What is pizza like in Italy?

Italiens Beste Pizza: Eine Geschmacksvielfalt

05/10/2016

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Die Frage nach der besten Pizza in Italien ist so alt wie die Pizza selbst und gleichzeitig so subjektiv wie die Wahl des Lieblingsliedes. Es gibt keine einzige, unbestreitbare Antwort, denn die Definition von 'bester' Pizza variiert von Gaumen zu Gaumen und von Region zu Region. Italien, das Mutterland der Pizza, bietet eine erstaunliche Vielfalt an Stilen, die alle ihre einzigartigen Merkmale und ihre treuen Anhänger haben. Statt eine einzige Art zu krönen, begeben wir uns auf eine kulinarische Reise durch die wichtigsten Pizzastile Italiens, um die Besonderheiten zu beleuchten, die jede von ihnen zu einem Meisterwerk machen.

Which type of pizza is best in Italy?

Die Pizza ist weit mehr als nur ein Gericht; sie ist ein kulturelles Symbol, ein Ausdruck italienischer Lebensart und ein Beweis für die Bedeutung einfacher, hochwertiger Zutaten. Von den belebten Gassen Neapels bis zu den historischen Straßen Roms – die Liebe zur Pizza ist tief in der italienischen Seele verwurzelt. Jede Region hat ihre eigene Interpretation, ihre eigenen Traditionen und ihre eigenen Geheimnisse, die von Generation zu Generation weitergegeben werden. Es ist diese reiche Vielfalt, die das italienische Pizzaerlebnis so unvergesslich macht.

Inhaltsverzeichnis

Die Königin: Pizza Napoletana

Wenn man über italienische Pizza spricht, kommt man an der Pizza Napoletana nicht vorbei. Sie gilt als die Urform der modernen Pizza und ist so bedeutsam, dass sie von der UNESCO als immaterielles Kulturerbe anerkannt wurde. Neapel in Kampanien ist der Geburtsort dieser Ikone, und hier wird die Pizzabäckerei als eine wahre Kunstform betrachtet. Die Merkmale der echten Pizza Napoletana sind streng geregelt, um ihre Authentizität zu gewährleisten. Sie muss nach traditionellen Methoden gebacken werden, was oft in Holzöfen bei extrem hohen Temperaturen (bis zu 485°C) geschieht.

Was die Pizza Napoletana so besonders macht, ist ihr Teig: Er ist dünn in der Mitte, aber hat einen hohen, luftigen und leicht angekohlten Rand, den sogenannten 'Cornicione'. Dieser Rand ist weich, elastisch und hat eine unwiderstehliche Textur, die von den vielen Luftblasen im Inneren zeugt. Die Backzeit ist extrem kurz, oft nur 60 bis 90 Sekunden, was dazu führt, dass die Pizza außen knusprig und innen unglaublich weich und saftig bleibt. Die Zutaten sind bewusst minimalistisch gehalten, um die Qualität jedes einzelnen Elements hervorzuheben. Die klassischsten Varianten sind:

  • Pizza Margherita: Benannt nach Königin Margherita von Savoyen, symbolisiert sie die Farben der italienischen Flagge: roter Tomatensoße, weißer Mozzarella (traditionell Fior di Latte oder Mozzarella di Bufala Campana DOP) und grünes Basilikum. Ein Schuss Olivenöl rundet das Ganze ab.
  • Pizza Marinara: Eine noch puristischere Variante mit Tomaten, Knoblauch, Oregano und Olivenöl. Sie beweist, dass Großartigkeit oft in der Einfachheit liegt.

Die Pizza Napoletana ist kein Gericht, das man mit Messer und Gabel isst. Traditionell wird sie gefaltet und oft im Stehen gegessen, um ihre Frische und Textur in vollen Zügen zu genießen. Ihre Tradition und Einfachheit sind das, was sie so zeitlos und beliebt macht.

Der knusprige Gegenpol: Pizza Romana

Im Gegensatz zur weichen und fluffigen neapolitanischen Pizza steht die Pizza Romana, die in der italienischen Hauptstadt Rom und der umliegenden Region Latium beheimatet ist. Der bemerkenswerteste Unterschied liegt im Teig: Die römische Pizza zeichnet sich durch einen sehr dünnen, knusprigen Boden aus, der beim Brechen oft ein charakteristisches Geräusch macht – 'scrocchiarella', wie die Römer sagen. Um diesen Effekt zu erzielen, wird der Teig oft mit etwas Olivenöl im Teig zubereitet, was ihm zusätzliche Knusprigkeit verleiht.

