Wie macht man einen American Pizzateig?

American Pizzateig & Pan Pizza: Dein Guide!

08/02/2013

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Amerikanische Pizzarestaurants haben sich längst in unsere Herzen gebacken. Wer liebt ihn nicht, den herrlich fluffigen Boden, der sich perfekt mit Käse und den wildesten Belägen kombinieren lässt? Ob ein saftiger Käserand oder ein extra dicker Boden – die American Pizza ist ein Genuss für alle, die es etwas üppiger mögen. Doch wusstest du, dass du diesen unwiderstehlichen Teig und die beliebte Pan Pizza auch ganz einfach in deiner eigenen Küche zaubern kannst? Wir haben für dich die besten Tipps und Rezepte zusammengestellt, damit deine nächste Pizza ein voller Erfolg wird!

Inhaltsverzeichnis

Das Geheimnis des American Pizzateigs

Der American Pizzateig unterscheidet sich in einigen entscheidenden Punkten von seinem italienischen Cousin. Während der italienische Teig oft dünn und knusprig ist, zeichnet sich der amerikanische durch seine bemerkenswerte Dicke und seine fluffigere Textur aus. Das Geheimnis liegt in der Zutat, die wir anstelle von Wasser verwenden: Milch. Die Milch sorgt nicht nur für eine noch weichere Konsistenz, sondern verleiht dem Teig auch einen milderen Geschmack, der perfekt zu den reichhaltigen Belägen passt, die oft auf amerikanischen Pizzen zu finden sind.

Wie macht man einen American Pizzateig?
Da du mit Hefe arbeitest, musst du für den American Pizzateig zunächst einen Vorteig herstellen. Diesen rührst du aus der Hälfte der Zutaten außer dem Salz an und lässt ihn etwa 30 Minuten gehen. Erst dann kommen die restlichen Zutaten hinzu und werden zu einem glatten Teig verknetet.

Zutaten für den American Pizzateig

  • Mehl (Typ 405 oder 550)
  • Hefe (frisch oder trocken)
  • Salz
  • Pflanzenöl (z.B. Sonnenblumenöl)
  • Milch (lauwarm)

Zubereitungsschritte für den American Pizzateig

  1. Der Vorteig: Beginne mit der Herstellung eines Vorteigs. Mische dafür etwa die Hälfte des Mehls mit der Hefe, etwas warmer Milch und einer Prise Zucker (optional, hilft der Hefe auf die Sprünge). Rühre alles gut um, bis eine geschmeidige Masse entsteht. Decke die Schüssel ab und lasse den Vorteig an einem warmen Ort für etwa 30 Minuten gehen. Du wirst sehen, wie er sich vergrößert und Bläschen wirft – ein Zeichen, dass die Hefe aktiv ist.
  2. Den Hauptteig kneten: Gib nach der Gehzeit des Vorteigs die restlichen Zutaten – das restliche Mehl, das Salz, das Öl und die restliche lauwarme Milch – zum Vorteig hinzu. Verknete alle Zutaten gründlich, am besten mit einer Küchenmaschine oder den Händen, bis ein glatter und elastischer Teig entsteht. Er sollte sich leicht von den Schüsselwänden lösen.
  3. Zweite Gehzeit: Forme den Teig zu einer Kugel, lege ihn zurück in die leicht geölte Schüssel, decke ihn erneut ab und lasse ihn an einem warmen Ort für weitere 60-90 Minuten gehen, bis er sein Volumen verdoppelt hat.
  4. Teig ausziehen – nicht rollen!: Dies ist ein entscheidender Schritt. Nachdem der Teig ausreichend gegangen ist, öle ein Backblech großzügig ein. Nimm den Teig vorsichtig aus der Schüssel und ziehe ihn mit den Händen auf dem Backblech auseinander, bis er die gewünschte Größe und Dicke erreicht hat. Wichtig: Rolle den Teig nicht mit einem Nudelholz aus! Das Ausrollen würde die Luftbläschen im Teig zerstören und ihn zäh machen. Das sanfte Auseinanderziehen mit den Händen bewahrt die luftige Struktur.
  5. Der Käserand (optional, aber empfehlenswert!): Für den typischen amerikanischen Käserand legst du kleine Stücke Gouda (oder Mozzarella) entlang des Teigrandes und klappst den Teig darüber, um den Käse einzuschließen. Drücke den Rand gut fest.
  6. Vorbacken: Bestreiche den Teig (und den Käserand) leicht mit etwas Barbecuesoße oder Tomatensoße. Backe den Teig für etwa 5-7 Minuten im vorgeheizten Ofen (ca. 200°C Ober-/Unterhitze) vor. Dies hilft, den Boden schön knusprig zu bekommen, bevor die feuchten Beläge darauf kommen.
  7. Belegen und fertig backen: Belege die vorgebackene Pizza nach Herzenslust. Ob klassisch mit viel Käse, Salami und Pilzen oder im Hot-Dog-Style mit Würstchen, Gewürzgurken und Röstzwiebeln – deiner Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Backe die Pizza anschließend fertig, bis der Käse geschmolzen und der Rand goldbraun ist.

