24/09/2023
Stell dir vor, du hast spontan Lust auf eine hausgemachte Pizza, aber es fehlt die wichtigste Zutat: eine aromatische Tomatensauce. Oft greift man dann zu Fertigprodukten, die zwar schnell zur Hand sind, aber geschmacklich und in puncto Inhaltsstoffe selten überzeugen. Doch das muss nicht sein! Eine selbstgemachte Tomatensauce für Pizza ist nicht nur unglaublich lecker und individuell anpassbar, sondern lässt sich auch hervorragend auf Vorrat zubereiten und für spätere Verwendungen einfrieren. So hast du jederzeit eine hochwertige Basis für deine Pizza parat, die du ganz nach deinem persönlichen Geschmack variieren kannst.

In diesem umfassenden Artikel zeigen wir dir nicht nur, wie du eine unkomplizierte und köstliche Tomatensauce für deine Pizza zubereitest, sondern auch, wie du sie richtig lagerst, damit du immer einen Vorrat zur Hand hast. Wir beleuchten die Vorteile der Eigenproduktion, geben dir wertvolle Tipps zu den Zutaten und der Zubereitung und beantworten die häufigsten Fragen rund um das Thema Pizzasauce.
- Warum selbstgemachte Pizzasauce unschlagbar ist
- Das Herzstück: Frische Tomaten und die Saison
- Dein Rezept für die perfekte Pizzatomatensauce
- Pizzasauce richtig einfrieren: So geht's!
- Tipps und Tricks für deine Pizzasauce
- Häufig gestellte Fragen (FAQ) zur Pizzasauce
- Kann ich auch Dosentomaten verwenden?
- Muss ich die Tomaten unbedingt häuten?
- Warum sollte ich Zucker oder Agavendicksaft hinzufügen?
- Wie lange hält sich die Sauce im Kühlschrank?
- Kann ich die Sauce auch ohne Olivenöl zubereiten?
- Kann ich getrocknete Kräuter anstelle von frischen verwenden?
- Was tun, wenn die Sauce zu flüssig ist?
Warum selbstgemachte Pizzasauce unschlagbar ist
Der Hauptgrund, warum sich der Aufwand für eine selbstgemachte Pizzasauce lohnt, liegt im unvergleichlichen Geschmack. Im Gegensatz zu vielen Fertigprodukten, die oft mit Zucker, Konservierungsstoffen und künstlichen Aromen angereichert sind, weißt du bei deiner eigenen Kreation genau, was drinsteckt. Du hast die volle Kontrolle über die Qualität der Zutaten und kannst die Sauce exakt auf deine Vorlieben abstimmen. Ob du es lieber süßer, schärfer oder kräuterlastiger magst – alles ist möglich.
Ein weiterer Vorteil ist die Frische. Wenn du regionale und saisonale Tomaten verwendest, wirst du einen Unterschied schmecken, der den einer Sauce aus konzentrierten Tomatenprodukten bei Weitem übertrifft. Die Aromen sind intensiver, die Konsistenz natürlicher und das Gefühl, etwas wirklich Gutes und Gesundes zu essen, unbezahlbar.
Vorteile von hausgemachter Pizzasauce im Überblick:
- Kontrolle über Inhaltsstoffe: Keine unnötigen Zusatzstoffe, Konservierungsmittel oder übermäßiger Zucker.
- Anpassbarer Geschmack: Würze und Süße nach persönlicher Präferenz abstimmen.
- Frische und Qualität: Verwendung von saisonalen und regionalen Zutaten für besten Geschmack.
- Kosteneffizienz: Auf lange Sicht oft günstiger als der Kauf von Fertigprodukten.
- Vielseitige Anwendung: Nicht nur für Pizza, sondern auch als Basis für Pasta-Saucen oder andere Gerichte.
Das Herzstück: Frische Tomaten und die Saison
Die Basis jeder guten Tomatensauce sind, wie der Name schon sagt, die Tomaten. Ihre Qualität entscheidet maßgeblich über den späteren Geschmack der Sauce. Von August bis Oktober haben regionale Tomaten in Deutschland Hochsaison. In dieser Zeit sind sie besonders aromatisch und prall gefüllt mit Geschmack. Nutze diese Monate, um große Mengen einzukaufen – vielleicht sogar direkt vom Bauernmarkt – und so die Basis für deinen Pizzasaucen-Vorrat für das ganze Jahr zu legen.
