Wie macht man einen American Pizzateig?

Pizza vs. Deep Dish: Ein kulinarischer Vergleich

31/05/2019

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Pizza ist weit mehr als nur ein Gericht; sie ist ein globales Phänomen, ein Symbol für Geselligkeit und purer Genuss. Doch wer glaubt, Pizza sei gleich Pizza, der irrt gewaltig. Während die meisten von uns an die dünnbodige, knusprige oder luftig-weiche italienische Variante denken, gibt es eine andere majestätische Kreation, die sich in den Vereinigten Staaten etabliert hat: die Chicago Deep Dish Pizza. Beide sind unbestreitbar 'Pizza', aber sie könnten unterschiedlicher kaum sein. Begleiten Sie uns auf eine kulinarische Reise, um die Geheimnisse und die faszinierenden Unterschiede dieser beiden Pizzawelten zu lüften, und vielleicht finden Sie ja eine neue Lieblingspizza, die Ihr Herz erobert.

Wie bereite ich eine Pizza in den Ofen vor?
Eine Pizza-Form (30 cm Ø) mit 1 El Öl ausstreichen und mit Mehl ausstäuben, überschüssiges Mehl ausklopfen. Den Ofen auf 230 Grad (Umluft 210 Grad) vorheizen. Pizza-Teig auf einer bemehlten Fläche durchkneten. Teig halbieren, eine Hälfte 32 cm Ø groß ausrollen, in die Form legen. Mit 1 El Olivenöl beträufeln.
Inhaltsverzeichnis

Was ist Deep Dish Pizza?

Die Deep Dish Pizza ist eine wahre Ikone aus der windigen Stadt Chicago in den Vereinigten Staaten. Sie wurde angeblich bereits 1943 erfunden, auch wenn die genaue Herkunft bis heute nicht vollständig belegt ist. Im Gegensatz zur flachen, runden Form der traditionellen Pizza wird die Deep Dish Pizza in einer tiefen, runden Backform, oft einer Springform oder einer gusseisernen Pfanne, zubereitet. Das Ergebnis ist eine Art herzhafter Kuchen oder eine Torte, die mit einer beeindruckenden Höhe und Fülle aufwartet. Ihr Teig ist deutlich dicker als der einer klassischen Pizza, oft buttrig und reichhaltig, manchmal sogar mit Maismehl angereichert, was ihm eine einzigartige Textur und einen besonderen Geschmack verleiht. Das Besondere an der Deep Dish Pizza ist auch die ungewöhnliche Schichtung der Zutaten: Zuerst kommt der Käse auf den Teig, dann folgen die Beläge, und ganz oben thront eine großzügige Schicht würziger Tomatensoße. Diese Reihenfolge mag auf den ersten Blick ungewöhnlich erscheinen, ist aber entscheidend für das einzigartige Geschmackserlebnis und die Konsistenz der Deep Dish Pizza. Sie ist nicht nur ein Gericht, sondern ein Erlebnis – reichhaltig, sättigend und voller Geschmack, perfekt für alle, die es deftig mögen.

Was ist klassische Pizza (Neapolitanische/Italienische)?

Die klassische Pizza, wie wir sie meist kennen und lieben, hat ihre Wurzeln tief in Italien, insbesondere in Neapel. Sie ist das Ergebnis jahrhundertealter Traditionen und Handwerkskunst. Im Gegensatz zu ihrem amerikanischen Gegenstück zeichnet sich die neapolitanische Pizza durch einen sehr dünnen Boden aus, der am Rand zu einem luftigen, oft leicht angekohlten und elastischen Wulst, dem sogenannten Cornicione, aufbackt. Die Zubereitung ist minimalistisch und legt Wert auf die Qualität der wenigen, frischen Zutaten: San-Marzano-Tomaten, Mozzarella di Bufala (oder Fior di Latte), frischer Basilikum und ein Hauch Olivenöl. Der Teig wird nur aus Wasser, Mehl, Salz und Hefe hergestellt und muss lange ruhen, um seine charakteristische Leichtigkeit und Verdaulichkeit zu entwickeln. Gebacken wird die klassische Pizza bei extrem hohen Temperaturen (oft über 400°C) in einem Holzofen, was zu einer unglaublich kurzen Backzeit von oft nur 60 bis 90 Sekunden führt. Das Ergebnis ist eine Pizza, die außen knusprig und innen weich und zäh ist, mit einem wunderbar ausgewogenen Verhältnis von Teig, Soße und Käse. Sie ist leichter und eleganter als die Deep Dish und repräsentiert die Einfachheit und Raffinesse der italienischen Küche.

