Welche Speisen gibt es bei Iglo?

Die Welt der Pizza: Ein kulinarischer Guide

21/06/2018

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Pizza ist weit mehr als nur ein einfaches Gericht; sie ist ein globales Phänomen, ein Symbol für Geselligkeit und Genuss, das Menschen rund um den Erdball begeistert. Von ihren bescheidenen Anfängen in Neapel hat sie eine bemerkenswerte Reise hinter sich und sich zu einer der beliebtesten Speisen der Welt entwickelt. Ihre Vielseitigkeit und die schier unendlichen Möglichkeiten der Zubereitung machen sie zu einem immer wieder aufs Neue faszinierenden kulinarischen Erlebnis. Ob als schnelles Mittagessen, gemütliches Abendessen mit Freunden oder als Kunstwerk eines erfahrenen Pizzaiolos – die Pizza hat ihren festen Platz in unseren Herzen und Mägen erobert. Doch was steckt wirklich hinter diesem runden Glück, und wie hat sie es geschafft, so universell geliebt zu werden?

Die Ursprünge der Pizza: Eine Reise durch die Geschichte

Die Geschichte der Pizza ist so reichhaltig und vielschichtig wie ihre Beläge. Obwohl die moderne Pizza, wie wir sie heute kennen, ihren Ursprung im Neapel des 18. Jahrhunderts hat, reichen die Wurzeln flacher, belegter Brote weit in die Antike zurück. Schon die alten Ägypter, Griechen und Römer kannten ähnliche Teigfladen, die mit verschiedenen Zutaten wie Kräutern, Olivenöl oder Käse belegt wurden. Diese frühen Formen dienten oft als einfache, nahrhafte Mahlzeiten für die breite Bevölkerung.
Die entscheidende Entwicklung zur heutigen Pizza fand jedoch in Neapel statt. In dieser pulsierenden Hafenstadt Italiens begannen die ärmeren Schichten, einfache Hefeteigfladen mit Tomaten zu belegen, einer Zutat, die erst nach der Entdeckung Amerikas ihren Weg nach Europa fand und zunächst mit Skepsis betrachtet wurde. Die Kombination aus Tomaten, Olivenöl, Knoblauch und Basilikum bildete die Basis für die erste bekannte 'Pizza'. Der große Durchbruch kam angeblich 1889, als der Pizzaiolo Raffaele Esposito der Königin Margherita von Savoyen eine Pizza in den Farben der italienischen Flagge – Rot (Tomaten), Weiß (Mozzarella) und Grün (Basilikum) – servierte. Die 'Pizza Margherita' war geboren und wurde schnell zum Inbegriff der italienischen Kochkunst. Von Neapel aus verbreitete sich die Pizza langsam in ganz Italien und schließlich durch italienische Einwanderer in die ganze Welt, wo sie lokale Anpassungen erfuhr und zu einer globalen Ikone wurde.

Welche Speisen gibt es bei Iglo?
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Die Vielfalt der Pizza: Ein Überblick über die bekanntesten Stile

Was Pizza so besonders macht, ist ihre unglaubliche Vielfalt. Jede Region, ja fast jede Pizzeria, hat ihre eigene Interpretation des Klassikers. Hier sind einige der bekanntesten Stile, die man kennen sollte:

Neapolitanische Pizza (Pizza Napoletana): Dies ist der Ursprung aller modernen Pizzen und unterliegt strengen Regeln der 'Associazione Verace Pizza Napoletana'. Sie zeichnet sich durch einen sehr weichen, elastischen und dünnen Teig aus, der am Rand einen hohen, luftigen und leicht angekohlten 'Cornicione' (Rand) bildet. Gebacken wird sie extrem kurz (60-90 Sekunden) bei sehr hohen Temperaturen (ca. 485°C) in einem Holzofen. Die Beläge sind minimalistisch: San-Marzano-Tomaten, Fior di Latte oder Mozzarella di Bufala, frisches Basilikum und Olivenöl. Das Ergebnis ist eine Pizza, die man oft zusammenklappt, um sie zu essen, da die Mitte sehr feucht ist. Der Geschmack ist authentisch und unvergleichlich.

Römische Pizza (Pizza Romana): Im Gegensatz zur Neapolitanischen Pizza ist die Römische Pizza dünner und knuspriger. Der Teig enthält oft etwas Olivenöl, was zu seiner festen Textur beiträgt. Der Rand ist flacher und weniger ausgeprägt. Sie wird länger bei niedrigeren Temperaturen gebacken, was die Knusprigkeit fördert. Beläge sind vielfältiger als bei der Neapolitanischen, aber immer noch von hoher Qualität.

New Yorker Pizza: Durch italienische Einwanderer in die USA gebracht, entwickelte sich in New York ein eigener Stil. Diese Pizza hat eine große, breite Scheibe mit einem dünnen, flexiblen Boden, der dennoch knusprig ist. Man kann sie zusammenklappen, um sie zu essen. Der Teig wird oft mit hohem Glutengehalt hergestellt, was zu seiner charakteristischen Textur beiträgt. Sie wird meist in großen Öfen gebacken, die nicht so heiß sind wie Holzöfen. Die Sauce ist oft etwas süßer und die Käseschicht großzügiger. Der Belag ist typischerweise einfach gehalten, oft nur Käse oder Peperoni.