Vergleich: American Pizzateig vs. Italienischer Pizzateig

MerkmalAmerican PizzateigItalienischer Pizzateig
FlüssigkeitMilchWasser
KonsistenzFluffig, weich, dickerDünn, knusprig, zäh-elastisch
GeschmackMild, reichhaltigIntensiver, oft leicht säuerlich
ZubereitungVorteig, Teig ziehen (nicht rollen)Oft Direktführung, Teig ausrollen
BesonderheitKäserand, dicker BodenDünner, luftiger Rand (Cornicione)

Was ist der Unterschied zwischen einer normalen Pizza und einer Pan Pizza?

Die Pan Pizza ist eine spezielle Form der Pizza, die, wie der Name schon sagt, in einer Pfanne oder einer anderen Form gebacken wird. Sie ist eng verwandt mit der amerikanischen Pizza und zeichnet sich durch einen besonders dicken, oft fast kuchenartigen Boden aus. Im Gegensatz zu einer „normalen“ Pizza, die typischerweise auf einem Blech oder Pizzastein gebacken wird und einen dünneren Boden hat, ist die Pan Pizza darauf ausgelegt, ihre Form in der Backform zu halten und eine einzigartige, oft sehr krossere Unterseite zu entwickeln.

Besonderheiten der Pan Pizza

  • Dickerer Boden: Der Boden der Pan Pizza ist deutlich dicker als bei den meisten anderen Pizzen. Er geht während des Backens in der Form auf und wird innen weich, außen aber unglaublich knusprig.
  • Kürzere Gehzeit: Oft benötigt der Teig für eine Pan Pizza nicht so lange Gehzeiten wie ein klassischer Pizzateig. Dies liegt teilweise an der Verwendung von Trockenhefe, die in Amerika sehr beliebt ist und schnell aktiviert wird.
  • Trockenhefe: Während viele Bäcker frische Hefe bevorzugen, wird für die Pan Pizza häufig Trockenhefe verwendet. Dies ist eine typisch amerikanische Praxis und funktioniert hervorragend für diesen Teigtyp.
  • Die Backform: Der entscheidende Faktor für eine authentische Pan Pizza ist die Backform. Klassischerweise wird sie in einer gusseisernen Pfanne oder einer ähnlichen, schweren Form gebacken. Die gusseiserne Pfanne speichert die Hitze hervorragend und sorgt für eine unvergleichlich knusprige, fast frittierte Unterseite des Teigs. Auch der Deckel eines Dutch Ovens hat sich als hervorragende Alternative erwiesen.

Die ideale Backform für die Pan Pizza

Die Wahl der richtigen Backform ist entscheidend für das Ergebnis deiner Pan Pizza. Wir haben verschiedene Optionen getestet, und hier ist unsere Empfehlung:

  • Der Deckel des Dutch Ovens: Unglaublich, aber wahr: Der Deckel eines Dutch Ovens liefert oft die besten Ergebnisse. Die schwere, gusseiserne Beschaffenheit sorgt für eine extrem gleichmäßige Hitzeverteilung und eine fantastisch krossere Kruste, die andere Formen kaum erreichen.
  • Gusseiserne Pfannen: Eine gute gusseiserne Pfanne ist ebenfalls eine ausgezeichnete Wahl. Sie erzeugt eine ähnliche, knusprige Unterseite und ist ideal, wenn du keinen Dutch Oven besitzt. Achte darauf, dass die Pfanne ofenfest ist.
  • Andere ofenfeste Formen/Bleche: Natürlich kannst du auch andere ofenfeste Pfannen oder Bleche verwenden. Das Ergebnis wird immer noch lecker sein, aber die Kruste ist möglicherweise nicht ganz so knusprig wie bei der Verwendung von Gusseisen.

