Warum ist Pizza in einer Großstadt teurer als in der Kleinstadt?

Pizzapreise: Ihr Schlüssel zum Gastronomie-Erfolg

30/10/2019

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In der dynamischen Welt der Gastronomie ist die Preiskalkulation von Speisen und Getränken weit mehr als nur eine einfache Rechenaufgabe; sie ist das Fundament Ihrer wirtschaftlichen Existenz. Besonders in der wettbewerbsintensiven Pizzabranche entscheidet die korrekte Preisgestaltung über Erfolg oder Misserfolg. Nur wer seine Kosten genau kennt, das Preisgefüge regelmäßig überprüft und strategisch anpasst, kann langfristig bestehen und florieren. Um stets den Überblick zu behalten und Ihre Profitabilität zu optimieren, sollten Sie sich intensiv mit wichtigen Kennzahlen auseinandersetzen. Ein besonders wertvolles Werkzeug hierfür ist das Menu Engineering Worksheet, mit dessen Hilfe Sie Ihre Bestseller-Pizzen von weniger rentablen Angeboten unterscheiden und entsprechend handeln können.

Warum ist Pizza in einer Großstadt teurer als in der Kleinstadt?
Es überrascht nicht, dass Pizza in einer Großstadt teurer ist als in einer Kleinstadt: Aber auch hier gibt es Faktoren (wie den Tenor des Ortes, seinen Ruf, den angebotenen Service und seine Lage, zentral oder nicht ) mit Auswirkungen auf die Verbraucherpreise.

Die richtige Preisgestaltung Ihrer Pizzen und Getränke ist entscheidend, um nicht nur Ihre Betriebskosten zu decken, sondern auch einen gesunden Gewinn zu erzielen und Rücklagen für Investitionen zu bilden. Ein häufiger Trugschluss ist die Annahme, dass ein niedriger Preis automatisch mehr Kunden anzieht. Oft führt dies jedoch zu unzureichenden Margen, die das Überleben des Betriebs gefährden. Umgekehrt kann ein zu hoher Preis potenzielle Kunden abschrecken. Das Ziel ist es, den „Sweet Spot“ zu finden – einen Preis, der sowohl für Ihre Kunden attraktiv ist als auch Ihre Rentabilität sichert.

Inhaltsverzeichnis

Häufige Fehler bei der Pizzapreis-Kalkulation

Kleine und große Fehler in der Kalkulation von Speisen und Getränken können sich im Laufe der Zeit zu erheblichen Verlusten summieren. Schnell macht man hier fatale Fehler oder erkennt die komplexen Zusammenhänge nicht ausreichend. Eine präzise Berechnung hingegen führt zu nachhaltigem Erfolg und Gewinn. Lassen Sie uns ein gängiges Szenario betrachten, das vielen Gastronomen zum Verhängnis wird:

1. Preiskalkulation Gastronomie: Die „Alte Schule“ – Ein gefährlicher Irrtum

Über Jahrzehnte hinweg wurde gepredigt, dass ein einfacher Aufschlagfaktor von 4 ein guter und einfacher Weg der Preiskalkulation sei. Viele Pizzerien arbeiten leider immer noch mit dieser veralteten Methode. Nehmen wir diesen Wert einmal für ein Beispiel an, das auf eine typische Pizza Margherita zutrifft:

  • Nettoeinkauf der Zutaten für eine Pizza Margherita: € 1,25 (Mehl, Tomatensauce, Mozzarella, Basilikum, Olivenöl).
  • Faktor: 4
  • Verkaufspreis: € 5,00.
  • Wareneinsatz: Sie berechnen daraus einen Wareneinsatz von 25 % (was auf den ersten Blick akzeptabel erscheint).
  • Deckungsbeitrag bei 500 verkauften Pizzen: Laut dieser Rechnung würden Sie mit € 3,75 Deckungsbeitrag pro Pizza (Verkaufspreis minus Einkaufspreis) rechnen. Bei 500 verkauften Pizzen ergäbe das demnach € 1.875,00.

2. Der Haken an der Sache: Die Umsatzsteuerfalle

Bei der dargestellten Form der Preiskalkulation Gastronomie bleibt die Mehrwertsteuer (Umsatzsteuer) vollkommen unberücksichtigt. Vom Verkaufspreis müssen wir aber am Ende des Tages 19 % Umsatzsteuer an das Finanzamt abführen, was den tatsächlichen Deckungsbeitrag erheblich mindert. Für Pizzen zum Verzehr im Restaurant gilt der normale Mehrwertsteuersatz von 19%. Bei Lieferungen und Außer-Haus-Verkauf (ohne Verzehr vor Ort) kann der reduzierte Satz von 7% anwendbar sein, aber für unser Beispiel bleiben wir bei den 19% für den klassischen Restaurantbetrieb.

