Wien und die Suche nach der berühmten Pizza

15/09/2013

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Wien, die Stadt der Walzer, des Schnitzels und der Sachertorte, birgt eine überraschend lebendige und vielfältige Pizzaszene. Doch wenn man sich fragt, welche die berühmteste Pizza in Wien ist, stößt man auf eine Besonderheit: Es gibt keine spezifische, ureigene „Wiener Pizza“, die über die Stadtgrenzen hinaus bekannt wäre, so wie Neapel seine Pizza Napoletana hat oder New York seine New York Style Pizza. Stattdessen zeichnet sich die Wiener Pizzalandschaft durch eine beeindruckende Bandbreite an authentischen italienischen Stilen aus, die von passionierten Pizzabäckern mit Hingabe zubereitet werden. Die Berühmtheit liegt hier nicht in einer einzelnen Kreation, sondern in der Qualität, der Authentizität und der Liebe zum Handwerk, die man in vielen der erstklassigen Pizzerien der Stadt findet.

Was bietet die Frühstückskarte?
Die Frühstückskarte bietet eine bunte Mischung an Klassikern, Süßem, Salzigem und Modernem. Bei der großen Auswahl an Kaffeegetränken, Milchgetränken, Tees und Smoothies finden Sie sicher Ihr Lieblingsgetränk oder etwas Neues zum Probieren. Auch vegane Speisen und Getränke werden angeboten.

Die Suche nach der „berühmten“ Pizza in Wien führt uns also nicht zu einer einzelnen Speise, sondern zu einem Erlebnis, das von traditionellen Holzöfen, hochwertigen Zutaten und oft einer familiären, italienischen Atmosphäre geprägt ist. Es ist die Vielfalt der Aromen, die Perfektion des Teigs und die Leidenschaft der Menschen, die diese Pizza backen, die sie in Wien so begehrt macht.

Inhaltsverzeichnis

Die Vielfalt der Pizzastile in Wien: Mehr als nur Teig und Tomate

Wien hat sich zu einem wahren Schmelztiegel für verschiedene Pizzastile entwickelt, die alle ihre eigenen Liebhaber finden. Die beiden dominierenden Richtungen sind dabei die neapolitanische und die römische Pizza, doch auch andere Varianten haben ihren Platz gefunden.

Die Neapolitanische Pizza: Die Königin der Einfachheit

Wenn es eine Pizza gibt, die in Wien am ehesten als „berühmt“ im Sinne ihrer Authentizität und Beliebtheit bezeichnet werden könnte, dann ist es die neapolitanische Pizza. Sie ist das Aushängeschild vieler Pizzerien, die sich der strengen Tradition Neapels verschrieben haben. Ihre Merkmale sind unverkennbar:

  • Ein sehr dünner Boden in der Mitte.
  • Ein hoher, luftiger und leicht verkohlter Rand (der sogenannte „Cornicione“).
  • Kurze Backzeit bei extrem hohen Temperaturen (oft über 400°C) im Holzofen.
  • Wenige, aber hochwertige Zutaten: San-Marzano-Tomaten, Mozzarella di Bufala oder Fior di Latte, frisches Basilikum, Olivenöl.

Die neapolitanische Pizza ist ein Fest der Texturen und Aromen, bei dem die Qualität der einzelnen Komponenten im Vordergrund steht. Sie ist weich, biegsam und wird oft mit Messer und Gabel gegessen, da der Teig so zart ist.

Die Römische Pizza: Knusprig und Vielseitig

Als Gegenstück zur neapolitanischen Pizza hat sich auch die römische Pizza in Wien etabliert. Sie unterscheidet sich deutlich in ihrer Beschaffenheit:

  • Ein dünner, knuspriger Boden, der auch nach dem Abkühlen seine Form behält.
  • Ein niedrigerer, weniger ausgeprägter Rand.
  • Längere Backzeit bei moderateren Temperaturen.
  • Oft mit einer breiteren Palette an Belägen belegt.

