09/10/2021
Eine selbstgemachte Pizza ist immer ein Highlight, ob für einen gemütlichen Abend mit der Familie oder eine kleine Feier mit Freunden. Der Duft von frischem Teig, würziger Tomatensoße und geschmolzenem Käse erfüllt die Küche und verspricht puren Genuss. Doch was, wenn man diesen Genuss noch gesünder gestalten möchte, ohne Abstriche beim Geschmack zu machen? Hier kommt Dinkelmehl ins Spiel – eine wunderbare Alternative zum klassischen Weizenmehl, die Ihrer Pizza eine besondere Note und zusätzliche Nährstoffe verleiht.

Dinkelmehl ist nicht nur vielseitig und einfach zu verarbeiten, es bringt auch einen feinen, nussigen Geschmack mit sich, der hervorragend zu den unterschiedlichsten Pizzabelägen passt. In diesem Artikel tauchen wir tief in die Welt der Dinkel-Pizza ein. Wir zeigen Ihnen, wie Sie einen perfekten Pizzateig mit Dinkelmehl zubereiten, welche Vorteile Dinkel gegenüber Weizen bietet, wie Sie die ideale Tomatensoße kreieren und welche Beläge besonders gut harmonieren. Außerdem geben wir Ihnen wertvolle Tipps zum Backen, damit Ihre Dinkel-Pizza immer knusprig und unwiderstehlich wird.
- Warum Dinkelmehl für Ihre Pizza? Die gesunde Alternative
- Das Grundrezept für Pizzateig mit Dinkelmehl
- Die perfekte Tomatensoße hausgemacht
- Belag-Inspirationen für Ihre Dinkel-Pizza
- Backen wie ein Profi: Der Pizzastein und Alternativen
- Pizzateig vorbereiten: Geht das auch am Vortag?
- Häufig gestellte Fragen (FAQ) zur Dinkel-Pizza
- Ist Dinkelmehl gesünder als Weizenmehl?
- Welche Dinkelmehl-Type sollte ich für Pizzateig verwenden?
- Wie lange hält sich Dinkel-Pizzateig im Kühlschrank?
- Kann ich Pizzateig mit Dinkelmehl schon am Tag vor dem Backen vorbereiten?
- Was kann man mit Dinkelmehl außer Pizza noch zubereiten?
- Was ist wichtig beim Backen von Dinkel-Pizza für einen knusprigen Boden?
- Fazit: Dinkel-Pizza – ein Genuss, der überzeugt
Warum Dinkelmehl für Ihre Pizza? Die gesunde Alternative
Dinkel, eine alte Getreidesorte, erfreut sich wachsender Beliebtheit, und das aus gutem Grund. Im Vergleich zu Weizen gilt Dinkel als das gesündere Getreide. Er enthält mehr essenzielle Eiweiße, eine höhere Konzentration an Mineralstoffen wie Magnesium, Eisen und Zink sowie wichtige Vitamine der B-Gruppe. Diese Nährstoffdichte macht Dinkelmehl zu einer ausgezeichneten Wahl für alle, die Wert auf eine ausgewogene Ernährung legen und dennoch nicht auf den Genuss einer leckeren Pizza verzichten möchten.
Ein weiterer Vorteil von Dinkelmehl ist sein einzigartiges Geschmacksprofil. Es verleiht dem Pizzateig einen leicht nussigen, vollmundigen Geschmack, der sich wunderbar mit kräftigen Zutaten wie geräuchertem Käse, würzigem Schinken oder frischem Rucola kombinieren lässt. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass Dinkelmehl – obwohl es oft als Weizenalternative beworben wird – keine Option für Menschen mit einer Glutenunverträglichkeit (Zöliakie) ist, da es ebenfalls Gluten enthält. Für alle anderen bietet es jedoch eine schmackhafte und nährstoffreichere Option.
Dinkelmehl vs. Weizenmehl: Ein Vergleich
| Eigenschaft | Dinkelmehl (z.B. Type 630) | Weizenmehl (z.B. Type 405) |
|---|---|---|
| Nährwert | Höher (mehr Eiweiße, Mineralien, Vitamine) | Geringer |
| Geschmack | Leicht nussig, vollmundig | Neutral |
| Teigkonsistenz | Etwas empfindlicher, weniger Kneten nötig | Robuster, intensiveres Kneten möglich |
| Glutengehalt | Enthält Gluten (nicht für Zöliakie geeignet) | Enthält Gluten (nicht für Zöliakie geeignet) |
| Gesamteindruck | Als gesünderes Getreide wahrgenommen | Standardmehl |
Das Grundrezept für Pizzateig mit Dinkelmehl
Die Zubereitung eines Pizzateigs mit Dinkelmehl ist erstaunlich einfach und schnell. Mit nur wenigen Zutaten zaubern Sie einen Teig, der die Basis für unzählige Pizzakreationen bildet. Für einen weicheren und zarteren Teig empfiehlt sich die Verwendung von Dinkelmehl Type 630, das besonders fein gemahlen ist. Beachten Sie, dass Dinkelteig etwas empfindlicher ist als Weizenteig und daher nicht ganz so intensiv geknetet werden muss.
