09/12/2025
Die Pizza Margherita ist ein zeitloser Klassiker der italienischen Küche, geliebt für ihre Einfachheit und die perfekte Harmonie ihrer wenigen, aber hochwertigen Zutaten. Doch was passiert, wenn man diesen Klassiker mit einer frischen, aromatischen Note von Basilikum-Pesto verfeinert und auf einem ultradünnen Boden serviert? Es entsteht ein kulinarisches Erlebnis, das Tradition und Innovation auf köstliche Weise miteinander verbindet und selbst anspruchsvollste Pizzaliebhaber begeistert. Begleiten Sie uns auf eine Reise durch die Kunst der Pizzazubereitung, bei der wir die Geheimnisse eines knusprigen Bodens, die Frische von Basilikum-Pesto und die Magie der Margherita enthüllen.

Die Idee, Basilikum-Pesto auf einer Pizza Margherita zu verwenden, mag für Puristen zunächst ungewöhnlich klingen, doch die Kombination ist überraschend harmonisch. Das leuchtend grüne Pesto bringt eine zusätzliche Tiefe an frischen Kräuteraromen und eine angenehme Würze mit sich, die den süßlichen Tomaten und dem cremigen Mozzarella eine neue Dimension verleiht. Insbesondere auf einem ultradünnen Boden kommt diese Kombination hervorragend zur Geltung, da der Fokus auf den Belägen liegt, ohne von einem zu dicken oder zu sättigenden Teig abzulenken.
Die Kunst des ultradünnen Pizzabodens
Ein herausragender Pizzaboden ist die Leinwand für jedes Pizzakunstwerk. Für unsere ultradünne Margherita mit Pesto ist der Boden nicht nur Träger, sondern ein entscheidender Geschmacksfaktor. Er soll knusprig sein, aber dennoch eine leichte Zähigkeit bewahren, und vor allem so dünn, dass er die Aromen der Beläge nicht überdeckt.
Zutaten für den perfekten Teig (für 2 Pizzen):
- 250 g italienisches Pizzamehl (Typ 00)
- 150 ml lauwarmes Wasser
- 5 g frische Hefe oder 2 g Trockenhefe
- 5 g feines Salz
- 5 ml Olivenöl extra vergine
Schritt-für-Schritt-Zubereitung des Teigs:
- Lösen Sie die Hefe im lauwarmen Wasser auf und lassen Sie sie einige Minuten stehen, bis sie Bläschen bildet.
- Vermischen Sie in einer großen Schüssel das Mehl und das Salz. Fügen Sie das Olivenöl und das Hefewasser hinzu.
- Kneten Sie den Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche für mindestens 10-15 Minuten kräftig durch, bis er glatt, elastisch und nicht mehr klebrig ist. Dies ist ein entscheidender Schritt für die Entwicklung des Glutens, der für die Textur des Bodens verantwortlich ist.
- Formen Sie den Teig zu einer Kugel, legen Sie ihn in eine leicht geölte Schüssel, decken Sie ihn mit einem feuchten Tuch ab und lassen Sie ihn an einem warmen Ort für mindestens 1-2 Stunden gehen, bis sich sein Volumen verdoppelt hat. Für ein noch besseres Ergebnis können Sie den Teig auch über Nacht im Kühlschrank gehen lassen (Kaltgare).
- Nach dem Gehen den Teig vorsichtig aus der Schüssel nehmen und in zwei gleich große Kugeln teilen. Lassen Sie diese nochmals 15-20 Minuten ruhen, bevor Sie sie ausrollen.
- Rollen Sie jede Teigkugel auf einer leicht bemehlten Fläche oder besser noch, mit etwas Grieß, von innen nach außen hauchdünn aus. Ziel ist es, den Teig so dünn wie möglich zu bekommen, ohne dass er reißt. Ein Durchmesser von 30-35 cm ist ideal.
Basilikum-Pesto: Das grüne Gold
Das Basilikum-Pesto ist das Herzstück unserer verfeinerten Margherita. Obwohl es im Handel erhältlich ist, übertrifft selbstgemachtes Pesto jede gekaufte Variante in Frische und Aroma bei Weitem. Die Zubereitung ist erstaunlich einfach und lohnt den Aufwand.
Traditionelle Zutaten für Basilikum-Pesto (Pesto Genovese):
- 60-70 g frische Basilikumblätter (vorzugsweise Genoveser Basilikum)
- 2 Knoblauchzehen
- 10 g Pinienkerne
- 50 g geriebener Parmigiano Reggiano (oder Grana Padano)
- 20 g geriebener Pecorino Sardo (optional, für mehr Würze)
- 80-100 ml Olivenöl extra vergine (hochwertiges Öl ist entscheidend!)
