23/12/2013
Pizza ist unbestreitbar einer der beliebtesten Klassiker der italienischen Küche, der in unzähligen Variationen mit den verschiedensten Belägen begeistert. Ob schlicht mit Salami oder extravagant mit Meeresfrüchten – der wahre Genuss entfaltet sich erst bei der richtigen Zubereitung. Wenn Sie bei Ihrem Lieblingsitaliener um die Ecke eine Pizza bestellen, wird diese höchstwahrscheinlich in einem speziellen Steinofen bei extrem hohen Temperaturen gebacken. Das Ergebnis? Eine perfekt knusprige Pizza in nur wenigen Minuten. Ihr eigener Backofen zu Hause kann diese Bedingungen leider nicht simulieren. Die Temperatur reicht einfach nicht aus, und ein gewöhnliches Backblech ist als Unterlage suboptimal. Doch keine Sorge! Wer trotzdem gerne selbst Pizza zubereitet und sie nach Herzenslust belegt, sollte über die Anschaffung eines Pizzasteins für den Backofen nachdenken. Dieser verspricht einen saftigen Belag und einen wunderbar knusprigen Boden – genau so, wie Pizza sein muss. In den folgenden Abschnitten tauchen wir tiefer in die Welt der Pizzasteine ein, beleuchten ihre Beschaffenheit, Funktionsweise und die zahlreichen Vorteile, die sie für Ihre heimische Pizzabäckerei bieten.

- Warum Pizza aus dem Backofen oft enttäuscht: Weicher Boden, verbrannter Belag
- Der Pizzastein: Aufbau und genaue Funktionsweise
- Materialien für Pizzasteine: Schamotte, Speckstein und Co.
- Die richtige Größe und Form: Rund oder Eckig?
- Für wen eignet sich ein Pizzastein? Modelle und Zubehör
- Einsatzbereich und Anwendung: So heizen Sie Ihren Pizzastein richtig vor
- Weitere Einsatzbereiche: Nicht nur für Pizza!
- Alternative Lösung: Das Pizzablech – Eine gute Wahl?
- Kaufkriterien für Pizzasteine: Worauf Sie achten sollten
- Die wichtigsten Hersteller und beliebte Modelle
- Erfahrungen: Reinigen & Pflegen des Pizzasteins
- Rezept für einfachen Pizzateig: Der perfekte Start
- Fazit: Endlich knusprige Pizza wie vom Italiener
Warum Pizza aus dem Backofen oft enttäuscht: Weicher Boden, verbrannter Belag
Egal ob Tiefkühlpizza oder selbstgemachter Teig – das Ergebnis aus einem herkömmlichen Backofen ist fast immer ähnlich: Der Rand ist vielleicht noch knusprig und lecker, doch zur Mitte hin wird der Boden zunehmend weicher und labbrig. Wer versucht, dem entgegenzuwirken, indem er die Temperatur einfach erhöht, muss damit rechnen, dass der Belag verbrennt, bevor der Boden durch ist. Idealerweise sollte eine Pizza bei einer möglichst hohen Temperatur von 400 – 500 Grad für etwa 3 – 5 Minuten im Ofen gebacken werden. Das sind Werte, die Ihr herkömmlicher Küchenbackofen niemals erreichen kann; üblicherweise sind hier maximal 250 °C möglich. Diese niedrigere Temperatur verlängert die Backzeit erheblich, um überhaupt einen einigermaßen knusprigen Boden zu erzielen, doch dabei verbrennen die Beläge oft schon teilweise. Der frische, leckere Geschmack Ihrer sorgfältig ausgewählten Zutaten geht dabei verloren.
Ein weiterer entscheidender Nachteil des Backblechs ist die schnelle Bildung von Schwitzwasser. Das Metallblech nimmt keinerlei Feuchtigkeit auf, wodurch diese im Pizzateig eingeschlossen bleibt. Die Pizza weicht also selbst während des Backvorgangs auf und kann schlichtweg nicht knusprig werden. Hier kommt der Pizzastein ins Spiel, der eine Brücke zwischen dem heimischen Backofen und dem professionellen Steinofen schlägt.
