16/02/2017
In einer Welt, in der Pizza mehr als nur ein Gericht ist – sie ist eine Kunstform, eine Leidenschaft und ein kulturelles Erbe –, spielen internationale Auszeichnungen eine entscheidende Rolle. Sie würdigen nicht nur die besten Pizzabäcker und Pizzerien, sondern setzen auch Maßstäbe für Qualität, Kreativität und Innovation in der globalen Pizzaszene. Diese Auszeichnungen sind ein Wegweiser für alle Liebhaber des Teigs, der Tomaten und des Käses, die auf der Suche nach dem außergewöhnlichen Geschmackserlebnis sind. Sie zeigen, wo die Grenzen des Pizzabackens neu definiert werden und welche Talente die Zukunft dieser beliebten Speise gestalten.

Es gibt verschiedene angesehene Auszeichnungen, die die Vielfalt und das hohe Niveau der Pizzawelt widerspiegeln. Zwei der prominentesten sind die „Best Pizza Awards“, die sich auf Exzellenz und Innovation konzentrieren, und der „International Pizza Challenge“, ein Wettbewerb, der die Fähigkeiten und die Handwerkskunst der Pizzabäcker auf die Probe stellt. Beide tragen maßgeblich dazu bei, die Kunst des Pizzabackens zu fördern und die besten Talente ins Rampenlicht zu rücken.
Die Best Pizza Awards: Exzellenz und Innovation im Fokus
Die „Best Pizza Awards“ haben sich schnell als eine der prestigeträchtigsten Auszeichnungen in der Welt der Pizza etabliert. Sie gehen über bloße Geschmackstests hinaus und legen großen Wert auf Exzellenz und Innovation im Pizzabacken. Im Jahr 2024 kürten diese Auszeichnungen, die Einträge aus über 60 Ländern bewerteten, „I Masanielli“ in Caserta, Italien, unter der Leitung von Chefkoch Francesco Martucci, zur besten Pizzeria der Welt. Dies ist eine bemerkenswerte Leistung, die Martuccis unermüdliche Hingabe und seine Weiterentwicklung seit seinem zehnten Lebensjahr unterstreicht. Sein Aufstieg von Platz 5 im Vorjahr an die Spitze zeugt von seiner unbestreitbaren Meisterschaft der geliebten Pizza.
Francesco Martucci drückte seine immense Freude aus, nicht nur über den Gewinn einer so wichtigen Auszeichnung, sondern auch über die Möglichkeit, so viele Kollegen aus der ganzen Welt kennenzulernen. Diese Auszeichnung, die aus den seit 2015 etablierten „The Best Chef Awards“ hervorgegangen ist und sich 2023 zu einem eigenen Event entwickelte, wird von einem unabhängigen Gremium von 512 internationalen Experten aus 60 Ländern vergeben. Die Gewinner wurden bei einer speziellen Zeremonie in Mailand geehrt, was die globale Reichweite und Bedeutung dieser Auszeichnung unterstreicht.
Globale Spitzenreiter und aufstrebende Talente
Während Italien erwartungsgemäß die meisten Top-Platzierungen belegt – sieben der zehn besten Pizzabäcker sind in Italien ansässig, unter anderem in Rom, Fiano Romano und Caiazzo –, gibt es auch bemerkenswerte Erfolge aus anderen Teilen der Welt. Japan hat sich als ernstzunehmender Anwärter auf den Titel der besten Pizza erwiesen, mit zwei der Top-10-Köche, Daniele Cason und Tsubasa Tamaki, die in Tokio beheimatet sind.
- Daniele Cason: Dieser weitgereiste Executive Chef hat sich in den letzten Jahren stetig an die Spitze vorgearbeitet und belegte sowohl 2023 als auch 2024 den 7. Platz. Er rangiert nun weltweit auf Platz 6, dank seines „seltenen Talents, traditionelle italienische Küche mit der Finesse japanischer Zutaten zu verbinden“.