Die römische Pizza ist ideal für alle, die eine festere, robustere Pizza bevorzugen, die man gut in die Hand nehmen kann. Sie ist oft reichhaltiger belegt und bietet eine größere Vielfalt an Geschmackskombinationen.

Weitere Pizzavariationen

Neben diesen beiden Hauptstilen findet man in Wien auch andere interessante Pizzaformen: von der Pizza al Taglio (rechteckige Blechpizza, die nach Gewicht verkauft wird) über die calzoneähnliche Pizza Fritta (frittierte Pizza) bis hin zu modernen Interpretationen mit ungewöhnlichen Belägen. Diese Vielfalt macht Wien zu einem Paradies für Pizzaliebhaber, die immer wieder Neues entdecken möchten.

Was macht eine Pizza in Wien „berühmt“? Die Geheimnisse der Spitzenpizzerien

Da es keine einzelne „berühmte Wiener Pizza“ gibt, liegt die Berühmtheit im Detail der Zubereitung und der verwendeten Produkte. Die Top-Pizzerien in Wien, die oft als die besten der Stadt gelten, teilen bestimmte Merkmale, die ihre Pizzen so begehrt machen:

1. Die Qualität der Zutaten

Dies ist das A und O jeder guten Pizza. Spitzenpizzerien legen Wert auf:

  • Mehl: Oft spezielles italienisches „Tipo 00“-Mehl für den perfekten Teig.
  • Tomaten: San-Marzano-Tomaten aus Italien sind aufgrund ihres intensiven Geschmacks und geringen Säuregehalts die erste Wahl.
  • Käse: Echter Mozzarella di Bufala Campana oder Fior di Latte, der beim Backen schmilzt, ohne zu viel Wasser abzugeben.
  • Olivenöl: Hochwertiges natives Olivenöl extra, oft direkt aus Italien importiert.
  • Frische Kräuter: Basilikum, Oregano – frisch und aromatisch.

2. Der Teig – Das Herzstück

Ein herausragender Pizzateig ist das Fundament. Die besten Pizzerien in Wien investieren viel Zeit und Wissen in die Teigzubereitung:

  • Lange Gehzeiten: Oft 24 bis 72 Stunden, manchmal sogar länger. Dies ermöglicht die Entwicklung komplexer Aromen und macht den Teig leicht verdaulich.
  • Hydration: Der Wasseranteil im Teig beeinflusst die Textur. Neapolitanischer Teig hat oft eine höhere Hydration für seine Weichheit.
  • Handarbeit: Das Ausbreiten des Teigs von Hand, ohne Nudelholz, um die Luftblasen im Rand zu erhalten.

3. Der Ofen – Die Seele der Pizza

Ein entscheidender Faktor für die Qualität der Pizza ist der Ofen. Viele der besten Pizzerien in Wien setzen auf traditionelle Holzöfen, die Temperaturen von 400°C und mehr erreichen können. Diese extreme Hitze sorgt für:

  • Kurze Backzeit: Oft nur 60 bis 90 Sekunden.
  • Charakteristischen Geschmack: Leicht rauchige Noten und die perfekte Bräunung des Rands.
  • Schnelle Garung des Belags: Die Zutaten garen schnell, ohne auszutrocknen.

4. Die Leidenschaft und das Können des Pizzabäckers

Letztendlich ist es die Kunst des Pizzaiolo, die all diese Elemente zusammenbringt. Erfahrung, Präzision und eine tiefe Liebe zur Pizza sind unerlässlich, um jedes Mal ein perfektes Ergebnis zu erzielen. Viele Pizzabäcker in Wien haben ihre Fertigkeiten direkt in Italien erlernt oder sind selbst italienischer Herkunft, was die Authentizität ihrer Kreationen unterstreicht.

