Was kann man mit einem grillstein machen?

Grillstein & Pizzastein: Der ultimative Ratgeber

22/08/2011

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Der Traum von einer Pizza, die schmeckt wie direkt aus der Lieblingspizzeria, oder einem Brot mit dem unvergleichlichen Aroma eines Steinofens, ist für viele ein kulinarisches Highlight. Doch wer sich auf die Suche nach dem passenden Grillstein begibt, um diesen Traum in der eigenen Küche oder auf dem Grill zu verwirklichen, findet sich oft in einem wahren Informationsdschungel wieder. Kaum unabhängige Testberichte sind verfügbar, und selbst renommierte Institutionen wie die Stiftung Warentest haben sich dieser Thematik bisher nicht angenommen. Diese Lücke möchten wir mit unserem umfassenden Ratgeber schließen und Ihnen eine fundierte Entscheidungshilfe an die Hand geben.

Was ist ein Gasgrill und Wie funktioniert er?

Wir beleuchten die unterschiedlichen Materialien, aus denen Grillsteine gefertigt werden, erklären deren spezifische Funktionsweisen und geben Ihnen detaillierte Empfehlungen, worauf Sie beim Kauf und im eigenen Praxistest achten sollten. Von der idealen Vorheizzeit über die Reinigungsfreundlichkeit bis hin zur Eignung für verschiedene Zwecke – wir beantworten die wichtigsten Fragen, damit Ihr nächstes Back- oder Grillerlebnis zu einem vollen Erfolg wird.

Inhaltsverzeichnis

Was ist ein Grillstein und wie funktioniert er?

Ein Grillstein, oft auch als Pizzastein bezeichnet, ist ein spezieller Stein, der im Ofen oder auf dem Grill erhitzt wird, um eine extrem hohe und gleichmäßige Hitze an das Gargut abzugeben. Er simuliert den Effekt eines traditionellen Steinofens, indem er Feuchtigkeit aus Teigen schnell entzieht und eine unglaublich knusprige Kruste erzeugt. Dies ist besonders vorteilhaft für Pizza, Brot, Brötchen und sogar Flammkuchen, aber auch für das Grillen von Fleisch, Fisch und Gemüse bietet er entscheidende Vorteile. Die Funktionsweise basiert auf der hohen Wärmespeicherfähigkeit des Materials, das die aufgenommene Energie über einen längeren Zeitraum konstant abgibt.

Grillsteine werden aus verschiedenen Materialien angeboten, die jeweils spezifische Eigenschaften aufweisen. Grundsätzlich lassen sich diese in Natursteine und Kunststeine unterteilen.

1. Kunststeine: Die Allrounder für den Back- und Grillgenuss

Kunststeine sind speziell für die hohen Anforderungen des Backens und Grillens unter Hitzeeinwirkung entwickelt worden. Sie zeichnen sich durch eine gleichmäßigere Struktur und oft bessere Leistungseigenschaften im Vergleich zu Natursteinen aus.

1.1. Der Schamottestein: Der Klassiker mit Tradition

Schamotte ist der älteste bekannte Kunststein, dessen Herstellung auf einer Mischung aus Aluminiumoxid und Ton basiert. Seine lange Geschichte im Ofenbau spricht Bände über seine hervorragenden Eigenschaften. Ursprünglich wurde Schamotte vor allem zur Auskleidung der Brennräume von Kaminöfen verwendet, da er den metallischen Ofeneinsatz vor extremen Temperaturen schützt und somit dessen Lebensdauer erheblich verlängert. Die Toleranzgrenze für Hitze liegt bei beeindruckenden 1500 Grad Celsius, was ihn für nahezu jede Anwendung in der heimischen Küche oder auf dem Grill qualifiziert.