Die Pizza Romana wird typischerweise in elektrischen Öfen bei etwas niedrigeren Temperaturen und über einen längeren Zeitraum gebacken als ihr neapolitanisches Pendant. Dies ermöglicht dem Teig, vollständig durchzubacken und seine knackige Textur zu entwickeln. Die Ränder sind flacher und weniger aufgebläht als bei der neapolitanischen Pizza.

In Rom findet man zwei Hauptformen der Pizza:

  • Pizza Tonda: Die klassische runde Pizza, die in Pizzerien serviert wird. Sie ist dünn und knusprig, oft reichhaltiger belegt als die neapolitanische Pizza, mit Zutaten wie Prosciutto, Pilzen oder Oliven.
  • Pizza al Taglio: Eine rechteckige Pizza, die in großen Blechen gebacken und stückweise verkauft wird. Man kann verschiedene Sorten probieren und sich die gewünschte Menge abschneiden lassen. Sie ist ein beliebter Snack für zwischendurch und bietet eine enorme Vielfalt an Belägen.

Die römische Pizza ist ideal für diejenigen, die eine festere Unterlage und einen ausgeprägten Biss bevorzugen. Sie ist robuster und oft auch für eine größere Auswahl an Belägen geeignet, ohne dass der Boden durchweicht.

Weitere bemerkenswerte Pizzastile in Italien

Obwohl die neapolitanische und die römische Pizza die bekanntesten sind, gibt es in Italien noch viele andere regionale Pizzaspezialitäten, die es wert sind, entdeckt zu werden:

  • Pizza al Padellino (Piemont): Eine kleine, runde Pizza, die in einer kleinen Pfanne gebacken wird. Der Teig ist dicker und weicher als bei der römischen Pizza, aber fester als bei der neapolitanischen. Oft wird sie mit reichhaltigen Belägen versehen und hat einen leicht frittierten Boden.
  • Pizza in Teglia (Überall in Italien, besonders Rom): Ähnlich wie Pizza al Taglio, aber oft mit einem noch dickeren, focaccia-ähnlichen Boden. Sie wird in rechteckigen Blechen gebacken und ist besonders luftig und weich. Ideal für einen schnellen Imbiss oder als Vorspeise.
  • Sfincione (Sizilien): Diese sizilianische 'Pizza' ist eigentlich eher eine Art Focaccia, die dick und luftig ist. Sie wird traditionell mit einer Tomatensoße, Zwiebeln, Sardellen, Caciocavallo-Käse und Brotkrümeln belegt. Eine herzhafte und sättigende Variante, die sich stark von den typischen Pizzen unterscheidet.
  • Pizza Fritta (Neapel): Eine frittierte Pizza, die vor allem in Neapel beliebt ist. Der Teig wird gefüllt (oft mit Ricotta, Cicoli – gepresstem Schweinefleisch – oder Salami) und dann goldbraun frittiert. Ein Genuss für Liebhaber deftiger Speisen.

Die Rolle der Qualität der Zutaten

Unabhängig vom Stil ist ein entscheidender Faktor für die 'beste' Pizza in Italien die Qualität der Zutaten. Italienische Pizzabäcker legen größten Wert auf frische, lokale Produkte. Dies beginnt beim Mehl (oft 'tipo 00'), das für den perfekten Teig entscheidend ist. Die Tomatensoße wird oft aus San-Marzano-Tomaten hergestellt, die für ihren süßen und ausgewogenen Geschmack bekannt sind. Der Käse ist fast immer Mozzarella, sei es der cremigere Mozzarella di Bufala Campana DOP oder der festere Fior di Latte. Hochwertiges Olivenöl, frisches Basilikum und manchmal ein Hauch von Meersalz sind die einzigen weiteren Zutaten, die benötigt werden, um ein Meisterwerk zu schaffen.

Die Philosophie ist klar: Weniger ist oft mehr, wenn die Zutaten von höchster Güte sind. Es ist diese Hingabe an die Reinheit und den Geschmack der einzelnen Komponenten, die die italienische Pizza so unvergleichlich macht.

