Bestes Holz für Pizzaofen: Perfekter Genuss

25/07/2011

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La dolce Vita – seit den 1950er Jahren gilt Italien als eines der Traumziele der deutschen Urlauber. Nicht nur Sonne, Strand und Meer, sondern auch Kunst und Kultur locken die Touristen jedes Jahr aufs Neue in das mediterrane Land. Um den schönen Urlaub noch lange in guter Erinnerung zu behalten, helfen nicht nur die Urlaubsfotos. Schon lange halten italienische Gerichte Einzug an unserem heimischen Küchenofen. Was wäre Italien ohne Spaghetti oder Pizza? Für die perfekte Pizza gehört selbstverständlich auch die richtige Ausrüstung. Denn Tiefkühlpizza im Backofen kann doch jeder. Da fragt man sich nicht zu Unrecht: Pizza vom heißen Stein – geht das auch von Zuhause? Mittlerweile bieten namhafte Hersteller wie Alfa Pizza oder GOZNEY kompakte und leistungsstarke Pizzaöfen für zu Hause an. Doch die italienischen Pizzaöfen wollen auch richtig bedient werden. Und dies fängt schon bei der Wahl der Holzart zum Befeuern des Pizzaofens an. Welches Holz ist als Brennmaterial geeignet? Holz ist nicht gleich Holz. Jede Holzart besitzt unterschiedliche Eigenschaften und sollte daher genau für die jeweilige Verwendung ausgewählt werden. Dies gilt natürlich auch dann, wenn das Holz nicht nur zum Heizen, sondern auch zum Backen und Kochen eingesetzt wird. Doch welche Holzart ist denn nun die Beste zum richtigen Anfeuern eines Pizzaofens? Welches Brennmaterial verleiht den Gerichten einen besonderen Geschmack? Von welchem sollte man unbedingt die Finger lassen? Wir verraten es!

Inhaltsverzeichnis

Eine kleine Holzkunde: Wuchsgeschwindigkeit und Beschaffenheit

Um die ideale Wahl für das Brennholz Ihres Pizzaofens treffen zu können, ist es unerlässlich, die grundlegenden Eigenschaften von Holz zu verstehen. Holz, ein Naturprodukt par excellence, variiert stark in seiner Zusammensetzung und seinen Brenneigenschaften, abhängig von der Baumart. Grundsätzlich können Hölzer in zwei verschiedene Kategorien eingeteilt werden: Hartholz und Weichholz. Diese Einteilung ist primär abhängig von der Wuchsgeschwindigkeit des Baumes und der daraus resultierenden Dichte des Holzes.

Welches Holz eignet sich am besten für Pizzaofen?
Für den Alfa Pizza Pizzaofen eignet sich Hartholz am besten. Buche oder Eiche sind die empfohlenen Brennhölzer. Eine Kombination aus beiden Hölzern ist sogar noch besser. Eiche eignet sich hervorragend, um den Ofen auf Betriebstemperatur zu bringen, während Buche als Brennholz zum Einsatz kommt, wenn die Betriebstemperatur erreicht ist.

Bäume, welche sehr langsam wachsen, wie beispielsweise Eiche, Buche oder Esche, besitzen eine deutlich höhere Dichte. Dies liegt daran, dass ihre Jahresringe, die das jährliche Wachstum des Baumes widerspiegeln, sehr viel näher beieinander liegen. Diese hohe Dichte ist der Grund, warum man diese Holzarten als Harthölzer bezeichnet. Sie sind kompakter und schwerer pro Volumeneinheit. Im Gegensatz dazu werden Bäume mit einer hohen Wuchsgeschwindigkeit, wie Fichte, Kiefer oder Tanne, als Weichhölzer bezeichnet. Deren Jahresringe liegen weit auseinander, wodurch die Dichte des Holzes abnimmt. Weichhölzer sind leichter und weniger kompakt.

