01/01/2015
Wer kennt es nicht? Man bestellt eine große Pizza, isst nicht alles auf und steht am nächsten Tag vor der Frage: Wie wird das übrig gebliebene Stück wieder so köstlich wie am Vorabend? Kalt schmeckt Pizza zwar auch, aber der unwiderstehliche Geschmack von geschmolzenem Käse und einem knusprigen Boden geht dabei verloren. Doch keine Sorge, es gibt Hoffnung! Wir tauchen tief in die Welt des Pizza-Aufwärmens ein und verraten Ihnen, welche Methode wirklich die beste ist, um Ihre Pizza wieder zu alter Form und Perfektion zu verhelfen.

Die Plattform „Taste“ hat sich dieser wichtigen kulinarischen Frage angenommen und verschiedene Aufwärmmethoden auf Herz und Nieren geprüft. Ihr Ziel war es, die Technik zu finden, die das schmackhafteste Ergebnis liefert und die Pizza dem Original so ähnlich wie möglich macht. Die Ergebnisse sind überraschend und zeigen, dass das einfachste Küchengerät oft die besten Resultate liefert. Begleiten Sie uns auf dieser geschmackvollen Reise!
Die Bewertungskriterien im „Taste“-Test
Um die verschiedenen Aufwärmmethoden objektiv beurteilen zu können, wurden klare Kriterien festgelegt. Schließlich geht es nicht nur darum, die Pizza warm zu bekommen, sondern sie in ihrer ganzen Pracht wiederherzustellen. Folgende Aspekte standen im Fokus der Bewertung:
- Schmelzgrad des Käses: War der Käse schön zerlaufen und cremig, ohne hart oder trocken zu werden?
- Knusprigkeit von Rand und Belag: Waren der Pizzarand und der Belag angenehm knusprig und nicht zäh oder labbrig?
- Konsistenz des Pizzabodens: Wie stand es um den Boden? War er knusprig, aber nicht steinhart, oder wurde er matschig?
- Ähnlichkeit zum Original: Wie nah kam die aufgewärmte Pizza dem Geschmack und der Textur der frisch gebackenen Pizza vom Vortag?
Diese Kriterien sind entscheidend, um die ideale Methode zu finden, die nicht nur die Temperatur erhöht, sondern das gesamte Geschmackserlebnis wiederbelebt.
Methoden im Vergleich: Vor- und Nachteile
Lassen Sie uns nun die einzelnen Aufwärmmethoden genauer unter die Lupe nehmen und herausfinden, welche Stärken und Schwächen sie haben.
Die Mikrowelle: Schnell, aber matschig
Die Mikrowelle ist der schnelle Helfer in der Not, wenn der Hunger groß und die Zeit knapp ist. Doch leider ist sie beim Pizza-Aufwärmen oft eine Enttäuschung. Im „Taste“-Test wurde das Ergebnis als „matschig“ beschrieben. Der Rand sei unangenehm zäh gewesen, und der Belag hätte kalt vermutlich besser geschmeckt. Warum ist das so?
Mikrowellen erwärmen Lebensmittel, indem sie Wassermoleküle in Schwingung versetzen. Bei Pizza führt dies dazu, dass das Wasser im Teig und im Belag schnell verdampft und im geschlossenen Raum der Mikrowelle kondensiert. Diese Feuchtigkeit dringt dann wieder in den Boden ein, was ihn weich und gummiartig macht. Gleichzeitig wird der Käse oft hart und ungleichmäßig geschmolzen. Eine knusprige Kruste oder ein fester Biss sind hier kaum zu erwarten. Die Mikrowelle ist daher nur eine Option, wenn Sie wirklich extrem hungrig sind und keinerlei Zeit für andere Methoden haben. Für wahren Genuss ist sie ungeeignet.
Der Backofen: Knusprig, aber trocken?
Der Backofen ist eine beliebte Wahl für viele, die ihre Pizza aufwärmen möchten. Im „Taste“-Test wurde ein Stück Pizza acht Minuten lang bei 220 Grad Umluft gebacken. Das Ergebnis: Die Pizza war definitiv knusprig, der Käse schön geschmolzen und der Belag hatte einen festen Biss. Optisch glich das Pizzastück der Variante vom Vortag recht gut.
Allerdings gab es Minuspunkte, weil alles knusprig wurde – auch Belag und Ränder, was die Pizza etwas trockener machte, als man es sich wünschen würde. Um ein besseres Ergebnis im Backofen zu erzielen, können Sie folgende Tipps beachten:
- Vorheizen ist Pflicht: Heizen Sie den Ofen unbedingt gut vor, bevor Sie die Pizza hineingeben. Ein kalter Ofen trocknet die Pizza aus, bevor sie knusprig wird.
- Die richtige Temperatur: Eine Temperatur zwischen 180°C und 200°C Ober-/Unterhitze ist oft besser als Umluft, da sie die Feuchtigkeit weniger stark entzieht. Bei Umluft sollten Sie die Temperatur eventuell etwas reduzieren.