  • Nettoeinkauf der Zutaten für eine Pizza Margherita: € 1,25.
  • Faktor: 4
  • Verkaufspreis: € 5,00.

Hiervon müssen Sie 19 % Umsatzsteuer (€ 0,80) an das Finanzamt abführen. Der Deckungsbeitrag ist somit tatsächlich nur € 2,95 pro Pizza (anstelle der gedachten € 3,75). Der Netto-Wareneinsatz errechnet sich daher plötzlich auf rund 32 % (1,25 / (5,00 - 0,80)). Bei 500 verkauften Pizzen macht der Deckungsbeitrag in Wirklichkeit nur € 1.475,00 aus.

Unterschied von 1 zu 2:
DIFFERENZ € 400,00

Bei all Ihren Artikeln zusammen, insbesondere bei einem so beliebten Produkt wie Pizza, geht das schnell in die Zehntausende! Diese simple Rechnung zeigt, wie schnell ungenaue Kalkulationen zu erheblichen Verlusten führen können, die Ihre Pizzeria in finanzielle Schwierigkeiten bringen.

Der Schlüssel zum Erfolg: Die Prime Cost Methode für Pizzerien

3. Es geht aber auch viel besser!

Die beste Methode bei der Kalkulation ist die Verwendung der Prime Cost und einer genauen Rezepturkalkulation der Zutaten. Unter der Prime Cost versteht man den Wareneinsatz und die Personalkosten zusammen. Diese Methode bietet einen wesentlich präziseren Einblick in die tatsächlichen Kosten Ihrer Pizzen und ermöglicht eine gewinnorientierte Preisgestaltung. Hier nun das Beispiel – Sie möchten den Verkaufspreis für die oben genannte Pizza Margherita ermitteln:

  • Einkaufspreis der Zutaten für die Pizza Margherita: Der Wareneinsatz kostet Sie netto € 1,25.
  • Ihr durchschnittlicher Wareneinsatz für Speisen laut BWA beträgt: 25 %.
  • Ihre durchschnittlichen Personalkosten laut BWA belaufen sich auf: 30 %.

Indessen können Sie schnell den Personalkostenanteil für diese Pizza ausrechnen – mit dem klassischen Dreisatz. Wir wissen aus der BWA, dass unser Wareneinsatz von € 1,25 einer (durchschnittlichen) Quote von 25 % entspricht. Demnach entsprechen 30 % (25 = 1,25 und 30 = x >> 30 × 1,25 / 25) = € 1,50.

Die (echten) Kosten der Pizza Margherita

Die Prime Cost der Pizza (unter Berücksichtigung von Wareneinsatz und Personalkosten) belaufen sich demnach auf zusammen € 1,25 + € 1,50 = € 2,75 netto. Jetzt kommt Ihr Aufschlag für die Gemeinkosten und den Gewinn ins Spiel, der bei 2–3 liegen sollte. Gehen wir einmal von einem Aufschlag von 2 aus, und es errechnet sich ein Netto-Verkaufspreis von € 5,50. Darauf berechnen Sie die Mehrwertsteuer (€ 1,05) und es ergibt sich ein Brutto-Verkaufspreis von € 6,55. Hier können Sie entweder auf € 6,50 abrunden oder z. B. auch auf € 6,90 aufrunden, um eine attraktivere Preispsychologie zu nutzen.

Machen wir jetzt die Gegenprobe mit einem Brutto-Verkaufspreis von € 6,50:

  • Verkaufspreis brutto € 6,50
  • Minus Mehrwertsteuer (19 %) = € 1,04
  • Netto-Verkaufspreis = € 5,46
  • Minus Warenkosten = € 1,25
  • Verbleibend = € 4,21
  • Minus Personalkosten (30 % des Netto-Verkaufspreises > € 1,64) = € 2,57

Die Gemeinkosten belaufen sich im Durchschnitt bei Ihnen auch so auf 30 %. Also noch einmal € 1,64 abziehen, ergibt je Pizza € 0,93 reinen Gewinn für Sie. Das ist ein gesunder Gewinn, der Ihnen Spielraum für Investitionen und unvorhergesehene Ausgaben bietet.