Der Pizzastein: Aufbau und genaue Funktionsweise
Die traditionelle italienische Küche setzt auf einen klassischen Pizzaofen oder Steinofen, der mit einem Holzfeuer im Backraum betrieben wird. Nur so lassen sich die enorm hohen Temperaturen erreichen und über einen längeren Zeitraum konstant halten. Moderne, professionelle Varianten werden heute auch mit Gas oder Strom betrieben, doch die Böden sind stets mit speziellen Schamottsteinen ausgekleidet. Für den Heimgebrauch lohnt sich ein solch professionelles Gerät aus Platz- und Kostengründen natürlich nicht. Viel einfacher und mit einem ebenso köstlichen Ergebnis lockt der Pizzastein. Auch er besteht aus einem besonderen Naturstein, der zwei entscheidende Eigenschaften vereint: Er kann Wärme hervorragend speichern und gleichzeitig überschüssige Feuchtigkeit aufnehmen.
Durch ein langes und gründliches Vorheizen des Backofens nimmt der Pizzastein die Wärme auf und gibt sie anschließend gleichmäßig und direkt an den Pizzaboden ab. Dies reduziert die eigentliche Backzeit der Pizza drastisch auf ca. 3 – 5 Minuten, anstatt der üblichen 10 Minuten oder länger. Die frischen Zutaten und ihre Aromen bleiben dadurch viel besser erhalten, da sie nicht zu lange Hitze ausgesetzt sind, und der Boden wird gleichmäßig von unten erhitzt. Das Ergebnis ist ein durch und durch knuspriger Boden, der bis in die Mitte der Pizza reicht. Ein weiterer großer Vorteil ist, dass kein Schwitzwasser entsteht. Überschüssige Feuchtigkeit, die während des Garprozesses aus dem Teig entweicht, wird vom porösen Pizzastein aufgenommen, wodurch der Boden seine krosse Hülle behält.
Materialien für Pizzasteine: Schamotte, Speckstein und Co.
Pizzasteine unterscheiden sich weniger in ihrer grundsätzlichen Anwendung, sondern vielmehr in ihrem Material, ihrer Größe und ihrer Form. Dabei ist nicht jedes Material für jeden Backofen oder Grill gleichermaßen geeignet. Zudem bringen die verschiedenen Materialien unterschiedliche Eigenschaften mit sich, die Sie genau auf Ihre Bedürfnisse abstimmen können. Die wichtigsten Eigenschaften, die ein Pizzastein mitbringen muss, sind Hitzebeständigkeit und Lebensmittelechtheit. Schließlich liegt der Teig direkt auf dem Stein auf und darf keine Stoffe des Materials annehmen. Hier erklären wir Ihnen die einzelnen Materialien im Detail:
- Pizzastein aus Schamotte: Die wohl gängigste und traditionellste Variante ist der Pizzastein aus Schamotte. Dieses Material besteht aus Quarzsand, ist feuerfest und wird sogar in den traditionellen Pizzaöfen als Unterlage verwendet. Es zeichnet sich durch eine enorme Wärmespeicherung aus, wobei die Wärme langsam und sehr gleichmäßig abgegeben wird. Sie können also problemlos mehrere Pizzen hintereinander auf einem solchen Stein backen, ohne dass er zu schnell auskühlt. Darüber hinaus ist Schamotte ein Naturstein und hygienisch unbedenklich. Die offenen Poren nehmen Schwitzwasser und überschüssige Feuchtigkeit sehr gut auf, was für einen unübertroffen knusprigen Boden sorgt. Das Material ist für jeden Backofen und sogar für den Grill geeignet. Einziger Nachteil: Bei zu starken und ungleichmäßigen Temperaturschwankungen kann es zu einem Materialbruch kommen.
- Pizzastein aus Speckstein: Specksteine sind ein sehr weiches und dennoch feuerfestes Material. Sie speichern die Wärme ebenfalls sehr lange und sind vor allem von Ofensetzern bekannt. Allerdings können auf der weichen Oberfläche mit der Zeit Fettflecken sichtbar werden, und bei der Reinigung ist Vorsicht geboten, da die Oberfläche schnell beschädigt werden kann.
- Pizzastein aus Cordierit: Das Material Cordierit zeigt sich deutlich robuster und bricht nicht so schnell wie Schamotte. Selbst unterschiedliche Wärmeausdehnung ist für diese Pizzasteine kein Problem, was sie besonders widerstandsfähig macht. Daher werden sie gerne auf dem Grill verwendet, wo Temperaturschwankungen stärker sein können. Sie haben die Wahl zwischen einer glasierten und einer nicht-glasierten Oberfläche, wobei sich die glasierte Variante deutlich besser sauber halten lässt.