- Eine Prise grobes Meersalz
- Frisch gemahlener schwarzer Pfeffer (optional)
Zubereitung des Pestos:
- Waschen Sie die Basilikumblätter vorsichtig und tupfen Sie sie sehr gut trocken. Wasser ist der Feind eines guten Pestos und kann es oxidieren lassen.
- In einem Mörser (traditionell und für bestes Aroma) oder einem Mixer die Knoblauchzehen und Pinienkerne zerstoßen bzw. kurz pürieren.
- Fügen Sie nach und nach die Basilikumblätter hinzu und zerkleinern Sie diese. Wenn Sie einen Mixer verwenden, pulsieren Sie nur kurz, um die Blätter nicht zu zerhacken und die Aromen freizusetzen, ohne sie zu erhitzen.
- Geben Sie die beiden Käsesorten und eine Prise Salz hinzu und vermischen Sie alles gut.
- Gießen Sie langsam das Olivenöl ein, während Sie weiter mixen oder mörsern, bis eine homogene, cremige Paste entsteht.
- Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Das Pesto sollte eine lebendige grüne Farbe haben und intensiv nach Basilikum duften.
Tipps für das Pesto:
- Verwenden Sie immer frische, qualitativ hochwertige Zutaten.
- Mörsern ist dem Mixen vorzuziehen, da es die Aromen schonender freisetzt und das Pesto nicht erhitzt.
- Um Oxidation zu vermeiden, decken Sie das Pesto sofort nach der Zubereitung mit einer Schicht Olivenöl ab, wenn Sie es nicht sofort verwenden.
Die Komponenten der Margherita
Die klassische Pizza Margherita ist ein Meisterwerk der Einfachheit. Ihre Zutaten repräsentieren die Farben der italienischen Flagge: Rot (Tomaten), Weiß (Mozzarella) und Grün (Basilikum).
- Tomatensauce: Verwenden Sie am besten San Marzano Tomaten aus der Dose. Diese sind süß und haben wenig Säure. Pürieren Sie sie grob oder zerdrücken Sie sie von Hand. Würzen Sie nur sparsam mit etwas Salz und einem Hauch Olivenöl. Kochen ist nicht notwendig, da die Sauce im Ofen gart.
- Mozzarella: Ideal ist Mozzarella di Bufala Campana, der einen unvergleichlich cremigen Geschmack und eine zartschmelzende Textur bietet. Drücken Sie überschüssige Flüssigkeit gut aus, um einen wässrigen Boden zu vermeiden. Alternativ kann Fior di Latte (Kuhmilch-Mozzarella) verwendet werden.
- Frischer Basilikum: Einige frische Basilikumblätter werden nach dem Backen auf die Pizza gelegt, um ihr Aroma zu entfalten.
Die Zusammenführung: Margherita trifft Pesto
Nachdem wir alle Komponenten vorbereitet haben, ist es Zeit, unsere ultradünne Margherita mit Pesto zu belegen und zu backen.
Belegen und Backen:
- Heizen Sie Ihren Backofen auf die höchstmögliche Temperatur vor (mindestens 220-250°C Ober-/Unterhitze). Ein Pizzastein oder ein Pizzastahl ist hier von großem Vorteil, da er die Hitze speichert und für einen besonders knusprigen Boden sorgt. Heizen Sie den Stein mindestens 30-60 Minuten mit vor.
- Legen Sie den hauchdünn ausgerollten Teig auf ein Backpapier oder direkt auf einen mit Grieß bestreuten Pizzaschieber.
- Verteilen Sie sparsam die Tomatensauce auf dem Teig, lassen Sie dabei einen kleinen Rand frei. Weniger ist hier oft mehr, um den Boden knusprig zu halten.
- Verteilen Sie den gut abgetropften Mozzarella gleichmäßig auf der Sauce.
- Geben Sie die Pizza vorsichtig auf den heißen Pizzastein oder das Backblech im Ofen.
- Backen Sie die Pizza für 5-10 Minuten. Die genaue Backzeit hängt von Ihrem Ofen ab. Die Pizza ist fertig, wenn der Rand goldbraun und knusprig ist und der Käse geschmolzen ist und leicht Blasen wirft.
- Nehmen Sie die Pizza aus dem Ofen. Jetzt kommt unser Star zum Einsatz: Das frische Basilikum-Pesto. Verteilen Sie Löffelweise das Pesto auf der heißen Pizza. Sie können es in kleinen Klecksen auftragen oder in dünnen Streifen darüberziehen. Die Hitze der Pizza bringt die Aromen des Pestos wunderbar zur Geltung.
