Wie viele Pfannenpizza Rezepte gibt es?

Amerikanische Pfannenpizza: Der ultimative Guide

09/10/2016

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Die amerikanische Pfannenpizza ist mehr als nur eine Pizza; sie ist ein Erlebnis. Mit ihrem charakteristisch dicken, fluffigen Teig, der an den Rändern herrlich knusprig wird, und einer großzügigen Schicht aus geschmolzenem Käse und herzhaften Belägen, unterscheidet sie sich deutlich von ihren dünnrandigen italienischen Verwandten. Ursprünglich in den USA populär geworden, oft in tiefen gusseisernen Pfannen gebacken, bietet sie eine Befriedigung, die nur wenige andere Gerichte erreichen können. Doch wie gelingt dieses Meisterwerk der Pizzakunst zu Hause, insbesondere wenn man sich auf die Zubereitung auf der Herdplatte konzentriert? Dieser umfassende Leitfaden enthüllt die Geheimnisse der perfekten amerikanischen Pfannenpizza, die Sie direkt in Ihrer Küche zaubern können, mit einem Fokus auf die Zubereitung in der tiefen Pfanne auf dem Herd.

Wie backe ich eine amerikanische Pfannenpizza?
Um eine amerikanische Pfannenpizza zu backen, halbiert man Cocktailtomaten und verteilt sie zusammen mit Salamischeiben auf der Pizza. Dann setzt man den Deckel auf die Pfanne, um zu verhindern, dass der Käse verläuft, und backt die Pizza bei mittlerer Hitze für etwa 15 Minuten auf dem Herd. Dabei sollte man immer wieder überprüfen, dass die Pizza nicht anbrennt.
Inhaltsverzeichnis

Warum Pfannenpizza? Das Geheimnis der Textur

Was macht die amerikanische Pfannenpizza so unwiderstehlich? Es ist die einzigartige Kombination aus Texturen: ein weicher, luftiger Teig im Inneren, der an den Rändern und am Boden eine goldbraune, fast frittierte Knusprigkeit entwickelt. Die Großzügigkeit der Beläge, oft über den Rand hinaus bis zum Teig reichend, karamellisiert dort und bildet eine zusätzliche knusprige Kruste. Dieser Stil lädt dazu ein, reichhaltiger belegt zu werden, ohne dass der Boden durchweicht, was ihn zu einem Favoriten für alle macht, die eine herzhafte, sättigende Pizza lieben. Der knusprigen Boden ist hierbei das A und O.

Der perfekte Teig für Ihre amerikanische Pfannenpizza

Der Teig ist das Herzstück jeder Pizza, und bei der Pfannenpizza ist er entscheidend für die charakteristische Textur. Ein guter Pfannenpizzateig ist in der Regel feuchter und klebriger als ein traditioneller Pizzateig, was ihm seine Luftigkeit und die Fähigkeit verleiht, im Ofen oder auf dem Herd schön aufzugehen und einen luftigen Biss zu entwickeln.

Zutaten für den Teig:

  • 300g Weizenmehl (Typ 405 oder 550)
  • 200ml lauwarmes Wasser
  • 1 Teelöffel Trockenhefe
  • 1 Teelöffel Zucker (hilft der Hefe auf die Sprünge)
  • 1 Teelöffel Salz
  • 2 Esslöffel Olivenöl (für den Teig, plus mehr für die Pfanne)

Zubereitung des Teigs:

  1. Mischen Sie in einer großen Schüssel lauwarmes Wasser, Zucker und Trockenhefe. Lassen Sie es 5-10 Minuten stehen, bis es schaumig wird. Dies zeigt an, dass die Hefe aktiv ist.
  2. Fügen Sie das Mehl, Salz und 2 Esslöffel Olivenöl hinzu. Rühren Sie alles mit einem Holzlöffel oder den Händen, bis ein klebriger Teig entsteht. Kneten Sie den Teig für etwa 5-7 Minuten auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche, bis er elastisch ist, aber immer noch leicht klebrig. Die Klebrigkeit ist wichtig!
  3. Fetten Sie eine saubere Schüssel leicht mit Olivenöl ein. Legen Sie den Teig hinein, drehen Sie ihn einmal, damit er von allen Seiten bedeckt ist. Decken Sie die Schüssel mit Frischhaltefolie oder einem feuchten Tuch ab und lassen Sie den Teig an einem warmen Ort für mindestens 1-2 Stunden gehen, oder bis er sich verdoppelt hat. Für ein noch besseres Aroma können Sie den Teig auch über Nacht im Kühlschrank gehen lassen.

