Wie lange muss man eine römische Pizza backen?

Römische Pizza: Backzeit & Fermentation meistern

23/12/2017

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Die römische Pizza ist weit mehr als nur eine Mahlzeit; sie ist ein Stück kulinarischer Geschichte, die direkt aus dem Herzen der Ewigen Stadt stammt. Im Gegensatz zu ihrer oft gefeierten neapolitanischen Cousine besticht die römische Variante durch ihre unverwechselbare Knusprigkeit, ihre gleichmäßige Dicke bis zum Rand und ihren tiefgründigen Geschmack. Doch was macht diese Pizza so einzigartig und wie erreicht man die perfekte Textur und das Aroma, das Rom so berühmt gemacht hat? Die Antwort liegt in zwei zentralen Säulen der Zubereitung: der präzisen Backzeit und der kunstvollen Fermentation des Teiges. In diesem ausführlichen Artikel lüften wir die Geheimnisse der römischen Pizza und zeigen Ihnen, wie Sie dieses Meisterwerk der italienischen Backkunst auch in Ihrer eigenen Küche zum Leben erwecken können.

Wie lange muss man eine römische Pizza backen?
Backen: Bei maximaler Ofentemperatur (idealerweise 250°C oder höher) 7-10 Minuten backen, bis die Kruste goldbraun und knusprig ist. Mit diesem römischen Pizzateig erhältst du die perfekte Grundlage für die charakteristische knusprige, aber dennoch zarte Kruste der traditionellen römischen Pizza.

Während die neapolitanische Pizza für ihren weichen, luftigen Rand und die kurze Backzeit bei extrem hohen Temperaturen bekannt ist, bietet die römische Pizza eine völlig andere, aber ebenso faszinierende Erfahrung. Sie repräsentiert eine reiche kulinarische Tradition, die sich über Jahrhunderte entwickelt hat und die Essgewohnheiten einer ganzen Region geprägt hat. Für den wahren Pizza-Enthusiasten ist es unerlässlich, die Feinheiten der römischen Tellerpizza – der „Pizza Tonda“ – und der römischen Blechpizza – der „Pizza in Teglia“ oder „Pizza al taglio“ – zu verstehen, um das gesamte Spektrum des italienischen Pizzagenusses zu erleben.

Inhaltsverzeichnis

Die Charakteristika der römischen Pizza: Tonda und Teglia

Die römische Pizza ist nicht gleich römische Pizza. Es gibt zwei Hauptstile, die sich in ihrer Zubereitung, Textur und ihrem Genuss erheblich unterscheiden, aber beide tief in der römischen Tradition verwurzelt sind:

Die Pizza Tonda: Knusprig und Rund

Die Pizza Tonda, oft einfach als die „römische Pizza“ bezeichnet, ist die klassische Tellerpizza, die man in vielen Pizzerien Roms findet. Sie zeichnet sich durch folgende Merkmale aus:

  • Form und Textur: Traditionell rund und mit einem Durchmesser von etwa 30 cm gebacken, ist die römische Pizza Tonda flach und besitzt eine gleichmäßige Kruste. Diese Kruste ist einzigartig: Außen knusprig, während sie innen eine leichte Zärtlichkeit behält.
  • Teigzubereitung: Ein markantes Merkmal des römischen Pizzateigs ist das Olivenöl. Dies gibt der Kruste nicht nur einen reichen Geschmack, sondern trägt auch zu ihrer charakteristischen Textur bei. Oft wird der Teig über einen längeren Zeitraum fermentiert, was zu einem volleren Geschmack und besserer Verdaulichkeit führt.
  • Belag: Die römische Pizza zeichnet sich oft durch spärliche, aber qualitativ hochwertige Beläge aus. Anstatt die Pizza mit einer Vielzahl von Zutaten zu überladen, liegt der Schwerpunkt auf der Frische und dem Geschmack jeder einzelnen Komponente.

Die Pizza in Teglia (Pizza al taglio): Luftig und Vielseitig

Die römische Blechpizza, auch bekannt als Pizza in Teglia alla Romana oder Pizza al taglio (was „Pizza nach Stück“ bedeutet), besticht durch ihren hohen Wasseranteil von bis zu 90% und der langen Fermentation von mindestens 24 Stunden bis zu 72 Stunden. Dies gibt dem Teig die schönen Luftblasen und macht ihn leicht und bekömmlich. Im Vergleich zur neapolitanischen Pizza wird die Pizza in Teglia nicht direkt auf dem Pizzastein, sondern in einem Blech gebacken. Das Ergebnis ist dann eine luftig-weiche Krume und ein knuspriger Boden!

