Wie viel Eiweiß hat ein neapolitanischer Pizzateig?

Die Geheimnisse Original Italienischer Soßen

17/05/2023

Rating: 4 (16245 votes)

Wer an Italien denkt, hat oft sofort ein Bild von dampfender Pasta mit einer unwiderstehlichen Soße vor Augen. Es ist eine kulinarische Wahrheit: Egal in welcher Region man sich aufhält, überall gibt es einzigartige, traditionelle Nudelgerichte, die tief in der lokalen Kultur verwurzelt sind. Doch was genau macht eine Soße zu einer „original italienischen“ Köstlichkeit? Welche Geheimnisse verbergen sich hinter diesen zeitlosen Rezepten, die Generationen überdauert haben und die Welt verzaubern? Sie sind hier genau richtig, um diese Fragen zu beantworten und eine kulinarische Reise durch die Seele Italiens zu unternehmen.

Was ist die typische italienische Soße?
Als typische Nudelart für diese italienische Soße gelten Pappardelle, Tagliatelle sowie Fettuccine. Die rustikale Puttanesca Soße hat ihren Ursprung wie die Marinara Soße in Neapel und trägt eine interessante Geschichte in ihrem Namen.

Die „cucina italiana“ ist nicht nur weltberühmt für ihre Vielfalt, ihren Geschmack und ihre tief verwurzelten Traditionen, sondern insbesondere für ihre Pastasoßen, die in jeder Region Italiens ihre eigene, unverwechselbare Identität besitzen. Begleiten Sie uns auf dieser kleinen, aber feinen kulinarischen Reise durch den Stiefelstaat, um die besten Soßen für Pasta und ihre bevorzugten Nudelformate zu entdecken.

Inhaltsverzeichnis

Die 5 bekanntesten original italienischen Soßen

Bolognese Soße (Ragù alla Bolognese)

Die Bolognese, oder genauer gesagt das Ragù alla Bolognese, ist mehr als nur eine Soße; sie ist ein Stück kulinarische Geschichte und ein Symbol der Region Emilia-Romagna. Ihre Ursprünge reichen bis ins 18. Jahrhundert zurück, und ihre Zubereitung ist eine Kunst, die Geduld und Sorgfalt erfordert. Der unverwechselbare Geschmack und die reichhaltige, volle Textur entstehen aus einer harmonischen Kombination von Rindfleisch (oft auch mit einem kleinen Anteil Schweinefleisch oder Pancetta), Tomaten (oft als Konzentrat oder Passata), Karotten, Sellerie, Zwiebeln und einem Schuss Rotwein. Diese Zutaten werden sorgfältig ausgewählt und über Stunden langsam gekocht, bis die Soße eine dicke, tiefgehende Konsistenz erreicht hat.

Der Schlüssel zu einer authentischen Bolognese liegt in der Zeit: Es ist von entscheidender Bedeutung, dass sie langsam und bei niedriger Hitze simmert. Nur so können sich die Aromen voll entfalten und zu einer reichhaltigen, komplexen Soße verschmelzen, die von innen wärmt. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Verwendung von frischen, hochwertigen Zutaten – das unumstößliche Geheimnis jeder guten italienischen Soße. Je frischer die Zutaten und je länger die Kochzeit, desto besser wird das Ergebnis! Traditionell wird Ragù alla Bolognese nicht mit Spaghetti, sondern mit breiteren Nudelsorten wie Tagliatelle, Pappardelle oder Lasagne serviert, da diese die dicke Soße besser aufnehmen können.

Carbonara

Die köstliche Carbonara Soße, ein Juwel der Region Latium, ist insbesondere in der italienischen Hauptstadt Rom sehr beliebt. Ein Besuch in Rom ohne Spaghetti alla Carbonara ist für viele undenkbar! Diese cremige und dennoch überraschend leichte Soße basiert auf einer scheinbar einfachen, aber präzisen Mischung aus Guanciale (geräucherter Schweinebacke), Eigelb, geriebenem Pecorino Romano Käse und frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer. Es ist von wesentlicher Bedeutung, die Pasta al dente zu kochen und sie dann sofort mit den anderen Zutaten zu vermischen. Die Hitze der Pasta kocht das Eigelb leicht an und emulgiert es zusammen mit dem Pecorino und etwas stärkehaltigem Pastawasser zu einer glatten, samtigen Sauce, die sich perfekt um jede Nudel schmiegt.