Essentielle Zutaten für Ihre Pfannenpizza

Neben dem Teig sind die weiteren Zutaten entscheidend für den authentischen Geschmack.

  • Pizzasauce: Eine einfache, aber geschmacksintensive Tomatensauce ist ideal. Vermeiden Sie zu wässrige Saucen, da diese den Boden matschig machen könnten. Eine Dose geschälte Tomaten, die Sie selbst zerdrücken und mit Knoblauch, Oregano und Basilikum würzen, ist oft besser als fertige Saucen.
  • Käse: Für die amerikanische Pfannenpizza ist Mozzarella die erste Wahl. Verwenden Sie am besten geriebenen, fettarmen Mozzarella (low-moisture, part-skim), da dieser weniger Wasser enthält und besser schmilzt, ohne die Pizza zu wässern. Cheddar oder eine Mischung aus Mozzarella und Provolone sind ebenfalls beliebte Optionen, die dem geschmolzenen Käse eine besondere Note verleihen.
  • Beläge: Die klassische amerikanische Pfannenpizza ist großzügig belegt. Die vom Benutzer genannten Cocktailtomaten und Salamischeiben sind hervorragend. Weitere beliebte Beläge sind:
    • Pepperoni (ein Muss für viele!)
    • Gekochter Schinken oder Bacon
    • Frische Pilze
    • Zwiebeln und Paprika (kurz anbraten, um Feuchtigkeit zu reduzieren)
    • Gekochtes Hackfleisch oder italienische Wurst (Salsiccia)

    Denken Sie daran, dass weniger manchmal mehr ist, um den Boden nicht zu überladen, aber die Pfannenpizza verträgt mehr Belag als eine dünne Pizza.

Schritt für Schritt: Ihre Pfannenpizza auf der Herdplatte backen

Die Zubereitung auf der Herdplatte ist eine spannende Methode, die einen besonders knusprigen Boden erzeugt und sich hervorragend eignet, wenn kein Ofen zur Verfügung steht oder Sie einfach etwas Neues ausprobieren möchten.

  1. Pfanne vorbereiten: Wählen Sie eine schwere gusseiserne Pfanne oder eine andere ofenfeste Pfanne mit einem Durchmesser von etwa 25-30 cm. Geben Sie 2-3 Esslöffel Olivenöl in die Pfanne und verteilen Sie es großzügig auf dem Boden und an den Seiten. Dies ist entscheidend für den knusprigen Boden und verhindert das Anhaften.
  2. Teig ausbreiten: Nehmen Sie den gegangenen Teig aus der Schüssel und legen Sie ihn in die vorbereitete Pfanne. Drücken Sie den Teig vorsichtig mit den Fingern vom Zentrum nach außen, bis er den Boden und die Seiten der Pfanne bedeckt. Achten Sie darauf, einen kleinen Rand zu bilden. Wenn der Teig sich zurückzieht, lassen Sie ihn 5-10 Minuten ruhen und versuchen Sie es dann erneut.
  3. Vorbereiten der Beläge: Verteilen Sie eine gleichmäßige Schicht Pizzasauce auf dem Teig, lassen Sie dabei den Rand frei.
  4. Erste Käseschicht & Würzung: Streuen Sie die Hälfte des geriebenen Käses gleichmäßig über die Sauce. Nun kommt der entscheidende Teil der Würzung: Würzen Sie großzügig mit italienischen Kräutern (Oregano, Basilikum, Thymian), Salz und Pfeffer. Diese Gewürze ziehen in den Käse und die Sauce ein und sorgen für ein intensives Aroma.
  5. Beläge verteilen: Halbieren Sie die Cocktailtomaten und verteilen Sie sie zusammen mit den Salamischeiben oder anderen gewünschten Belägen gleichmäßig auf der Pizza. Achten Sie darauf, die Beläge nicht zu dicht zu legen, um eine gleichmäßige Garung zu gewährleisten.
  6. Backen auf dem Herd: Stellen Sie die Pfanne auf die Herdplatte und drehen Sie die Hitze auf mittlere Stufe.
  7. Der Deckel-Trick: Setzen Sie einen passenden Deckel auf die Pfanne. Dies ist der Schlüssel zum Erfolg bei der Herdplatten-Methode! Der Deckel fängt die Hitze und den Dampf ein, wodurch der Käse wunderbar schmilzt und die Beläge garen, während der Boden knusprig wird.
  8. Garvorgang überwachen: Lassen Sie die Pizza etwa 15 Minuten backen. Überprüfen Sie dabei immer wieder, dass die amerikanische Pfannenpizza nicht anbrennt. Heben Sie vorsichtig den Rand an, um den Bräunungsgrad des Bodens zu kontrollieren. Er sollte goldbraun und knusprig sein. Der Käse sollte vollständig geschmolzen und leicht Blasen werfen.
  9. Fertigstellung: Sobald der Boden knusprig und der Käse geschmolzen ist, nehmen Sie die Pfanne vom Herd. Lassen Sie die Pizza 2-3 Minuten in der Pfanne ruhen, bevor Sie sie vorsichtig herausheben und auf ein Schneidebrett legen. Dies erleichtert das Herausnehmen und verhindert, dass der Boden reißt. Schneiden Sie sie in Stücke und servieren Sie sofort!

