Wie viele Pizzerias gibt es in Bonn?

Entdecken Sie die Vielfalt der italienischen Pizza

07/07/2022

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Pizza ist mehr als nur ein Gericht; sie ist ein globales Phänomen, ein Symbol italienischer Gastfreundschaft und ein Meisterwerk kulinarischer Einfachheit. Doch welche Pizzasorten gibt es eigentlich in Italien, dem Geburtsland dieser weltweit geliebten Spezialität? Während die Grundidee einfach erscheinen mag – Teig, Tomaten, Käse –, offenbart die italienische Pizza eine erstaunliche Vielfalt an regionalen Interpretationen, traditionellen Rezepten und innovativen Kreationen. Begleiten Sie uns auf eine kulinarische Reise, um die Authentizität und die Bandbreite der italienischen Pizza zu erkunden.

Welche Pizzas gibt es?
Pizza Gambas mit Garnelen, getr. Tomaten, Jalapeño & Knoblauch 637. Pizza Casa mit gebratenen Rinderhüftstreifen*, Zwiebeln & Paprika 638. Pizza Rucola 640. Pizza Antonella mit Gebratene Hähnchenbruststreifen*, Brokkoli, Knoblauch & Sauce Hollandaise 641. Pizza Sergio mit gegrilltes Gemüse (Aubergine, Zucchini, Paprika) 642. Pizza alla Chef

Die Geschichte der Pizza reicht weit zurück und ist eng mit der Stadt Neapel verbunden. Ursprünglich war die Pizza ein einfaches Gericht für arme Leute, belegt mit dem, was gerade verfügbar war. Ihre wahre Berühmtheit erlangte sie jedoch erst im späten 19. Jahrhundert, als König Umberto I. und Königin Margherita Neapel besuchten. Die Legende besagt, dass der Pizzabäcker Raffaele Esposito der Königin eine Pizza in den Farben der italienischen Flagge – Rot (Tomaten), Weiß (Mozzarella) und Grün (Basilikum) – servierte. Diese Kreation, die später als Pizza Margherita bekannt wurde, symbolisiert bis heute die Essenz der italienischen Pizza: hervorragende Zutaten, meisterhafte Einfachheit und unvergesslicher Geschmack.

Inhaltsverzeichnis

Die Ikonen der italienischen Pizza: Klassiker, die begeistern

Wenn wir von italienischer Pizza sprechen, müssen wir mit den Grundlagen beginnen. Die Vielfalt ist groß, aber einige Sorten gelten als die wahren Klassiker, die man in jeder guten Pizzeria in Italien findet:

  • Pizza Margherita: Der unangefochtene Klassiker. Einfach, aber perfekt: San-Marzano-Tomatensauce, Fior di Latte oder Mozzarella di Bufala, frischer Basilikum und ein Spritzer bestes Olivenöl. Ihre Perfektion liegt in der Qualität der wenigen Zutaten.
  • Pizza Marinara: Oft übersehen, aber genauso fundamental wie die Margherita. Sie besteht aus Tomatensauce, Knoblauch, Oregano und Olivenöl. Keine Spur von Käse! Sie beweist, dass eine Pizza auch ohne Käse ein Fest für die Sinne sein kann, indem sie die Reinheit der Tomate und des aromatischen Knoblauchs hervorhebt.
  • Pizza Napoletana: Dies ist keine einzelne Sorte, sondern ein Stil. Die echte neapolitanische Pizza ist dickrandig, weich, leicht verbrannt und wird in einem Holzofen bei sehr hoher Temperatur nur wenige Sekunden gebacken. Sie muss bestimmte Kriterien erfüllen, um als Vera Pizza Napoletana anerkannt zu werden.
  • Pizza Quattro Stagioni (Vier Jahreszeiten): Eine Pizza, die in vier Sektoren unterteilt ist, die jeweils eine Jahreszeit repräsentieren. Typische Beläge sind gekochter Schinken, Pilze, Artischocken und Oliven. Manchmal findet man auch Salami oder Meeresfrüchte.
  • Pizza Capricciosa: Ähnlich der Quattro Stagioni, aber die Zutaten sind nicht getrennt, sondern vermischt. Sie enthält oft Tomaten, Mozzarella, Pilze, Artischocken, gekochten Schinken, Oliven und manchmal ein gekochtes Ei.
  • Pizza Diavola: Für Liebhaber von scharfen Speisen. Belegt mit Tomatensauce, Mozzarella und scharfer Salami (Salame Piccante). Der Name bedeutet 'Teufelin', was auf die Schärfe hinweist.
  • Pizza Prosciutto e Funghi: Eine sehr beliebte Kombination aus Tomatensauce, Mozzarella, gekochtem Schinken (Prosciutto Cotto) und frischen Pilzen. Eine einfache, aber köstliche Wahl.
  • Pizza Vegetariana / Ortolana: Mit einer bunten Mischung aus frischem Gemüse der Saison, wie Zucchini, Auberginen, Paprika und Zwiebeln.

