09/11/2013
Wien, die glanzvolle Hauptstadt Österreichs, ist weit über ihre historischen Paläste, klassische Musik und architektonischen Meisterwerke hinaus für eine Sache berühmt: ihre unvergleichliche Küche. Und wenn es ein Gericht gibt, das untrennbar mit Österreich verbunden ist, dann ist es zweifellos das Wiener Schnitzel. Johann Lafer, ein bekannter Koch, brachte es einst auf den Punkt: „Das Wiener Schnitzel ist ein Synonym für Österreich.“ Es ist mehr als nur eine Speise; es ist ein Kulturgut, ein Stück Identität, das von den Österreichern mit Stolz und Leidenschaft zelebriert wird. Doch was macht dieses Gericht so besonders, und wo findet man die besten Exemplare in der Welthauptstadt des Schnitzels?
Begleiten Sie uns auf eine kulinarische Reise durch die Geheimnisse des Wiener Schnitzels, von der traditionellen Zubereitung bis zu den Top-Adressen, die dieses Nationalgericht perfektionieren.

- Was macht ein echtes Wiener Schnitzel aus? Die Kunst der Zubereitung
- Der Geschmack des Erfolgs: Wie schmeckt Wiener Schnitzel am besten?
- Wien, die Welthauptstadt des Schnitzels: Unsere Empfehlungen
- Der Klassiker: Figlmüller
- Geheimtipps und Alternativen: Schwein gehabt!
- Brauerei-Tradition: Salm Bräu
- Stilecht im Biedermeier-Tanzsaal: Brandauers Schlossbräu
- Lokalkolorit pur: Fromme Helene
- Gourmet-Erlebnis: Meissl & Schadn und Meierei im Stadtpark
- Wohnzimmeratmosphäre: Gastwirtschaft Rohrböck
- Unerwartet gut: Gelateria Castelletto
- Wiener Wirtshauskultur neu interpretiert: Restaurant Lugeck
- Die versteckte Perle: Gmoakeller
- Vergleichstabelle der Top-Schnitzel-Lokale in Wien
- Häufig gestellte Fragen zum Wiener Schnitzel
- Fazit: Ein kulinarisches Erbe
Was macht ein echtes Wiener Schnitzel aus? Die Kunst der Zubereitung
Die Zubereitung eines Wiener Schnitzels mag auf den ersten Blick einfach erscheinen, doch in Wahrheit steckt viel Handwerkskunst und Liebe zum Detail darin. Nur wenn alle Schritte perfekt ausgeführt werden, entsteht das Gericht, das Feinschmecker auf der ganzen Welt lieben.
Kalb ist Pflicht: Das Fundament des Geschmacks
Ein echtes Wiener Schnitzel ist und bleibt ein Kalbsschnitzel. Die Bezeichnung „Wiener Schnitzel“ ist sogar gesetzlich geschützt und darf nur für Schnitzel aus Kalbfleisch verwendet werden. Alles andere, ob vom Schwein oder Huhn, ist zwar auch lecker und wird oft als „Schnitzel Wiener Art“ angeboten, darf aber nicht den originalen Namen tragen. Das Fleisch, idealerweise aus der Oberschale oder dem Schlegel des Kalbs, zeichnet sich durch seine Zartheit und seinen feinen Geschmack aus.
Die Kunst des Klopfens: Zartheit bewahren
Nach der Auswahl des Fleisches folgt der erste entscheidende Schritt: das Klopfen. Das Kalbfleisch muss hauchdünn geklopft werden – oft nur wenige Millimeter dick. Doch Vorsicht: Hier liegt die große Kunst! Es darf nur sehr behutsam geklopft werden, idealerweise zwischen zwei Frischhaltefolien, damit die empfindliche Zellstruktur des Fleisches nicht zerstört wird. Nur so bleibt es beim Braten saftig und zart. Ein zu stark oder ungleichmäßig geklopftes Schnitzel kann trocken und zäh werden, was dem authentischen Genuss abträglich wäre.