Ein entscheidender Vorteil des Schamottesteins ist seine außergewöhnliche Wärmespeichereigenschaft: Er nimmt Wärme sehr schnell auf und gibt sie dann über einen langen Zeitraum langsam und konstant wieder ab. Dies sorgt für eine gleichmäßige Bräunung und Gärung des Backguts. Für die Qualität eines Schamottesteins ist der Anteil an Aluminiumoxid von großer Bedeutung. Ein geringerer Aluminiumoxidanteil (unter 30%) bedeutet zwar niedrigere Herstellungskosten, geht aber zulasten der Hitzebeständigkeit und Haltbarkeit. Hochwertige Schamottesteine sind eine Investition, die sich langfristig auszahlt.

Schamotte ist relativ spröde, und seine Oberfläche ist von Natur aus porös. Dies ermöglicht es dem Stein, Feuchtigkeit aus Backwaren aufzunehmen und wieder abzugeben, was zu einem authentischen, knusprigen Ergebnis führt, ähnlich dem aus einem traditionellen Steinofen. Die Porosität kann im Laufe der Zeit zu einer Verfärbung des Steins führen, was jedoch keinerlei Auswirkungen auf seine Backeigenschaften hat. Da bei der Herstellung auf chemische Zusatzstoffe verzichtet wird, ist Schamotte absolut lebensmittelecht und somit bedenkenlos für den Einsatz als Grillstein geeignet. Die Reinigung ist aufgrund der unpolierten, porösen Oberfläche am besten nur mit klarem Wasser und ohne aggressive Reinigungsmittel oder Seife durchzuführen, um die Poren nicht zu verstopfen.

1.2. Der Cordierit Stein: Der beliebte Pizzastein

Der Cordieritstein hat sich in den letzten Jahren als bevorzugtes Material für Pizzasteine etabliert. Er besteht aus einer Mischung von Quarz, Aluminium, Magnesium und Eisen. Im Vergleich zum Schamottestein bietet Cordierit eine noch höhere Hitzebeständigkeit und eine effektivere Hitzeaufnahme. Auch die Wärmeabgabe erfolgt bei Cordierit langsamer, was eine noch konstantere Temperaturverteilung gewährleistet – ideal für perfekte Pizzen mit knusprigem Boden und saftigem Belag.

Ein wesentlicher Vorteil vieler Cordieritsteine ist ihre glasierte Backseite. Diese Glasur erleichtert die Reinigung erheblich, da die Oberfläche weniger anfällig für das Anhaften von Speiseresten und Verfärbungen ist. Trotz der Glasur kann der Cordieritstein immer noch eine gewisse Feuchtigkeit aufnehmen, was für das Backergebnis vorteilhaft ist. Bei der Reinigung sollten aggressive Reinigungsmittel und der Einsatz von Stahlwolle vermieden werden, um die Glasur nicht zu beschädigen. Da oft nur die Backseite glasiert ist und der Stein Wasser aufsaugen könnte, ist der Cordieritstein in der Regel nicht spülmaschinengeeignet.

1.3. Keramik-Grillsteine: Die Leichtgewichte

Keramik-Grillsteine zeichnen sich primär durch ihr deutlich geringeres Gewicht im Vergleich zu Schamotte- und Cordieritsteinen aus. Dies macht sie handlicher und einfacher zu transportieren. Keramik wird zudem sehr schnell heiß, was die Vorheizzeit verkürzen kann. Der Nachteil der Keramik liegt jedoch in ihrer geringeren Wärmespeicherkapazität. Sie kühlt wesentlich schneller aus, was bei längeren Backvorgängen oder dem Backen mehrerer Pizzen nacheinander ein Nachteil sein kann, da die Temperatur schneller abfällt und der Stein erneut aufgeheizt werden muss.

2. Natursteine: Schönheit mit Einschränkungen

Als Alternative zu den Kunststeinen werden auch Grillsteine aus Naturstein wie Granit, Lavastein, Marmor oder Speckstein angeboten. Obwohl sie optisch ansprechend sein können, gibt es bei ihrer Verwendung als Grillstein einige wichtige Aspekte zu beachten.

