23/10/2023
Die Pizza Romana ist weit mehr als nur eine weitere Pizza-Variante; sie ist ein kulinarisches Meisterwerk, das sich durch ihre unvergleichliche Knusprigkeit und ihren delikaten Geschmack auszeichnet. Im Gegensatz zu ihren runderen, luftigeren Verwandten aus Neapel besticht die römische Pizza durch ihren dünnen, krossen Boden, der bei jedem Bissen ein befriedigendes Knistern erzeugt. Wenn du schon immer davon geträumt hast, diese römische Spezialität in deiner eigenen Küche zu zaubern, bist du hier genau richtig. Wir tauchen tief in die Geheimnisse der Zubereitung ein, von der Auswahl der richtigen Zutaten bis hin zu den perfekten Backbedingungen, und verraten dir alle Tipps und Tricks, um eine Pizza zu backen, die selbst in den Gassen Roms bestehen könnte.

- Die Kunst der römischen Pizza: Einzigartige Merkmale
- Römisch vs. Neapolitanisch: Ein direkter Vergleich
- Das perfekte Rezept für Pizza Romana
- Backen wie ein Profi: Tipps für die ultimative Knusprigkeit
- Häufig gestellte Fragen zur Pizza Romana (FAQ)
- Was macht die Pizza Romana so besonders?
- Welche Zutaten benötigt man für den Teig?
- Wie bereitet man den Teig zu?
- Wie formt man den Teig für das Backblech?
- Welcher Belag passt zur Pizza Romana?
- Wie lange und bei welcher Temperatur wird die Pizza gebacken?
- Kann man den Teig auch einfrieren?
- Welche Alternativen gibt es zur Pizza Romana?
- Wo kann man die Pizza Romana in Italien genießen?
- Wie viele Pizzas braucht man für 2 Portionen?
- Was sind die wichtigsten Tipps für das perfekte Ergebnis?
Die Kunst der römischen Pizza: Einzigartige Merkmale
Was macht die Pizza Romana so besonders und hebt sie von anderen Pizzatypen ab? Es sind vor allem drei entscheidende Faktoren, die ihren einzigartigen Charakter prägen: der Teig, die Zubereitung und die Backweise.
Der Teig: Das Herzstück der Knusprigkeit
Der Teig der Pizza Romana unterscheidet sich grundlegend von dem der neapolitanischen Pizza. Während letztere auf einen luftigen, dicken Rand abzielt, ist der römische Teig darauf ausgelegt, dünn und knusprig zu werden. Dies wird durch mehrere Aspekte erreicht:
- Ölzusatz: Im Gegensatz zum reinen Wasser-Mehl-Hefe-Teig der Neapolitaner enthält der römische Pizzateig Olivenöl. Dieses Öl trägt maßgeblich zur Knusprigkeit bei und sorgt für eine zartere Textur.
- Hoher Wasseranteil: Oft hat der Teig einen sehr hohen Wasseranteil, manchmal bis zu 90% in Bezug auf das Mehl. Dieser hohe Hydrationsgrad führt zu einem Teig, der extrem dünn ausgezogen werden kann und beim Backen besonders kross wird.
- Lange Ruhezeit: Eine Ruhezeit von 24 bis 48 Stunden im Kühlschrank ist entscheidend. Während dieser Zeit entwickeln sich die Aromen im Teig, und die Glutenstruktur entspannt sich, was das spätere Ausziehen erleichtert und die Knusprigkeit fördert.
Die Zubereitung: Ziehen statt Rollen
Ein wichtiger Tipp für die Zubereitung des römischen Pizzateigs ist das „Ziehen“ statt des reinen Ausrollens mit einem Nudelholz. Obwohl im Rezept später vom Ausrollen die Rede ist, ist das sanfte Dehnen und Ziehen des Teiges von der Mitte nach außen entscheidend. Dieser Prozess hilft, die Luft im Teig zu erhalten und ihn gleichzeitig extrem dünn zu formen, ohne die Struktur zu beschädigen. Dies ist der Schlüssel zu einem leichten und krossen Ergebnis.
