Wie lange braucht eine Pizza in der Mikrowelle?

Pizza aus der Mikrowelle: Knusprig & Schnell

10/08/2015

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Pizza – kaum ein Gericht erfreut sich in deutschen Haushalten einer so großen und anhaltenden Beliebtheit. Ob als schnelles Abendessen nach einem langen Tag, als gemütlicher Genuss am Wochenende oder als Lieblingsspeise der Kinder: Pizza ist einfach immer eine gute Idee. Doch was, wenn der Backofen fehlt, kaputt ist oder man einfach nicht die Zeit hat, auf das lange Vorheizen zu warten? Oder wenn die kleine Küche schlicht keinen Platz für ein großes Gerät bietet? Glücklicherweise müssen Sie heutzutage keineswegs auf eine köstliche, knusprige Pizza verzichten. Die moderne Mikrowelle, insbesondere Modelle mit erweiterten Funktionen, hat sich zu einem wahren Multitalent entwickelt und kann, entgegen vieler Vorurteile, eine überraschend gute Pizza zaubern.

Was ist eine Mikrowelle mit Grill?
Die MEDION MD 15501 4 in 1 Mikrowelle mit Grill ist eine vielseitige und leistungsstarke Küchenhilfe. Mit ihrer Mikrowellen-Funktion, dem Heißluft-Betrieb und dem Doppelgrill ermöglicht sie das Erhitzen, Backen und Grillen von Speisen.

Die Vorstellung, eine Pizza in der Mikrowelle zuzubereiten, mag für Puristen zunächst befremdlich klingen. Traditionell assoziieren wir Pizza mit einem heißen Steinofen oder zumindest einem gut vorgeheizten Backofen, der für die charakteristische knusprige Kruste und den zartschmelzenden Käse sorgt. Eine herkömmliche Solo-Mikrowelle, die lediglich mit Mikrowellenstrahlung arbeitet, wird diesem Anspruch tatsächlich kaum gerecht. Sie erhitzt das Gericht primär durch die Anregung der Wassermoleküle, was oft zu einem weichen, matschigen Boden und einem ungleichmäßig erhitzten Belag führt. Doch die Technik hat sich weiterentwickelt, und sogenannte Kombi-Mikrowellen bieten heute eine breite Palette an Heizmethoden, die weit über das bloße Erwärmen hinausgehen.

Inhaltsverzeichnis

Das Geheimnis liegt in der Kombi-Mikrowelle

Wer eine wirklich zufriedenstellende Pizza in der Mikrowelle zubereiten möchte, sollte einen Blick auf Kombi-Mikrowellen werfen. Diese Geräte vereinen die klassischen Mikrowellenfunktionen mit zusätzlichen Heizmethoden wie einem Grill oder einer Heißluftfunktion. Während Solo-Mikrowellen Tiefkühlpizzen oft nur unzureichend durchgaren und der Boden unangenehm weich bleibt, sind Kombi-Modelle in der Lage, die nötigen Temperaturen zu erreichen und die für ein perfektes Backergebnis unerlässliche Bräunung zu erzielen. Sie simulieren gewissermaßen die Bedingungen eines kleineren Backofens.

Fassungsvermögen und Drehteller: Mehr als nur Platz

Bevor Sie Ihre Pizza in die Mikrowelle schieben, ist das Fassungsvermögen des Geräts entscheidend. Es geht nicht nur darum, dass die Pizza überhaupt hineinpasst, sondern auch darum, dass sie ausreichend Platz hat, um sich auf dem Drehteller frei zu bewegen. Sowohl der Garinnenraum als auch der Drehteller müssen groß genug sein, damit sich die Mikrowellenstrahlung gleichmäßig durch das Backgut verteilen kann. Ist die Pizza zu groß und berührt die Seitenwände, kann dies zu ungleichmäßig gegarten Stellen führen – Teile sind noch kalt, während andere bereits überhitzt sind. Ein ungestört rotierender Drehteller ist der Schlüssel zu einer gleichmäßigen Hitzeverteilung und somit zu einem rundum gelungenen Ergebnis.