- Pizzastein aus Keramik: Keramik überzeugt mit einem schnellen Aufheizen und reduziert damit die lange Wartezeit auf die Pizza. Dafür kühlen diese Steine aber viel schneller aus im Vergleich zur Schamotte. Für einzelne Gerichte ist Keramik ideal, aber für mehrere Pizzen hintereinander weniger geeignet. Vom Gewicht her sind Pizzasteine aus Keramik dafür deutlich leichter.
Tipp: Viele Kunden setzen hauptsächlich auf Pizzasteine aus Schamotte. Der authentische Steinofengeschmack lässt sich am besten mit dieser Unterlage erreichen, auch wenn Sie dafür eine längere Zeit zum Vorheizen in Kauf nehmen müssen.
Die richtige Größe und Form: Rund oder Eckig?
Ein wichtiges Kriterium bei der Auswahl des Pizzasteins ist die Größe und Form. Soll es lieber ein runder Stein sein oder bevorzugen Sie eine eckige Form? Grundsätzlich gibt es die Modelle in vielen verschiedenen Abmessungen. Zunächst sollten Sie die genauen Maße Ihres Backofens oder Grills kennen, um sich selbst einen passenden Rahmen vorzugeben. Anschließend entscheiden Sie, welche Größe oder welcher Durchmesser für Sie am sinnvollsten ist. Viele Kunden schwören hier auf einen Durchmesser beziehungsweise eine Breite von etwa 35 cm.
Für eine reine Verwendung im Backofen eignen sich eher die eckigen Modelle. Sie bieten Ihnen eine größere Nutzfläche und nutzen den verfügbaren Platz im Ofen besser aus. Sowohl runde als auch eckige Pizzen gelingen auf dieser Form, und Sie können sogar mehrere Portionen gleichzeitig zubereiten, beispielsweise eine große eckige Pizza für Ihren Besuch. Seitlich benötigt das Modell aber noch ausreichend Platz im Backofen und darf nicht direkt auf einem Backblech aufliegen. Der Pizzastein ist immer auf einem Rost zu verwenden und muss von allen Seiten gut erhitzt werden können, damit die Wärme optimal zirkuliert.
Für die ideale Pizza vom Grill sind eher die runden Steine beliebt. Sie passen den Teig dann nur noch im Durchmesser an und legen ihn gemeinsam mit dem Stein auf einen Kugelgrill. Natürlich muss die Größe so gewählt werden, dass Sie am Rand noch etwa 3 cm Platz haben, um einen Hitzestau zu vermeiden und eine gute Luftzirkulation zu gewährleisten.
Wichtige Grundregel: Je dicker der Pizzastein, desto länger speichert er die Wärme. Für den heimischen Gebrauch reicht eine Dicke von 1,5 – 3 cm aus. Wer mehr Pizzen hintereinander backen will, sollte sich für die 3 cm Dicke entscheiden, um eine konstante Temperatur zu gewährleisten.
Oder soll es noch eine Nummer größer sein? Dann ist der XXL Pizzastein wohl eher etwas für Sie. Natürlich sind auch hier die Maße begrenzt, und diese Modelle passen nicht in jeden gängigen Backofen. Sie werden häufig auf einem großen Gasgrill verwendet und sind oft etwa 45 x 34 cm groß. Natürlich müssen Sie hier aber mit einem deutlich höheren Gewicht rechnen.
Für wen eignet sich ein Pizzastein? Modelle und Zubehör
Ein Pizzastein in Ihrem Haushalt ist dann sinnvoll, wenn Sie häufig Pizza backen möchten und das Modell öfter im Einsatz haben werden. Der Stein erzielt Ergebnisse, die denen eines professionellen Pizzaofens sehr nahekommen, ist aber deutlich kompakter und wesentlich günstiger in der Anschaffung. Echte Steinöfen oder Pizzaöfen lohnen sich in der Regel nur in der Gastronomie oder für sehr passionierte Hobbyköche mit viel Platz. Die einzelnen Pizzasteine sind bereits ab etwa 30 Euro zu haben, wobei der Preis je nach Material, Größe und Dicke des Steins natürlich ansteigt. Für durchschnittlich 50 Euro sollten Sie aber ein Modell finden, das genau zu Ihren Ansprüchen passt.
