18/11/2015
Wien, die Stadt der kaiserlichen Pracht, der Kaffeehauskultur und des Schnitzels, überrascht ihre Besucher und Bewohner immer wieder mit einer erstaunlich lebendigen und vielfältigen kulinarischen Szene. Während man vielleicht zuerst an traditionelle österreichische Küche denkt, hat sich die Donaumetropole in den letzten Jahren zu einem wahren Schmelztiegel für internationale Gaumenfreuden entwickelt. Und mittendrin? Die Pizza. Doch nicht irgendeine Pizza. Wien bietet eine beeindruckende Bandbreite, die von der authentisch neapolitanischen Meisterleistung bis zur modernen, experimentellen Kreation reicht. Sich in dieser Fülle zurechtzufinden, kann eine Herausforderung sein, aber auch ein aufregendes Abenteuer für jeden Pizzaliebhaber. Dieser umfassende Guide nimmt Sie mit auf eine Reise durch die Wiener Pizzalandschaft, enthüllt Geheimnisse, gibt wertvolle Tipps und hilft Ihnen dabei, Ihre persönliche perfekte Scheibe Glück zu finden.

- Die Vielfalt der Wiener Pizzaszene
- Was macht eine gute Pizza aus?
- Typische Pizza-Stile in Wien
- Einige fiktive Beispiele und ihre Besonderheiten
- Mehr als nur Pizza: Das Gesamterlebnis
- Tipps für Ihre Pizza-Jagd in Wien
- Vergleichstabelle: Fiktive Pizza-Konzepte in Wien
- Häufig gestellte Fragen zu Pizza in Wien
- Gibt es glutenfreie oder vegane Pizza-Optionen in Wien?
- Wie viel kostet eine Pizza in Wien im Durchschnitt?
- Muss ich in Wiener Pizzerien reservieren?
- Bieten Wiener Pizzerien Lieferdienste an?
- Gibt es auch Pizzerien mit kinderfreundlicher Atmosphäre?
- Was ist der Unterschied zwischen Fior di Latte und Mozzarella di Bufala auf einer Pizza?
Die Vielfalt der Wiener Pizzaszene
Die Pizzakultur in Wien hat sich in den letzten Jahrzehnten enorm weiterentwickelt. Was einst hauptsächlich von klassischen italienischen Restaurants angeboten wurde, hat sich zu einer eigenständigen und dynamischen Szene gemausert. Heute findet man in Wien alles, was das Pizzaherz begehrt: von kleinen, versteckten Lokalen, die nach alten Familienrezepten backen, bis hin zu stylischen Hotspots, die mit innovativen Belägen und Design überzeugen. Diese Vielfalt ist es, die Wien zu einem so spannenden Pflaster für Pizzasucher macht.
Man kann grob verschiedene Strömungen erkennen:
- Der neapolitanische Purist: Diese Pizzerien legen größten Wert auf Authentizität. Ihr Teig wird oft über 24 Stunden fermentiert, im Holzofen bei extrem hohen Temperaturen gebacken, was zu einem weichen, luftigen Rand (Corcione) und einem dünnen Boden führt. Die Zutaten sind streng ausgewählt und stammen oft direkt aus Italien: San Marzano Tomaten, Fior di Latte oder Büffelmozzarella. Hier zählt die Tradition, und das Ergebnis ist eine Pizza, die in ihrer Einfachheit oft am komplexesten schmeckt.
- Der römische Klassiker: Im Gegensatz zur Neapolitanischen ist die römische Pizza oft dünner und knuspriger, manchmal auch oval statt rund. Der Teig ist weniger luftig, aber dafür umso rescher. Diese Variante ist ideal für alle, die es gerne kross mögen und den Fokus auf den Belag legen.
- Der innovative Gourmet: Wien hat auch eine Reihe von Pizzerien, die das traditionelle Konzept aufbrechen und mit neuen Belägen, Teigvarianten (z.B. mit Vollkorn oder Sauerteig) und Zubereitungsarten experimentieren. Hier findet man Kombinationen, die man anderswo kaum erwarten würde, oft mit regionalen oder saisonalen Zutaten aus Österreich. Diese Orte sind perfekt für Abenteurer, die bereit sind, die Grenzen der klassischen Pizza zu erkunden.
- Der Wiener Treffpunkt: Oft sind dies Pizzerien, die seit Jahrzehnten bestehen und sich zu echten Institutionen entwickelt haben. Sie bieten oft eine breite Speisekarte, die über Pizza hinausgeht, und sind beliebte Treffpunkte für Familien und Freunde. Ihre Pizzen sind vielleicht nicht immer streng nach neapolitanischen Regeln gebacken, aber sie haben ihren eigenen, charmanten Charakter und sind fester Bestandteil des Wiener Stadtbildes.
