03/01/2019
Manchmal braucht man einfach eine Abwechslung vom Üblichen. Pizza, dieser universelle Liebling, kann, so köstlich sie auch ist, manchmal ein wenig vorhersehbar werden. Doch stellen Sie sich vor, Sie könnten Ihrem nächsten Pizzaabend eine aufregende, unerwartete Wendung geben, die Ihre Geschmacksknospen tanzen lässt. Die Antwort liegt in einer kühnen Fusion, die das Beste aus zwei Welten vereint: die herzhafte Vertrautheit der italienischen Pizza und die pikante, probiotische Power Koreas. Wir sprechen von der Kimchi-Pizza – und ja, sie ist so unglaublich, wie sie klingt, besonders wenn sie mit knusprigem Speck kombiniert wird. Diese Idee entstand aus dem Wunsch heraus, etwas Neues auszuprobieren, und hat sich schnell zu einem absoluten Favoriten entwickelt. Machen Sie sich bereit für ein echtes Geschmackserlebnis!
Bevor wir uns in die Zubereitung stürzen, lassen Sie uns kurz klären, was Kimchi eigentlich ist. Kimchi ist ein Grundnahrungsmittel der koreanischen Küche und weit mehr als nur ein Beilagen-Salat. Es handelt sich um ein traditionelles, fermentiertes Gericht, das typischerweise aus Chinakohl (Baechu Kimchi ist die bekannteste Sorte), Rettich und einer Vielzahl von Gewürzen wie Knoblauch, Ingwer, Gochugaru (koreanisches Chilipulver) und Fischsauce hergestellt wird. Es gibt über 200 verschiedene Varianten von Kimchi, jede mit ihren eigenen Nuancen und regionalen Besonderheiten. Doch alle teilen sie die charakteristische Kombination aus Schärfe, Säure und einem unverwechselbaren Umami-Geschmack. Neben seinem einzigartigen Aroma ist Kimchi auch für seine gesundheitlichen Vorteile bekannt. Als probiotisches Lebensmittel fördert es eine gesunde Darmflora und trägt zur allgemeinen Verdauungsgesundheit bei. Es ist reich an Vitaminen und Ballaststoffen, was es zu einer nahrhaften Ergänzung jeder Mahlzeit macht. Heutzutage ist Kimchi glücklicherweise nicht mehr nur in asiatischen Lebensmittelgeschäften erhältlich. Viele größere Supermärkte, Feinkostläden und sogar große Ketten führen es in ihrem Sortiment. Fragen Sie auch in Ihrem Lieblings-Koreanischen Restaurant nach, oft verkaufen sie ihr hausgemachtes Kimchi.

Die Kombination von Kimchi und Pizza mag auf den ersten Blick ungewöhnlich erscheinen, doch die Aromen ergänzen sich auf erstaunliche Weise. Der würzige, saure und leicht scharfe Geschmack des Kimchi bildet einen aufregenden Kontrast zum cremigen Mozzarella und der süßlichen Tomatensauce. Wenn Kimchi gebacken wird, entwickeln sich seine Aromen noch intensiver und tiefer, was zu einem komplexen und unglaublich befriedigenden Geschmack führt. Besonders gut harmoniert Kimchi mit Schweinefleisch, daher ist die Zugabe von Speck oder anderen Schweinefleischprodukten ein absoluter Game-Changer für diese Pizza. Der salzige, rauchige Geschmack des Specks verstärkt die Umami-Noten des Kimchi und sorgt für eine unwiderstehliche Textur. Es ist diese unerwartete Synergie, die die Kimchi-Pizza zu einem unvergesslichen Erlebnis macht.

Die Zutaten für eine gelungene Kimchi-Pizza sind entscheidend für das Endergebnis:
- Pizzateig: Ob Sie fertigen Teig aus dem Supermarkt verwenden oder Ihren eigenen zubereiten, stellen Sie sicher, dass er eine gute Qualität hat. Ein solider Teig ist die Grundlage für eine perfekte Kruste.
- Pizzasauce: Eine einfache, hochwertige Marinara-Sauce ist ideal. Sie können eine gekaufte Sauce verwenden oder eine frische, hausgemachte Tomatensauce zubereiten. Da Kimchi bereits viel Geschmack mitbringt, sollte die Sauce nicht zu dominant sein.
- Kimchi: Dies ist die Hauptzutat! Für die beste Kimchi-Pizza verwenden Sie am besten gut fermentiertes, reiferes Kimchi. Dieses hat einen tieferen, komplexeren und saureren Geschmack, der sich beim Backen wunderbar entfaltet. Frisches Kimchi ist zwar lecker, aber seine Aromen sind noch nicht so ausgeprägt und können beim Kochen etwas verblassen. Zu altes, stark sprudelndes Kimchi ist eher für Eintöpfe geeignet.
