What is the difference between Italian pizza and Italian pizza?

Pizza-Duell: Italien vs. Amerika

11/09/2017

Rating: 3.96 (6573 votes)

Pizza ist zweifellos eines der beliebtesten Gerichte der Welt, ein kulinarisches Phänomen, das Grenzen überwindet und Gaumen auf allen Kontinenten erobert. Doch obwohl sie überall geliebt wird, gibt es kaum ein Gericht, das so viele Debatten über seine „wahre“ Form und seinen „besten“ Stil auslöst. Im Zentrum dieser Diskussion stehen oft zwei Giganten: die italienische Pizza, die als Ursprung aller Pizza gilt, und die amerikanische Pizza, die sich im Laufe der Zeit zu einer eigenständigen und vielfältigen Ikone entwickelt hat. Aber was genau unterscheidet diese beiden kulinarischen Welten voneinander?

Inhaltsverzeichnis

Die Geburtsstunde der Pizza: Eine kurze Geschichte

Um die Unterschiede zwischen italienischer und amerikanischer Pizza zu verstehen, müssen wir zunächst einen Blick auf ihre Wurzeln werfen. Die Geschichte der Pizza ist untrennbar mit Italien verbunden, genauer gesagt mit Neapel. Schon im Jahr 1738 öffnete die erste bekannte Pizzeria, die Antica Pizzeria Port’Alba, ihre Türen und verkaufte hauptsächlich neapolitanische Pizza an Touristen und Einheimische. Viele glauben jedoch, dass die moderne Pizza, wie wir sie heute kennen, von dem berühmten Koch Raffaele Esposito kreiert wurde. Er soll sie 1889 für Königin Margherita von Savoyen zubereitet haben. Diese Pizza, die später als Pizza Margherita bekannt wurde, enthielt einfachen Pizzateig, Tomaten, Mozzarella und Basilikum – Zutaten, die die Farben der italienischen Flagge repräsentieren.

What is the difference between California Pizza and American pizza?
California-Style Pizza: A gourmet pizza featuring unique toppings like goat cheese, arugula, or smoked salmon. Pizza in Italy: In Italy, pizza is often eaten with a knife and fork, especially in sit-down pizzerias. It is considered a full meal rather than a snack. Pizza in America: American pizza culture is more casual.

Die amerikanische Pizzageschichte beginnt, wie könnte es anders sein, ebenfalls in Italien. Italienische Einwanderer brachten das Gericht Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts in die Vereinigten Staaten. Die erste Pizzeria in den USA soll 1905 in Little Italy, New York City, eröffnet worden sein. Während des Zweiten Weltkriegs erfreute sich Pizza bei amerikanischen Soldaten in Italien großer Beliebtheit und wurde nach ihrer Rückkehr zu einem festen Bestandteil der amerikanischen Esskultur. Von da an begann die Pizza in Amerika ihre eigene, einzigartige Entwicklung, die sie von ihrem italienischen Ursprung abhebt.

Der Teig: Das Fundament der Pizza

Der Teig ist das Herzstück jeder Pizza, und hier zeigen sich die ersten grundlegenden Unterschiede. Der italienische Pizzateig wird mit größter Sorgfalt und viel Geduld zubereitet. Er besteht oft aus speziellem Weizenmehl (wie dem feinen Tipo 00), Wasser, Salz und Hefe. Nach dem Kneten wird der Teig oft für mindestens 24 Stunden, manchmal sogar bis zu 72 Stunden, ruhen gelassen. Diese lange Fermentationszeit ist entscheidend, um die Hefe wirken zu lassen, den Teig leicht und luftig zu machen und ihm einen komplexen Geschmack zu verleihen. Das Ergebnis ist ein dünner, knuspriger Rand und ein weicher, leicht zäher Boden.

Amerikanischer Pizzateig hingegen wird oft schneller zubereitet. Die Ruhezeiten sind in der Regel kürzer, von 8 bis 16 Stunden, und es wird eine größere Vielfalt an Mehlsorten verwendet. Dies führt zu einem dichteren, oft dickeren und zäheren Teig. Amerikanische Pizzen reichen von dünnen, aber dennoch zähen Krusten wie der New York Style Pizza bis hin zu den sehr dicken, brotähnlichen Böden der Chicago Deep Dish Pizza oder der Detroit Style Pizza. Für kommerzielle Pizzerien in den USA ist die schnelle Zubereitung oft ein entscheidender Faktor.

