Wie werden Schinken und Champignons zubereitet?

Pizza Prosciutto e Funghi: Der zeitlose Klassiker

31/08/2016

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Die Pizza Prosciutto e Funghi ist mehr als nur ein Gericht; sie ist eine Ode an die Einfachheit und den Reichtum der italienischen Küche. Dieser zeitlose Klassiker, der auf fast jeder Speisekarte einer Pizzeria zu finden ist, besticht durch die perfekte Harmonie von zartem Kochschinken und aromatischen Champignons. Doch was macht diese Pizza so unwiderstehlich und wie gelingt sie auch zu Hause perfekt? Tauchen wir ein in die Welt dieses beliebten Pizzaklassikers und entdecken Sie die Geheimnisse seiner Zubereitung, um ein authentisches Stück Italien auf Ihren Teller zu bringen.

Wie werden Schinken und Champignons zubereitet?
Der Schinken wird in mundgerechte Stücke geschnitten und die braunen Champignons werden in etwa 3 mm dicke Scheiben geschnitten. Schinken und Champignons werden gleichmäßig auf der Pizza verteilt und zum Schluss kommt eine Prise Oregano on top.

Die Kombination von Schinken und Champignons ist nicht zufällig zum Liebling vieler Pizzaliebhaber geworden. Sie bietet eine ausgewogene Mischung aus salzigen, umami-reichen und erdigen Noten, die durch die Süße der Tomatensauce und die Cremigkeit des Mozzarellas perfekt ergänzt werden. Es ist diese Ausgewogenheit, die die Pizza Prosciutto e Funghi zu einem immerwährenden Genuss macht, der Jung und Alt gleichermaßen begeistert.

Inhaltsverzeichnis

Die Magie der Zutaten: Was macht den Unterschied?

Die Qualität der einzelnen Komponenten ist entscheidend für das Endergebnis. Eine Pizza ist nur so gut wie ihre Zutaten. Für eine authentische Pizza Prosciutto e Funghi sind folgende Elemente unerlässlich:

  • Neapolitanischer Pizzateig (ca. 270 g): Das Fundament. Seine lange Teigführung sorgt für Leichtigkeit und Bekömmlichkeit.
  • Frische braune Champignons (2-3 Stück): Diese sind geschmackvoller und aromatischer als weiße Champignons.
  • Kochschinken (Prosciutto Cotto, ca. 50 g): Dünn geschnitten, italienischer Kochschinken ist mild und saftig.
  • Pizzasauce (3 EL): Eine einfache, aber hochwertige Tomatensauce ist Gold wert.
  • Fior di Latte Mozzarella (ca. 80 g): Frischer Mozzarella, der weniger Wasser enthält als Büffelmozzarella und daher besser für Pizza geeignet ist.
  • Parmesan (ca. 30 g): Für eine zusätzliche Würze und Salzigkeit.
  • Oregano (1 TL): Das klassische Pizzagewürz, das den Geschmack abrundet.

Jede dieser Zutaten spielt eine wichtige Rolle im Geschmacksprofil der Pizza. Der Pizzateig bildet die knusprige und zugleich luftige Basis. Die Champignons bringen eine erdige, leicht nussige Note mit sich, während der Kochschinken eine salzige, umami-reiche Komponente beisteuert. Der Fior di Latte sorgt für die cremige Textur und die typischen Käsefäden, und der Parmesan intensiviert das Aroma. Abgerundet wird alles durch die fruchtige Pizzasauce und das würzige Oregano.

Der perfekte Teig: Das Herzstück jeder Pizza

Der Teig ist das unbestreitbare Fundament jeder guten Pizza, und für eine neapolitanische Pizza Prosciutto e Funghi ist er von entscheidender Bedeutung. Ein 270 Gramm schwerer neapolitanischer Teigballen ist ideal für eine Pizza von etwa 30-32 cm Durchmesser. Das Besondere am neapolitanischen Teig ist seine lange Teigführung, die nicht nur für eine unglaubliche Geschmeidigkeit sorgt, sondern auch die Pizza besonders bekömmlich macht. Die lange Fermentation entwickelt komplexe Aromen und sorgt für eine luftige, leicht verdauliche Krume mit einer knusprigen Außenseite und einem weichen Inneren.

Bevor der Teig bearbeitet wird, sollte die Arbeitsfläche großzügig mit Semola bestreut werden. Semola, ein fein gemahlener Hartweizen, ist hier dem normalen Mehl vorzuziehen, da es nicht so schnell verbrennt und ein Anhaften des Teiges effektiv verhindert. Beim Ausarbeiten des Teigballens zu einer runden Pizza ist es entscheidend, die Luft im Randbereich nicht herauszudrücken. Der Rand, auch 'Cornicione' genannt, ist das Markenzeichen der neapolitanischen Pizza und soll beim Backen wunderbar aufgehen und das typische Leopardenmuster erhalten. Die Bearbeitung erfolgt mit den Händen, von innen nach außen, um den Teig sanft zu dehnen und seine Struktur zu bewahren. Vermeiden Sie die Verwendung eines Nudelholzes, da dies die Luft aus dem Teig drücken und die gewünschte Textur zerstören würde. Sanftes Drücken und Ziehen ist der Schlüssel.

