20/04/2019
Der Freitagabend ist da – die Arbeitswoche war lang, der Kühlschrank ist leer, und der Magen knurrt. Was könnte da besser passen als eine schnelle, köstliche Lieferpizza? Der Gedanke an eine perfekt gebackene Scheibe, herrlich klebrig und genau richtig fettig, ist verlockend. Doch die Enttäuschung über eine geschmacklose, pappkartonartige Pizza kann einem den Appetit für Monate verderben. Wir alle kennen das Gefühl: Man bestellt in der Hoffnung auf den ultimativen Genuss und bekommt stattdessen eine Mahlzeit, die man am liebsten sofort wieder vergessen möchte. War das die Pizza mit dem guten Boden? Oder die mit der schrecklich schlechten Soße letztes Mal? Lieferpizza-Ketten ähneln sich oft in ihrem Angebot, was die Wahl der wirklich lohnenswerten Option erschwert. Niemand möchte sein Geld für minderwertige Pizza verschwenden; wir sind alle auf der ewigen Suche nach der definitiv besten Lieferpizza. Um diese brennende Frage ein für alle Mal zu klären, habe ich eine ganze Flasche Magentabletten bereitgestellt, Freunde eingeladen, jede erreichbare Pizzakette angerufen und mich an die Arbeit gemacht.

Unsere Testmethode: Der ultimative Vergleich
Um einen fairen und direkten Vergleich zu gewährleisten, haben wir eine standardisierte Herangehensweise gewählt. Von jeder Kette bestellten wir eine einfache Käsepizza. Diese Wahl ermöglichte es uns, die grundlegenden Elemente jeder Pizza – Teig, Soße und Käse – ohne die Ablenkung durch zusätzliche Beläge zu beurteilen. Meine Tester und ich probierten dann alle Pizzen nebeneinander. Dies erlaubte uns, die Nuancen jeder Pizza direkt zu vergleichen und uns auf spezifische Kriterien zu konzentrieren:
- Aussehen: Wie appetitlich sah die Pizza aus? War der Käse gut geschmolzen und gebräunt?
- Geschmack des Teigs: War er frisch, geschmackvoll oder eher fade und teigig?
- Geschmack der Soße: War sie ausgewogen, würzig, süß oder sauer?
- Geschmack des Käses: War er cremig, kräftig oder künstlich? Hatte er den gewünschten "Cheese Pull"?
- Textur des Bodens: War er knusprig, zäh, luftig oder trocken?
Wir bewerteten jede Pizza auf einer Skala von 1 bis 10, wobei 10 die höchste Punktzahl darstellte. Ziel war es, die Stärken und Schwächen jeder Kette objektiv zu erfassen und eine klare Empfehlung aussprechen zu können.
Die Lieferpizza-Ketten im Test: Unser Ranking
Nach zahlreichen Bissen, intensiven Diskussionen und der einen oder anderen Magentablette präsentieren wir Ihnen unser endgültiges Ranking der getesteten Lieferpizza-Ketten:
| Rang | Kette | Bewertung (1-10) | Kurzbeschreibung |
|---|---|---|---|
| 4 | Papa John's | 3/10 | Extrem weich, teigig, künstlicher Käse, chemischer Beigeschmack. |
| 3 | Little Caesars | 5/10 | Hauchdünner, knuspriger Boden mit künstlichem Buttergeschmack. |
| 2 | Pizza Hut | 8/10 | Sehr süß, aber bester Käse und knuspriger, gut gebräunter Boden. |
| 1 | Domino's | 9/10 | Ausgewogene, würzige Soße, brotähnlicher Boden, echter Käse. |
Platz 4: Papa John's – Die Nostalgie-Falle?
Bewertung: 3/10
Dies war die Pizza, die ich von Kindergeburtstagen und nach Fußballspielen in Erinnerung hatte. Und wie viele nostalgische Dinge aus unserer Jugend hält Papa John's meinen Ansprüchen von 2023 nicht stand. Diese Pizza war so weich und extrem dick, dass sie sich wie ein halbes Laib Weißbrot im Mund anfühlte. Sie schmeckte stark teigig, und der Boden hatte einen leichten chemischen Beigeschmack – fast so, als könnte man die Zusatzstoffe und Teigverbesserer schmecken, die sie so dick und weich machen. Auch der Käse war eine Enttäuschung. Er war dick und zäh mit einem deutlichen künstlichen Geschmack und hatte nicht die klassische "Cheese Pull"-Textur. Allerdings kam sie mit dieser ikonischen Knoblauch-Butter-ähnlichen Soße zum Dippen der Ränder, die absolut genauso gut schmeckte wie in meiner Kindheit. Dies war das einzige Stück, das ich nicht aufaß, und die einzige Pizza, die wir nach dem Test weggeworfen haben. Ein klarer Fall von verpasster Nostalgie.