Benötigte Zutaten für den Pizzateig (für 4 Portionen):
- 300 ml Wasser
- 1/2 Würfel frische Hefe
- 1 TL Zucker
- 3 EL Olivenöl
- 1 TL Salz
- 500 g Dinkelmehl Type 630 (alternativ Weizenmehl Type 405)
Schritt-für-Schritt-Anleitung für den Pizzateig:
Ohne Thermomix:
- Bröseln Sie die Hefe in das lauwarme Wasser und geben Sie den Zucker hinzu. Rühren Sie alles gut um, bis sich Hefe und Zucker vollständig aufgelöst haben.
- Decken Sie die Schüssel mit einem Geschirrtuch ab und lassen Sie die Mischung etwa 10 Minuten ruhen. Dies hilft der Hefe, aktiv zu werden.
- Geben Sie anschließend das Dinkelmehl, das Salz und das Olivenöl zu der Hefemischung in die Schüssel.
- Kneten Sie alle Zutaten mit den Händen oder einer Küchenmaschine zu einem glatten und elastischen Teig. Denken Sie daran, dass 5–10 Minuten Kneten für Dinkelteig ausreichend sind. Übermäßiges Kneten kann den Teig zäh machen.
- Formen Sie den Teig zu einer Kugel und legen Sie ihn zurück in die Schüssel. Decken Sie die Schüssel erneut mit dem Geschirrtuch ab und lassen Sie den Teig an einem warmen Ort für etwa 60 Minuten gehen, bis sich sein Volumen verdoppelt hat.
Mit Thermomix:
- Geben Sie Wasser, Zucker und Hefe in den Mixtopf. Erwärmen Sie alles für 2 Minuten bei 37°C auf Stufe 1.
- Fügen Sie anschließend Salz, Mehl und Olivenöl hinzu. Kneten Sie den Teig für 3 Minuten auf der Knetstufe.
- Füllen Sie den fertigen Teig in eine Schüssel um und lassen Sie ihn zugedeckt an einem warmen Ort für 1 Stunde gehen.
Nach dem Gehen sollte der Teig ungefähr doppelt so groß sein wie zuvor. Nehmen Sie den Teig aus der Schüssel und kneten Sie ihn noch einmal kurz durch. Teilen Sie ihn dann in vier gleich große Teile und formen Sie jede zu einer Kugel. Rollen Sie jede Kugel auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche zu einem runden Pizzaboden aus.

Die perfekte Tomatensoße hausgemacht
Eine gute Pizza lebt nicht nur vom Teig und Belag, sondern auch von einer aromatischen Tomatensoße. Eine selbstgemachte Soße ist im Handumdrehen zubereitet und schmeckt um Längen besser als Fertigprodukte. Sie braucht nur wenige, frische Zutaten.
Benötigte Zutaten für die Tomatensoße:
- 500 ml passierte Tomaten
- 2 Knoblauchzehen
- 2 EL Öl (z.B. Olivenöl)
- 1/2 TL Zucker
- 1/2 TL Salz und Pfeffer (nach Geschmack)
- 2 EL italienische Kräuter (frisch oder TK)
Schritt-für-Schritt-Anleitung für die Tomatensoße:
Ohne Thermomix:
- Erhitzen Sie das Öl in einer Pfanne oder einem Topf. Dünsten Sie den fein gehackten Knoblauch darin an, bis er duftet.
- Geben Sie die passierten Tomaten, den Zucker, Salz, Pfeffer und die italienischen Kräuter hinzu.
- Lassen Sie die Soße für mindestens 30 Minuten langsam köcheln. Je länger sie köchelt, desto intensiver wird der Geschmack. Rühren Sie gelegentlich um, damit nichts anbrennt.
Mit Thermomix:
- Geben Sie den Knoblauch in den Mixtopf und hacken Sie ihn auf Stufe 3 klein. Schieben Sie ihn anschließend mit dem Spatel nach unten.
- Fügen Sie das Öl hinzu und dünsten Sie es kurz an.
- Geben Sie die passierten Tomaten, Salz, Pfeffer und Kräuter hinzu und lassen Sie die Soße für 20-30 Minuten auf Stufe 2 kochen.