Was macht eine gute Pizza aus?
Die Suche nach der perfekten Pizza ist eine Wissenschaft für sich. Doch es gibt einige grundlegende Kriterien, die eine gute von einer herausragenden Pizza unterscheiden. Wenn Sie in Wien auf Pizzajagd gehen, achten Sie auf die folgenden Punkte:
- Die Zutaten: Die Qualität der Zutaten ist das A und O. Frische, hochwertige Tomaten, echter Mozzarella (idealerweise Fior di Latte oder Mozzarella di Bufala), gutes Olivenöl und frische Kräuter machen den Unterschied. Eine gute Pizzeria scheut sich nicht, die Herkunft ihrer Produkte zu nennen.
- Der Teig: Er ist das Herzstück jeder Pizza. Ein gut gemachter Teig ist leicht verdaulich, hat eine angenehme Textur und entwickelt im Ofen eine schöne Kruste. Bei neapolitanischer Pizza achtet man auf den "Leopardenmuster"-Rand, kleine verkohlte Bläschen, die durch die hohe Hitze entstehen und ein Zeichen für die perfekte Backweise sind.
- Der Ofen: Die besten Pizzen kommen aus einem Holzofen oder einem speziellen Steinofen, der extrem hohe Temperaturen (bis zu 500°C) erreichen kann. Die kurze Backzeit (oft nur 60-90 Sekunden) sorgt dafür, dass die Pizza außen knusprig und innen weich bleibt und die Aromen sich voll entfalten können. Der Ofen ist oft das Herzstück der Pizzeria.
- Der Pizzaiolo: Die Kunst des Pizzabackens liegt in den Händen des Pizzaiolo. Er muss nicht nur den Teig perfekt beherrschen, sondern auch das Zusammenspiel von Temperatur, Feuchtigkeit und Zutaten verstehen. Ein erfahrener Pizzaiolo erkennt man an der Leidenschaft für sein Handwerk und der Konsistenz seiner Pizzen.
- Die Atmosphäre: Eine gute Pizza schmeckt noch besser in der richtigen Atmosphäre. Ob rustikal und gemütlich, modern und schick oder lebhaft und authentisch – das Ambiente trägt maßgeblich zum Gesamterlebnis bei.
Typische Pizza-Stile in Wien
Wie bereits angedeutet, gibt es nicht die eine Wiener Pizza. Vielmehr ist die Stadt ein Kaleidoskop verschiedener Stile, die jeweils ihre eigenen Liebhaber haben:
- Neapolitanische Pizza: Sie ist der Star vieler neuerer Pizzerien in Wien. Ihr Erkennungsmerkmal ist der dicke, luftige und leicht verkohlte Rand (Corcione), der dünne, weiche Boden und die spärliche, aber hochwertige Belegung. Klassiker wie die Margherita oder Marinara sind hier Pflicht.
- Römische Pizza: Dünner, knuspriger und oft auch rechteckig oder oval gebacken. Ideal für alle, die eine festere Unterlage und einen stärkeren Fokus auf den Belag bevorzugen. Die Beläge sind oft vielfältiger und können auch ungewöhnlichere Kombinationen umfassen.
- Pizza al Taglio: Diese "Pizza am Stück" ist perfekt für den schnellen Hunger zwischendurch. Sie wird auf großen Blechen gebacken und in rechteckigen Stücken verkauft. Oft gibt es eine große Auswahl an Belägen, und man kann verschiedene Sorten probieren.
- Amerikanische Pizza (Deep Dish, New York Style): Auch wenn seltener, findet man in Wien vereinzelt auch Anklänge an amerikanische Pizzastile, die sich durch einen dickeren Boden und oft reichlich Käse und Belag auszeichnen.
Einige fiktive Beispiele und ihre Besonderheiten
Da wir keine spezifischen Restaurantnamen nennen können, möchten wir Ihnen doch eine Vorstellung davon geben, welche Art von Erlebnissen Sie in Wien erwarten könnten, indem wir fiktive Beispiele für Pizzakonzepten skizzieren:
- "Bella Napoli Ecke" (Fiktiv): Stellen Sie sich ein kleines, unaufgeregtes Lokal im 2. Bezirk vor, das sich auf absolute neapolitanische Reinheit konzentriert. Hier gibt es nur eine Handvoll Pizzen auf der Karte, aber jede einzelne ist ein Meisterwerk des Teigs und der simplen, aber perfekten Zutaten. Der Holzofen glüht, und der Pizzaiolo ist ein Künstler, der seit Jahrzehnten sein Handwerk pflegt. Die Atmosphäre ist lebhaft, oft laut und erinnert an eine Gasse in Neapel. Reservierung empfohlen!
