Was ist die beliebteste Pizza?

Pizza Salami regiert Deutschland: Eine Studie

05/10/2011

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Pizza ist mehr als nur ein Gericht; sie ist ein globales Phänomen, ein Symbol für Geselligkeit und Genuss, das Menschen auf der ganzen Welt verbindet. Von den bescheidenen Anfängen in Neapel hat sie sich zu einer Ikone der internationalen Küche entwickelt. Ob knusprig aus dem Holzofen, schnell vom Lieferdienst, praktisch als Tiefkühlprodukt oder liebevoll selbstgemacht – Pizza geht immer und zu jeder Gelegenheit. Doch welche Pizza ist die absolute Lieblingspizza der Deutschen? Und gibt es wirklich eine allgemeingültige Antwort auf die oft hitzig diskutierte Frage: Gehört Ananas auf die Pizza?

Um diesen und weiteren spannenden Fragen auf den Grund zu gehen, hat HelloFresh, ein führender Anbieter von Kochboxen, eine umfassende Studie durchgeführt. Über 1200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Deutschland gaben Auskunft über ihre Pizza-Gewohnheiten und -Vorlieben. Die Ergebnisse bieten faszinierende Einblicke in die deutsche Pizza-Landschaft und enthüllen einige überraschende Trends. Begleiten Sie uns auf eine kulinarische Reise durch die Vorlieben der Deutschen und entdecken Sie, welche Beläge wirklich die Oberhand gewinnen.

Was ist die beliebteste Pizza?
Lesen Sie auch: Diese simple Zutat macht Ihre selbstgemachte Pizza sofort viel besser. Pizza Salami hat sich, mit Ausnahme von Sachsen-Anhalt, bei allen Altersgruppen und Regionen als die beliebteste Pizza Deutschlands gezeigt. Pizza Hawaii belegt den zweiten Platz, gefolgt von Pizza Tonno.
Inhaltsverzeichnis

Deutschland ist ein Salamiland: Die beliebtesten Pizzen im Überblick

Die Ergebnisse der HelloFresh-Studie sind eindeutig: Wenn es um Pizza geht, schlägt das deutsche Herz für Pizza Salami. Diese klassische Variante hat sich, mit einer bemerkenswerten Ausnahme in Sachsen-Anhalt, als unangefochtener Spitzenreiter in allen Altersgruppen und Regionen Deutschlands etabliert. Die herzhafte Kombination aus würziger Salami und geschmolzenem Käse auf knusprigem Teig scheint einfach unwiderstehlich zu sein.

Direkt dahinter, auf dem zweiten Platz, folgt die oft diskutierte, aber dennoch beliebte Pizza Hawaii. Ihre Mischung aus Schinken, Ananas und Käse polarisiert zwar, findet aber offenbar eine große Anhängerschaft. Den dritten Platz sichert sich die Pizza Tonno, die beweist, dass auch Fisch auf der Pizza bei den Deutschen hoch im Kurs steht. Erst mit deutlichem Abstand, auf dem vierten Platz mit lediglich 5,14 Prozent Zustimmung, findet sich die erste vegetarische Option: die klassische Pizza Margherita. Dies unterstreicht einen klaren Trend: Die Mehrheit der Deutschen bevorzugt auf ihrer Pizza Beläge mit Fleisch oder Fisch. Von den Top-10-Pizzen sind insgesamt nur drei vegetarisch, was die Dominanz fleisch- und fischbasierter Beläge in der deutschen Pizza-Kultur verdeutlicht.

RangPizzasorteBeliebtheit (%)
1Pizza SalamiDeutliche Mehrheit
2Pizza HawaiiHohe Beliebtheit
3Pizza TonnoStark vertreten
4Pizza Margherita5,14%
5......