Das Backen: Heiß und lang für die perfekte Kruste
Die Pizza Romana wird traditionell auf einem Backblech gebacken, oft in rechteckiger Form, und bei einer hohen Temperatur über einen längeren Zeitraum als die neapolitanische Pizza. Dies ermöglicht es dem Teig, vollständig auszubacken und seine charakteristische Knusprigkeit zu entwickeln. Die hohe Temperatur sorgt für eine schnelle Bräunung des Randes und des Bodens, während die längere Backzeit die Feuchtigkeit entzieht und die gewünschte Krossheit erzeugt.

Römisch vs. Neapolitanisch: Ein direkter Vergleich
Die Debatte zwischen römischer und neapolitanischer Pizza ist eine Herzensangelegenheit vieler Pizzaliebhaber. Beide haben ihren Reiz, aber sie könnten unterschiedlicher kaum sein. Hier ist ein Überblick über die Hauptunterschiede:
| Merkmal | Pizza Romana | Pizza Neapolitanisch |
|---|---|---|
| Teig | Dünn, knusprig, mit Olivenöl im Teig | Weich, luftig, mit hohem, oft verkohltem Rand (Cornicione) |
| Rand | Sehr dünn, kross und flach | Hoch, luftig und weich |
| Backen | Länger gebacken (ca. 15 Min.), oft auf Backblech, höhere Temperatur | Sehr kurz gebacken (60-90 Sek.) im Holzofen bei extrem hoher Temperatur (450-500°C) |
| Form | Oft rechteckig, in Stücke geschnitten serviert (Pizza al Taglio) | Rund |
| Zutaten Teig | Mehl, Wasser, Hefe, Salz, Olivenöl | Mehl, Wasser, Hefe, Salz (kein Öl) |
| Typische Beläge | Passierte Tomaten, Mozzarella, Oregano; auch vielfältigere Beläge | Margherita (Tomate, Mozzarella, Basilikum, Olivenöl) oder Marinara (Tomate, Knoblauch, Oregano, Olivenöl) |
Es ist wichtig zu beachten, dass die Bezeichnung „Pizza Romana“ in Neapel manchmal für eine Variante der neapolitanischen Pizza mit Sardellen verwendet wird, die in anderen Teilen Italiens als „Pizza Napoli“ bekannt ist. Dies kann zu Verwirrung führen. Wenn wir von Pizza Romana sprechen, meinen wir jedoch die in Rom typische, dünne und knusprige Variante.
Das perfekte Rezept für Pizza Romana
Bereit, die Hände in den Teig zu stecken? Hier ist ein detailliertes Rezept, das dir hilft, die perfekte Pizza Romana zu Hause zuzubereiten.
Zutaten (für 2 Pizzen)
- 500 g Mehl (Tipo 00 oder Caputo Saccorosso für beste Ergebnisse)
- 400 ml Wasser
- 10 g frische Hefe
- 10 g Salz
- 20 ml Olivenöl (für den Teig)
- 200 g passierte Tomaten
- 250 g Mozzarella (gut abgetropft)
- Oregano
- Olivenöl zum Bestreichen und Beträufeln
Schritt-für-Schritt-Zubereitung des Teigs
- Hefe auflösen: Die frische Hefe in etwas lauwarmem Wasser auflösen.
- Zutaten mischen: Mehl und Salz in einer großen Schüssel vermischen und in die Mitte eine Mulde drücken.
- Kneten (Maschine): Das Hefewasser und das restliche Wasser nach und nach dazugeben. Beginne mit einer Küchenmaschine (Knethaken) bei mittlerer bis niedriger Geschwindigkeit. Füge das Wasser schrittweise hinzu und achte darauf, dass die vorherige Menge gut vom Mehl aufgenommen wurde. Sobald etwa 3/4 des Wassers eingegossen sind, das Salz hinzufügen und weiterkneten. Den Rest des Wassers weiterhin in einem dünnen Strahl hinzufügen.
- Öl einarbeiten: Wenn der Teig eine homogene Mischung bildet, das Olivenöl nach und nach hinzufügen, bis es vollständig aufgenommen ist.
- Kneten (Hand): Alternativ kann der Teig auch von Hand geknetet werden. Knete den Teig mindestens 7 Minuten lang, bis er glatt und elastisch ist. Er sollte sich von den Schüsselwänden lösen.
- Erste Ruhephase: Den Teig zu einer Kugel formen, in eine leicht geölte große Schüssel geben und mit Olivenöl bestreichen. Die Schüssel mit Frischhaltefolie oder einem sauberen Tuch abdecken und für 24-48 Stunden in den Kühlschrank stellen. Diese lange, kalte Fermentation ist entscheidend für den Geschmack und die Textur.