- "Die Moderne Scheibe" (Fiktiv): Ein trendiges Restaurant im 7. oder 8. Bezirk, das mit minimalistischem Design und einer offenen Küche besticht. Hier wird mit Sauerteig-Pizzen experimentiert, und die Beläge reichen von Trüffelsalami bis zu regionalem Ziegenkäse mit Feigen. Auch vegane und glutenfreie Optionen sind hier oft auf der Karte zu finden, und die Getränkeauswahl umfasst Craft Beer und Naturweine. Ideal für einen Abend mit Freunden, die das Besondere suchen.
- "Oma's Pizzastube" (Fiktiv): Ein gemütliches, alteingesessenes Lokal in einem Außenbezirk Wiens, das seit Generationen von derselben Familie geführt wird. Die Pizzen sind vielleicht nicht streng nach Lehrbuch, aber sie sind riesig, reichlich belegt und schmecken einfach nach Zuhause. Hier geht man hin, wenn man Hunger hat und eine entspannte, familiäre Atmosphäre schätzt. Die Preise sind moderat, und es gibt oft auch traditionelle österreichische Gerichte auf der Karte.
- "Pizza al Volo" (Fiktiv): Ein kleiner Laden nahe einer belebten Einkaufsstraße, der sich auf Pizza al Taglio spezialisiert hat. Hier werden ständig frische, rechteckige Pizzen mit den unterschiedlichsten Belägen aus dem Ofen gezogen. Man wählt sein Stück, bezahlt und kann es direkt auf die Hand essen oder mitnehmen. Perfekt für ein schnelles Mittagessen oder einen Snack zwischendurch.
Mehr als nur Pizza: Das Gesamterlebnis
Eine gute Pizzeria bietet oft mehr als nur exzellente Pizza. Achten Sie auf:
- Vorspeisen (Antipasti): Viele Pizzerien bieten eine Auswahl an Antipasti wie Burrata, Prosciutto, Oliven oder marinierte Artischocken. Sie sind eine wunderbare Ergänzung zur Pizza und stimmen den Gaumen ein.
- Desserts: Ein klassisches Tiramisu oder Panna Cotta runden das italienische Mahl perfekt ab. Manche Pizzerien bieten auch eine "Pizza Dolce" mit Nutella oder Früchten an.
- Getränke: Eine gute Weinkarte mit italienischen Tropfen, eine Auswahl an Bieren (oft auch lokale Craft Biere) und natürlich italienische Softdrinks wie San Pellegrino oder Chinotto gehören dazu.
- Kaffee: Ein Espresso oder Cappuccino nach dem Essen ist in einer authentischen italienischen Pizzeria fast schon Pflicht.
Tipps für Ihre Pizza-Jagd in Wien
Um das Beste aus Ihrer Pizzasuche in Wien herauszuholen, beachten Sie diese praktischen Ratschläge:
- Reservieren Sie: Besonders am Wochenende oder in beliebten Lokalen ist eine Reservierung oft unerlässlich, um Wartezeiten zu vermeiden.
- Öffnungszeiten prüfen: Viele Pizzerien haben am frühen Nachmittag eine Pause oder sind an bestimmten Wochentagen geschlossen. Ein kurzer Blick auf die Website oder Google Maps erspart Enttäuschungen.
- Liefer- und Abholservices: Wenn Sie die Pizza lieber zu Hause genießen möchten, bieten viele Pizzerien auch Liefer- oder Abholservices an. Prüfen Sie die jeweiligen Anbieter oder rufen Sie direkt im Restaurant an.
- Mittagsangebote: Einige Pizzerien bieten unter der Woche spezielle Mittagsmenüs an, die oft günstiger sind und eine gute Gelegenheit bieten, neue Orte auszuprobieren.
- Bewertungen lesen: Online-Bewertungen können einen guten ersten Eindruck vermitteln, aber verlassen Sie sich nicht ausschließlich darauf. Der persönliche Geschmack ist entscheidend.