Geschlechterunterschiede: Wer backt, wer bestellt und wer vegetarisch isst

Die Studie beleuchtet auch interessante Unterschiede zwischen den Geschlechtern, wenn es um den Pizzakonsum geht. Insgesamt gaben 52,47 Prozent der Befragten an, ihre Pizza lieber in einem Restaurant zu bestellen oder liefern zu lassen, anstatt sie selbst zu Hause zuzubereiten. Doch ein genauerer Blick auf die Geschlechterverteilung offenbart eine klare Tendenz:

  • Frauen backen lieber selbst: Im direkten Vergleich backen Frauen ihre Pizza lieber selbst, während Männer eher dazu neigen, sie in einem Restaurant zu bestellen oder liefern zu lassen. Dies könnte auf unterschiedliche Präferenzen bei der Zubereitung oder auf die Wertschätzung des Restaurantbesuchs hindeuten.
  • Vegetarische Vorlieben: Auch bei der Wahl des Belags gibt es deutliche Unterschiede. Frauen wählen tendenziell eher eine vegetarische Variante als Männer. Auffallend ist, dass keiner der männlichen Befragten angab, am liebsten eine vegetarische Pizza zu essen. Dies unterstreicht die vorherrschende Präferenz für Fleisch- und Fischbeläge bei Männern.

Pizza-Konsum in Deutschland: Wie oft kommt sie auf den Teller?

Abgesehen von den Lieblingssorten und Zubereitungsarten gibt die Studie auch Aufschluss darüber, wie häufig Pizza in Deutschland konsumiert wird. Die Ergebnisse zeigen, dass Pizza ein fester Bestandteil vieler Speisepläne ist:

  • 52,17 Prozent der Männer gaben an, sogar 5- bis 6-mal im Monat Pizza zu essen. Dies deutet auf einen sehr regelmäßigen und hohen Pizzakonsum in dieser demografischen Gruppe hin.
  • In der Hauptstadt Berlin ist der Pizzakonsum ebenfalls überdurchschnittlich hoch: 30 Prozent der Befragten in Berlin essen mehr als 3-mal im Monat Pizza. Dies könnte auf den urbanen Lebensstil und die große Auswahl an Lieferdiensten und Restaurants in der Metropole zurückzuführen sein.

Altersgruppen im Fokus: Von Hawaii-Liebhabern bis Ananas-Gegnern

Die Studie gewährt auch spannende Einblicke in die Pizza-Vorlieben verschiedener Altersgruppen, insbesondere wenn es um die kontroversen Themen Pizza Hawaii und Ananas geht:

  • Pizza Hawaii: Diese tropische Kreation ist besonders bei den Befragten im Alter von 65+ mit 29,09 Prozent sehr beliebt. Bei jüngeren Befragten im Alter von 18-24 (17,16 Prozent) und 25-34 (18,89 Prozent) ist sie hingegen weniger populär. Dies könnte auf traditionellere Geschmäcker oder einfach auf unterschiedliche kulinarische Trends in den Generationen hindeuten.
  • Ananas auf Pizza – Das ewige Dilemma: Die Frage, ob Ananas auf eine Pizza gehört, spaltet die Nation. Die Studie zeigt, dass vor allem die Befragten im Alter von 55-64 Jahren die Ananas auf ihrer Pizza ablehnen (69,09 Prozent). Interessanterweise finden aber 42,86 Prozent der Befragten im Alter von 45-54 Jahren Ananas auf ihrer Pizza super. Dies verdeutlicht, dass die Ananas-Debatte nicht nur geschmacklich, sondern auch generationell geprägt ist.

Diese Erkenntnisse zeigen, dass die Pizza-Landschaft in Deutschland vielfältig ist und von individuellen Vorlieben, Geschlechterunterschieden und Altersgruppen geprägt wird. Die Pizza Salami bleibt jedoch der unumstrittene König der deutschen Pizzen.

Die Geschichte der Pizza: Eine Reise von Neapel in die Welt

Um die heutigen Pizza-Vorlieben besser zu verstehen, lohnt sich ein Blick in die reiche Geschichte dieses ikonischen Gerichts. Die Pizza, wie wir sie heute kennen, hat ihre Wurzeln im 18. Jahrhundert in Neapel, Italien. Ursprünglich war sie ein einfaches Gericht für die arme Bevölkerung, bestehend aus Teig, Tomaten und Kräutern. Die Legende besagt, dass die moderne Pizza Margherita im Jahr 1889 zu Ehren von Königin Margherita von Savoyen kreiert wurde, wobei die Farben der italienischen Flagge (rot für Tomaten, weiß für Mozzarella, grün für Basilikum) symbolisch dargestellt wurden.