In Rom findet man diese Art von Pizza gefühlt an jeder Straßenecke: Die verschiedenen Blechpizzen sind dabei nebeneinander im Tresen aufgereiht, die dann stückweise nach Gewicht verkauft werden. Die Pizza kann deswegen gut als Snack zwischendurch gegessen werden und bietet eine schier unendliche Vielfalt an Belägen – von klassischer Margherita bis hin zu Kartoffeln.

Wie lange muss man eine römische Pizza backen?

Die Backzeit ist entscheidend für die charakteristische Textur der römischen Pizza. Sie unterscheidet sich je nachdem, ob Sie eine Pizza Tonda oder eine Pizza in Teglia zubereiten.

Backzeit für Pizza Tonda

Für die dünn-knusprige Pizza Tonda ist eine hohe Ofentemperatur und eine relativ kurze Backzeit typisch, um die gewünschte Knusprigkeit zu erzielen, ohne den Belag zu verbrennen oder den Teig auszutrocknen.

  • Temperatur: Die ideale Backtemperatur liegt bei maximaler Ofentemperatur, idealerweise 250°C oder höher. Ein Pizzastein oder Pizzastahl, der gut vorgeheizt ist, ist hier von großem Vorteil, da er eine gleichmäßige und intensive Unterhitze liefert.
  • Dauer: Die Backzeit beträgt in der Regel 7-10 Minuten. Das Ziel ist, dass die Kruste goldbraun und knusprig ist und der Käse geschmolzen und leicht gebräunt ist. Die genaue Dauer kann je nach Ofen und gewünschtem Bräunungsgrad variieren. Beobachten Sie die Pizza während des Backens genau.

Backzeit für Pizza in Teglia

Die Pizza in Teglia wird in einem Blech gebacken, was eine etwas andere Hitzeverteilung und somit eine andere Backzeit erfordert, um die luftige Krume und den knusprigen Boden zu erreichen.

  • Temperatur: Auch hier sollte der Ofen auf 250°C Ober- und Unterhitze vorgeheizt werden. Das Blech selbst wird vor dem Belegen mit etwas Olivenöl bestrichen, um dem Boden zusätzliche Knusprigkeit zu verleihen.
  • Dauer: Die Backzeit für Pizza in Teglia beträgt ungefähr 15 Minuten. Je nach Belag und dem gewünschten Bräunungsgrad kann es auch ein paar Minuten länger dauern. Der hohe Wassergehalt des Teiges erlaubt eine längere Backzeit, die notwendig ist, um die Feuchtigkeit zu reduzieren und die charakteristische luftige Krume mit dem knusprigen Boden zu entwickeln.

Wichtige Hinweise zum Backen

  • Ofen Vorheizen: Heizen Sie Ihren Ofen und den Pizzastein/Blech mindestens eine Stunde vor dem Backen auf die maximale Temperatur vor. Eine ausreichende Vorheizzeit ist entscheidend für eine gleichmäßige und schnelle Hitzeverteilung.
  • Unterhitze: Für die Pizza Tonda ist die direkte Hitze von unten (Pizzastein) entscheidend für die knusprige Kruste. Für die Pizza in Teglia sorgt das geölte Blech für den knusprigen Boden.
  • Beobachtung: Jeder Ofen ist anders. Es ist wichtig, die Pizza während des Backvorgangs zu beobachten und die Backzeit bei Bedarf anzupassen.

Wie lange dauert die Fermentation einer römischen Pizza?

Die Fermentation, also die Teigruhe, ist das Herzstück der römischen Pizzazubereitung. Sie ist maßgeblich für den Geschmack, die Textur und die Verdaulichkeit des Teiges verantwortlich. Die Dauer variiert stark zwischen den beiden römischen Pizzastilen.

Fermentation für Pizza Tonda (Römischer Pizzateig)

Der traditionelle Teig für die Pizza Tonda profitiert ebenfalls von einer längeren Reifezeit, auch wenn diese nicht so extrem ist wie bei der Pizza in Teglia.

  • Erste Gärung: Nach dem Kneten wird der Teig in eine leicht geölte Schüssel gegeben, abgedeckt und an einem warmen Ort 1 bis 2 Stunden ruhen gelassen, oder bis er sich in der Größe verdoppelt hat.
  • Zweite Gärung (nach dem Teilen): Nachdem der Teig in Portionen geteilt und zu Kugeln geformt wurde, lässt man diese auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche, abgedeckt mit einem sauberen Tuch, weitere 1 bis 2 Stunden ruhen. Diese zweite Ruhephase ist wichtig für die Entwicklung der Struktur und des Geschmacks.
  • Gesamtdauer: Die gesamte Fermentationszeit für einen römischen Pizzateig, wie im Grundrezept beschrieben, beträgt somit etwa 2-4 Stunden bei Raumtemperatur. Längere Kaltfermentation ist aber auch hier möglich und verbessert das Ergebnis.