Naturstein hat kein homogenes Gefüge, was bedeutet, dass er mikroskopisch kleine Risse und Poren aufweisen kann. In diese feinen Risse kann Feuchtigkeit eindringen. Insbesondere Granitsteine sind nicht feuerfest und können bei plötzlichen und starken Temperaturwechseln zerspringen. Dies stellt nicht nur ein Sicherheitsrisiko dar, sondern kann den Stein auch unbrauchbar machen. Des Weiteren besteht die Möglichkeit, dass beim Erhitzen von Natursteinen (je nach Herkunft und Zusammensetzung) potenziell Schadstoffe freigesetzt werden können. Natursteine benötigen zudem oft sehr viel Zeit zum Aufheizen, um eine ausreichende und stabile Temperatur zu erreichen.

Anwendung und Funktion von Grillsteinen: Der Steinofen-Effekt für Ihr Zuhause

Grillsteine sind erstaunlich vielseitig einsetzbar, und ihre Anwendung hängt stark davon ab, welche kulinarischen Vorlieben Sie haben und welche Geräte Ihnen zur Verfügung stehen. Das Prinzip des „Steinofens“ ist dabei immer dasselbe: Der Stein speichert eine große Menge Hitze und gibt sie gleichmäßig an das Gargut ab, was zu einzigartigen Back- und Grillergebnissen führt.

Im Backofen: Pizza, Brot und Brötchen wie vom Bäcker

Möchten Sie eine Pizza, ein knuspriges Steinofenbrot oder ofenfrische Brötchen backen, ist die Größe des Steins entscheidend und sollte den Abmessungen Ihres Backofens entsprechen. Der Stein wird auf einem Rost im Backofen platziert und gründlich aufgeheizt. Die Vorheizzeit variiert je nach Material und Dicke des Steins, liegt aber typischerweise zwischen 30 und 45 Minuten. Erst wenn der Stein die gewünschte Betriebstemperatur erreicht hat, wird das Gargut (Pizza, Brot, etc.) direkt auf den heißen Stein gegeben. Die intensive, direkte Unterhitze des Steins sorgt für eine schnelle Krustenbildung, entzieht dem Teig überschüssige Feuchtigkeit und lässt ihn wunderbar knusprig werden, während der Belag saftig bleibt. Für Pizza empfiehlt sich oft eine Temperatur von 250°C oder höher, um den Effekt eines professionellen Pizzaofens zu maximieren.

Auf dem Grill: Mehr als nur Fleisch

Auch auf dem Grill kann ein Grillstein seine Vorteile voll ausspielen. Ob Holzkohle- oder Gasgrill, der Stein lässt sich auf beiden Varianten nutzen. Hierbei ist wiederum die Größe des Steins entscheidend, damit er gut auf die Grillfläche passt. Ein großer Vorteil beim Einsatz auf einem Holzkohlegrill ist, dass kein Fett mehr in die Glut tropft. Dies verhindert nicht nur unangenehme Stichflammen und Rauchentwicklung, sondern auch die Bildung von potenziell giftigen und krebserregenden Schadstoffen, die sonst in das Grillgut gelangen könnten. Das Grillen auf dem Stein ist somit eine gesündere Alternative zum direkten Grillen über der Flamme.

Auf dem Stein können Sie wie gewohnt Ihr Fleisch, Steaks, Würstchen und Geflügel zubereiten. Die Hitze des Steins sorgt für eine gleichmäßige Bräunung und eine saftige Textur. Darüber hinaus eröffnet der Grillstein auf dem Grill ganz neue Möglichkeiten: Sie können darauf Gemüse grillen, das nicht durch den Rost fällt, oder sogar eine Pizza oder ein Brot backen, sofern Ihr Grill über eine Abdeckhaube oder einen Deckel verfügt. Dies verwandelt Ihren Grill in einen Outdoor-Backofen und erweitert Ihr Repertoire erheblich.