Ein absoluter Goldstandard beim Kochen von Carbonara ist die goldene Regel: Niemals Sahne hinzufügen! Ein authentisches Carbonara-Rezept verwendet ausschließlich Eigelb (manchmal auch ein ganzes Ei plus Eigelb) als Bindemittel für die Sauce. Dies ist ein weit verbreiteter Irrtum außerhalb Italiens, aber das Hinzufügen von Sahne würde den delikaten Geschmack und die einzigartige Textur, die diese Sauce ausmachen, unwiderruflich beeinträchtigen und sie zu etwas anderem machen. Daher, um eine echte Carbonara zu kochen und zu genießen, denken Sie daran: Verwenden Sie niemals Sahne!

Pesto Genovese

Die grüne und duftende Pesto Genovese stammt aus der malerischen Küstenstadt Genua in der Region Ligurien. Mit ihrer Basis aus frischem Basilikum (am besten ligurischer Basilikum), Knoblauch, Pinienkernen, geriebenem Pecorino Sardo und Parmigiano Reggiano, vermengt mit hochwertigem Olivenöl extra vergine, wird diese Sauce traditionell mit einem Mörser und Stößel hergestellt. Hierbei werden die Zutaten nicht geschnitten, sondern zerstoßen, um ihre vollen Aromen und ätherischen Öle freizusetzen, was einen unvergleichlichen Geschmack ergibt. Der Prozess des Mörserns ist entscheidend, da er die Basilikumblätter nicht „schneidet“ oder oxidieren lässt, was zu einer dunklen Farbe führen würde.

Das original Pesto Genovese hat sogar ein staatlich geregeltes Rezept, das die verwendeten Zutaten und die Herstellungsweise vorschreibt. Nur frisches Basilikum aus Genua darf darin verarbeitet werden, und echte Pinienkerne sind obligatorisch. Zudem darf es nur mit Olivenöl nativ extra vermengt werden, um die höchste Qualität zu gewährleisten. Ein typisches Nudelgericht mit dieser original italienischen Soße ist die ligurische Spezialität „Trofie al Pesto Genovese“. Trofie oder Trofiette sind in sich gedrehte, flache Fusilli, die die cremige Sauce hervorragend aufnehmen.

Marinara

Marinara, eine der bekanntesten und vielleicht vielseitigsten Saucen der Welt, stammt aus der pulsierenden Stadt Neapel, dem Herzen Kampaniens. Diese scheinbar einfache Tomatensauce, zubereitet aus sonnengereiften Tomaten (oft San Marzano), Knoblauch, Zwiebeln und aromatischen Kräutern wie Oregano und Basilikum, ist äußerst vielseitig und verfeinert nicht nur Pasta, sondern auch Pizza, Fleischgerichte und vieles mehr. Der Schlüssel zu einer guten Marinara-Sauce liegt in der Qualität der Tomaten und einer ausreichend langen Kochzeit, um die Aromen optimal zur Geltung zu bringen und eine natürliche Süße zu entwickeln. Oft wird sie ohne Käse serviert, um den reinen Tomatengeschmack zu betonen.

Spaghetti alla Marinara ist eine Spezialität, die man in ganz Italien, besonders aber an den Küsten und in Meeresnähe, häufig antrifft. Auch am Gardasee gibt es viele Restaurants, die Spaghetti alla Marinara als Standard auf ihrer Speisekarte führen und servieren, oft angereichert mit Meeresfrüchten, was den Namen „Marinara“ (vom Meer) noch unterstreicht.

Aglio e Olio (e Peperoncino)

Aglio e Olio, eine der einfachsten und zugleich ikonischsten Saucen Italiens, hat ebenfalls ihren Ursprung in Neapel. Bestehend aus nur drei Hauptzutaten – Knoblauch (Aglio), Olivenöl (Olio) und einer Prise roter Chiliflocken (Peperoncino) – verleiht sie der Pasta einen herrlich würzigen und aromatischen Geschmack. Daher wird sie oft auch Aglio, Olio e Peperoncino genannt oder kurz AOP. Diese Sauce verkörpert die Philosophie der italienischen Küche: Wenige, aber hochwertige Zutaten, perfekt zubereitet, ergeben ein Meisterwerk.