- Tsubasa Tamaki: Gründer von „Pizza Studio Tamaki“ (2018), beeindruckt Tamaki mit seinen innovativen Techniken. Er bietet neapolitanische Pizzen an, deren Teig 30 Stunden lang aus einer Mischung aus japanischem und amerikanischem Mehl fermentiert wird.
Auch in den Vereinigten Staaten haben mehrere Pizzerien die Jury beeindruckt, insgesamt vierzehn. Obwohl keine den Sprung in die Top 10 schaffte, erreichte Anthony Mangieri mit seiner „Una Pizza Napoletana“, einem Lokal in der Lower East Side von New York City, den 17. Platz. Dieses Restaurant wurde bereits in anderen Wettbewerben als beste Pizza Amerikas ausgezeichnet. Auf der anderen Seite des Hudson River sicherte sich „Razza Pizza Artigianale“ in New Jersey den 22. Platz. Unter der Führung des „visionären“ Chefkochs Dan Richer bietet Razza klassische Holzofenpizzen sowie Wurstwaren und Craft-Cocktails an.

Ein weiterer bemerkenswerter Erfolg aus den USA kommt aus dem amerikanischen Süden: Eine Pizzeria in Mississippi, „Leña Pizza+Bagels“ (Platz 77), erzielte bei den Juroren eine hohe Bewertung. Sie wird von Chefköchin Marisol Doyle geleitet, die die Grundlagen der traditionellen Pizza in Neapel erlernte. Dies zeigt, dass die Suche nach Meisterschaft und Qualität keine geografischen Grenzen kennt.
Schnelle Fakten zu den Best Pizza Awards 2024
- Sieben der Top-10-Pizzabäcker sind in Italien ansässig.
- Vierzehn der Top-100-Köche sind in den Vereinigten Staaten ansässig.
- Die Köche wurden für ihr Engagement im Handwerk, ihre Beschaffung von Zutaten und ihre Innovation ausgezeichnet.
- Der weltbeste Pizzabäcker, Francesco Martucci, backt Pizzen, seit er 10 Jahre alt war.
Der International Pizza Challenge (IPC) auf der Pizza Expo
Der „International Pizza Challenge“ (IPC) ist ein weiterer Eckpfeiler in der Welt der Pizza-Wettbewerbe. Er findet jährlich im Rahmen der renommierten „Pizza Expo“ in Las Vegas statt und bringt Pizzabäcker aus der ganzen Welt zusammen, um den Besten der Besten zu ermitteln. Der IPC 2024 verzeichnete eine Rekordbeteiligung von 439 einzigartigen Pizzabäckern mit insgesamt etwa 500 Wettbewerbsplätzen, einschließlich der Finalrunden und Ausstellungswettbewerbe. Jeder Teilnehmer backt seine charakteristische Pizza vor Ort und präsentiert sie einem renommierten Gremium akkreditierter Köche. Die Besonderheit des IPC liegt im Blind-Judging-Verfahren, bei dem vier Juroren die Pizzen vollständig anonym bewerten, um sicherzustellen, dass der Fokus ausschließlich auf dem Essen liegt.
Der Wettbewerb ist in fünf professionelle Pizzaback-Divisionen unterteilt, plus drei Partnerwettbewerbe:
- Traditionelle Pizza
- Nicht-Traditionelle Pizza
- Neapolitanische/STG Pizza
- Pan Pizza (Pfannenpizza)
- World’s Best Cheese Slice (Das beste Käsestück der Welt) – eine neue Division im Jahr 2024
Die Top 5 der Vorrunde jeder Division treten im Finale gegeneinander an. Die Gewinner der Divisionen messen sich dann im Wettbewerb um den „World Champion Pizza Maker of the Year“. Dieser Gewinner wiederum tritt in einem nur auf Einladung zugänglichen „Best of the Best“-Wettbewerb gegen frühere „Pizza Maker of the Year“-Gewinner an.
