Welche Steine eignen sich für Brot und Pizza?

Der teuerste Pizzastein: Luxus für Ihre Küche?

02/01/2023

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Der verlockende Duft frisch gebackener Pizza, ein knuspriger Boden und perfekt geschmolzener Belag – wer träumt nicht davon, dieses italienische Meisterwerk auch zu Hause zubereiten zu können? Ein Pizzastein ist der Schlüssel zu diesem kulinarischen Erlebnis, denn er simuliert die extrem hohen Temperaturen eines professionellen Steinofens. Doch in der Welt der Pizzasteine gibt es eine breite Palette an Materialien, Formen und Preisen. Von preiswerten Einsteigermodellen bis hin zur Luxusklasse, die das Budget stärker beansprucht, stellt sich die Frage: Was ist der teuerste Pizzastein, und ist er sein Geld wirklich wert?

In unserem umfassenden Test haben wir verschiedene Modelle unter die Lupe genommen, die preislich zwischen 10 und 70 Euro liegen. Dabei zeigte sich, dass der Preis nicht immer direkt proportional zur Leistung ist. Vielmehr spielen Faktoren wie Material, Zubehör, Aufheizzeit und vor allem die Reinigung eine entscheidende Rolle für die langfristige Zufriedenheit. Der sogenannte „teuerste“ Pizzastein in unserem Testfeld, der My Friend Sicilia Ätna Lavastein, fällt in die Kategorie der Luxusklasse und besticht durch seine besondere Herkunft und Vielseitigkeit. Doch bevor wir uns den Details widmen, lassen Sie uns die Grundlagen eines guten Pizzasteins beleuchten.

Was ist der teuerste Pizzastein?
Er gehört zu den teuersten Steinen im Test und gleicht in der Reinigung allen anderen unglasierten Pizzasteinen. Ein Pizzaschieber ist nicht enthalten. Der Outdoorchef Pizzastein 570 aus Cordierit ist aufgrund des Metallhalters zu groß für einen normalen Backofen.
Inhaltsverzeichnis

Warum ein Pizzastein unverzichtbar ist: Das Geheimnis der Knusprigkeit

Ein Pizzastein ist weit mehr als nur eine Unterlage für Ihre Pizza. Er ist ein wahres Wunderwerk der Wärmeleitung und -speicherung, das den entscheidenden Unterschied zwischen einer labberigen Ofenpizza und einem knusprigen Meisterwerk macht. Im Gegensatz zu einem herkömmlichen Backblech, das die Hitze nur unzureichend weitergibt, speichert ein Pizzastein enorme Mengen an thermischer Energie. Nachdem er im Backofen oder auf dem Grill auf hohe Temperaturen vorgeheizt wurde – oft über 250 °C – gibt er diese Hitze direkt und gleichmäßig an den Pizzaboden ab. Dies führt zu zwei entscheidenden Effekten:

  1. Blitzschnelle Garzeit: Die intensive Unterhitze backt den Boden in Rekordzeit, oft in nur fünf bis zehn Minuten.
  2. Perfekte Knusprigkeit: Der Stein entzieht dem Teig sofort die Feuchtigkeit, wodurch ein herrlich knuspriger, goldbrauner Boden entsteht – fast wie aus einem echten Steinofen.

Doch nicht nur für Pizza ist ein solcher Stein ein Segen. Er eignet sich auch hervorragend für die Zubereitung von Flammkuchen, Brot oder sogar knusprigen Brötchen. Seine Vielseitigkeit macht ihn zu einem wertvollen Helfer in jeder Küche, die Wert auf authentische Backergebnisse legt.