Platz 3: Little Caesars – Der knusprige Außenseiter
Bewertung: 5/10
Das Auffälligste an dieser dünnbödigen Pizza war, nun ja, der Boden selbst. Er war hauchdünn und sehr knusprig. Ich würde sagen, er war definitiv zu dünn, aber er war eine willkommene Abwechslung zu einigen der übermäßig fluffigen Böden anderer Pizzen. Der Boden hatte einen intensiven künstlichen Buttergeschmack, der die Pizza seltsamerweise wie Club Cracker schmecken ließ, was zwar merkwürdig, aber nicht völlig schlecht war. Nach ein paar Bissen sammelte sich das Butteröl jedoch als Film auf meinem Gaumen. Insgesamt erinnerte es mich sehr an eine sehr knusprige Tortilla-Pizza, die man nach der Schule essen könnte. Der Käse war eine dünne Schicht, die schön gebräunt war und an den Rändern ein wenig wie ein Cheez-It schmeckte. Die Soße war größtenteils unauffällig, mit ein paar Bissen, die auf getrockneten Basilikum hindeuteten. Eine durchschnittliche Leistung mit einem einzigartigen Knusperfaktor.

Platz 2: Pizza Hut – Süße Überraschung mit bestem Käse
Bewertung: 8/10
Das Einzige, was diese Pizza beeinträchtigte, war ihre extreme Süße. Sowohl der Teig als auch die Soße waren sehr süß, was die Gesamtbalance der Pizza störte. Diese Pizza hatte den besten Käse; er war klebrig und dehnbar und hatte die meisten Blasen und eine schöne Bräunung. Es war die einzige, bei der ich beim Reinbeißen dachte, der Käse sei außergewöhnlich geschmackvoll. Die Soße war überwältigend süß, aber unter all dem gab es einen leichten Kräutergeschmack, der der Soße viel mehr Dimension verlieh als bei Papa John's oder Little Caesars. Wäre der Boden weniger süß gewesen, wäre er mit Abstand der beste Boden auf dieser Liste gewesen. Die Außenseite war knusprig mit einem guten Biss und hervorragender Bräunung, was ihm einen tiefen, fast karamellisierten Geschmack verlieh. Es gab eine äußerst angenehme Blasenbildung am Boden, die ihm beim Reinbeißen eine leicht blättrige Textur verlieh. Ich würde diese Pizza Hut Pizza wieder bestellen, aber sie war nicht mein absoluter Favorit. Trotz der Süße ein solider Kandidat.
Platz 1: Domino's – Der unangefochtene Sieger
Bewertung: 9/10
Diese Pizza war der einstimmige Gewinner; es gab sogar Streit um das letzte Stück. Im Gegensatz zu allen anderen Pizzen auf dieser Liste hatte die Soße einen großen Geschmack. Ich war überrascht, wie würzig sie war, als hätte sie den ganzen Tag geköchelt. Es gab eine leichte Süße, aber sie war gut ausbalanciert mit einer guten Menge Salz, einigen willkommenen Kräutern und einem leichten Hauch von Schärfe, der sie von den anderen abhob. Diese Pizza hatte einen ausgeprägten Parmesan- und Knoblauchgeschmack. Es schien, als wäre der Boden mit einer Art butterartiger Knoblauch-, Kräuter- und Käsemischung bestäubt, was zwar lästig an den Fingern war, aber viel Geschmack in die Party brachte. Der Boden der Pizza war auch mit Grieß bestäubt, was noch mehr gerösteten Geschmack und eine klassische New Yorker Pizzeria-Textur mit sich brachte. Im Allgemeinen war der Boden dieser Pizza am ehesten wie echtes Brot, kein "Yoga-Matten"-Weißbrot; der äußere Boden erinnerte mich wirklich an ein gutes knuspriges Brotlaib. Der Käse fühlte sich wie echter Käse an und hatte das perfekte Verhältnis zur Soße und zum Boden. Er war der geschmackvollste der Gruppe und fühlte sich näher an einer Pizzeria- oder hausgemachten Pizza an. Alles in allem ist dies definitiv die Lieferpizza, die ich von nun an bestellen werde – zumal sie fast überall geliefert werden kann. Ein Meisterwerk der Bequemlichkeit.