Die Kunst des Belegens: Harmonie auf dem Pizzaboden

Sobald der Pizzateig die gewünschte Form und Größe hat, beginnt der kreative Teil – das Belegen. Dieser Schritt erfordert ein gewisses Fingerspitzengefühl, um eine gleichmäßige Verteilung der Zutaten zu gewährleisten, ohne die Pizza zu überladen. Eine überladene Pizza backt nicht richtig durch und wird matschig.

  1. Die Sauce auftragen: Beginnen Sie mit der Pizzasauce. Drei Esslöffel reichen in der Regel aus, um den Teig gleichmäßig zu bedecken, ohne ihn zu durchnässen. Verteilen Sie die Sauce spiralförmig von der Mitte nach außen, lassen Sie dabei den Rand frei.
  2. Parmesan und Mozzarella: Als Nächstes kommt der geriebene Parmesan. Er wird zuerst aufgetragen, da er so direkt mit der Sauce in Kontakt kommt und seine Aromen besser entfalten kann. Danach folgt der Fior di Latte Mozzarella. Schneiden Sie den Mozzarella in kleine Würfel oder reißen Sie ihn in Stücke und verteilen Sie ihn gleichmäßig. Achten Sie darauf, den Käse nicht zu dicht zu packen, damit er beim Schmelzen schön verläuft.
  3. Schinken und Champignons: Der Kochschinken sollte in mundgerechte Stücke geschnitten werden. Der dünn geschnittene italienische Kochschinken ist ideal, da er beim Backen nicht austrocknet und seinen zarten Geschmack behält. Die braunen Champignons werden in etwa 3 mm dicke Scheiben geschnitten. Diese Dicke sorgt dafür, dass sie beim Backen gar werden, aber nicht verbrennen oder zu viel Wasser abgeben. Verteilen Sie Schinken und Champignons gleichmäßig auf der Pizza.
  4. Oregano: Zum Schluss streuen Sie eine Prise Oregano über die belegte Pizza. Oregano verleiht der Pizza ihren charakteristischen italienischen Duft und Geschmack.

Bevor die Pizza in den Ofen kommt, ziehen Sie sie vorsichtig auf einen Pizzaschieber. Bestreuen Sie den Pizzaschieber zuvor mit etwas Semola, um sicherzustellen, dass die Pizza leicht abrutscht und nicht anhaftet.

Das Geheimnis des Backens: Hitze, Geduld und Perfektion

Das Backen ist der wohl kritischste Schritt für eine perfekte neapolitanische Pizza. Hohe Temperaturen und eine kurze Backzeit sind der Schlüssel zu einem knusprigen Rand und einem saftigen Belag.

Für die Zubereitung empfehlen wir einen speziellen Pizzaofen, wie den Witt Piccolo Rotante, der in der Lage ist, sehr hohe Temperaturen zu erreichen. Heizen Sie den Ofen für etwa 15-20 Minuten auf niedriger Stufe vor. Ideal ist eine Temperatur von etwa 400°C auf dem Pizzastein. Ein Infrarot-Thermometer ist hier ein nützliches Werkzeug, um die genaue Temperatur zu überprüfen.

Sobald die Pizza Prosciutto e Funghi in den Ofen geschoben wird, schalten Sie die Rotation des Pizzasteins sofort ein, falls Ihr Ofen diese Funktion bietet. Dies gewährleistet, dass die Pizza von allen Seiten gleichmäßig gebacken wird und der Rand gleichmäßig aufgeht und das typische „Leoparden-Muster“ (dunkle Flecken) erhält.

Was macht italienischer Schinken zu einem besonderen Genuss?
Italienischer Prosciutto ist weltweit ein echter Klassiker und verfeinert viele leckere Gerichte – besonders beliebt ist italienischer Schinken als Belag auf Pizza mit Rucola, in italienischen Sandwiches oder auf Antipasti Platten. Sein feiner Geschmack und der aromatische Duft machen ihn zu einem ganz besonderen Genuss.

Bei einer Backtemperatur von 450°C bis 500°C ist die Pizza in nur etwa einer Minute fertig. Es ist faszinierend zu beobachten, wie der Rand wunderbar aufgeht und die Kruste die perfekte Bräunung annimmt. Dennoch ist höchste Aufmerksamkeit geboten: Eine Pizza kann in wenigen Sekunden von perfekt zu zu dunkel wechseln. Behalten Sie sie stets im Auge und holen Sie sie heraus, sobald der Rand die gewünschte Farbe erreicht hat und der Käse schön geschmolzen und leicht gebräunt ist.