Doch wozu diese Unterteilung, wenn es um das Backen von Pizza geht? Die Dichte des Holzes hat einen direkten und entscheidenden Einfluss auf dessen Brennverhalten. Harthölzer verbrennen viel heißer und auch ausdauernder als Weichhölzer. Das bedeutet, dass sie über einen längeren Zeitraum eine konstante und hohe Wärmemenge abgeben können. Daher sind diese immer die erste Wahl für alle Feuerstätten, die eine intensive und langanhaltende Hitze benötigen. Dies gilt insbesondere für einen Pizzaofen – dem Multitalent für alle Experimentierfreudige, die authentische italienische Pizza zu Hause backen möchten. Denn nur mit Harthölzern werden die gewünschten hohen Temperaturen, die für eine gute Pizza zwingend notwendig sind, erzielt und auch gehalten. Eine Pizza benötigt Temperaturen von 400°C bis zu 500°C, um in wenigen Minuten knusprig und perfekt gebacken zu werden. Weichhölzer hingegen verbrennen schnell, erzeugen weniger Wärme und sind daher ungeeignet, um die für Pizza erforderliche Temperatur zu erreichen oder gar zu halten. Hinzu kommt ein weiterer gravierender Nachteil: Weichhölzer neigen gerne zum Rußen. Dieser Ruß kann sich nicht nur unschön im Ofen ablagern, sondern auch den Geschmack der Speisen negativ beeinflussen und im schlimmsten Fall gesundheitsschädliche Stoffe freisetzen.

Aroma und Geschmack: Welches Holz ist am besten geeignet?

Nachdem wir nun die grundlegenden Unterschiede zwischen Hartholz und Weichholz verstanden haben, wird klar, dass für den Alfa Pizza Pizzaofen oder ähnliche Modelle ausschließlich Harthölzer zum Befeuern in Frage kommen. Doch selbst innerhalb der Harthölzer gibt es Unterschiede in Bezug auf Brennverhalten, Aroma und Verfügbarkeit.

Konkret wären dies vornehmlich Buche oder Eiche als Brennholz. Diese beiden Holzarten sind in Mitteleuropa weit verbreitet, gut verfügbar und bieten hervorragende Brenneigenschaften. Am besten wäre sogar eine Kombination aus beiden Hölzern, um die jeweiligen Vorteile optimal zu nutzen. Eiche eignet sich hervorragend, um den Ofen auf Betriebstemperatur zu bringen. Sie brennt langsam, gleichmäßig und erzeugt eine sehr hohe, langanhaltende Glut. Dies ist ideal, um die massiven Steinwände des Pizzaofens auf die erforderlichen extrem hohen Temperaturen zu erhitzen. Ist diese Grundtemperatur erreicht, kommt Buche als Brennholz zum Einsatz. Buche ist bekannt für ihr starkes, aber angenehmes Raucharoma und eine gleichmäßige Flamme. Sie verleiht den Speisen einen besonderen und feinen Geschmack, der oft als leicht nussig oder rauchig beschrieben wird und maßgeblich zum authentischen Geschmack einer Holzofenpizza beiträgt.

Auch andere Hölzer können durchaus bei einem Holzbackofen Verwendung finden, sofern sie die Kriterien eines Hartholzes erfüllen. Empfehlenswert ist auch das Holz der Weißbuche. Dieses ist nicht zu verwechseln mit dem Buchenholz, obwohl es oft als dieses verkauft wird. Weißbuchenholz ist extrem hart und schwer, noch dichter als Rotbuche, und eignet sich hervorragend als Brennmaterial. Es hat einen hohen Brennwert und ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Allerdings lässt es sich schwer spalten, was bei der Beschaffung berücksichtigt werden sollte. Daher sollte beim Kaminholz kaufen auch auf eine angemessene Scheitholzgröße geachtet werden, um die Handhabung im Ofen zu erleichtern.