Warum Lieferpizza so beliebt ist: Bequemlichkeit trifft Vielfalt
Die Attraktivität der Lieferpizza geht weit über den reinen Geschmack hinaus. In unserem schnelllebigen Alltag ist Bequemlichkeit ein entscheidender Faktor. Nach einem langen Arbeitstag, wenn die Energie zum Kochen fehlt oder der Kühlschrank gähnende Leere zeigt, bietet Lieferpizza eine schnelle und unkomplizierte Lösung. Man muss nicht einkaufen gehen, nicht kochen, und das Aufräumen beschränkt sich auf das Entsorgen des Kartons.

Darüber hinaus bietet der Markt eine unglaubliche Vielfalt. Von klassischen Margherita- und Peperoni-Pizzen bis hin zu Gourmet-Kreationen mit einzigartigen Belägen und Geschmacksrichtungen ist für jeden etwas dabei. Viele Lieferdienste passen sich auch modernen Ernährungsbedürfnissen an und bieten glutenfreie Böden, vegane Käsealternativen oder Pizzen mit speziellen, gesünderen Zutaten an. Diese Anpassungsfähigkeit und die Möglichkeit, die Pizza genau nach den eigenen Vorlieben anzupassen, machen sie zu einer immer wiederkehrenden Wahl für Millionen von Menschen weltweit. Die Möglichkeit, online oder über mobile Apps zu bestellen, hat den Prozess zusätzlich vereinfacht und beschleunigt, sodass der Genuss nur wenige Klicks entfernt ist.
Die Wahl der richtigen Lieferpizza: Worauf achten?
Unser Test hat gezeigt, dass die Qualität von Lieferpizza stark variieren kann. Doch wie finden Sie abseits unseres Rankings die für Sie persönlich beste Pizza? Hier sind einige Überlegungen und Tipps, die Ihnen bei Ihrer nächsten Bestellung helfen können:
- Bodenpräferenz: Bevorzugen Sie einen hauchdünnen, knusprigen Boden wie bei Little Caesars, einen dicken und weichen wie bei Papa John's (falls Sie diese Textur mögen) oder einen brotähnlichen, zähen Boden wie bei Domino's? Die Textur des Bodens ist oft der entscheidende Faktor für das Gesamterlebnis.
- Soßenprofil: Mögen Sie eine süße Tomatensoße wie bei Pizza Hut, eine würzige und herzhafte wie bei Domino's oder eine eher neutrale? Die Soße ist das Herzstück vieler Pizzen und prägt den Geschmack maßgeblich.
- Käsequalität: Achten Sie auf Beschreibungen, die auf echten, gut schmelzenden Käse hindeuten. Ein guter Käse sollte Fäden ziehen und einen angenehmen, nicht künstlichen Geschmack haben.
- Beläge: Auch wenn wir uns auf einfache Käsepizza konzentriert haben, spielen die Qualität und Frische der Beläge eine große Rolle. Lesen Sie Bewertungen und achten Sie auf die Herkunft der Zutaten, falls diese angegeben ist.
- Sonderangebote und Aktionen: Viele Ketten bieten regelmäßig Rabatte oder Kombi-Angebote an. Es lohnt sich, die Websites oder Apps nach aktuellen Deals zu durchsuchen, um Geld zu sparen.
- Lieferzeit und Zuverlässigkeit: Während der Geschmack im Vordergrund steht, ist eine pünktliche Lieferung entscheidend für das Gesamterlebnis. Informieren Sie sich über die durchschnittlichen Lieferzeiten und lesen Sie Kundenrezensionen zur Zuverlässigkeit des Dienstes.
Letztendlich ist die "beste" Pizza eine sehr persönliche Entscheidung. Unser Ranking bietet eine Orientierung, aber experimentieren Sie selbst und finden Sie Ihren persönlichen Favoriten.
Häufig gestellte Fragen (FAQ) zu Lieferpizzas
Hier beantworten wir einige der am häufigsten gestellten Fragen rund um das Thema Lieferpizza:
- Welche Art von Pizza ist die beste?
Oft wird die Pizza Margherita als Referenzpunkt und als eine der besten Pizzaarten überhaupt angesehen. Ihre Zutaten – Basilikum, frischer Mozzarella und Tomaten – sind täuschend einfach, aber in ihrer Kombination genial. Es gibt einen Grund, warum sie ein fester Bestandteil der italienischen Küche und eine der beliebtesten Pizzasorten weltweit ist. Die wahre "beste" Pizza hängt jedoch stark vom persönlichen Geschmack ab. - Welche Art von Pizza ist am gesündesten?