Achte beim Kauf auf Bio-Tomaten. Diese sind nicht nur frei von Pestiziden, sondern oft auch geschmackvoller, da sie unter besseren Bedingungen reifen können. Wenn du keinen Zugang zu frischen, reifen Tomaten hast oder es außerhalb der Saison ist, sind hochwertige passierte Tomaten aus der Flasche oder Dose eine gute Alternative. Achte auch hier auf Bio-Qualität.
Dein Rezept für die perfekte Pizzatomatensauce
Dieses Rezept ist einfach und liefert eine köstliche Basis für zwei Pizzen. Die Zubereitungszeit beträgt etwa 35 Minuten.
Zutaten für zwei Pizzen:
- 350 g Bio-Tomaten (frisch und reif, idealerweise aus regionalem Anbau)
- 1 mittelgroße Zwiebel
- 1 Knoblauchzehe
- 2 EL Olivenöl (hochwertiges, extra natives)
- 1 Zweig frischen Oregano (alternativ 1 TL getrockneten Oregano)
- 1 Zweig frisches Basilikum (alternativ 1 TL getrocknetes Basilikum)
- 1/2 – 1 TL Zucker (oder Agavendicksaft als natürliche Alternative)
- Salz nach Geschmack
- Frisch gemahlener Pfeffer nach Geschmack
Schritt-für-Schritt-Zubereitung:
- Tomaten vorbereiten: Wasche die Tomaten gründlich und entferne den Strunk. Um die Tomaten zu häuten, kannst du sie kurz in kochendes Wasser tauchen (ca. 30 Sekunden) und danach sofort in Eiswasser abschrecken. Die Haut lässt sich dann leicht abziehen. Schneide die gehäuteten Tomaten anschließend in kleine Würfel.
- Zwiebel und Knoblauch: Schäle die Zwiebel und die Knoblauchzehe. Schneide beides in sehr feine Würfel.
- Andünsten: Erhitze das Olivenöl in einem Topf bei mittlerer Hitze. Gib die gewürfelte Zwiebel und den Knoblauch hinzu und dünste sie unter gelegentlichem Rühren für etwa 3-5 Minuten an, bis sie glasig sind und duftend. Achte darauf, dass sie nicht braun werden.
- Tomaten hinzufügen: Gib nun die gewürfelten Tomaten in den Topf. Verrühre alles gut.
- Köcheln lassen: Lass die Sauce bei geringer Hitze etwa 25 Minuten köcheln. Rühre dabei gelegentlich um, damit nichts anbrennt und die Sauce eine gleichmäßige Konsistenz entwickelt. Während des Köchelns reduzieren sich die Flüssigkeit und die Aromen konzentrieren sich.
- Kräuter und Würzen: Wasche in der Zwischenzeit die frischen Kräuter (Oregano und Basilikum) und schüttle sie vorsichtig trocken. Hacke sie dann grob. Gib die gehackten Kräuter, den Zucker (oder Agavendicksaft), Salz und frisch gemahlenen Pfeffer kurz vor Ende der Kochzeit (etwa die letzten 5 Minuten) zur Sauce.
- Finale Konsistenz: Wenn du eine glatte Sauce bevorzugst, kannst du die Sauce jetzt mit einem Pürierstab direkt im Topf pürieren. Für eine stückigere Sauce ist dieser Schritt nicht notwendig. Beides hat seinen Reiz und ist reine Geschmackssache.
- Abschmecken: Schmecke die fertige Sauce noch einmal ab und korrigiere gegebenenfalls die Würzung. Vielleicht magst du noch etwas mehr Salz, Pfeffer oder eine Prise Zucker, um die Säure der Tomaten auszugleichen.
Pizzasauce richtig einfrieren: So geht's!
Das Einfrieren von selbstgemachter Tomatensauce ist die ideale Methode, um immer einen Vorrat zur Hand zu haben und Lebensmittelverschwendung zu vermeiden. Wenn du die Sauce richtig einfrierst, behält sie ihren vollen Geschmack und ihre Qualität für Monate.
Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Einfrieren:
- Abkühlen lassen: Lass die fertig gekochte Tomatensauce vollständig abkühlen, bevor du sie einfrierst. Warme Sauce würde die Temperatur im Gefrierschrank erhöhen und andere Lebensmittel antauen lassen, was die Qualität beeinträchtigen könnte.
- Portionieren: Überlege dir, in welchen Mengen du die Sauce später verwenden möchtest. Portionier sie in Größen, die für eine oder zwei Pizzen ausreichen. Das macht das Auftauen später einfacher und effizienter.
- Geeignete Behälter: Verwende luftdichte Gefrierbeutel oder gefrierfeste Behälter aus Glas oder Kunststoff. Achte darauf, dass die Behälter nicht zu voll sind, da sich die Flüssigkeit beim Gefrieren ausdehnt. Bei Gefrierbeuteln drücke so viel Luft wie möglich heraus, bevor du sie verschließt.
- Beschriften: Beschrifte jeden Behälter oder Beutel mit dem Inhalt und dem Datum des Einfrierens. So behältst du den Überblick über deinen Vorrat.
- Einfrieren: Lege die portionierten und beschrifteten Behälter oder Beutel in den Gefrierschrank.
Wie lange ist eingefrorene Pizzasauce haltbar?
Korrekt eingefroren hält sich selbstgemachte Tomatensauce etwa 6 bis 8 Monate im Gefrierschrank, ohne an Qualität oder Geschmack zu verlieren. Darüber hinaus kann sie immer noch sicher verzehrt werden, aber die Textur oder das Aroma könnten leicht nachlassen.
Auftauen und Verwenden:
Zum Auftauen nimmst du die gewünschte Menge Sauce am besten über Nacht aus dem Gefrierschrank und lässt sie im Kühlschrank langsam auftauen. Wenn es schnell gehen muss, kannst du sie auch in einem Wasserbad oder bei geringer Hitze im Topf auftauen lassen. Sobald die Sauce aufgetaut ist, kannst du sie direkt auf deinem Pizzateig verteilen oder kurz erwärmen, bevor du sie verwendest.
Tipps und Tricks für deine Pizzasauce
Schnelle Variante mit passierten Tomaten
Manchmal muss es einfach schnell gehen. Wenn du keine Zeit hast, frische Tomaten zu häuten und zu würfeln, kannst du auch passierte Tomaten aus der Flasche verwenden. Dünste dafür einfach Zwiebeln und Knoblauch wie gewohnt an und lösche sie dann mit passierten Tomaten ab. Lass die Sauce nur noch fünf bis zehn Minuten köcheln, da die passierten Tomaten bereits eine feine Konsistenz haben und weniger Kochzeit benötigen. Diese Methode ist zwar weniger nachhaltig als die Verwendung von frischen, saisonalen Tomaten, da passierte Tomaten oft weite Transportwege hinter sich haben, aber sie ist eine praktische Notlösung für den spontanen Pizzahunger.
Würzen nach Herzenslust: Individualisierung deiner Sauce
Das Schöne an selbstgemachter Sauce ist die Möglichkeit, sie genau deinem Geschmack anzupassen. Die genannten Kräuter Oregano und Basilikum sind klassisch für Pizzasauce, aber du kannst experimentieren:
- Rosmarin: Ein kleiner Zweig Rosmarin, mitgekocht und vor dem Servieren entfernt, verleiht der Sauce eine erdige Note.
- Chili: Für eine schärfere Variante gib eine Prise Chiliflocken oder eine kleine, gehackte Chilischote hinzu.
- Zucker/Agavendicksaft: Die Menge an Süße kann variiert werden, um die natürliche Säure der Tomaten auszugleichen. Manchmal reicht schon eine kleine Prise, um den Tomatengeschmack hervorzuheben.
- Balsamico: Ein Schuss guter Balsamico-Essig am Ende der Kochzeit kann die Tiefe der Aromen verstärken.
- Gemüse: Für mehr Nährstoffe und Vielseitigkeit kannst du fein gewürfelte Karotten oder Sellerie mit den Zwiebeln andünsten.