Chicago Deep Dish Pizza: Diese Pizza ist das komplette Gegenteil der dünnen italienischen Stile. Sie wird in einer tiefen Form gebacken und ähnelt eher einem herzhaften Kuchen oder einer Torte. Der Teig ist dick, buttrig und oft leicht knusprig. Die Schichten sind umgekehrt: Zuerst eine dicke Schicht Käse, dann die Beläge und schließlich eine großzügige Schicht Tomatensauce. Die Backzeit ist deutlich länger. Es ist eine mächtige und sättigende Mahlzeit, die man mit Messer und Gabel isst.

California-Style Pizza: Dieser Stil zeichnet sich durch seine innovativen und oft ungewöhnlichen Beläge aus. Er entstand in den 1980er Jahren und kombiniert die dünnen Krusten italienischer Pizzen mit frischen, oft exotischen oder Gourmet-Zutaten, die man normalerweise nicht auf einer Pizza erwarten würde, wie Entenconfit, Ziegenkäse, Lachs oder BBQ-Hähnchen. Der Fokus liegt hier auf kreativer Kombination und hochwertigen, oft lokalen Zutaten.

Das Geheimnis des perfekten Pizzabackens: Teig, Sauce und Ofen

Ein wirklich großartiges Stück Pizza ist das Ergebnis eines Zusammenspiels mehrerer Komponenten. Der Teig ist zweifellos das Herzstück jeder Pizza. Ein guter Pizzateig benötigt nur wenige Zutaten: Mehl (oft Typ 00 für neapolitanische Pizza), Wasser, Salz und Hefe. Das Geheimnis liegt jedoch in der langen Gärzeit. Eine Gärung von 24 bis 72 Stunden im Kühlschrank entwickelt komplexe Aromen und macht den Teig leichter verdaulich und elastischer. Dieser Prozess, auch 'Reifung' genannt, ist entscheidend für die Textur und den Geschmack des fertigen Bodens.

Die Sauce ist die Seele der Pizza. Für eine klassische italienische Pizza wird oft eine einfache, ungekochte Sauce aus passierten San-Marzano-Tomaten, etwas Salz und frischem Basilikum verwendet. Die Qualität der Tomaten ist hier von größter Bedeutung. Für andere Stile können Saucen auch gekocht, gewürzt oder sogar auf Basis von Pesto, BBQ-Sauce oder einer weißen Creme hergestellt werden.

Der Käse ist der Geschmacksträger. Mozzarella ist der Standard, aber die Art des Mozzarellas macht einen Unterschied. Fior di Latte (Kuhmilchmozzarella) und Mozzarella di Bufala (Büffelmozzarella) sind die bevorzugten Sorten für klassische Pizzen, da sie gut schmelzen und nicht zu viel Wasser abgeben. Aber auch andere Käsesorten wie Provolone, Parmesan oder Ricotta finden je nach Pizzastil und Belag Verwendung.

Schließlich der Ofen: Ein professioneller Pizzaofen, insbesondere ein Holzofen, erreicht Temperaturen von 400°C bis über 500°C. Diese extrem hohen Temperaturen sind entscheidend für die schnelle Garzeit und die Entwicklung des charakteristischen Geschmacks und der Textur des Teigs, mit dem luftigen, leicht angekohlten Rand. Auch Heimöfen können mit Pizzasteinen oder -stählen und der höchsten Temperatureinstellung gute Ergebnisse erzielen, auch wenn sie die Intensität eines professionellen Ofens nicht ganz erreichen.

Die Pizzeria: Mehr als nur ein Restaurant

Eine Pizzeria ist oft mehr als nur ein Ort, an dem man isst. Sie ist ein Treffpunkt, ein Ort der Geselligkeit und des Genusses. Die Atmosphäre in einer traditionellen italienischen Pizzeria ist oft lebhaft, laut und herzlich. Man hört das Klappern von Tellern, das Lachen der Gäste und das Zischen des Ofens. Der Geruch von frischem Teig, schmelzendem Käse und Tomatensauce liegt in der Luft.

Es gibt verschiedene Arten von Pizzerien:

  • Die traditionelle Trattoria/Pizzeria: Hier steht die Authentizität im Vordergrund. Oft familiengeführt, mit einem Holzofen und einer überschaubaren Karte, die sich auf die Klassiker konzentriert.
  • Die moderne, gehobene Pizzeria: Diese legen Wert auf hochwertige, oft lokale Zutaten, kreative Belagskombinationen und ein stilvolles Ambiente. Sie können auch eine größere Auswahl an Weinen oder Craft-Bieren anbieten.
  • Die Lieferpizzeria: Konzentriert sich auf Effizienz und Schnelligkeit, um die Pizza direkt an die Haustür zu bringen. Hier steht oft die Bequemlichkeit im Vordergrund.