Von Neapel aus begann die Pizza ihren Siegeszug. Italienische Auswanderer brachten sie Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts nach Amerika, wo sie sich schnell verbreitete und an die lokalen Gegebenheiten angepasst wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg, als amerikanische Soldaten aus Italien zurückkehrten, erlebte die Pizza einen weiteren Boom und wurde zu einem globalen Phänomen. Heute gibt es unzählige Variationen, die die kulinarischen Traditionen verschiedener Länder widerspiegeln, von der Chicago Deep Dish Pizza bis zur New York Style Slice.

Die Ananas-Debatte: Ein ewiger Streitpunkt

Kein anderes Thema spaltet die Pizza-Liebhaber so sehr wie die Frage nach der Ananas. Die Pizza Hawaii wurde 1962 in Kanada von Sam Panopoulos erfunden, der die süße Frucht als Experiment auf eine Pizza mit Schinken legte. Was als kleine Neuerung begann, entwickelte sich zu einem weltweiten Phlagerpunkt.

  • Die Befürworter lieben die Kombination aus süßer Ananas und salzigem Schinken, die eine einzigartige Geschmacksexplosion erzeugt und dem Gaumen eine erfrischende Note verleiht. Sie argumentieren, dass kulinarische Kreativität keine Grenzen kennt.
  • Die Gegner hingegen betrachten Ananas auf Pizza als Sakrileg und Verrat an der italienischen Tradition. Sie empfinden die Süße und Saftigkeit der Ananas als störend und unpassend zu den herzhaften und salzigen Aromen einer klassischen Pizza. Für sie ist Pizza ein herzhaftes Gericht, bei dem Früchte nichts zu suchen haben.

Die Studie zeigt, dass diese Debatte in Deutschland sehr lebendig ist und sich auch in den Altersgruppen widerspiegelt. Es gibt kein Richtig oder Falsch, nur unterschiedliche Geschmäcker, die die Vielfalt der Pizza-Welt ausmachen.

Tipps für die perfekte selbstgemachte Pizza

Auch wenn viele Deutsche ihre Pizza lieber bestellen, gibt es doch einen beträchtlichen Anteil, der die Freude am Selberbacken entdeckt hat, insbesondere Frauen. Wer seine Pizza zu Hause zubereitet, hat die volle Kontrolle über die Zutaten und kann seine Kreation perfekt auf den eigenen Geschmack abstimmen. Hier sind einige Tipps für eine gelungene selbstgemachte Pizza:

  1. Der Teig ist das A und O: Ein guter Pizzateig ist das Fundament. Er sollte lange genug geknetet werden, um elastisch zu sein, und ausreichend Zeit zum Gehen haben, damit er luftig wird. Frische Hefe macht einen großen Unterschied.
  2. Qualität der Zutaten: Verwenden Sie hochwertige Tomaten für die Soße (am besten San Marzano Tomaten), frischen Mozzarella (Fior di Latte oder Büffelmozzarella) und Ihre Lieblingsbeläge. Weniger ist oft mehr.
  3. Voll heiße Ofentemperatur: Pizza liebt Hitze! Heizen Sie Ihren Ofen auf die höchstmögliche Temperatur vor, idealerweise mit einem Pizzastein oder Backstahl, der die Hitze speichert und für einen knusprigen Boden sorgt.
  4. Kurze Backzeit: Eine Pizza sollte bei hoher Temperatur nur wenige Minuten backen, bis der Rand knusprig und der Käse geschmolzen und leicht gebräunt ist.
  5. Experimentieren Sie: Scheuen Sie sich nicht, neue Belagskombinationen auszuprobieren. Die Küche ist ein Ort der Kreativität!