Die Hauptunterschiede im Detail: Pizza vs. Deep Dish

Um die beiden Pizzastile wirklich zu verstehen, müssen wir uns ihre charakteristischen Merkmale genauer ansehen. Es sind die Details, die den entscheidenden Unterschied machen und Liebhaber auf beiden Seiten der Atlantiks begeistern.

Form und Teig – Die Basis des Genusses

Der offensichtlichste Unterschied liegt in der Form und der Teigdicke. Eine klassische italienische Pizza ist flach und rund, mit einem dünnen Boden, der in der Mitte oft so zart ist, dass er leicht durchhängt. Der Rand, der Cornicione, ist aufgebläht und luftig. Der Teig selbst ist elastisch und zäh, oft mit einer leicht rauchigen Note vom Holzofen. Er ist darauf ausgelegt, leicht und verdaulich zu sein. Die Deep Dish Pizza hingegen wird in einer tiefen Form gebacken und ähnelt in ihrer Struktur eher einem Kuchen oder einer Torte. Der Teig ist hier entscheidend dicker und robuster, oft buttrig und knusprig, manchmal sogar mit Maismehl angereichert, was ihm eine sandige Textur und eine goldene Farbe verleiht. Dieser dicke Boden muss die reichhaltige Füllung tragen können und bildet gleichzeitig eine herzhafte, knusprige Kruste, die an den Rändern der Form hochgezogen wird, um die gesamte Füllung zu umschließen. Es ist eine Pizza, die man nicht einfach falten kann, sondern oft mit Messer und Gabel isst.

Zutaten und Schichtung – Eine Frage der Priorität

Auch wenn beide Pizzen Teig, Tomatensoße und Käse als Grundzutaten verwenden, ist die Art und Weise, wie sie geschichtet werden, grundverschieden und prägt das Endergebnis maßgeblich. Bei der klassischen italienischen Pizza wird zuerst die Tomatensoße dünn auf den Teig gestrichen, gefolgt vom Käse und dann den weiteren Belägen. Diese Reihenfolge ermöglicht es der Soße, direkt mit dem Teig zu interagieren und dem Käse, schön zu schmelzen und leicht anzubräunen. Die Deep Dish Pizza kehrt diese Schichtung um: Zuerst kommt eine großzügige Schicht Mozzarella direkt auf den Teigboden, dann folgen die weiteren Beläge wie Wurst, Gemüse oder Fleisch, und ganz oben wird die würzige, oft stückige Tomatensoße verteilt. Diese umgekehrte Reihenfolge schützt den Käse vor dem Verbrennen durch die längere Backzeit und sorgt dafür, dass die Soße ihre Frische behält und langsam in die darunter liegenden Schichten eindringen kann, während der Käse eine dichte, geschmolzene Schicht bildet.

Zubereitung und Backprozess – Zeit und Temperatur als Schlüssel

Die Zubereitung und insbesondere der Backprozess unterscheiden sich fundamental. Eine klassische neapolitanische Pizza wird bei extrem hohen Temperaturen von 400°C bis 500°C in einem speziellen Holzofen in nur 60 bis 90 Sekunden gebacken. Diese kurze, intensive Hitze lässt den Teig schnell aufgehen, erzeugt den typischen leopardengefleckten Rand und bewahrt die Frische der Zutaten. Die Deep Dish Pizza benötigt aufgrund ihrer Dicke und Fülle eine deutlich längere Backzeit bei moderateren Temperaturen (ca. 200-220°C). Sie backt in der Regel 25 bis 35 Minuten, manchmal sogar länger, je nach Füllung. Diese längere Backzeit ist notwendig, damit der dicke Teig durchgart und die reichhaltige Füllung gleichmäßig erwärmt wird und der Käse perfekt schmilzt und Blasen wirft. Die Geduld während des Backprozesses wird mit einem unglaublich herzhaften und saftigen Ergebnis belohnt.