Der Calzone: Die gefaltete Köstlichkeit

Eine weitere beliebte Form der italienischen Pizza ist der Calzone. Er ist quasi eine zusammengeklappte Pizza, die vor dem Backen versiegelt wird. Dies führt dazu, dass die Füllung im Inneren besonders saftig bleibt und die Aromen intensiv verschmelzen. Der Calzone wird traditionell im Ofen gebacken und ist eine herzhafte, sättigende Mahlzeit.

Die Füllungen für Calzone sind vielfältig, aber einige Klassiker sind:

  • Calzone Classico: Oft gefüllt mit Ricotta, Mozzarella, gekochtem Schinken und manchmal Salami. Die Kombination aus cremigem Ricotta und würzigem Schinken ist unwiderstehlich.
  • Calzone Verdura: Eine vegetarische Variante, die mit verschiedenen Gemüsesorten wie Spinat, Zucchini, Auberginen und Paprika gefüllt ist, oft kombiniert mit Mozzarella oder Ricotta.
  • Calzone Döner: Obwohl der Döner Calzone in der Liste erwähnt wurde, ist es wichtig zu betonen, dass dies keine traditionelle italienische Kreation ist. Es handelt sich um eine moderne, oft außerhalb Italiens entstandene Fusion, die Elemente der türkischen Döner-Küche mit der italienischen Calzone-Form verbindet. In Italien selbst werden Sie diese Variante kaum finden. Ähnlich verhält es sich mit dem Calzone Hollandaise, der eine Fusion mit der deutschen Schnitzelküche darstellt und in Italien unbekannt ist. Diese Beispiele zeigen, wie die Pizza international interpretiert und angepasst wird, fernab ihrer italienischen Wurzeln.

Die Seele der italienischen Pizza: Zutaten und Zubereitung

Was macht eine echte italienische Pizza so besonders? Es sind die Qualität der Zutaten und die Meisterschaft der Zubereitung. Ohne diese beiden Säulen wäre die Pizza nur ein belegtes Brot.

Der perfekte Teig

Der Teig ist das Fundament jeder guten Pizza. Er besteht aus nur vier einfachen Zutaten: Mehl (meist Typ 00), Wasser, Hefe und Salz. Das Geheimnis liegt in der langen Gärzeit, die dem Teig seine Leichtigkeit und Verdaulichkeit verleiht. Ein traditioneller Pizzateig kann 24 bis 48 Stunden oder sogar länger gehen, was zu einer komplexen Geschmacksentwicklung führt.

Die Bedeutung der Tomatensauce

Für die Sauce werden idealerweise San Marzano Tomaten verwendet, die in der fruchtbaren Vulkanerde rund um den Vesuv in Kampanien wachsen. Diese Tomaten sind bekannt für ihren süßen, gering säurehaltigen Geschmack und ihr festes Fruchtfleisch. Die Sauce wird oft nur leicht gewürzt, um den reinen Geschmack der Tomaten hervorzuheben.