Wichtig bei der Zubereitung ist, den Knoblauch ausreichend in Olivenöl anzubraten, ohne ihn zu bräunen, um Bitterkeit zu vermeiden. Er sollte goldgelb und duftend sein. Ein kleiner Tipp: Eine Prise frischer Petersilie, am Ende hinzugefügt, kann den Geschmack verbessern und ist auch urtypisch für dieses Gericht. Was gibt es Klassischeres und Befriedigenderes als ein Teller original italienischer Spaghetti all’Aglio, Olio e Peperoncino, die einfach, schnell und unglaublich lecker sind?

Vergleich der Top 5 italienischen Soßen

SoßeRegion/UrsprungHauptzutatenTypische PastaBesonderheit
BologneseEmilia-RomagnaRindfleisch, Tomaten, Gemüse, RotweinTagliatelle, Pappardelle, LasagneLange Kochzeit, reichhaltig, fleischig
CarbonaraLatium (Rom)Guanciale, Eigelb, Pecorino Romano, PfefferSpaghetti, RigatoniCremig ohne Sahne, Eigelb-Emulsion
Pesto GenoveseLigurien (Genua)Basilikum, Pinienkerne, Parmesan, Pecorino, Knoblauch, OlivenölTrofie, Trenette, SpaghettiUngekocht, traditionell im Mörser
MarinaraKampanien (Neapel)Tomaten, Knoblauch, Zwiebeln, KräuterSpaghetti, PizzaEinfach, rein, oft ohne Käse
Aglio e OlioKampanien (Neapel)Knoblauch, Olivenöl, PeperoncinoSpaghettiMinimalistisch, würzig, schnell

Weitere berühmte italienische Soßen

Arrabbiata

Arrabbiata, berühmt für ihre feurige Würze, ist eine weitere Sauce aus der Region Latium, oft Neapel zugeschrieben, aber vor allem in der römischen Küche sehr präsent. Ihr Name bedeutet „wütend“ oder „zornig“, was die Schärfe der Sauce treffend beschreibt. Sie besteht aus Tomaten, Knoblauch und reichlich roten Chiliflocken und wird häufig mit Penne serviert (Penne all’Arrabbiata). Der Würzgrad kann durch die Menge der verwendeten Chiliflocken variiert werden – aber Vorsicht ist geboten für diejenigen, die es nicht zu scharf mögen! Arrabbiata ist eine unkomplizierte Soße, die schnell zubereitet ist und doch einen intensiven Geschmack bietet, der Liebhaber der scharfen Küche begeistert.

Cacio e Pepe

Wer in Rom urlaubt und eine Alternative zur Carbonara sucht, dem sei Cacio e Pepe ans Herz gelegt. Die Soße Cacio e Pepe, was übersetzt „Käse und Pfeffer“ bedeutet, ist ein minimalistisches Meisterwerk aus Rom und der südlichen Toskana. Diese Pasta Soße benötigt nur drei einfache Zutaten: hochwertigen Pecorino Romano Käse, frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer und die Pasta selbst (oft Tonnarelli oder Spaghetti). Der Schlüssel zur Perfektionierung dieser Sauce liegt in der Qualität des Pecorino Käses und in der richtigen Balance von Pfeffer. Die Pasta sollte al dente gekocht und dann sofort mit dem frisch geriebenen Käse und dem Pfeffer vermischt werden. Das stärkehaltige Pastawasser ist der wahre Trick: Es hilft dabei, die Zutaten zu einer unglaublichen cremigen Sauce zu verbinden, die sich wie ein Schleier um die Nudeln legt. In Siena ist ein typisches Gericht mit dieser original italienischen Soße das Picci al Cacio e Pepe, wohingegen in Rom Spaghetti al Cacio e Pepe und Tonnarelli al Cacio e Pepe gereicht werden. Tonnarelli sind Spaghetti mit quadratischer Stanzform, sie werden auch Spaghetti alla Chitarra genannt.

