Wie kocht man pizzasauce?

Pizza selber machen: Dein Weg zum Pizzabäcker

01/10/2021

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Stell dir vor: Der Duft von frischem Hefeteig, würziger Tomatensoße und geschmolzenem Käse erfüllt deine Küche. Eine knusprige Kruste, perfekt gegarte Beläge und der unschlagbare Geschmack einer Pizza, die genau deinen Vorstellungen entspricht. Klingt das nicht verlockend? Die gute Nachricht ist: Du musst nicht bis zum nächsten Besuch beim Lieblingsitaliener warten, um dieses Erlebnis zu genießen. Pizza selber machen ist nicht nur möglich, sondern auch eine unglaublich lohnende Erfahrung, die deine kulinarischen Fähigkeiten auf ein neues Level hebt und dir unzählige Möglichkeiten zur Kreativität bietet.

Wie kocht man gemischte Meeresfrüchte?
Butter und grob geriebenen Käse zufügen, alles gut verrühren und vom Herd nehmen. Ei mit einem Schneebesen schaumig schlagen und unter die abgekühlten Sauce rühren. In einem Kochtopf leicht gesalzenes Wasser zum Kochen bringen. Tiefgefrorene gemischte Meeresfrüchte 5 Minuten darin kochen. Abgießen, in ein Sieb geben und gut abtropfen lassen.

Viele Menschen scheuen sich davor, Pizza von Grund auf selbst zu machen, weil sie denken, es sei zu kompliziert oder zeitaufwendig. Doch mit den richtigen Tipps und Tricks wirst du feststellen, dass es einfacher ist, als du denkst. Dieser umfassende Leitfaden nimmt dich an die Hand und führt dich Schritt für Schritt durch den gesamten Prozess – vom Mischen der Zutaten für den Teig bis zum perfekten Backen im heimischen Ofen. Mach dich bereit, deine Küche in eine Pizzeria zu verwandeln und deine Familie und Freunde mit selbstgemachter Pizza zu begeistern!

Inhaltsverzeichnis

Warum selbstgemachte Pizza die beste Wahl ist

Es gibt unzählige Gründe, warum die eigene Pizza die Fertigpizza aus dem Supermarkt oder den Lieferdienst schlägt. Hier sind einige der wichtigsten:

  • Frische Zutaten: Du hast die volle Kontrolle über die Qualität und Frische jeder einzelnen Zutat. Von der Wahl des Mehls bis zum Anbau des Basilikums – alles liegt in deiner Hand. Das Ergebnis ist ein unvergleichlicher Geschmack, der mit nichts Gekauftem mithalten kann.
  • Anpassbarkeit: Ob klassisch Margherita, fleischlastig mit Salami und Schinken, vegetarisch mit viel Gemüse oder vegan mit pflanzlichem Käse – du kannst deine Pizza genau so belegen, wie es dir schmeckt. Allergien oder Unverträglichkeiten sind kein Problem, da du alle Zutaten selbst aussuchst.
  • Gesünder: Ohne Zusatzstoffe, künstliche Aromen oder übermäßiges Salz kannst du eine wesentlich gesündere Version deiner Lieblingspizza zubereiten. Du weißt genau, was drin ist.
  • Kosteneffizienz: Auf lange Sicht ist es deutlich günstiger, Pizza selbst zu backen, als sie regelmäßig zu bestellen oder Fertigprodukte zu kaufen. Die Grundzutaten sind preiswert und reichen für viele Pizzen.
  • Spaßfaktor: Pizza backen ist ein Erlebnis! Es ist eine wunderbare Aktivität für die ganze Familie, bei der jeder mitmachen und seine eigene Kreation gestalten kann. Besonders Kinder lieben es, ihren eigenen Belag auszuwählen.

Die Grundzutaten: Was du brauchst

Um eine wirklich gute Pizza zu backen, benötigst du nicht viele ausgefallene Zutaten. Die Qualität der Basiszutaten ist jedoch entscheidend. Hier ist eine Liste dessen, was du für den Anfang brauchst:

Für den Teig

  • Mehl: Idealerweise italienisches Weizenmehl Typ 00 (Doppelnull). Es ist sehr fein gemahlen und hat einen hohen Proteingehalt, was zu einem elastischen und luftigen Teig führt. Alternativ funktioniert auch herkömmliches Weizenmehl Typ 405 oder 550.
  • Hefe: Frische Hefe oder Trockenhefe. Frische Hefe (ca. 7g pro Pizza) ergibt oft einen intensiveren Geschmack, Trockenhefe ist länger haltbar und einfacher zu dosieren.
  • Wasser: Lauwarmes Wasser ist wichtig, um die Hefe zu aktivieren.
  • Salz: Für den Geschmack und die Teigstruktur.
  • Olivenöl: Natives Olivenöl extra verleiht dem Teig Geschmeidigkeit und Aroma.
  • Zucker (optional): Eine Prise Zucker kann der Hefe helfen, schneller zu arbeiten, ist aber nicht zwingend notwendig.