Käsevielfalt

Der Käse ist entscheidend. In Neapel wird oft Mozzarella di Bufala (Büffelmozzarella) oder Fior di Latte (Kuhmilchmozzarella) verwendet. Beide schmelzen perfekt und verleihen der Pizza eine cremige Textur, ohne zu viel Feuchtigkeit abzugeben.

Der Holzofen: Das Herzstück jeder Pizzeria

Die traditionelle italienische Pizza wird in einem Holzofen gebacken, der Temperaturen von 400 bis 500 Grad Celsius erreicht. Bei dieser Hitze ist die Pizza in nur 60 bis 90 Sekunden fertig. Die hohe Temperatur sorgt für einen knusprigen Boden, einen luftigen, leicht verkohlten Rand (den sogenannten 'Cornicione') und bewahrt die Frische der Beläge.

Regionale Unterschiede: Pizza von Nord nach Süd

Obwohl Neapel als Wiege der Pizza gilt, hat jede Region Italiens ihre eigene Interpretation:

  • Neapolitanische Pizza: Charakteristisch ist der dicke, luftige, weiche und leicht zähe Rand. Der Boden ist dünn und weich.
  • Römische Pizza: Im Gegensatz zur neapolitanischen Pizza ist die römische Pizza oft dünner und knuspriger. Der Rand ist flacher und weniger ausgeprägt.
  • Pizza al Taglio: In Rom und anderen Städten findet man oft Pizza al Taglio (Pizza am Stück), die auf großen, rechteckigen Backblechen zubereitet und nach Gewicht verkauft wird. Sie ist oft dicker als die runde römische Pizza und sehr vielseitig belegt.

Mehr als nur Pizza: Andere italienische Klassiker

In der ursprünglichen Liste wurden auch einige Namen genannt, die keine Pizzas, sondern klassische italienische Pasta-Gerichte sind. Es ist wichtig, diese zu unterscheiden, da sie zwar Teil der reichen italienischen Küche sind, aber in eine andere Kategorie fallen:

  • Al Pomodoro: Meistens Spaghetti mit einer einfachen Tomatensauce.
  • Bolognese: Eine reichhaltige Fleischsauce, die typischerweise mit Tagliatelle oder anderen breiten Nudeln serviert wird, nicht mit Spaghetti, wie oft außerhalb Italiens angenommen.
  • Carbonara: Ein ikonisches römisches Gericht aus Ei, Pecorino Romano Käse, Guanciale (geräucherte Schweinebacke) und schwarzem Pfeffer.
  • Aglio e Olio: Spaghetti mit Knoblauch und Olivenöl, manchmal mit Chili. Ein einfaches, aber aromatisches Gericht.
  • Arrabiata: Eine scharfe Tomatensauce, oft mit Penne serviert. Der Name bedeutet 'wütend', was auf die Schärfe hinweist.
  • Alla Panna: Eine Sahnesauce, oft mit Pilzen oder Schinken kombiniert.

Diese Gerichte zeigen die unglaubliche Vielfalt der italienischen Küche, die weit über die Pizza hinausgeht.

Pizza-Variationen außerhalb Italiens: Globale Einflüsse

Die in der Liste erwähnten Pizzasorten wie „Via Roma“, „Döner“ und „BBQ-Chicken“ sind interessante Beispiele für die globale Adaption und Interpretation der Pizza. „Via Roma“ könnte eine lokal benannte Pizza in einer Pizzeria außerhalb Italiens sein, die eine bestimmte Kombination von Belägen nach einer Straße benennt. „Döner Pizza“ und „BBQ-Chicken Pizza“ sind jedoch typische Fusion-Kreationen, die man in Deutschland, den USA oder anderen Ländern findet, aber nicht als traditionelle italienische Pizzasorten gelten. Sie zeigen, wie die Pizza die Küchen der Welt erobert und sich an lokale Geschmäcker anpasst, oft mit Zutaten, die weit von den italienischen Originalen entfernt sind.