Bestenfalls gibt es den Pizzastein direkt im Set mit einem passenden Pizzaschieber. Dieser ist nämlich unerlässlich für die sichere und einfache Handhabung. Schließlich muss die belegte Pizza unversehrt auf den heißen Stein gelangen und später auch problemlos wieder heruntergehoben werden, ohne dass Sie sich dabei verbrennen. Manche Modelle werden auch als Pizzaschaufel bezeichnet. Sie bestehen oft aus naturbelassenem Holz und besitzen einen etwas längeren Griff. Es empfiehlt sich, den Schieber vorher mit etwas Mehl zu bestäuben, damit der Teig nicht am Holz kleben bleibt. Ein weiteres sinnvolles Zubehör ist der Pizzaschneider. Mit ihm bekommen Sie problemlos gleichgroße Stücke durch den krossen Teig geschnitten. Der kleine Küchenhelfer ist auch als Pizzaroller bekannt und geht selbst beim Zerschneiden schonend mit dem leckeren Belag um.
Die Vor- und Nachteile eines Pizzasteins im Überblick
Um Ihnen die Entscheidung zu erleichtern, haben wir die wichtigsten Vor- und Nachteile eines Pizzasteins zusammengefasst:
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| Gleichmäßige Temperaturabgabe | Langes Vorheizen erforderlich |
| Sehr kurze Backzeit | Reichen oft nur für eine Pizza (wenn nicht dick genug) |
| Einfache Handhabung im Heimofen | Empfindlich gegenüber starken Temperaturschwankungen (Materialbruch möglich) |
| Belag bleibt saftig und frisch | Können schwer und unhandlich sein |
| Boden wird perfekt knusprig | Benötigen Platz zur Lagerung |
| Vielseitig einsetzbar (Brot, Flammkuchen, Grillgut) | Reinigung erfordert Vorsicht bei eingebrannten Resten |
Einsatzbereich und Anwendung: So heizen Sie Ihren Pizzastein richtig vor
Die Handhabung eines Pizzasteins ist relativ einfach und sollte selbst für Anfänger kein Problem darstellen. In den folgenden Schritten erläutern wir Ihnen die korrekte Verwendung, um optimale Ergebnisse zu erzielen:
- Schritt 1 – Vorheizen: Eine wichtige Regel hierbei: Der Stein darf niemals vorher eingefettet werden. Sie legen ihn einfach natürlich belassen in den kalten Backofen auf den Rost. Dann müssen Sie den Backofen auf die höchstmögliche Temperatur einstellen und ihn vorheizen. Erst mit der richtigen Temperatur bleibt die Pizza nicht am Stein kleben und backt zu einem knusprigen Ergebnis. Das Aufheizen dauert in der Regel 30 – 40 Minuten. Bei dickeren Steinplatten kann es sogar noch länger dauern. Diese Zeit ist bei der Vorbereitung unbedingt einzuplanen und muss auch eingehalten werden. Am besten richten Sie sich in Sachen Maximaltemperatur und Dauer nach der Bedienungsanleitung Ihres Pizzasteins. Tipp: Legen Sie niemals einen kalten Pizzastein in einen bereits heißen Backofen. Viele Materialien, wie beispielsweise Schamotte, vertragen den plötzlichen Temperaturunterschied nicht und können zerspringen.
- Schritt 2 – Pizza einlegen: Nach dem gründlichen Vorheizen muss die Pizza vorsichtig auf den heißen Stein aufgebracht werden. Am besten eignen sich dafür Pizzaschaufeln oder -heber aus Holz, die speziell für Pizza angefertigt wurden. Sie besitzen einen langen Griff und sind sehr dünn geformt, um unter den Teig zu gleiten. Eine bewährte Methode ist, den Schieber vorher leicht mit Mehl oder Grieß zu bestäuben, damit der Teig leicht abrutscht. Alternativ können Sie die Pizza auf einem Stück Backpapier vorbereiten und dieses samt Pizza auf den Stein rutschen lassen. Das Backpapier müssen Sie aber unbedingt nach kurzer Zeit (sobald der Teig stabil ist) wieder aus dem Ofen entfernen, da es sonst bei den hohen Temperaturen komplett verbrennt.
