Was ist der Unterschied zwischen Pizza Margherita und Pizza Parma?

Margherita vs. Parma: Der Pizza-Unterschied

18/04/2022

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Die Welt der italienischen Pizza ist so vielfältig und faszinierend wie die italienische Landschaft selbst. Von einfachen, aber geschmacksintensiven Klassikern bis hin zu kreativen, saisonalen Kreationen – jede Pizza erzählt ihre eigene Geschichte. Doch zwei Namen tauchen immer wieder auf und sorgen manchmal für Verwirrung: Pizza Margherita und Pizza Parma. Sind sie sich ähnlich? Wo liegen die entscheidenden Unterschiede? Und wie gelingt Ihnen zu Hause die perfekte Version beider?

In diesem umfassenden Artikel tauchen wir tief in die Geheimnisse dieser beiden beliebten Pizzasorten ein. Wir erklären nicht nur, was sie voneinander unterscheidet, sondern geben Ihnen auch alle Werkzeuge an die Hand, um Ihren eigenen, unwiderstehlichen Pizzateig zu zaubern und anschließend sowohl eine traditionelle Margherita als auch eine erfrischende Pizza Parma zuzubereiten. Machen Sie sich bereit für eine kulinarische Reise, die Ihre Pizzakenntnisse auf ein neues Niveau hebt!

Inhaltsverzeichnis

Der fundamentale Unterschied: Margherita als Basis

Im Kern ist die Beziehung zwischen Pizza Margherita und Pizza Parma recht einfach: Die Pizza Margherita bildet die klassische und puristische Grundlage, auf der viele andere Pizzavariationen aufbauen – und die Pizza Parma ist eine davon. Die Margherita steht für die Einfachheit und die Perfektion weniger, aber hochwertiger Zutaten, während die Parma eine frische, oft als sommerlich empfundene Weiterentwicklung darstellt, die erst nach dem Backen ihre charakteristischen Beläge erhält.

Wie lange muss man eine Pizza backen?
Die Pizza ca. 8-10 Minuten backen. Wenn sie schön knusprig ist, das Blech aus dem Ofen holen. Den Parmaschinken auf die Pizza legen, Rucola, Parmesanspäne und geviertelte Cocktailtomaten auf der Pizza verteilen und nach Geschmack etwas Olivenöl über die Pizza geben. Pizza in kleine Stücke schneiden und sofort servieren.
MerkmalPizza MargheritaPizza Parma
BasisTomatensauce, Mozzarella, BasilikumPizza Margherita (Basis)
Zutaten (vor dem Backen)Tomatensauce, Mozzarella, Olivenöl, BasilikumTomatensauce, Mozzarella, Olivenöl
Zutaten (nach dem Backen)Basilikum (manchmal vor dem Backen)Frischer Rucola, Parmaschinken, frisch gehobelter Parmigiano Reggiano (Parmesan)
GeschmacksprofilKlassisch, puristisch, harmonisch, käselastigFrisch, salzig, würzig, leicht, komplex durch Rohschinken und Rucola
CharakterZeitloser Klassiker, Symbol ItaliensModerne, elegante Variante, beliebt im Sommer
ZubereitungAlle Beläge werden vor dem Backen hinzugefügt.Charakteristische Beläge werden nach dem Backen hinzugefügt.

Die Königin der Pizzen: Pizza Margherita

Die Pizza Margherita ist weit mehr als nur eine Pizza; sie ist ein Stück italienische Geschichte und Kultur. Ihre bescheidene Eleganz und ihr unverwechselbarer Geschmack haben sie weltweit zu einem der beliebtesten Gerichte gemacht. Der Legende nach wurde sie 1889 in Neapel zu Ehren von Königin Margherita von Savoyen kreiert, wobei die Farben der italienischen Flagge – Rot (Tomaten), Weiß (Mozzarella) und Grün (Basilikum) – repräsentiert wurden.

Ihre Schönheit liegt in ihrer Einfachheit. Ein dünner, luftiger und knuspriger Boden, eine aromatische Tomatensauce, cremiger Mozzarella (idealerweise Fior di Latte oder Büffelmozzarella) und frische Basilikumblätter – mehr braucht es nicht, um ein Meisterwerk zu schaffen. Der Schlüssel liegt in der Qualität der Zutaten und der richtigen Backtechnik, die zu einem perfekt aufgegangenen Rand, dem sogenannten „Cornicione“, und einem zarten, leicht verbrannten Boden führt.