Materialkunde: Von Cordierit bis Backstahl

Die Wahl des richtigen Materials ist entscheidend für die Leistung und Haltbarkeit eines Pizzasteins. In unserem Test haben wir Modelle aus verschiedenen Materialien untersucht, die alle ihre spezifischen Eigenschaften mitbringen:

  • Cordierit: Dies ist das am häufigsten verwendete Material für Pizzasteine. Cordierit ist ein Keramikmaterial, das sich durch seine hohe Temperaturbeständigkeit und gute Wärmeleitfähigkeit auszeichnet. Es ist widerstandsfähig gegen Temperaturschocks und daher weniger anfällig für Brüche beim schnellen Erhitzen oder Abkühlen. Die meisten der von uns getesteten Steine waren aus Cordierit.
  • Schamott: Ein traditionelles Material, das auch in professionellen Öfen zum Einsatz kommt. Schamottsteine haben eine hervorragende Wärmespeicherfähigkeit, benötigen aber etwas länger zum Aufheizen. Sie sind zudem etwas empfindlicher gegenüber unsachgemäßer Behandlung und können leichter brechen als Cordierit.
  • Keramik: Keramiksteine heizen sich sehr schnell auf, speichern die Wärme jedoch nicht ganz so lange wie Cordierit oder Schamott. Sie sind oft glatter und daher etwas einfacher zu reinigen, können aber auch zerbrechlicher sein.
  • Lavastein: Eine besondere Kategorie, oft handgefertigt aus Naturstein, wie der My Friend Sicilia Ätna Lavastein. Lavasteine zeichnen sich durch ihre natürliche Ästhetik, gute Wärmespeicherung und Vielseitigkeit aus. Sie können oft auch für die Zubereitung von Fleisch oder Fisch verwendet werden.
  • Backstahl: Obwohl kein Stein, ist Backstahl eine ernstzunehmende Alternative zum Pizzastein. Er besteht aus einer massiven Stahlplatte, die Wärme extrem schnell aufnimmt und speichert. Backstahl ist nahezu unzerbrechlich und liefert oft noch knusprigere Ergebnisse als Steine. Allerdings ist er deutlich schwerer und erfordert etwas mehr Pflege, um Rostbildung zu vermeiden.

Die Dicke des Steins spielt ebenfalls eine Rolle: Dünnere Steine (0,8-1 cm) heizen schneller auf, können die Wärme aber nicht so lange speichern. Dickere Steine (ab 1,5 cm, teilweise bis 3 cm) benötigen eine längere Aufheizzeit, halten die Hitze dafür aber auch über mehrere Pizzen hinweg konstant. Für Familien oder größere Runden empfiehlt sich daher ein dickerer Stein, oder die Verwendung von zwei Steinen im Ofen, um eine kontinuierlich hohe Qualität zu gewährleisten.

Der teuerste Pizzastein im Test: My Friend Sicilia Ätna Lavastein

Innerhalb unserer Preisspanne von 10 bis 70 Euro stellte der My Friend Sicilia Ätna Lavastein das hochpreisigste Modell dar und repräsentiert die Luxusklasse. Dieser handgefertigte Naturstein wird, wie der Name schon sagt, aus Lavagestein des sizilianischen Vulkans Ätna gefertigt. Seine Maße von 39 x 35 Zentimetern und eine Dicke von zwei Zentimetern machen ihn zu einem imposanten Gerät.

Was diesen Lavastein besonders macht, ist nicht nur seine Herkunft, sondern auch seine bemerkenswerte Leistung. Trotz seiner Dicke hat er eine relativ kurze Aufheizdauer – in unserem Test benötigte er etwa 40 Minuten, um die optimale Temperatur zu erreichen, vergleichbar mit dünneren Cordierit-Steinen. Einmal heiß, gibt er die Wärme zuverlässig und über einen langen Zeitraum ab, was zu außergewöhnlich schmackhaften und saftig-krossen Pizzen führte. Die Hitzeverteilung empfanden wir als optimal.

Ein weiterer Vorteil dieses Natursteins ist seine Vielseitigkeit: Er eignet sich nicht nur hervorragend für Pizza und Brot, sondern auch für das Grillen von Fleisch und Fisch, was ihn zu einem echten Multitalent macht. Allerdings erfordert er vor dem ersten Einsatz eine gewisse Vorbereitung: Er muss unter fließendem Wasser gereinigt und anschließend mit Olivenöl eingerieben werden. Dies ist eine Besonderheit, da die meisten anderen Pizzasteine keine Nassreinigung vertragen. Nach dem Einölen sollte der Stein mindestens vier Stunden ruhen, bevor er einsatzbereit ist. Für diesen Preis wäre eine passende Pizzaschaufel eine sinnvolle Ergänzung gewesen, da diese separat erworben werden muss.