Häufig gestellte Fragen rund um die Pizza

Ist Pizza gesund?

Die Gesundheit von Pizza hängt stark von ihren Zutaten und der Zubereitung ab. Eine Pizza mit frischen, hochwertigen Zutaten, viel Gemüse und Vollkornteig kann eine ausgewogene Mahlzeit sein. Tiefkühlpizzen oder solche mit viel fettigem Käse und verarbeitetem Fleisch sollten in Maßen genossen werden, da sie oft reich an Kalorien, Salz und gesättigten Fetten sind. Die Portionsgröße spielt ebenfalls eine Rolle.

Wie oft sollte man Pizza essen?

Es gibt keine feste Regel, wie oft man Pizza essen sollte. Wie bei allen Lebensmitteln kommt es auf die Balance an. Wenn Pizza Teil einer ansonsten ausgewogenen Ernährung ist, kann sie regelmäßig genossen werden. Die Studie zeigt, dass einige Männer sie sogar 5-6 Mal im Monat essen, was bei einem aktiven Lebensstil und bewusster Auswahl der Beläge durchaus möglich ist.

Was macht eine gute Pizza aus?

Eine gute Pizza zeichnet sich durch einen knusprigen, luftigen Teig aus, der gut aufgegangen ist und im Idealfall im Holzofen gebacken wurde. Die Tomatensoße sollte frisch und aromatisch sein, nicht zu viel und nicht zu wenig. Der Käse, meist Mozzarella, sollte gleichmäßig schmelzen und gute Fäden ziehen. Und natürlich der Belag: Er sollte von hoher Qualität sein und geschmacklich harmonieren, ohne den Teig zu überladen.

Gibt es regionale Pizza-Spezialitäten in Deutschland?

Obwohl die Pizza ihren Ursprung in Italien hat, gibt es in Deutschland regionale Vorlieben und Adaptionen. Die Studie erwähnt, dass Pizza Salami überall beliebt ist, außer in Sachsen-Anhalt. Dies könnte auf lokale kulinarische Eigenheiten oder eine stärkere Präferenz für andere Beläge in dieser Region hindeuten. Generell sind in Deutschland aber eher die klassischen italienischen Pizzen beliebt, ergänzt durch deutsche Variationen mit Zutaten wie Dönerfleisch oder Currywurst, die jedoch nicht zu den Top-Favoriten gehören.

Warum ist Pizza so beliebt?

Die Beliebtheit der Pizza liegt in ihrer Vielseitigkeit, ihrem Geschmack und ihrer Praktikabilität. Sie ist schnell zubereitet oder geliefert, bietet unzählige Variationsmöglichkeiten für jeden Geschmack und ist perfekt zum Teilen mit Freunden und Familie. Darüber hinaus ist sie oft relativ günstig und bietet ein hohes Maß an Sättigung und Genuss.

Fazit: Die Pizza bleibt ein Dauerbrenner

Die HelloFresh-Studie hat eindrucksvoll bestätigt, was viele bereits vermutet haben: Pizza ist in Deutschland äußerst beliebt und die Pizza Salami ist der unangefochtene Champion. Doch jenseits der reinen Zahlen offenbart die Umfrage eine faszinierende Vielfalt an Vorlieben, die von Geschlecht und Alter beeinflusst werden. Während Frauen eher zum Selberbacken und vegetarischen Optionen neigen, bevorzugen Männer das Bestellen und fleischhaltige Beläge. Die Debatte um die Ananas bleibt ein Dauerbrenner, der die Generationen spaltet und die Leidenschaft für Pizza immer wieder neu entfacht.

Egal ob als schneller Snack, festliches Abendessen oder gemütlicher Abend auf der Couch – Pizza hat sich fest in der deutschen Esskultur etabliert. Sie ist mehr als nur eine Mahlzeit; sie ist ein Stück Lebensfreude, das immer wieder aufs Neue begeistert und zum Genießen einlädt. Und so wird die Pizza auch in Zukunft ihren festen Platz in den Herzen und auf den Tellern der Deutschen behalten.

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