28/12/2017
Der Duft frisch gebackener Pizza, der durch die Küche zieht, ist ein Versprechen auf Genuss. Eine selbstgemachte Pizza übertrifft oft jede Fertigpizza und ermöglicht es Ihnen, Zutaten und Geschmack ganz nach Ihren Vorlieben zu gestalten. Heute tauchen wir ein in die Welt der Pizza Provenzale und zeigen Ihnen detailliert, wie Sie diesen Klassiker perfekt im heimischen Ofen zubereiten können. Es geht nicht nur darum, die richtigen Zutaten zu wählen, sondern auch um die Technik, die Ihren Teig luftig und knusprig macht und den Belag optimal zur Geltung bringt. Bereiten Sie sich darauf vor, zum Pizzabäcker in Ihrer eigenen Küche zu werden!
Die Pizza Provenzale zeichnet sich durch ihre herzhaften Beläge und die aromatische Tomatensauce aus, die von den sonnenverwöhnten Regionen des Südens inspiriert ist. Der Schlüssel zu einer herausragenden Pizza liegt jedoch immer im Teig – dem Fundament jeder guten Scheibe. Lassen Sie uns also mit den Grundlagen beginnen und Schritt für Schritt eine Pizza kreieren, die Ihre Geschmacksknospen verwöhnen wird.

- Der perfekte Pizzateig: Das Herzstück Ihrer Provenzale
- Die aromatische Tomatensauce: Der Geschmacksträger
- Der herzhafte Belag: Typisch Provenzale
- Der Backvorgang im Ofen: Für die perfekte Knusprigkeit
- Vergleich der Mehltypen für Pizzateig
- Häufig gestellte Fragen zur Pizza aus dem Ofen
- Fazit: Pizza Provenzale – Ein Genuss aus dem eigenen Ofen
Der perfekte Pizzateig: Das Herzstück Ihrer Provenzale
Ein guter Pizzateig ist elastisch, geschmeidig und entwickelt beim Backen eine wunderbare Textur – außen knusprig, innen luftig und weich. Die Zubereitung erfordert ein wenig Geduld, aber die Mühe lohnt sich allemal. Für unsere Pizza Provenzale beginnen wir mit einer bewährten Rezeptur, die stets gelingt.
Zutaten für den Teig:
- Germ (Hefe)
- Zucker
- Wasser
- Milch
- Öl (idealerweise Olivenöl)
- Salz
- Mehl (Weizenmehl)
Die Zubereitungsschritte im Detail:
- Hefe aktivieren: Lösen Sie die Germ zusammen mit dem Zucker in einem Teil des lauwarmen Wassers auf. Zucker dient hier nicht nur als Geschmacksgeber, sondern vor allem als Nahrung für die Hefe, die so optimal aktiviert wird. Lassen Sie diese Mischung einige Minuten stehen, bis sie leicht schaumig wird. Das ist ein gutes Zeichen dafür, dass die Hefe aktiv ist.
- Zutaten mischen und kneten: Geben Sie die aktivierte Hefe-Mischung zusammen mit dem restlichen Wasser, der Milch, dem Öl und dem Salz in eine große Schüssel zum Mehl. Verwenden Sie Knethaken eines Handmixers oder eine Küchenmaschine, um die Zutaten gründlich zu vermischen und zu einem homogenen Teig zu verkneten. Der Teig sollte sich von den Schüsselwänden lösen.
- Handarbeit für Perfektion: Auch wenn der Mixer gute Arbeit leistet, ist ein abschließendes Kneten mit der Hand entscheidend. Nehmen Sie den Teig aus der Schüssel und kneten Sie ihn auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche noch einmal kräftig durch. Dies fördert die Glutenentwicklung, was den Teig elastischer und widerstandsfähiger macht. Sie sollten einen glatten, geschmeidigen Teig erhalten.
- Erste Gehzeit: Formen Sie den fertigen Teig zu einer Kugel. Legen Sie ihn zurück in die Schüssel, decken Sie diese mit einem feuchten Tuch oder Frischhaltefolie ab und lassen Sie den Teig an einem warmen Ort (aber nicht über 60 °C, da dies die Hefe abtöten würde) für etwa 30 Minuten gehen. Ein idealer Ort könnte ein leicht vorgewärmter Ofen (ausgeschaltet!) oder ein sonniger Platz sein. Der Teig sollte sich in dieser Zeit deutlich vergrößern und sein Volumen verdoppeln.
- Erneutes Kneten und Ausrollen: Nach der ersten Gehzeit nehmen Sie den Teig erneut heraus und kneten ihn kurz durch, um die Luft herauszudrücken. Dies wird auch als „Degasieren“ bezeichnet und ist wichtig für eine feine Porenstruktur. Anschließend rollen Sie den Teig auf einem Pizzablech aus. Achten Sie darauf, dass der Teig gleichmäßig dick ist, um ein gleichmäßiges Garen zu gewährleisten. Sie können den Teig auch direkt auf Backpapier ausrollen und dieses dann auf das Blech ziehen.