- Schnitt 3 – Backzeit: Für nur eine Pizza können Sie den Ofen nun einfach ausschalten. Der Pizzastein hat nach dem Vorheizen genügend Wärme aufgenommen, um die Pizza fertig zu backen. Wollen Sie jedoch mehrere Pizzen hintereinander backen, lassen Sie den Ofen eingeschaltet. Dadurch kühlt der Stein nicht zu schnell aus und bleibt auf der optimalen Temperatur. Die genaue Zubereitungszeit richtet sich nach der Dicke des Steins und des Teiges. Folgende Richtwerte können Ihnen eine erste Orientierung geben:
| Dicke des Pizzasteins | Backzeit |
|---|---|
| 1,5 cm | ca. 10 Min |
| 2 cm | 8 – 9 Min |
| 3 cm | 5 – 6 Min |
| 4 cm | 4 – 5 Min |
| 5 cm | 2 – 4 Min |
- Schnitt 4 – Pizza entnehmen: Eine perfekt gebackene Pizza erkennen Sie an einer angenehmen Bräunung am Rand. Der Teig darf sogar kleine Blasen werfen und sollte niemals zu dick sein. Der Belag erscheint trotzdem noch saftig und frisch. Nehmen Sie die Pizza am besten wieder mit der Schaufel oder dem Pizzaheber aus dem Ofen und lassen Sie sie kurz auskühlen, bevor Sie sie schneiden. Auch der Pizzastein muss erst im Ofen selbst komplett abkühlen, bevor Sie ihn entnehmen. So verhindern Sie Verbrennungen oder Risse im Material durch zu schnelles Abkühlen. In der Zwischenzeit können Sie natürlich das leckere Endergebnis genießen.
Weitere Einsatzbereiche: Nicht nur für Pizza!
Die Anschaffung eines Pizzasteins lohnt sich nicht nur für die Zubereitung leckerer Pizza. Er ist ein vielseitiges Küchenutensil, das Sie auch für andere Backwaren hervorragend nutzen können. Versuchen Sie es doch mal mit einem selbstgebackenen Brot. Auch hier ist die gleichmäßige Hitze von unten entscheidend, die direkt vom Stein ausgeht. Der Brotteig kann gut aufgehen und wird mit einer konstanten Wärmezufuhr versorgt. In Kombination mit der Oberhitze des Backofens wird die Brotkruste schön knusprig und aromatisch.
Darüber hinaus ist der Pizzastein ein sinnvoller Begleiter auf der nächsten Grillparty, da viele Modelle auch für den Gasgrill geeignet sind. Vor allem die glasierten Modelle aus Cordierit eignen sich hervorragend zum Grillen von Fleisch, Fisch und Gemüse. Das Grillgut liegt dabei nicht auf dem Grillrost auf, sondern direkt auf dem heißen Stein. Das überschüssige Fett tropft nicht in die Glut, was Stichflammen und Rauchentwicklung verhindert, und das Fleisch bleibt zart und saftig. Außerdem handelt es sich um eine glatte Oberfläche, sodass auch keine kleineren Lebensmittel wie Garnelen oder geschnittenes Gemüse einfach durch den Rost fallen könnten.
Alternative Lösung: Das Pizzablech – Eine gute Wahl?
Eine günstigere Alternative zu den massiven Pizzasteinen ist das Pizzablech. Es ist meist rund geformt und wurde speziell für die Zubereitung der italienischen Köstlichkeit entworfen. Es gibt aber auch eckige Bleche, die sich leichter in den Backofen schieben lassen. Vom Material her bestehen sie aus Aluminium, Blaublech, Emaille oder sind mit Teflon beschichtet. Ein wichtiges Merkmal sind die Löcher im Boden. Durch diese gelangt die Temperatur auch von unten an die Pizza für ein gleichmäßiges Erwärmen. Ein Hitzestau oder die Bildung von Schwitzwasser wird so vermieden, und der Teig gelingt deutlich knuspriger als auf einem herkömmlichen Backblech. Geschmacklich und in Bezug auf die Hitzespeicherung können die Bleche aber längst nicht mit der Leistung und dem authentischen Ergebnis der Pizzasteine mithalten.