Die Sauce: Das aromatische Rückgrat

Auch bei der Sauce gibt es deutliche Unterschiede. Italiener verwenden für ihre Pizzen oft einfache, frische Tomatensauce, die meist aus reinen, zerdrückten Tomaten (idealerweise San Marzano) besteht und nur sparsam mit Salz und Olivenöl gewürzt wird. Diese Sauce ist oft ungekocht und dient dazu, den natürlichen Geschmack der Tomaten hervorzuheben, ohne andere Zutaten zu überdecken. Sie ist ein Hauptmerkmal der klassischen neapolitanischen Pizza.

Amerikanische Pizzen hingegen zeichnen sich oft durch eine dickere, geschmackvollere und oft vorgekochte Tomatensauce aus. Diese Saucen können eine Vielzahl von Gewürzen wie Knoblauch, Oregano, Basilikum und manchmal sogar Zucker enthalten, was ihnen einen kräftigeren, süßeren oder würzigeren Geschmack verleiht. Der New York Style ist bekannt für seine würzige Sauce, während andere amerikanische Stile andere Saucenarten verwenden können, um ihren charakteristischen Geschmack zu erzielen.

Why should you choose American or Italian pizza?
There are numerous reasons why you might like American and Italian pizzas. No taste buds are the same. If you prefer traditional pizza, the better choice is to go for Italian to enjoy its authentic and sophisticated nature. Not only is it made with strict rules, but Italian pizza makers take their job seriously.

Der Käse: Cremig und Frisch versus Dehnbar und Geschmacksintensiv

Der Käse ist ein weiteres Element, das die beiden Pizzastile voneinander abgrenzt. In Italien wird traditionell frischer Mozzarella verwendet, oft Büffelmozzarella (Mozzarella di Bufala) oder Fior di Latte (aus Kuhmilch). Dieser Käse hat einen hohen Feuchtigkeitsgehalt, schmilzt cremig und mild, ohne die anderen Aromen zu dominieren. Die Italiener legen großen Wert auf die Frische und Qualität ihrer Produkte.

In Amerika ist Mozzarella ebenfalls der Standard, aber oft in einer Form mit geringerem Feuchtigkeitsgehalt, die stärker verarbeitet ist, um eine bessere Dehnbarkeit und einen salzigeren Geschmack zu erzielen. Amerikanische Pizzen verwenden häufig geriebenen, teilentrahmten Mozzarella, der beim Schmelzen lange Fäden zieht. Es ist auch üblich, verschiedene Käsesorten zu mischen, wie Mozzarella mit Provolone, Cheddar oder Parmesan, um zusätzliche Geschmacksnuancen und Texturen zu schaffen.

Die Belagvielfalt: Weniger ist mehr versus Alles geht

Der größte und offensichtlichste Unterschied liegt oft in der Auswahl und Menge der Beläge. Italiener sind in ihrer Wahl der Beläge sehr puristisch. Es ist selten, eine traditionelle italienische Pizza mit mehr als drei Belägen zu finden. Die Philosophie dahinter ist, dass jeder einzelne Belag zur Harmonie des Gesamtgeschmacks beitragen und nicht in Konkurrenz zu den anderen treten soll. Eine klassische Pizza Margherita hat nur Tomaten, Mozzarella und Basilikum. Andere Beispiele sind Marinara (Tomate, Knoblauch, Oregano) oder Diavola (Tomate, Mozzarella, scharfe Salami). Die Idee ist, dass die wenigen ausgewählten Beläge beim Essen eine natürliche Geschmacksharmonie erzeugen.

Amerikaner hingegen leben nach dem Motto „mehr ist mehr“. Sie glauben, dass fast alles ein Pizzabelag sein kann, einschließlich umstrittener Zutaten wie Ananas. Die Belagvielfalt reicht von extra Käse über Pilze, verschiedene Fleischsorten (Pepperoni, Wurst, Schinken, Hühnchen) bis hin zu Feigen und natürlich Ananas. Der Kreativität sind kaum Grenzen gesetzt, und es ist üblich, Pizzen mit mehreren Schichten und einer Fülle von Zutaten zu finden, wie z.B. die „Supreme“ oder „Meat Lovers“ Pizzen.

