Warum ist Pizza in Österreich so beliebt?

Graz's Kleinster Geheimtipp: marktDINNER

08/04/2018

Rating: 4.77 (3074 votes)

Graz, die charmante Hauptstadt der Steiermark, ist bekannt für ihre lebendige Kulturszene, ihre malerischen Gassen und natürlich – ihre exquisite Kulinarik. Doch selbst in einer Stadt, die so reich an gastronomischen Freuden ist, gibt es immer wieder Orte, die es schaffen, zu überraschen und zu begeistern. Einer dieser Orte, der das Prädikat „außergewöhnlich“ wahrlich verdient, ist die »Genießerei am Markt« am Kaiser-Josef-Platz. Was tagsüber ein geschäftiger Marktstand ist, verwandelt sich an bestimmten Abenden in eine der exklusivsten und ungewöhnlichsten Orte für Fine Dining in ganz Österreich. Bereiten Sie sich auf eine Geschichte vor, die beweist, dass die größten kulinarischen Genüsse oft an den unerwartetsten Orten zu finden sind.

Was ist die beste steirische Pizza?
Die Pizzeria Déjà-vu in Weiz erreichte nicht nur mit 25 Prozent den ersten Platz im Steiermark-Ranking, sondern auch den sechsten Platz bei den bundesweit besten Pizzerien. Sie feiert in zwei Wochen ihr zehnjähriges Bestehen und bäckt die beste steirische Pizza, laut Ranking. Dieser Inhalt wird von Instagram eingebettet.
Inhaltsverzeichnis

Die Metamorphose: Vom Marktstand zum Gourmet-Mekka

Die »Genießerei am Markt« ist weit mehr als nur ein weiterer Punkt auf der kulinarischen Landkarte von Graz. Sie ist ein faszinierendes Experiment, ein mutiger Schritt in eine neue Dimension des Essengehens. Als kleinster Stützpunkt des renommierten steirischen Gastro-Imperiums »Grossauer« – zu dem auch Größen wie »El Gaucho«, »Schlossberg« oder »Goldkost« gehören – versorgt dieser Marktstand seit jeher die Grazer mit frischen Mittagsmenüs und schnellen Snacks. Die Geschichte des Standes ist bereits von kulinarischer Exzellenz geprägt, denn schon einmal wirkte hier Walter Triebl, heute bekannt durch sein »Lilli« in Fehring, als Kapazunder. Doch was sich nun hier abspielt, ist eine wahre Revolution.

Das Konzept des »marktDINNER« by Alexander Posch entstand aus der Notwendigkeit und dem Wunsch, ein Talent wie Alexander Posch vollends zu fordern und zu fördern. Zuvor Küchenchef des hochdekorierten »Zur Goldenen Birn«, suchte Posch nach einer neuen Herausforderung. Salate und Steinofen-Focaccia, so köstlich sie auch sein mögen, konnten die kreative Energie eines solchen Kochs nicht dauerhaft befriedigen. So wurde die Idee geboren, das kleine Marktstandl nach Ladenschluss in ein intimes Gourmet-Restaurant zu verwandeln. Eine Transformation, die nicht nur logistisch eine Meisterleistung ist, sondern auch eine, die das Potenzial hat, die Grazer Gastronomieszene nachhaltig zu prägen.

Ein intimes Erlebnis: Das marktDINNER

Donnerstag bis Samstag, pünktlich um 18 Uhr, vollzieht sich die magische Verwandlung. Das Minilokal, das tagsüber pulsierender Treffpunkt ist, wird zu einem Schauplatz für kulinarische Höchstleistungen. Mit nur 15 bis allerhöchstens 20 Gästen – bei voller Auslastung durchaus mit angenehmem Körperkontakt – ist das »marktDINNER« ein Erlebnis von unvergleichlicher Intimität. Die adrett gedeckten Minitische, versehen mit signierten Menükarten, zeugen von der Liebe zum Detail, die hier zelebriert wird. Es ist diese Exklusivität, diese fast private Atmosphäre, die das marktDINNER so besonders macht.