Kaufkriterien für Pizzasteine: Worauf Sie achten sollten
Pizzasteine ermöglichen Ihnen ein leckeres Ergebnis, das dem vom Italiener in nichts nachsteht. Damit Sie für Ihre individuellen Ansprüche aber das richtige Modell finden, sollten Sie einige Eckpunkte beachten. Dazu gehört in erster Linie die Wahl des Materials und der Größe. Anbei wollen wir Ihnen weitere wichtige Kriterien vorstellen, die beim Kauf eine Rolle spielen:
| Kriterium | Hinweise |
|---|---|
| Größe / Form | Eckig, rund oder oval; ca. 35 cm im Durchmesser ist Standard; auch XXL Pizzasteine für große Grills möglich; rund eher für Grill gedacht, eckig für den Backofen geeignet; ca. 1,5 – 3 cm dick (Dicke beeinflusst Wärmespeicherung) |
| Material | Am besten Naturstein; Schamotte (sehr beliebt, speichert Wärme gut, verträgt aber keine großen Temperaturschwankungen); Keramik (heizt schnell auf, hält Wärme nicht lange); Cordierit (robuster, natur oder glasiert erhältlich); Speckstein (sehr empfindlich); muss geschmacksneutral sein und hitzebeständig bei über 200 °C |
| Besonderheiten | Möglichst lange Wärmespeicherung für mehrere Pizzen; lebensmittelecht für unbedenklichen Genuss; einfache Reinigung (nach dem Abkühlen); offene Poren, die Feuchtigkeit aufnehmen und so den Boden knusprig machen |
Die wichtigsten Hersteller und beliebte Modelle
Pizzasteine unterscheiden sich auf den ersten Blick nicht wirklich, doch es sind die Feinheiten, auf die Sie beim Kauf achten sollten. Jeder Hersteller bietet eine eigene Verarbeitung und setzt auf ganz bestimmte Materialien oder Formen. Anbei stellen wir Ihnen drei der beliebtesten Marken näher vor, die sich am Markt etabliert haben:
| Hersteller | Besonderheiten |
|---|---|
| Weber | Bekannt für hochwertige Grills und Grillzubehör; ideal für Gasgrill geeignet; oft mit dem typischen Weber-Logo auf dem Pizzastein; meist runde Modelle in verschiedenen Größen; oft mit passendem Alubackblech erhältlich. |
| Rösle | Setzt oft auf Material Schamotte; meist runde Formen; Dicke etwa 1,5 cm; oft mit praktischen Henkeln an der Seite für einfache Handhabung; wird teilweise mit Rezeptvorschlägen geliefert. |
| Vesuvo | Bietet häufig rechteckige Formen an; Steindicke oft etwa 1,5 cm; wird oft im Set mit Pizzamehl und Pizzaheber geliefert; geringes Gewicht; Material: Cordierit, das Feuchtigkeit sehr gut absorbiert; bekannte Kooperation mit Jamie Oliver. |
Besonders günstige Produkte sind immer wieder bei den Angeboten der Discounter zu finden, beispielsweise bei Lidl oder Aldi. Daneben finden Sie die Modelle auf bekannten Onlinemarktplätzen, wie Amazon, und können sie direkt im Preis und den Kundenbewertungen vergleichen. Hierbei spielen aber nicht nur die genannten Marken eine wichtige Rolle. Es gibt noch weitere Hersteller, die sowohl in der professionellen Küche als auch bei passionierten Hobbyköchen zu finden sind. Einige weitere bekannte Marken sind:
- Rommelsbacher
- Pimotti
- Fornini
- Cucina du Modena
- AEG
- Miele
- Leifheit
- Neff
- Relaxdays
Finden Sie heraus, welches Modell in Sachen Handhabung, Material und Beschaffenheit am besten zu Ihnen passt.
Unsere Top 4 der beliebtesten Pizzasteine im Detail
Hier stellen wir Ihnen vier der am häufigsten empfohlenen und am besten bewerteten Pizzasteine vor:
Vesuvo Pizzastein 38 x 30 cm
Dieser Pizzastein ist sowohl für den Backofen als auch für den Grill geeignet. Er kommt in einer eckigen Form mit den Maßen von 38 x 30 cm und einer Dicke von nur 1,5 cm. Das Modell ist also schnell aufgeheizt, verliert aber auch die Wärme schneller wieder, was es ideal für einzelne Pizzen macht. Neben einer knusprigen Pizza können Sie damit auch Brot, Brötchen und dünne Flammkuchen herstellen. Die Ecken und Kanten sind leicht abgerundet. Vom Material her besteht das Modell aus lebensmittelechtem Cordierit und hält Temperaturen bis zu 1000 °C aus. Passend dazu gibt es eine Pizzaschaufel für das leichte Entnehmen der Speisen. Außerdem wird eine Mischung an Pizzamehl gleich mitgeliefert. Kunden loben hauptsächlich die positive Handhabung und berichten von einer langen Haltbarkeit dieses Produkts.
Pimotti Pizzastein aus Schamotte
Dieser Pizzastein der Marke Pimotti ist aus natürlichem, gebranntem Schamott hergestellt. Die Oberfläche ist lebensmittelecht und gibt keinen unerwünschten Geschmack an die Pizza ab. Im Gegenteil: Gerade durch dieses Material bekommen Sie das rauchige Aroma eines echten Pizzaofens. Die 3 cm Stärke sorgen für eine besonders lange und konstante Hitze, sobald das Produkt einmal aufgewärmt wurde. Sie können also gleich mehrere Pizzen hintereinander fertigen, ohne dass der Stein zu stark auskühlt. Die Oberfläche ist glatt und von beiden Seiten benutzbar. Von der Größe her passt das Modell (40 x 30 cm) in jeden handelsüblichen Backofen. Die Kanten sind leicht abgerundet und von Hand nachbearbeitet. Diese hohe Qualität fällt auch den Kunden positiv ins Auge. Sie beschreiben außerdem eine einfache Handhabung und durchweg leckere Ergebnisse.