Unabhängig vom Typ ist die Pizzeria ein Ort, an dem man sich entspannen und die einfache Freude an gutem Essen teilen kann. Der Pizzaiolo, der Pizzabäcker, ist dabei der Künstler, der mit Geschick und Leidenschaft jeden Teigfladen in ein Meisterwerk verwandelt.

Vergleichstabelle: Beliebte Pizzastile im Überblick

Um die Unterschiede zwischen den verschiedenen Pizzastilen besser zu verstehen, hilft ein kurzer Vergleich:

StilTeig & KrusteBacktemperaturTypische BelägeBesonderheit
NeapolitanischSehr dünn, weich, luftiger, hoher Rand (Cornicione)Sehr hoch (ca. 485°C)Tomaten, Mozzarella (Fior di Latte/Bufala), BasilikumKurze Backzeit, feuchte Mitte, traditionell
RömischDünn, knusprig, flacherer RandHoch (ca. 350-400°C)Vielfältiger, aber klassisch italienischKnusprigkeit, längere Backzeit
New YorkerDünn, flexibel, knuspriger Boden, großMittel bis hoch (ca. 260-320°C)Käse, Peperoni, oft süßere SauceZum Falten, "Grab-and-Go"-Stil
Chicago Deep DishSehr dick, buttrig, kuchenähnlichMittel (ca. 200-230°C)Käse (unten), Beläge, dicke Tomatensauce (oben)Wie ein Kuchen, sehr sättigend, mit Besteck zu essen

Häufig gestellte Fragen zur Pizza (FAQs)

Hier sind einige der am häufigsten gestellten Fragen rund um das Thema Pizza:

F: Was ist der Unterschied zwischen Fior di Latte und Mozzarella di Bufala?
A: Fior di Latte wird aus Kuhmilch hergestellt und ist der gängigere Mozzarella in Pizzerien. Mozzarella di Bufala wird aus Büffelmilch gewonnen, hat einen intensiveren, komplexeren Geschmack und eine cremigere Textur. Beide schmelzen hervorragend auf Pizza, aber Bufala gilt als die hochwertigere Option für klassische neapolitanische Pizza.

F: Warum ist mein Pizzateig zu zäh oder zu hart?
A: Ein zäher Teig kann durch zu viel Mehl, zu wenig Wasser oder eine zu kurze Knetzeit entstehen. Ein harter Teig deutet oft auf zu langes Backen bei zu niedriger Temperatur hin. Der Schlüssel zu einem guten Teig ist die richtige Hydration und eine ausreichende, aber nicht übermäßige Knetzeit, gefolgt von einer langen Gärung.

F: Kann ich Pizzateig einfrieren?
A: Ja, Pizzateig lässt sich sehr gut einfrieren. Am besten formt man ihn zu Kugeln, ölt sie leicht ein und friert sie in luftdichten Behältern oder Gefrierbeuteln ein. Vor der Verwendung sollte der Teig langsam im Kühlschrank auftauen und dann bei Raumtemperatur gehen gelassen werden.

F: Welche Tomaten sind die besten für Pizzasauce?
A: Für authentische italienische Pizzasauce gelten San-Marzano-Tomaten aus der Region Kampanien (Italien) als die Goldstandard. Sie haben einen ausgewogenen süß-säuerlichen Geschmack und eine fleischige Textur mit wenigen Kernen. Alternativ können auch andere hochwertige Dosen-Pflaumentomaten verwendet werden.

F: Ist Pizza gesund?
A: Das hängt stark von den Zutaten und der Zubereitung ab. Eine Pizza mit frischen, hochwertigen Zutaten, viel Gemüse und einer dünnen Kruste kann Teil einer ausgewogenen Ernährung sein. Stark belegte Pizzen mit viel Käse und verarbeitetem Fleisch sollten in Maßen genossen werden. Die neapolitanische Pizza gilt aufgrund ihrer einfachen, reinen Zutaten oft als eine der "gesünderen" Varianten.

Fazit: Die Pizza – Ein zeitloses Meisterwerk

Die Pizza hat sich von einem einfachen Gericht der armen Leute zu einem globalen kulinarischen Phänomen entwickelt. Ihre Fähigkeit, sich an verschiedene Geschmäcker und Kulturen anzupassen, ohne ihre Seele zu verlieren, ist bemerkenswert. Ob Sie die puristische Eleganz einer Pizza Margherita bevorzugen, die robuste Herzhaftigkeit einer Deep Dish Pizza oder die kreativen Experimente des California-Stils – die Welt der Pizza bietet für jeden Geschmack etwas. Sie ist ein Beweis dafür, wie einfache Zutaten, kombiniert mit Handwerkskunst und Leidenschaft, zu etwas wirklich Außergewöhnlichem werden können. So bleibt die Pizza ein zeitloses Meisterwerk, das uns immer wieder aufs Neue begeistert und zusammenbringt.

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