Pesto alla Trapanese

Die Pesto alla Trapanese stammt aus der Stadt Trapani auf Sizilien und ist eine wunderbare, sonnenverwöhnte Alternative zum grünen Pesto Genovese. Im Gegensatz zum Pesto Genovese wird dieses Pesto mit Mandeln, frischen Tomaten, Knoblauch, Basilikum und natürlich Olivenöl zubereitet. Die Sauce ist eine wunderbare Kombination aus süßen, reifen Tomaten, herbem Basilikum und der leicht nussigen Note der Mandeln. Sie ist ein sommerliches Geschmackserlebnis, das hervorragend zu Spaghetti oder zu einer Vielzahl von anderen Pasta-Sorten passt. Die Mandeln verleihen ihr eine einzigartige Textur und einen subtilen, süßlichen Geschmack, der sie von anderen Pestos abhebt. Urtypisch für Sizilien darf diese original italienische Soße keinesfalls fehlen!

Pasta alla Norma

Die Pasta alla Norma ist eine klassische Soße aus Sizilien, benannt nach der berühmten Oper „Norma“ von Vincenzo Bellini, einem gebürtigen Sizilianer. Sie besteht aus gebratenen Auberginen (Melanzane), einer einfachen Tomatensauce, frischem Basilikum und geriebenem Ricotta Salata – einem festen, gesalzenen Ricotta-Käse. Die Kombination aus dem süßlichen Geschmack der Auberginen, der Säure der Tomaten und dem salzigen, leicht pikanten Käse macht diese Sauce zu einem unvergesslichen Geschmackserlebnis. Diese Soße ist für viele Italienliebhaber der Inbegriff von Dolce Vita. Die Verbindung von Melanzani, Tomatensauce, frischem Basilikum sowie leckerem Olivenöl und Ricotta ist einfach ein Erfolgsrezept aus dem Mittelmeerraum! Typischerweise werden großformatige Nudelsorten für dieses Gericht verwendet, etwa Calamarata oder Paccheri, die die Auberginenstücke gut aufnehmen können.

Pasta alla Sorrentina

Die Pasta alla Sorrentina hat ihren Ursprung in der Stadt Sorrento, die malerisch am Golf von Neapel liegt. Diese original italienische Nudelsoße ähnelt der Pasta alla Norma, ist aber eine himmlische Mischung aus Tomaten, frischem Mozzarella, Basilikum und Knoblauch, oft zubereitet mit kurzen Pasta-Sorten wie Penne oder Rigatoni, und dann im Ofen überbacken. Die Sauce beginnt mit der Zubereitung einer einfachen Tomatensauce, in der frische Tomaten, Knoblauch und Olivenöl sanft zu einer dicken und geschmacksintensiven Sauce gekocht werden. Kurz vor dem Ende der Kochzeit wird frisch geschnittener Basilikum hinzugefügt, um das Aroma der Sauce zu verstärken. Die Pasta wird separat gekocht, bis sie al dente ist, und dann mit der Sauce und großzügigen Mengen frischer Mozzarella-Käsestücke gemischt. Die Mischung wird dann in eine Auflaufform gegeben und im Ofen gebacken, bis der Käse schmilzt und eine schöne goldene Kruste bildet. Dieses Gericht ist ein Fest für die Sinne und ein Zeugnis der einfachen, aber wirkungsvollen Küche Kampaniens.

Boscaiola Soße

Vom Meer in die Berge geht es mit dieser Soße. Die Boscaiola-Soße, was so viel wie „Holzfäller-Art“ bedeutet, ist eine herzhafte Sauce, die ihren Ursprung in den ländlichen Gebieten Mittelitaliens hat. Ihre Bezeichnung weist auf die Zutaten hin, die in den Wäldern gesammelt werden können – hauptsächlich Pilze und Wurst. Die Sauce beginnt mit dem Anbraten von Wurst, traditionell eine italienische Salsiccia, in Olivenöl, um ihre würzigen Aromen freizusetzen. Sobald die Wurst gebräunt ist, werden Knoblauch und Zwiebeln hinzugefügt und bis zur Transparenz gedünstet. Die Pilze sind die Hauptdarsteller in dieser Sauce und werden als nächstes hinzugefügt. Normalerweise sind es frische Waldpilze, aber jede Sorte kann verwendet werden. Die Pilze werden gekocht, bis sie weich und aromatisch sind. Oft wird noch ein Schuss Weißwein hinzugefügt, um die Sauce abzurunden, und manchmal auch ein Hauch Sahne oder Tomatenpassata, um eine cremigere Konsistenz zu erzielen. Heute wird diese original italienische Soße vor allem auch in den alpinen Regionen Italiens wie Piemont, Südtirol-Trentino, Venetien sowie Friaul-Julisch-Venezien und Lombardei gerne serviert. Als typische Nudelart für diese italienische Soße gelten Pappardelle, Tagliatelle sowie Fettuccine, da sie die rustikale Soße gut aufnehmen können.