- Backblech oder Pizzastein: Legen Sie die Pizza auf ein vorgeheiztes Backblech oder, noch besser, auf einen Pizzastein. Die direkte Hitze von unten hilft, den Boden schön knusprig zu machen.
- Feuchtigkeit bewahren: Um ein Austrocknen zu verhindern, können Sie ein kleines, ofenfestes Schälchen mit Wasser mit in den Ofen stellen. Der entstehende Dampf hilft, die Pizza saftig zu halten.
- Folien-Trick: Wickeln Sie die Pizza locker in Alufolie ein, bevor Sie sie in den Ofen schieben. Nehmen Sie die Folie für die letzten Minuten ab, um die Kruste knusprig werden zu lassen.
Der Backofen liefert ein solides Ergebnis, erfordert aber etwas mehr Aufmerksamkeit, um ein Austrocknen zu vermeiden.
Der Airfryer: Der Überraschungskandidat mit dem Wassertrick
Airfryer, auch Heißluftfritteusen genannt, sind in den letzten Jahren extrem populär geworden, und viele TikTok-Videos preisen ihre Vielseitigkeit an. Auch für das Aufwärmen von Pizza gibt es einen speziellen Trick: Beträufeln Sie Teigwaren vorab mit Wasser. Im „Taste“-Test wurde das Pizzastück zunächst kurz in einer Schüssel mit Wasser getaucht und dann sieben Minuten lang bei 220 Grad im Airfryer gebacken.
Das Ergebnis war beeindruckend: ein knuspriger Boden, ein Belag, der dank des kurzen Wasserbades extrem frisch schmeckte, und perfekt geschmolzener Käse. Der Airfryer erzeugt eine sehr intensive, zirkulierende Hitze, die Lebensmittel schnell und gleichmäßig gart und bräunt. Das kurze Eintauchen in Wasser sorgt dafür, dass die äußere Schicht der Pizza beim Aufwärmen nicht sofort austrocknet, während die Hitze im Inneren des Airfryers eine unglaubliche Knusprigkeit erzeugt. Der einzige „Nachteil“: Man muss Knusprigkeit wirklich lieben, denn der Airfryer macht die Pizza extrem knusprig.
Der Gewinner: Die Bratpfanne – Das Geheimnis perfekter Pizza
Wer hätte gedacht, dass ausgerechnet das simpelste Küchentool, nämlich die Pfanne, das beste Ergebnis für nochmals aufgewärmte Pizza hervorbringt? Der „Taste“-Test kürte die Bratpfanne zum klaren Sieger. Hier die genaue Methode:
„Wir haben ein Pizzastück zusammen mit ein paar Spritzern Wasser – etwa zwei Esslöffel – in eine erhitzte Bratpfanne gegeben und bei mittlerer bis niedriger Hitze mit geschlossenem Deckel köcheln lassen, bis das Wasser verdampft und der Käse geschmolzen war.“
Und siehe da: Das Wasser lässt die Pizza kochen, ähnlich wie in einem Dampfgarer, und sorgt für einen perfekt knusprigen Boden und eine Kruste. Der Käse sieht aus wie frisch geschmolzen, ohne verbrannt zu sein. Die direkte Hitze der Pfanne sorgt für einen unglaublich knusprigen Boden, während der Dampf, der unter dem Deckel entsteht, den Belag und den Käse feucht und geschmolzen hält. Das ist die ideale Kombination aus Knusprigkeit und Saftigkeit.
Extra-Tipp für maximale Knusprigkeit: Wenn Sie den Boden besonders knusprig mögen, können Sie vor dem Erhitzen ein klein wenig Olivenöl in die Pfanne geben. Dies verstärkt den Brateffekt und sorgt für eine noch goldbraunere und knusprigere Unterseite.
Die Pfannenmethode ist nicht nur effektiv, sondern auch schnell und energieeffizient, da sie nur ein kleines Gerät und wenig Zeit benötigt. Sie ist ideal für einzelne Pizzastücke und liefert ein Ergebnis, das dem Original am nächsten kommt.