Dicke und Gewicht: Ein entscheidendes Kriterium

Das Gewicht eines Grillsteines variiert stark je nach Größe und Dicke. Eine wichtige Faustregel lautet: Je dicker der Stein, desto länger und besser speichert er die Wärme. Dies ist besonders wichtig, wenn Sie mehrere Pizzen hintereinander backen oder ein großes Brot zubereiten möchten, da der Stein seine Temperatur stabiler hält. Die Mindestdicke sollte 1,5 cm betragen, aber Dicken von 5 bis 6 cm sind für eine optimale Wärmespeicherung und damit für konsistentere Ergebnisse deutlich besser. Allerdings limitiert die Dicke auch die Größe und das Gewicht: Ein Grillstein mit einer Dicke von 5 cm ist kein Leichtgewicht mehr, sondern kann durchaus 7 kg oder mehr wiegen. Dies sollte bei der Handhabung und Lagerung berücksichtigt werden.

Kaufberatung: Worauf Sie beim Kauf und eigenem Test achten sollten

Die Auswahl des richtigen Grillsteins kann angesichts der Vielfalt auf dem Markt eine Herausforderung sein. Da es kaum unabhängige Testberichte gibt und selbst die Stiftung Warentest hier noch keine Empfehlungen ausgesprochen hat, ist es wichtig, die individuellen Bedürfnisse und die Eigenschaften der Materialien genau zu kennen. Unser Ratgeber soll Ihnen dabei helfen, die beste Entscheidung für Ihr Zuhause zu treffen.

Materialwahl: Schamotte oder Cordierit?

Wie bereits ausführlich besprochen, sind Kunststeine aus Schamotte oder Cordierit den Natursteinen in den meisten Anwendungsfällen überlegen. Natursteine sind aufgrund ihres inhomogenen Gefüges und der fraglichen Feuerfestigkeit weniger gut geeignet. Bei den Kunststeinen ist die Wahl zwischen Schamotte und Cordierit die wichtigste Entscheidung:

  • Schamotte: Achten Sie auf einen hohen Aluminiumoxidanteil (mindestens 30%), um eine gute Hitzebeständigkeit und Langlebigkeit zu gewährleisten. Billig eingekaufte Schamottesteine mit geringem Aluminiumoxidanteil können spröde sein und schneller Risse bilden.
  • Cordierit: Obwohl Cordierit in der Regel teurer ist als Schamotte, bietet er eine größere Wärmespeicherkapazität und ist oft robuster. Die glasierte Oberfläche erleichtert die Reinigung erheblich.

Dicke und Größe: Passend für Ihre Bedürfnisse

Die Dicke des Steins ist entscheidend für seine Wärmespeicherkapazität. Eine Mindestdicke von 1,5 cm ist ratsam, aber 3 cm und mehr sind für optimale Ergebnisse, insbesondere bei mehreren Backvorgängen, empfehlenswert. Berücksichtigen Sie auch die Abmessungen Ihres Backofens oder Grills, damit der Stein optimal hineinpasst und genügend Platz für die Luftzirkulation bleibt. Messen Sie den Innenraum genau aus, bevor Sie kaufen.

Reinigung und Pflege: Einfach und unkompliziert

Überlegen Sie, wie wichtig Ihnen die Reinigungsfreundlichkeit ist. Schamottesteine sind aufgrund ihrer porösen Oberfläche schwieriger zu reinigen und neigen zu Verfärbungen, die jedoch die Funktion nicht beeinträchtigen. Cordieritsteine mit Glasur sind hier im Vorteil, da sie sich leichter abwischen lassen. Generell gilt: Keine aggressiven Reinigungsmittel, keine Seife und keine Spülmaschine für unglasierte Steine. Ein feuchter Lappen und ein Schaber für hartnäckige Reste sind meist ausreichend.

