Welche Pizzas gibt es in Italien?

Italienische Pizza: Eine kulinarische Reise

14/03/2016

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Die Pizza ist weit mehr als nur ein einfaches Gericht; sie ist ein Symbol italienischer Kochkunst, ein Stück Geschichte und ein weltweit geliebtes Kulturgut. Ihre Ursprünge reichen Jahrhunderte zurück, doch ihre heutige Form, wie wir sie kennen und lieben, hat ihren Ursprung im sonnigen Neapel. Von dort aus eroberte die Pizza die Welt und passte sich unzähligen Geschmäckern und Kulturen an. Doch um die wahre Essenz der Pizza zu verstehen, muss man nach Italien reisen, wo jede Region, ja fast jede Stadt, ihre eigene Interpretation dieses Meisterwerks bietet. Dieser Artikel nimmt Sie mit auf eine kulinarische Entdeckungsreise durch die vielfältige Welt der italienischen Pizza, von den strengen Regeln der neapolitanischen Pizza bis hin zu den weniger bekannten, aber ebenso köstlichen regionalen Spezialitäten.

Welche Pizzas gibt es in Italien?
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Die italienische Pizza zeichnet sich durch ihre Einfachheit und die Qualität ihrer Zutaten aus. Weniger ist oft mehr, und die Betonung liegt auf frischen, hochwertigen Produkten, die den natürlichen Geschmack der Pizza hervorheben. Es ist die Kombination aus einem sorgfältig zubereiteten Teig, einer aromatischen Tomatensauce, cremigem Mozzarella und frischem Basilikum, die die klassische italienische Pizza so unwiderstehlich macht. Doch die Vielfalt ist enorm, und jenseits der weltberühmten Margherita gibt es eine Fülle an Variationen zu entdecken, die jeden Gaumen begeistern werden.

Inhaltsverzeichnis

Die Wiege der Pizza: Neapel und die Pizza Napoletana

Neapel, eine pulsierende Stadt am Fuße des Vesuvs, gilt unbestreitbar als die Geburtsstätte der modernen Pizza. Hier, im 18. Jahrhundert, entstand die Pizza, wie wir sie heute kennen. Die Pizza Napoletana ist nicht nur ein Gericht, sondern ein kulturelles Erbe, das von der UNESCO als immaterielles Kulturerbe der Menschheit anerkannt wurde. Ihre Zubereitung ist an strenge Regeln gebunden, die von der „Associazione Verace Pizza Napoletana“ (AVPN) festgelegt wurden, um ihre Authentizität zu bewahren.

Eine echte Pizza Napoletana muss aus einem weichen, elastischen Teig bestehen, der nur aus Wasser, Salz, Hefe und Mehl (Typ 00) hergestellt wird. Der Teig wird von Hand geformt, ohne Nudelholz, um die Luftblasen nicht zu zerstören, die für die charakteristische, luftige Kruste, den sogenannten „cornicione“, verantwortlich sind. Gebacken wird sie bei extrem hohen Temperaturen (ca. 485°C) für nur 60 bis 90 Sekunden in einem Holzofen. Das Ergebnis ist eine Pizza mit einem dünnen Boden in der Mitte, einem hohen, weichen und leicht angekohlten Rand und einem unverwechselbaren Geschmack.

Die bekanntesten Vertreter der Pizza Napoletana sind:

  • Pizza Margherita: Benannt nach Königin Margherita von Savoyen, die 1889 Neapel besuchte. Sie symbolisiert die Farben der italienischen Flagge: rote Tomaten (San Marzano-Tomaten sind bevorzugt), weißer Mozzarella (idealerweise Fior di Latte oder Büffelmozzarella) und grünes Basilikum. Ein zeitloser Klassiker, der die Einfachheit und Qualität der Zutaten zelebriert.
  • Pizza Marinara: Eine noch ältere Variante der neapolitanischen Pizza. Sie besteht aus Tomaten, Knoblauch, Oregano und Olivenöl. Trotz des Namens, der „Seemannsart“ bedeutet, enthält sie keine Meeresfrüchte, sondern war vermutlich eine einfache, haltbare Mahlzeit für Seemänner. Sie beweist, dass man für exzellenten Geschmack nicht viele Zutaten benötigt.