Vergleichstabelle der Aufwärmmethoden
Um Ihnen eine schnelle Übersicht zu geben, haben wir die getesteten Methoden in einer Tabelle zusammengefasst:
| Methode | Vorteile | Nachteile | Bestes Ergebnis für... |
|---|---|---|---|
| Mikrowelle | Extrem schnell | Matschiger Boden, zäher Rand, ungleichmäßig geschmolzener Käse, kein Knusper | Notfälle, wenn jede Sekunde zählt |
| Backofen | Gleichmäßige Erwärmung, guter Schmelzgrad des Käses | Kann austrocknen, oft zu knusprig/hart, braucht Vorheizzeit | Mehrere Stücke gleichzeitig, solide, aber nicht perfekte Knusprigkeit |
| Airfryer | Sehr knuspriger Boden, frischer Belag dank Wassertrick, schnell | Sehr intensive Knusprigkeit (nicht jedermanns Sache), nur für wenige Stücke | Extrem knusprige Pizza-Liebhaber |
| Bratpfanne | Perfekter knuspriger Boden, saftiger Belag, cremig geschmolzener Käse, schnell | Nur für einzelne Stücke geeignet | Das beste Ergebnis, wie frisch gebacken |
Allgemeine Tipps für das beste Ergebnis
Unabhängig von der gewählten Methode gibt es einige allgemeine Tipps, die Ihnen helfen, das Beste aus Ihrer aufgewärmten Pizza herauszuholen:
- Richtig lagern: Bewahren Sie übrig gebliebene Pizza im Kühlschrank in einem luftdichten Behälter oder gut in Frischhaltefolie eingewickelt auf, um sie vor dem Austrocknen und der Aufnahme fremder Gerüche zu schützen.
- Nicht überladen: Überladen Sie das Kochgerät (Pfanne, Airfryer) nicht. Erwärmen Sie Pizzastücke einzeln oder mit ausreichend Platz, damit die Hitze gut zirkulieren kann.
- Gleichmäßige Dicke: Dickere Pizzastücke brauchen länger und erfordern möglicherweise eine niedrigere Temperatur über einen längeren Zeitraum, um durch und durch warm zu werden, ohne außen zu verbrennen.
- Qualität der Pizza: Die Qualität der ursprünglichen Pizza spielt natürlich auch eine Rolle. Eine gut gemachte Pizza wird auch nach dem Aufwärmen besser schmecken.
Häufig gestellte Fragen (FAQ) zum Pizza Aufwärmen
Wie lange kann ich übrig gebliebene Pizza aufbewahren?
Im Kühlschrank können Sie übrig gebliebene Pizza in einem luftdichten Behälter oder gut abgedeckt etwa 3 bis 4 Tage aufbewahren. Im Gefrierschrank hält sie sich, gut verpackt, sogar 1 bis 2 Monate. Beachten Sie jedoch, dass die Textur nach dem Auftauen und Aufwärmen etwas leiden kann.
Kann ich Pizza mehrmals aufwärmen?
Es wird generell nicht empfohlen, Pizza mehrmals aufzuwärmen. Jedes Aufwärmen führt zu einem weiteren Verlust an Feuchtigkeit und Geschmack. Außerdem steigt das Risiko der Bakterienbildung, wenn Lebensmittel wiederholt in die „Gefahrenzone“ (Temperaturen zwischen 5°C und 60°C) gebracht werden. Am besten ist es, nur die Menge aufzuwärmen, die Sie sofort essen möchten.
Schmeckt kalte Pizza wirklich besser als aufgewärmte?
Das ist reine Geschmackssache! Viele Menschen lieben kalte Pizza, weil sie eine andere Konsistenz hat und die Aromen sich über Nacht oft gut verbinden. Andere bevorzugen die knusprige Textur und den geschmolzenen Käse einer aufgewärmten Pizza. Probieren Sie beides aus und entscheiden Sie selbst!
Kann ich tiefgekühlte Pizza direkt aufwärmen?
Ja, Sie können tiefgekühlte Pizza direkt aufwärmen. Die meisten Tiefkühlpizzen sind dafür konzipiert, direkt aus dem Gefrierschrank in den Ofen zu kommen. Für übrig gebliebene, selbst eingefrorene Pizzastücke empfiehlt es sich, diese zuerst im Kühlschrank aufzutauen, bevor Sie sie mit der Pfannenmethode oder im Ofen aufwärmen. Das sorgt für ein gleichmäßigeres Ergebnis.
Spielt die Art der Pizza eine Rolle beim Aufwärmen?
Ja, definitiv. Eine dünne, knusprige neapolitanische Pizza lässt sich anders aufwärmen als eine dicke, reichhaltige Chicago-Deep-Dish-Pizza. Dünnere Pizzen profitieren stark von der Pfannenmethode, da sie schnell knusprig werden. Dickere Pizzen benötigen oft eine längere und sanftere Erwärmung im Ofen, um auch im Inneren warm zu werden, ohne außen zu verbrennen.
Fazit: Die Pfanne ist Ihr bester Freund
Nach all den Tests und Vergleichen steht fest: Die Bratpfanne ist der unangefochtene Champion, wenn es darum geht, übrig gebliebene Pizza wiederzubeleben. Die Kombination aus direkter Hitze für den knusprigen Boden und dem Dampf unter dem Deckel für den saftigen Belag und den geschmolzenen Käse ist schlichtweg genial. Es ist eine einfache, schnelle und unglaublich effektive Methode, die Ihre Pizza fast wie frisch aus dem Ofen schmecken lässt. Probieren Sie es selbst aus und lassen Sie sich vom Ergebnis überzeugen. Ihre nächste übrig gebliebene Pizza wird es Ihnen danken!
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