19/11/2013
Über Pizza zu sprechen mag auf den ersten Blick wie eine bloße Frage des subjektiven Geschmacks erscheinen. Doch in Wirklichkeit stecken hinter den unterschiedlichen Gewürzen, den spezifischen Teigzubereitungen und den Backmethoden dieses Paradieses für den Gaumen völlig unterschiedliche Welten und tief verwurzelte Kulturen. Natürlich behält jeder seine persönlichen Überzeugungen und Vorlieben bei und wählt von Zeit zu Zeit die Pizza, die ihm am besten schmeckt. Aber wissen Sie wirklich, was der grundlegende Unterschied zwischen der berühmten neapolitanischen Pizza und der ebenso geschätzten römischen Pizza ist? Begleiten Sie uns auf eine kulinarische Reise, um diese faszinierenden Unterschiede gemeinsam zu erkunden und die Geheimnisse hinter diesen beiden italienischen Klassikern zu lüften.

- Die Neapolitanische Pizza: Eine kulinarische Ikone mit Weltruf
- Die Römische Pizza: Knusprige Tradition aus der Hauptstadt
- Der Teig macht den Unterschied: Eine tiefere Analyse der Zutaten und Zubereitung
- Geschmack und Textur: Ein Vergleich der Sinneserlebnisse
- Vergleichstabelle: Neapolitanische vs. Römische Pizza
- Die Zubereitung zu Hause: Tipps für Pizza-Liebhaber
- Häufig gestellte Fragen (FAQ)
- Was ist eine neapolitanische Pizza-Spezialität?
- Was ist der Hauptunterschied in der Textur zwischen neapolitanischer und römischer Pizza?
- Warum ist neapolitanische Pizza am Rand so dick?
- Kann man echte neapolitanische oder römische Pizza zu Hause backen?
- Welche Tomaten sind am besten für Pizza?
- Was ist „Pizza al Taglio“?
Die Neapolitanische Pizza: Eine kulinarische Ikone mit Weltruf
Obwohl die Pizza, wie wir sie heute kennen, im 18. Jahrhundert in Neapel das Licht der Welt erblickte, wurden bereits seit der Zeit der alten Ägypter und in Griechenland auf Stein gebackene Fladen konsumiert, die dann mit Öl, Zwiebeln oder sogar Oliven verfeinert wurden. Doch das neapolitanische Modell hat in der Folge die Grenzen der Welt überschritten und allen Völkern ermöglicht, einen Teig zu genießen, der mit den klassischen Zutaten gewürzt ist, die wir heute noch finden: Tomaten, Mozzarella, natives Olivenöl extra und das unvermeidliche Basilikum. Es ist kein Zufall, dass die neapolitanische Pizza im Jahr 2017 von der UNESCO zum immateriellen Kulturerbe der Menschheit erklärt wurde, was ihre einzigartige kulturelle und historische Bedeutung unterstreicht.
Die neapolitanische Pizza zeichnet sich durch ihre einfachen und dennoch hochwertigen Zutaten sowie ihre traditionelle Zubereitung aus. Der Teig wird hier ohne Schmalz oder ähnliche Fette hergestellt. Die verwendeten Mehle sind im Allgemeinen vom Typ 00, obwohl es natürlich auch Varianten mit gemischten Mehlen gibt, die für spezielle Texturen oder Geschmäcker sorgen. Die verwendete Hefe ist ausschließlich frische Bierhefe, oft wird auch ein kleiner Teil des Teiges vom Vortag, ein sogenannter Vorteig oder Biga, verwendet, um die Fermentation zu fördern und dem Teig mehr Aroma und Struktur zu verleihen. Der Wasseranteil, die Hydration, liegt typischerweise bei knapp über 50 % bis 60 % des Mehlgewichts. Dieser relativ hohe Wasseranteil trägt entscheidend zur Weichheit und Elastizität des Teiges bei.