Obwohl die meisten Italiener eine Pizza mit Ananas oder Hühnchen als Belag ablehnen würden, gibt es Ausnahmen. Rom beispielsweise ist bekannt für seine dünnwandigen Pizzen mit oft großzügigeren Belägen, die manchmal sogar mit Gabel und Messer gegessen werden. Auch Fruchtauflagen wie Feigen oder Äpfel sind dort nicht unbekannt, und Pizza wird oft mit Bier oder Wein genossen – was fast schon amerikanisch klingt!

Backmethoden: Traditionelles Holzfeuer versus Moderne Öfen

Die Art und Weise, wie die Pizza gebacken wird, ist ebenfalls ein entscheidendes Unterscheidungsmerkmal. Die meisten traditionellen italienischen Pizzerien halten an der althergebrachten Methode fest und verwenden Holz- oder Kohleöfen, einige sogar Steinöfen. Diese Öfen erreichen extrem hohe Temperaturen von bis zu 480°C (900°F) und backen eine Pizza in nur 60 bis 90 Sekunden. Die hohe Hitze sorgt für einen perfekt aufgegangenen, leicht verkohlten Rand (oft als „Leopard Spots“ bezeichnet) und einen weichen, luftigen Teig im Inneren. Man glaubt, dass diese Öfen den authentischen Geschmack und Geruch der Pizza am besten bewahren.

Amerikanische Pizzerien setzen meist auf modernere Technik. Gas- oder Elektroöfen sind Standard, und viele große Ketten nutzen Förderbandöfen, die Pizzen bei niedrigeren Temperaturen über längere Zeiträume backen. Dies führt zu einer gleichmäßigeren Bräunung und einer knusprigeren Kruste. Einige Restaurants, besonders in Städten wie New York, versuchen jedoch, das Erlebnis von Holz- oder Kohleöfen nachzuahmen.

What is the difference between American pizza and Italian pizza?
American-style pizza has a lighter texture; people can usually eat them on the go. On the other hand, their authentic Italian counterparts have thicker crusts, more cheese, and are more filling and flavorful. The original Italian pizza is usually thinner and made with mozzarella and tomatoes. People usually eat this dish for dinner. 2. Crust

Serviermethoden und Esskultur: Ein Gericht oder ein Snack?

Auch die Art des Servierens und der Konsum unterscheiden sich erheblich. Eine typische italienische Pizza wird oft in einer kleinen runden Form serviert, die für eine Person gedacht ist. Sie wird in der Regel nicht vorgeschnitten, und der Gast schneidet sie selbst in die gewünschte Form und Größe. In traditionellen Pizzerien wird die Pizza oft mit Messer und Gabel gegessen und als vollwertiges Gericht betrachtet.

Amerikanische Pizzen hingegen werden typischerweise in sechs, acht oder zwölf dreieckige Stücke geschnitten, bevor sie serviert werden. Dies ist besonders bei großen Pizzaketten wie Pizza Hut oder Domino’s der Fall. Amerikanische Pizza ist oft ein Gericht zum Teilen, das informell, oft im Stehen oder unterwegs, gegessen wird – ein typischer Snack oder Fast-Food-Artikel.

Frische und Kommerzialisierung: Handwerk versus Massenproduktion

Italiener legen größten Wert auf die Frische ihrer Zutaten. Vom Bauernhof direkt in die Küche – jeder Schritt im Kochprozess wird sorgfältig befolgt, und die Kochzeit ist präzise, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen. Es geht um das Handwerk und die Bewahrung der Tradition.

In den USA hat die Kommerzialisierung einen viel größeren Einfluss. Während es immer noch ausgezeichnete traditionelle Pizzerien gibt, dominieren große Lebensmittelketten den Markt. Das Hauptziel ist oft Effizienz und Erschwinglichkeit für eine große Bevölkerung. Dies hat zwar die Pizza in den USA extrem populär gemacht und zugänglich gemacht, aber oft auf Kosten der traditionellen Standards und der handwerklichen Sorgfalt. Pizza ist in Amerika eher zu einem Grundnahrungsmittel als zu einem traditionellen Gericht geworden.