Bevor du den Teig in die Form gibst, solltest du diese gut mit Öl einfetten, damit der Teig nicht kleben bleibt und eine schöne goldene Unterseite bekommt.

Belag für die Pan Pizza

Die Pan Pizza wird traditionell mit einer einfachen Tomatensauce belegt, die lediglich mit Salz und italienischen Kräutern abgeschmeckt wird. Darauf kommt eine großzügige Schicht geriebenen Mozzarellas – und hier darfst du wirklich nicht sparsam sein! Anschließend kannst du deinen Lieblingsbelag hinzufügen. Salami ist ein Klassiker, aber auch Pepperoni, Pilze, Zwiebeln oder was immer dein Herz begehrt, passt perfekt. Der Ursprung der Pan Pizza liegt in Fast-Food-Lokalen, die sich wiederum von den berühmten Chicago Style Pizzen wie der Deep Dish oder Stuffed Pizza inspirieren ließen. Das bedeutet: hier darf es gerne üppig und sättigend sein!

Häufig gestellte Fragen zu American Pizzateig und Pan Pizza

Kann ich auch frische Hefe für Pan Pizza verwenden?

Ja, prinzipiell kannst du auch frische Hefe verwenden. Achte darauf, die Menge entsprechend anzupassen (etwa 2,5 bis 3-mal mehr Frischhefe als Trockenhefe) und die Gehzeiten eventuell etwas anzupassen. Die Trockenhefe wird jedoch oft für die Pan Pizza empfohlen, da sie in den USA sehr verbreitet ist und gute Ergebnisse liefert.

Warum wird Milch statt Wasser für American Pizzateig verwendet?

Die Milch trägt zur Weichheit und Fluffigkeit des Teigs bei. Das Milcheiweiß und der Milchzucker sorgen für eine zartere Krume und einen milderen Geschmack. Außerdem fördert der Milchzucker eine schöne Bräunung des Teigs während des Backens.

Was ist der Unterschied zwischen einer normalen Pizza und einer pan pizza?
Der Boden ist im Vergleich zu einer normalen Pizza deutlich dicker und geht auch nicht solange wie bei unserem normalen Pizzateig. Und er wird nicht mit frischer Hefe gemacht, sondern mit Trockenhefe. Damit arbeite ich eigentlich nicht gerne, aber in Amerika wird es doch sehr häufig gemacht und daher wird es auch bei unserer Pan Pizza verwendet.

Warum sollte ich den Teig für American Pizza nicht ausrollen?

Das Ausrollen mit einem Nudelholz würde die im Teig eingeschlossenen Luftbläschen zerdrücken. Diese Bläschen sind aber entscheidend für die luftige und fluffige Textur des American Pizzateigs. Indem du den Teig stattdessen sanft mit den Händen auseinanderziehst, bleiben die Luftbläschen erhalten, und der Teig wird schön locker.

Was ist der Ursprung der Pan Pizza?

Die Pan Pizza hat ihren Ursprung in den Fast-Food-Ketten Amerikas, die sich von den dicken, tiefen Pizzen inspirieren ließen, die in Chicago populär wurden, wie die Deep Dish Pizza. Sie wurde entwickelt, um eine sättigendere und oft reichhaltiger belegte Pizza zu bieten, die in einer speziellen Form gebacken wird, um eine einzigartige Kruste zu erzeugen.

Kann ich American Pizzateig auch einfrieren?

Ja, du kannst Teigreste oder auch den gesamten Teig nach der ersten Gehzeit einfrieren. Wickle ihn dazu fest in Frischhaltefolie ein oder gib ihn in einen gefrierfesten Behälter. Zum Auftauen über Nacht im Kühlschrank auftauen lassen und vor der Verarbeitung Raumtemperatur annehmen lassen. Dann wie gewohnt weiterverarbeiten.

Wir hoffen, diese Anleitung hilft dir dabei, deine perfekte American Pizza oder Pan Pizza zu Hause zu backen. Viel Spaß beim Ausprobieren und guten Appetit!

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