Doch die Einzigartigkeit des Ortes bringt auch charmante Eigenheiten mit sich. Gerade am Wochenende verwandelt sich der Kaiser-Josef-Platz in eine lebhafte Genusszone mit einer gefühlt vierstelligen Besucherzahl. Die trinkende Freiluftkundschaft des Standes schlängelt sich auf dem Weg zur Toilette unweigerlich an den Tischen des »marktDINNER« vorbei. Eine Situation, die von Restaurantchefin Julia Glanzer neben dem Servieren und dem professionellen Weinservice auch ein hohes Maß an Humor und Improvisationstalent verlangt. Sie ist nicht nur Gastgeberin, sondern auch eine Art charmanter Ordn Hüterin dieses lebendigen Geschehens. Es ist diese lebendige, unkonventionelle Atmosphäre, die dem »marktDINNER« eine Authentizität verleiht, die man in sterilen Gourmettempeln vergeblich sucht.

Die Weine: Eine Entdeckungsreise für den Gaumen

Apropos Wein: Julia Glanzer ist eine wahre Koryphäe auf ihrem Gebiet. Regelmäßig stellt sie für das exklusive Menü rare Flaschen zusammen, die man sonst kaum glasweise genießen kann. Wo sonst könnte man beispielsweise einen exzellent gereiften 2009er Blaufränkisch Lehmgrube von Schönberger aus Mörbisch glasweise verkosten? Diese sorgfältig ausgewählten Tropfen ergänzen die Gerichte nicht nur perfekt, sondern erheben das gesamte Esserlebnis auf ein noch höheres Niveau. Es ist die Leidenschaft und das Fachwissen von Glanzer, die den Wein zu einem integralen Bestandteil der kulinarischen Reise machen – eine Reise, die mit jedem Schluck die Geschichte und das Terroir der Region erzählt.

Die Kulinarische Offenbarung: Ein Fest der Sinne

Und das Essen? Durchgängig auf hohem Niveau, intelligent abgestimmt und ohne jegliche Allüren. Alexander Posch verzichtet auf überflüssigen Schnickschnack und konzentriert sich auf das Wesentliche: den puren, unverfälschten Geschmack und die perfekte Harmonie der Komponenten. Die steirische Identität blitzt dabei immer wieder auf, jedoch nie auf eine rustikale, sondern stets auf eine raffinierte und moderne Art.

  • Der Auftakt: Zum Start ein aufregend gutes Minibrot mit Rindstatar, dessen mürbe Rinderhuft von der Fleischerei Feiertag gleich nebenan stammt. Eine Hommage an die regionale Qualität und ein vielversprechender Auftakt für das, was noch kommen mag. Die Frische des Tatars, die Würze, die perfekte Textur – jeder Bissen ein Genuss.
  • Ein Teller mit Charakter: Dann folgt geschmorter Sellerie mit Sauerampfer, schwarzer Knoblauchcreme und Beurre blanc vom Apfelmost. Ein Gericht, das die steirische Seele einfängt und sie auf eine elegante Art präsentiert. Die erdigen Noten des Selleries, die frische Säure des Sauerampfers, die Tiefe des schwarzen Knoblauchs und die fruchtige Süße des Apfelmosts – ein Meisterwerk der Balance.
  • Tradition neu interpretiert: Die Klachlsuppe, ein steirischer Klassiker, wird hier auf eine Art serviert, die Tradition und Innovation meisterhaft verbindet. Dazu gibt es einen gebackenen Krapfen mit Grammelfülle, der eine überraschende Textur und Geschmackskomponente hinzufügt. Das i-Tüpfelchen: ein Löfferl Alpenkaviar obendrauf. Und tatsächlich, die subtilen Fischeier gehen nicht unter in diesem teils deftigen, teils raffinierten Arrangement. Ein Beweis für Poschs Mut und sein Gespür für ungewöhnliche Kombinationen.
  • Ein Highlight: Eine wahre Herrlichkeit ist das glacierte Kalbsbries mit Miso-Karfiolcreme und Buzara-Fond aus getrockneten Miesmuscheln. Die zarte Textur des Brieses, die umami-reiche Miso-Creme und der intensive, maritime Geschmack des Buzara-Fonds verschmelzen zu einem unvergesslichen Erlebnis. Ein Gericht, das Komplexität und Eleganz vereint.
  • Das Finale: Der Hauptgang kündigt sich bereits durch rauchige Schwaden an. Alexander Posch legt die lackierte und butterzarte Ente kurz zum Finalisieren auf seinen japanischen Konro-Grill. Das Ergebnis ist eine Ente, die auf der Zunge zergeht, mit einer perfekt knusprigen Haut und einem tiefen, rauchigen Aroma, das den Höhepunkt des Menüs darstellt. Ein würdiger Abschluss einer außergewöhnlichen kulinarischen Reise.

