07/05/2013
Pizza – wer liebt sie nicht? Der Duft von geschmolzenem Käse, frischen Kräutern und knusprigem Teig lässt die Herzen höherschlagen. Doch für viele, die auf eine gesunde Ernährung achten oder Weizen nicht gut vertragen, schien die klassische Pizza lange Zeit ein Tabu zu sein. Das ändert sich jetzt! Mit Dinkelmehl lässt sich eine ebenso köstliche, aber oft bekömmlichere Alternative zaubern, die Ihre Geschmacksknospen verzaubern wird. Tauchen Sie ein in die Welt der Dinkelpizza und entdecken Sie, wie einfach es ist, diesen Genuss zu Hause zuzubereiten, inklusive eines unwiderstehlichen Rezepts für Thunfisch-Pizza.

- Warum Dinkelmehl für Pizza? Die Vorteile im Überblick
- Der perfekte Dinkel-Pizzateig: Schritt für Schritt zum Genuss
- Rezept-Highlight: Die köstliche Thunfisch-Dinkelpizza
- Tipps für die perfekte Dinkelpizza
- Dinkelmehl vs. Weizenmehl: Ein kleiner Vergleich
- Häufig gestellte Fragen zur Dinkelpizza
- Fazit: Dinkelpizza – eine Bereicherung für jeden Speiseplan
Warum Dinkelmehl für Pizza? Die Vorteile im Überblick
Dinkel, eine Urform des Weizens, hat in den letzten Jahren eine Renaissance erlebt – und das aus gutem Grund. Es bietet zahlreiche Vorteile, die es zu einer ausgezeichneten Wahl für Ihren Pizzateig machen:
- Bessere Verträglichkeit: Viele Menschen, die Weizen nicht gut vertragen, kommen mit Dinkel besser zurecht. Dies liegt oft an der anderen Glutenstruktur und dem höheren Ballaststoffgehalt.
- Nährstoffreich: Dinkelmehl, insbesondere Vollkorn-Dinkelmehl, ist reich an Proteinen, Ballaststoffen, Vitaminen des B-Komplexes und Mineralstoffen wie Magnesium, Eisen und Zink.
- Einzigartiger Geschmack: Dinkel verleiht dem Teig einen leicht nussigen, vollmundigen Geschmack, der hervorragend mit den verschiedenen Belägen harmoniert.
- Gute Backeigenschaften: Obwohl Dinkelmehl etwas anders zu verarbeiten ist als Weizenmehl, lassen sich damit hervorragende, knusprige und luftige Pizzateige herstellen.
Der perfekte Dinkel-Pizzateig: Schritt für Schritt zum Genuss
Der Teig ist das Herzstück jeder Pizza. Mit Dinkelmehl gelingt er wunderbar, wenn man ein paar Besonderheiten beachtet. Hier ist ein einfaches, aber bewährtes Rezept für einen Pizzateig, der für etwa zwei runde Pizzen (ca. 30 cm Durchmesser) ausreicht:
Zutaten für den Dinkel-Pizzateig:
- 500 g Dinkelmehl Type 630 (alternativ: 300 g Type 630 und 200 g Vollkorn-Dinkelmehl für mehr Biss)
- 7 g Trockenhefe (oder 20 g frische Hefe)
- 1 Teelöffel Zucker (hilft der Hefe auf die Sprünge)
- 10 g Salz
- 300-320 ml lauwarmes Wasser
- 2 Esslöffel Olivenöl extra vergine
Zubereitung des Dinkel-Pizzateigs:
- Hefe aktivieren: Geben Sie die Trockenhefe (oder zerbröselte frische Hefe) zusammen mit dem Zucker in das lauwarme Wasser und rühren Sie es kurz um. Lassen Sie die Mischung etwa 5-10 Minuten stehen, bis sich kleine Bläschen bilden – das zeigt, dass die Hefe aktiv ist.
- Zutaten vermischen: Geben Sie das Dinkelmehl und das Salz in eine große Schüssel. Fügen Sie die Hefe-Wasser-Mischung und das Olivenöl hinzu.
- Kneten: Kneten Sie den Teig gründlich. Entweder mit den Händen auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche für etwa 8-10 Minuten, bis er glatt und elastisch ist, oder mit einer Küchenmaschine für 5-7 Minuten. Dinkelteig kann anfangs etwas klebriger sein als Weizenteig, aber er wird beim Kneten geschmeidiger.
