Was macht italienischer Schinken zu einem besonderen Genuss?

Pizza selber backen: Der ultimative Guide

14/12/2022

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Der Duft frisch gebackener Pizza, der durch die Küche zieht, ist für viele ein Inbegriff von Gemütlichkeit und Genuss. Doch statt zum Telefon zu greifen und einen Lieferservice zu bemühen, gibt es eine viel befriedigendere und oft auch schmackhaftere Alternative: die Pizza einfach selbst zu backen. Es mag auf den ersten Blick einschüchternd wirken, doch mit den richtigen Zutaten, ein wenig Geduld und den passenden Techniken wird das Pizzabacken zu einem wunderbaren Erlebnis, das Sie und Ihre Liebsten immer wieder begeistern wird. Dieser Artikel nimmt Sie an die Hand und führt Sie Schritt für Schritt durch den Prozess, von der Auswahl der besten Zutaten bis hin zum perfekten Backergebnis.

Wie kann man Salami Pizza backen?

Pizza ist mehr als nur ein Gericht; sie ist eine Leinwand für Kreativität und eine Feier der Einfachheit. Die Basis ist immer ein guter Teig, der das Herzstück jeder gelungenen Pizza bildet. Lassen Sie uns also direkt mit den Grundlagen beginnen und den Mythos entzaubern, dass Pizzabacken kompliziert sein muss.

Inhaltsverzeichnis

Die Grundlage: Der perfekte Pizzateig

Ein herausragender Pizzateig ist das A und O. Er sollte weich, elastisch und nach dem Backen knusprig am Rand und innen luftig sein. Die Qualität des Teigs hängt stark von den verwendeten Zutaten und der richtigen Zubereitung ab. Hier ist das Grundrezept, das Sie mit ein paar Tipps optimieren können:

Zutaten für den Pizzateig:

  • 500 g Weizenmehl (idealerweise Typ 00 oder Typ 550 für eine gute Textur)
  • 10 g Salz (ca. 2 Teelöffel)
  • 7 g Trockenhefe (oder 20 g frische Hefe)
  • 300-320 ml lauwarmes Wasser
  • 2 EL Olivenöl (extra vergine)

Zubereitung des Teigs Schritt für Schritt:

  1. Vorbereitung der Trockenhefe (oder frischen Hefe): Mischen Sie die Trockenhefe direkt mit dem Mehl und dem Salz in einer großen Schüssel. Wenn Sie frische Hefe verwenden, zerbröseln Sie diese in eine kleine Schüssel, geben Sie einen Teelöffel Zucker (optional, hilft der Hefe auf die Sprünge) und etwas von dem lauwarmen Wasser hinzu und verrühren Sie es, bis sich die Hefe aufgelöst hat. Lassen Sie die Mischung etwa 5 Minuten stehen, bis sie leicht schäumt – das zeigt an, dass die Hefe aktiv ist.
  2. Mehl und Salz mischen: In einer großen Rührschüssel das Mehl und das Salz gründlich vermischen. Eine gute Verteilung des Salzes ist wichtig für den Geschmack und die Regulierung der Hefeaktivität.
  3. Flüssigkeiten hinzufügen: Geben Sie das lauwarme Wasser (und die aufgelöste Hefe, falls verwendet) sowie das Olivenöl zur Mehlmischung. Achten Sie darauf, dass das Wasser nicht zu heiß ist, da dies die Hefe abtöten könnte. Ideal sind etwa 30-35°C.
  4. Kneten des Teigs: Beginnen Sie, die Zutaten mit einem Kochlöffel oder den Händen zu einem groben Teig zu verrühren. Sobald der Teig zusammenkommt, legen Sie ihn auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche. Nun beginnt der wichtigste Teil: das Kneten. Kneten Sie den Teig energisch für mindestens 10-15 Minuten. Drücken Sie ihn flach, falten Sie ihn zusammen, drehen Sie ihn und drücken Sie ihn erneut. Durch das Kneten entwickeln sich die Glutenstränge im Mehl, die dem Teig seine Elastizität und Struktur verleihen. Der Teig sollte am Ende weich, glatt und geschmeidig sein und sich nicht mehr stark an den Händen kleben.
  5. Erste Gehzeit (Stockgare): Formen Sie den gekneteten Teig zu einer Kugel. Fetten Sie die Schüssel leicht mit etwas Olivenöl ein, legen Sie die Teigkugel hinein und drehen Sie sie einmal, sodass sie von allen Seiten leicht mit Öl bedeckt ist. Decken Sie die Schüssel fest mit Frischhaltefolie oder einem feuchten Tuch ab. Stellen Sie sie an einen warmen Ort (z.B. im ausgeschalteten Ofen bei eingeschaltetem Licht, oder einfach bei Raumtemperatur) und lassen Sie den Teig für ca. 1 bis 1,5 Stunden aufgehen, bis sich sein Volumen mindestens verdoppelt hat. Diese erste Gehzeit ist entscheidend für die Entwicklung des Geschmacks und der Textur.
  6. Teig portionieren und formen (Stückgare): Sobald der Teig aufgegangen ist, nehmen Sie ihn aus der Schüssel und drücken Sie vorsichtig die Luft heraus. Teilen Sie den Teig in 2 bis 4 gleichgroße Portionen, je nachdem wie groß Ihre Pizzen werden sollen. Formen Sie jede Portion zu einer straffen Kugel. Legen Sie die Teigkugeln auf einen leicht bemehlten Teller oder ein Backblech, das Sie ebenfalls leicht mit Mehl bestäubt haben. Decken Sie die Kugeln erneut locker mit Frischhaltefolie ab, um ein Austrocknen zu verhindern. Lassen Sie sie bei Raumtemperatur nochmals ca. 1 Stunde aufgehen. Diese zweite Gehzeit (Stückgare) macht den Teig noch luftiger und einfacher zu verarbeiten.