Tipp zum Teig: Die Wahl des Mehls spielt eine Rolle. Während Weizenmehl Typ 405 (für Kuchen) und Typ 550 (für Brot) in Deutschland gängig sind, schwören viele Pizzabäcker auf italienisches Tipo 00 Mehl. Es ist feiner gemahlen und hat einen spezifischen Proteingehalt, der für eine besonders elastische und luftige Kruste sorgt.
Die aromatische Tomatensauce: Der Geschmacksträger
Die Tomatensauce der Pizza Provenzale ist bewusst einfach gehalten, um die Qualität der Tomaten und des Oreganos in den Vordergrund zu stellen. Ihre Frische und Würze sind entscheidend.
Zutaten für die Sauce:
- Tomatenmark
- Passierte Tomaten
- Oregano
Zubereitung:
Mischen Sie einfach das Tomatenmark, die passierten Tomaten und den Oregano in einer kleinen Schüssel. Es ist nicht notwendig, die Sauce vorher zu kochen, da sie im Ofen ausreichend Aroma entwickeln wird. Das Tomatenmark sorgt für eine tiefere Tomatennote, während die passierten Tomaten die Basis bilden. Der Oregano ist das klassische Gewürz für Pizza und verleiht ihr ihren unverwechselbaren mediterranen Geschmack. Verteilen Sie die Sauce gleichmäßig auf dem ausgerollten Teig, lassen Sie dabei einen kleinen Rand frei, der später zur knusprigen Kruste wird.
Der herzhafte Belag: Typisch Provenzale
Nachdem die Sauce aufgetragen ist, folgt der Belag, der die Pizza Provenzale so beliebt macht. Hier kommt es auf eine gute Verteilung und frische Zutaten an.
Belag-Zutaten:
- Käse (z.B. geriebener Mozzarella, Gouda oder eine Mischung)
- Salami
- Speck (oder Schinken als Alternative)
- Pfefferoni (Peperoni)
- Mais
- Pizzagewürz
So belegen Sie Ihre Pizza:
Beginnen Sie mit einer großzügigen Schicht Käse. Der Käse bildet eine schützende Schicht für die darunterliegende Sauce und schmilzt zu einer köstlichen, goldenen Kruste. Anschließend verteilen Sie die Salami, den Speck (oder Schinken), die in Scheiben geschnittenen Pfefferoni und den Mais gleichmäßig über den Käse. Achten Sie darauf, den Belag nicht zu überladen, da dies die Pizza matschig machen und das Garen behindern könnte. Zum Schluss bestreuen Sie die gesamte Pizza mit Pizzagewürz, das oft eine Mischung aus Oregano, Basilikum, Thymian und manchmal auch Knoblauchpulver ist und dem Ganzen eine zusätzliche aromatische Note verleiht.
Der Backvorgang im Ofen: Für die perfekte Knusprigkeit
Der Ofen ist das Herzstück der Pizzazubereitung. Die richtige Temperatur und Backzeit sind entscheidend für eine knusprige Kruste und einen perfekt gegarten Belag.
Vorbereitung des Ofens:
Heizen Sie Ihren Backofen auf die höchstmögliche Temperatur vor, die er erreichen kann – idealerweise 220-250°C Ober-/Unterhitze oder sogar mehr, wenn Ihr Ofen dies zulässt. Wenn Sie einen Pizzastein oder ein Backstahl haben, legen Sie diesen bereits beim Vorheizen in den Ofen. Ein Pizzastein speichert die Hitze und gibt sie gleichmäßig an den Pizzaboden ab, was zu einer besonders knusprigen Kruste führt, ähnlich wie in einem professionellen Pizzaofen. Lassen Sie den Ofen mindestens 30-45 Minuten vorheizen, damit der Stein oder das Blech die optimale Temperatur erreicht.
Das Backen:
Schieben Sie die belegte Pizza vorsichtig in den vorgeheizten Ofen. Wenn Sie einen Pizzastein verwenden, schieben Sie die Pizza direkt darauf. Andernfalls platzieren Sie das Pizzablech auf der untersten oder mittleren Schiene, je nachdem, wo die Hitze in Ihrem Ofen am besten wirkt. Die Backzeit variiert je nach Ofen und gewünschtem Bräunungsgrad, liegt aber in der Regel zwischen 10 und 15 Minuten. Halten Sie die Pizza im Auge: Der Rand sollte goldbraun und knusprig sein, der Käse geschmolzen und leicht gebräunt, und die Beläge sollten gar sein. Wenn Sie möchten, können Sie die Pizza in den letzten Minuten unter den Grill stellen, um eine noch schönere Bräunung des Käses zu erzielen, aber passen Sie auf, dass sie nicht verbrennt.