Puttanesca Soße

Die rustikale Puttanesca Soße hat ihren Ursprung wie die Marinara Soße in Neapel und trägt eine interessante, anekdotische Geschichte in ihrem Namen, die auf ihre schnelle Zubereitung und die „verführerischen“ Aromen anspielt. Mit ihren Hauptzutaten Tomaten, Oliven (oft Kalamata oder Taggiasche), Kapern, Knoblauch, Anchovis (Sardellen) und Chiliflocken ist sie für ihren intensiven, salzigen und pikanten Geschmack bekannt. Puttanesca ist eine schnelle Nudelsoße, die in etwa 20 Minuten zubereitet werden kann – eine ideale Wahl, wenn die Zeit knapp ist, aber dennoch ein authentisches und leckeres Gericht „alla italiana“ auf den Tisch soll. Die Anchovis schmelzen im heißen Öl und verleihen der Sauce eine unvergleichliche Umami-Tiefe, ohne dabei fischig zu schmecken. Daher darf auch die Puttanesca Soße keinesfalls unter dem Ranking unserer original italienischen Soßen fehlen. Traditionell werden Fusilli oder Spaghetti für Puttanesca verwendet, die die würzigen Zutaten gut aufnehmen.

Amatriciana

Die Amatriciana-Soße, benannt nach der malerischen Stadt Amatrice in der Region Latium, nahe Rom, ist bereits seit dem 18. Jahrhundert bekannt. Sie ist ein Stolz der römischen und mittelitalienischen Küche und ein Paradebeispiel für die Verwendung von wenigen, aber entscheidenden Zutaten. Ihre Hauptzutaten sind Guanciale (geräucherte Schweinebacke), Pecorino-Käse, Weißwein, geschälte Tomaten (oft San Marzano) und ein Hauch Chili. Traditionell wird sie mit Bucatini serviert, dicken Hohlnudeln, die die Soße perfekt aufnehmen. Das Geheimnis dieser Sauce ist die Verwendung von Guanciale anstelle von Speck oder Pancetta, um einen einzigartigen und unverwechselbaren Geschmack zu erzielen. Guanciale schmilzt langsam und gibt ein unvergleichliches Aroma ab, das die Basis der Sauce bildet. Die weiße Variante zur Amatriciana-Soße ist die sogenannte „Gricia“. Sie wird ohne Tomatensoße zubereitet und ist auch in Rom sowie in den Abruzzen sehr bekannt. Die Gerichte werden dann Pasta alla Gricia genannt.

Alfredo

Die cremige Alfredo-Sauce, die ihren Namen von ihrem Erfinder Alfredo di Lelio aus Rom trägt, ist eine unkomplizierte Mischung aus Butter und Parmesan. Ursprünglich als einfaches, stärkendes Gericht für seine schwangere Frau kreiert, hat sie sich in den USA zu einem sehr beliebten Klassiker entwickelt. In Italien ist sie in ihrer reinsten Form – nur Butter, Parmesan und Nudelwasser – bekannt und wird oft als „Fettuccine al Burro e Parmigiano“ bezeichnet. Traditionell wird sie über Fettuccine gegossen und bietet so ein einfaches und doch köstliches Gericht, bei dem frisch geriebener Parmesan und die richtige Menge Butter von entscheidender Bedeutung sind. Die Wärme der Pasta lässt die Butter schmelzen und den Parmesan emulgieren, wodurch eine seidige, reichhaltige Sauce entsteht. Pasta Alfredo wird gerne auch dann gegessen, wenn es Italienern verdauungstechnisch nicht so gut geht, beispielsweise bei einer Magenverstimmung, da sie als leicht verdaulich gilt. Außerdem kann man Pasta Alfredo perfekt mit frischen Kräutern veredeln. Eine typische und sehr beliebte Variante ist es, frischen Salbei dazu zu geben. Auf gefüllte Pasta Sorten ist die Alfredo Soße auch sehr beliebt, da sie dem Geschmack der Füllung nichts nimmt, sondern ihn zart umhüllt.