Die Besonderheit der neapolitanischen Pizza liegt jedoch in der „Ausbreit“-Technik: Der Teig wird niemals übermäßig bearbeitet und absolut Handarbeit verformt, nicht durch Pressen oder ein Nudelholz. Die Teigkugel wird vielmehr mit einer Technik bewegt, die den besten Jongleuren würdig ist: Sie wird gedreht und „geklatscht“, um Homogenität zu gewährleisten und die Scheibe zu vergrößern. Dabei wird die Luft vor allem nach außen gerichtet, so dass der bekannte hohe, weiche und alveoläre (bläschenförmige) Rand, der sogenannte „cornicione“, entsteht. Bei der Sauce gab es zunächst nur wenige Variationen: Neben der klassischen Pizza Margherita gab es die Marinara mit Tomaten, Knoblauch, Oregano und nativem Olivenöl extra, die wahrscheinlich an das griechische kulinarische Erbe erinnert. Bis heute wird sie in vielen Variationen angeboten, und es gibt sogar Theorien, die bestreiten, dass Basilikum wirklich Teil der echten neapolitanischen Pizza ist – eine Debatte, die ein eigenes Kapitel füllen könnte. Vergessen wir nicht die gebratene Pizza, eine mit Ricotta, Wurst, Sardellen gefüllte neapolitanische Spezialität, die man mindestens einmal im Leben probieren sollte.
Die Römische Pizza: Knusprige Tradition aus der Hauptstadt
In den Jahren unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg scheint die römische Pizza auf den Tischen der Italiener aufzutauchen. Sie ist bekannt für ihren dünnen und knusprigen Teig, immer gewürzt mit Tomate und Mozzarella. Doch aus einer für beide Pizzasorten gemeinsamen Zutatenbasis entstehen am Ende zwei sehr unterschiedliche Produkte. Gekämpft wird vor allem um die Proportionen der Zutaten selbst und um die Art der Teigzubereitung.
Der Teig der römischen Pizza ist dünn, knusprig und hat einen viel niedrigeren Rand als der der neapolitanischen. Diese Art von Pizza ist in ganz Italien weiter verbreitet, auch wenn wir mit „römischer Pizza“ oft eine Art gefüllte Focaccia meinen, die nichts mit oberflächlich belegter Pizza zu tun hat. Um ihren Teig zuzubereiten, verwendeten die Römer zusammen mit dem Mehl sowohl natives Olivenöl extra als auch Samen in einem minimalen Prozentsatz. Die Wassermenge hingegen ist oft die gleiche wie bei der neapolitanischen Pizza, etwa 50 % im Vergleich zu Mehl. Es wird frische Bierhefe verwendet, aber andere Arten wie Sauerteig werden nicht verachtet und können dem Teig zusätzliche Aromen verleihen. Der wesentliche Unterschied liegt im Ausstreichen des Teigs: Die Römer modellieren ihn ausschließlich mit einem Nudelholz, um die bekannte dünne Dicke zu erhalten, die nach dem Kochen „knistert“ – ein Geräusch, das in Italien als „scrocchiarella“ bekannt ist und die Essenz dieser Pizza einfängt.
Aber seien Sie vorsichtig, um eine einfache, niedrige und duftende Pizza von der echten römischen zu unterscheiden: Um zu verstehen, ob Sie dem „Originalmodell“ gegenüberstehen, müssen Sie den Scheibentest machen. Wenn sie einmal geschnitten und von der Platte gehoben wird, bleibt sie bis zur Spitze starr – dann stehen wir der echten römischen Pizza gegenüber. Was die Würze angeht, wird davon ausgegangen, dass die ersten Versionen mit Tomaten, Pecorino und Mozzarella, aber auch mit Pfeffer garniert wurden und dass es eine Variante namens „Napoli“ mit Sardellen in Kombination mit den anderen Zutaten gab. Dann gibt es die weiße Pizza (Pizza Bianca), die nichts anderes ist als eine knusprige Focaccia, die allein gegessen oder mit verschiedenen Aufschnitten gefüllt werden kann.
Der Teig macht den Unterschied: Eine tiefere Analyse der Zutaten und Zubereitung
Die Zubereitung und die Zutaten sind die entscheidenden Unterschiede zwischen der neapolitanischen und der römischen Pizza, die jeweils zu einzigartigen Geschmackserlebnissen führen.