Wer es ein wenig extravaganter mag und ein besonders exquisites Aroma schätzt, ist gut beraten mit dem Holz des europäischen Olivenbaums. Olivenholz bietet beim Abbrand ein sehr feines, fruchtiges Aroma und verleiht den Speisen einen wunderbaren, mediterranen Geschmack. Es ist eines der härtesten Hölzer, die in Europa zu finden sind, da es sehr langsam wächst und eine extrem hohe Dichte besitzt. Aus diesem Grund gehört das Holz des Olivenbaums auch zu den teureren Hölzern und ist etwa doppelt so teuer wie Eichenholz. Es findet daher selten Verwendung als reines Brennholz und wird eher für Kunstgegenstände, hochwertige Schneidebretter oder exklusive Haushaltswaren verwendet. Für den gelegentlichen Einsatz oder wenn ein besonderes Aroma gewünscht wird, ist Olivenholz jedoch eine ausgezeichnete Wahl.

Holzarten im Vergleich: Was ist ideal für Ihren Pizzaofen?

HolzartKategorieBrennverhaltenAromaVerfügbarkeitPreisniveauBesonderheiten
BucheHartholzGleichmäßige, langanhaltende Glut, hohe FlammeStark, nussig, rauchigSehr gutMittelIdeal für konstante Temperatur & Aroma. Standard für Pizzaöfen.
EicheHartholzSehr hohe, langanhaltende Glut, langsam brennendMild, leicht herbSehr gutMittelPerfekt zum Aufheizen des Ofens und für Grundhitze.
WeißbucheHartholzSehr hohe Hitze, sehr lange BrenndauerNeutral bis leicht erdigGutMittelExtrem hart, schwer zu spalten. Hoher Brennwert.
OlivenholzHartholzSehr hohe Hitze, extrem lange BrenndauerFein, fruchtig, mediterranGering (Spezialität)HochExklusives Aroma, sehr teuer, selten als reines Brennholz.
Fichte/Kiefer (Nadelhölzer)WeichholzSchneller Abbrand, geringe Hitze, Funkenflug, RußHarzig, beißendSehr gutGeringNicht geeignet! Hohe Ruß- und Harzbildung, gesundheitsschädlich.
Obstbaumhölzer (z.B. Kirsche)Hartholz (meist)Gute Hitze, aber starke FunkenbildungSüßlich, fruchtig (oft zu intensiv)GeringMittelNicht empfohlen! Hohe Funkenbildung, Brandgefahr.
Behandeltes/Lackiertes HolzVariabelUnkontrolliert, giftige DämpfeUnangenehm, chemischGering (Abfall)Keine KostenAbsolut verboten! Freisetzung von Giftstoffen, umweltschädlich.

Welches Holz ist absolut ungeeignet für den Pizzaofen?

Wie nicht anders zu erwarten, sind nicht alle Hölzer als Brennstoff für den Holzbackofen geeignet. Die Wahl des falschen Holzes kann nicht nur die Qualität Ihrer Pizza beeinträchtigen, sondern auch ernsthafte Gesundheitsrisiken bergen und den Ofen beschädigen.

Man sollte zum Beispiel die Finger von Obstbaumhölzern lassen. Gerade Kirschholz neigt sehr stark zur Funkenbildung. Die Funken können aus dem Ofen fliegen und eine Brandgefahr darstellen, besonders wenn der Ofen im Freien oder in der Nähe von brennbaren Materialien steht. Da hilft dann auch das beste Pizzaofenzubehör nicht mehr, wenn die Funken unkontrolliert fliegen. Obwohl einige Obsthölzer ein interessantes Aroma haben könnten, überwiegt das Sicherheitsrisiko bei weitem den potenziellen Nutzen für einen Pizzaofen, der für schnelle, hohe Hitze konzipiert ist.

