26/03/2014
Wer träumt nicht von einer knusprigen, aromatischen Pizza, die direkt aus dem Ofen kommt und einfach unwiderstehlich ist? Der Duft von geschmolzenem Mozzarella, fruchtiger Tomatensauce und frischem Basilikum erfüllt die Küche und lässt das Wasser im Mund zusammenlaufen. Doch die perfekte Pizza zu Hause zuzubereiten, scheint für viele eine Herausforderung zu sein. Keine Sorge! Mit dem richtigen Rezept, ein wenig Geduld und den passenden Tricks wird Ihre selbstgemachte Pizza zu einem wahren Meisterwerk, das selbst anspruchsvolle Gaumen begeistert. Vergessen Sie teure Lieferdienste und vorgefertigte Produkte – tauchen Sie ein in die Welt des authentischen Pizzabackens und entdecken Sie, wie einfach es sein kann, ein Stück Italien auf Ihren Teller zu zaubern. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Schritt für Schritt eine Pizza zubereiten, die nicht nur köstlich schmeckt, sondern auch zum gemeinsamen Erlebnis für die ganze Familie wird.

- Das Herzstück: Der 24-Stunden-Pizzateig
- Die perfekte Begleitung: Aromatische Tomatensauce
- Die Pizza zubereiten und belegen
- Das Backen: Auf die Sekunde genau
- Der letzte Schliff und Genuss
- Familienpizza vom Blech: Ein Erlebnis für Groß und Klein
- Tipps vom Profi: Björn Freitag empfiehlt
- Häufig gestellte Fragen (FAQ) rund um die Pizza
- Warum muss der Teig 24 Stunden ruhen?
- Kann ich den Teig auch kürzer ruhen lassen?
- Warum sollte das Backblech nicht eingefettet werden?
- Welche Mehlsorte ist die beste für Pizzateig?
- Kann ich die Pizza auch auf einem Pizzastein backen?
- Wie bewahre ich Teigreste oder gebackene Pizza auf?
- Mein Teig geht nicht auf, was kann ich tun?
Das Herzstück: Der 24-Stunden-Pizzateig
Der Schlüssel zu einer wirklich herausragenden Pizza liegt im Teig. Und hier kommt das Geheimnis der Profis ins Spiel: Zeit. Ein Teig, der 24 Stunden lang ruhen darf, entwickelt ein unerreichtes Aroma und eine wundervolle Konsistenz, die später für die perfekte Knusprigkeit sorgt. Die lange Fermentationszeit macht den Teig zudem bekömmlicher und leichter verdaulich.
Zutaten für 4 runde Pizzen oder 2 Bleche:
- 500 g Weizenmehl Type 405
- 15 g Salz
- 3 g Hefe
- 100 ml warmes Wasser
- 200 ml kaltes Wasser
- 1 Prise Zucker
- 1 EL Olivenöl
Zubereitung des Teiges:
Die Zubereitung des Teiges ist unkompliziert, erfordert aber das Einhalten der Ruhezeit, um das optimale Ergebnis zu erzielen. Beginnen Sie, indem Sie das Mehl und das Salz in einer großen Schüssel sorgfältig miteinander vermischen. Nehmen Sie in einer separaten kleinen Schüssel die Hefe und lösen Sie diese zusammen mit einer Prise Zucker in 100 ml warmem Wasser auf. Der Zucker dient hier als Nahrung für die Hefe und hilft ihr, schneller aktiv zu werden. Sobald die Hefe vollständig aufgelöst ist, fügen Sie 200 ml kaltes Wasser hinzu. Diese Mischung geben Sie nun zum Mehl in die große Schüssel.
Jetzt beginnt der wichtigste Schritt: das Kneten. Starten Sie idealerweise mit dem Knethaken einer Rührmaschine und lassen Sie den Teig für etwa 5-7 Minuten gründlich kneten, bis er eine geschmeidige Konsistenz annimmt. Anschließend nehmen Sie den Teig aus der Maschine und kneten ihn noch einmal per Hand auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche für weitere 2-3 Minuten durch. Dies hilft, die Glutenstruktur weiter zu entwickeln und den Teig elastisch zu machen. Zuletzt arbeiten Sie 1 Esslöffel Olivenöl in den Teig ein. Das Öl verleiht dem Teig zusätzliche Geschmeidigkeit und Aroma.