Die perfekte Panier: Goldgelb und souffliert
Nach dem Klopfen folgt die traditionelle Panierstraße, die aus drei Stationen besteht: Zuerst wird das dünne Fleisch leicht in Mehl gewendet, um eine gute Haftgrundlage zu schaffen. Überschüssiges Mehl wird abgeklopft. Dann zieht man es durch verquirltes Ei, das oft mit einem Schuss Milch oder Sahne verfeinert wird. Zuletzt wird das Schnitzel großzügig in frischen Semmelbröseln gewendet. Die Semmelbrösel sollten grob sein, um die charakteristische, luftige Struktur zu gewährleisten. Wichtig ist, die Brösel nur leicht anzudrücken, damit sie sich beim Braten gut vom Fleisch lösen können.
Der wahre Clou jedoch ist das Ausbacken. Das Schnitzel wird traditionell in reichlich heißem Butterschmalz – oder in manchen Fällen Schweineschmalz für den authentischsten Geschmack – schwimmend gebacken. Das bedeutet, das Schnitzel muss vollständig im Fett liegen, damit es gleichmäßig garen und bräunen kann. Dabei ist die richtige Temperatur entscheidend: Das Fett muss heiß genug sein, damit die Panier schnell gart und sich vom Fleisch löst, aber nicht so heiß, dass sie verbrennt, bevor das Fleisch gar ist.
Das Ergebnis eines perfekt zubereiteten Wiener Schnitzels ist eine goldgelbe Panier, die schön souffliert, das heißt, sie muss Blasen werfen und luftig vom Fleisch abstehen. Dies ist das unverkennbare Zeichen eines perfekt zubereiteten Wiener Schnitzels, das knusprig ist, aber nicht fettig wirkt.

Der Geschmack des Erfolgs: Wie schmeckt Wiener Schnitzel am besten?
Der Geschmack eines perfekt zubereiteten Wiener Schnitzels ist eine Symphonie aus Zartheit und Knusprigkeit. Das zarte, saftige Kalbfleisch harmoniert wunderbar mit der luftig-krossen Panade. Ein Hauch von Zitrone, frisch über das Schnitzel geträufelt, verleiht eine belebende Säure, die den Reichtum des Butterschmalzes ausgleicht und den Geschmack abrundet.
Die Beilagen – eine Philosophie für sich
Traditionell wird das Wiener Schnitzel mit Erdäpfelsalat (Kartoffelsalat) serviert, oft ein einfacher, mit Essig und Öl angemachter Salat oder ein Erdäpfel-Vogerlsalat (Feldsalat). Petersilkartoffeln sind ebenfalls eine sehr beliebte Wahl. Eine Zitronenspalte zum Beträufeln ist unerlässlich und gehört einfach dazu. Preiselbeeren sind eine beliebte, wenn auch nicht immer traditionelle, Ergänzung, die eine süß-säuerliche Note hinzufügt und einen schönen Kontrast zum herzhaften Schnitzel bildet.
Was Beilagen wie Pommes Frites oder Saucen wie Ketchup angeht, so sind diese bei Puristen des Wiener Schnitzels eher verpönt. Ein wahrer Wiener Schnitzel-Liebhaber wird diese Kombinationen meiden, um den reinen Geschmack des Schnitzels nicht zu verfälschen und die traditionelle Esskultur zu respektieren.
Wien, die Welthauptstadt des Schnitzels: Unsere Empfehlungen
Wo könnte man besser Schnitzel essen als in Wien, der unbestrittenen Welthauptstadt des Schnitzels? Wir haben uns für Sie umgehört und die besten Adressen zusammengetragen, die von Einheimischen und erfahrenen Reisenden gleichermaßen geschätzt werden.
Der Klassiker: Figlmüller
Der Name Figlmüller ist untrennbar mit dem Wiener Schnitzel verbunden. Dieses Haus, oft als die Mutter aller Schnitzel-Lokale in Wien bezeichnet, zieht Touristen aus aller Welt an. Obwohl der Figlmüller auch Kalbsschnitzel anbietet, ist er vor allem für seine riesigen Schweineschnitzel bekannt, die oft den Teller überragen – mit einem Durchmesser von rund 30 cm! Das Ambiente im gemütlichen Gewölbekeller in der Bäckerstraße ist wunderschön und trägt maßgeblich zum Erlebnis bei. Ein Nachteil seiner Berühmtheit: Ohne Reservierung hat man kaum eine Chance auf einen Tisch. Die Bestellung kommt superfix und wird traditionell mit Erdäpfelsalat serviert. Ein Besuch hier ist ein Muss für jeden Schnitzel-Fan, der das berühmteste Lokal Wiens erleben möchte.
Geheimtipps und Alternativen: Schwein gehabt!