Tipp zum Mehl: Während deutsches Weizenmehl Typ 405 oder 550 gut funktioniert, ist italienisches Tipo 00 Mehl oft die beste Wahl für Pizzateig. Es ist sehr fein gemahlen und hat einen hohen Proteingehalt, was zu einem elastischeren Teig und einer luftigeren Kruste führt.

Vergleich verschiedener Mehlsorten für Pizzateig

MehltypEigenschaftenErgebnis für Pizza
Weizenmehl Typ 405Fein gemahlen, geringer ProteingehaltLeichter, aber weniger elastischer Teig; Kruste kann kompakter sein.
Weizenmehl Typ 550Etwas grober, höherer Proteingehalt als Typ 405Guter Allrounder, elastischerer Teig und bessere Krustenentwicklung.
Weizenmehl Typ 00Sehr fein gemahlen, hoher Proteingehalt (speziell für Pizza/Pasta)Ideal für klassische neapolitanische Pizza; sehr elastischer Teig, luftige, knusprige Kruste.
VollkornweizenmehlHoher Ballaststoffgehalt, nussiger GeschmackDichterer, weniger elastischer Teig; gesünder, aber erfordert oft mehr Flüssigkeit und längere Gehzeit.

Die Kunst des Belegens: Weniger ist oft mehr

Während der Teig ruht und aufgeht, können Sie sich den Belägen widmen. Bei Pizza gilt oft die Regel: Weniger ist mehr. Überladen Sie Ihre Pizza nicht, um sicherzustellen, dass sie gleichmäßig gart und der Boden knusprig bleibt. Die Qualität der einzelnen Zutaten spielt hier eine entscheidende Rolle.

Basis-Beläge:

  • Tomatensauce: Eine einfache, aber hochwertige Tomatensauce ist Gold wert. Verwenden Sie am besten ganze geschälte Tomaten (San Marzano sind ideal) aus der Dose. Zerdrücken Sie sie grob mit einer Gabel, würzen Sie mit Salz, etwas Olivenöl und optional einer Prise Oregano. Kochen ist nicht unbedingt nötig, die Frische der Tomaten ist entscheidend.
  • Käse: Mozzarella ist der Klassiker. Verwenden Sie frischen Mozzarella (Büffel- oder Fior di Latte), den Sie vor der Verwendung gut abtropfen lassen und in Stücke reißen oder schneiden. Alternativ kann auch geriebener Mozzarella verwendet werden, aber der frische Käse schmilzt schöner. Parmesan oder Pecorino können als zusätzliche Würze dienen.

Belag-Ideen:

Nachdem Sie den Teig ausgerollt haben (am besten mit den Händen von der Mitte nach außen drücken, um den Rand nicht zu beschädigen), verteilen Sie die Tomatensauce gleichmäßig, lassen Sie dabei einen kleinen Rand frei. Dann kommt der Mozzarella oder anderer Käse. Danach können Sie Ihre Lieblingszutaten hinzufügen:

  • Klassisch: Basilikum (frisch nach dem Backen), Oregano, Olivenöl.
  • Salami/Peperoni: Dünn geschnittene Salami oder scharfe Peperoni.
  • Pilze: Frische Champignons, dünn geschnitten.
  • Gemüse: Paprika, Zwiebeln, Zucchini, Auberginen (optional vorher kurz anbraten).
  • Fleisch/Fisch: Gekochter Schinken, Thunfisch, Sardellen.