Wichtige Backhinweise:

  • Vorheizen ist Pflicht: Der Pizzastein muss die volle Temperatur erreicht haben, um einen sofortigen Hitzeschock zu gewährleisten.
  • Nicht überladen: Eine zu voll belegte Pizza kühlt den Stein zu stark ab und backt nicht richtig durch.
  • Beobachten, nicht verlassen: Die hohe Hitze erfordert ständige Überwachung.
  • Rotation nutzen: Wenn verfügbar, ist die Drehung des Steins entscheidend für ein gleichmäßiges Ergebnis.

Variationen und persönliche Noten

Obwohl die Pizza Prosciutto e Funghi ein Klassiker ist, gibt es Raum für kleine Variationen, die den persönlichen Geschmack treffen können:

  • Pilzvielfalt: Probieren Sie statt brauner Champignons auch mal Portobello-Pilze für ein intensiveres Aroma oder eine Mischung aus Waldpilzen für eine rustikalere Note.
  • Käsealternativen: Wer es kräftiger mag, kann einen Teil des Fior di Latte durch geräucherten Scamorza oder Provolone ersetzen.
  • Kräuter: Frischer Basilikum, nach dem Backen hinzugefügt, verleiht der Pizza eine zusätzliche Frische und ein leicht pfeffriges Aroma.
  • Ein Hauch von Knoblauch: Fein gehackter Knoblauch, sparsam auf die Sauce gegeben, kann den Geschmack intensivieren.

Denken Sie daran, dass jede Abweichung vom Original den Charakter des Klassikers leicht verändert. Der Reiz der Prosciutto e Funghi liegt oft in ihrer schlichten Perfektion.

Häufig gestellte Fragen zur Pizza Prosciutto e Funghi

Kann ich getrocknete Champignons verwenden?

Obwohl frische braune Champignons für den besten Geschmack sorgen, können Sie in Notfällen auch getrocknete Champignons verwenden. Diese sollten jedoch vorab in warmem Wasser eingeweicht und gut abgetropft werden. Ihr Geschmack ist intensiver, aber die Textur weicht von frischen Pilzen ab.

Was, wenn ich keinen speziellen Pizzaofen habe?

Auch in einem herkömmlichen Backofen kann eine gute Pizza gelingen. Heizen Sie den Ofen und einen Pizzastein (oder ein umgedrehtes Backblech) auf der höchsten Temperaturstufe (mindestens 250°C) für mindestens 45-60 Minuten vor. Schieben Sie die Pizza direkt auf den heißen Stein. Die Backzeit wird länger sein (ca. 8-12 Minuten), und der Rand wird nicht so stark aufgehen wie in einem Hochtemperatur-Pizzaofen, aber das Ergebnis ist dennoch köstlich.

Kann ich den Teig im Voraus zubereiten?

Ja, der neapolitanische Pizzateig profitiert sogar von einer langen Teigführung. Sie können ihn 1-3 Tage im Voraus zubereiten und im Kühlschrank lagern. Holen Sie ihn etwa 2-3 Stunden vor dem Backen aus dem Kühlschrank, damit er Raumtemperatur annehmen kann.

Welcher Mozzarella ist der beste für diese Pizza?

Fior di Latte ist die beste Wahl. Er ist ein Kuhmilchmozzarella mit weniger Wassergehalt als Büffelmozzarella (Mozzarella di Bufala), was verhindert, dass die Pizza zu wässrig wird. Er schmilzt perfekt und bildet eine schöne goldbraune Kruste.

Warum braune Champignons anstelle von weißen?

Braune Champignons haben einen intensiveren, erdigeren und leicht nussigen Geschmack als weiße Champignons. Sie enthalten auch weniger Wasser, was dazu beiträgt, dass die Pizza nicht matschig wird und die Pilze beim Backen eine bessere Textur behalten.

Kann ich andere Beläge hinzufügen?

Technisch ja, aber um den klassischen Charakter der Pizza Prosciutto e Funghi zu bewahren, sollten Sie sparsam sein. Ein paar Oliven oder Artischockenherzen könnten passen, aber zu viele zusätzliche Zutaten würden das Gleichgewicht der Aromen stören.

Fazit: Ein zeitloser Genuss

Die Pizza Prosciutto e Funghi ist ein Paradebeispiel dafür, wie einfache, qualitativ hochwertige Zutaten in Kombination ein Meisterwerk der Kulinarik ergeben können. Es ist ein Pizzaklassiker, der immer gut schmeckt und eine perfekte Balance aus herzhaften, erdigen und cremigen Noten bietet. Die lange Teigführung des Pizzateigs macht diese Pizza nicht nur besonders schmackhaft, sondern auch äußerst bekömmlich. Die harmonische Verbindung von Parmesan und Fior di Latte, gepaart mit dem zarten Schinken und den aromatischen Champignons, macht jeden Bissen zu einem Erlebnis. Probieren Sie dieses Rezept unbedingt selbst aus und erleben Sie die Freude, diesen authentischen italienischen Klassiker in Ihrer eigenen Küche zu zaubern. Es ist ein Beweis dafür, dass die besten Dinge im Leben oft die einfachsten sind.

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