Für die Soße

  • Geschälte Tomaten (San Marzano): Die besten Pizzen verwenden hochwertige, ganze geschälte Tomaten, oft aus der San Marzano-Region in Italien. Sie haben einen süß-säuerlichen Geschmack und eine fleischige Konsistenz. Alternativ funktionieren auch gute Passata (passierte Tomaten).
  • Knoblauch: Frisch gehackt oder gepresst.
  • Olivenöl: Für das Anbraten und den Geschmack.
  • Basilikum: Frisches Basilikum ist ein Muss für das authentische Aroma.
  • Salz und Pfeffer: Zum Abschmecken.
  • Oregano (optional): Getrockneter Oregano passt ebenfalls gut.

Für den Belag

  • Mozzarella: Frischkäse, idealerweise Büffelmozzarella oder Fior di Latte (Kuhmilchmozzarella), der nicht zu wässrig ist. Vor der Verwendung gut abtropfen lassen oder sogar leicht ausdrücken.
  • Beläge nach Wahl: Salami, Schinken, Pilze, Oliven, Paprika, Zwiebeln, Mais, Thunfisch, Ananas (wenn du mutig bist!), Rucola (nach dem Backen), Parmesan (nach dem Backen) – die Liste ist endlos.

Schritt-für-Schritt zum perfekten Pizzateig

Der Teig ist das Herzstück jeder guten Pizza. Ein guter Teig ist elastisch, luftig und wird beim Backen wunderbar knusprig. Hier ist ein einfaches Rezept:

Zutaten für den Teig (für 2-3 Pizzen)

  • 500 g Weizenmehl Typ 00 (oder 405/550)
  • 7 g Trockenhefe (oder 20 g frische Hefe)
  • 300 ml lauwarmes Wasser
  • 10 g Salz
  • 2 EL Olivenöl

Die Zubereitung

  1. Hefe aktivieren: Gib das lauwarme Wasser in eine große Schüssel. Wenn du frische Hefe verwendest, brösele sie hinein und rühre sie auf, bis sie sich aufgelöst hat. Bei Trockenhefe mische sie direkt mit dem Mehl. Füge optional eine Prise Zucker hinzu.
  2. Zutaten mischen: Gib das Mehl und das Salz in die Schüssel mit dem Hefewasser (oder mische die Trockenhefe mit dem Mehl, bevor du es zum Wasser gibst). Füge das Olivenöl hinzu.
  3. Kneten: Knete den Teig entweder mit den Händen auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche oder mit einer Küchenmaschine mit Knethaken. Knete den Teig für mindestens 10-15 Minuten, bis er glatt, elastisch und nicht mehr klebrig ist. Er sollte sich anfühlen wie ein weiches Ohrläppchen. Das lange Kneten ist entscheidend für die Entwicklung des Glutens, das dem Teig seine Struktur gibt.
  4. Erster Ruhegang: Forme den Teig zu einer Kugel, gib ihn in eine leicht geölte Schüssel, decke diese mit einem feuchten Tuch oder Frischhaltefolie ab und stelle sie an einen warmen Ort (z.B. in den leicht angewärmten, dann ausgeschalteten Ofen). Lass den Teig mindestens 1-2 Stunden gehen, bis er sich im Volumen verdoppelt hat. Für einen noch aromatischeren Teig kannst du ihn auch über Nacht im Kühlschrank gehen lassen (Cold Fermentation) – dann braucht er aber vor dem Verarbeiten nochmals 1-2 Stunden bei Raumtemperatur.

Die Tomatensoße: Das Herzstück jeder Pizza

Eine gute Tomatensoße ist einfach, frisch und nicht zu dominant. Sie soll den Geschmack der anderen Zutaten unterstreichen, nicht überdecken.

Einfaches Rezept für Pizzasoße

  1. Vorbereitung: Nimm eine Dose hochwertige geschälte Tomaten (400g). Zerdrücke sie grob mit den Händen oder einer Gabel in einer Schüssel. Du kannst sie auch kurz pürieren, wenn du eine glattere Soße bevorzugst, aber viele Pizzerien lassen sie stückig.
  2. Anbraten: Erhitze 1-2 EL Olivenöl in einem kleinen Topf. Gib 1-2 gehackte Knoblauchzehen hinzu und brate sie kurz an, bis sie duften (nicht braun werden lassen!).
  3. Köcheln: Gib die zerdrückten Tomaten in den Topf. Würze mit Salz und Pfeffer. Füge einige frische Basilikumblätter hinzu. Lass die Soße bei niedriger Hitze 10-15 Minuten leicht köcheln, damit sich die Aromen verbinden. Die Soße sollte nicht zu flüssig sein, sonst weicht der Teig durch.
  4. Abschmecken: Schmecke die Soße ab und füge bei Bedarf mehr Salz oder eine Prise Zucker hinzu, falls die Tomaten zu sauer sind.

