Was macht eigentlich Martina und Moritz?

Martina & Moritz: Meister der Genüsse und Pizza-Experten

20/07/2013

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Seit über drei Jahrzehnten sind Martina und Moritz aus der deutschen Fernsehlandschaft nicht mehr wegzudenken. Als eines der beständigsten und beliebtesten Kochduos haben sie Generationen von Zuschauern nicht nur unterhalten, sondern auch dazu inspiriert, selbst den Kochlöffel zu schwingen. Ihre Sendungen im WDR, ihre zahlreichen Kochbücher und ihre Tätigkeit als Foodjournalisten zeugen von einer tiefen, unerschütterlichen Leidenschaft für alles, was mit leiblichen Genüssen zu tun hat. Es ist diese authentische Begeisterung, gepaart mit fundiertem Wissen und einer unvergleichlichen Art, komplexe Kochthemen einfach und verständlich zu vermitteln, die ihr Erfolgsrezept ausmacht. Sie haben bewiesen, dass Kochen nicht kompliziert sein muss, sondern vor allem Freude bereiten und ein Erlebnis für die Sinne sein sollte.

Wie schmeckt Pizza am besten?
Gemeinsam finden wir heraus, wie Pizza am besten schmeckt: möglichst dünn, wunderbar knusprig, mit aromatischem Belag. Und: dass Pizza nicht nur das klassische Modell aus Italien ist – sondern dass es in anderen Teilen der Welt sehr nahe Varianten gibt: immer ein knuspriger Teigbo- den mit den unterschiedlichsten Belägen.

Ihre Karriere begann lange bevor Kochshows zum Massenphänomen wurden. Bereits 1988 starteten Martina und Moritz ihre gemeinsame Reise, die sie zu Ikonen der Kochkunst machte. Was mit einer geteilten Liebe zum Kochen begann – eine Liebe, die sie, wie Martina selbst verrät, überhaupt erst zusammenführte – entwickelte sich zu einem Lebenswerk. Moritz erinnert sich schmunzelnd, wie er bereits im zarten Alter von fünf Jahren sein erstes Rezept kreierte: ein besonderes Speckbrot, das bis heute seinen festen Platz in ihrem Repertoire hat. Solche Anekdoten sind typisch für das Duo, das stets eine Brücke zwischen professioneller Expertise und persönlicher, nahbarer Geschichte schlägt. Sie sind nicht nur Lehrende, sondern auch Lernende, Entdecker und vor allem Genießer aus Überzeugung.

Inhaltsverzeichnis

Die Philosophie hinter dem Genuss: Kochen für Jedermann

Was Martina und Moritz so einzigartig macht, ist ihre Fähigkeit, selbst Kochanfänger zu verführen. Sie demystifizieren das Kochen, indem sie zeigen, dass es nicht auf Perfektion, sondern auf das Verständnis der Zutaten und die Freude am Prozess ankommt. Ihre Rezepte sind oft klassisch, aber immer mit einem Twist, der sie zugänglich und gleichzeitig spannend macht. Sie legen Wert auf hochwertige Produkte, regionale Besonderheiten und die Geschichten, die hinter jedem Gericht stecken. Für sie ist Essen mehr als nur Nahrungsaufnahme; es ist Kultur, Tradition und ein Ausdruck von Lebensfreude. Diese Haltung spiegelt sich in jeder ihrer Sendungen und in jedem ihrer fast 70 Kochbücher wider, die sie im Laufe ihrer Karriere verfasst haben. Sie ermutigen dazu, neugierig zu bleiben, zu experimentieren und vor allem: mit Leidenschaft zu kochen. Ihr Ansatz ist stets darauf ausgerichtet, dem Zuschauer und Leser das Gefühl zu geben, dass auch er oder sie in der eigenen Küche Großartiges vollbringen kann, ohne dabei überfordert zu werden. Sie vermitteln das nötige Handwerkszeug und die Hintergrundinformationen, die es braucht, um zu verstehen, warum ein Gericht so schmeckt, wie es schmeckt, und wie man es selbst nachkochen oder variieren kann.