Vorheizzeit: Planen Sie voraus

Alle Grillsteine benötigen eine gewisse Vorheizzeit, um ihre optimale Betriebstemperatur zu erreichen. Planen Sie diese Zeit (30–45 Minuten) in Ihren Back- oder Grillprozess ein. Ein gut vorgeheizter Stein ist der Schlüssel zu knusprigen Ergebnissen. Ein Infrarot-Thermometer kann helfen, die Oberflächentemperatur des Steins zu messen und den idealen Zeitpunkt für das Auflegen des Garguts zu finden.

Vergleichstabelle der Grillstein-Materialien

MerkmalSchamottesteinCordieritsteinKeramik-GrillsteinNaturstein (z.B. Granit)
HitzebeständigkeitSehr hoch (bis 1500°C)Sehr hoch, besser als SchamotteHochVariabel, Granit nicht feuerfest
WärmespeicherungHervorragend, langsamere AbgabeHervorragend, noch besser als SchamotteGering, kühlt schnell ausLangsame Aufnahme, ungleichmäßig
ReinigungPorös, nur Wasser, schwer zu reinigenOft glasiert, leichter zu reinigenLeicht zu reinigenPorös, schwer zu reinigen, Risse
GewichtMittel bis schwerMittel bis schwerGering (leicht)Sehr schwer
BackeigenschaftenAuthentisch, knusprig, feuchtigkeitsregulierendPerfekt für Pizza, sehr knusprigSchnelle Hitze, kühlt schneller abUngleichmäßige Ergebnisse, Rissgefahr
BesonderheitenLebensmittelecht, keine ZusatzstoffeLebensmittelecht, oft glasiert, nicht spülmaschinengeeignetLebensmittelecht, sehr leichtRissgefahr bei Temperaturwechsel, mögliche Schadstofffreisetzung
EmpfehlungSehr gut, bei hoher QualitätHervorragend, besonders für PizzaNur bedingt, für schnelles ErhitzenNicht empfohlen für Grillen/Backen

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zum Grillstein

Wie lange muss ein Grillstein vorgeheizt werden?

Die Vorheizzeit eines Grillsteins ist entscheidend für das Endergebnis. In der Regel sollten Sie Ihren Grillstein im Backofen oder auf dem Grill bei höchster Temperatur (mindestens 220°C, besser 250°C oder mehr) für mindestens 30 bis 45 Minuten vorheizen. Dickere Steine benötigen tendenziell länger. Ein gut vorgeheizter Stein speichert genügend Energie, um dem Teig beim Auflegen sofort Feuchtigkeit zu entziehen und eine knusprige Kruste zu bilden.

Wie reinige ich einen Grillstein richtig?

Die Reinigung hängt stark vom Material ab. Für alle Steine gilt: Lassen Sie den Stein vollständig abkühlen, bevor Sie ihn reinigen. Verwenden Sie niemals Seife oder aggressive Reinigungsmittel, da diese in die Poren des Steins eindringen und den Geschmack zukünftiger Backwaren beeinträchtigen können. Die meisten Verfärbungen sind harmlos und beeinträchtigen die Funktion nicht.

  • Schamottestein: Nach dem Abkühlen einfach lose Reste mit einem Schaber entfernen. Anschließend mit einem feuchten Tuch abwischen. Bei hartnäckigen Verkrustungen kann eine Bürste mit klarem Wasser helfen.
  • Cordieritstein (glasiert): Die glasierte Oberfläche lässt sich leichter reinigen. Auch hier lose Reste abschaben und dann mit einem feuchten Tuch abwischen. Vermeiden Sie Stahlwolle oder scheuernde Schwämme, um die Glasur nicht zu beschädigen. Nicht spülmaschinengeeignet.
  • Keramik-Grillstein: Ähnlich wie glasierte Cordieritsteine, einfach zu reinigen mit einem feuchten Tuch.

Ist mein Grillstein lebensmittelecht?

Ja, hochwertige Kunststeine aus Schamotte und Cordierit sind in der Regel lebensmittelecht und werden ohne chemische Zusatzstoffe hergestellt, die in das Essen übergehen könnten. Bei Natursteinen wie Granit kann es in seltenen Fällen bei sehr hohen Temperaturen zur Freisetzung von Spurenstoffen kommen, weshalb Kunststeine hier die sicherere Wahl sind.