Kreative Beläge: Deine Pizza, deine Wahl

Nachdem Teig und Soße bereit sind, kommt der spaßige Teil: das Belegen! Hier gibt es keine Regeln, außer deinem eigenen Geschmack. Einige beliebte Kombinationen sind:

  • Margherita: Tomatensoße, Mozzarella, frisches Basilikum (nach dem Backen). Die Königin der Pizzen.
  • Prosciutto e Funghi: Tomatensoße, Mozzarella, gekochter Schinken, frische Champignons.
  • Salame Piccante (Diavola): Tomatensoße, Mozzarella, scharfe Salami.
  • Vegetaria: Tomatensoße, Mozzarella, Paprika, Zwiebeln, Zucchini, Oliven, Pilze.
  • Quattro Formaggi: Mozzarella, Gorgonzola, Parmesan, Fontina (oder andere Käsesorten deiner Wahl).

Tipp: Achte darauf, die Pizza nicht zu überladen. Weniger ist oft mehr, da zu viele Beläge die Pizza wässrig machen und das Durchbacken erschweren können.

Das Backen: Geheimnisse für eine knusprige Kruste

Das Backen ist der kritische Moment. Eine hohe Temperatur und die richtige Methode sind entscheidend für eine knusprige Kruste und einen perfekt gegarten Belag.

Ofen und Backtemperatur

Heize deinen Ofen auf die höchstmögliche Temperatur vor, die er erreichen kann (oft 220-250°C Ober-/Unterhitze). Wenn du einen Pizzastein oder ein Pizzastahl verwendest, lege diesen mindestens 45-60 Minuten vor dem Backen in den Ofen, damit er richtig heiß wird. Die hohe Anfangstemperatur sorgt dafür, dass der Teig sofort aufgeht und eine knusprige Basis bildet.

Pizzastein oder Blech?

  • Pizzastein/-stahl: Dies ist die beste Option für eine wirklich authentische, knusprige Pizza. Der heiße Stein oder Stahl zieht die Feuchtigkeit schnell aus dem Teig und sorgt für eine gleichmäßige Bräunung der Unterseite, ähnlich einem Steinofen.
  • Backblech: Wenn du keinen Pizzastein hast, kannst du ein umgedrehtes Backblech verwenden. Heize es ebenfalls im Ofen vor. Das Ergebnis wird nicht ganz so knusprig sein wie mit einem Stein, aber immer noch besser als eine kalte Unterlage.
  • Backpapier: Lege Backpapier auf das Blech, um das Ankleben zu verhindern und das Handling zu erleichtern.

Backzeit

Eine Pizza backt bei hoher Temperatur sehr schnell. Die Backzeit beträgt in der Regel nur 8-15 Minuten, abhängig von deinem Ofen und der Dicke des Belags. Halte die Pizza im Auge: Der Käse sollte geschmolzen und leicht gebräunt sein, und der Rand sollte goldbraun und knusprig sein. Wenn du eine Pizza mit viel Belag hast, kann es sinnvoll sein, sie zunächst ohne Käse zu backen und den Käse erst in den letzten 5 Minuten hinzuzufügen, damit er nicht verbrennt.

Vergleich: Hausgemacht vs. Gekauft

Um die Vorteile der selbstgemachten Pizza noch deutlicher zu machen, hier ein Vergleich:

MerkmalHausgemachte PizzaFertigpizza / Lieferdienst
GeschmackFrisch, intensiv, individuell anpassbar, oft überlegenVariiert stark, oft künstliche Aromen, Einheitsgeschmack
Qualität der ZutatenVolle Kontrolle über hochwertige, frische ZutatenOft minderwertige, industriell verarbeitete Zutaten
GesundheitKeine unnötigen Zusatzstoffe, Kontrolle über Salz/FettOft hoher Salz-, Fett- und Zusatzstoffgehalt
KostenDeutlich günstiger pro PizzaRelativ teuer pro Portion
ZubereitungszeitLänger (insbes. Teigruhe), aber aktive Zeit geringSchnell (Aufbacken oder Lieferung)
AnpassbarkeitUnbegrenzte Möglichkeiten bei Belag und TeigBegrenzte Auswahl, wenig individuelle Anpassung
ErlebnisKreativer Prozess, Spaß für Familie/FreundeReiner Konsum, bequem

Häufig gestellte Fragen (FAQs)

F: Mein Teig geht nicht auf – was mache ich falsch?
A: Häufige Gründe sind zu kaltes oder zu heißes Wasser (Hefe mag lauwarm, ca. 35-40°C), abgelaufene Hefe oder ein zu kalter Ort zum Gehenlassen. Achte auch darauf, dass das Salz nicht direkt auf die Hefe kommt, da es die Hefezellen abtöten kann.