Vergleich der Top-Pizzasteine und Backstähle

Um Ihnen einen besseren Überblick zu verschaffen, haben wir die wichtigsten Eigenschaften unserer getesteten Modelle in einer Vergleichstabelle zusammengefasst. Beachten Sie, dass das Backergebnis bei allen gut vorgeheizten Steinen und Backstählen nahezu identisch ist. Die Unterschiede liegen in den Details, dem Zubehör und der Handhabung.

ModellMaterialMaße (cm)Dicke (cm)VorteileNachteile
Blumtal Pizzastein (Testsieger)Cordierit38 x 301.5Knuspriges Ergebnis, sehr gute Schaufel, gutes Preis-Leistungs-VerhältnisZeigt nach erster Benutzung Spuren
Stokefire PL3125Cordierit38 x 301Gute Pizza, praktische Größe, Schaufel mit zwei Grifflängen, kurze AufheizdauerZeigt nach erster Benutzung Spuren
Fire World PizzabackstahlStahl38 x 330.8Heizt sehr schnell auf, sehr gutes Ergebnis, gleichmäßige Wärmeabgabe, unzerbrechlichMehr Pflegeaufwand, sehr schwer, teuer, ohne Schaufel
My Friend Sicilia Ätna Lavastein (Luxusklasse)Lavastein39 x 352Handgefertigter Naturstein, sehr gute Pizza, relativ kurze Aufheizdauer, auch für Fleisch und Fisch geeignetTeuer, benötigt Vorbereitung, keine Schaufel, Anleitung auf Englisch
Relaxdays 10019338 (Preistipp)CordieritØ 331Knuspriges Ergebnis, gute Größe, kurze Aufheizdauer, sehr günstigZeigt nach erster Benutzung Spuren, keine Anleitung, keine Schaufel
Gourmeo Pizza- und BrotbacksteinCordierit38 x 301.5Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, leckere Pizza, Schaufel & Rezepte enthaltenZeigt nach erster Benutzung Spuren
Becker Design BackstahlStahl38 x 330.8Heizt sehr schnell auf, sehr gutes Ergebnis, gleichmäßige WärmeabgabeMehr Pflegeaufwand, sehr schwer, teuer, ohne Schaufel, stärkere Verschmutzung bei Lieferung
Weber 18413Cordierit glasiertØ 261Gute Pizza, super zu reinigen (glasiert), kurze AufheizdauerSehr klein, teuer, ohne Schaufel, nur für Grillnutzung gedacht

Der Pizzastein im Backofen: So gelingt die perfekte Pizza

Die Verwendung eines Pizzasteins im heimischen Backofen erfordert ein paar Kniffe, um das beste Ergebnis zu erzielen. Befolgen Sie diese Schritte für eine Pizza, die schmeckt wie vom Italiener:

  1. Richtige Platzierung: Legen Sie den Pizzastein immer auf einen Rost. Auf einem Backblech kann die Luft nicht zirkulieren, und auf dem Boden des Ofens kann der Ofen beschädigt werden. Platzieren Sie den Stein eher oben oder mittig im Backofen, um eine optimale Oberhitze für den Belag zu gewährleisten.
  2. Gründliches Vorheizen: Stellen Sie die höchste Temperatur Ihres Backofens (Ober- und Unterhitze) ein. Die empfohlene Aufheizzeit variiert je nach Dicke des Steins: dünne Steine (ca. 1 cm) benötigen 30-35 Minuten, mittlere (1,5 cm) etwa 45 Minuten, und sehr dicke Steine (ab 2-3 cm) können bis zu 60 Minuten benötigen. Eine ausreichende Vorheizzeit ist entscheidend für ein knuspriges Ergebnis.
  3. Vorbereitung der Pizza: Ein Pizzaschieber ist unerlässlich, um die Pizza sicher auf den heißen Stein zu befördern. Bestreuen Sie den Schieber großzügig mit Mehl, am besten mit feinem Hartweizenmehl (Semola), um ein Ankleben zu verhindern.
  4. Der Profitrick: Vorbacken des Bodens: Für eine noch bessere Kontrolle und um das Herausrutschen der Pizza zu erleichtern, backen Sie den Pizzaboden zuerst nur mit Tomatensoße für ein bis zwei Minuten auf dem heißen Stein vor. So bekommt der Teig Struktur und lässt sich anschließend viel einfacher belegen und wieder in den Ofen schieben.
  5. Kurze Backzeit: Durch die intensive Hitze des Steins beträgt die Backzeit der belegten Pizza nur etwa fünf bis zehn Minuten, abhängig von der Teigdicke und dem Belag. Nutzen Sie die Grillfunktion Ihres Ofens in den letzten Minuten, um den Belag perfekt zu bräunen. Backpapier ist übrigens nicht nötig und kann die positiven Eigenschaften des Steins sogar beeinträchtigen.