Die Kunst der perfekten Pizza: Ein Blick durch die Augen von Martina & Moritz

Ein Gericht, das die Philosophie von Martina und Moritz exemplarisch verkörpert, ist die Pizza. Sie ist scheinbar einfach, doch ihre Zubereitung birgt zahlreiche Geheimnisse, die das Duo gerne lüftet. Für sie ist die perfekte Pizza ein Erlebnis für alle Sinne, und sie haben klare Vorstellungen davon, wie sie schmecken sollte: möglichst dünn, wunderbar knusprig und mit einem aromatischen Belag. Doch ihre Betrachtung der Pizza geht weit über das klassische italienische Modell hinaus. Sie betonen, dass Pizza nicht nur eine Spezialität Italiens ist, sondern dass es weltweit zahlreiche Varianten gibt, die auf dem gleichen Prinzip basieren: ein knuspriger Teigboden, belegt mit den unterschiedlichsten Zutaten. Diese Offenheit gegenüber kulinarischen Traditionen jenseits der eigenen Grenzen ist ein Markenzeichen ihrer Arbeit und lädt dazu ein, die Vielfalt der Weltküche zu entdecken.

Der ideale Teig: Das Fundament jeder guten Pizza

Der Teig ist das Herzstück jeder Pizza. Martina und Moritz würden betonen, dass ein guter Pizzateig dünn ausgerollt werden sollte, um die gewünschte Knusprigkeit zu erreichen. Es beginnt mit den richtigen Zutaten: Weizenmehl (idealerweise Tipo 00 für eine feine Textur), frische Hefe, lauwarmes Wasser, eine Prise Zucker zur Aktivierung der Hefe und natürlich Salz. Ein Schuss gutes Olivenöl kann zusätzlich für Geschmeidigkeit und Aroma sorgen. Das lange und sorgfältige Kneten ist entscheidend, um Gluten zu entwickeln, das dem Teig Elastizität verleiht und ihn beim Backen schön aufgehen lässt, ohne zu dick zu werden. Die Konsistenz des Teiges sollte geschmeidig und nicht klebrig sein. Nach dem Kneten benötigt der Teig ausreichend Zeit zum Ruhen und Gehen, idealerweise an einem warmen Ort und abgedeckt, um Austrocknung zu vermeiden. Dies ermöglicht es der Hefe, ihre Arbeit zu tun und den Teig luftig und leicht zu machen. Ein langsamer Gärprozess, vielleicht sogar über Nacht im Kühlschrank, kann das Aroma des Teiges zusätzlich vertiefen und ihm eine komplexere Geschmacksnote verleihen. Vor dem Ausrollen sollte der Teig dann Zimmertemperatur annehmen.

Aromatische Beläge: Die Krone der Pizza

Was den Belag angeht, plädieren Martina und Moritz für Qualität und Aroma. Weniger ist oft mehr. Eine gute Tomatensauce, die aus reifen San-Marzano-Tomaten selbst zubereitet wird, ist die unumgängliche Basis. Sie sollte nicht zu wässrig sein, um den Teig nicht aufzuweichen, und nur dezent mit Salz, Pfeffer und etwas Oregano gewürzt, damit der reine, frische Geschmack der Tomaten im Vordergrund steht. Beim Käse ist Mozzarella die klassische Wahl, aber hier sollte man auf Büffelmozzarella oder einen guten Fior di Latte achten, der nicht zu viel Wasser enthält und schön schmilzt, ohne den Teig zu durchnässen. Bei den weiteren Belägen sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt, solange die Kombination harmonisch und nicht überladen ist. Frische Kräuter wie Basilikum, Oregano, Pilze, Oliven, scharfe Salami oder knackiges Gemüse – alles, was den individuellen Geschmack trifft und zum Gesamtbild passt, ist erlaubt. Wichtig ist, den Belag nicht zu überladen, damit der Teig noch gut durchbacken und knusprig bleiben kann und die einzelnen Aromen noch zur Geltung kommen. Eine gute Pizza lebt von der Balance der Zutaten.