Obwohl das echte Wiener Schnitzel vom Kalb stammt, haben sich einige Betriebe einen Namen für exzellente Schweineschnitzel gemacht. Mehr als ein Geheimtipp ist das legendäre Café Anzengruber im Freihausviertel beim Naschmarkt. Hier schwärmen Gastro-Experten von der Qualität – knusprig und saftig, oft begleitet von einem superfrischen, knackigen gemischten Salat, den man selbst mit Essig und Öl anmachen kann. Auch die „Automat-Welt“ am Volkertplatz in der Leopoldstadt wird von Kennern gelobt und bietet ein hervorragendes Schweineschnitzel-Erlebnis.
Brauerei-Tradition: Salm Bräu
Direkt beim Unteren Belvedere gelegen, ist das Salm Bräu eine typisch urige Brauerei-Gaststätte. Hier werden die hauseigenen Bierspezialitäten in großen Zinkkesseln gebraut, was die ideale Ergänzung zu einem Schnitzel an einem lauen Abend darstellt. Die Schnitzel sind hier wienerisch groß, dünn geklopft, pikant gewürzt und nehmen den ganzen Teller ein. Serviert werden sie mit Preiselbeersauce und Petersilienkartoffeln. Das Salm Bräu bietet ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis und ein authentisches Schnitzelerlebnis ohne viel Schnickschnack, genau richtig für einen norddeutschen Geschmack, wie uns bestätigt wurde.

Stilecht im Biedermeier-Tanzsaal: Brandauers Schlossbräu
Das Brandauers Schlossbräu in Hietzing, ganz in der Nähe des Schönbrunner Schlossparks, bietet ein Gesamtpaket, das es zu einem Top-Ziel macht, speziell für Wien-Besucher. Im Sommer lockt der große Gastgarten mit schattenspendenden Kastanienbäumen, im Winter speist man in einem ehemaligen Biedermeier-Tanzsaal, dem Schönbrunner Saal. Hier haben einst Johann Strauß und Joseph Lanner aufgespielt, Franz Schubert und Ferdinand Raimund waren Stammgäste. Das Lokal ist bekannt für seine freundlichen und schnellen Kellner mit „Wiener Schmäh“. Neben dem Kalbsschnitzel ist auch das gebackene Hühnerschnitzel eine beliebte Wahl, oft als Cordon Bleu. Dazu passen Frittatensuppe als Vorspeise und ein Achterl Grüner Veltliner oder Almdudler, eine Kräuterlimonade.
Lokalkolorit pur: Fromme Helene
Abseits der Touristenpfade, an einer Straßenecke im 8. Bezirk gelegen, befindet sich das Gasthaus „Fromme Helene“. Hier treffen sich Künstlervolk und Einheimische, während die Straßenbahnen vorbeischeppern. Neben dem berühmten Tafelspitz gibt es hier eines der besten Kalbsschnitzel der Stadt: krosse Panade, groß und serviert mit Vogerlsalat und einem Glas Gemischter Satz. Wer neben exzellentem Essen auch echtes Wiener Lokalkolorit sucht, der kann in der „Frommen Helene“ in Wien ganz gewiss nichts verkehrt machen.
Gourmet-Erlebnis: Meissl & Schadn und Meierei im Stadtpark
Für Gourmets gibt es besondere Adressen, die das Wiener Schnitzel auf ein höheres Niveau heben. Das Meissl & Schadn am Schubertring, ein Restaurant, das an das ursprüngliche Traditionshaus von 1945 anknüpft, serviert das Wiener Schnitzel „mit allen Schikanen“ – gebacken in Schweineschmalz, mit Wildpreiselbeeren und Erdäpfelsalat. Eine offene Salonküche erlaubt den Gästen Live-Einblicke, wie die perfekten Wiener Schnitzel zubereitet werden. Auch die Meierei im Stadtpark, Teil des renommierten Steirereck und bekannt für seine Platzierung in der „The World’s 50 Best Restaurants“-Liste, bietet ein Schnitzel auf höchstem Niveau. Hier wird es in modernem Ambiente mit „Erdäpfeln und Erdäpfel-Krauthäupel-Salat“ serviert, mit der Sorgfalt und Expertise einer der besten Küchen Österreichs. Das Ambiente ist elegant, der Service „alte Schule“ und tadellos. Eine Reservierung ist in beiden Lokalen dringend empfohlen.