Ein Hauch von Eleganz: Pizza Parma

Die Pizza Parma, auch bekannt als Pizza Prosciutto e Rucola, ist eine beliebte moderne Interpretation, die auf der klassischen Margherita aufbaut, aber durch frische, ungekochte Zutaten nach dem Backen eine ganz neue Dimension erhält. Sie ist besonders im Sommer eine willkommene Abwechslung zu schwereren, fettigeren Pizzen wie einer klassischen Salami Pizza, da ihr Belag relativ leicht und erfrischend ist.

Nachdem die Margherita-Basis goldbraun und knusprig aus dem Ofen kommt, wird sie mit einer großzügigen Menge frischer, knackiger Rucolablätter belegt. Darüber legen sich hauchdünne Scheiben von gereiftem Parmaschinken, dessen salzig-nussiger Geschmack hervorragend mit der leichten Bitterkeit des Rucola harmoniert. Abgerundet wird das Ganze mit frisch gehobeltem Parmigiano Reggiano, der eine würzige, umami-reiche Note hinzufügt. Optional können auch kleine Cocktailtomaten oder ein Schuss hochwertiges Olivenöl und ein paar Spritzer Balsamico-Creme die Geschmackspalette erweitern.

Die Kunst des Pizzateigs: Das Fundament jeder guten Pizza

Egal ob Margherita oder Parma – der Schlüssel zu einer herausragenden Pizza liegt immer im Teig. Ein perfekter Pizzateig ist luftig, leicht, knusprig am Rand und dennoch weich in der Mitte. Es erfordert Geduld und ein Verständnis für einige grundlegende Prinzipien.

Das richtige Mehl für deine Pizza

Im Supermarktregal finden sich unzählige Mehlsorten, aber nicht jedes ist für Pizza geeignet. Während Weizenmehl Typ 405 oft zum Backen verwendet wird, hat es für Pizzateig einen zu geringen Eiweiß- oder Glutengehalt. Gluten ist essenziell, da es dem Teig Struktur und Elastizität verleiht und die Fähigkeit, Wasser aufzunehmen und Gasbläschen zu halten, was für einen luftigen Teig unerlässlich ist.

Für authentischen italienischen Pizzateig greift man idealerweise zu Weizenmehl Typ 00, oft auch als „Pizzamehl“ gekennzeichnet. Dieses Mehl zeichnet sich durch einen hohen Eiweißgehalt von etwa 12-14% aus, was es perfekt für lange Gehzeiten und die Entwicklung des gewünschten Aromas macht. Es sorgt für einen geschmeidigen Teig, der sich wunderbar verarbeiten lässt und beim Backen herrlich aufgeht.

Die Bedeutung der Hydration

Die Hydration beschreibt das Verhältnis von Wasser zu Mehl im Teig und ist ein entscheidender Faktor für die Textur der fertigen Pizza. Eine hohe Hydration (mehr Wasser im Verhältnis zum Mehl) führt zu einem weicheren, luftigeren und saftigeren Teig. Unser Rezept verwendet beispielsweise eine Hydration von etwa 60% (240 ml Wasser auf 400 g Mehl), was einen gut handhabbaren, aber dennoch fluffigen Teig ergibt. Profis arbeiten oft mit noch höheren Hydrationen, die aber mehr Übung beim Verarbeiten erfordern.

Geduld zahlt sich aus: Die Gehzeit

Die Gehzeit des Teigs ist nicht nur für sein Volumen entscheidend, sondern auch für sein Aroma und seine Bekömmlichkeit. Während dieser Zeit zersetzt die Hefe die Stärke im Mehl und setzt Kohlendioxid (CO2) frei, das die gewünschten Luftbläschen im Teig bildet. Eine längere, langsamere Gärung – idealerweise über mehrere Stunden bei Zimmertemperatur oder sogar über Nacht im Kühlschrank – führt zu einem komplexeren, tieferen Aroma und einer besseren Verdaulichkeit. Ein Teig, der zu schnell geht (durch zu viel Hefe oder zu hohe Temperaturen), schmeckt oft hefelastig und ist weniger aromatisch. Geben Sie Ihrem Teig die Zeit, die er braucht!

Vom Teigling zum Meisterwerk: Das Ausziehen des Teigs

Sobald Ihr Pizzateig perfekt gereift ist, kommt der Moment des Ausziehens. Hier ist Fingerspitzengefühl gefragt, um die während des Gehens gebildeten Luftbläschen nicht zu zerstören, die für den luftigen Rand – den Cornicione – so wichtig sind. Drücken Sie den Teigling vorsichtig von der Mitte nach außen flach und ziehen Sie ihn mit den Händen in die gewünschte runde Form. Drehen Sie den Teig dabei immer wieder und lassen Sie ihn quasi durch die Schwerkraft auseinanderziehen.