Pizzastein Set mit Rezeptbuch
Mit diesem Pizzastein-Set bekommen Sie einen knusprigen Boden selbst im Ofen oder auf dem Grill hin. Der Stein speichert die Wärme hervorragend und hält Temperaturen bis zu 900 °C stand. Dabei eignet er sich nicht nur für Pizza. Auch Flammkuchen, Brot und andere Köstlichkeiten gelingen bei einer einfachen Handhabung. Es handelt sich um einen Naturstein aus Cordierit mit den Maßen 38 x 30 cm und einer Dicke von 1,5 cm, der sich schnell aufheizt und die Wärme lange speichert. Als Set bekommen Sie hier aber nicht nur den Stein, sondern auch einen Pizzaheber aus Holz und ein Buch mit 15 verschiedenen Rezepten. So können Sie direkt mit dem Kochen beginnen. Viele Kunden nutzen das Produkt aufgrund seiner innovativen Verpackung auch gern als Geschenk.
Pizzastein von Hans Grill
In diesem Set bekommen Sie nicht nur einen Pizzastein, sondern auch einen Pizzaheber, eine ausführliche Anleitung und ein Rezept für die erste Pizza sind in der Box enthalten. Der Artikel eignet sich für den Backofen und Grill gleichermaßen. Durch seine eckige Form und eine Größe von 38 x 30 cm lässt sich der Platz im Backofen ideal ausnutzen. Die Dicke von 1,5 cm sorgt für ein schnelles Aufheizen und bietet trotzdem eine ausreichende Wärmespeicherung für eine oder zwei Pizzen. Der Pizzaheber ist mit einem langen Holzgriff entworfen und ermöglicht Ihnen einen sicheren Halt. Außerdem schützt er Ihre Hände vor Verbrennungen. Die Kunden beschreiben eine hochwertige Verarbeitung und vor allem ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.
Erfahrungen: Reinigen & Pflegen des Pizzasteins
Vor dem ersten Gebrauch ist der Pizzastein kurz zu reinigen. So entfernen Sie sämtliche Rückstände von der Herstellung und der Verpackung. Es genügt dabei, die Oberfläche mit klarem Wasser und einem feuchten Tuch abzureiben. Dabei muss das Tuch nicht sonderlich nass sein. Wichtig ist nur, dass Sie für diese Reinigung und auch später kein Spülmittel oder andere chemische Reiniger verwenden, da der Stein diese aufnehmen und an die Lebensmittel abgeben könnte. Nach dem kompletten Abtrocknen geht es an den ersten Durchlauf im Ofen oder auf dem Grill.
Der Pizzastein ist so konzipiert, dass Ihnen der Teig nicht anbrennt und auch nicht am Material haften bleibt. Voraussetzung dafür ist aber ein ordentliches Vorheizen. Eine einfache Pflege beginnt also bereits mit der richtigen Verwendung des Steins. In der Gebrauchsanleitung des jeweiligen Modells steht genau drin, bei welcher Temperatur und mit welcher Einstellung der Stein vorgeheizt werden muss. Ist die Oberfläche heiß genug, backt der Pizzateig sehr schnell aus und bildet eine Kruste. Diese ist dann nicht mehr fest mit dem Stein verbunden und sorgt später für ein einfaches Ablösen der Pizza.
Nach dem Gebrauch muss der Stein wieder komplett auskühlen. Sind die Temperaturunterschiede noch zu groß und Sie geben ihn einfach in kaltes Wasser, springt das Material mit hoher Wahrscheinlichkeit. Am besten reiben Sie die Oberfläche wieder mit einem feuchten Tuch oder einem Schwämmchen ab, sobald der Stein vollständig abgekühlt ist.