Pasta al Limone

Pasta al Limone ist eine erfrischende Sauce aus Süditalien, insbesondere aus der Region Kampanien, wo Zitronenbäume reichlich vorhanden sind und die Luft mit ihrem Duft erfüllen. Hauptzutaten sind frischer Zitronensaft und -schale, Sahne (oder manchmal auch Ricotta für eine leichtere Version) und Parmesan, die zusammen eine helle, duftende und cremige Sauce ergeben. Der Schlüssel zu einer guten Pasta al Limone ist die Balance zwischen der Säure der Zitronen und der Süße der Sahne. Verwenden Sie immer frische, unbehandelte Zitronen für den besten Geschmack und achten Sie darauf, nur die gelbe Schale zu verwenden, um Bitterkeit zu vermeiden. Klassisch werden Spaghetti oder Linguine mit dieser Soße zubereitet, da ihre Oberfläche die feine, cremige Sauce gut aufnimmt.

Was macht eine Soße original italienisch?

Die Frage, was eine Soße „original italienisch“ macht, geht weit über den geografischen Ursprung hinaus. Es ist eine Frage der Philosophie, der Geschichte und der Zutaten. Um als authentisch italienisch zu gelten, muss eine Soße nicht nur in Italien entstanden sein, sondern auch traditionelle Zutaten und überlieferte Kochmethoden verwenden. Es geht um die Qualität der Zutaten, die oft aus der Region stammen, um die Einfachheit und die Fähigkeit, diese wenigen, aber perfekten Zutaten zu einem harmonischen Ganzen zu verbinden. Es ist die Wertschätzung für das Produkt, die Zeit, die man sich für die Zubereitung nimmt, und die Bewahrung von Rezepten, die über Generationen weitergegeben wurden. Diese Authentizität, die sich in jedem Bissen widerspiegelt, ist es, die den Unterschied ausmacht und italienische Soßen weltweit so begehrt macht.

Fazit

Original italienische Soßen sind ein lebendiges Testament für die reiche kulinarische Geschichte Italiens, die von regionaler Vielfalt, tief verwurzelten Traditionen und der Liebe zu hochwertigen, frischen Zutaten geprägt ist. Jede Soße erzählt eine eigene Geschichte und bietet ein einzigartiges Geschmackserlebnis, das die Seele der italienischen Küche widerspiegelt. Ob Sie ein Feinschmecker, ein passionierter Hobbykoch oder einfach jemand sind, der gutes Essen liebt, das Wissen um diese Soßen wird Ihr kulinarisches Erlebnis auf die nächste Stufe heben. Sie laden dazu ein, die Einfachheit und doch die Komplexität der Aromen zu schätzen und die Freude am gemeinsamen Essen zu zelebrieren. Buon appetito!

Häufig gestellte Fragen zu original italienischen Pasta Soßen

Warum sind italienische Soßen so beliebt?

Italienische Soßen sind aufgrund ihrer reichen Aromen, ihrer unglaublichen Vielfalt und ihrer Fähigkeit, einfache, aber hochwertige Zutaten in etwas Außergewöhnliches und Besonderes zu verwandeln, weltweit anerkannt und geliebt. Ihre Authentizität und die oft jahrhundertealten Traditionen hinter jedem Rezept tragen ebenfalls zu ihrer Beliebtheit bei.

Kann ich original italienische Soßen zu Hause machen?

Absolut! Mit den richtigen, frischen Zutaten, etwas Geduld und Liebe zum Detail können Sie authentische italienische Soßen problemlos in Ihrer eigenen Küche zubereiten. Viele Rezepte sind überraschend einfach und erfordern keine komplizierten Techniken, sondern eher ein Verständnis für die Qualität der Produkte und die Kochzeiten.

Gibt es vegetarische oder vegane Versionen von italienischen Soßen?

Ja, viele traditionelle italienische Soßen sind von Natur aus vegetarisch (wie Pesto Genovese, Marinara, Aglio e Olio, Pasta al Limone) oder können leicht vegetarisch oder sogar vegan angepasst werden, ohne an Geschmack zu verlieren. Für vegane Versionen können Käse und tierische Fette durch pflanzliche Alternativen ersetzt werden, oder man konzentriert sich auf die rein pflanzlichen Soßen, die die italienische Küche reichlich bietet.

Wenn du andere Artikel ähnlich wie Die Geheimnisse Original Italienischer Soßen kennenlernen möchtest, kannst du die Kategorie Pizza besuchen.

Go up