Die Geschichte der Pizza in Österreich und Wien

Die Geschichte der Pizza in Österreich ist untrennbar mit der italienischen Migration und dem Aufkommen der Gastronomie nach dem Zweiten Weltkrieg verbunden. In den 1950er und 60er Jahren, als italienische Gastarbeiter nach Österreich kamen, brachten sie auch ihre kulinarischen Traditionen mit. Die erste Pizzeria in Wien soll bereits in den 1960er Jahren eröffnet worden sein, auch wenn Pizza damals noch nicht so weit verbreitet war wie heute. Es waren oft kleine, familiengeführte Betriebe, die sich auf einfache, aber authentische Gerichte konzentrierten.

Was kann man in Wien frühstücken?

Mit der Zeit wuchs die Beliebtheit der Pizza explosionsartig. Was einst ein exotisches Gericht war, wurde zu einem festen Bestandteil der österreichischen Esskultur. In den 1980er und 90er Jahren entstanden unzählige Pizzerien, die oft eine eher „eingedeutschte“ Version der Pizza anboten – dünn und knusprig, mit viel Käse und Belag, aber oft ohne den Anspruch an die ursprüngliche neapolitanische oder römische Tradition.

In den letzten 10 bis 15 Jahren gab es jedoch eine bemerkenswerte Renaissance der authentischen italienischen Pizza in Wien. Immer mehr Pizzerien haben sich den strengen Regeln der Associazione Verace Pizza Napoletana (AVPN) verschrieben oder orientieren sich an den hohen Standards der römischen Pizzakunst. Diese Entwicklung hat die Qualität der Pizza in Wien auf ein neues Niveau gehoben und die Stadt zu einem Hotspot für echte italienische Gaumenfreuden gemacht. Heute kann man in Wien eine Pizza finden, die es locker mit denen in Italien aufnehmen kann.

Tipps zur Auswahl der perfekten Pizzeria in Wien

Angesichts der Fülle an Möglichkeiten kann die Wahl der richtigen Pizzeria in Wien überwältigend sein. Hier sind einige Tipps, die Ihnen bei der Suche nach Ihrer persönlichen „berühmten“ Pizza helfen können:

  • Achten Sie auf den Ofen: Ein sichtbarer Holzofen ist oft ein gutes Zeichen für Authentizität und Qualität.
  • Weniger ist mehr: Pizzerien, die sich auf eine begrenzte Anzahl klassischer Pizzen konzentrieren (Margherita, Marinara, Salami), deuten oft auf eine höhere Qualität der Basiszutaten hin.
  • Beobachten Sie den Teig: Ein gut gelagerter und von Hand ausgebreiteter Teig ist ein Indikator für Sorgfalt.
  • Fragen Sie nach den Zutaten: Eine Pizzeria, die stolz auf die Herkunft ihrer San-Marzano-Tomaten oder ihres Büffelmozzarellas ist, hat meistens hohe Qualitätsansprüche.
  • Schauen Sie auf die Bewertungen: Online-Bewertungen und Empfehlungen können einen ersten Eindruck vermitteln, aber verlassen Sie sich letztendlich auf Ihren eigenen Geschmack.
  • Die Atmosphäre: Eine authentische, oft lebhafte und italienisch geprägte Atmosphäre trägt maßgeblich zum Gesamterlebnis bei.

Vergleichstabelle: Neapolitanische Pizza vs. Römische Pizza

Um die Unterschiede zwischen den beiden Hauptstilen besser zu verstehen, hilft ein direkter Vergleich:

MerkmalNeapolitanische PizzaRömische Pizza
TeigWeich, elastisch, luftig, leicht verdaulichKnusprig, dünn, oft fester
Rand (Cornicione)Hoch, aufgeblasen, luftig, leicht verkohltNiedrig, knusprig, weniger ausgeprägt
BodenSehr dünn in der Mitte, feuchtDurchgängig dünn und knusprig
Backzeit/Ofen60-90 Sekunden bei 450-500°C im HolzofenLänger (3-4 Minuten) bei 300-350°C, oft auch im Elektroofen
BelagWenige, hochwertige Zutaten (klassisch Margherita, Marinara)Vielfältiger, oft reichhaltiger belegt
EssweiseOft mit Messer und Gabel, da sehr weichKann gut in der Hand gehalten werden

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zur Pizza in Wien

Gibt es eine typisch Wiener Pizza?