Neapolitanische Pizza: Die Kunst der Einfachheit
- Mehl: Traditionell wird für die neapolitanische Pizza feines Weichweizenmehl vom Typ 00 verwendet. Dieses Mehl hat einen niedrigen Proteingehalt und ermöglicht einen sehr weichen und dehnbaren Teig, der sich leicht verarbeiten lässt und beim Backen die charakteristische Luftigkeit entwickelt.
- Hefe: Ausschließlich frische Bierhefe wird verwendet, oft in sehr kleinen Mengen, um eine lange und langsame Fermentation zu ermöglichen. Dies trägt zur besseren Verdaulichkeit des Teiges und zur Entwicklung komplexer Aromen bei.
- Wasser: Die Hydration liegt typischerweise zwischen 55 % und 60 % des Mehlgewichts. Dieser relativ hohe Wasseranteil ist entscheidend für die weiche, zähe Textur und den hohen, luftigen Rand.
- Fett: Es wird keinerlei Fett (wie Öl oder Schmalz) zum Teig hinzugefügt. Die Reinheit des Teiges ist ein Kernprinzip.
- Kneten und Ruhezeit: Der Teig wird nur so lange geknetet, wie nötig, um die Zutaten zu verbinden und eine glatte Oberfläche zu erhalten. Die anschließende Ruhezeit ist extrem wichtig und kann 24 bis 48 Stunden oder sogar länger betragen. Dies geschieht oft bei Raumtemperatur und/oder im Kühlschrank, um die Fermentation zu kontrollieren und die Aromen zu vertiefen.
- Ausbreiten: Ausschließlich von Hand, durch sanftes Drücken und Dehnen, um die Luft im Rand zu halten.
Römische Pizza: Die Kunst der Knusprigkeit
- Mehl: Auch hier wird oft Weichweizenmehl verwendet, aber manchmal mit einem etwas höheren Proteingehalt oder einer Mischung aus verschiedenen Mehlsorten, um die gewünschte Knusprigkeit zu erzielen.
- Hefe: Frische Bierhefe ist üblich, aber römische Pizzabäcker sind oft flexibler und experimentieren auch mit anderen Hefearten oder Sauerteig.
- Wasser: Die Hydration kann ähnlich sein wie bei der neapolitanischen Pizza, um die Handhabung zu erleichtern, aber der Einfluss des hinzugefügten Fettes verändert die Teigstruktur.
- Fett: Ein kleiner Prozentsatz an nativem Olivenöl extra oder Samenöl wird dem Teig hinzugefügt. Dieses Fett trägt maßgeblich zur Knusprigkeit und Brüchigkeit des Teiges bei und sorgt für die charakteristische „Scrocchiarella“-Textur.
- Kneten und Ruhezeit: Der Teig wird oft länger geknetet, um eine stärkere Glutenstruktur zu entwickeln. Die Ruhezeiten können ebenfalls lang sein, um die Aromen zu entwickeln, aber der Fokus liegt auf der Entwicklung der Knusprigkeit.
- Ausbreiten: Die Verwendung eines Nudelholzes ist hier die Regel. Durch das Ausrollen wird der Teig extrem dünn, was die Grundlage für die spätere Knusprigkeit bildet.
Geschmack und Textur: Ein Vergleich der Sinneserlebnisse
Die unterschiedlichen Zubereitungsweisen und Zutaten führen zu völlig unterschiedlichen sensorischen Erlebnissen, wenn man eine neapolitanische oder eine römische Pizza genießt.
Neapolitanische Pizza: Weich, luftig, aromatisch
Die neapolitanische Pizza besticht durch ihre einzigartige Textur und ihren unvergleichlichen Geschmack. Der Teig ist nach dem Backen weich, luftig und leicht zäh. Der hohe, aufgegangene Rand, der „cornicione“, ist außen leicht verkohlt und innen wunderbar weich und bläschenförmig. Der Belag ist saftig und harmoniert perfekt mit dem Teig. Der Geschmack ist intensiv und authentisch, geprägt von der Süße der San Marzano Tomaten, der Cremigkeit des Mozzarella di Bufala und dem frischen Aroma von Basilikum und Olivenöl. Jeder Bissen ist ein Genuss für die Sinne, ein Gleichgewicht zwischen den frischen Zutaten und dem leicht säuerlichen, rauchigen Geschmack des Teiges.