- Garnieren Sie die Pizza zusätzlich mit einigen frischen Basilikumblättern.
- Schneiden Sie die Pizza sofort in Stücke und servieren Sie sie heiß.
Häufig gestellte Fragen (FAQs)
Kann ich auch gekauftes Pesto verwenden?
Ja, Sie können gekauftes Pesto verwenden, aber achten Sie auf eine hohe Qualität. Viele Supermarkt-Pestos enthalten viel Öl und weniger Basilikum oder minderwertige Nüsse. Für das beste Ergebnis ist selbstgemachtes Pesto jedoch unschlagbar.

Wie verhindere ich, dass der Pizzaboden matschig wird?
Mehrere Faktoren spielen eine Rolle: Drücken Sie den Mozzarella gut aus, verwenden Sie nicht zu viel Tomatensauce und rollen Sie den Teig wirklich sehr dünn aus. Ein vorgeheizter Pizzastein oder Pizzastahl ist ebenfalls entscheidend, da er dem Teig sofort Feuchtigkeit entzieht und ihn knusprig backt.
Welche Käsesorten eignen sich am besten für diese Pizza?
Für eine authentische Margherita ist Mozzarella di Bufala die erste Wahl. Fior di Latte ist eine gute Alternative. Vermeiden Sie geriebenen Käse aus der Tüte, da dieser oft Zusatzstoffe enthält und nicht so gut schmilzt. Das Pesto selbst bringt bereits Parmesan und Pecorino mit sich, was die Käsevielfalt abrundet.
Kann ich den Pizzateig einfrieren?
Ja, Pizzateig lässt sich gut einfrieren. Nach dem ersten Gehen können Sie die Teigkugeln luftdicht verpackt für bis zu 3 Monate einfrieren. Vor der Verwendung im Kühlschrank auftauen lassen und dann nochmals kurz bei Raumtemperatur gehen lassen.
Sollte ich das Pesto mitbacken?
Nein, das Pesto sollte nicht mitgebacken werden. Die Hitze würde die empfindlichen Aromen des Basilikums zerstören und die Farbe verdunkeln. Das Pesto wird immer erst nach dem Backen auf die heiße Pizza gegeben, damit es seine volle Frische entfalten kann.
Pesto-Variationen und andere Ideen
Obwohl wir uns auf Basilikum-Pesto konzentrieren, gibt es unzählige Pesto-Variationen, die ebenfalls auf einer Pizza funktionieren könnten. Experimentieren Sie mit verschiedenen Kräutern und Nüssen, um neue Geschmackserlebnisse zu entdecken.
| Pesto-Typ | Hauptzutaten | Geschmacksprofil |
|---|---|---|
| Pesto Genovese (Basilikum-Pesto) | Basilikum, Pinienkerne, Parmigiano, Pecorino, Knoblauch, Olivenöl | Frisch, nussig, würzig, klassisch |
| Pesto Rosso (Rotes Pesto) | Getrocknete Tomaten, Mandeln, Basilikum, Knoblauch, Parmigiano, Olivenöl | Süßlich, intensiv tomatig, mediterran |
| Rucola-Pesto | Rucola, Walnüsse, Parmigiano, Knoblauch, Olivenöl | Pfeffrig, leicht bitter, nussig |
| Petersilien-Zitronen-Pesto | Petersilie, Cashewkerne, Zitronenschale, Knoblauch, Olivenöl | Frisch, zitronig, leicht herb |
Diese Pesto-Variationen können eine spannende Ergänzung zu einer schlichten Pizza sein oder als Basis für komplexere Beläge dienen. Stellen Sie sich eine Rucola-Pesto-Pizza mit Ziegenkäse und karamellisierten Zwiebeln vor, oder eine Pesto Rosso Pizza mit gegrilltem Gemüse.
Fazit: Ein Hoch auf die einfache Raffinesse
Die ultradünne Pizza Margherita mit Basilikum-Pesto ist mehr als nur eine Mahlzeit; sie ist eine Ode an die Qualität der Zutaten und die Freude am Selbermachen. Der knusprige, hauchdünne Boden bietet die perfekte Grundlage für die saftige Tomatensauce, den zartschmelzenden Mozzarella und das aromatische, frische Pesto. Jeder Bissen ist eine Explosion von Geschmack und Textur, die beweist, dass die besten Gerichte oft die einfachsten sind, wenn sie mit Liebe und den richtigen Techniken zubereitet werden. Lassen Sie sich von dieser Kombination verzaubern und bringen Sie ein Stück italienischer Lebensfreude auf Ihren Tisch. Buon appetito!
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