Nein, es gibt keine spezifische „Wiener Pizza“ im Sinne eines eigenen Stils oder einer besonderen Kreation, die in Wien erfunden wurde. Die Pizzaszene in Wien ist stattdessen von authentischen italienischen Stilen wie der neapolitanischen und der römischen Pizza geprägt, die mit großer Sorgfalt und hochwertigen Zutaten zubereitet werden.

Wo finde ich die beste neapolitanische Pizza in Wien?

Um die „beste“ neapolitanische Pizza zu finden, sollten Sie nach Pizzerien suchen, die einen Holzofen verwenden, San-Marzano-Tomaten und Mozzarella di Bufala verwenden und lange Teiggärzeiten praktizieren. Viele authentische Lokale haben sich auf diesen Stil spezialisiert. Achten Sie auf Empfehlungen von Einheimischen und Online-Bewertungen, die auf diese Merkmale hinweisen.

Ist Pizza in Wien teuer?

Die Preise für Pizza in Wien variieren je nach Pizzeria und Qualität der Zutaten. Eine einfache Margherita kann zwischen 9 und 14 Euro kosten. Spezialpizzen mit hochwertigeren Belägen oder in gehobeneren Restaurants können entsprechend teurer sein, liegen aber in der Regel im Bereich von 15 bis 20 Euro. Im Vergleich zu anderen europäischen Metropolen sind die Preise oft angemessen für die gebotene Qualität.

Kann man in Wien glutenfreie Pizza finden?

Ja, immer mehr Pizzerien in Wien bieten glutenfreie Pizzen an. Es ist ratsam, vorab telefonisch nachzufragen oder die Speisekarte online zu prüfen. Oft verwenden diese Pizzerien spezielle glutenfreie Teige und treffen Vorkehrungen, um Kreuzkontaminationen zu vermeiden. Die Qualität der glutenfreien Optionen hat sich in den letzten Jahren erheblich verbessert.

Was ist der Unterschied zwischen einer Trattoria und einer Pizzeria?

Eine Pizzeria konzentriert sich, wie der Name schon sagt, hauptsächlich auf die Zubereitung von Pizza. Eine Trattoria hingegen ist ein traditionelles italienisches Restaurant, das eine breitere Palette an regionalen Gerichten anbietet, einschließlich Pasta, Fleisch- und Fischgerichten, Salaten und Desserts. Viele Trattorien haben auch Pizza auf der Speisekarte, aber es ist nicht ihr alleiniger Fokus. Wenn Sie ausschließlich auf der Suche nach einer erstklassigen Pizza sind, ist eine reine Pizzeria oft die spezialisiertere Wahl.

Fazit: Wiens versteckte Pizza-Schätze entdecken

Die berühmteste Pizza in Wien ist nicht eine einzelne Kreation, sondern das gesamte Spektrum an Qualität, Authentizität und Leidenschaft, das die Wiener Pizzaszene auszeichnet. Es ist die Freude am Entdecken von Pizzerien, die sich der Kunst des Pizzabackens verschrieben haben, sei es im neapolitanischen, römischen oder einem anderen Stil. Wien bietet eine wunderbare Reise durch die Welt der italienischen Pizza, bei der jeder Bissen ein Stück Italien in der österreichischen Hauptstadt ist. Tauchen Sie ein und finden Sie Ihre persönliche Lieblingspizza in dieser faszinierenden Stadt!

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