Trotzdem können Zutaten vom Belag auf den Stein fallen und anbrennen. Das bringt nicht nur eine enorme Rauchentwicklung im Backofen mit sich, sondern erfordert auch eine genauere Reinigung. Am besten entfernen Sie die Reste mit einem Schaber für Cerankochfelder. Allerdings dürfen Sie nicht zu grob handeln, um die empfindliche Oberfläche nicht zu beschädigen. Auch Holzschaber eignen sich, um die eingebrannten Reste zu lösen. Bei sehr hartnäckigen Verschmutzungen können Sie vorsichtig mit einem Edelstahl-Schwamm vorgehen oder die Oberfläche etwas mit feinem Sandpapier anrauen. Achten Sie trotzdem darauf, dass Sie keine tiefen Schäden hinterlassen und es sich immer noch um eine glatte und homogene Oberfläche handelt, um das Backergebnis nicht zu beeinträchtigen.
Rezept für einfachen Pizzateig: Der perfekte Start
Sie kennen sich jetzt mit den verschiedenen Modellen der Pizzasteine aus und haben bereits eine Gebrauchsanleitung vorliegen. Dann fehlt eigentlich nur noch ein leckeres Rezept für Ihre erstes Pizzabacken. Der Belag ist natürlich Geschmackssache und kann individuell gewählt werden. Aber den Grundteig stellen Sie einfach auf diese Weise her:
Zutaten:
- 500 Gramm Weizenmehl (Typ 405 oder 550)
- 10 Gramm frische Hefe (oder 1 Päckchen Trockenhefe)
- 250 ml lauwarmes Wasser
- 2 EL Olivenöl
- 1 TL Salz
- etwas Zucker (ca. 1/2 TL)
Zubereitung:
- Von den 250 ml Wasser nehmen Sie sich etwa 80 ml in einem Glas zur Seite und weichen die frische Hefe darin auf. Geben Sie den Zucker hinzu und rühren Sie um, bis sich die Hefe aufgelöst hat. Lassen Sie die Mischung etwa 5-10 Minuten stehen, bis sie leicht schaumig wird.
- Danach vermengen Sie das Mehl und das Salz in einer großen Schüssel. Fügen Sie die aufgelöste Hefe und das Olivenöl hinzu.
- Anschließend schütten Sie das restliche Wasser nach und beginnen mit dem Kneten. Kneten Sie den Teig kräftig für mindestens 5-10 Minuten, entweder mit den Händen oder einer Teigknetmaschine, bis er glatt und elastisch ist und sich vom Rand der Schüssel löst.
- Decken Sie die Schüssel anschließend mit einem feuchten Geschirrtuch ab und lassen Sie den Teig an einem warmen Ort für mindestens eine halbe Stunde gehen, bis sich sein Volumen deutlich verdoppelt hat.
- Während der Teig ruht, stellen Sie den Pizzastein in den kalten Ofen und heizen ihn auf die höchste Stufe vor (siehe "Einsatzbereich und Anwendung"). In dieser Zeit können die anderen Zutaten geschnitten und vorbereitet werden.
- Nach der ersten Ruhephase kneten Sie den Teig nochmals kurz durch (entgasen) und lassen ihn eine weitere halbe Stunde ruhen.
- Anschließend teilen Sie die Masse in drei bis vier gleiche Teile für etwa gleichgroße Pizzen. Rollen Sie jeden Teigling auf einer bemehlten Arbeitsfläche dünn aus. Der Belag ist Geschmackssache und individuell wählbar – lassen Sie Ihrer Kreativität freien Lauf!
Fazit: Endlich knusprige Pizza wie vom Italiener
Der Pizzastein bietet Ihnen gleich mehrere entscheidende Vorteile gegenüber einem einfachen Backblech. Das spezielle Material lässt sich auf eine sehr hohe Temperatur bringen, nimmt überschüssige Feuchtigkeit aus dem Teig auf und sorgt so für einen unübertroffen knusprigen Boden – perfekt, genau wie beim Italiener. Darüber hinaus speichern die massiven Steine die Wärme extrem gut, sodass Sie problemlos gleich mehrere Pizzen hintereinander backen können, ohne dass der Stein zu stark auskühlt. Freuen Sie sich auf eine drastisch kürzere Backzeit und auf eine vergleichsweise einfache Reinigung, sobald der Stein wieder komplett ausgekühlt ist. Da es sich um Natursteine handelt, bekommt Ihre Pizza zudem ein ganz besonders authentisches Aroma, das an den traditionellen Steinofen erinnert. Aber nicht nur Pizza, auch Brot oder Flammkuchen gelingen ideal auf diesen vielseitigen Küchenhelfern. Dabei sind die meisten Modelle sowohl für den Backofen als auch für den Grill geeignet. Wer also gerne Pizza isst und den krossen Boden liebt, sollte sich unbedingt für einen eigenen Pizzastein entscheiden – es ist eine Investition, die sich in jedem Bissen auszahlt.
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