Zusammenfassung Preiskalkulation für Ihre Pizzeria

Gehen wir wieder von der besagten Pizza Margherita (Einkaufspreis € 1,25) und 500 verkauften Pizzen aus:

Kriterium„Alte Schule“ (VK € 5,00 brutto)Prime Cost (VK € 6,50 brutto)
Brutto-Umsatz (500 Pizzen)€ 2.500,00€ 3.250,00
Netto-Umsatz (500 Pizzen)€ 2.100,84€ 2.731,09
Einkaufskosten (500 Pizzen)€ 625,00€ 625,00
Tatsächlicher Deckungsbeitrag€ 1.475,84€ 2.106,09
Wareneinsatzquote29,75 %22,88 %
Gewinn pro Pizza (netto)€ 0,22 (geschätzt ohne Gemeinkosten)€ 0,93

Zwischen der „Alten Schule“ und der Prime Cost Rechnung liegt ein Unterschied im Deckungsbeitrag von sage und schreibe:

Unterschied von 1 zu 3:
DIFFERENZ € 630,25

Dieser signifikante Unterschied bei nur einem Artikel und 500 verkauften Einheiten zeigt eindrucksvoll, wie wichtig eine korrekte Preiskalkulation ist. Nur wenn Sie Ihre Preiskalkulation für Ihre Pizzeria richtig machen, werden Sie langfristig erfolgreich sein und Ihre Gewinne maximieren!

Die Zusammensetzung des Pizzapreises

Der letztendliche Preis einer Pizza auf der Speisekarte Ihrer Pizzeria setzt sich aus verschiedenen fundamentalen Komponenten zusammen, die alle sorgfältig berücksichtigt werden müssen, um eine realistische und profitable Preisgestaltung zu gewährleisten:

1. Warenkosten (Wareneinsatz)

Die Kalkulation beginnt mit den Kosten für die Lebensmittel selbst, also mit den Warenkosten bzw. dem Wareneinsatz. Für eine Pizzeria bedeutet dies die Kosten für Mehl, Hefe, Tomatensauce, Mozzarella, frische Kräuter, Olivenöl sowie alle weiteren Beläge wie Salami, Schinken, Gemüse, Meeresfrüchte etc. Hinzu kommen die Kosten für Pizzakartons, Servietten und eventuell Lieferbeutel. Die Warenkosten setzen sich zusammen aus dem eigentlichen Warenwert (Listenpreis), zuzüglich Liefer- oder Transportkosten, abzüglich gewährter Rabatte von Ihren Lieferanten.

2. Gemeinkosten

Hinzu kommen die Gemeinkosten. Hierzu zählen praktisch alle Kosten, die im Betrieb entstehen, außer Personal- und Warenkosten. Alle fixen und variablen Kosten wie Strom (insbesondere für den Pizzaofen!), Gas, Wasser, Müllentsorgung, Wartungen (z.B. des Ofens, der Teigmaschine), Mieten oder Pachten für Ihre Geschäftsräume, Leasinggebühren für Geräte, Versicherungen, Marketingausgaben, Reinigungskosten, Telefon und Internet zählen dazu. Diese Kosten fallen unabhängig davon an, wie viele Pizzen Sie verkaufen, und müssen durch Ihren Verkaufspreis gedeckt werden.

3. Personalkosten

Ein großer und oft unterschätzter Bereich sind die Personalkosten. Zu diesen zählen die Löhne selbst (für Pizzabäcker, Servicepersonal, Lieferfahrer, Reinigungskräfte), aber auch die Lohnnebenkosten wie Sozialversicherungsabgaben, Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld, bezahlte Krankheitstage und Kosten für Weiterbildungen. Es gibt Kalkulationsmodelle, die innerhalb des Personalkostenblocks nochmals zwischen den Kosten für das Personal unterscheiden, das unmittelbar mit der Herstellung und/oder dem Verkauf der Speisen und Getränke betraut ist (Küche/Service), und dem Stabspersonal, wie Buchhaltung oder Geschäftsführung. Für eine Pizzeria bedeutet dies die Stundenlöhne der Pizzaiolos, die den Teig vorbereiten und die Pizzen backen, sowie des Servicepersonals, das die Bestellungen aufnimmt und die Pizzen serviert oder verpackt.