Wohnzimmeratmosphäre: Gastwirtschaft Rohrböck
Die Gastwirtschaft Rohrböck am Rilkeplatz vermittelt sofort das Gefühl, in einem fremden, aber gemütlichen Wohnzimmer zu sein. Hier hört man nach der obligatorischen Schnitzelbestellung das rhythmische Klopfen aus der Küche – ein klares Zeichen für frische Zubereitung. Zwar wird das Schweineschnitzel hier untypisch mit Pommes Frites statt mit der klassischen Zuspeise Erdäpfel-Vogerl-Salat serviert, doch an diesem Ort der Wiener Gastlichkeit ist alles erlaubt. Und nach dem dritten, frisch gezapften Starobrno fühlt man sich in diesem fremden Wohnzimmer plötzlich wie Zuhause.
Unerwartet gut: Gelateria Castelletto
Manchmal findet man die besten Dinge dort, wo man sie am wenigsten erwartet. Die Gelateria Castelletto am Schwedenplatz mag auf den ersten Blick wie eine Eisdiele wirken, doch sie überrascht mit einem hervorragenden, originalen Kalbsschnitzel. Hauchdünn, knusprig paniert und mit Kartoffelsalat und leckeren, goldgelben Pommes serviert, beweist dieses Lokal, dass Qualität keine Grenzen kennt. Ein wahrer Glücksfund für unerwarteten Schnitzelgenuss!
Wiener Wirtshauskultur neu interpretiert: Restaurant Lugeck
Im Herzen des ersten Bezirks, gleich um die Ecke vom Stephansplatz, befindet sich das Restaurant Lugeck. Unter dem Motto „die Wiener Wirtshauskultur ist zurückgekehrt“ wird hier das klassische Wiener Beisl modern interpretiert. Das Kalbsschnitzel ist hauchdünn mit luftiger Panier und großzügig dimensioniert. Der Erdäpfel-Vogerlsalat passt hier hervorragend dazu und schmeckt besonders gut. Ein gutes Bier ist die perfekte Begleitung, während Pommes als Schnitzelbeilage eher verpönt sind und die Frage nach Ketchup oder Soße wahrscheinlich mit einem Stirnrunzeln quittiert wird.
Die versteckte Perle: Gmoakeller
Der Gmoakeller am Heumarkt, etwas versteckt in einer Kelleretage, ist eine wahre Schnitzelperle, die man bei einem abendlichen Spaziergang entdecken kann. Das Lokal ist gemütlich und zünftig, aber trotzdem groß und oft pickepackevoll – eine Reservierung ist also ratsam. Hier bekommt man ein Traum aus knuspriger Panade und zartem Kalbsfleisch, harmonisch gewürzt und perfekt mit einem frisch gezapften Bier und klassischem Erdäpfelsalat kombiniert. Ein Ort, der auf den ersten Blick überzeugt und nicht enttäuscht.
Vergleichstabelle der Top-Schnitzel-Lokale in Wien
Um Ihnen die Entscheidung zu erleichtern, haben wir eine kleine Übersicht einiger unserer Empfehlungen zusammengestellt. Beachten Sie, dass dies nur eine Auswahl ist und Wien noch viele weitere Schnitzel-Schätze birgt.

| Lokal | Besonderheit | Fleischart (Fokus) | Typische Beilage | Reservierung empfohlen? |
|---|---|---|---|---|
| Figlmüller | Berühmtestes, riesige Portionen, uriger Keller | Schwein (auch Kalb) | Erdäpfelsalat | Ja, dringend |
| Salm Bräu | Brauerei-Atmosphäre, gutes Preis-Leistungs-Verhältnis | Kalb | Petersilienkartoffeln, Preiselbeeren | Ratsam |
| Brandauers Schlossbräu | Historischer Tanzsaal, Nähe Schönbrunn | Kalb, Huhn | Petersil-Erdäpfel, grüner Salat | Ja |
| Meissl & Schadn | Gehobene Küche, offene Salonküche, traditionell | Kalb | Erdäpfelsalat, Wildpreiselbeeren | Ja, dringend |
| Meierei im Stadtpark | Gourmet-Ansatz, elegantes Ambiente, "alte Schule" Service | Kalb | Erdäpfel-Krauthäupel-Salat | Ja, dringend |
| Lugeck | Moderne Wiener Wirtshauskultur, zentral | Kalb | Erdäpfel-Vogerlsalat | Ja |
Häufig gestellte Fragen zum Wiener Schnitzel
Um die wichtigsten Fragen rund um das Wiener Schnitzel zu beantworten, haben wir hier eine kleine FAQ-Sektion für Sie zusammengestellt:
Was ist der Unterschied zwischen einem „Wiener Schnitzel“ und einem „Schnitzel Wiener Art“?