- Gehen lassen: Formen Sie den Teig zu einer Kugel, bestreichen Sie ihn leicht mit Olivenöl und legen Sie ihn zurück in die Schüssel. Decken Sie die Schüssel mit einem feuchten Tuch oder Frischhaltefolie ab und lassen Sie den Teig an einem warmen Ort für mindestens 1-2 Stunden gehen, bis sich sein Volumen verdoppelt hat. Für ein noch besseres Aroma können Sie den Teig auch über Nacht im Kühlschrank gehen lassen. Nehmen Sie ihn dann etwa eine Stunde vor der Verarbeitung aus dem Kühlschrank.
- Weiterverarbeiten: Nach dem Gehen den Teig vorsichtig auf einer leicht bemehlten Fläche entgasen und in zwei gleich große Portionen teilen. Jede Portion zu einem runden Pizzaboden ausrollen.
Rezept-Highlight: Die köstliche Thunfisch-Dinkelpizza
Jetzt, da der Teig bereit ist, widmen wir uns einem Klassiker, der immer gut ankommt: der Thunfisch-Pizza. Dieses Rezept ist einfach, schnell zubereitet und ein wahrer Genuss auf dem Dinkelboden.
Zutaten für eine Thunfisch-Dinkelpizza:
- 1 Portion Dinkel-Pizzateig (siehe oben)
- 1 Dose (ca. 140 g Abtropfgewicht) Thunfisch in eigenem Saft oder Öl, gut abgetropft
- 100-150 ml passierte Tomaten oder Pizzasoße
- 1 kleine Zwiebel, fein gewürfelt oder in dünne Ringe geschnitten
- 100-150 g geriebener Mozzarella (oder eine Mischung aus Mozzarella und Gouda)
- 1 Esslöffel Kapern (optional)
- Einige schwarze Oliven, in Scheiben geschnitten (optional)
- Oregano, getrocknet
- Salz und Pfeffer nach Geschmack
- Etwas Olivenöl zum Beträufeln
Zubereitung der Thunfisch-Dinkelpizza:
- Ofen vorheizen: Heizen Sie Ihren Backofen auf höchste Stufe vor (Ober-/Unterhitze 220-250°C oder Umluft 200-230°C). Wenn Sie einen Pizzastein haben, legen Sie ihn jetzt in den Ofen.
- Teig ausrollen: Rollen Sie eine Teigportion auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche oder direkt auf Backpapier zu einem runden Pizzaboden aus.
- Belegen: Bestreichen Sie den Teigboden gleichmäßig mit der Tomatensoße, lassen Sie dabei einen kleinen Rand frei. Verteilen Sie den abgetropften Thunfisch, die Zwiebelwürfel (oder -ringe), Kapern und Oliven (falls verwendet) darauf.
- Käse und Gewürze: Bestreuen Sie die Pizza großzügig mit dem geriebenen Käse. Würzen Sie mit Oregano, Salz und Pfeffer. Beträufeln Sie die Pizza leicht mit etwas Olivenöl.
- Backen: Schieben Sie die Pizza vorsichtig auf den heißen Pizzastein oder das Backblech. Backen Sie die Pizza für 10-15 Minuten (je nach Ofen und gewünschtem Bräunungsgrad), bis der Rand goldbraun und knusprig ist und der Käse geschmolzen und leicht gebräunt ist.
- Servieren: Nehmen Sie die fertige Pizza aus dem Ofen, lassen Sie sie kurz abkühlen und schneiden Sie sie in Stücke. Sofort servieren und genießen!
Tipps für die perfekte Dinkelpizza
- Mehltypen: Dinkelmehl Type 630 ist gut für einen feineren Teig geeignet. Für eine rustikalere, nährstoffreichere Pizza können Sie auch Dinkelvollkornmehl verwenden, sollten aber eventuell etwas mehr Flüssigkeit einplanen.
- Gehzeit: Geben Sie dem Teig ausreichend Zeit zum Gehen. Eine längere Gehzeit (z.B. über Nacht im Kühlschrank) entwickelt mehr Aroma und macht den Teig bekömmlicher.
- Backtemperatur: Pizza liebt Hitze! Ein sehr heißer Ofen sorgt für eine kurze Backzeit und einen knusprigen Boden. Ein vorgeheizter Pizzastein oder ein umgedrehtes Backblech im Ofen kann hier Wunder wirken.
- Nicht überladen: Weniger ist oft mehr. Überladen Sie Ihre Pizza nicht mit zu vielen Belägen, da dies den Boden feucht machen und das Durchbacken erschweren kann.
- Variationen: Experimentieren Sie mit verschiedenen Belägen. Dinkelpizza schmeckt hervorragend mit frischem Gemüse, Pilzen, Schinken, Salami oder vegetarischen Optionen.