Fermentation für Pizza in Teglia (Römische Blechpizza)

Die Pizza in Teglia ist berühmt für ihre extrem lange Fermentationszeit, die für die charakteristische Luftigkeit und Bekömmlichkeit des Teiges unerlässlich ist.

Was ist eine römische Pizza?
Römische Pizza ist wie klassische Pizza, die man kreativ um die Ecke dreht – buchstäblich. Vier Ecken, vier Geschmackswelten, denn meine Pizza kommt nicht mit einem, nicht mit zwei, auch nicht mit drei, sondern gleich vier köstlichen Toppings daher. Eine unvergleichliche Geschmacksexplosion, die jede Ecke deines Backblechs rocken wird.
  • Hoher Wasseranteil: Ein markantes Merkmal ist der hohe Wasseranteil (bis zu 90%), der zusammen mit der langen Fermentation die großen Luftblasen in der Krume erzeugt.
  • Dauer: Die Fermentationszeit beträgt mindestens 24 Stunden, oft sogar bis zu 72 Stunden. Für ein optimales Ergebnis, wie im Beispielrezept beschrieben, sind 72 Stunden Teigruhe vorgesehen.
  • Ablauf einer 72-Stunden-Fermentation (Beispiel):
    1. Tag 1 (Abend): Teig kneten (ca. 20 Minuten), bis das gesamte Wasser eingearbeitet ist und der Teig glatt und elastisch ist. Endtemperatur des Teiges idealerweise bei ~23°C.
    2. Falten (optional, aber empfohlen): Den Teig nach dem Kneten zweimal im 30-Minuten-Intervall falten, um die Stabilität und Festigkeit zu steigern.
    3. Raumtemperatur-Ruhe: Danach den Teig in eine Schüssel mit Deckel geben und 1-2 Stunden bei Raumtemperatur ruhen lassen.
    4. Kühlschrank-Phase 1: Die Schüssel für 48 Stunden in den Kühlschrank geben. Die Kälte verlangsamt die Hefeaktivität und ermöglicht eine lange Geschmacksentwicklung.
    5. Tag 3 (Abend): Nach den 48 Stunden den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und in zwei gleich schwere Portionen teilen. Jede Portion in eine separate Box mit Deckel packen.
    6. Kühlschrank-Phase 2: Diese Boxen dann für weitere 24 Stunden in den Kühlschrank geben.
    7. Tag 4 (Vor dem Backen): Vor dem Backen die Boxen ca. 3-4 Stunden aus dem Kühlschrank holen und bei Raumtemperatur gehen lassen (im Winter etwas länger als im Sommer), bis sie sich entspannt haben und bereit zum Ausformen sind.

Warum lange Fermentation?

Die lange Fermentation, insbesondere die Kaltfermentation im Kühlschrank, bietet mehrere Vorteile:

  • Geschmacksentwicklung: Die Hefe und Enzyme haben mehr Zeit, die im Mehl enthaltenen Zucker abzubauen und komplexe Aromen zu entwickeln, die dem Teig einen tiefgründigen, nuancierten Geschmack verleihen.
  • Verdaulichkeit: Lange fermentierte Teige sind oft besser verdaulich, da die Mikroorganismen im Teig bereits einen Teil der Kohlenhydrate und Proteine (wie Gluten) abgebaut haben.
  • Textur: Insbesondere bei hohem Wassergehalt führt die lange Fermentation zu einer offeneren, luftigeren Krume mit großen Blasen, was die charakteristische Textur der Pizza in Teglia ausmacht.
  • Stabilität: Obwohl der Teig anfangs instabil sein kann, entwickeln sich durch die lange Reifezeit stärkere Glutenstrukturen, die dem Teig mehr Stabilität verleihen.