Geschmack und Textur – Ein Erlebnis für die Sinne

Der Geschmack und die Textur beider Pizzen könnten kaum unterschiedlicher sein. Die klassische italienische Pizza ist leicht, frisch und ausgewogen. Der dünne, zähe Boden mit dem luftigen Rand bildet die perfekte Leinwand für die Aromen der hochwertigen, oft minimalistischen Beläge. Sie ist oft leicht säuerlich von der Tomate und salzig-milchig vom Mozzarella, mit der frischen Note von Basilikum. Sie ist elegant und leicht zu essen. Die Deep Dish Pizza ist ein Erlebnis der Fülle und des Reichtums. Sie ist unglaublich herzhaft, saftig und sättigend. Der dicke, buttrige Teig liefert einen starken Kontrast zur üppigen, oft fleischreichen Füllung und der würzigen, dicken Tomatensoße. Jeder Bissen ist eine Explosion von Aromen und Texturen – von der knusprigen Unterseite über den geschmolzenen Käse und die saftigen Beläge bis hin zur frischen Tomatensoße ganz oben. Sie ist ein echtes Soulfood, das satt macht und wärmt.

Ein genauerer Blick auf die Zutaten und das Rezept der Deep Dish Pizza

Um die Deep Dish Pizza selbst zu Hause zuzubereiten, benötigt man die richtigen Zutaten und eine genaue Anleitung. Hier ist eine detaillierte Aufschlüsselung, basierend auf dem bereitgestellten Rezept. Die Mengenangaben beziehen sich auf 2 Portionen, was in diesem Fall zwei Deep Dish Pizzen bedeutet, da der Teig für zwei Pizzen reicht.

Wie macht man einen American Pizzateig?
Da du mit Hefe arbeitest, musst du für den American Pizzateig zunächst einen Vorteig herstellen. Diesen rührst du aus der Hälfte der Zutaten außer dem Salz an und lässt ihn etwa 30 Minuten gehen. Erst dann kommen die restlichen Zutaten hinzu und werden zu einem glatten Teig verknetet.

Zutaten für 2 Deep Dish Pizzen:

Für den Teig:

  • 700 g Weizenmehl (Type 505)
  • 150 g Maismehl (Maisgrieß)
  • 25 g Salz
  • 500 ml Wasser
  • 10 g frische Hefe (oder 1 Päckchen Trockenhefe, ca. 7 g)
  • 1 EL Zucker
  • 25 g flüssige Butter
  • 25 ml Olivenöl
  • Butter zum Einfetten der Form
  • 50 g Parmesan zum Bestreuen der Form

Für die Tomatensoße:

  • 3 EL Olivenöl
  • 1 Zwiebel
  • 3 Zehen Knoblauch
  • 1 EL getrocknetes Oregano
  • 500 ml stückige Tomaten (aus der Dose)
  • Salz und Pfeffer nach Geschmack

Für den Belag:

  • 500 g Mozzarella (möglichst ohne Lake oder gut abgetropft)
  • 100 g Parmesan (zum Bestreuen am Ende)
  • Optional: Salami, Schinken, Pilze, Chorizo, eingelegte Peperoni oder andere Lieblingszutaten

Deep Dish Pizza Rezept Schritt für Schritt

Die Zubereitung einer Deep Dish Pizza erfordert etwas Zeit und Geduld, aber die Mühe lohnt sich definitiv für dieses Geschmackserlebnis.