Vergleichstabelle: Fiktive Pizza-Konzepte in Wien
Um Ihnen die Orientierung zu erleichtern, haben wir eine Vergleichstabelle mit den verschiedenen Konzepten erstellt, die Sie in Wien finden könnten:
| Konzept-Typ | Fokus | Merkmale | Preisniveau | Ideal für |
|---|---|---|---|---|
| Authentisch Neapolitanisch | Tradition, Handwerk | Holzofen, luftiger Rand, hochwertige italienische Produkte, oft kleine Karte | Mittel bis Hoch | Puristen, Genießer, Paare |
| Moderne Gourmet-Pizza | Innovation, Qualität | Sauerteig, ausgefallene Beläge, vegetarisch/vegan/glutenfrei, Design-Ambiente | Hoch | Trendsetter, Foodies, Gruppen |
| Klassische Wiener Pizzeria | Gemütlichkeit, Vielfalt | Große Karte, traditionelle Beläge, familiäre Atmosphäre, oft auch andere Gerichte | Mittel | Familien, große Gruppen, unkompliziertes Essen |
| Pizza al Taglio (Stückpizza) | Schnelligkeit, Auswahl | Große Bleche, viele verschiedene Beläge, zum Mitnehmen oder schnellen Verzehr | Günstig | Mittagspause, Snack zwischendurch, schnellen Hunger |
Häufig gestellte Fragen zu Pizza in Wien
Hier finden Sie Antworten auf einige der am häufigsten gestellten Fragen, wenn es um Pizza in Wien geht:
Gibt es glutenfreie oder vegane Pizza-Optionen in Wien?
Ja, absolut! Viele moderne Pizzerien in Wien haben sich auf die Bedürfnisse ihrer Gäste eingestellt und bieten sowohl glutenfreie Teigoptionen als auch eine gute Auswahl an veganen Pizzen an. Es ist immer ratsam, dies bei der Reservierung oder Bestellung zu erfragen, aber die Verfügbarkeit nimmt stetig zu.
Wie viel kostet eine Pizza in Wien im Durchschnitt?
Der Preis für eine Pizza in Wien kann je nach Restaurant und Stil stark variieren. Eine einfache Margherita in einer traditionellen Pizzeria kann zwischen 9 und 13 Euro kosten. Gourmet-Pizzen mit speziellen Belägen oder in gehobenen Lokalen können auch 15 bis 20 Euro oder mehr erreichen. Pizza al Taglio ist oft die günstigste Option pro Stück.
Muss ich in Wiener Pizzerien reservieren?
In beliebten oder kleineren Pizzerien, insbesondere an Wochenenden oder abends, ist eine Reservierung dringend empfohlen. Für spontane Besuche oder in größeren Lokalen kann man oft auch ohne Reservierung einen Platz finden, muss aber eventuell mit Wartezeiten rechnen.
Bieten Wiener Pizzerien Lieferdienste an?
Ja, die meisten Pizzerien in Wien arbeiten mit Lieferdiensten zusammen oder bieten einen eigenen Liefer- oder Abholservice an. Beliebte Plattformen sind Lieferando, Mjam oder Wolt. Ein Blick auf die Website des Restaurants oder eine kurze telefonische Anfrage gibt Aufschluss.
Gibt es auch Pizzerien mit kinderfreundlicher Atmosphäre?
Viele Pizzerien, insbesondere die klassischen Wiener Pizzerien mit größerem Platzangebot, sind sehr kinderfreundlich. Sie bieten oft Hochstühle an und sind an Familien gewöhnt. Die Atmosphäre ist meist entspannt und lebhaft, was für Kinder gut geeignet ist. Auch hier ist es ratsam, bei Bedarf vorab nachzufragen.
Was ist der Unterschied zwischen Fior di Latte und Mozzarella di Bufala auf einer Pizza?
Beide sind Mozzarella-Sorten, aber mit feinen Unterschieden. Fior di Latte wird aus Kuhmilch hergestellt und ist etwas fester und weniger feucht. Mozzarella di Bufala, aus Büffelmilch, ist cremiger, saftiger und hat einen intensiveren Geschmack. Für authentische neapolitanische Pizza wird oft Büffelmozzarella bevorzugt, da er beim Backen wunderbar schmilzt und die Pizza nicht zu wässrig macht.
Die Pizzaszene in Wien ist lebendig, vielfältig und ständig im Wandel. Egal, ob Sie auf der Suche nach einer traditionellen Margherita sind, einem innovativen Geschmackserlebnis oder einem schnellen Snack für zwischendurch – die Donaumetropole hält für jeden Pizzaliebhaber das Richtige bereit. Nehmen Sie sich die Zeit, erkunden Sie die verschiedenen Viertel und lassen Sie sich von der Qualität und Kreativität der Wiener Pizzabäcker überraschen. Guten Appetit!
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