Achten Sie darauf, nicht zu viele wasserhaltige Zutaten auf einmal zu verwenden, da dies den Boden durchnässen kann. Weniger ist oft mehr, um die einzelnen Aromen hervorzuheben.

Das Backen: Hitze ist der Schlüssel

Die Backtemperatur ist für eine perfekte Pizza entscheidend. Ein haushaltsüblicher Ofen erreicht selten die Temperaturen eines professionellen Steinofens, aber man kann sich annähern.

Vorbereitung des Ofens:

  1. Maximale Hitze: Heizen Sie Ihren Ofen auf die höchstmögliche Temperatur vor (oft 220-250°C Ober-/Unterhitze).
  2. Backunterlage: Für das beste Ergebnis verwenden Sie einen Pizzastein oder ein Pizzastahl. Legen Sie diesen auf die unterste oder mittlere Schiene des Ofens. Lassen Sie den Pizzastein mindestens 30-60 Minuten aufheizen, bevor Sie die Pizza hineinschieben. Dies ist entscheidend, damit der Stein die Hitze optimal auf den Pizzaboden übertragen kann und dieser schön knusprig wird. Wenn Sie keinen Pizzastein haben, verwenden Sie ein umgedrehtes Backblech, das Sie ebenfalls gut vorheizen.

Die Pizza in den Ofen schieben und backen:

  1. Pizza auf den Schieber: Bevor Sie die Pizza belegen, legen Sie den ausgerollten Teig auf einen gut bemehlten Pizzaschieber (oder ein Stück Backpapier auf einem Schneidebrett). Das Mehl hilft, dass die Pizza später leicht vom Schieber gleitet.
  2. Belegen: Belegen Sie die Pizza zügig, damit der Teig nicht durchweicht.
  3. Einschießen: Schieben Sie die belegte Pizza mit einer schnellen, ruckartigen Bewegung direkt auf den heißen Pizzastein oder das Backblech.
  4. Backzeit: Eine Pizza backt bei hoher Temperatur sehr schnell. Je nach Ofen und Belag dauert es zwischen 5 und 15 Minuten. Halten Sie die Pizza im Auge. Der Rand sollte goldbraun und leicht aufgegangen sein, der Käse geschmolzen und leicht gebräunt.
  5. Herausnehmen und Servieren: Nehmen Sie die Pizza mit dem Pizzaschieber aus dem Ofen. Lassen Sie sie kurz auf einem Rost abkühlen, bevor Sie sie schneiden, damit der Boden nicht matschig wird. Sofort servieren!

Problemlösung: Häufige Herausforderungen beim Pizzabacken

Auch wenn es einfach klingt, können beim Pizzabacken kleine Hürden auftreten. Hier sind einige häufige Probleme und ihre Lösungen:

  • Der Teig ist zu klebrig/trocken: Wenn der Teig beim Kneten zu klebrig ist, fügen Sie löffelweise etwas Mehl hinzu. Ist er zu trocken und bröselig, geben Sie tröpfchenweise etwas lauwarmes Wasser hinzu. Die Konsistenz sollte geschmeidig und elastisch sein.
  • Der Pizzaboden ist nicht knusprig: Dies liegt oft an einer zu niedrigen Ofentemperatur oder einer zu kurzen Vorheizzeit des Pizzasteins. Stellen Sie sicher, dass Ihr Ofen auf der maximalen Temperatur ist und der Stein mindestens 30-60 Minuten vorgeheizt wurde. Auch zu viel Belag kann den Boden feucht machen.
  • Der Pizzarand ist nicht aufgegangen: Dies kann an einer inaktiven Hefe (zu altes Produkt, zu kaltes oder heißes Wasser) liegen oder an einer zu kurzen Gehzeit. Auch zu starkes Ausrollen des Teigs, das die Luftblasen herausdrückt, kann den Rand flach halten.
  • Pizza bleibt am Pizzaschieber kleben: Das ist ein Klassiker! Achten Sie darauf, den Schieber vor dem Belegen großzügig mit Mehl (Hartweizengrieß funktioniert noch besser) zu bestäuben. Belegen Sie die Pizza schnell und schieben Sie sie sofort in den Ofen. Langes Warten führt dazu, dass Feuchtigkeit aus dem Teig ins Mehl gelangt und die Pizza festklebt.
  • Belag ist verbrannt, Boden noch nicht durch: Dies kann passieren, wenn die Oberhitze zu stark ist oder der Belag zu lange im Ofen war, während der Boden noch nicht die nötige Hitze bekommen hat. Eine Lösung ist, den Pizzastein auf der untersten Schiene zu platzieren, um dem Boden mehr direkte Hitze zu geben. Bei Bedarf kann man die Pizza für die letzten Minuten unter den Grill schieben, aber Vorsicht ist geboten.