- Speck: Geschnittener, dicker Speck ist der perfekte Begleiter für Kimchi. Die Kombination aus salzigem, rauchigem Speck und dem würzigen Kimchi ist einfach unwiderstehlich. Alternativ können Sie auch gekochte Wurst, übrig gebliebenes Bratenfleisch, Pulled Pork oder sogar gekochtes Hühnchen verwenden. Für eine vegetarische Variante lassen Sie das Fleisch einfach weg.
- Mozzarella-Käse: Verwenden Sie Mozzarella mit geringem Feuchtigkeitsgehalt, da dieser am besten schmilzt und eine schöne, zähflüssige Käseschicht bildet. Frisch geriebener Käse schmilzt in der Regel besser als vorgeriebener.
- Optionale Garnierungen: Für zusätzliche Schärfe können gehackte Thai-Chilis hinzugefügt werden. Frühlingszwiebeln sorgen für eine frische Note und einen subtilen Zwiebelgeschmack als Garnierung nach dem Backen.
Vergleich: Frisches vs. Fermentiertes Kimchi für Pizza
| Art des Kimchi | Geschmacksprofil | Eignung für Pizza |
|---|---|---|
| Frisches Kimchi | Knackig, mild-scharf, sehr frisch | Weniger intensiv beim Backen, kann wässrig wirken |
| Gut fermentiertes Kimchi | Tief, komplex, sauer, scharf, Umami-reich | Ideal, da Aromen beim Backen intensiviert werden, bessere Textur |
Schritt-für-Schritt-Anleitung: So gelingt Ihre Kimchi-Pizza
Die Zubereitung der Kimchi-Pizza ist erstaunlich einfach und folgt den grundlegenden Schritten jeder guten Pizza.
- Speck vorbereiten: Braten Sie den Speck in einer antihaftbeschichteten Pfanne nur teilweise an. Er sollte weich und biegsam sein, aber nicht mehr rosa. Denken Sie daran, er wird im Ofen weitergaren. Wenn er zu knusprig ist, bevor er auf die Pizza kommt, wird er im Ofen verbrennen. Auf Küchenpapier abtropfen lassen und beiseitelegen.
- Ofen vorheizen: Heizen Sie Ihren Ofen auf 230°C (450°F) vor. Wenn Sie einen Pizzastein verwenden (sehr empfohlen für eine knusprige Kruste), legen Sie ihn auf den untersten Rost, während der Ofen vorheizt. Ein gut vorgeheizter Ofen ist entscheidend für eine perfekte, knusprige Pizzakruste.
- Teig vorbereiten: Teilen Sie Ihren Pizzateig in die gewünschte Anzahl von Pizzen (z.B. in Drittel für drei Pizzen). Formen Sie jedes Stück zu einer runden Pizzakruste. Sie können den Teig mit den Händen dehnen oder ein Nudelholz verwenden. Bestäuben Sie ihn bei Bedarf leicht mit Mehl, falls er zu klebrig wird.
- Pizza belegen: Legen Sie jede geformte Pizzakruste auf ein Stück Backpapier. Dies erleichtert das Übertragen der Pizza in und aus dem Ofen erheblich. Ohne Backpapier kann der Teig am Backblech oder der Arbeitsfläche kleben bleiben.
- Zutaten schichten: Beginnen Sie mit einer Schicht Pizzasauce, gefolgt von der gewünschten Menge Kimchi. Verteilen Sie den teilweise gekochten Speck gleichmäßig darüber. Zum Schluss eine großzügige Schicht geriebenen Mozzarella-Käse. Wenn Sie möchten, streuen Sie gehackte Frühlingszwiebeln und Thai-Chilis darüber.
- Backen: Schieben Sie die Pizza (mit dem Backpapier) vorsichtig auf den vorgeheizten Pizzastein oder ein Backblech. Backen Sie jede Pizza einzeln, bis der Rand goldbraun und knusprig ist und der Käse geschmolzen und leicht gebräunt ist. Dies dauert in der Regel etwa 7-9 Minuten pro Pizza, je nach Ofen. Das Backen einer Pizza nach der anderen mag umständlich erscheinen, führt aber zu den besten Ergebnissen zu Hause.
Profi-Tipps für die perfekte Kimchi-Pizza
Einige kleine Details können einen großen Unterschied machen:
- Speck nicht zu knusprig braten: Der Speck wird zweimal gekocht. Zuerst teilweise in der Pfanne, dann fertig auf der Pizza. Wenn er beim ersten Mal zu knusprig wird, verbrennt er im Ofen.
- Ofen vollständig vorheizen: Geduld zahlt sich aus. Ein richtig heißer Ofen sorgt für eine schnelle Garzeit und eine wunderbar knusprige, blasige Kruste.
- Verwenden Sie einen Pizzastein oder eine Gusseisenplatte: Diese leiten die Hitze hervorragend und tragen maßgeblich zu einer knusprigen Unterseite bei. Platzieren Sie ihn auf dem untersten Rost und lassen Sie ihn mit dem Ofen vorheizen.