  1. Teig vorbereiten (ca. 20 Min. + 2 Std. Ruhezeit):
    Gebt das Weizenmehl, Maismehl und Salz in eine große Schüssel oder die Rührschüssel eurer Küchenmaschine. In einem separaten Gefäß löst ihr die Hefe im Wasser auf und gebt den Zucker hinzu. Fügt diese Hefemischung zusammen mit der flüssigen Butter und dem Olivenöl zu den trockenen Zutaten. Knetet alles zu einem geschmeidigen, glatten Teig. Deckt die Schüssel ab und lasst den Teig an einem warmen Ort für mindestens 1 Stunde ruhen, bis er sich deutlich vergrößert hat. Anschließend nehmt ihr den Teig heraus, teilt ihn in zwei gleich große Stücke und formt jede Hälfte zu einer Kugel. Lasst diese Teigkugeln abgedeckt für eine weitere Stunde gehen.
  2. Tomatensoße zubereiten (ca. 10 Min. Zubereitung + 10 Min. Kochzeit):
    Während der Teig ruht, könnt ihr die würzige Tomatensoße zubereiten. Schält die Zwiebel und den Knoblauch und schneidet beides in feine Würfel. Erhitzt das Olivenöl in einem Topf bei mittlerer Hitze. Gebt die Zwiebel- und Knoblauchwürfel sowie das getrocknete Oregano hinzu und dünstet alles an, bis die Zwiebeln glasig sind und der Knoblauch duftet. Fügt dann die stückigen Tomaten hinzu, würzt die Soße kräftig mit Salz und Pfeffer. Lasst die Soße bei niedriger Hitze köcheln, bis sie leicht andickt und die Aromen sich verbinden.
  3. Ofen vorheizen und Form vorbereiten:
    Heizt euren Backofen auf 220 °C Ober-/Unterhitze (oder 200 °C Umluft) vor. Fettet eine Springform (idealerweise mit einem Durchmesser von 28 cm und einer Höhe von 6 cm) großzügig mit Butter ein. Bestreut den Boden und die Seiten der eingefetteten Form mit 50 g Parmesan. Dies sorgt für eine wunderbar knusprige und aromatische Kruste.
  4. Pizza zusammensetzen:
    Nehmt eine der Teigkugeln und rollt sie auf einer leicht bemehlten oder mit Grieß bestreuten Arbeitsfläche rund aus. Der Teig sollte groß genug sein, um den Boden und die Seiten der Springform vollständig zu bedecken. Legt den ausgerollten Teig vorsichtig in die vorbereitete Springform und zieht den Teig mit den Händen am Rand hoch, sodass ein hoher Rand entsteht. Stecht mit einer Gabel mehrere Löcher in den Teigboden, um Blasenbildung zu vermeiden.
  5. Belag schichten (wichtig!):
    Schneidet den Mozzarella in Scheiben oder Stücke und verteilt ihn großzügig auf dem Teigboden. Achtung: Wenn ihr weitere Beläge wie Salami, Schinken oder Pilze verwenden möchtet, schichtet ihr diese jetzt auf den Mozzarella. Gießt dann die vorbereitete Tomatensoße über den Käse und die Beläge. Wichtig: Wenn ihr sehr viele Beläge habt, könnt ihr auch zuerst den Käse, dann die Hälfte der Soße, dann die Beläge und zum Schluss die restliche Soße schichten.
  6. Backen:
    Stellt die gefüllte Deep Dish Pizza in den vorgeheizten Ofen und backt sie für etwa 25 Minuten. Etwa 5 Minuten vor dem Ende der Backzeit streut ihr den restlichen Parmesan (100 g) über die Pizza. Backt sie fertig, bis der Käse goldbraun ist und die Kruste knusprig aussieht. Lasst die Pizza nach dem Backen kurz ruhen, bevor ihr sie aus der Form nehmt und serviert.