F: Warum ist meine Pizza unten nicht knusprig?
A: Der Ofen war wahrscheinlich nicht heiß genug vorgeheizt oder du hast keinen Pizzastein/-stahl verwendet. Eine hohe Anfangstemperatur und eine heiße Unterlage sind entscheidend, um die Feuchtigkeit schnell aus dem Teig zu ziehen und eine knusprige Kruste zu erzeugen. Auch zu viel Belag kann dazu führen, dass die Pizza durchweicht.

F: Kann ich den Teig vorbereiten und einfrieren?
A: Ja, du kannst den Teig nach dem ersten Gehenlassen portionieren, leicht einölen und luftdicht verpackt einfrieren. Vor der Verwendung im Kühlschrank auftauen lassen und dann bei Raumtemperatur nochmals 1-2 Stunden gehen lassen.

F: Welchen Käse soll ich verwenden?
A: Für eine authentische italienische Pizza ist frischer Mozzarella (Fior di Latte oder Büffelmozzarella) ideal. Er schmilzt gut und wird nicht zu fettig. Achte darauf, ihn gut abtropfen zu lassen oder sogar leicht auszudrücken, um überschüssige Flüssigkeit zu entfernen, die den Teig wässern könnte. Geriebener Mozzarella aus dem Supermarkt funktioniert auch, schmilzt aber anders.

F: Wie bekomme ich den Teig schön rund?
A: Übung macht den Meister! Beginne, indem du den Teig vorsichtig von der Mitte nach außen drückst, dabei einen kleinen Rand lässt. Dann kannst du ihn vorsichtig auf deinen Händen rotieren und dehnen. Wenn du Schwierigkeiten hast, verwende ein Nudelholz, aber rolle nicht zu dünn und versuche, den Rand nicht zu plätten, da dieser später schön aufgehen soll.

Tipps & Tricks für Pizzaprofis

  • Kaltgeführter Teig: Lass deinen Teig nach dem Kneten 24-48 Stunden im Kühlschrank gehen. Die lange, kalte Gärung entwickelt komplexere Aromen und eine bessere Teigstruktur. Hole den Teig 1-2 Stunden vor dem Backen aus dem Kühlschrank, damit er Raumtemperatur annehmen kann.
  • Semola statt Mehl zum Ausrollen: Verwende feinen Grieß (Semola rimacinata) anstelle von Weizenmehl zum Ausrollen des Teiges. Er verhindert das Ankleben und sorgt für eine noch knusprigere Unterseite.
  • Weniger ist mehr beim Belag: Überlade deine Pizza nicht! Zu viele Zutaten machen die Pizza schwer, wässrig und verhindern, dass sie richtig durchbackt und knusprig wird.
  • Olivenöl am Rand: Bestreiche den Rand der Pizza vor dem Backen leicht mit Olivenöl. Das sorgt für eine goldbraune Farbe und zusätzlichen Geschmack.
  • Frische Kräuter nach dem Backen: Frische Kräuter wie Basilikum oder Rucola verbrennen leicht im Ofen. Füge sie erst hinzu, nachdem die Pizza fertig gebacken ist.
  • Das richtige Werkzeug: Eine Pizzaschaufel erleichtert das Einschießen und Herausholen der Pizza aus dem Ofen erheblich.
  • Experimentieren: Hab keine Angst, mit verschiedenen Mehlsorten, Hefearten oder Belägen zu experimentieren. So findest du deine persönliche Lieblingspizza.

Das Selbermachen von Pizza ist eine Kunst, die mit jedem Versuch besser wird. Es ist ein Prozess, der Geduld, Liebe zum Detail und ein wenig Übung erfordert, aber die Belohnung ist unbezahlbar: eine köstliche, individuelle Pizza, die genau nach deinem Geschmack ist. Du wirst nicht nur ein beeindruckendes Gericht auf den Tisch zaubern, sondern auch die Freude am Kochen und Experimentieren in deiner eigenen Küche entdecken. Also, worauf wartest du noch? Krempel die Ärmel hoch, hol die Zutaten raus und starte dein eigenes Pizza-Abenteuer. Du wirst sehen, wie befriedigend es ist, eine perfekte, knusprige, selbstgemachte Pizza aus dem Ofen zu ziehen. Guten Appetit!

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