Klassiker jenseits der Margherita: Ein Überblick

Obwohl die Pizza Napoletana die Ikone ist, bietet Italien eine beeindruckende Vielfalt an weiteren klassischen Pizzen, die in Pizzerien im ganzen Land zu finden sind. Jede hat ihren eigenen Charakter und ihre eigene Geschichte.

  • Pizza Quattro Stagioni (Vier Jahreszeiten): Diese Pizza ist in vier Sektionen unterteilt, die jeweils eine Jahreszeit repräsentieren. Typische Beläge sind gekochter Schinken und Pilze (Herbst), Artischocken (Frühling), Oliven und Tomaten (Sommer) sowie Meeresfrüchte oder Ei (Winter). Manchmal werden die Sektionen durch Teigstreifen voneinander getrennt.
  • Pizza Capricciosa (Launenhaft): Ähnlich der Quattro Stagioni, aber die Zutaten sind meistens vermischt und nicht getrennt. Sie umfasst oft Kochschinken, Pilze, Artischocken, Oliven und manchmal auch Ei oder Sardellen. Ihr Name spielt auf die „Launenhaftigkeit“ der Zutatenkombination an.
  • Pizza Diavola (Teuflisch): Für Liebhaber scharfer Speisen. Diese Pizza ist mit scharfer Salami (Salame Piccante, oft Calabrese) und manchmal auch mit Chiliöl belegt.
  • Pizza Prosciutto e Funghi (Schinken und Pilze): Eine sehr beliebte und weit verbreitete Kombination aus gekochtem Schinken und Champignons.
  • Pizza Vegetariana/Ortolana: Mit einer Vielzahl von frischem, saisonalem Gemüse belegt, wie Zucchini, Auberginen, Paprika, Zwiebeln und Spinat. Eine farbenfrohe und gesunde Option.
  • Pizza Quattro Formaggi (Vier Käse): Eine reichhaltige Pizza, belegt mit vier verschiedenen Käsesorten, typischerweise Mozzarella, Gorgonzola, Parmesan und Fontina oder Provolone. Sie wird oft ohne Tomatensauce zubereitet (Pizza Bianca).

Regionale Pizzaspezialitäten Italiens

Italien ist ein Land der regionalen Vielfalt, und das gilt auch für die Pizza. Jenseits Neapels haben sich in anderen Regionen eigene Pizzastile entwickelt, die oft die lokalen Zutaten und kulinarischen Traditionen widerspiegeln.

  • Pizza Romana: Im Gegensatz zur weichen, luftigen neapolitanischen Pizza ist die römische Pizza typischerweise dünn und knusprig. Der Teig enthält oft etwas Olivenöl, was zu seiner charakteristischen Textur beiträgt. Sie wird länger gebacken und ist oft größer im Durchmesser als die neapolitanische Variante. Die Ränder sind flacher und knuspriger. Beliebt ist hier auch die Pizza al Taglio, eine rechteckige Pizza, die in Stücken nach Gewicht verkauft wird und eine dicke, luftige Kruste hat, die an Focaccia erinnert.
  • Pizza Siciliana (Sfincione): Auf Sizilien findet man den „Sfincione“, eine Art dicke, weiche Pizza, die eher einer Focaccia ähnelt. Sie wird oft mit Tomaten, Zwiebeln, Sardellen, Caciocavallo-Käse und Semmelbröseln belegt. Sie ist weniger eine „Pizza“ im klassischen Sinne, sondern ein eigenständiges Backwerk, das oft auf Blechen zubereitet wird.
  • Pizza Fritta (Frittierte Pizza): Eine Spezialität aus Neapel, bei der der Pizzateig nicht gebacken, sondern frittiert wird. Die „Pizza Fritta“ kann entweder als „montanara“ (kleine, runde, frittierte Teiglinge, die dann belegt und kurz gebacken werden) oder als „calzone fritto“ (eine gefüllte und dann frittierte Calzone) serviert werden. Sie ist besonders knusprig und hat einen intensiven Geschmack.
  • Focaccia: Obwohl keine Pizza im eigentlichen Sinne, ist Focaccia ein enger Verwandter und in ganz Italien beliebt. Es ist ein flaches, ofengebackenes Brot, das oft mit Olivenöl, Salz und Kräutern (Rosmarin) belegt ist. Manchmal wird es auch mit Zwiebeln, Oliven oder Tomaten zubereitet und dient oft als Beilage oder Snack.