Übrigens: Ob ein Pizzaiolo eine einfache Margherita oder eine aufwendige Pizza Frutti di Mare zubereitet, kostet aus Personalkostensicht oft dasselbe (weil ungefähr die gleiche Zeit dafür notwendig ist). Mit der teureren Pizza werden Sie aber (eine saubere Kalkulation natürlich vorausgesetzt) deutlich mehr Gewinn machen!

4. Gewinn

Der Gewinn ist der Lohn der ganzen Mühe. Er belohnt für das unternehmerische Risiko, das Sie als Pizzeria-Betreiber eingehen, und schafft Platz für zukünftige Investitionen, sei es in einen neuen Pizzaofen, eine Renovierung oder die Erweiterung Ihres Angebots. Ein gesunder Gewinnanteil ist unerlässlich für die langfristige Stabilität und das Wachstum Ihres Unternehmens.

5. Mehrwert- bzw. Umsatzsteuer

Zuletzt ist im Verkaufspreis auf Ihrer Speisekarte auch die Mehrwertsteuer (in diesem Zusammenhang auch Umsatzsteuer genannt) von 19 % enthalten (oder 7 % für den Außer-Haus-Verkauf). Diese dürfen Sie bei der Kalkulation keinesfalls vergessen, da sie direkt an das Finanzamt abgeführt werden muss und nicht zu Ihrem Deckungsbeitrag beiträgt.

Welche Kriterien beeinflussen den Pizzapreis?

Der Kartenpreis Ihrer Pizzen wird durch verschiedene Faktoren beeinflusst, die über die reinen Kosten hinausgehen und strategisch berücksichtigt werden sollten:

  • Qualität der Zutaten: Hochwertige, frische Zutaten rechtfertigen einen höheren Preis.
  • Standort: Eine Pizzeria in bester Innenstadtlage kann höhere Preise verlangen als eine am Stadtrand.
  • Konkurrenz: Analysieren Sie die Preise Ihrer Mitbewerber, um wettbewerbsfähig zu bleiben, ohne Ihre Margen zu opfern.
  • Zielgruppe: Legen Sie fest, ob Sie ein Premium-Segment oder ein preisbewusstes Publikum ansprechen möchten.
  • Markenimage: Eine etablierte Pizzeria mit gutem Ruf und einzigartigem Konzept kann höhere Preise durchsetzen.
  • Servicelevel: Bieten Sie Full-Service, Lieferservice, Abholung oder eine Kombination? Jeder Service hat eigene Kostenstrukturen.
  • Ambiente: Ein ansprechendes Restaurantambiente kann höhere Preise rechtfertigen.
  • Saisonale Schwankungen: Preise für saisonale Zutaten können variieren.
  • Wirtschaftliche Lage: Inflation, Energiekosten und Lohnsteigerungen beeinflussen Ihre Kostenbasis.

Pizzapreis-Kalkulation: Kalkulationsmodelle im Überblick

Für die Preiskalkulation in der Gastronomie gibt es die unterschiedlichsten Modelle zur Berechnung der Verkaufspreise von Speisen und Getränken. Über Generationen hinweg wurde aber früher fast ausschließlich die einfache Aufschlagkalkulation angewandt – also Einkaufspreis mal 300 % oder 400 % und fertig war die Kalkulation. Diese Methode, obwohl einfach, ist wie gezeigt, unzureichend und potenziell gefährlich für Ihre Pizzeria.

Heute wendet man diese Methode praktisch nicht mehr an oder nur in einigen sehr spezifischen Fällen, in denen sie angebracht sein kann. Insbesondere die sogenannte Prime Cost (also Wareneinsatz plus Personalkosten) gewinnt immer mehr an Bedeutung, da sie eine realistischere Basis für die Preisgestaltung bietet. Nachfolgend stelle ich Ihnen drei verschiedene Grundmodelle für die Preiskalkulation Gastronomie vor, wobei die Prime Cost Methode als die überlegenste gilt:

  1. Aufschlagskalkulation: Basierend auf einem festen Multiplikator des Wareneinsatzes. Einfach, aber ungenau, da andere Kosten und die Mehrwertsteuer ignoriert werden.
  2. Deckungsbeitragskalkulation: Konzentriert sich auf den Deckungsbeitrag pro Gericht nach Abzug der variablen Kosten. Hilft, die Rentabilität einzelner Pizzen zu bewerten.
  3. Prime Cost Kalkulation: Die umfassendste Methode, die Wareneinsatz und Personalkosten als primäre Faktoren berücksichtigt und eine solide Basis für die Berechnung von Gemeinkosten und Gewinn bietet.