Römische Pizza: Dünn, knusprig, vielseitig
Die römische Pizza hingegen zeichnet sich durch ihre dünne, knusprige Textur und ihren unverwechselbaren Geschmack aus. Der Teig ist viel flacher und bietet beim Reinbeißen einen angenehmen „Biss“ und das charakteristische Knistern („scrocchiarella“). Durch die Verwendung von Olivenöl im Teig erhält sie eine leicht ölige, aber dennoch leichte Konsistenz. Der Belag ist oft großzügiger und vielfältiger als bei der neapolitanischen Variante. Die längere Fermentation des Teigs und das Backen bei niedrigeren Temperaturen tragen dazu bei, dass die Aromen der Zutaten optimal zur Geltung kommen. Die Kombination aus der knusprigen Kruste, einer oft würzigeren Tomatensauce und vielfältigen Belägen wie Salami, Schinken, Artischocken oder Oliven macht die römische Pizza zu einem wahren Geschmackserlebnis mit mehr „Wumms“.
Vergleichstabelle: Neapolitanische vs. Römische Pizza
| Kategorie | Neapolitanische Pizza | Römische Pizza |
|---|---|---|
| Herkunft | Neapel, Italien | Rom, Italien |
| Teig | Weicher, luftiger Teig aus Weizenmehl (Typ 00), Wasser, Hefe, Salz. Hohe Hydration. | Dünner, knuspriger Teig aus Weizenmehl, Wasser, Hefe, Olivenöl, Salz. Niedrigerer Rand. |
| Fett im Teig | Kein Fett (rein). | Kleiner Anteil Olivenöl oder Samenöl. |
| Zubereitung Teig | Absolut Handarbeit, Teig wird sanft gedehnt und geformt. | Wird mit dem Nudelholz ausgerollt, um extreme Dünne zu erreichen. |
| Zutaten Belag | Einfache, hochwertige Zutaten: San-Marzano-Tomaten, Mozzarella di Bufala (oder Fior di Latte), frisches Basilikum, Olivenöl. Weniger ist mehr. | Vielfältige Beläge: oft mit Pecorino, Salami, Gemüse, Käse, Oliven, Kapern, Artischocken. |
| Form | Runde Form, oft unregelmäßig durch Handarbeit. | Eckige oder rechteckige Form (besonders bei Pizza al Taglio). |
| Backzeit | Kurze Backzeit von etwa 60-90 Sekunden in einem sehr heißen Holzofen (ca. 400-500 Grad Celsius). | Längere Backzeit von etwa 5-10 Minuten in einem normalen Ofen (ca. 220-250 Grad Celsius) oder speziellen Ofen. |
| Ofentyp | Traditionell Holzofen. | Oft Elektro- oder Gasofen, auch spezielle römische Pizzaöfen. |
| Servierstil | Traditionell als ganze Pizza serviert und direkt auf die Hand gegessen (gefaltet). | Traditionell als „Pizza al Taglio“ (Pizza zum Mitnehmen) serviert und in Stücke geschnitten nach Gewicht. |
| Textur | Weich, zäh, luftiger, hoher Rand („cornicione“), saftig. | Dünn, knusprig, leicht, „scrocchiarella“ (knisternd). |
| Gefühl im Mund | Weich und anschmiegsam. | Knackig und zerbrechlich. |
| Beliebtheit | Weltweit bekannt und beliebt, UNESCO-Welterbe, mit vielen Pizzerien, die sich auf neapolitanische Pizza spezialisieren. | Zunehmend populär, insbesondere in Italien, aber noch nicht so weit verbreitet wie die neapolitanische Pizza. |
Die Zubereitung zu Hause: Tipps für Pizza-Liebhaber
Die gute Nachricht ist: Sie müssen nicht unbedingt nach Neapel oder Rom reisen, um eine köstliche Pizza zu genießen. Mit den richtigen Tipps und Tricks können Sie sowohl eine authentische neapolitanische als auch eine römische Pizza in Ihrer eigenen Küche zubereiten.