Die Champions des IPC 2024
Der Höhepunkt des IPC 2024 war die Krönung des „World Champion Pizza Maker of the Year“ und des „Best of the Best Pizza Winner“:
- World Champion Pizza Maker of the Year 2024: Tony Cerimele von „New Columbus Pizza Co.“ aus Pittston, Pennsylvania. Tony gewann zunächst die Pan-Division-Finals und setzte sich dann gegen die Gewinner der anderen Divisionen durch, indem er eine Pizza mit der geheimen Zutat Galbani dünn geschnittener frischer Mozzarella zubereitete. Damit wurde er zum Weltmeister im Pizzabacken gekürt.
- Best of the Best Pizza Winner 2024: Joe Carlucci von „Valentina’s Pizzeria & Wine Bar“ aus Madison, Alabama. Carlucci schrieb Geschichte, indem er als einziger Pizzabäcker drei Jahre in Folge Pizza-Titel gewann (2022 Best Traditional Pizza in the World, 2023 Best Non-Traditional Pizza in the World und 2023 Pizza Maker of the Year). Er setzte sich im „Best of the Best“-Wettbewerb mit drei Überraschungszutaten – Schweinebauch, rote Zwiebel und Ananas – durch.
Weitere bemerkenswerte Gewinner der Divisionen 2024 sind:
- Traditionelle Pizza: Sergio Balderas, „Truly Pizza“, Dana Point, Kalifornien (1. Platz)
- Nicht-Traditionelle Pizza: Alex White, „Yukon Pizza“, Las Vegas, Nevada (1. Platz)
- Neapolitanische Pizza: Vincenzo Santoro, „Song e Napule“, New York, New York (1. Platz)
- Pan Pizza: Tony Cerimele, „New Columbus Pizza Co.“, Nesquehoning, Pennsylvania (1. Platz)
- World’s Best Cheese Slice: Andy Huynh, „Cowabunga+“, Hamilton, Ontario, Kanada (1. Platz)
Partnerwettbewerbe
Neben den Hauptdivisionen gab es auch spannende Partnerwettbewerbe, die die Vielfalt und Kreativität in der Pizzawelt weiter unterstrichen:
- Ooni Pizza Throwdown: Hier wurden Pizzen in Ooni-Öfen zubereitet, mit Eidref Laxa („What’s Good Dough“) als Gewinner der Pan-Kategorie und Ryan Thompson („Pogonip Pizza“) in der Traditional-Kategorie.
- Plant-Based Competition (Daiya): Dieser Wettbewerb konzentrierte sich auf pflanzliche Pizzen unter Verwendung von Daiya-Produkten. Leonardo Zoppetti („Instituto Conpizza“, Brasilien) belegte den 1. Platz.
- California-Style Competition (California Milk Advisory Board): Hier ging es darum, innovative Pizzen mit kalifornischen Zutaten und Käsesorten zu kreieren. Chef Apisit Jitprasong gewann in dieser Kategorie.
Vergleich der Auszeichnungen: Best Pizza Awards vs. International Pizza Challenge
Obwohl beide Auszeichnungen die Welt der Pizza feiern, unterscheiden sie sich in ihrem Fokus und ihrer Struktur:
| Merkmal | Best Pizza Awards | International Pizza Challenge (IPC) |
|---|---|---|
| Ursprung | Aus den „The Best Chef Awards“ hervorgegangen | Teil der jährlichen „Pizza Expo“ in Las Vegas |
| Hauptfokus | Gesamte Exzellenz und Innovation in Pizzerien weltweit | Wettbewerb der individuellen Pizzabäckerfähigkeiten und spezifischer Pizzastile |
| Jury | Umfassendes Gremium von 512 internationalen Experten | Gremium akkreditierter Köche mit Blind-Judging |
| Zeremonieort | Mailand, Italien | Las Vegas, USA (im Rahmen der Pizza Expo) |
| Ausgezeichnete Einheit | Pizzerien und deren Chefköche | Individuelle Pizzabäcker (World Champion Pizza Maker of the Year) |
| Schwerpunkt | Kulinarische Kunst, Raffinesse, globale Trends | Handwerk, Technik, Einhaltung von Stilvorgaben, Performance vor Ort |
Häufig gestellte Fragen zu Pizza-Auszeichnungen
Was ist der Unterschied zwischen den Best Pizza Awards und dem International Pizza Challenge?