Software für die F&B Kalkulation in Pizzerien

Auf dem Markt gibt es sehr viele Anbieter von Kalkulations- oder auch Rezeptursoftware. Solche Programme können Ihnen helfen, den Überblick über Ihre Zutatenkosten zu behalten, Rezepturen genau zu kalkulieren und sogar Lagerbestände zu verwalten. Ich selbst habe mir für meine Betriebe mehrere Programme angeschaut. Leider war nie das passende dabei. Entweder konnten die Programme nicht das, was ich wollte, oder sie waren zu schwach oder auch viel zu komplex. Vielleicht gibt es die passenden Programme für Sie. In jedem Fall sollten Sie sich einmal mit dem Thema beschäftigen und ggf. sich Demos von dem einen oder anderen Programm kommen lassen, um eine Preiskalkulation für Ihre Pizzeria optimal durchführen zu können. Eine gute Software kann Ihnen viel Zeit und Mühe ersparen und die Genauigkeit Ihrer Kalkulationen erheblich verbessern.

Häufig gestellte Fragen zur Pizzapreis-Kalkulation

Wie oft sollte ich meine Pizzapreise anpassen?
Es wird empfohlen, Ihre Preise mindestens einmal im Jahr zu überprüfen und bei Bedarf anzupassen. Bei starken Schwankungen der Einkaufspreise (z.B. für Mehl, Käse oder Energie) oder Lohnerhöhungen kann auch eine häufigere Anpassung notwendig sein. Bleiben Sie flexibel und beobachten Sie den Markt.
Sollte ich Lieferkosten für Pizzen separat ausweisen?
Ja, es ist in der Regel ratsam, Lieferkosten separat auszuweisen. Dies schafft Transparenz für den Kunden und ermöglicht es Ihnen, die spezifischen Kosten für Personal, Benzin und Fahrzeugwartung, die mit der Lieferung verbunden sind, zu decken. Sie könnten auch gestaffelte Liefergebühren nach Entfernung anbieten.
Wie kalkuliere ich Sonderangebote oder Aktionspizzen?
Auch bei Sonderangeboten ist eine genaue Kalkulation unerlässlich. Reduzieren Sie den Gewinnanteil, aber stellen Sie sicher, dass zumindest die Prime Cost (Waren- und Personalkosten) gedeckt sind. Ziel von Sonderangeboten sollte es sein, die Kundenfrequenz zu erhöhen oder neue Produkte einzuführen, nicht, Verluste zu machen. Überlegen Sie, ob Sie bestimmte Zutaten günstiger einkaufen können, um die Marge zu halten.
Was ist Menu Engineering und wie hilft es meiner Pizzeria?
Menu Engineering ist eine Methode zur Analyse der Rentabilität und Beliebtheit jedes Gerichts auf Ihrer Speisekarte. Pizzen werden in Kategorien wie „Stars“ (hochprofitabel, beliebt), „Plow Horses“ (beliebt, aber geringe Marge), „Puzzles“ (hochprofitabel, unbeliebt) und „Dogs“ (unprofitabel, unbeliebt) eingeteilt. Für Ihre Pizzeria hilft es Ihnen, Ihre „Star“-Pizzen hervorzuheben, die „Plow Horses“ zu optimieren, die „Puzzles“ zu bewerben und die „Dogs“ gegebenenfalls von der Karte zu nehmen. So optimieren Sie Ihr Angebot und steigern den Gesamtgewinn.
Sollte ich unterschiedliche Preise für dine-in, take-away und Lieferung anbieten?
Ja, das ist eine gängige Praxis und oft sinnvoll. Für den Verzehr im Restaurant (dine-in) können die Preise höher sein, da hier zusätzliche Kosten für Service, Geschirr, Reinigung und Ambiente anfallen. Take-away-Preise können etwas niedriger sein, da diese Kosten entfallen. Lieferpreise müssen die zusätzlichen Logistikkosten (Personal, Benzin, Fahrzeugwartung) berücksichtigen, oft durch eine Liefergebühr oder leicht höhere Artikelpreise.

Die Preiskalkulation ist ein fortlaufender Prozess, der ständige Aufmerksamkeit erfordert. Nehmen Sie sich die Zeit, Ihre Kosten detailliert zu analysieren und Ihre Preise strategisch festzulegen. Nur so können Sie sicherstellen, dass Ihre Pizzeria nicht nur köstliche Pizzen anbietet, sondern auch finanziell auf festem Fundament steht und langfristig erfolgreich ist.

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