise zur Vorbereitung, Nutzung und Pflege.

Den Stein richtig aufwärmen
Für heiße Steine ohne eigene Heizquelle ist das korrekte Aufwärmen entscheidend, um Rissbildung zu vermeiden und optimale Grillergebnisse zu erzielen. Heizen Sie den Stein langsam auf. Im Backofen reichen etwa 60 bis 90 Minuten bei 200–250 Grad Celsius. Bei der Verwendung auf einem Holzkohle- oder Gasgrill sollte der Stein nicht direkt in die Flammen oder Glut gelegt werden, sondern mit ausreichend Abstand langsam erhitzt werden. Ein langsames Vorwärmen im Backofen vor dem Einsatz auf dem Grill ist eine gute Methode, um Temperaturschocks zu vermeiden.
Bei elektrischen Tischgrills legen Sie die Steinplatte einfach auf die Heizstäbe und stellen die gewünschte Temperatur ein. Die Wärme bleibt während des Betriebs konstant.
Was kann man auf einem heißen Stein zubereiten?
Die Vielfalt der Speisen, die auf einem heißen Stein zubereitet werden können, ist beeindruckend. Hier sind einige Vorschläge:
- Fleisch: Steak, Filet, Hamburger, Schaschlik, Rind, Schwein, Kalb, Geflügel – alles gelingt zart und saftig.
- Fisch & Meeresfrüchte: Lachssteak, Thunfisch, Garnelen – für Liebhaber von Meeresfrüchten.
- Gemüse: Champignons, Zucchini, Aubergine, Paprika, vorgekochte Kartoffeln – perfekt für gesunde Beilagen.
- Obst & Desserts: Banane, Orangenscheiben, Ananas, Crêpes – überraschen Sie Ihre Gäste mit süßen Leckereien.
Egal ob vegetarische, vegane oder klassische Rezepte – der heiße Stein ist äußerst vielseitig. Für beste Ergebnisse bringen Sie die Lebensmittel vor dem Auflegen auf Zimmertemperatur, damit der Stein seine Wärme besser hält und nicht zu schnell abkühlt. Servieren Sie dazu frisches Baguette, verschiedene Dips und Saucen sowie einen knackigen Salat.
Ankleben der Zutaten verhindern
Obwohl der heiße Stein das kalorienarme Kochen ermöglicht, kann eine kleine Menge Öl oder Fett das Anhaften der Lebensmittel verhindern. Ein paar Tropfen Öl, mit einem Pinsel auf dem Stein verteilt, bilden eine natürliche Antihaftschicht. Alternativ kann auch etwas Speck mitgebraten werden, dessen Eigenfett sich auf dem Stein verteilt. Eine gesündere und kalorienärmere Methode ist das Bestreuen des Steins mit etwas Meersalz, bevor die ersten Lebensmittel aufgelegt werden. Für Süßspeisen kann eine Prise Zucker auf die Platte gestreut werden.
Reinigung des heißen Steins
Die Reinigung einer Steinplatte ist unkompliziert, sollte aber zeitnah nach dem Gebrauch erfolgen, bevor Rückstände vollständig aushärten. Lassen Sie den Stein vollständig abkühlen, bevor Sie mit der Reinigung beginnen. Legen Sie den abgekühlten Stein in warmes Wasser ein, um eingebrannte Reste aufzuweichen. Feste Rückstände können anschließend mit einer Bürste, einem Topfschwamm oder einem Ceranfeldschaber vorsichtig entfernt werden. Verwenden Sie kein Spülmittel, da dies den Geschmack beeinflussen und in die porösen Poren des Steins eindringen könnte. Die Reinigung in der Spülmaschine ist in der Regel nicht möglich und sollte vermieden werden.
Häufig gestellte Fragen zum heißen Stein
Wie teuer ist ein heißer Stein?
Die Anschaffungskosten für einen heißen Stein variieren je nach Größe, Material und Art der Ausführung. Einfache Raclette-Grills mit Steinplatte sind oft schon für 30 bis 50 Euro erhältlich. Hochwertigere, separate Steinplatten aus Granit oder Cordierit können zwischen 50 und 100 Euro kosten. Größere oder besonders edle Sets können auch 100 bis 150 Euro erreichen. Für diesen Preis erhalten Sie jedoch in der Regel eine langlebige Qualität, die jahrelang Freude bereitet.
Wo kann man einen heißen Stein kaufen?
Aufgrund ihrer Beliebtheit sind heiße Steine bei verschiedenen Anbietern erhältlich. Sie finden sie in größeren Discountern, Kaufhäusern und Elektromärkten wie Media Markt oder Saturn, oft im Bereich der Raclette-Grills. Die größte Auswahl finden Sie jedoch in Online-Shops wie Amazon.de, Ebay.de oder Idealo.de, wo Sie bequem von zu Hause aus verschiedene Modelle vergleichen und bestellen können.
Welche Vorteile und Nachteile hat ein heißer Stein?
Die Verwendung eines heißen Steins bietet zahlreiche Vorteile, aber auch einige Nachteile, die es zu beachten gilt:
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| Schonende und gesunde Zubereitung von Lebensmitteln (oft ohne Öl/Fett) | Fehlender Rauchgeschmack (im Vergleich zum Holzkohlegrill) |
| Fördert gemütliches und geselliges Beisammensein | Sorgsamer Umgang beim Aufheizen wichtig, um Risse zu vermeiden |
| Gleichmäßige Hitzeverteilung und -speicherung | Steinplatten können schwer sein und benötigen stabile Unterlagen |
| Wetterunabhängig – auch bei schlechtem Wetter drinnen nutzbar | Längere Aufheizdauer bei Steinen ohne eigene Heizquelle |
| Schnelle und unkomplizierte manuelle Reinigung | Elektrische Modelle benötigen eine Steckdose |
Gibt es Alternativen zu einem heißen Stein?
Ja, es gibt verschiedene Alternativen zur Zubereitung von Speisen, die ähnliche oder andere Vorzüge bieten. Klassische Holzkohle- und Gasgrills sind weiterhin sehr beliebt für das Grillen im Freien und bieten den typischen Rauchgeschmack. Elektro- und Tischgrills sind gute Alternativen für den Einsatz auf Balkonen oder in Innenräumen, da sie keinen Rauch erzeugen. Einige Elektrogrills kombinieren sogar eine Grillplatte mit einem heißen Stein. Natürlich können viele Speisen auch in der Pfanne oder im Backofen zubereitet werden. Der besondere Reiz des heißen Steins liegt jedoch in seiner Fähigkeit, ein geselliges und interaktives Kocherlebnis zu schaffen, das über die reine Nahrungszubereitung hinausgeht.
Wie viel Watt hat ein heißer Stein?
Die Wattzahl bezieht sich in der Regel auf elektrische Tischgrills, die eine integrierte Steinplatte besitzen. Die Leistung solcher Geräte kann stark variieren, liegt aber typischerweise zwischen 500 und 2.000 Watt. Eine höhere Wattzahl bedeutet, dass der Grill und die Steinplatte schneller die gewünschte Betriebstemperatur erreichen. Heiße Steine ohne eigene Heizquelle haben keine Wattzahl, da sie extern, beispielsweise im Backofen oder auf einem anderen Grill, aufgeheizt werden.
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