Welches Holz eignet sich am besten für Pizzaofen?
Für den Alfa Pizza Pizzaofen eignet sich Hartholz am besten. Buche oder Eiche sind die empfohlenen Brennhölzer. Eine Kombination aus beiden Hölzern ist sogar noch besser. Eiche eignet sich hervorragend, um den Ofen auf Betriebstemperatur zu bringen, während Buche als Brennholz zum Einsatz kommt, wenn die Betriebstemperatur erreicht ist.

Aber auch Nadelhölzer wie Fichte, Kiefer, Tanne oder Lärche haben absolut nichts in einem Pizzaofen verloren. Durch das viele Harz in diesen Holzarten kann es zu unerwünschten Verpuffungen und ebenfalls zu starkem Funkenflug kommen. Dies stellt nicht nur eine Gefahr dar, sondern macht auch das Steuern der Ofentemperatur extrem schwierig und unberechenbar. Darüber hinaus neigt Nadelholz, wie alle anderen Weichhölzer, sehr stark zur Rußbildung. Dieser Ruß kann sich nicht nur im Ofen ablagern und dessen Effizienz mindern, sondern sich auch in Form von krebserregenden polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) auf die Speisen setzen und langfristig die Gesundheit schädigen. Der unangenehme, harzige Geruch und Geschmack, den Nadelhölzer abgeben, ist ebenfalls alles andere als wünschenswert für eine authentische Pizza.

Des Weiteren sollte auch auf behandeltes oder lackiertes Holz verzichtet werden. Dieses Holz hat weder im Kamin noch im Pizzaofen etwas verloren. Es ist wohl selbsterklärend, dass diese Holzreste, die oft Chemikalien, Farben, Lacke oder Imprägnierungen enthalten, gesundheitsschädliche Dämpfe beim Verbrennen entwickeln und die Umwelt schädigen. Diese Dämpfe können giftig sein und sich in die Speisen einlagern. Auch Holz von alten Möbeln, Paletten oder Bauholz sollte niemals verwendet werden, da man die vorherige Behandlung oder Lagerung nicht kennt. Sicherheit und Gesundheit stehen hier an erster Stelle.

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zur Holzwahl für Pizzaöfen

Hier finden Sie Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen zur Auswahl des richtigen Holzes für Ihren Pizzaofen.

Welches Holz brennt am heißesten für einen Pizzaofen?

Für die höchsten Temperaturen im Pizzaofen eignen sich Harthölzer wie Eiche und Weißbuche am besten. Sie haben eine hohe Dichte und einen hohen Brennwert, was zu einer langanhaltenden, intensiven Hitze und einer starken Glut führt. Buche ist ebenfalls hervorragend und bietet zusätzlich ein angenehmes Aroma.

Warum ist Hartholz besser als Weichholz für den Pizzaofen?

Harthölzer verbrennen viel heißer und auch ausdauernder als Weichhölzer. Sie sind die erste Wahl, da nur mit ihnen die gewünschten hohen Temperaturen, die für eine gute Pizza zwingend notwendig sind, erzielt und auch gehalten werden. Weichhölzer neigen zudem zum Rußen und erzeugen nur wenig Wärme.

Kann ich totes Holz aus dem Wald für meinen Pizzaofen verwenden?

Man sollte von der Verwendung von totem Holz aus dem Wald absehen, wenn es sich um Obsthölzer oder Nadelhölzer handelt. Obsthölzer neigen stark zur Funkenbildung, während Nadelhölzer durch ihr Harz zu Verpuffungen, Funkenflug und starker Rußbildung führen können. Auch behandeltes oder lackiertes Holz ist absolut ungeeignet und gesundheitsschädlich.

Welches Holz verleiht der Pizza den besten Geschmack?

Buche ist hervorragend geeignet und besitzt ein starkes Raucharoma, das den Speisen einen besonderen und feinen Geschmack verleiht. Auch Olivenholz bietet ein sehr feines Aroma und einen wunderbaren Geschmack, ist jedoch seltener und teurer.

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