Das Backen: Der entscheidende Schritt zur Perfektion

Für die ultimative Knusprigkeit ist die Backtemperatur entscheidend. Ein sehr heißer Ofen ist unerlässlich, denn die Pizza soll schnell garen. Ideal ist ein spezieller Pizzaofen, der Temperaturen von über 400°C erreicht, aber auch ein haushaltsüblicher Backofen kann mit einem Pizzastein oder einem umgedrehten, gut vorgeheizten Backblech hervorragende Ergebnisse liefern. Der Pizzastein speichert die Wärme und gibt sie direkt an den Teig ab, was eine schnelle und gleichmäßige Bräunung der Unterseite bewirkt. Die hohe Temperatur (oft über 250°C, idealerweise sogar höher, wenn der Ofen es zulässt) sorgt dafür, dass der Teig schnell gart, außen knusprig wird und innen luftig bleibt, während der Käse perfekt schmilzt und die Aromen der Beläge sich voll entfalten. Die Backzeit ist kurz, oft nur wenige Minuten, was ein schnelles und effizientes Garen ermöglicht und die Pizza vor dem Austrocknen schützt. Eine goldbraune, leicht gebräunte Kruste ist das Zeichen für eine perfekt gebackene Pizza.

Pizza weltweit: Varianten jenseits der Alpen

Martina und Moritz legen Wert darauf, dass die Idee eines belegten, gebackenen Teigbodens nicht auf Italien beschränkt ist. Sie ermutigen dazu, über den Tellerrand zu blicken und die Vielfalt ähnlicher Gerichte zu entdecken, die in anderen Kulturen entstanden sind und doch eine ähnliche Seele wie die Pizza besitzen. Hier eine kleine Übersicht über einige dieser faszinierenden Varianten:

GerichtHerkunftBesonderheiten
Pizza NapoletanaItalien (Neapel)Dünner, weicher Teig mit hohem, luftigem Rand (Cornicione); sehr kurze Backzeit bei extrem hoher Temperatur. Geschützte Zubereitung, oft nur mit Tomaten und Mozzarella.
Pizza RomanaItalien (Rom)Knusprigerer, dünnerer Teig, oft ohne ausgeprägten Rand. Längere Backzeit bei etwas niedrigerer Temperatur. Variabler in den Belägen.
FlammkuchenElsass (Deutschland/Frankreich)Hauchdünner Brotteig, traditionell belegt mit Sauerrahm, rohen Zwiebeln und Speckwürfeln. Wird knusprig gebacken, meist ohne Käse.
PideTürkeiSchiffchenförmiger oder runder Teigfladen, oft mit Hackfleisch, Käse, Spinat oder Ei belegt. Weicherer, brotartiger Teigboden.
LahmacunTürkei / Naher OstenSehr dünner Teigfladen, belegt mit einer würzigen Mischung aus gewürztem Hackfleisch (oft Lamm), Tomaten, Paprika und Kräutern. Wird oft gerollt und mit frischem Gemüse gegessen.
Chicago Deep Dish PizzaUSA (Chicago)Sehr dicker, kuchenartiger Teigboden mit hohem Rand, der wie eine Torte gefüllt wird. Oft mit viel Käse (unten), einer dicken Schicht Tomatensauce (oben) und anderen Belägen. Lange Backzeit.
FocacciaItalienEin flaches Hefebrot, das oft mit Olivenöl, grobem Salz und Kräutern (z.B. Rosmarin) belegt wird. Kann auch mit Gemüse oder Käse gebacken werden. Sehr luftige Textur.

Diese Beispiele zeigen, wie universell das Konzept des belegten Brotes ist und wie unterschiedlich es interpretiert werden kann. Martina und Moritz ermutigen dazu, diese Vielfalt zu erkunden und die eigenen Vorlieben zu entdecken, denn jeder dieser Teigfladen erzählt eine eigene kulinarische Geschichte.

Wie kann man Pizza backen?
Pizza am besten auf ein Pizzablech geben und mit Tomatensugo bestreichen, den Rand dabei frei lassen. Pizza erst mit Käse und danach beliebigen Zutaten belegen. Die Pizza im Holzbackofen bei ca. 370 °C für einige Minuten backen. Den Holzbackofen räumt ihr vor dem Pizzabacken nicht aus. Bei direkt beheizten Öfen schiebt ihr die Glut an die Ränder.