Heißluft- oder Grillfunktion für den ultimativen Knusperkick

Die Magie einer gelungenen Mikrowellenpizza liegt in den Zusatzfunktionen. Das Mikrowellengerät sollte idealerweise mit einer Grillfunktion oder einer Umluftfunktion (Heißluft) ausgestattet sein. Diese Funktionen sind entscheidend, um den gewünschten Bräunungsvorgang zu erzielen und die typischen Röstaromen zu entwickeln, die wir an einer guten Pizza so schätzen:

  • Grillfunktion: Die Grillfunktion arbeitet mit direkter Strahlungshitze von oben. Sie ist perfekt, um Käse und Belag goldbraun zu überbacken und eine leichte Knusprigkeit auf der Oberfläche zu erzeugen. Achten Sie auf eine entsprechende Wattleistung des Grills, um schnelle und effektive Ergebnisse zu erzielen.
  • Umluftfunktion (Heißluft): Diese Funktion ist dem Backofen am ähnlichsten. Ein Heizelement und ein Ventilator sorgen dafür, dass heiße Luft gleichmäßig im Garraum zirkuliert. Dies führt zu einer umfassenden und gleichmäßigen Durchgarung der Pizza und sorgt vor allem für einen herrlich knusprigen Boden und Rand, ähnlich wie bei einer Ofenpizza.

Viele moderne Kombi-Mikrowellen bieten auch intelligente Kombinationsmöglichkeiten dieser Funktionen. Ein oft bewährter Tipp, besonders bei Tiefkühlpizza, ist es, die Speise zunächst kurz mit der Mikrowellenfunktion anzutauen und anschließend mit der Grill- oder Heißluftfunktion fertigzubacken. Dieses Vorgehen verhindert, dass der Boden matschig wird, und sorgt gleichzeitig für die gewünschte Knusprigkeit und Bräunung.

Besonders ideal: Geräte mit spezieller Pizzafunktion

Einige Hersteller haben die wachsende Nachfrage nach schneller und hochwertiger Pizzazubereitung erkannt und bieten Mikrowellengeräte an, die speziell auf die Anforderungen des Pizzabackens zugeschnitten sind. Diese Modelle verfügen oft über eine voreingestellte „Pizzafunktion“, die automatisch die optimalen Leistungs- und Zeitparameter für eine perfekte Pizza wählt. Noch besser sind Geräte, die mit einem speziellen Pizzateller oder sogar einem kleinen Pizzastein ausgestattet sind. Diese Zubehörteile sind darauf ausgelegt, Feuchtigkeit vom Pizzaboden abzuleiten und die Hitze gleichmäßig zu verteilen, was zu einem besonders knusprigen Ergebnis führt, das dem einer Pizza aus dem Steinofen erstaunlich nahekommt.

Auch wenn das Ziel, ein exakt identisches Geschmackserlebnis wie frisch aus dem Holzofen zu erzielen, ambitioniert ist, müssen diese speziell ausgestatteten Geräte den Vergleich mit einem herkömmlichen Backofen keinesfalls scheuen. Sie überzeugen mit einer kross gebackenen Pizza, einem angenehm knusprigen Boden und einem zartschmelzenden Käse – und das alles in einem Bruchteil der Zeit, die ein Backofen benötigen würde.

Tiefkühlpizza oder selbst belegen? Ein Vergleich

Die Entscheidung, ob man eine Tiefkühlpizza verwendet oder eine selbstgemachte Pizza in der Mikrowelle zubereitet, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Beide Varianten haben ihre spezifischen Vor- und Nachteile:

MerkmalSelbstgemachte PizzaTiefkühlpizza
ZutatenNach Belieben wählbar, frisch und hochwertigBeschränkte Auswahl, teils Zusatzstoffe
ZubereitungszeitEtwas länger (Teig kneten, Belag vorbereiten)Sehr kurz (aus der Packung in die Mikrowelle)
ZusatzstoffeKeine, volle Kontrolle über InhaltsstoffeOft viele Zusatz- und Konservierungsstoffe
GeschmackIndividuell, frisch, authentischStandardisiert, kann variieren
AufwandMittel bis hochSehr gering

Selbstgemachte Pizza bietet den Vorteil der vollständigen Kontrolle über die Inhaltsstoffe, was besonders für Allergiker oder gesundheitsbewusste Esser wichtig ist. Man kann frische, hochwertige Produkte verwenden und die Pizza genau nach dem eigenen Geschmack belegen. Der Nachteil ist der höhere Zeitaufwand für die Vorbereitung. Tiefkühlpizza hingegen punktet mit unschlagbarer Bequemlichkeit und Geschwindigkeit. Sie ist die ideale Lösung, wenn es wirklich schnell gehen muss. Die Mikrowelle macht beide Optionen noch attraktiver: Sie beschleunigt die Zubereitung von Tiefkühlpizza und ermöglicht es, auch selbstgemachte Pizza (z.B. vorbereitete Böden oder Reste) schnell und unkompliziert zu backen.