Teig formen und vorbereiten
- Teig portionieren: Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und in zwei gleich große Stücke teilen. Jedes Stück zu einer Kugel formen.
- Zweite Ruhephase: Die Teigkugeln auf einer bemehlten Arbeitsfläche mit einem sauberen Tuch abdecken und weitere 30 Minuten bei Raumtemperatur ruhen lassen. Dies entspannt den Teig und macht ihn leichter formbar.
- Ofen vorheizen: Den Backofen auf 250°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Wenn du einen Pizzastein verwendest, lege ihn auf die unterste Schiene und heize ihn mindestens 45-60 Minuten mit dem Ofen vor. Ein Backblech mit Backpapier auslegen oder leicht einfetten.
- Teig ausziehen/rollen: Jede Teigkugel auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einem Rechteck ausrollen (oder ziehen), dabei einen kleinen Rand von etwa 1,5 cm freilassen. Versuche, den Teig so dünn wie möglich auszuziehen. Lege den ausgerollten Teig vorsichtig auf das vorbereitete Backblech oder den heißen Pizzastein.
Belag: Klassisch und Variationen
- Tomatensauce: Eine großzügige Schöpfkelle passierte Tomaten (zuvor mit Salz und Oregano gewürzt) gleichmäßig auf dem Teig verteilen, dabei den Rand aussparen.
- Mozzarella: Mozzarella gut abtropfen lassen (am besten über Nacht im Kühlschrank), in Scheiben schneiden oder zupfen und auf den Tomaten verteilen.
- Würzen: Mit Oregano bestreuen und etwas Olivenöl darüber träufeln.
Tipp: Nicht zu viel Belag auftragen, damit die Pizza schön knusprig bleibt und nicht durchweicht. Klassisch ist oft am besten, aber du kannst auch andere Zutaten wie Salami, Schinken, Pilze oder Gemüse verwenden. Denk daran, dass weniger oft mehr ist, um die Textur der Pizza Romana zu bewahren.
Backen wie ein Profi: Tipps für die ultimative Knusprigkeit
Das Backen ist der letzte, aber entscheidende Schritt zum Erfolg deiner Pizza Romana.

- Hohe Temperatur ist der Schlüssel: Backe die Pizza im vorgeheizten Ofen bei mindestens 250°C. Je heißer dein Ofen wird, desto besser.
- Pizzastein oder Backblech: Ein Pizzastein auf der untersten Schiene sorgt für eine gleichmäßige und intensive Hitze von unten, was die Knusprigkeit des Bodens maximiert. Wenn du keinen Pizzastein hast, funktioniert auch ein vorgeheiztes Backblech sehr gut.
- Backzeit: Die Pizza im vorgeheizten Ofen für ca. 15 Minuten backen, bis der Rand goldbraun und knusprig ist und der Käse verlockend blubbert. Die genaue Backzeit kann je nach Ofen und Belag variieren. Behalte deine Pizza im Auge!
- Sofort servieren: Nimm die Pizza aus dem Ofen, schneide sie in Stücke (oft rechteckig) und serviere sie sofort, um die maximale Knusprigkeit zu genießen.
Häufig gestellte Fragen zur Pizza Romana (FAQ)
Hier beantworten wir die gängigsten Fragen rund um die Zubereitung und Besonderheiten der Pizza Romana.
Was macht die Pizza Romana so besonders?
Die Pizza Romana besticht durch ihren hohen Wasseranteil von bis zu 90% im Teig und den Zusatz von Olivenöl, was zu einem besonders knusprigen Ergebnis führt. Im Gegensatz zur neapolitanischen Pizza wird die römische Variante auf einem Backblech gebacken und in Stücke geschnitten serviert, was sie ideal zum Teilen macht.
Welche Zutaten benötigt man für den Teig?
Für den Teig der Pizza Romana benötigt man nur wenige, aber hochwertige Zutaten: Mehl (idealerweise Tipo 00 oder Caputo Saccorosso), Wasser, frische Hefe, Salz und Olivenöl. Die Qualität des Mehls ist entscheidend für das Ergebnis.

Wie bereitet man den Teig zu?