Formen Sie den Teig zu einer Kugel, legen Sie ihn zurück in die Schüssel, decken Sie diese gut ab – am besten mit Frischhaltefolie oder einem feuchten Tuch – und lassen Sie den Teig für ganze 24 Stunden an einem kühlen Ort (z.B. im Kühlschrank) ruhen. Die lange, kalte Gärung ist entscheidend für das Aroma und die Textur der späteren Pizza.
Die perfekte Begleitung: Aromatische Tomatensauce
Eine gute Pizza braucht nicht viel Schnickschnack. Eine einfache, aber geschmackvolle Tomatensauce ist oft alles, was es braucht, um die Basis für den perfekten Belag zu legen. Weniger ist hier definitiv mehr, denn die Qualität der Tomaten ist entscheidend.

Zutaten für 4 runde Pizzen oder 2 Bleche:
- 1 Dose geschälte Tomaten (idealerweise San Marzano)
- 1 Prise Salz
- 1 Prise Pfeffer
- Olivenöl
- Optional: Oregano, Basilikum (frisch oder getrocknet)
Zubereitung der Sauce:
Die Zubereitung der Tomatensauce ist denkbar einfach und erfordert nur wenige Schritte. Öffnen Sie die Dose mit den geschälten Tomaten und pürieren Sie den Inhalt. Sie können hierfür einen Stabmixer oder eine Gabel verwenden, je nachdem, welche Konsistenz Sie bevorzugen – von sehr fein bis leicht stückig. Würzen Sie das Tomatenpüree anschließend mit einer Prise Salz und einer Prise Pfeffer. Geben Sie einen guten Schuss Olivenöl hinzu, um der Sauce eine seidige Textur und ein fruchtiges Aroma zu verleihen. Wer möchte, kann die Sauce noch mit weiteren Gewürzen wie getrocknetem Oregano oder Basilikum verfeinern, um ihr eine noch tiefere mediterrane Note zu geben. Achten Sie darauf, die Sauce nicht zu überwürzen, damit der frische Tomatengeschmack im Vordergrund bleibt.
Die Pizza zubereiten und belegen
Nachdem Teig und Sauce vorbereitet sind, geht es ans Eingemachte: das Belegen und Backen. Dieser Schritt ist der kreative Teil, bei dem Sie Ihre Pizza ganz nach Ihrem Geschmack gestalten können.
Vorbereitung des Ofens und Blechs:
Heizen Sie Ihren Backofen auf die höchstmögliche Temperatur vor, idealerweise auf 250°C Ober-/Unterhitze. Eine hohe Temperatur ist entscheidend, damit die Pizza schnell backt und einen knusprigen Boden bekommt, während der Belag saftig bleibt. Das Backblech sollte nicht eingefettet, sondern lediglich mit etwas Mehl bestäubt werden. Der Grund dafür ist, dass Öl bei den hohen Backtemperaturen verbrennen und einen unangenehmen Geruch oder Geschmack entwickeln könnte, der die Pizza ruiniert. Das Mehl verhindert das Ankleben des Teiges.
Den Teig ausbreiten und formen:
Nehmen Sie den Teig aus dem Kühlschrank. Er sollte sich nun weich und elastisch anfühlen. Geben Sie den Teig auf das vorbereitete Backblech und breiten Sie ihn vorsichtig per Hand aus. Drücken Sie den Teig dabei von der Mitte nach außen, um einen kleinen, leicht erhöhten Rand zu formen. Dieser Rand ist wichtig, damit die Tomatensauce und der Belag später nicht herunterlaufen. Versuchen Sie, den Teig nicht zu reißen, sondern ihn sanft zu dehnen.
Belegen der Pizza:
Bestreichen Sie den Teig großzügig mit der vorbereiteten Tomatensauce, lassen Sie dabei den geformten Rand frei. Nun belegen Sie die Pizza mit Mozzarellascheiben. Verwenden Sie am besten frischen Mozzarella (Fior di Latte), da dieser beim Backen besonders cremig wird. Drücken Sie die Mozzarellascheiben leicht an, damit sie gut auf der Sauce haften. Wer möchte, kann weitere Zutaten hinzufügen. Klassiker sind Salami, Pilze, Schinken, Paprika, Oliven oder Zwiebeln. Achten Sie darauf, die Pizza nicht zu überladen, da dies die Backzeit verlängern und den Boden matschig machen kann. Weniger ist oft mehr, um die einzelnen Aromen zur Geltung kommen zu lassen.