Vergleich: Neapolitanische vs. Römische Pizza

Um die Unterschiede zwischen den beiden Hauptstilen besser zu verdeutlichen, hier eine vergleichende Tabelle:

MerkmalPizza NapoletanaPizza Romana
HerkunftNeapel, KampanienRom, Latium
TeigWeich, elastisch, luftig, dünn in der MitteDünn, knusprig ('scrocchiarella')
Rand (Cornicione)Hoch, aufgebläht, luftig, leicht verkohltFlach, knusprig
Zutaten im TeigWasser, Mehl, Salz, HefeWasser, Mehl, Salz, Hefe, oft Olivenöl
BackofenHolzofen (sehr heiß, ca. 485°C)Meist Elektroofen (ca. 300-350°C)
BackzeitSehr kurz (60-90 Sekunden)Länger (3-4 Minuten)
Typische BelägeMinimalistisch (Margherita, Marinara)Vielfältiger (oft auch reichhaltiger)
EssenGefaltet, oft im StehenMit Messer und Gabel
TexturWeich, saftig, leicht feuchtKnusprig, trocken

Häufig gestellte Fragen zur italienischen Pizza

1. Gibt es 'Deep Dish Pizza' in Italien?

Nein, die Deep Dish Pizza ist eine Spezialität aus Chicago, USA, und hat keine Verbindung zur traditionellen italienischen Pizza. Italienische Pizzen sind, mit Ausnahme einiger dickerer Varianten wie Sfincione oder Pizza in Teglia, tendenziell dünn oder haben einen luftigen Rand.

2. Welche Beläge sind in Italien am beliebtesten?

Die beliebtesten Beläge sind oft die einfachsten: Tomate, Mozzarella, Basilikum (Margherita), Knoblauch, Oregano (Marinara). Aber auch Salami (Salame piccante), Prosciutto Cotto (gekochter Schinken), Pilze (Funghi), Oliven und Artischocken sind sehr verbreitet. Ananas auf Pizza ist in Italien äußerst selten und wird von den meisten Italienern nicht als traditionell angesehen.

3. Wo finde ich die authentischste Pizza in Italien?

Die authentischste Pizza Napoletana finden Sie in Neapel, insbesondere in Pizzerien, die das Siegel der 'Associazione Verace Pizza Napoletana' (AVPN) tragen. Für römische Pizza sollten Sie Rom und die umliegende Region erkunden. Aber auch in kleineren Städten und Dörfern Italiens finden Sie oft hervorragende lokale Pizzerien, die ihre eigenen einzigartigen Stile pflegen.

4. Was ist der Unterschied zwischen Fior di Latte und Mozzarella di Bufala?

Fior di Latte ist Kuhmilchmozzarella, der eine festere Textur hat und weniger Wasser abgibt. Mozzarella di Bufala Campana DOP wird aus Büffelmilch hergestellt, ist cremiger, saftiger und hat einen intensiveren Geschmack. Beide werden auf Pizzen verwendet, wobei Mozzarella di Bufala oft als die edlere Wahl gilt, besonders für die Margherita.

5. Ist es üblich, Olivenöl nach dem Backen auf die Pizza zu geben?

Ja, ein Schuss hochwertiges natives Olivenöl extra ist oft die letzte Zutat, die vor dem Servieren auf die Pizza gegeben wird. Es verstärkt den Geschmack und verleiht der Pizza einen schönen Glanz. In Neapel ist dies besonders bei der Pizza Marinara üblich.

Fazit: Die persönliche Entdeckungsreise

Die Frage nach der besten Pizza in Italien bleibt also unbeantwortet, weil die Antwort in der persönlichen Präferenz liegt. Mögen Sie es weich und luftig mit minimalistischem Belag? Dann ist die neapolitanische Pizza Ihr Meisterwerk. Bevorzugen Sie einen knusprigen Boden und eine größere Auswahl an Toppings? Dann wird die römische Pizza Sie begeistern. Oder sind Sie offen für eine der vielen regionalen Variationen, die Italien zu bieten hat?

Das Schöne an der italienischen Pizza ist, dass es für jeden Geschmack etwas gibt. Die 'beste' Pizza ist die, die Sie am meisten genießen, die Ihre Sinne anspricht und die Ihnen ein Gefühl von Italien vermittelt. Die wahre Kunst besteht darin, die Vielfalt zu schätzen und sich auf eine Entdeckungsreise durch die Regionen und ihre einzigartigen Pizzatraditionen zu begeben. Jede Pizza erzählt eine Geschichte, und jede Bäckerei hat ihr eigenes Geheimnis. Tauchen Sie ein in diese wundervolle Welt und lassen Sie sich von den Aromen Italiens verzaubern!

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