Für die authentische Neapolitanische Pizza zu Hause:
1. Hochwertige Zutaten sind das A und O: Beginnen Sie mit frischen Zutaten von hoher Qualität. Verwenden Sie am besten italienisches Tipo 00 Mehl, San Marzano Tomaten für die Sauce und echten Büffelmozzarella oder Fior di Latte für den authentischen Geschmack. Frisches Basilikum und gutes natives Olivenöl extra sind unerlässlich.
2. Der Teig ist König: Der Teig ist der wichtigste Bestandteil. Kneten Sie ihn sanft und lassen Sie ihn mindestens 24 Stunden (besser 48-72 Stunden) im Kühlschrank ruhen. Eine lange, kalte Fermentation entwickelt nicht nur den Geschmack, sondern macht den Teig auch bekömmlicher.
3. Die richtige Hitze: Um den traditionellen neapolitanischen Pizzageschmack zu bekommen, ist es entscheidend, den Ofen auf eine sehr hohe Temperatur vorzuheizen. Ziel sind mindestens 400 Grad Celsius. Ein Pizzastein oder noch besser ein Pizzastahl im Ofen kann helfen, die richtige Hitze zu erreichen und die perfekte knusprige Kruste und den luftigen Rand zu erzeugen. Wenn Sie Zugang zu einem speziellen Heim-Pizzaofen (wie Ooni oder Gozney) haben, nutzen Sie diesen – er simuliert die Bedingungen eines Holzofens am besten.
4. Schnelles Backen: Eine neapolitanische Pizza wird traditionell sehr schnell gebacken, nur für etwa 60 bis 90 Sekunden. Achten Sie darauf, dass der Ofen heiß genug ist, um die Pizza schnell zu backen und eine weiche, luftige Textur des Teigs zu erhalten, während der Rand schön aufpufft und leichte Brandblasen bekommt.

5. Weniger ist mehr beim Belag: Überladen Sie Ihre Pizza nicht. Wenige, aber hochwertige Zutaten lassen den Teig und die Qualität der Produkte zur Geltung kommen.
Für die authentische Römische Pizza zu Hause:
1. Der Teig für die Knusprigkeit: Auch hier ist italienisches Pizzamehl (gerne mit etwas höherem Proteingehalt) eine gute Wahl. Achten Sie darauf, dem Teig einen kleinen Anteil Olivenöl oder Samenöl zuzufügen. Auch hier ist eine lange und gründliche Fermentation wichtig, damit der Teig schön luftig wird und später knusprig backen kann.
2. San Marzano Tomaten für die Sauce: Verwenden Sie für die Tomatensauce reife San Marzano-Tomaten. Sie sind für ihren süßen Geschmack und ihre geringe Säure bekannt. Würzen Sie die Sauce nach Ihrem Geschmack mit Knoblauch, Oregano und Basilikum.
3. Dünn ausrollen ist Pflicht: Im Gegensatz zur neapolitanischen Pizza wird der Teig für die römische Variante mit einem Nudelholz extrem dünn ausgerollt. Dies ist entscheidend für die charakteristische knusprige Textur.
4. Vielfältiger Belag: Während bei der neapolitanischen Pizza Purismus gefragt ist, können Sie bei der römischen Pizza kreativer werden. Wählen Sie hochwertige Zutaten wie frischen Mozzarella, Pecorino, Olivenöl, frische Kräuter und vielleicht ein paar Anchovis, Salami oder Gemüse, um den Geschmack zu intensivieren. Auch hier gilt: Qualität vor Quantität.
5. Die Backtemperatur: Um die authentische Textur einer römischen Pizza zu erreichen, sollten Sie sie bei einer etwas niedrigeren Temperatur als die neapolitanische Pizza, aber immer noch bei mindestens 220-250 Grad Celsius backen. Ein Pizzastein oder eine Pizzapfanne hilft, eine gleichmäßige und knusprige Kruste zu erzielen. Die Backzeit ist länger als bei der neapolitanischen Pizza, etwa 5-10 Minuten, bis der Teig goldbraun und knusprig ist.
Mit diesen Tipps und Tricks können Sie zu Hause eine authentische neapolitanische oder römische Pizza genießen, die Ihnen das Gefühl gibt, in einem italienischen Restaurant zu sein. Lassen Sie Ihrer Kreativität freien Lauf und experimentieren Sie mit verschiedenen Belägen, um Ihre perfekte Pizza zu kreieren. Guten Appetit!