Wie bereitet man Pizza mit Rucola im Thermomix zu?
Zubereitung Thermomix: Hefe, Zucker und Wasser 3 Min. | 37 °C | Stufe 2 erwärmen. Restliche Zutaten zufügen und 3 Min. | Knetstufe kneten lassen. Teig rausnehmen und mind. 60 Minuten abgedeckt in einer Schüssel gehen lassen. 2. Backofen auf 250 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Gitter auf der untersten Schiene plazieren.

Wichtiger Tipp: Verwenden Sie niemals ein Nudelholz! Ein Nudelholz würde die mühsam gebildeten Luftbläschen zerdrücken, wodurch der Teig beim Backen nicht aufgehen und stattdessen hart und trocken werden würde. Eine leichte Bemehlung der Arbeitsfläche hilft, ein Ankleben zu verhindern. Für einen noch knusprigeren Rand können Sie diesen vor dem Backen leicht mit Olivenöl einstreichen.

Schritt für Schritt zur perfekten Pizza (Rezept)

Nun, da wir die Theorie verstanden haben, gehen wir zur Praxis über. Hier ist ein detailliertes Rezept für den Pizzateig und die Zubereitung Ihrer Pizza Margherita und Pizza Parma.

Zutaten für den perfekten Pizzateig

  • 400 g Weizenmehl Typ 00 (Pizzamehl)
  • 240 ml lauwarmes Wasser
  • 10 g frische Hefe (oder 3-4 g Trockenhefe)
  • 10 g feines Salz
  • 10 ml Olivenöl extra vergine

Zubereitung des Pizzateigs

  1. Hefe aktivieren: Salz, Olivenöl und frische Hefe im lauwarmen Wasser verrühren. Für 10-15 Minuten ruhen lassen, bis sich Bläschen bilden. Dies zeigt an, dass die Hefe aktiv ist.
  2. Mehl vorbereiten: Währenddessen das Mehl in einer großen Schüssel sieben. Eine Mulde in die Mitte drücken.
  3. Verrühren und Ruhen lassen (Autolyse): Das Hefewasser in die Mulde gießen und mit einem Holzlöffel oder den Händen leicht verrühren, bis das Mehl grob gebunden ist. Nochmals 10-15 Minuten stehen lassen. Dieser Schritt, die sogenannte Autolyse, hilft dem Mehl, Wasser aufzunehmen und die Glutenentwicklung vorzubereiten.
  4. Kneten: Nun den Teig mit den Knethaken eines Handrührgeräts oder einer Küchenmaschine mindestens 10 Minuten lang kneten, bis ein geschmeidiger, elastischer Teig entsteht. Danach auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche noch einmal 2-3 Minuten mit der Hand nachkneten. Der Teig sollte nicht mehr kleben und eine glatte Oberfläche haben.
  5. Gehen lassen (erste Gärung): Die gewünschte Anzahl an Teiglingen abstechen (für zwei mittelgroße Pizzen je etwa 320g). Zu Kugeln formen und in eine leicht mit Olivenöl eingeölte, luftdichte Box oder Schüssel legen. Mit einem feuchten Küchentuch abdecken und für mindestens 2 Stunden bei Zimmertemperatur gehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat. Für ein besseres Aroma können Sie den Teig auch über Nacht im Kühlschrank (8-12 Stunden) gehen lassen und vor der Verarbeitung 1-2 Stunden bei Raumtemperatur akklimatisieren lassen.

Die klassische Pizzasauce

  • 400 g gehackte Tomaten (aus der Dose, San Marzano sind ideal)
  • 1 Knoblauchzehe, geschält und gepresst
  • 1 Prise Zucker (neutralisiert die Säure der Tomaten)
  • Salz und frischer Pfeffer nach Geschmack
  • Optional: eine Prise Oregano, ein Schuss Olivenöl

Alle Zutaten in einer Schüssel gut vermischen. Fertig! Einfach und puristisch, um den Geschmack der Tomaten hervorzuheben.