Antwort: Der entscheidende Unterschied liegt im Fleisch. Ein „Wiener Schnitzel“ muss zwingend aus Kalbfleisch bestehen, da der Name gesetzlich geschützt ist. „Schnitzel Wiener Art“ oder „Wiener Schnitzel vom Schwein/Huhn“ hingegen sind Varianten, die aus Schweine- oder Hühnerfleisch zubereitet werden. Geschmacklich sind beide lecker, aber nur das Kalbsschnitzel trägt den originalen Namen.
Warum ist die Panier so wichtig und wie bekommt man sie blättrig?
Antwort: Die Panier ist das A und O des Wiener Schnitzels. Sie soll knusprig und vor allem „souffliert“ sein, also luftige Blasen werfen und sich vom Fleisch lösen. Dies erreicht man durch das schwimmende Ausbacken in reichlich heißem Butterschmalz (oder Schweineschmalz). Das Fett muss heiß genug sein (ca. 170-175°C), damit die Panade schnell gart und sich durch die Dampfentwicklung zwischen Fleisch und Panier abhebt, während das Schnitzel im Fett „tanzt“.
Welche Beilagen sind authentisch zum Wiener Schnitzel?
Antwort: Die klassische Beilage ist der Erdäpfelsalat (Kartoffelsalat), oft ein einfacher mit Essig und Öl angemachter Salat oder ein Erdäpfel-Vogerlsalat. Petersilkartoffeln sind ebenfalls sehr beliebt. Eine Zitronenspalte zum Beträufeln ist unerlässlich. Preiselbeeren sind eine beliebte Ergänzung, aber nicht immer traditionell. Pommes Frites oder Ketchup sind unüblich und werden von Liebhabern eher gemieden.
Kann man ein Wiener Schnitzel auch zu Hause zubereiten?
Antwort: Absolut! Mit der richtigen Technik und hochwertigen Zutaten lässt sich ein hervorragendes Wiener Schnitzel auch in der eigenen Küche zubereiten. Achten Sie auf dünn geklopftes Kalbfleisch, frische Semmelbrösel und das schwimmende Ausbacken in ausreichend Butterschmalz für das beste Ergebnis. Das behutsame Klopfen und die richtige Fetttemperatur sind dabei entscheidend für die perfekte, soufflierte Panier.
Warum ist das Wiener Schnitzel in gehobenen Lokalen so teuer?
Antwort: Der Preis eines echten Wiener Schnitzels reflektiert die Qualität des verwendeten Kalbfleisches, das teurer ist als Schweine- oder Hühnerfleisch. Hinzu kommt der Aufwand der Zubereitung, von der sorgfältigen Fleischvorbereitung über die perfekte Panier bis hin zum fachgerechten Ausbacken in Butterschmalz. Auch der Ruf, die Lage und das Ambiente des Lokals spielen eine Rolle bei der Preisgestaltung. Ein echtes Wiener Schnitzel ist ein Premium-Produkt.
Fazit: Ein kulinarisches Erbe
Das Wiener Schnitzel ist weit mehr als nur ein Gericht – es ist ein Erlebnis, ein Stück Wiener Seele, das man bei einem Besuch in der Donaumetropole unbedingt kosten sollte. Egal ob Sie sich für den berühmten Figlmüller entscheiden, ein verstecktes Beisl entdecken oder das Gourmeterlebnis suchen – lassen Sie sich von der knusprigen Panier und dem zarten Fleisch verzaubern.
Wie die Großmutter der „Passport Pirates“ schon weise sagte: „Hab Sonne im Herzen, und Schnitzel im Bauch, dann geht es dir prima, und satt bist’e auch.“ Und da Großmütter ja grundsätzlich IMMER Recht haben, muss ja was Wahres dran sein. Wir hoffen, dieser Artikel hat Ihnen Appetit gemacht und Sie auf Ihre nächste Schnitzel-Entdeckungsreise in Wien vorbereitet!
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