Die Zubereitung des Teigs erfordert etwas Zeit und Geduld. Zunächst wird die Hefe im Wasser aufgelöst und dann nach und nach zum Mehl gegeben. Der Teig wird mindestens 7 Minuten geknetet, bis er glatt und elastisch ist. Anschließend lässt man ihn für mehrere Stunden, idealerweise 24-48 Stunden, im Kühlschrank ruhen, um die Aromen zu entwickeln und die Textur zu verbessern.
Wie formt man den Teig für das Backblech?
Nach der langen Ruhezeit wird der Teig aus dem Kühlschrank geholt und in zwei gleich schwere Portionen geteilt. Jede Portion wird auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einem Ball geformt und nochmals für 30 Minuten ruhen gelassen. Danach wird der Teig gleichmäßig und sehr dünn auf dem Backblech ausgerollt oder gezogen, wobei ein kleiner Rand frei bleiben sollte.
Welcher Belag passt zur Pizza Romana?
Klassischerweise wird die Pizza Romana mit passierten Tomaten, Mozzarella und Oregano belegt. Aber auch andere Zutaten wie Salami, Schinken oder Gemüse passen hervorragend. Wichtig ist, dass der Belag nicht zu üppig ausfällt, damit die Pizza schön knusprig bleibt und nicht durchnässt wird.
Wie lange und bei welcher Temperatur wird die Pizza gebacken?
Die Pizza Romana wird bei hoher Temperatur von etwa 250°C für ca. 15 Minuten gebacken. Je nach Belag und gewünschtem Bräunungsgrad kann die Backzeit etwas variieren. Die Pizza ist fertig, wenn der Rand goldbraun und knusprig ist und der Käse verlockend blubbert.

Kann man den Teig auch einfrieren?
Ja, der Teig für die Pizza Romana lässt sich problemlos einfrieren. Dazu formt man den Teig nach dem Kneten zu Bällen, wickelt diese fest in Frischhaltefolie und friert sie ein. Bei Bedarf kann man die gefrorenen Teigbälle über Nacht im Kühlschrank auftauen lassen und wie gewohnt weiterverarbeiten. So hast du immer frischen Pizzateig zur Hand!
Welche Alternativen gibt es zur Pizza Romana?
Neben der Pizza Romana gibt es noch andere leckere Varianten wie die klassische neapolitanische Pizza, die dickere und oft noch knusprigere Pizza al Taglio (oft vom Blech verkauft) oder die Pinsa Romana, die sich durch ihre ovale Form und eine Mischung aus verschiedenen Mehlsorten auszeichnet. Jede dieser Pizzen hat ihren eigenen Charakter und ist einen Versuch wert.
Wo kann man die Pizza Romana in Italien genießen?
In Rom findet man die Pizza Romana gefühlt an jeder Straßenecke. Besonders beliebt sind die sogenannten "Pizzerie al Taglio", wo die Pizza vom großen Blech in rechteckigen Stücken verkauft wird. Probiere sie unbedingt in Vierteln wie Trastevere oder Testaccio, wo man die knusprige Pizza in geselliger Runde genießen kann.
Wie viele Pizzas braucht man für 2 Portionen?
Eine Pizza Romana mit einem Durchmesser von etwa 28-30 cm reicht in der Regel für 2 Portionen. Wenn du sie als rechteckige Pizza auf dem Blech zubereitest, entspricht ein halbes Blech meist zwei Portionen.
Was sind die wichtigsten Tipps für das perfekte Ergebnis?
- Verwende hochwertiges Mehl wie Tipo 00 oder Caputo Saccorosso.
- Knete den Teig lange genug und lass ihn ausgiebig ruhen (24-48 Stunden im Kühlschrank).
- Trage nicht zu viel Belag auf, um die Knusprigkeit zu erhalten.
- Backe die Pizza bei sehr hoher Temperatur (mindestens 250°C), idealerweise auf einem vorgeheizten Pizzastein.
- Lass den Rand schön goldbraun und kross werden.
Mit diesen detaillierten Anleitungen und Expertentipps bist du bestens gerüstet, um deine eigene, authentische Pizza Romana zu Hause zuzubereiten. Der Duft von frisch gebackener Pizza wird deine Küche erfüllen und der erste knusprige Bissen wird dich direkt nach Rom versetzen. Guten Appetit!
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