Die Kunst des Teigs: Geheimnisse einer perfekten Pizza

Der Teig ist das Herzstück jeder italienischen Pizza. Seine Zubereitung erfordert Geduld und ein Verständnis für die Rohstoffe. Die Qualität des Mehls, die richtige Menge an Wasser, Salz und Hefe sowie eine lange Fermentationszeit sind entscheidend.

  • Mehl: In Italien wird oft „Farina Tipo 00“ verwendet, ein sehr feines Weizenmehl mit geringem Aschegehalt, das sich ideal für lange Teigführungen eignet.
  • Wasser: Kaltes Wasser hilft, den Gärprozess zu verlangsamen, was zu einer besseren Geschmacksentwicklung führt.
  • Hefe: Nur eine kleine Menge frischer Hefe ist nötig, wenn der Teig lange gehen darf.
  • Salz: Essentiell für den Geschmack und die Struktur des Teigs.
  • Fermentation: Eine lange Gehzeit (oft 24 Stunden oder mehr bei Raumtemperatur oder im Kühlschrank) ermöglicht es den Enzymen, Stärke in Zucker umzuwandeln, was dem Teig mehr Geschmack und eine bessere Verdaulichkeit verleiht. Zudem entwickeln sich so die charakteristischen großen Luftblasen.

Beliebte Beläge und ihre Kombinationen

Die Auswahl der Beläge ist entscheidend für den Charakter einer Pizza. In Italien legt man Wert auf frische, oft lokale und saisonale Zutaten. Hier sind einige der am häufigsten verwendeten Beläge:

  • Tomaten: Oft San Marzano-Tomaten aus der Region Kampanien, die für ihren süßen und fleischigen Geschmack bekannt sind. Sie werden meist nur leicht zerkleinert oder als Passata verwendet, um ihren natürlichen Geschmack zu bewahren.
  • Mozzarella: Fior di Latte (Kuhmilchmozzarella) oder Mozzarella di Bufala (Büffelmozzarella) sind die bevorzugten Käsesorten. Sie schmelzen perfekt und haben einen milden, milchigen Geschmack.
  • Basilikum: Frische Basilikumblätter werden meist erst nach dem Backen oder kurz vor Ende der Backzeit hinzugefügt, um ihr Aroma zu bewahren.
  • Olivenöl: Ein gutes natives Olivenöl extra ist unerlässlich und wird oft als letzter Schliff über die fertig gebackene Pizza geträufelt.
  • Salami und Schinken: Prosciutto Cotto (gekochter Schinken), Salame Piccante (scharfe Salami), Prosciutto Crudo (Parmaschinken, oft nach dem Backen hinzugefügt).
  • Gemüse: Pilze (Funghi), Artischocken (Carciofi), Auberginen (Melanzane), Zucchini, Paprika (Peperoni), Zwiebeln (Cipolle), Spinat (Spinaci).
  • Meeresfrüchte: Obwohl in Italien nicht so verbreitet wie in anderen Ländern, findet man manchmal Pizzen mit Garnelen (Gamberetti) oder Muscheln (Cozze).
  • Kapern und Sardellen: Oft auf der Pizza Napoletana oder Romana zu finden, für einen salzigen, intensiven Geschmack.

Pizza Variationen: Von Calzone bis Pizza al Taglio

Neben den klassischen runden Pizzen gibt es in Italien auch andere Formen und Zubereitungsarten, die es wert sind, entdeckt zu werden.