Belag-Inspirationen für Ihre Dinkel-Pizza
Sobald Ihr Pizzateig ausgerollt und die Tomatensoße vorbereitet ist, können Sie Ihrer Kreativität freien Lauf lassen! Die Basis bildet immer die Tomatensoße, die gleichmäßig auf dem Teig verstrichen wird. Darauf folgt etwas kleingeschnittener Mozzarella, der für die klassische Käsedecke sorgt. Erst danach kommen alle weiteren Zutaten, und zum Schluss wird geriebener Käse mit etwas Oregano darüber gestreut.
Zwei beliebte Varianten:
- Thunfisch-Pizza: Tomatensoße, Mozzarella Käse, Thunfisch (abgetropft), rote Zwiebeln (in feinen Ringen), Peperoni (nach Geschmack), geriebener Pizza Käse, Oregano.
- Rucola-Pizza: Tomatensoße, Mozzarella, Cocktailtomaten (halbiert), Champignons (in Scheiben), geriebener Pizza Käse, Oregano. Nach dem Backen frischen Rucola und gehobelten Parmesan darüber geben. Der Rucola sollte erst nach dem Backen hinzugefügt werden, damit er frisch und knackig bleibt.
Experimentieren Sie mit Ihren Lieblingszutaten! Ob Gemüse, verschiedene Käsesorten, Fleisch oder vegetarische Optionen – mit Dinkelmehl als Basis schmeckt jede Pizza hervorragend.
Backen wie ein Profi: Der Pizzastein und Alternativen
Der Schlüssel zu einem wirklich knusprigen Pizzaboden liegt in der Hitze. Eine hohe Temperatur ist entscheidend, um den Teig schnell zu garen und ihm die gewünschte Knusprigkeit zu verleihen. Die besten Ergebnisse erzielen Sie mit einem Pizzastein im Backofen.
Backen auf dem Pizzastein:
Ein Pizzastein speichert die Hitze hervorragend und gibt sie gleichmäßig an den Teig ab, was zu einem perfekt knusprigen Boden führt. Heizen Sie Ihren Backofen zusammen mit dem Pizzastein auf der höchsten Stufe (idealerweise 275°C oder sogar 300°C, falls Ihr Ofen dies zulässt) für mindestens eine Stunde vor. Auch wenn sich das Vorheizen lange anhört, die Backzeit der Pizza selbst beträgt dann nur wenige Minuten.

Um die Pizza auf den heißen Stein zu befördern und später wieder herunterzunehmen, können Sie den Teig mitsamt dem Backpapier auf den Stein geben. So brennt nichts an und die Pizza lässt sich leichter handhaben. Die Backzeit auf dem Pizzastein beträgt in der Regel nur etwa 5-7 Minuten, bis der Rand goldbraun und der Käse geschmolzen und leicht gebräunt ist.
Backen auf dem Backblech:
Wenn Sie keinen Pizzastein besitzen, können Sie Ihre Pizza natürlich auch auf einem herkömmlichen Backblech backen. Heizen Sie den Backofen auf 250°C Ober-/Unterhitze vor. Die Backzeit auf dem Backblech beträgt dann etwa 15 Minuten, kann aber je nach Ofen variieren. Auch hier ist es ratsam, das Blech mit Backpapier auszulegen oder leicht zu ölen, um ein Ankleben zu verhindern.
Pizzateig vorbereiten: Geht das auch am Vortag?
Absolut! Die Vorbereitung des Pizzateigs am Vortag ist nicht nur möglich, sondern sogar empfehlenswert, wenn Sie einen besonders aromatischen und gut bekömmlichen Teig wünschen. Ein Hefeteig, der langsam im Kühlschrank aufgeht, entwickelt ein tieferes Aroma und eine bessere Struktur. Dies ist eine fantastische Möglichkeit, sich am Backtag Zeit zu sparen und entspannt in den Pizzagenuss zu starten.
Wenn Sie den Teig über Nacht im Kühlschrank gehen lassen möchten, gibt es ein paar Dinge zu beachten:
- Kaltes Wasser verwenden: Rühren Sie den Teig mit kaltem Wasser an. Wenn Sie einen Thermomix verwenden, stellen Sie sicher, dass die Heizfunktion nicht eingeschaltet ist. Das kalte Wasser verlangsamt den Gärprozess, was für die lange Ruhezeit im Kühlschrank ideal ist.
- Große Schüssel mit Deckel: Geben Sie den Teig sofort nach dem Kneten in eine saubere, ausreichend große Schüssel mit einem Deckel (oder decken Sie sie fest mit Frischhaltefolie ab). Der Teig wird im Kühlschrank aufgehen, wenn auch langsamer, und benötigt daher Platz.