Das marktDINNER im Überblick: Ein Vergleich

Um die Einzigartigkeit des »marktDINNER« zu verdeutlichen, lohnt sich ein kleiner Vergleich mit traditionellen Fine-Dining-Restaurants:

MerkmalmarktDINNER by Alexander PoschTypisches Fine-Dining-Restaurant
LokationTransforierter Marktstand am belebten PlatzExklusives, oft abgeschiedenes Lokal
GrößeExtrem klein (15-20 Plätze)Oft größer, mehr Tische
AtmosphäreIntim, lebendig, unkonventionell, nah am GeschehenGediegen, ruhig, formell, oft distanziert
InteraktionSehr persönlich, direkter Kontakt zum TeamProfessioneller, aber oft weniger persönlicher Service
BesonderheitTägliche Verwandlung, Marktumfeld, exklusive Weinselektion glasweiseHohe Designstandards, oft Fokus auf Showküche
FlexibilitätFestes Menü, Fokus auf das ErlebnisOft à la carte, mehr Auswahl

Fazit: Graz hat ein neues Toplokal

Die »Genießerei am Markt« mit ihrem »marktDINNER« by Alexander Posch ist mehr als nur ein Restaurant; es ist ein Erlebnis, eine Geschichte, die man schmecken kann. Es ist ein Ort, an dem die Grenzen zwischen Marktleben und Toplokal verschwimmen, an dem Tradition und Innovation Hand in Hand gehen. Alexander Posch hat hier eine Bühne gefunden, um sein Können in Perfektion zu präsentieren, unterstützt von einer Restaurantchefin, die mit Charme und Expertise das Gesamterlebnis abrundet. Wer in Graz wirklich außergewöhnlich essen möchte, wer bereit ist, sich auf ein Abenteuer einzulassen, der sollte sich unbedingt einen der heiß begehrten Plätze im »marktDINNER« sichern. Es ist ein Beweis dafür, dass die besten Dinge oft in den kleinsten und unerwartetsten Paketen kommen.

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zum marktDINNER

Um Ihnen die Planung Ihres Besuches zu erleichtern, haben wir die wichtigsten Fragen zum »marktDINNER« zusammengefasst:

F: Wann findet das marktDINNER statt?
A: Das »marktDINNER« findet von Donnerstag bis Samstag statt und beginnt jeweils um 18:00 Uhr. Eine Reservierung ist aufgrund der begrenzten Plätze unbedingt erforderlich.

F: Wie viele Plätze gibt es im marktDINNER?
A: Das »marktDINNER« ist ein sehr intimes Erlebnis und bietet nur Platz für 15 bis maximal 20 Gäste pro Abend. Dies trägt zur exklusiven Atmosphäre bei.

F: Kann ich auch tagsüber in der Genießerei am Markt essen?
A: Ja, die »Genießerei am Markt« ist tagsüber ein regulärer Marktstand, der Mittagsmenüs und Snacks anbietet. Das »marktDINNER« ist ein separates Abendkonzept.

F: Gibt es eine feste Speisekarte oder ein Menü?
A: Ja, es wird ein sorgfältig zusammengestelltes Menü serviert, das die Kreativität von Alexander Posch widerspiegelt und saisonale sowie regionale Produkte in den Vordergrund stellt. Die genaue Menüfolge finden Sie auf den signierten Menükarten am Abend Ihres Besuches.

F: Ist das Restaurant leicht zu finden?
A: Die »Genießerei am Markt« befindet sich direkt am Kaiser-Josef-Platz in Graz, einem zentralen und bekannten Ort. Der Marktstand ist gut sichtbar.

F: Wie ist die Atmosphäre im marktDINNER?
A: Die Atmosphäre ist einzigartig: intime Fine-Dining-Qualität trifft auf das lebendige Flair eines Marktstandes. Es ist unkonventionell, persönlich und sehr charmant, mit dem besonderen Reiz des Treibens am Platz.

F: Wird auch eine Weinbegleitung angeboten?
A: Ja, Restaurantchefin Julia Glanzer stellt eine exzellente Auswahl an seltenen und perfekt auf das Menü abgestimmten Weinen zusammen, die oft auch glasweise erhältlich sind.

Wenn du andere Artikel ähnlich wie Graz's Kleinster Geheimtipp: marktDINNER kennenlernen möchtest, kannst du die Kategorie Pizza besuchen.

Go up