Vielseitig einsetzbar: Nicht nur für Pizza!
Deine selbstgemachte Tomatensauce ist eine wahre Allzweckwaffe in der Küche. Sie schmeckt nicht nur fantastisch auf Pizza, sondern ist auch eine hervorragende Basis für:
- Pasta-Gerichte: Einfach erwärmen und mit deiner Lieblingspasta vermischen.
- Lasagne oder Aufläufe: Als Schicht in Lasagne oder als Basis für vegetarische Aufläufe.
- Shakshuka: Die Sauce kann als Grundlage für dieses beliebte Frühstücksgericht mit pochierten Eiern dienen.
- Saucen für Fleisch oder Fisch: Eine einfache Tomatensauce passt hervorragend zu gebratenem Hähnchen oder gedünstetem Fisch.
Häufig gestellte Fragen (FAQ) zur Pizzasauce
Kann ich auch Dosentomaten verwenden?
Ja, absolut! Wenn keine frischen, saisonalen Tomaten verfügbar sind, sind hochwertige Dosentomaten (ganze, geschälte Tomaten oder gehackte Tomaten) eine ausgezeichnete Wahl. Achte auf Produkte ohne unnötige Zusatzstoffe und greife idealerweise zu Bio-Qualität. San Marzano Tomaten aus der Dose gelten als besonders aromatisch für Saucen.
Muss ich die Tomaten unbedingt häuten?
Das Häuten der Tomaten ist nicht zwingend notwendig, aber empfehlenswert, um eine feinere, glattere Sauce ohne störende Schalenstücke zu erhalten. Wenn du eine rustikalere, stückigere Sauce bevorzugst und die Schalen dich nicht stören, kannst du diesen Schritt auch weglassen. Das Pürieren am Ende hilft auch, die Schalen zu zerkleinern.
Warum sollte ich Zucker oder Agavendicksaft hinzufügen?
Zucker oder Agavendicksaft werden hinzugefügt, um die natürliche Säure der Tomaten auszugleichen und den Tomatengeschmack zu intensivieren. Es geht nicht darum, die Sauce süß zu machen, sondern die Aromen harmonischer zu gestalten. Eine kleine Menge reicht oft schon aus.
Wie lange hält sich die Sauce im Kühlschrank?
Im Kühlschrank hält sich die selbstgemachte Tomatensauce in einem luftdichten Behälter etwa 3-4 Tage. Wenn du sie nicht innerhalb dieser Zeit verbrauchst, solltest du sie einfrieren.
Kann ich die Sauce auch ohne Olivenöl zubereiten?
Olivenöl ist ein wichtiger Geschmacksträger und hilft, die Aromen von Zwiebeln und Knoblauch freizusetzen. Es trägt auch zur Textur der Sauce bei. Theoretisch könntest du es weglassen, aber der Geschmack wäre weniger komplex und reichhaltig.
Kann ich getrocknete Kräuter anstelle von frischen verwenden?
Ja, das ist eine gute Alternative, besonders wenn frische Kräuter nicht verfügbar sind. Beachte, dass getrocknete Kräuter intensiver schmecken als frische, daher benötigst du in der Regel eine geringere Menge (etwa ein Drittel der Menge an frischen Kräutern).
Was tun, wenn die Sauce zu flüssig ist?
Wenn die Sauce nach dem Kochen noch zu flüssig ist, lass sie einfach bei geringer Hitze ohne Deckel länger köcheln. So kann die Flüssigkeit verdampfen und die Sauce wird dicker. Rühre dabei regelmäßig um.
Die Zubereitung und das Einfrieren deiner eigenen Pizzatomatensauce sind eine lohnende Investition in den Geschmack und die Qualität deiner hausgemachten Pizzen. Es gibt dir die Freiheit, die Zutaten selbst zu wählen, den Geschmack perfekt abzustimmen und immer einen gesunden, leckeren Vorrat zur Hand zu haben. Verabschiede dich von Fertigprodukten und genieße den authentischen, frischen Geschmack deiner eigenen Kreation. Probier es aus – deine Geschmacksknospen werden es dir danken!
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