  • Calzone: Eine „gefaltete Pizza“, die wie ein Halbmond geformt ist. Der Teig wird über die Füllung geklappt und die Ränder fest verschlossen. Sie wird entweder im Ofen gebacken (Calzone al Forno) oder frittiert (Calzone Fritto). Typische Füllungen sind Ricotta, Mozzarella, gekochter Schinken und Pilze.
  • Panuozzo: Eine Spezialität aus der Gegend um Neapel. Es ist ein längliches Brot, das aus Pizzateig gebacken und dann aufgeschnitten und mit verschiedenen Zutaten wie Wurst, Käse und Gemüse gefüllt wird. Oft wird es nach dem Füllen noch einmal kurz in den Ofen geschoben.
  • Pinsa Romana: Eine moderne Interpretation der römischen Pizza, die sich durch einen besonders leichten und verdaulichen Teig auszeichnet. Der Teig enthält eine Mischung aus Weizen-, Soja- und Reismehl und hat eine hohe Hydration. Das Ergebnis ist ein knuspriger Boden und eine luftige Kruste.

Häufig gestellte Fragen zur italienischen Pizza

Um Ihnen die Welt der italienischen Pizza noch näherzubringen, beantworten wir hier einige häufig gestellte Fragen:

Was ist der Hauptunterschied zwischen neapolitanischer und römischer Pizza?
Der Hauptunterschied liegt im Teig und der Textur. Die neapolitanische Pizza ist weich, elastisch und hat einen hohen, luftigen Rand (cornicione), während die römische Pizza dünn, knusprig und flacher ist.

Welche Zutaten sind für eine authentische italienische Pizza unerlässlich?
Für eine authentische Pizza sind hochwertiges Mehl (oft Tipo 00), frische Hefe, Wasser, Salz, San Marzano-Tomaten (oder gute Dosentomaten), Fior di Latte oder Büffelmozzarella und frisches Basilikum unerlässlich. Ein gutes Olivenöl ist ebenfalls wichtig.

Kann man in Italien Pizza zum Frühstück essen?
Traditionell wird Pizza in Italien nicht zum Frühstück gegessen. Sie ist ein Gericht für Mittag- oder Abendessen. Zum Frühstück bevorzugen Italiener Süßes wie Cornetti (Croissants) und Kaffee.

Gibt es vegetarische oder vegane Pizza-Optionen in Italien?
Ja, absolut! Die Pizza Margherita ist traditionell vegetarisch. Viele Pizzerien bieten auch Pizzen mit einer Vielzahl von Gemüse an (Pizza Ortolana/Vegetariana). Eine Pizza Marinara ist von Natur aus vegan, da sie nur Tomaten, Knoblauch, Oregano und Olivenöl enthält. Fragen Sie einfach nach „Pizza senza formaggio“ (Pizza ohne Käse) für vegane Optionen.

Wie bestellt man Pizza in Italien richtig?
In Italien bestellt man in der Regel eine ganze Pizza pro Person. Es ist unüblich, eine Pizza zu teilen, es sei denn, man ist in einer großen Gruppe und bestellt verschiedene Sorten zum Probieren. Man isst Pizza traditionell mit Messer und Gabel, obwohl es auch akzeptabel ist, sie in Stücken von Hand zu essen, besonders bei der Pizza al Taglio oder wenn man auf der Straße isst.

Was ist eine „Pizza Bianca“?
„Pizza Bianca“ bedeutet „weiße Pizza“ und ist eine Pizza ohne Tomatensauce. Sie wird oft nur mit Olivenöl, Salz, Rosmarin und manchmal Käse belegt oder dient als Basis für andere Beläge, die keine Tomaten benötigen, wie zum Beispiel die Pizza Quattro Formaggi.

Die Welt der italienischen Pizza ist reich und vielfältig, ein Spiegelbild der regionalen Unterschiede und der tief verwurzelten kulinarischen Traditionen Italiens. Jede Pizza erzählt eine Geschichte, sei es die der einfachen Bauern, die aus wenigen Zutaten ein nahrhaftes Gericht zauberten, oder die der königlichen Tafel, die ein neues Nationalgericht hervorbrachte. Ob Sie die weiche, luftige Pizza Napoletana bevorzugen, die knusprige römische Variante oder eine der vielen regionalen Spezialitäten – die italienische Pizza ist immer ein Erlebnis für die Sinne und ein Fest der Einfachheit und Qualität. Ihre Reise durch die Geschmäcker Italiens ist nicht vollständig ohne die Erkundung dieser kulinarischen Ikone in all ihren Facetten.

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