Pizza Margherita backen

  1. Ofen vorheizen: Backofen auf höchste Temperatur (mindestens 250 °C Ober-/Unterhitze, idealerweise mit Pizzastein oder -stahl, falls vorhanden) vorheizen. Das Backblech oder den Pizzastein mit vorheizen!
  2. Teig ausziehen: Den Pizzateigling auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche vorsichtig von innen nach außen mit den Händen zu einem dünnen Fladen ziehen. Achten Sie darauf, den Rand intakt zu lassen.
  3. Belegen: Den Teig auf ein mit Backpapier belegtes Backblech oder eine Pizzaschaufel legen. Mit der vorbereiteten Tomatensauce dünn einstreichen. Mozzarella in dünne Scheiben schneiden oder zupfen und gleichmäßig auf der Sauce verteilen.
  4. Backen: Die Pizza in den vorgeheizten Ofen schieben. Backzeit: 8-12 Minuten, je nach Ofen und gewünschter Bräunung. Der Rand sollte goldbraun und knusprig sein, der Käse geschmolzen und leicht gebräunt.
  5. Veredeln: Nach dem Backen einige frische Basilikumblätter auf der heißen Pizza verteilen. Optional mit einem kleinen Schuss Olivenöl beträufeln. Sofort servieren!

Pizza Parma veredeln

Die Pizza Parma baut auf einer fertig gebackenen Margherita-Basis auf. Befolgen Sie alle Schritte für die Pizza Margherita bis einschließlich des Backens.

  1. Vorbereiten der Beläge: Während die Pizza backt, waschen und trockenschleudern Sie den Rucola. Den Parmaschinken bereitlegen. Parmigiano Reggiano frisch hobeln.
  2. Belegen nach dem Backen: Sobald die Pizza Margherita fertig gebacken ist und aus dem Ofen kommt, verteilen Sie großzügig den frischen Rucola darauf. Legen Sie dann die Scheiben des Parmaschinkens dekorativ auf den Rucola.
  3. Abrunden: Zum Schluss den frisch gehobelten Parmigiano Reggiano über die gesamte Pizza streuen. Ein kleiner Schuss Olivenöl oder ein paar Spritzer Balsamico-Creme können den Geschmack zusätzlich verfeinern.
  4. Sofort genießen: Die Pizza in die gewünschten Stücke schneiden und sofort servieren, damit der Rucola frisch und knackig bleibt und der Schinken nicht zu warm wird.

Abwechslungsreiche Beläge für Ihre Pizza

Sobald Sie den Dreh mit dem perfekten Pizzateig raus haben, sind Ihrer Kreativität keine Grenzen gesetzt. Neben Margherita und Parma gibt es unzählige weitere köstliche Pizzasorten. Hier ein paar Ideen:

  • Pizza Salami: Ein Klassiker mit würziger Salami (z.B. Napoli oder Calabrese).
  • Pizza Funghi: Mit frischen Champignons oder Steinpilzen.
  • Pizza Prosciutto e Funghi: Schinken und Pilze – eine beliebte Kombination.
  • Pizza Vegetaria: Mit einer bunten Mischung aus frischem Gemüse wie Paprika, Zucchini, Auberginen, Zwiebeln und Oliven.
  • Pizza Diavola: Für Liebhaber der Schärfe, mit scharfer Salami (Spianata Romana) und Chiliflocken.
  • Pizza Tonno e Cipolla: Thunfisch und Zwiebeln – eine überraschend köstliche Kombination.
  • Pizza Quattro Formaggi: Eine Käseexplosion mit vier verschiedenen Käsesorten (z.B. Mozzarella, Gorgonzola, Parmesan, Fontina).

Tipps & Tricks für Pizzaliebhaber

  • Pizzastein oder -stahl: Investieren Sie in einen Pizzastein oder -stahl. Diese speichern die Hitze hervorragend und sorgen für einen unglaublich knusprigen Boden, der dem eines professionellen Pizzaofens nahekommt.
  • Zutatenqualität: Verwenden Sie stets hochwertige Zutaten. Eine gute Dose San Marzano Tomaten, frischer Mozzarella und ein natives Olivenöl machen einen riesigen Unterschied.
  • Ofentemperatur: Backen Sie Pizza immer bei der höchstmöglichen Temperatur Ihres Ofens. Je heißer, desto besser und knuspriger wird der Boden.
  • Nicht überladen: Weniger ist oft mehr. Eine überladene Pizza wird matschig und backt nicht gleichmäßig durch.
  • Falsches Mehl: Mehl mit zu geringem Glutenanteil kann zu einem weniger stabilen Teig führen.
  • Kein Pizzastein: Ein Pizzastein oder -stahl hilft enorm, die Hitze direkt auf den Boden zu übertragen.
  • Teig zu dick: Ein zu dicker Teig braucht länger zum Backen und wird oft zäh statt knusprig.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Kann ich Pizzateig einfrieren?