Häufig gestellte Fragen zu Martina & Moritz und ihrer Kochkunst

Was macht Martina und Moritz so besonders?

Martina und Moritz zeichnen sich durch ihre authentische Leidenschaft für gutes Essen, ihre Fähigkeit, komplexe Kochtechniken einfach zu erklären, und ihre charmante, bodenständige Art aus. Sie vermitteln nicht nur Rezepte, sondern eine ganze Philosophie des Genießens und des Kochens mit Freude. Ihre langjährige Erfahrung und ihre Expertise als Kochbuchautoren und Foodjournalisten machen sie zu einer verlässlichen Quelle für kulinarisches Wissen und Inspiration.

Seit wann sind Martina und Moritz im Fernsehen zu sehen?

Martina und Moritz sind seit 1988, also seit über 30 Jahren, als TV-Paar im Fernsehen aktiv und teilen ihre Leidenschaft für leibliche Genüsse mit einem breiten Publikum, hauptsächlich in ihrer eigenen Kochsendung im WDR.

Wie viele Kochbücher haben Martina und Moritz geschrieben?

Martina und Moritz haben im Laufe ihrer beeindruckenden Karriere fast 70 Kochbücher verfasst. Diese Bücher decken ein breites Spektrum an Themen ab, von traditioneller deutscher Küche bis hin zu internationalen Spezialitäten, und sind bekannt für ihre praktischen Anleitungen und inspirierenden Rezepte.

Was ist für Martina und Moritz die wichtigste Zutat für eine gute Pizza?

Für Martina und Moritz ist der Teig das A und O einer guten Pizza. Er sollte möglichst dünn und wunderbar knusprig sein. Aber auch ein aromatischer Belag aus hochwertigen Zutaten spielt eine entscheidende Rolle für das Gesamterlebnis. Die richtige Balance zwischen Teig und Belag ist der Schlüssel.

Welche Art von Pizza bevorzugen Martina und Moritz?

Obwohl sie die klassische italienische Pizza schätzen, betonen Martina und Moritz, dass es viele köstliche Varianten weltweit gibt. Sie legen Wert auf einen knusprigen Teigboden mit den unterschiedlichsten, aromatischen Belägen – unabhängig von der regionalen Herkunft. Ihre Offenheit für kulinarische Entdeckungen spiegelt sich auch in ihrer Betrachtung der Pizza wider, die sie als universelles Gericht sehen.

Kann man mit ihren Rezepten als Anfänger kochen lernen?

Absolut! Martina und Moritz sind bekannt dafür, dass ihre Sendungen und Kochbücher selbst Anfänger zum Kochen verführen. Ihre Anleitungen sind klar, nachvollziehbar und ermutigen dazu, erste Schritte in der Küche zu wagen und dabei Spaß zu haben, ohne sich von komplizierten Schritten entmutigen zu lassen.

Ein kulinarisches Erbe für Generationen

Martina und Moritz haben sich über Jahrzehnte hinweg als feste Größen in der Welt der Kulinarik etabliert. Ihre Arbeit geht weit über das bloße Präsentieren von Rezepten hinaus; sie ist eine Huldigung an die Freude am Essen, an die Kunst des Kochens und an die Verbindung von Menschen durch gemeinsame Mahlzeiten. Ihre Definition der perfekten Pizza – dünn, knusprig und aromatisch belegt – ist nur ein Beispiel dafür, wie sie komplexe kulinarische Konzepte auf ihre Essenz reduzieren und für jeden zugänglich machen. Sie haben uns gelehrt, dass gutes Essen nicht elitär sein muss, sondern mit Leidenschaft und den richtigen Techniken von jedem zubereitet werden kann. Ihr Erbe wird noch lange nachwirken und weiterhin unzählige Menschen dazu inspirieren, die eigene Küche als Ort der Kreativität und des Genusses zu begreifen. Martina und Moritz sind mehr als nur Köche; sie sind Botschafter des guten Geschmacks und der Lebensfreude, deren Einfluss auf die deutsche Kochkultur unbestreitbar ist. Ein wahres Geschenk an die kulinarische Landschaft.

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