Kann ich auf jedem Grill einen Grillstein verwenden?

Grundsätzlich ja, ein Grillstein kann sowohl auf einem Holzkohlegrill als auch auf einem Gasgrill verwendet werden. Wichtig ist, dass die Größe des Steins zu Ihrem Grillrost passt und der Grill über einen Deckel oder eine Abdeckhaube verfügt, um die Hitze effektiv zu speichern und den Stein richtig aufzuheizen. Bei Holzkohlegrills ist darauf zu achten, dass der Stein nicht direkt in die Flammen gelegt wird, sondern über der Glut platziert wird.

Warum reißt mein Grillstein?

Risse in Grillsteinen können verschiedene Ursachen haben:

  • Plötzlicher Temperaturwechsel (Thermoschock): Dies ist die häufigste Ursache. Legen Sie niemals einen kalten Stein in einen bereits heißen Ofen oder auf einen heißen Grill und versuchen Sie nicht, einen heißen Stein mit kaltem Wasser zu reinigen. Der Stein muss immer langsam und gleichmäßig erhitzt und abgekühlt werden.
  • Minderwertiges Material: Besonders bei billigen Schamottesteinen mit geringem Aluminiumoxidanteil kann die Materialqualität unzureichend sein, was sie spröder und anfälliger für Risse macht.
  • Natursteine: Wie erwähnt, sind viele Natursteine wie Granit nicht feuerfest und können bei Hitze zerspringen.

Was ist der Unterschied zwischen einem Pizzastein und einem Grillstein?

Oft werden die Begriffe „Pizzastein“ und „Grillstein“ synonym verwendet. Ein Pizzastein ist im Grunde eine spezielle Art von Grillstein, die primär für das Backen von Pizza optimiert ist. Viele Cordieritsteine werden explizit als Pizzasteine vermarktet, da ihre Eigenschaften (schnelle Hitzeaufnahme, konstante Abgabe, oft glasiert) ideal für knusprige Pizzaböden sind. Ein Grillstein ist der Oberbegriff und kann auch für Brot, Brötchen, Fleisch oder Gemüse verwendet werden.

Fazit: Der Weg zur perfekten Pizza und mehr

Die Entscheidung für den richtigen Grillstein kann Ihr kulinarisches Erlebnis zu Hause grundlegend verändern. Wenn Sie von einer Pizza träumen, die mit einem professionellen Steinofen mithalten kann, oder von Brot, das innen luftig und außen knusprig ist, dann ist ein hochwertiger Grillstein eine Investition, die sich lohnt.

Basierend auf unseren Erkenntnissen und dem Vergleich der Materialien empfehlen wir Ihnen dringend, auf Kunststeine aus Schamotte oder Cordierit zu setzen. Natursteine sind aufgrund ihrer Unzuverlässigkeit, der Rissgefahr und potenzieller Schadstofffreisetzung weniger geeignet. Während Schamottesteine bei guter Qualität eine hervorragende Wahl sind, punktet der Cordieritstein mit seiner oft glasierten Oberfläche und der nochmals verbesserten Wärmespeicherkapazität, was ihn zum absoluten Favoriten für Pizzaliebhaber macht. Keramiksteine sind eine leichtere Alternative, halten die Wärme jedoch nur bedingt.

Achten Sie beim Kauf auf die Dicke des Steins und stellen Sie sicher, dass er optimal in Ihren Ofen oder auf Ihren Grill passt. Mit der richtigen Pflege und Beachtung der Vorheizzeiten werden Sie lange Freude an Ihrem Grillstein haben und unzählige knusprige Köstlichkeiten zaubern können. Genießen Sie den unvergleichlichen Geschmack von echtem Steinofengenuss, direkt bei Ihnen zu Hause!

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