Dinkelmehl vs. Weizenmehl: Ein kleiner Vergleich
Obwohl Dinkel und Weizen botanisch verwandt sind, gibt es einige Unterschiede, die sich beim Backen bemerkbar machen:
| Eigenschaft | Dinkelmehl | Weizenmehl |
|---|---|---|
| Glutenstruktur | Empfindlicher, wasserlöslicher | Robuster, weniger wasserlöslich |
| Verarbeitung | Kann schneller überknetet werden; nimmt Flüssigkeit langsamer auf | Robuster beim Kneten; nimmt Flüssigkeit schneller auf |
| Geschmack | Leicht nussig, vollmundig | Eher neutral |
| Nährwerte | Oft höherer Gehalt an Proteinen, Vitaminen, Mineralstoffen (besonders Vollkorn) | Gute Nährwerte, aber Dinkel oft als nährstoffreicher wahrgenommen |
| Verträglichkeit | Wird von vielen Weizensensiblen besser vertragen | Kann bei Sensibilität zu Beschwerden führen |
Beachten Sie, dass Dinkelmehl beim Kneten dazu neigt, schneller zu „reißen“, wenn es überknetet wird. Es hat eine empfindlichere Glutenstruktur, daher ist es wichtig, den Teig nicht zu lange zu bearbeiten. Eine längere Gehzeit bei kühleren Temperaturen kann die Struktur des Dinkelteigs verbessern.
Häufig gestellte Fragen zur Dinkelpizza
Kann ich Dinkelmehl 1:1 durch Weizenmehl ersetzen?
Im Allgemeinen ja, aber Sie müssen möglicherweise die Flüssigkeitsmenge leicht anpassen. Dinkelmehl nimmt Wasser etwas langsamer auf und kann bei gleicher Flüssigkeitsmenge klebriger sein. Beginnen Sie mit etwas weniger Wasser und fügen Sie bei Bedarf mehr hinzu.
Warum wird mein Dinkel-Pizzateig klebrig?
Dinkelmehl hat eine andere Glutenstruktur als Weizen und kann während des Knetens und Gehens klebriger wirken. Dies ist normal. Verwenden Sie beim Ausrollen ausreichend Mehl auf der Arbeitsfläche und an den Händen, aber übertreiben Sie es nicht, um den Teig nicht zu trocken zu machen.
Kann ich den Dinkel-Pizzateig einfrieren?
Ja, der Dinkel-Pizzateig lässt sich hervorragend einfrieren. Formen Sie den gekneteten Teig zu einer Kugel, bestreichen Sie ihn leicht mit Öl und wickeln Sie ihn fest in Frischhaltefolie ein. Er hält sich im Gefrierschrank für bis zu 3 Monate. Zum Auftauen über Nacht im Kühlschrank oder für einige Stunden bei Raumtemperatur auftauen lassen und vor der Verarbeitung nochmals kurz kneten.
Welche Dinkelmehl-Type ist am besten für Pizza?
Dinkelmehl Type 630 ist die gängigste Wahl für Pizzateig, da es eine gute Balance zwischen Feingehalt und Backeigenschaften bietet. Es ist vergleichbar mit Weizenmehl Type 405 oder 550. Wenn Sie einen kräftigeren, gesünderen Teig wünschen, können Sie auch Dinkelvollkornmehl verwenden oder es mit Type 630 mischen.
Wie bekomme ich eine wirklich knusprige Dinkelpizza?
Der Schlüssel zu einer knusprigen Pizza liegt in hoher Hitze und einer kurzen Backzeit. Heizen Sie den Ofen auf die höchstmögliche Temperatur vor. Ein Pizzastein oder ein umgedrehtes Backblech, das im Ofen vorgeheizt wird, hilft dabei, dem Boden sofort viel Hitze zuzuführen und ihn knusprig zu backen. Vermeiden Sie außerdem zu viel Belag, da dies den Boden feucht machen kann.
Fazit: Dinkelpizza – eine Bereicherung für jeden Speiseplan
Die Dinkelpizza ist weit mehr als nur eine Alternative zur klassischen Weizenpizza; sie ist eine Bereicherung für jeden Speiseplan. Mit ihrem nussigen Geschmack, ihren gesundheitlichen Vorteilen und der Möglichkeit, sie individuell zu belegen, bietet sie ein unvergleichliches Geschmackserlebnis. Ob die herzhafte Thunfisch-Pizza oder eine andere Kreation – mit Dinkelmehl gelingt Ihnen eine Pizza, die nicht nur hervorragend schmeckt, sondern auch ein gutes Gefühl hinterlässt. Probieren Sie es selbst aus und entdecken Sie die Vielfalt und den Genuss, den Dinkel in Ihre Küche bringt. Guten Appetit!
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