Vergleichstabelle: Italienische Pizza vs. Amerikanische Pizza

MerkmalItalienische PizzaAmerikanische Pizza
Teig/KrusteDünn, luftig, lange Fermentation (24-72h), Tipo 00 MehlDicker, zäher, kürzere Fermentation (8-16h), vielfältige Mehlsorten (New York, Deep Dish)
SauceFrisch, pur, oft ungekocht, wenig gewürzt (San Marzano Tomaten)Dicker, vorgekocht, kräftig gewürzt (Knoblauch, Oregano, Zucker)
KäseFrischer Mozzarella (Büffel- oder Fior di Latte), hoher FeuchtigkeitsgehaltMozzarella (gerieben, niedriger Feuchtigkeitsgehalt), oft Käsemischungen (Provolone, Cheddar)
BelägeMinimalistisch (max. 3), Fokus auf Harmonie und QualitätVielfältig, üppig, 'alles geht' (Fleisch, Gemüse, Obst wie Ananas)
BackmethodeHolz-/Kohleofen (480°C), kurze Backzeit (60-90s)Gas-/Elektroofen, Förderbandofen, längere Backzeit bei niedrigerer Temperatur
ServierenGanz, vom Gast selbst geschnitten, oft mit Messer & GabelVorgeschnitten in Dreiecke, oft von Hand gegessen
PhilosophieTradition, Handwerk, Frische, einfache ZutatenInnovation, Vielfalt, Anpassung an lokale Geschmäcker, Massenproduktion

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Ist Ananas auf Pizza italienisch?

Nein, Ananas auf Pizza ist eine amerikanische (genauer gesagt, eine kanadische) Erfindung und wird von den meisten traditionellen Italienern nicht als authentischer Pizzabelag akzeptiert. Sie widerspricht der italienischen Philosophie der Geschmacksharmonie.

What's the difference between New York-style and American pizza?
The thing about American pizza is it isn't one style. Though many share some characteristics common with their Italian counterpart, none are exactly like their European cousins. New York-style is in many ways the classic: A large, hand-tossed thin crust designed with a pliable center so you can fold it in half and eat it.

Welche Pizza ist gesünder?

Generell gilt die italienische Pizza oft als gesünder, da sie in der Regel weniger Fett und Kalorien enthält. Dies liegt an den frischeren, weniger verarbeiteten Zutaten, der geringeren Käsemenge und den sparsameren Belägen. Amerikanische Pizzen mit dicken Böden, viel Käse und fleischlastigen Belägen können deutlich kalorienreicher sein.

Kann man italienische Pizza falten?

Traditionell wird neapolitanische Pizza oft mit Messer und Gabel gegessen. Einige dünne italienische Pizzastile, insbesondere römische Pizza, können jedoch gefaltet und von Hand gegessen werden, ähnlich wie die New York Style Pizza.

Warum ist amerikanische Pizza so erfolgreich geworden?

Der Erfolg der amerikanischen Pizza lässt sich auf mehrere Faktoren zurückführen: Ihre Anpassungsfähigkeit an lokale Geschmäcker, die immense Vielfalt an Belägen, die sie für ein breites Publikum attraktiv macht, ihre Erschwinglichkeit durch Massenproduktion und die Bequemlichkeit des „Fast-Food“-Charakters. Sie hat sich von einer Nische zu einem Mainstream-Gericht entwickelt.

Fazit: Eine Frage des Geschmacks

Letztendlich gibt es keine „bessere“ Pizza. Die Wahl zwischen italienischer und amerikanischer Pizza hängt ganz von den persönlichen Vorlieben ab. Wenn Sie eine leichte, authentische und traditionelle Pizza mit hochwertigen, unverfälschten Zutaten suchen, die das handwerkliche Können widerspiegelt, dann ist die italienische Pizza Ihre erste Wahl. Sie ist ein Erlebnis für sich, das die Einfachheit und Qualität der mediterranen Küche feiert.

Wenn Sie jedoch kräftige Aromen, eine große Auswahl an Belägen, dicke Krusten und ein Gefühl von Fülle und Vielfalt bevorzugen, dann ist die amerikanische Pizza genau das Richtige für Sie. Sie steht für Innovation, Experimentierfreude und die Freiheit, Pizza nach Belieben zu gestalten. Ob Sie nun eine klassische Margherita oder eine üppig belegte „Supreme“-Pizza bevorzugen, eines ist sicher: Pizza ist in jeder Form ein göttliches Gericht, das Menschen auf der ganzen Welt verbindet und begeistert.

Wenn du andere Artikel ähnlich wie Pizza-Duell: Italien vs. Amerika kennenlernen möchtest, kannst du die Kategorie Pizza besuchen.

Go up