Technisch gesehen ist Pizza mit dünnem Boden gesünder. Im Allgemeinen gilt: Je dünner der Pizzaboden, desto weniger Kalorien und Kohlenhydrate enthält die Pizza. Ein dünner Boden bedeutet oft auch weniger Salz, Natrium und gesättigte Fette, besonders im Vergleich zu dickeren, gefüllten oder sehr öligen Böden. Die Wahl der Beläge (viel Gemüse, mageres Protein, weniger Käse) spielt ebenfalls eine große Rolle. - Ist Pizza Junkfood?
Pizza kann nahrhaft sein, wenn sie richtig zubereitet wird, mit frischen, hochwertigen Zutaten und einem ausgewogenen Verhältnis von Belägen. Allerdings werden die meisten im Laden gekauften oder von Lieferdiensten angebotenen Varianten aufgrund ihres hohen Gehalts an Salz, Fett und raffinierten Kohlenhydraten oft als Junkfood eingestuft. Es kommt stark auf die Zutaten und die Portionsgröße an. - Welche Pizzatypen werden typischerweise von Lieferdiensten angeboten?
Lieferpizza-Dienste bieten eine breite Palette von Optionen an. Dazu gehören klassische Pizzen wie Margherita und Peperoni, aber auch Gourmet-Varianten mit einzigartigen Belägen und Geschmacksrichtungen. Viele haben auch regionale Spezialitäten oder saisonale Angebote im Programm. - Wie kann man Pizza bei Lieferdiensten bestellen?
Die Bestellung ist in der Regel sehr bequem über Online-Plattformen oder mobile Apps der Lieferdienste möglich. Kunden können ihre Pizzen auswählen, Beläge anpassen und die Bestellung für die Lieferung nach Hause aufgeben. Telefonische Bestellungen sind natürlich auch noch gängig. - Bieten diese Pizza-Lieferdienste glutenfreie oder vegane Pizza-Optionen an?
Ja, viele Lieferpizza-Dienste gehen auf verschiedene Ernährungspräferenzen ein und bieten glutenfreie Böden sowie vegane Optionen an, um ein vielfältiges Menü für unterschiedliche Bedürfnisse zu gewährleisten. Es lohnt sich, die Speisekarte der jeweiligen Kette zu prüfen. - Wie lange dauert die durchschnittliche Lieferzeit für Pizzabestellungen?
Die Lieferzeiten können je nach Entfernung, Verkehrsaufkommen und Nachfrage variieren. Die meisten Dienste streben jedoch eine Lieferung innerhalb eines angemessenen Zeitrahmens an, der typischerweise zwischen 30 und 60 Minuten liegt. Zu Stoßzeiten oder an Feiertagen kann es auch länger dauern. - Gibt es Sonderangebote oder Aktionen für Pizzalieferungen?
Ja, viele Lieferpizza-Dienste bieten regelmäßig Aktionen, Rabatte oder Kombi-Angebote an bestimmten Tagen oder für bestimmte Bestellmengen an. Kunden können auf der Website oder in der App des Dienstes nach aktuellen Angeboten suchen, um von diesen Vorteilen zu profitieren.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Welt der Lieferpizza zwar voller Verlockungen, aber auch potenzieller Enttäuschungen ist. Unser ausführlicher Test hat gezeigt, dass es deutliche Unterschiede in der Qualität gibt und dass nicht jede Kette das hält, was sie verspricht. Während Domino's in unserem Vergleich als klarer Sieger hervorging und ein rundum überzeugendes Geschmackserlebnis lieferte, gab es auch Pizzen, die wir lieber nicht noch einmal bestellen würden.
Die Bequemlichkeit, eine heiße, frisch zubereitete Pizza direkt an die Haustür geliefert zu bekommen, ist unbestreitbar. Sie verwandelt einen einfachen Abend in ein kleines Festmahl und erspart uns den Aufwand des Kochens. Indem Sie sich an unseren Empfehlungen orientieren oder selbst auf die Qualität von Teig, Soße und Käse achten, können Sie Ihre Chancen auf ein wirklich befriedigendes Pizzaerlebnis erheblich verbessern. Möge Ihre nächste Lieferpizza genau das sein, was Sie sich erhoffen: ein Stück perfekter Genuss direkt vor Ihrer Tür!
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