Das Backen: Auf die Sekunde genau
Das Backen ist der letzte und entscheidende Schritt zum Pizzaglück. Bei den hohen Temperaturen geht es schnell, daher ist Aufmerksamkeit gefragt.

Schieben Sie die belegte Pizza auf der mittleren Schiene in den vorgeheizten Ofen. Die Backzeit hängt von der Dicke des Bodens, der Menge des Belages und der genauen Hitze Ihres Ofens ab. In der Regel reichen bei der hohen Temperatur von 250°C etwa 10 Minuten aus. Beobachten Sie die Pizza genau: Sie ist fertig, wenn der Rand goldbraun und knusprig ist, der Käse geschmolzen und leicht gebräunt ist und der Boden eine schöne Farbe angenommen hat. Heben Sie die Pizza vorsichtig an, um den Boden zu prüfen. Er sollte knusprig sein und keine feuchten Stellen aufweisen.
Der letzte Schliff und Genuss
Sobald die Pizza fertig gebacken ist, nehmen Sie sie aus dem Ofen. Zum Garnieren eignet sich frischer Basilikum hervorragend. Die Wärme der Pizza bringt das Aroma des Basilikums besonders gut zur Geltung. Zerrupfen Sie die Blätter einfach und verteilen Sie sie über die heiße Pizza. Schneiden Sie die Pizza in Stücke und servieren Sie sie sofort. Am besten schmeckt sie frisch aus dem Ofen!
Familienpizza vom Blech: Ein Erlebnis für Groß und Klein
Pizza backen muss nicht nur ein Kochvorgang sein – es kann ein wunderbares Gemeinschaftserlebnis für die ganze Familie sein. Die Zubereitung einer Familienpizza vom Blech ist schon in der Vorbereitung ein Spaß für Groß und Klein. Kinder lieben es, beim Ausbreiten des Teiges zu helfen und vor allem, ihre eigene Pizza individuell zu belegen. Lassen Sie die Kleinen ihre Lieblingszutaten wählen und selbst auf der Pizza verteilen. Das weckt nicht nur die Lust am Kochen und Backen, sondern auch am Essen. Eine selbstgemachte Familienpizza ist mehr als nur eine Mahlzeit; sie ist eine Gelegenheit, gemeinsam Zeit zu verbringen, kreativ zu sein und am Ende eine köstliche Belohnung zu genießen. Es entstehen dabei oft die lustigsten und originellsten Pizzakreationen, die alle zum Lachen bringen und den Appetit anregen.
Tipps vom Profi: Björn Freitag empfiehlt
Dieses Rezept basiert auf den Empfehlungen des renommierten Kochs Björn Freitag aus der WDR-Sendung "Der Vorkoster". Seine Expertise unterstreicht die Wichtigkeit der Teigruhe und der hohen Backtemperatur für ein optimales Ergebnis. Er betont, dass die Einfachheit der Zutaten und die Qualität der Produkte entscheidend sind, um den wahren Geschmack einer Pizza hervorzuheben. Vertrauen Sie auf diese erprobten Methoden, um Ihre eigene perfekte Pizza zu kreieren.
Häufig gestellte Fragen (FAQ) rund um die Pizza
Warum muss der Teig 24 Stunden ruhen?
Die lange Ruhezeit ist entscheidend für die Entwicklung des Geschmacks und der Textur des Teiges. Während dieser Zeit findet eine langsame Fermentation statt, bei der die Hefe die im Mehl enthaltenen Zucker abbaut. Dies führt zu einem komplexeren, aromatischeren Teig und einer besseren Verdaulichkeit. Der Teig wird zudem elastischer und lässt sich später leichter verarbeiten und ausbreiten, was zu einem luftigeren und knusprigeren Boden führt.
Kann ich den Teig auch kürzer ruhen lassen?