Vor- und Nachteile von Pizza aus der Mikrowelle

Die Zubereitung von Pizza in der Mikrowelle ist eine praktische Alternative, bringt aber spezifische Vor- und Nachteile mit sich:

Vorteile:

  • Pizza ist schnell fertig: Der größte Pluspunkt ist die enorme Zeitersparnis. Im Gegensatz zum Backofen, der oft 10-15 Minuten Vorheizzeit benötigt, ist die Mikrowelle fast sofort einsatzbereit. Die Backzeit selbst ist ebenfalls oft kürzer.
  • Echte Alternative zum Backofen: Für Haushalte ohne Backofen, in Studentenwohnheimen oder kleinen Appartements, bietet eine Kombi-Mikrowelle eine vollwertige Möglichkeit, Pizza zu genießen, ohne auf das typische Backaroma verzichten zu müssen.
  • Energieeffizienz: Eine Mikrowelle verbraucht in der Regel weniger Energie als ein großer Backofen, da ein kleinerer Raum geheizt werden muss. Das ist gut für den Geldbeutel und die Umwelt.
  • Ideal für Einzelportionen: Wer nur ein oder zwei Stücke Pizza aufwärmen oder zubereiten möchte, vermeidet mit der Mikrowelle das unnötige Aufheizen eines großen Ofens.

Nachteile:

  • Nur bei Mikrowellen mit entsprechenden Funktionen möglich: Eine einfache Solo-Mikrowelle liefert kein zufriedenstellendes Ergebnis. Die Investition in ein Kombi-Modell ist notwendig.
  • Ergebnis kann variieren: Je nach Modell und Pizzaart kann das Ergebnis variieren. Nicht jede Mikrowelle zaubert die gleiche Qualität wie ein High-End-Backofen.
  • Fassungsvermögen begrenzt: Sehr große Familienpizzen passen oft nicht in den Garraum einer Mikrowelle.

Kleiner Zusatztipp für Besitzer von Solo-Mikrowellen

Auch wenn eine Kombi-Mikrowelle für die beste Pizzaerfahrung unerlässlich ist, gibt es einen cleveren Küchentrick für all jene, die nur eine Solo-Mikrowelle besitzen und trotzdem einen knusprigen Pizzaboden wünschen. Dieser Trick erfordert kaum zusätzlichen Zeitaufwand und ist überraschend effektiv:

  1. Auftauen in der Mikrowelle: Zunächst wird die Tiefkühlpizza wie gewohnt in der Solo-Mikrowelle angetaut. Achten Sie darauf, dass sie nicht zu lange in der Mikrowelle bleibt, um ein Durchgaren zu vermeiden. Es geht lediglich darum, den Teig aufzutauen und die Beläge etwas vorzuwärmen.
  2. Anbraten in der Pfanne: Nehmen Sie die angetaute Pizza aus der Mikrowelle. Erhitzen Sie nun eine Pfanne (idealerweise eine gusseiserne Pfanne für optimale Hitzeverteilung) mit etwas Olivenöl auf mittlerer bis hoher Stufe.
  3. Knusprig braten: Legen Sie die Pizza vorsichtig in die heiße Pfanne. Braten Sie sie für wenige Minuten an. Sie werden sehen, wie der Boden schnell eine appetitlich goldbraune Farbe annimmt und wunderbar knusprig wird. Der Käse schmilzt in der Pfanne ebenfalls perfekt. Behalten Sie die Pizza im Auge, um ein Anbrennen zu verhindern. Sobald der Boden die gewünschte Bräunung erreicht hat, ist die Pizza fertig.