Reinigung und Pflege: So bleibt Ihr Pizzastein hygienisch

Die Reinigung eines Pizzasteins ist einfacher, als man vielleicht denkt, erfordert aber Vorsicht und die Beachtung einiger Regeln. Der wichtigste Grundsatz: Lassen Sie den Pizzastein nach Gebrauch immer langsam im Ofen abkühlen. Ein plötzlicher Temperaturschock durch kaltes Wasser kann den Stein beschädigen oder sogar zum Bruch führen.

Nach dem Abkühlen entfernen Sie Krümel und loses Mehl mit einer Bürste oder einem trockenen Tuch. Angebrannte Käse- oder Soßenreste können Sie vorsichtig mit einem Ceranfeldschaber oder einem speziellen Plastikschaber abkratzen, um Kratzer zu vermeiden. Ein leicht feuchtes Tuch kann zum Abwischen verwendet werden, aber Vorsicht: Ein Pizzastein nimmt viel Feuchtigkeit auf. Nach einer Nassreinigung sollte er mindestens eine Woche trocknen, bevor er erneut erhitzt wird, da Restwasser im Stein bei Erhitzung zu Spannungen und Rissen führen kann.

Die Spülmaschine ist absolut tabu! Auch Spülmittel sollte vermieden werden, da es in den Stein eindringen und bei der nächsten Benutzung Gerüche abgeben kann. Manche Hersteller empfehlen sogar, gar kein Wasser zur Reinigung zu verwenden, sondern nur trocken zu bürsten und abzukratzen.

Ein wichtiger Punkt, der oft zu Irritationen führt: Unglasierte Pizzasteine werden bereits nach der ersten Benutzung Spuren zeigen. Eingebrannte Reste von Käse, Tomatensoße oder anderen Belägen hinterlassen dunkle Flecken, die sich nicht mehr vollständig entfernen lassen. Dies ist jedoch völlig hygienisch unbedenklich und hat keinen Einfluss auf die Qualität der zukünftigen Pizzen. Wer sich an diesen „Schönheitsfehlern“ stört, sollte zu einem glasierten Pizzastein greifen, dessen Oberfläche sich deutlich leichter und sichtbar sauberer halten lässt.

Pizzastein auf dem Grill: Outdoor-Pizza-Genuss

Alle von uns getesteten Pizzasteine eignen sich auch hervorragend für die Verwendung auf dem Grill. Hier eröffnet sich eine neue Dimension des Pizza-Backens, oft mit noch höheren Temperaturen als im Backofen. Die Herausforderung besteht darin, die Hitze optimal zu kontrollieren, damit der Boden nicht verbrennt, während der Belag noch roh ist.

Der Schlüssel zum Erfolg auf dem Grill ist ein Deckel. Er sorgt dafür, dass sich die Hitze im Inneren des Grills staut und der Pizzastein nicht nur von unten, sondern auch von allen Seiten gleichmäßig erhitzt wird. Ein Gasgrill ist für Anfänger oft einfacher zu handhaben, da die Temperatur präziser reguliert werden kann als bei einem Kohlegrill. Für Kugelgrills sind natürlich nur runde Steine geeignet – achten Sie hier unbedingt auf die richtige Größe, damit der Stein gut auf den Rost passt und der Deckel noch schließen kann. Die Garzeiten auf dem Grill sind aufgrund der oft noch höheren Temperaturen in der Regel noch kürzer als im Backofen.