Die „Best Pizza Awards“ konzentrieren sich auf die Gesamtleistung von Pizzerien und die Innovation in der Pizzakunst, bewertet von einem breiten internationalen Expertengremium. Der „International Pizza Challenge“ hingegen ist ein direkter Wettbewerb, bei dem Pizzabäcker ihre Fähigkeiten und spezifischen Pizzastile vor einer Jury live unter Beweis stellen. Er ist stärker auf die individuelle Handwerkskunst und die Wettbewerbsperformance ausgerichtet.
Wer sind die bekanntesten Pizzerien/Chefs, die ausgezeichnet wurden?
Zu den bekanntesten gehören „I Masanielli“ mit Francesco Martucci (beste Pizzeria weltweit bei den Best Pizza Awards), „Una Pizza Napoletana“ mit Anthony Mangieri, „Razza“ mit Dan Richer in den USA, sowie Tony Cerimele (World Champion Pizza Maker of the Year) und Joe Carlucci (Best of the Best) vom International Pizza Challenge.

Wie werden die Gewinner ausgewählt?
Bei den „Best Pizza Awards“ wählen 512 internationale Experten Gewinner basierend auf „Pizza-Exzellenz und Innovation“ aus. Beim „International Pizza Challenge“ backen die Teilnehmer ihre Pizzen vor Ort, und ein Gremium akkreditierter Köche bewertet die Pizzen in einem Blind-Judging-Verfahren nach verschiedenen Kriterien, je nach Division.
Warum sind diese Auszeichnungen wichtig für die Pizzawelt?
Diese Auszeichnungen sind von entscheidender Bedeutung, da sie nicht nur die Besten der Besten anerkennen und fördern, sondern auch die Standards für Qualität und Kreativität in der globalen Pizzaindustrie erhöhen. Sie bieten eine Plattform für Pizzabäcker, um ihre Leidenschaft und ihr Können zu präsentieren, inspirieren andere und helfen Pizzaliebhabern weltweit, außergewöhnliche Pizzerien zu entdecken.
Wo finde ich die besten Pizzen der Welt?
Basierend auf den Auszeichnungen ist Italien nach wie vor die Hochburg der besten Pizzen, mit zahlreichen Top-Pizzerien wie „I Masanielli“. Aber auch Städte wie Tokio (Japan) und US-Metropolen wie New York City, Las Vegas und kleinere Städte in New Jersey oder Mississippi bieten preisgekrönte Pizzaerlebnisse. Die Listen der Gewinner sind eine hervorragende Inspirationsquelle für Ihre nächste kulinarische Reise.
Fazit
Die Welt der Pizza-Auszeichnungen ist ein dynamisches und aufregendes Feld, das die Vielfalt und das hohe Niveau der globalen Pizzakultur widerspiegelt. Ob die „Best Pizza Awards“, die Exzellenz und Innovation feiern, oder der „International Pizza Challenge“, der die individuelle Handwerkskunst hervorhebt – beide tragen dazu bei, die Kunst des Pizzabackens zu würdigen und die unermüdliche Hingabe der Pizzabäcker zu ehren. Diese Auszeichnungen sind nicht nur Listen von Namen und Orten; sie sind eine Einladung, die Welt durch den Geschmack der Pizza zu erkunden und die Geschichten hinter jedem preisgekrönten Stück zu entdecken. Sie beweisen, dass die Liebe zur Pizza eine universelle Sprache spricht und dass wahre Meisterschaft keine Grenzen kennt.
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