Tipps für die perfekte Deep Dish Pizza

  • Dough Management: Der Teig reicht für zwei Deep Dish Pizzen. Wenn ihr nur eine zubereiten möchtet, könnt ihr den übrigen Teig problemlos in einer luftdichten Box im Kühlschrank aufbewahren (bis zu 2-3 Tage) oder ihn einfrieren. Lasst ihn vor der Verwendung einfach auftauen und auf Raumtemperatur kommen.
  • Mozzarella-Qualität: Verwendet möglichst Mozzarella ohne Lake (Low-Moisture Mozzarella), da dieser weniger Wasser enthält und somit verhindert, dass die Pizza wässrig wird. Falls ihr frischen Mozzarella mit Lake verwendet, lasst ihn unbedingt lange in einem Sieb abtropfen oder drückt überschüssige Flüssigkeit aus.
  • Krusten-Trick: Das Einfetten der Form mit Butter und das Bestreuen mit Parmesan vor dem Einlegen des Teiges ist entscheidend. Es sorgt für eine unglaublich knusprige und geschmackvolle Unterseite und einen perfekten Rand.
  • Patience is Key: Lasst dem Teig genügend Zeit zum Gehen. Die Ruhezeiten sind entscheidend für die Textur und den Geschmack des Bodens. Auch nach dem Backen sollte die Pizza kurz ruhen, bevor sie angeschnitten wird, damit sich die Säfte setzen können und der Käse nicht sofort auseinanderläuft.
  • Belag-Vielfalt: Die Deep Dish Pizza bietet reichlich Platz für Experimente. Neben den klassischen Würsten und Salamis könnt ihr auch Pilze, Paprika, Oliven, Spinat oder sogar Hackfleisch verwenden. Achtet darauf, wasserhaltiges Gemüse vorher kurz anzubraten, um überschüssige Flüssigkeit zu reduzieren.

Vergleichstabelle: Klassische Pizza vs. Chicago Deep Dish Pizza

Um die Unterschiede noch einmal auf einen Blick zu verdeutlichen, haben wir eine praktische Vergleichstabelle für Sie erstellt:

MerkmalKlassische Pizza (z.B. Neapolitanisch)Chicago Deep Dish Pizza
HerkunftItalien (insbesondere Neapel)USA (Chicago)
FormFlach, rund, dünner Boden, luftiger Rand (Cornicione)Tief, Kuchen-ähnlich, hoher Rand, in tiefer Form gebacken
TeigdickeSehr dünn, elastisch, luftigDick, robust, oft buttrig, manchmal mit Maismehl
SchichtungSoße → Käse → BelagKäse → Belag → Soße
Backzeit & Temp.Sehr kurz (60-90 Sek.) bei extremer Hitze (400-500°C)Länger (ca. 25-35 Min.) bei moderater Hitze (200-220°C)
TexturKnusprig, zäh, leicht, luftigHerzhaft, saftig, dicht, knuspriger Boden und Rand
FülleLeicht bis moderatSehr füllend, reichhaltig, deftig
Typ. BelägeWenige, frische Zutaten (z.B. Margherita, Marinara)Viele, herzhafte Zutaten (Wurst, Gemüse, Fleisch)

Häufig gestellte Fragen (FAQs) zur Deep Dish Pizza

Da die Deep Dish Pizza für viele eine Besonderheit ist, tauchen oft Fragen auf. Hier beantworten wir die gängigsten:

Woher kommt die Deep Dish Pizza?

Die Deep Dish Pizza stammt ursprünglich aus Chicago, Illinois, in den Vereinigten Staaten von Amerika. Obwohl die genaue Erfindung auf 1943 datiert wird, ist dies nicht eindeutig belegbar. Sie ist jedoch unbestreitbar ein amerikanischer Klassiker und ein Stolz der Stadt Chicago.

Welche Zutaten sind typisch für eine Deep Dish Pizza?