Tipps für einen knusprigen Boden

Ein häufiges Problem bei selbstgemachter Pizza ist ein matschiger Boden. Bei der Pfannenpizza lässt sich das mit ein paar Tricks vermeiden:

  • Ausreichend Öl: Sparen Sie nicht am Olivenöl in der Pfanne. Es hilft nicht nur, ein Ankleben zu verhindern, sondern trägt auch maßgeblich zur knusprigen Textur bei, indem es den Teig quasi frittiert.
  • Vorgewärmte Pfanne: Obwohl die obige Methode das direkte Backen auf dem Herd beschreibt, kann ein kurzes Vorwärmen der Pfanne auf mittlerer Hitze, bevor der Teig hineingelegt wird, zusätzlich helfen, den Boden schneller knusprig zu machen. Seien Sie hierbei vorsichtig, um den Teig nicht zu verbrennen.
  • Richtiges Mehl: Ein Mehl mit höherem Proteingehalt (z.B. Typ 550) kann einen stabileren Teig ergeben, der weniger anfällig für Feuchtigkeit ist.

Kreative Belag-Ideen

Die Schönheit der amerikanischen Pfannenpizza liegt in ihrer Vielseitigkeit. Experimentieren Sie mit verschiedenen Belägen:

  • Fleischliebhaber: Bacon & Ei (als Frühstückspizza), BBQ-Hähnchen, gezupftes Schweinefleisch (Pulled Pork).
  • Vegetarisch: Spinat & Feta, geröstetes Gemüse (Zucchini, Aubergine, Paprika), Pilz-Trüffel.
  • Exotisch: Ananas & Schinken (der Klassiker!), scharfe Jalapeños, Koriander & Limette nach dem Backen.

Vergleich: Amerikanische Pfannenpizza vs. Neapolitanische Pizza

Um das einzigartige Profil der amerikanischen Pfannenpizza besser zu verstehen, lohnt sich ein Vergleich mit einer anderen ikonischen Pizzasorte, der neapolitanischen Pizza.