- Backpapier und randloses Backblech für einfachen Transfer: Die Pizza auf Backpapier zusammenzubauen und dann mit einem randlosen Blech auf den Stein zu schieben, ist die sauberste und einfachste Methode.
- Pizzen einzeln backen: Auch wenn es etwas länger dauert, liefert das Backen jeder Pizza einzeln die besten Ergebnisse in Bezug auf Kruste und Geschmack.
Häufig gestellte Fragen (FAQ) zur Kimchi-Pizza
- Kann ich Kimchi-Pizza vegetarisch zubereiten?
- Absolut! Lassen Sie den Speck einfach weg. Die Kombination aus Kimchi, Käse und Sauce ist auch ohne Fleisch köstlich. Sie können auch geräucherten Tofu oder Pilze als zusätzlichen Umami-Kick hinzufügen.
- Welche Art von Kimchi ist am besten für diese Pizza?
- Wie im Artikel erwähnt, ist gut fermentiertes, "reiferes" Kimchi ideal. Es hat einen tieferen, komplexeren Geschmack, der sich beim Backen wunderbar entfaltet. Vermeiden Sie sehr frisches Kimchi, da es weniger geschmacksintensiv sein kann, und extrem altes, sprudelndes Kimchi, das für Eintöpfe besser geeignet ist.
- Kann ich den Pizzateig selbst machen?
- Ja, selbstgemachter Pizzateig ist immer eine gute Option für die beste Qualität. Wenn Sie jedoch Zeit sparen möchten, ist ein guter gekaufter Teig eine ausgezeichnete Alternative.
- Ist Kimchi-Pizza sehr scharf?
- Die Schärfe hängt vom verwendeten Kimchi und der optionalen Zugabe von Thai-Chilis ab. Kimchi hat eine angenehme Schärfe, die gut mit den anderen Zutaten harmoniert. Wenn Sie es milder mögen, verwenden Sie weniger Kimchi oder eine mildere Sorte. Für mehr Schärfe fügen Sie die Chilis hinzu.
- Wie bewahre ich Reste von Kimchi-Pizza auf?
- Reste können in einem luftdichten Behälter im Kühlschrank aufbewahrt werden. Zum Aufwärmen können Sie sie kurz im Ofen oder in einer Pfanne auf mittlerer Hitze erwärmen, um die Kruste wieder knusprig zu bekommen.
Variationen und Anpassungen Ihrer Kimchi-Pizza
Die Kimchi-Pizza ist eine hervorragende Leinwand für kulinarische Experimente. Hier sind ein paar Ideen, um sie an Ihren Geschmack anzupassen:
- Fleischalternativen: Neben den bereits erwähnten Optionen wie gekochter Wurst oder Bratenfleisch, könnten Sie auch scharfes koreanisches Schweinefleisch (Jeyuk Bokkeum) oder sogar Bulgogi-Rindfleisch verwenden, um den koreanischen Geschmack zu verstärken.
- Käsesorten: Während Mozzarella der Standard ist, könnten Sie auch eine Mischung aus Mozzarella und einem anderen Käse wie Provolone oder einer kleinen Menge Cheddar für eine komplexere Käsebasis verwenden.
- Gemüse hinzufügen: Wenn Sie mehr Gemüse möchten, könnten Sie dünn geschnittene Zwiebeln, Paprika oder Pilze hinzufügen. Achten Sie darauf, dass sie nicht zu viel Wasser abgeben.
- Sauce variieren: Statt klassischer Marinara-Sauce könnten Sie auch eine Gochujang-basierte Sauce (koreanische Chilipaste) für einen noch intensiveren koreanischen Geschmack verwenden, oder eine cremige Sriracha-Mayo als Drizzle nach dem Backen.
- Garnierungen nach dem Backen: Ein Spritzer Sesamöl, gerösteter Sesam oder ein paar frische Korianderblätter nach dem Backen können zusätzliche Aromen und Texturen hinzufügen.
Fazit
Die Kimchi-Pizza ist weit mehr als nur ein experimentelles Gericht; sie ist ein Beweis dafür, wie gut unerwartete Geschmackskombinationen funktionieren können. Sie bietet eine perfekte Balance aus Schärfe, Säure, Salzigkeit und Umami, die sowohl abenteuerlustige Esser als auch Liebhaber traditioneller Pizza begeistern wird. Mit den richtigen Zutaten und ein paar einfachen Tipps können Sie dieses einzigartige Gericht ganz einfach zu Hause zubereiten und Ihren nächsten Pizzaabend in ein unvergessliches kulinarisches Highlight verwandeln. Wagen Sie den Sprung und entdecken Sie Ihre neue Lieblingspizza!
Wenn du andere Artikel ähnlich wie Kimchi-Pizza: Ein Koreanisch-Italienisches Fusion kennenlernen möchtest, kannst du die Kategorie Pizza besuchen.