Ja, in Notfällen können Sie den Teig auch kürzer ruhen lassen, zum Beispiel 2-4 Stunden bei Raumtemperatur. Allerdings wird das Aroma und die Konsistenz nicht so ausgeprägt sein wie bei der 24-Stunden-Variante. Die lange Gärung im Kühlschrank ist das Geheimnis für die Tiefe des Geschmacks. Für ein schnelles Ergebnis können Sie auch mehr Hefe verwenden und den Teig etwa eine Stunde an einem warmen Ort gehen lassen, aber das ist ein Kompromiss.

Warum sollte das Backblech nicht eingefettet werden?
Bei den extrem hohen Backtemperaturen, die für Pizza ideal sind (250°C und mehr), würde Öl auf dem Backblech verbrennen. Dies führt nicht nur zu Rauch und einem unangenehmen Geruch, sondern kann auch einen bitteren Geschmack auf den Pizzaboden übertragen. Das Bestäuben des Blechs mit Mehl oder Grieß verhindert das Ankleben des Teiges effektiv und sorgt für einen knusprigen Boden ohne unerwünschte Nebeneffekte.
Welche Mehlsorte ist die beste für Pizzateig?
Für authentischen Pizzateig wird oft italienisches "Tipo 00"-Mehl empfohlen, da es einen sehr feinen Mahlgrad und einen hohen Proteingehalt (für die Glutenentwicklung) aufweist. Das hier verwendete Weizenmehl Type 405 ist jedoch eine hervorragende und leicht erhältliche Alternative, die ebenfalls gute Ergebnisse liefert. Wichtig ist, dass das Mehl einen ausreichenden Glutengehalt für die Elastizität des Teiges hat.
Kann ich die Pizza auch auf einem Pizzastein backen?
Ein Pizzastein ist eine fantastische Ergänzung für jeden Pizzaliebhaber! Er speichert die Hitze sehr gut und gibt sie gleichmäßig an den Teig ab, was zu einem noch knusprigeren Boden führt, ähnlich wie in einem professionellen Pizzaofen. Heizen Sie den Pizzastein zusammen mit dem Ofen für mindestens 30-60 Minuten vor, bevor Sie die Pizza darauf schieben. Die Backzeit kann auf einem Pizzastein sogar noch kürzer sein, oft nur 5-8 Minuten, je nach Dicke und Belag.
Wie bewahre ich Teigreste oder gebackene Pizza auf?
Teigreste können Sie luftdicht verpackt (z.B. in einer geölten Schüssel mit Frischhaltefolie) für 1-2 Tage im Kühlschrank aufbewahren. Er entwickelt dabei sogar noch mehr Aroma. Für eine längere Lagerung können Sie den Teig auch einfrieren. Gebackene Pizza schmeckt am besten frisch. Reste können Sie abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren und am nächsten Tag kurz im Ofen oder in einer Pfanne aufwärmen, um sie wieder knusprig zu machen.
Mein Teig geht nicht auf, was kann ich tun?
Es gibt mehrere Gründe, warum Teig nicht aufgeht:
- Alte oder inaktive Hefe: Stellen Sie sicher, dass Ihre Hefe noch aktiv ist. Sie können dies testen, indem Sie die Hefe mit etwas warmem Wasser und Zucker mischen; es sollten sich nach 5-10 Minuten Bläschen bilden.
- Wassertemperatur: Das Wasser darf nicht zu heiß (tötet die Hefe) und nicht zu kalt (Hefe wird nicht aktiv) sein. Lauwarm ist ideal.
- Kälte: Wenn der Teig im Kühlschrank gehen soll, braucht er einfach länger. Bei Raumtemperatur geht er schneller.
- Kneten: Ausreichendes Kneten ist wichtig, um die Glutenstruktur zu entwickeln, die dem Teig hilft, sich auszudehnen und Luft einzuschließen.
Sollte der Teig gar nicht aufgehen, können Sie versuchen, eine kleine Menge frischer Hefe in warmem Wasser aufzulösen und diese vorsichtig in den Teig einzuarbeiten. Manchmal hilft auch einfach mehr Zeit an einem warmen Ort.
Mit diesen detaillierten Anleitungen und Tipps steht Ihrem persönlichen Pizza-Erlebnis nichts mehr im Wege. Viel Spaß beim Backen und guten Appetit!
Wenn du andere Artikel ähnlich wie Die perfekte Pizza selbst backen kennenlernen möchtest, kannst du die Kategorie Kochen besuchen.