- Ruhezeit im Kühlschrank: Stellen Sie die Schüssel in den Kühlschrank. Der Pizzateig sollte idealerweise über Nacht, vorzugsweise 24 Stunden, ruhen. Er kann aber auch bis zu 3 Tage im Kühlschrank bleiben. Je länger die Ruhezeit, desto intensiver das Aroma.
- Weiterverarbeitung: Wenn Sie den Teig verwenden möchten, nehmen Sie ihn aus dem Kühlschrank. Er wird sich kalt und fest anfühlen. Kneten Sie den Teig einmal kurz durch, um die Luft herauszudrücken und ihn geschmeidiger zu machen. Danach können Sie ihn wie gewohnt ausrollen und belegen.
Diese Methode funktioniert hervorragend für alle Arten von Hefeteig, sei es für Brötchen, Flammkuchen oder Brot. Es ist eine tolle Sache, wenn Sie den Teig für ein Fest schon entspannt am Vortag vorbereiten möchten oder wenn Sie morgens frische Brötchen oder Brot backen wollen. So müssen Sie nicht den halben Tag mit Vorbereitungen verbringen und können das schon am Vorabend bequem und in Ruhe erledigen. Ein toller Vorteil von Hefeteig, den Sie vielleicht noch nicht kennen.
Häufig gestellte Fragen (FAQ) zur Dinkel-Pizza
Ist Dinkelmehl gesünder als Weizenmehl?
Ja, Dinkelmehl wird allgemein als gesünder angesehen als herkömmliches Weizenmehl. Es enthält mehr essenzielle Eiweiße, Mineralstoffe wie Magnesium, Eisen und Zink sowie verschiedene B-Vitamine. Es ist jedoch wichtig zu wissen, dass Dinkelmehl Gluten enthält und daher keine Alternative für Menschen mit Zöliakie oder einer Glutenunverträglichkeit ist.

Welche Dinkelmehl-Type sollte ich für Pizzateig verwenden?
Für einen weicheren, zarteren Pizzateig mit Dinkelmehl empfiehlt sich Dinkelmehl Type 630. Diese Type ist feiner gemahlen und sorgt für eine angenehmere Textur. Grundsätzlich können Sie aber auch andere Dinkelmehltypen verwenden, die Konsistenz des Teigs kann sich dann leicht unterscheiden.
Wie lange hält sich Dinkel-Pizzateig im Kühlschrank?
Ein Pizzateig mit Dinkelmehl, der im Kühlschrank aufgeht, kann dort bis zu 3 Tage aufbewahrt werden. Die längere Ruhezeit bei kühlen Temperaturen fördert die Geschmacksentwicklung und macht den Teig besonders aromatisch.
Kann ich Pizzateig mit Dinkelmehl schon am Tag vor dem Backen vorbereiten?
Ja, das ist problemlos möglich und sogar empfehlenswert für ein intensiveres Aroma. Bereiten Sie den Teig mit kaltem Wasser zu, geben Sie ihn sofort nach dem Kneten in eine große, zugedeckte Schüssel und stellen Sie ihn in den Kühlschrank. Vor der Verarbeitung am nächsten Tag oder später kurz durchkneten.
Was kann man mit Dinkelmehl außer Pizza noch zubereiten?
Dinkelmehl ist äußerst vielseitig! Sie können damit nicht nur Pizzateig, sondern auch leckeres Brot, Brötchen, Flammkuchen, Pfannkuchen, Kuchen und vieles mehr backen. Seine nussige Geschmacksnote bereichert viele Backwaren.
Was ist wichtig beim Backen von Dinkel-Pizza für einen knusprigen Boden?
Die entscheidenden Faktoren sind eine hohe Backtemperatur (mindestens 250°C, idealerweise 275°C oder höher) und ein gut vorgeheizter Ofen. Ein Pizzastein, der eine Stunde lang mit dem Ofen vorgeheizt wird, sorgt für zusätzliche Knusprigkeit und eine kurze Backzeit von nur 5-7 Minuten.
Fazit: Dinkel-Pizza – ein Genuss, der überzeugt
Die Zubereitung einer Pizza mit Dinkelmehl ist eine wunderbare Möglichkeit, ein beliebtes Gericht gesünder und geschmackvoller zu gestalten. Mit seiner nährstoffreichen Zusammensetzung und dem feinen nussigen Aroma bietet Dinkelmehl eine hervorragende Basis für kreative Pizzakreationen. Ob Sie den Teig klassisch frisch zubereiten oder die Vorteile einer langen Kühlführung nutzen – das Ergebnis wird Sie begeistern. Probieren Sie es aus und verwandeln Sie Ihre Küche in eine italienische Pizzeria, die gesunden Genuss auf den Tisch bringt. Guten Appetit!
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