MerkmalAmerikanische PfannenpizzaNeapolitanische Pizza
TeigDick, fluffig, oft mit öliger, knuspriger Unterseite und Rand.Dünn in der Mitte, mit einem hohen, luftigen, leicht verkohlten Rand (Cornicione).
ZubereitungOft in einer gusseisernen Pfanne, kann auf dem Herd oder im Ofen gebacken werden. Lange, langsame Garzeit auf dem Herd.Kurze Garzeit (60-90 Sekunden) bei sehr hohen Temperaturen (450-500°C) im Holzofen.
KäseGroßzügige Mengen, meist Low-Moisture Mozzarella, oft mit Cheddar oder Provolone gemischt.Spärlich verwendet, frischer Mozzarella di Bufala oder Fior di Latte.
SauceReichhaltige, oft gewürzte Tomatensauce.Einfache Tomaten aus San Marzano, nur leicht gewürzt.
BelägeGroßzügig und vielfältig, von Fleisch bis Gemüse.Minimalistisch, oft nur Basilikum, Käse und Tomate (Margherita).
TexturSatt, herzhaft, mit einem deutlich knusprigen, fast frittierten Boden.Leicht, zäh, mit einem weichen, feuchten Zentrum und einem luftigen, knusprigen Rand.

Häufig gestellte Fragen (FAQs)

Kann ich einen fertigen Pizzateig verwenden?

Ja, absolut! Achten Sie darauf, einen Teig zu wählen, der für dickere Pizzen geeignet ist, oder verwenden Sie etwas mehr Teig als üblich für eine dünne Pizza. Lassen Sie den Teig vor dem Ausbreiten in der Pfanne Raumtemperatur annehmen und gehen.

Wie lange ist die Pizza haltbar?

Reste der Pfannenpizza können im Kühlschrank in einem luftdichten Behälter 2-3 Tage aufbewahrt werden. Zum Aufwärmen ist die Mikrowelle in Ordnung, aber am besten wird sie im Ofen bei niedriger Temperatur (ca. 150°C) oder kurz in einer Pfanne auf dem Herd wieder knusprig.

Muss es unbedingt eine Gusseisenpfanne sein?

Eine Gusseisenpfanne ist ideal, da sie die Hitze hervorragend speichert und verteilt und so einen unvergleichlich knusprigen Boden erzeugt. Aber jede schwere, ofenfeste Pfanne mit Antihaftbeschichtung oder Edelstahlpfanne kann verwendet werden, solange sie einen passenden Deckel hat.

Kann ich die Pizza auch im Ofen backen?

Ja, viele amerikanische Pfannenpizzen werden vollständig im Ofen gebacken. Eine gängige Methode ist, die Pfanne mit dem belegten Teig bei 200-220°C Ober-/Unterhitze für 20-30 Minuten zu backen, bis der Rand goldbraun und der Käse geschmolzen und leicht gebräunt ist. Das Backen auf dem Herd ist eine Alternative, die speziell auf den knusprigen Boden abzielt.

Was ist der Unterschied zu einer Chicago Deep Dish Pizza?

Die Chicago Deep Dish Pizza ist eine extreme Form der Pfannenpizza, die in einer sehr hohen Form gebacken wird und oft eine umgekehrte Schichtreihenfolge (Käse direkt auf den Teig, dann Beläge, dann Sauce) aufweist. Die hier beschriebene amerikanische Pfannenpizza ist zwar dick, aber nicht so extrem wie eine Deep Dish und behält die traditionelle Schichtreihenfolge bei.

Kann ich den Teig vorbereiten und einfrieren?

Ja, Sie können den Teig nach dem ersten Gehen einfrieren. Wickeln Sie ihn fest in Frischhaltefolie und dann in Aluminiumfolie ein. Im Gefrierschrank hält er sich bis zu einem Monat. Zum Auftauen lassen Sie ihn über Nacht im Kühlschrank und dann 1-2 Stunden bei Raumtemperatur gehen, bevor Sie ihn verwenden.

Fazit: Genuss aus der Pfanne

Die amerikanische Pfannenpizza ist ein Beweis dafür, dass Pizza in vielen Formen und Größen kommen kann. Mit ihrem einzigartigen, perfekten Teig, der eine Brücke zwischen Brot und Pizza schlägt, und ihrer Fähigkeit, eine Fülle von Belägen zu tragen, ist sie ein Gericht, das Herz und Seele wärmt. Die Zubereitung auf der Herdplatte, wie hier detailliert beschrieben, ist eine faszinierende Methode, die zu einem außergewöhnlich knusprigen Boden führt und beweist, dass man für exzellente Pizza nicht immer einen speziellen Ofen braucht. Trauen Sie sich und genießen Sie dieses herrliche Stück Amerika direkt aus Ihrer eigenen Küche!

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