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Hier finden Sie Antworten auf einige der am häufigsten gestellten Fragen zum Thema neapolitanische und römische Pizza.
Was ist eine neapolitanische Pizza-Spezialität?
Neben den weltberühmten Klassikern wie Pizza Margherita und Pizza Marinara ist eine weitere besondere neapolitanische Spezialität die „Pizza Fritta“ (gebratene Pizza). Dies ist eine Art frittierte Teigtasche, die oft mit Ricotta, Wurst, Sardellen und Tomatensauce gefüllt ist. Sie ist ein herzhafter Genuss und ein Muss für alle, die das traditionelle Neapel erleben möchten.
Was ist der Hauptunterschied in der Textur zwischen neapolitanischer und römischer Pizza?
Der Hauptunterschied liegt in der Konsistenz des Teiges. Die neapolitanische Pizza ist bekannt für ihren weichen, luftigen und zähen Teig mit einem hohen, aufgegangenen Rand (cornicione), der innen feucht ist. Die römische Pizza hingegen zeichnet sich durch ihren extrem dünnen und knusprigen Teig aus, der beim Reinbeißen ein charakteristisches Knistern (scrocchiarella) erzeugt und einen sehr flachen Rand hat.
Warum ist neapolitanische Pizza am Rand so dick?
Der dicke, luftige Rand der neapolitanischen Pizza, der „cornicione“, entsteht durch die spezielle Ausbreit-Technik. Der Pizzabäcker drückt und dehnt den Teig von der Mitte nach außen, wodurch die Luft in den äußeren Bereich des Teiges gedrückt wird. Beim extrem schnellen Backen im sehr heißen Holzofen dehnt sich diese Luft rasch aus und bildet den typischen, bläschenförmigen und hohen Rand.
Kann man echte neapolitanische oder römische Pizza zu Hause backen?
Ja, mit den richtigen Zutaten, der nötigen Geduld für die Teigzubereitung und den passenden Werkzeugen (wie einem Pizzastein oder -stahl, idealerweise einem speziellen Heim-Pizzaofen) ist es absolut möglich, eine authentische neapolitanische oder römische Pizza zu Hause zuzubereiten. Es erfordert etwas Übung, aber die Ergebnisse sind die Mühe wert.
Welche Tomaten sind am besten für Pizza?
Für eine authentische italienische Pizza, insbesondere die neapolitanische, gelten San Marzano Tomaten als Goldstandard. Diese länglichen, fleischigen Tomaten aus der Region Kampanien (Italien) haben einen süßen Geschmack und einen geringen Säuregehalt, was sie ideal für eine einfache, aber geschmackvolle Pizzasauce macht.
Was ist „Pizza al Taglio“?
„Pizza al Taglio“ bedeutet wörtlich „Pizza nach dem Schnitt“ oder „Pizza zum Abschneiden“. Es ist eine typisch römische Art, Pizza zu servieren. Die Pizza wird auf großen, rechteckigen Blechen gebacken und dann in Stücke geschnitten, die nach Gewicht verkauft werden. Dies ermöglicht es, verschiedene Sorten zu probieren und die Pizza schnell und unkompliziert zu genießen.
Insgesamt bietet dieser Artikel einen umfassenden Einblick in die Welt der neapolitanischen und römischen Pizza. Wir haben die Geschichte, Herkunft und Beliebtheit beider Pizzastile untersucht und die charakteristischen Merkmale ihrer Zutaten, Zubereitung, Textur und Geschmack detailliert beschrieben. Der Vergleich zwischen den beiden Pizzastilen hat gezeigt, dass sie sich in der Zubereitung und den Zutaten grundlegend unterscheiden und auch im Geschmack und der Textur einzigartig sind. Für alle Pizza-Liebhaber ist dieser Artikel eine großartige Ressource, um mehr über diese köstlichen Gerichte zu erfahren und sie selbst zuzubereiten. Ob Sie nun die weiche Zartheit der neapolitanischen Pizza oder die knusprige Eleganz der römischen bevorzugen – beide Stile sind ein Fest für die Sinne und ein wunderbares Beispiel für die reiche kulinarische Vielfalt Italiens.
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