Ja, absolut! Pizzateig lässt sich hervorragend einfrieren. Formen Sie die Teiglinge nach der ersten Gärung zu Kugeln, ölen Sie sie leicht ein und frieren Sie sie einzeln in luftdichten Beuteln oder Behältern ein. Zum Auftauen legen Sie den gefrorenen Teigling über Nacht in den Kühlschrank und lassen ihn dann 1-2 Stunden bei Raumtemperatur akklimatisieren, bevor Sie ihn verarbeiten.

Welches Olivenöl soll ich für Pizza verwenden?

Verwenden Sie immer ein hochwertiges Olivenöl extra vergine. Es sollte einen fruchtigen, leicht pikanten Geschmack haben, der die anderen Aromen der Pizza ergänzt, ohne sie zu dominieren. Ein gutes Olivenöl ist sowohl im Teig als auch als Finish nach dem Backen unerlässlich.

Warum wird meine Pizza nicht knusprig?

Häufige Gründe für einen nicht knusprigen Pizzaboden sind:

  • Zu niedrige Ofentemperatur: Pizza braucht hohe Hitze, um schnell zu backen und knusprig zu werden.
  • Zu viel Belag: Ein überladener Belag gibt zu viel Feuchtigkeit ab und verhindert, dass der Boden knusprig wird.
  • Falsches Mehl: Mehl mit zu geringem Glutenanteil kann zu einem weniger stabilen Teig führen.
  • Kein Pizzastein: Ein Pizzastein oder -stahl hilft enorm, die Hitze direkt auf den Boden zu übertragen.
  • Teig zu dick: Ein zu dicker Teig braucht länger zum Backen und wird oft zäh statt knusprig.

Kann ich frische Hefe durch Trockenhefe ersetzen?

Ja, das ist problemlos möglich. Als Faustregel gilt: 1 Gramm Trockenhefe entspricht etwa 3 Gramm frischer Hefe. Für unser Rezept mit 10 g frischer Hefe würden Sie also etwa 3-4 g Trockenhefe verwenden. Trockenhefe kann direkt zum Mehl gegeben werden, ohne sie vorher in Wasser aufzulösen, obwohl ein kurzes Auflösen in einem Teil des Wassers die Aktivierung beschleunigen kann.

Was ist der "Cornicione"?

Der „Cornicione“ (ausgesprochen: Kornitschone) ist der luftige, oft leicht unregelmäßige Rand einer neapolitanischen Pizza. Er entsteht, wenn der Pizzateig richtig ausgezogen wird und die Luftbläschen, die sich während der Gärung gebildet haben, in den Rand gedrückt werden. Im heißen Ofen bläht sich dieser Rand dann auf und wird außen knusprig und innen herrlich luftig und weich.

Aufbewahrung von Pizza und Teig

Frisch gebackene Pizza schmeckt natürlich am besten. Doch was tun, wenn Reste bleiben oder Sie Teig vorbereiten möchten?

  • Gebackene Pizza Parma aufbewahren: Reste von Pizza Parma können luftdicht abgedeckt über Nacht im Kühlschrank gelagert werden. Beim Aufwärmen empfehlen wir, sie kurz in einer Pfanne mit etwas Olivenöl aufzubacken, um den Boden wieder knusprig zu machen. Beachten Sie jedoch, dass der Rucola dann welk sein wird; es ist ratsam, ihn durch frische Blätter zu ersetzen oder die Pizza ohne Rucola aufzubewahren und diesen erst beim Servieren hinzuzufügen. Generell gilt für Pizzen mit frischen Belägen: Nur so viel zubereiten, wie Sie wirklich essen können, um den besten Geschmack zu gewährleisten.
  • Pizzateig aufbewahren: Wie bereits erwähnt, kann Pizzateig hervorragend eingefroren werden. Im Kühlschrank hält sich fertig gekneteter Teig, luftdicht verpackt, auch 2-3 Tage. So haben Sie immer einen Vorrat für spontanen Pizzahunger.
  • Vorgebackene Pizzaböden: Sie können Pizzaböden auch vorbacken (bis sie gerade gar sind, aber noch keine Farbe angenommen haben), abkühlen lassen und dann einfrieren. So haben Sie Ihre eigene „TK-Pizza“, die Sie bei Bedarf nur noch frisch belegen und fertig backen müssen. Das spart Zeit und garantiert dennoch eine selbstgemachte, knusprige Pizza.

Wir hoffen, dieser Artikel hat Ihnen nicht nur den Unterschied zwischen Pizza Margherita und Pizza Parma nähergebracht, sondern Sie auch inspiriert, selbst zum Pizzabäcker zu werden. Mit den richtigen Zutaten, etwas Geduld und den hier gelernten Techniken steht Ihrer perfekten hausgemachten Pizza nichts mehr im Wege. Guten Appetit!

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