Vergleichstabelle: Römische Pizza Tonda vs. Pizza in Teglia

MerkmalPizza Tonda (Tellerpizza)Pizza in Teglia (Blechpizza / Al Taglio)
Form & DickeRund, flach, gleichmäßige DickeRechteckig, dicker, sehr luftig
KrusteKnusprig, dünn, leicht zart innenLuftig-weiche Krume, knuspriger Boden
Wasseranteil im TeigStandard (ca. 60-70%)Sehr hoch (bis zu 90%)
Olivenöl im TeigJa, für Geschmack und TexturJa, für Geschmack und Textur
FermentationsdauerCa. 2-4 Stunden (Raumtemperatur), optional länger kalt24-72 Stunden (meist kalt geführt)
BacktemperaturMax. Ofentemperatur (250°C+)250°C Ober- und Unterhitze
Backdauer7-10 MinutenCa. 15 Minuten
BackmethodeDirekt auf Pizzastein/-stahlIm Backblech
Typische VerwendungAls ganze Pizza zum AbendessenStückweise als Snack (Pizza al taglio)

Rezept für Römischen Pizzateig (Pizza Tonda)

Ein authentischer römischer Pizzateig unterscheidet sich in seiner Zusammensetzung und Zubereitung etwas von anderen Pizzateigen. Er ist für seine knusprige, aber dennoch zarte Textur bekannt. Hier ist ein Grundrezept:

Zutaten:

  • 500 g Weizenmehl (Typ 00 oder Allzweckmehl)
  • 350 ml Wasser (ca. 70% Hydratation)
  • 10 g Salz
  • 3 g Trockenhefe oder 9 g frische Hefe
  • 40 ml Olivenöl extra vergine

Zubereitung:

  1. Hefe-Aktivierung: Wenn Sie frische Hefe verwenden, lösen Sie sie in etwas lauwarmem Wasser auf. Bei Trockenhefe, diese direkt zum Mehl hinzufügen.
  2. Teig-Mischung: In einer großen Schüssel das Mehl hinzufügen und in der Mitte eine Mulde formen. Das Wasser nach und nach hinzugeben und dabei von der Mitte aus mischen. Wenn Sie frische Hefe verwenden, fügen Sie das Hefe-Wasser-Gemisch hinzu.
  3. Salz und Öl: Sobald das Mehl größtenteils hydratisiert ist, das Salz und Olivenöl hinzufügen. Weiter mischen, bis alles gut integriert ist.
  4. Kneten: Den Teig auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche geben und ca. 10 Minuten kneten, bis er glatt und elastisch ist.
  5. Erste Gärung: Den Teig in eine leicht geölte Schüssel geben, abdecken und an einem warmen Ort 1 bis 2 Stunden ruhen lassen, oder bis er sich in der Größe verdoppelt hat.
  6. Teig teilen: Den Teig aus der Schüssel nehmen und in 2 gleich große Stücke teilen (für zwei Pizzen).
  7. Formen und zweite Gärung: Jedes Teigstück zu einer Kugel formen und auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche setzen. Mit einem sauberen Tuch abdecken und weitere 1 bis 2 Stunden ruhen lassen.
  8. Ausrollen und Belegen: Nach der zweiten Gärung können Sie den Teig ausrollen. Für eine traditionelle römische Pizza sollte er flach und gleichmäßig dick sein. Jetzt können Sie ihn nach Belieben belegen und backen.

Die BEEFBANDITS T.F.A. Alternative für Römische Pizza

Für alle, die den Geschmack von hausgemachter römischer Pizza lieben, aber nicht immer die Zeit für die aufwendige Teigzubereitung haben, bietet der T.F.A. (Teig für alles) von BEEFBANDITS eine hervorragende Alternative. Dieser vorgefertigte Teigling bringt die Qualität und Bequemlichkeit direkt in Ihre Küche.

Vorteile des T.F.A. für Römische Pizza:

  • Zeitsparend: Die aufwendigen Ruhe- und Gärungsphasen entfallen, was Ihnen wertvolle Zeit in der Küche spart.
  • Konsistente Qualität: Die T.F.A. Pizzateiglinge werden unter kontrollierten Bedingungen hergestellt, was eine gleichbleibende Teigqualität bei jeder Verwendung garantiert.
  • Italienischer Sauerteig: Der T.F.A. enthält italienischen Sauerteig, der dem Pizzateig einen einzigartigen Geschmack und eine besondere Textur verleiht – ideal für den echten römischen Pizza-Geschmack, auch ohne stundenlanges Fermentieren von Grund auf.
  • Lange Teigführung (bereits erfolgt): Die Vorteile einer langen Teigführung, wie verbesserte Geschmacksentwicklung und Verdaulichkeit, sind in den T.F.A. Teiglingen bereits integriert, ohne dass Sie den Prozess selbst überwachen müssen.
  • Flexibilität: Da die T.F.A. Pizzateiglinge tiefgekühlt sind, können Sie sie auf Vorrat halten und bei Bedarf verwenden. Dies ermöglicht Ihnen, spontan eine Pizza zuzubereiten.
  • Einfache Handhabung: Selbst für unerfahrene Köche sind die T.F.A. Pizzateiglinge einfach zu handhaben. Einfach aus dem Tiefkühlfach nehmen, auftauen und zur gewünschten Form ausrollen – schon ist der Teig bereit zum Belegen und Backen.
  • Vielseitigkeit: Obwohl sie eine hervorragende Basis für römische Pizza bieten, sind die T.F.A. Pizzateiglinge vielseitig genug, um für verschiedene Pizzastile und andere backbasierte Gerichte verwendet zu werden.