Detaillierte Einblicke in unsere Empfehlungen

Testsieger: Blumtal Pizzastein

Das Blumtal Pizzastein-Set überzeugte uns als Testsieger durch sein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis. Der rechteckige Cordierit-Stein (38 x 30 cm, 1,5 cm dick) passt ideal in die meisten Backöfen. Er liefert konstant knusprige und leckere Pizzen. Besonders hervorzuheben ist die im Set enthaltene Metallschaufel mit abnehmbarem Holzgriff, die gut beschichtet ist und das Hantieren mit der heißen Pizza enorm erleichtert. Wie bei allen unglasierten Steinen brennen sich nach der ersten Nutzung dunkle Spuren ein, was jedoch die Funktion nicht beeinträchtigt. Für Neulinge wäre ein kleines Rezeptbuch noch ein Pluspunkt gewesen, aber insgesamt ist dies ein hervorragendes Starter-Set.

Auch gut: Stokefire PL3125

Der Stokefire PL3125 ist eine hervorragende Alternative, die mit einem dünnen Cordierit-Stein (38 x 30 cm, 1 cm dick) und einer hochwertigen Schaufel punktet. Die geringe Dicke sorgt für eine schnellere Aufheizzeit (30-40 Minuten), ohne dass die Wärmespeicherfähigkeit darunter leidet – der Stein hielt die Wärme im Test sehr gut. Die mitgelieferte Metallschaufel ist großzügig dimensioniert und kommt mit zwei austauschbaren Holzgriffen in unterschiedlichen Längen, was praktisch ist. Die gestanzten Löcher in der Schaufel sollen für einen knusprigeren Boden sorgen, konnten aber in unserem Test keinen signifikanten Unterschied feststellen. Auch dieser unglasierte Stein zeigt nach der ersten Nutzung Verfärbungen.

Bester Backstahl: Fire World Pizzabackstahl

Wer über die Anschaffung eines Pizzasteins nachdenkt, sollte auch Backstahl in Betracht ziehen. Der Fire World Pizzabackstahl (38 x 33 cm, 0,8 cm dick) ist eine kompakte Metallplatte, die sich grundlegend von einem Stein unterscheidet. Mit über acht Kilogramm ist er ein echtes Schwergewicht, dafür aber nahezu unzerbrechlich. Er heizt extrem schnell auf und liefert ein ausgezeichnetes, durchweg krosses Pizzaergebnis. Die Wärmeabgabe ist sehr gleichmäßig. Allerdings erfordert Backstahl etwas mehr Pflege, um Rostbildung zu vermeiden, und muss vor dem ersten Gebrauch eingebrannt werden. Er ist zudem etwas teurer und wird ohne Schaufel geliefert.

Preistipp: Relaxdays 10019338

Für den preisbewussten Käufer ist der runde Relaxdays 10019338 (Ø 33 cm, 1 cm dick) eine exzellente Wahl. Mit einem Preis von knapp über zehn Euro liefert dieser Cordierit-Stein ein hervorragendes Backergebnis und heizt sich schnell auf (30-35 Minuten). Er passt in jeden Ofen und ist groß genug für mehrere Pizzen. Der größte Nachteil ist das fehlende Zubehör wie eine Pizzaschaufel und eine Anleitung. Auch hier gilt: Der helle Stein verfärbt sich nach der ersten Benutzung dunkel, was aber rein optischer Natur ist.

Fazit: Der beste Pizzastein ist der, der zu Ihnen passt

Nach zahlreichen Testrunden können wir festhalten: Die Unterschiede im Backergebnis zwischen den verschiedenen Pizzasteinen und sogar zum Backstahl sind minimal, solange der Stein oder Stahl ausreichend vorgeheizt wird. Das wahre Geheimnis einer perfekten Pizza liegt vielmehr im Teig und der Zubereitungsweise.