Wie bei einer klassischen Pizza bilden Teig, Tomatensoße und Käse die Grundlage. Der Teig ist hier aber dicker und oft mit Maismehl. Typische Käsesorten sind Mozzarella (oft in großen Mengen) und Parmesan für die Kruste. Bei den Belägen sind der Fantasie kaum Grenzen gesetzt: Salami, Schinken, Pilze, Zwiebeln, grüne Paprika, Chorizo oder sogar Spinat sind beliebte Optionen. Die würzige, stückige Tomatensoße ist das krönende Element.

Kann ich den Teig vorbereiten und aufbewahren?

Ja, absolut! Das Rezept liefert genug Teig für zwei Deep Dish Pizzen. Sie können den übrigen Teig problemlos in einer luftdichten Box im Kühlschrank für 2-3 Tage aufbewahren. Alternativ lässt sich der Teig auch einfrieren. Achten Sie darauf, ihn vor der Verwendung langsam im Kühlschrank aufzutauen und dann auf Raumtemperatur zu bringen, bevor Sie ihn verarbeiten.

Muss ich eine Springform verwenden?

Eine Springform ist ideal, da sie das Herauslösen der fertigen Deep Dish Pizza erheblich erleichtert. Alternativ können Sie auch eine tiefe, ofenfeste Pfanne (z.B. eine gusseiserne Pfanne) verwenden, deren Seiten hoch genug sind. Das Herausnehmen kann dann etwas kniffliger sein, aber der Geschmack bleibt derselbe.

Warum kommt der Käse zuerst auf den Teig bei der Deep Dish Pizza?

Diese einzigartige Schichtungsreihenfolge hat mehrere Gründe: Erstens schützt der Käse den Teig vor der Feuchtigkeit der Tomatensoße, wodurch der Boden schön knusprig bleibt und nicht matschig wird. Zweitens schmilzt der Käse unter der Soße zu einer wunderbar zähflüssigen, goldenen Schicht, ohne zu verbrennen. Und drittens behält die Tomatensoße auf der Oberseite ihre Frische und bildet eine lebendige, aromatische Schicht, die die gesamte Pizza geschmacklich abrundet.

Ist Deep Dish Pizza gesund?

Aufgrund ihrer Größe, der dicken Teigbasis, der großen Mengen Käse und der oft fleischreichen Beläge ist die Deep Dish Pizza in der Regel sehr kalorien- und fettreich. Sie ist eher ein Genuss für besondere Anlässe und nicht unbedingt für den täglichen Verzehr gedacht, wenn man auf eine kalorienarme Ernährung achtet. Aber ab und zu ist sie ein absolutes Vergnügen!

Kann ich die Deep Dish Pizza einfrieren und wieder aufwärmen?

Ja, fertig gebackene Deep Dish Pizza lässt sich gut einfrieren. Lassen Sie sie vollständig abkühlen, schneiden Sie sie eventuell in Portionen und verpacken Sie sie luftdicht. Zum Aufwärmen können Sie sie im vorgeheizten Ofen bei mittlerer Temperatur (ca. 160-180°C) backen, bis sie durchgewärmt ist und der Käse wieder geschmolzen ist. Auch die Mikrowelle ist eine Option, aber der Ofen sorgt für eine bessere Textur.

Fazit

Ob Sie nun die Eleganz und Leichtigkeit einer klassischen italienischen Pizza bevorzugen oder sich nach dem herzhaften, sättigenden Genuss einer Chicago Deep Dish Pizza sehnen – beide Pizzen bieten ein einzigartiges und unvergessliches kulinarisches Erlebnis. Die klassische Pizza ist eine Hommage an die Einfachheit und die Qualität der Zutaten, perfekt für einen leichten, aber dennoch geschmackvollen Genuss. Die Deep Dish hingegen ist ein Statement: kühn, üppig und unbestreitbar füllend, ein wahres Fest für alle Sinne. Beide sind wunderbare Beispiele dafür, wie vielseitig und vielfältig das Konzept der Pizza sein kann. Probieren Sie beide Varianten aus und entdecken Sie, welche Ihre persönliche Lieblings-Pizza ist. Eines ist sicher: Pizza ist und bleibt Soulfood in jeder Form!

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