Tabelle: Neapolitanische vs. Römische Pizza

MerkmalNeapolitanische PizzaRömische Pizza
BodenDünn, weich, leicht zähSehr dünn, knusprig
Rand (Cornicione)Dick, hoch, luftig, weich, leicht verkohltFlach, dünn, knusprig
Backzeit60-90 SekundenLänger (mehrere Minuten)
TemperaturSehr hoch (400-500°C)Hoch (ca. 300-350°C)
TexturWeich, faltbarKnusprig, bricht leicht
Typische BelägeMargherita, Marinara (einfach gehalten)Vielfältiger, auch reichhaltiger

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zur italienischen Pizza

Hier sind einige der am häufigsten gestellten Fragen zur italienischen Pizza:

Was macht eine echte italienische Pizza aus?

Eine echte italienische Pizza zeichnet sich durch die Qualität ihrer wenigen, aber hochwertigen Zutaten aus: exzellenter Teig, San-Marzano-Tomaten, echter Mozzarella (Fior di Latte oder Mozzarella di Bufala), frischer Basilikum und gutes Olivenöl. Das Backen in einem Holzofen bei sehr hoher Temperatur ist ebenfalls entscheidend für den Geschmack und die Textur.

Darf Ananas auf eine italienische Pizza?

Traditionell absolut nicht! Ananas auf Pizza, bekannt als 'Pizza Hawaii', ist eine kanadische Erfindung und wird in Italien nicht als authentisch angesehen. Die Italiener legen Wert auf die Harmonie der Geschmäcker und die Frische der Zutaten, bei der süße Früchte auf einer herzhaften Pizza keinen Platz finden.

Was ist der Unterschied zwischen Pizza und Pinsa?

Pinsa ist eine Art ovale Focaccia, die oft als „Vorfahr der Pizza“ bezeichnet wird. Der Hauptunterschied liegt im Teig: Pinsa-Teig besteht aus einer Mischung aus Weizen-, Reis- und Sojamehl, hat einen höheren Wasseranteil und eine längere Gärzeit (oft 48-72 Stunden). Das macht sie leichter, bekömmlicher und knuspriger als traditionelle Pizza.

Gibt es vegetarische oder vegane Optionen bei der italienischen Pizza?

Ja, absolut! Die Pizza Marinara ist von Natur aus vegan, da sie keinen Käse enthält. Viele Pizzerien bieten auch vegetarische Optionen wie Pizza Vegetariana oder Ortolana mit viel frischem Gemüse an. Auf Wunsch kann der Käse oft weggelassen werden, um eine vegane Variante zu erhalten.

Welche Rolle spielt der Ofen beim Pizzabacken?

Der Ofen spielt eine zentrale Rolle. Ein traditioneller Holzofen erreicht Temperaturen, die ein schnelles Garen ermöglichen, wodurch der Teig außen knusprig und innen weich bleibt und die Beläge nicht austrocknen. Die hohe Hitze sorgt auch für die charakteristischen dunklen Flecken am Rand, die ein Zeichen für eine perfekt gebackene neapolitanische Pizza sind.

Fazit

Die Welt der italienischen Pizza ist reich und faszinierend. Von den schlichten, aber perfekten Klassikern wie Margherita und Marinara bis hin zu den regionalen Spezialitäten und der gefalteten Köstlichkeit des Calzone – jede Pizza erzählt eine Geschichte von Tradition, Leidenschaft und unvergleichlichem Geschmack. Während internationale Interpretationen ihren Platz haben, bleibt die Essenz der italienischen Pizza in ihrer Authentizität, der Qualität ihrer Zutaten und der Kunst ihrer Zubereitung. Eine Reise durch Italien ist immer auch eine Reise durch die unendlichen Genüsse der Pizza, ein Gericht, das Herz und Seele berührt.

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