Die Entscheidung für den „besten“ Pizzastein hängt daher stark von Ihren individuellen Bedürfnissen ab. Möchten Sie das absolute Premium-Erlebnis und schätzen vielseitige Einsatzmöglichkeiten auch für Fleisch und Fisch, dann könnte der teurere My Friend Sicilia Ätna Lavastein die richtige Wahl sein. Suchen Sie nach einem ausgewogenen Gesamtpaket mit gutem Zubehör zu einem fairen Preis, ist der Blumtal Pizzastein unser Testsieger. Wer auf maximale Haltbarkeit und schnelle Aufheizzeiten setzt und den höheren Pflegeaufwand nicht scheut, findet im Fire World Pizzabackstahl eine starke Alternative. Und für den kleinen Geldbeutel liefert der Relaxdays Pizzastein ein überraschend gutes Ergebnis.

Unabhängig vom Preis gilt: Mit etwas Übung, dem richtigen Zubehör wie einer guten Pizzaschaufel und der Beachtung der Reinigungs- und Aufheizregeln steht Ihrem knusprigen Pizza-Erlebnis zu Hause nichts mehr im Wege. Und für große Familien oder Gäste empfehlen wir den parallelen Einsatz von zwei Steinen oder Backstählen, um eine kontinuierlich hohe Qualität und schnelle Abfolge der Pizzen zu gewährleisten.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

1. Wie lange muss ich einen Pizzastein vorheizen?

Die Aufheizzeit hängt von der Dicke des Steins ab. Dünne Steine (ca. 1 cm) benötigen 30-35 Minuten, mittlere (1,5 cm) etwa 45 Minuten, und dickere Steine (ab 2 cm) bis zu 60 Minuten bei maximaler Ofentemperatur.

2. Kann ich Backpapier auf dem Pizzastein verwenden?

Es wird nicht empfohlen, Backpapier auf dem Pizzastein zu verwenden. Das Backpapier isoliert den Teig vom direkten Kontakt mit dem heißen Stein und schwächt dessen knusprigkeitsfördernde Eigenschaften ab. Die Pizza wird dann weniger kross.

3. Wie reinige ich meinen Pizzastein richtig?

Lassen Sie den Stein vollständig abkühlen. Entfernen Sie Krümel mit einer Bürste oder einem Tuch. Angebrannte Reste können mit einem Ceranfeldschaber abgekratzt werden. Verwenden Sie kein Spülmittel und weichen Sie den Stein nicht in Wasser ein, da er sonst brechen kann. Ein leicht feuchtes Tuch ist akzeptabel, aber der Stein muss danach gut trocknen (mindestens eine Woche), bevor er wieder benutzt wird.

4. Warum wird mein Pizzastein nach der ersten Benutzung dunkel?

Es ist normal und unbedenklich, dass unglasierte Pizzasteine nach der ersten Benutzung dunkle, eingebrannte Flecken von herabgefallenem Käse oder Soße bekommen. Diese Verfärbungen beeinträchtigen weder die Hygiene noch die Backqualität. Wer dies vermeiden möchte, kann zu einem glasierten Pizzastein greifen.

5. Ist ein Pizzastein oder Backstahl besser?

Beide bieten hervorragende Ergebnisse. Backstahl heizt schneller auf und ist unzerbrechlich, aber auch schwerer und pflegeintensiver (rostet leicht). Pizzasteine (besonders Cordierit) sind leichter, günstiger und einfacher in der Pflege, aber zerbrechlicher und heizen langsamer auf. Die Wahl hängt von persönlichen Vorlieben ab.

6. Kann ich meinen Pizzastein auch auf dem Grill benutzen?

Ja, die meisten Pizzasteine sind auch für den Grill geeignet. Achten Sie auf die richtige Größe für Ihren Grill und verwenden Sie immer einen Deckel, um die Hitze im Grillraum zu stauen und eine gleichmäßige Backung zu gewährleisten.

7. Was tun, wenn die Pizza auf dem Schieber kleben bleibt?

Bestreuen Sie den Pizzaschieber großzügig mit feinem Hartweizenmehl (Semola), bevor Sie die Pizza darauflegen. Arbeiten Sie zügig. Ein Profitrick ist, den Pizzaboden nur mit Soße kurz vorzubacken, bevor Sie ihn belegen und wieder in den Ofen schieben. Das gibt dem Teig Stabilität.

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