Der T.F.A. von BEEFBANDITS stellt somit eine praktische und qualitativ hochwertige Lösung dar, um den Genuss einer authentischen römischen Pizza zu Hause zu erleben, ohne den gesamten Teigprozess von Grund auf neu erstellen zu müssen.

Häufig gestellte Fragen zur römischen Pizza

Warum ist römische Pizza so knusprig?

Die Knusprigkeit der römischen Pizza, insbesondere der Pizza Tonda, ist auf mehrere Faktoren zurückzuführen: den Zusatz von Olivenöl im Teig, die dünne und gleichmäßige Ausrollung des Teiges und die hohe Backtemperatur bei relativ kurzer Backzeit. Das Olivenöl trägt zur Entwicklung einer knusprigen Kruste bei, während die hohe Hitze dafür sorgt, dass die äußere Schicht schnell bräunt und knusprig wird, bevor der Teig im Inneren austrocknet.

Kann ich römische Pizza in einem normalen Backofen backen?

Ja, Sie können römische Pizza auch in einem normalen Backofen backen. Um die besten Ergebnisse zu erzielen, heizen Sie Ihren Ofen auf die höchstmögliche Temperatur vor (oft 250°C oder mehr) und verwenden Sie idealerweise einen Pizzastein oder Pizzastahl. Diese speichern die Hitze und geben sie gleichmäßig an den Pizzaboden ab, was für die gewünschte Knusprigkeit entscheidend ist. Heizen Sie den Ofen und den Stein/Stahl mindestens eine Stunde vor dem Backen vor.

Was bedeutet „Pizza al taglio“?

„Pizza al taglio“ bedeutet wörtlich „Pizza nach Stück“ oder „geschnittene Pizza“. Es ist die Bezeichnung für die römische Blechpizza (Pizza in Teglia), die in großen rechteckigen Blechen gebacken und dann in einzelne Stücke geschnitten und nach Gewicht verkauft wird. Diese Art von Pizza ist in Rom sehr beliebt als schneller Snack oder Mittagessen.

Welches Mehl ist am besten für römische Pizza geeignet?

Für die Pizza Tonda wird oft italienisches Weizenmehl Typ 00 empfohlen, da es einen niedrigen Aschegehalt und einen mittleren Proteingehalt (ca. 10-12%) hat, was zu einem feinen, elastischen Teig führt. Für die Pizza in Teglia mit ihrem hohen Wasseranteil ist ein Mehl mit hohem Proteingehalt (über 12%), wie z.B. Caputo Saccorosso, vorteilhaft, da es die notwendige Stabilität für die lange Fermentation bietet und die großen Luftblasen in der Krume fördert.

Kann ich römischen Pizzateig einfrieren?

Ja, Sie können römischen Pizzateig einfrieren. Nach der ersten Gärung und dem Portionieren können Sie die Teigkugeln leicht einölen, einzeln in Frischhaltefolie wickeln oder in gefriergeeignete Beutel legen und einfrieren. Zum Auftauen legen Sie den Teig über Nacht in den Kühlschrank und lassen ihn dann vor dem Ausrollen einige Stunden bei Raumtemperatur akklimatisieren.

Fazit

Die römische Pizza, ob als knusprige Pizza Tonda oder als luftig-leichte Pizza in Teglia, ist ein wahres Highlight der italienischen Küche. Ihre einzigartigen Eigenschaften verdankt sie vor allem der präzisen Steuerung von Backzeit und Fermentation. Die lange Teigführung, insbesondere bei der Pizza in Teglia, ist der Schlüssel zu ihrem komplexen Aroma und ihrer unvergleichlichen Textur, die sie so bekömmlich macht. Während die Zubereitung eines authentischen römischen Pizzateigs Zeit und Geduld erfordert, belohnt das Ergebnis mit einem Geschmackserlebnis, das Sie direkt nach Rom entführt. Mit den richtigen Techniken und ein wenig Übung können auch Sie zu Hause diese antike kulinarische Tradition meistern und die Magie Roms bei jedem Bissen erleben. Buon appetito!

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