Dieser Trick nutzt die direkte Kontakthitze der Pfanne, um dem Pizzaboden die nötige Knusprigkeit zu verleihen, die eine Solo-Mikrowelle alleine nicht bieten kann. So erhalten auch Nutzer einfacher Mikrowellenmodelle in wenigen Minuten eine leckere und knusprige Pizza.

Häufig gestellte Fragen zur Pizza aus der Mikrowelle

F: Wie lange dauert es, eine Pizza in der Mikrowelle zu backen?

A: Die Backzeit hängt stark vom Mikrowellenmodell und der Art der Pizza (Tiefkühl oder frisch) ab. Bei einer Kombi-Mikrowelle mit Heißluft- oder Grillfunktion dauert es in der Regel zwischen 8 und 20 Minuten. Tiefkühlpizzen benötigen oft 10-15 Minuten. Am besten orientieren Sie sich an den Herstellerangaben auf der Verpackung oder in der Bedienungsanleitung Ihrer Mikrowelle und überprüfen den Garzustand regelmäßig.

F: Welche Mikrowelle ist am besten für Pizza geeignet?

A: Eine Kombi-Mikrowelle mit integrierter Heißluftfunktion (Umluft) oder einer leistungsstarken Grillfunktion ist ideal. Modelle mit einer speziellen „Pizzafunktion“ oder Zubehör wie einem Pizzateller oder Pizzastein bieten oft die besten Ergebnisse, da sie auf die spezifischen Anforderungen der Pizzazubereitung abgestimmt sind.

F: Kann ich jede Tiefkühlpizza in der Mikrowelle zubereiten?

A: Ja, grundsätzlich können Sie jede Tiefkühlpizza in einer geeigneten Kombi-Mikrowelle zubereiten. Die Ergebnisse können jedoch je nach Dicke des Bodens und Art des Belags variieren. Dünnere, knusprige Pizzen funktionieren oft besser als sehr dicke oder mit viel Belag versehene Varianten. Denken Sie daran, die Pizza bei Bedarf zuerst kurz anzutauen.

F: Wird der Boden wirklich knusprig?

A: Ja, mit den richtigen Funktionen (Heißluft oder Grill) und der korrekten Anwendung wird der Pizzaboden in einer Kombi-Mikrowelle tatsächlich knusprig. Die Heißluftfunktion sorgt für eine gleichmäßige Bräunung des Teigs, während die Grillfunktion den Käse schmelzen und die Oberfläche knusprig werden lässt. Für Solo-Mikrowellen gibt es den Pfannen-Trick, um den Boden knusprig zu bekommen.

F: Gibt es Alternativen zur Mikrowelle, wenn ich keinen Backofen habe?

A: Ja, neben der Mikrowelle gibt es weitere Optionen. Ein Airfryer (Heißluftfritteuse) ist eine ausgezeichnete Alternative, da er mit Heißluft arbeitet und eine sehr knusprige Pizza zaubern kann. Auch ein Kontaktgrill oder ein spezieller Pizzamaker können für die Zubereitung kleinerer Pizzen genutzt werden. Für eine schnelle Lösung kann der bereits erwähnte Pfannen-Trick auch ohne vorheriges Auftauen in der Mikrowelle angewendet werden, wobei die Pizza dann aber länger in der Pfanne bleiben muss.

Fazit: Pizza schnell und gut – auch ohne Backofen

Die Zeiten, in denen eine Mikrowelle lediglich zum Aufwärmen von Speisen diente, sind längst vorbei. Moderne Kombi-Mikrowellen haben sich zu vielseitigen Küchenhelfern entwickelt, die selbst anspruchsvolle Aufgaben wie das Backen einer Pizza meistern können. Mit der richtigen Ausstattung – insbesondere einer Heißluft- oder Grillfunktion – und ein paar einfachen Tricks lässt sich eine Tiefkühlpizza oder sogar ein selbstgemachter Pizzaboden in kürzester Zeit in ein knuspriges und köstliches Gericht verwandeln.

Für alle, die wenig Platz haben, schnell eine leckere Mahlzeit zubereiten möchten oder einfach keine Lust auf das lange Vorheizen eines großen Backofens haben, ist die Mikrowelle eine ausgezeichnete und energieeffiziente Alternative. Probieren Sie es aus und lassen Sie sich von der Qualität überraschen – Ihre nächste Pizza könnte schon bald aus diesem unerwarteten Küchengerät kommen!

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