Vergleich der Mehltypen für Pizzateig
Die Wahl des Mehls beeinflusst maßgeblich die Textur Ihres Pizzateigs. Hier ist ein kleiner Überblick über gängige Mehltypen und ihre Eigenschaften für Pizza:
| Mehltyp | Eigenschaften | Empfehlung für Pizza |
|---|---|---|
| Weizenmehl Typ 405 | Fein gemahlen, geringer Proteingehalt. Für feine Backwaren. | Kann verwendet werden, ergibt aber eine weniger elastische Kruste. |
| Weizenmehl Typ 550 | Etwas kräftiger, höherer Proteingehalt als Typ 405. Für Brot und Brötchen. | Gute Allround-Option, ergibt eine stabile, leicht knusprige Kruste. |
| Italienisches Tipo 00 | Sehr fein gemahlen, hoher Glutengehalt trotz feiner Mahlung. | Ideal für neapolitanische Pizza, sorgt für sehr elastischen Teig und luftig-knusprigen Rand. |
| Hartweizengrieß | Grober gemahlen, kann dem Teig eine rustikale Textur verleihen. | Oft in Kombination mit Weizenmehl für extra Knusprigkeit verwendet. |
Häufig gestellte Fragen zur Pizza aus dem Ofen
Warum wird mein Pizzateig nicht knusprig?
Oft liegt dies an einer zu niedrigen Ofentemperatur oder einer zu kurzen Vorheizzeit. Der Ofen muss extrem heiß sein, damit der Teig schnell gart und Wasser verdampft, bevor er zäh wird. Ein Pizzastein oder Backstahl kann hier Wunder wirken, da er die Hitze besser speichert und abgibt als ein herkömmliches Blech. Auch zu viel Belag kann die Pizza matschig machen. Weniger ist manchmal mehr!
Kann ich den Pizzateig vorbereiten und im Kühlschrank lagern?
Ja, Sie können den Teig nach dem ersten Gehenlassen luftdicht verpackt für 1-2 Tage im Kühlschrank lagern. Manche schwören sogar auf eine längere, kalte Gärung, da dies den Geschmack des Teiges intensiviert. Vor der Verwendung sollten Sie den Teig jedoch mindestens eine Stunde vor dem Ausrollen aus dem Kühlschrank nehmen, damit er wieder Raumtemperatur annimmt und sich leichter verarbeiten lässt.
Mein Teig ist klebrig und lässt sich schwer ausrollen. Was tun?
Ein klebriger Teig kann an zu viel Feuchtigkeit oder zu wenig Mehl liegen. Versuchen Sie, beim Kneten schrittweise kleine Mengen Mehl hinzuzufügen, bis der Teig geschmeidig ist und nicht mehr an den Händen klebt. Auch eine kurze Ruhezeit im Kühlschrank kann helfen, da sich das Gluten dann entspannen kann und der Teig weniger klebrig wird. Verwenden Sie zum Ausrollen immer eine leicht bemehlte Arbeitsfläche und ein ebenfalls leicht bemehltes Nudelholz.
Welcher Käse eignet sich am besten für Pizza?
Für eine klassische Pizza Provenzale eignen sich Mozzarella (insbesondere der festere, geriebene Mozzarella, der weniger Wasser enthält), aber auch Gouda, Emmentaler oder eine Mischung aus verschiedenen Käsesorten. Wichtig ist, dass der Käse gut schmilzt und nicht zu viel Wasser abgibt, um den Boden nicht aufzuweichen. Büffelmozzarella ist zwar sehr aromatisch, sollte aber gut abgetropft werden, um überschüssige Feuchtigkeit zu vermeiden.
Muss ich den Pizzateig immer gehen lassen?
Ja, das Gehenlassen ist ein entscheidender Schritt bei Hefeteigen. Während dieser Zeit vermehrt sich die Hefe und produziert Kohlendioxid, das den Teig aufgehen lässt und ihm seine luftige Textur verleiht. Ohne diese Gehzeit würde der Teig flach und hart bleiben. Die angegebenen 30 Minuten sind das Minimum; längere Gehzeiten (insbesondere im Kühlschrank) können den Geschmack und die Textur weiter verbessern.
Fazit: Pizza Provenzale – Ein Genuss aus dem eigenen Ofen
Die Zubereitung einer Pizza Provenzale im eigenen Ofen ist ein lohnendes Erlebnis, das nicht nur köstliche Ergebnisse liefert, sondern auch viel Freude bereitet. Vom sorgfältigen Kneten des Teigs über das Kreieren der aromatischen Tomatensauce bis hin zum kreativen Belegen und dem entscheidenden Backvorgang im heißen Ofen – jeder Schritt trägt zum perfekten Endprodukt bei. Mit den richtigen Techniken und ein wenig Übung werden Sie bald in der Lage sein, Pizzen zu backen, die es mit jeder Pizzeria aufnehmen können. Experimentieren Sie mit den Belägen, passen Sie die Gewürze an und entdecken Sie Ihre persönliche Lieblingspizza. Guten Appetit!
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