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zum Pizzabacken

Hier beantworten wir einige der am häufigsten gestellten Fragen rund um das Thema Pizza selber backen:

Kann ich den Pizzateig im Voraus zubereiten?

Ja, absolut! Pizzateig lässt sich hervorragend im Voraus zubereiten. Nach der ersten Gehzeit können Sie den Teig in Portionen teilen und diese entweder luftdicht verpackt im Kühlschrank für bis zu 2-3 Tage aufbewahren oder sogar einfrieren. Zum Auftauen einfach über Nacht im Kühlschrank oder bei Raumtemperatur auftauen lassen und dann wie gewohnt weiterverarbeiten. Eine längere, kalte Gärung im Kühlschrank kann dem Teig sogar ein komplexeres Aroma verleihen.

Welches ist das beste Mehl für Pizza?

Für eine authentische italienische Pizza ist italienisches Weizenmehl Typ 00 (Tipo 00) oft die erste Wahl. Es ist sehr fein gemahlen und hat einen hohen Proteingehalt, was zu einem sehr elastischen Teig und einer luftigen, knusprigen Kruste führt. Alternativ können Sie auch deutsches Weizenmehl Typ 550 verwenden, das ebenfalls gute Ergebnisse liefert.

Brauche ich unbedingt einen Pizzastein?

Ein Pizzastein ist nicht zwingend notwendig, aber er macht einen großen Unterschied für die Qualität des Bodens. Er speichert und leitet die Hitze effizienter als ein normales Backblech, was zu einem viel knusprigeren Boden führt. Wenn Sie keinen Pizzastein haben, können Sie ein umgedrehtes Backblech oder eine gusseiserne Pfanne verwenden, die Sie im Ofen gut vorheizen.

Wie bewahre ich übrig gebliebene Pizza am besten auf?

Übrig gebliebene Pizza sollte luftdicht verpackt im Kühlschrank aufbewahrt werden. Sie hält sich dort 2-3 Tage. Zum Aufwärmen ist eine Pfanne auf mittlerer Hitze mit Deckel ideal, um den Boden wieder knusprig zu bekommen und den Käse zu schmelzen. Auch im Backofen bei mittlerer Temperatur (ca. 180°C) funktioniert es gut, bis die Pizza durchgewärmt ist.

Kann ich Pizza auch auf dem Grill backen?

Ja, Pizza vom Grill ist eine fantastische Alternative und kann hervorragende Ergebnisse liefern. Sie benötigen einen Grill mit Deckel und idealerweise einen Pizzastein, der auf dem Grillrost platziert wird. Heizen Sie den Grill auf hohe Temperatur vor. Der Teig wird dann direkt auf dem heißen Stein gebacken. Dies verleiht der Pizza oft ein einzigartiges Raucharoma und einen besonders knusprigen Boden.

Was ist der Unterschied zwischen frischer Hefe und Trockenhefe?

Frische Hefe und Trockenhefe sind beides Arten von Bäckerhefe, die den Teig aufgehen lassen. Frische Hefe (Presshefe) ist feuchter und muss oft in Flüssigkeit aufgelöst werden, bevor sie zum Teig gegeben wird. Sie hat eine kürzere Haltbarkeit. Trockenhefe ist dehydriert und hat eine längere Haltbarkeit. Sie kann oft direkt mit dem Mehl vermischt werden. Generell gilt: 1 Päckchen Trockenhefe (7g) entspricht etwa 20-25g frischer Hefe.

Fazit: Die Freude am Pizzabacken entdecken

Pizza selber backen ist ein lohnendes Unterfangen, das nicht nur köstliche Ergebnisse liefert, sondern auch viel Freude bereitet. Es ist eine Gelegenheit, kreativ zu werden, mit verschiedenen Belägen zu experimentieren und letztendlich eine Pizza zu kreieren, die genau Ihrem Geschmack entspricht. Von der Auswahl des richtigen Mehls über das sorgfältige Kneten des Teigs bis hin zur hohen Hitze im Ofen – jeder Schritt trägt zu einem unvergesslichen Geschmackserlebnis bei. Mit den hier vorgestellten Tipps und Tricks sind Sie bestens gerüstet, um Ihre eigene perfekte Pizza zu Hause zu backen. Guten Appetit!

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