Welche Pizzasorten gibt es?

Die Welt der Pizza: Vielfalt und Genuss

17/04/2013

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Pizza ist weit mehr als nur ein einfaches Gericht; sie ist ein globales Phänomen, ein Symbol für Geselligkeit und ein kulinarisches Meisterwerk, das in unzähligen Formen und Geschmacksrichtungen existiert. Was einst ein bescheidenes Essen für die Arbeiterklasse in Neapel war, hat sich zu einem der beliebtesten Gerichte weltweit entwickelt, mit regionalen Anpassungen, die oft so unterschiedlich sind, dass man kaum glauben kann, dass sie denselben Namen tragen. Die Reise durch die Welt der Pizza ist eine Entdeckungsreise der Aromen, Texturen und Geschichten, die jeden Bissen zu einem einzigartigen Erlebnis machen.

Welche Pizzasorten gibt es?
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Die Vielfalt der Pizzasorten ist atemberaubend und spiegelt die kulturelle Kreativität und die regionalen Besonderheiten wider, die dieses Gericht im Laufe der Jahrhunderte geprägt haben. Ob Sie eine knusprige, dünne Kruste bevorzugen, einen dicken, luftigen Teig oder eine herzhafte, mit Käse gefüllte Variante – es gibt mit Sicherheit eine Pizza, die perfekt zu Ihrem Geschmack passt. Lassen Sie uns gemeinsam in diese köstliche Welt eintauchen und die bekanntesten und interessantesten Pizzasorten erkunden.

Inhaltsverzeichnis

Die Klassiker aus Italien: Wo alles begann

Die Wurzeln der modernen Pizza liegen unbestreitbar in Italien, insbesondere in der Region Kampanien und ihrer Hauptstadt Neapel. Hier entstand die Pizza, wie wir sie heute kennen, und hier werden die strengsten Traditionen der Pizzazubereitung gepflegt.

Pizza Napoletana: Das Original aus Neapel

Die Pizza Napoletana ist das Fundament aller Pizzen und wird von der UNESCO als immaterielles Kulturerbe anerkannt. Sie zeichnet sich durch einen sehr weichen, elastischen und leicht verkohlten Rand (den sogenannten 'Cornicione') aus, der innen luftig und außen knusprig ist. Der Boden ist dünn und feucht. Die Zubereitung folgt strengen Regeln, die nur wenige, hochwertige Zutaten zulassen:

  • Margherita: Benannt nach Königin Margherita von Savoyen, belegt mit San-Marzano-Tomaten, Mozzarella di Bufala (oder Fior di Latte), frischem Basilikum und Olivenöl. Die Farben repräsentieren die italienische Flagge.
  • Marinara: Eine noch einfachere Variante mit Tomaten, Knoblauch, Oregano und Olivenöl. Sie beweist, dass Großartiges oft in der Einfachheit liegt.

Der Teig wird nur aus Weichweizenmehl Typ 00, Wasser, Hefe und Salz hergestellt und muss lange fermentieren. Gebacken wird die Pizza Napoletana in einem Holzofen bei extrem hohen Temperaturen (ca. 485°C) für nur 60-90 Sekunden, was ihr die charakteristische Textur und die leicht rauchigen Aromen verleiht.

Pizza Romana: Die knusprige Alternative

Im Gegensatz zur weichen neapolitanischen Pizza ist die Pizza Romana für ihre dünne und besonders knusprige Kruste bekannt. Der Teig enthält oft etwas Olivenöl, was zu dieser Textur beiträgt. Sie ist weniger hoch am Rand und oft etwas größer im Durchmesser. Die Beläge sind vielfältiger als bei der neapolitanischen Variante und spiegeln oft die lokalen Vorlieben wider.

Pizza al Taglio: Pizza vom Blech

In Rom und anderen italienischen Städten findet man häufig auch die Pizza al Taglio, was wörtlich „Pizza am Stück“ bedeutet. Diese Pizza wird auf großen rechteckigen Blechen gebacken und in rechteckigen Stücken verkauft. Der Teig ist oft dicker und luftiger als bei der runden Pizza, ähnlich einer Focaccia, und die Beläge sind sehr vielfältig, von einfachen roten Saucen bis hin zu aufwendigen Kreationen mit Gemüse, Wurst oder Käse. Sie ist ideal für einen schnellen Snack unterwegs.

Internationale Interpretationen: Pizza erobert die Welt

Mit der Auswanderung von Italienern im 19. und 20. Jahrhundert verbreitete sich die Pizza in alle Winkel der Welt und passte sich den lokalen Geschmäckern und Zutaten an. Insbesondere in den Vereinigten Staaten entstanden völlig neue Pizzastile, die heute weltweit bekannt sind.

New York Style Pizza: Groß, dünn, faltbar

Die New York Style Pizza ist vielleicht die bekannteste amerikanische Variante. Sie zeichnet sich durch einen großen, dünnen Boden aus, der am Rand knusprig, aber in der Mitte weich genug ist, um gefaltet zu werden – ideal für den Verzehr unterwegs. Der Teig enthält oft Zucker und Öl, was zu einer leicht süßlichen Note und einer besseren Bräunung führt. Typische Beläge sind reichlich Mozzarella und eine leicht säuerliche Tomatensauce. Die New Yorker Wasserqualität soll angeblich auch zum einzigartigen Geschmack beitragen.

Chicago Deep Dish Pizza: Ein Auflauf in Pizzaform

Die Chicago Deep Dish Pizza ist das komplette Gegenteil der New York Style Pizza. Sie ist eher ein herzhafter Auflauf als eine klassische Pizza. Gebacken in einer tiefen, runden Form, hat sie einen dicken, hohen Rand, der oft mit Käse gefüllt ist. Die Reihenfolge der Beläge ist umgekehrt: Zuerst kommt der Käse (oft eine Mischung aus Mozzarella und Provolone), dann die Fleischbeläge (wie Wurst oder Peperoni) und ganz oben eine dicke Schicht Tomatensauce, um zu verhindern, dass der Käse verbrennt. Sie ist extrem sättigend und wird oft mit Messer und Gabel gegessen.

California Style Pizza: Gourmet und Experimentell

Die California Style Pizza entstand in den 1980er Jahren und ist bekannt für ihre unkonventionellen und oft gourmetartigen Beläge. Hier sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt: Von Entenkonfit über Ziegenkäse und Birnen bis hin zu exotischen Meeresfrüchten und Thai-Erdnusssauce – alles ist möglich. Die Kruste ist oft dünn bis mittelstark, und die Pizzen sind dazu gedacht, neue Geschmackserlebnisse zu schaffen. Sie spiegeln die kulinarische Innovationsfreude Kaliforniens wider.

Detroit Style Pizza: Rechteckig und kross

Die Detroit Style Pizza ist eine rechteckige Pizza, die in blauen Stahlblechen gebacken wird, die ursprünglich für die Automobilindustrie verwendet wurden. Sie hat einen dicken, luftigen und gleichzeitig sehr knusprigen Boden, der oft mit karamellisiertem Käse am Rand (insbesondere Wisconsin Brick Cheese) versehen ist. Die Sauce wird typischerweise in Streifen über den Käse gegeben, ähnlich wie bei der Deep Dish. Sie bietet eine einzigartige Kombination aus knusprigem Rand und weicher Mitte.

Sizilianische Pizza: Dick und schwammig

Auch die sizilianische Pizza, bekannt als Sfincione, unterscheidet sich von der neapolitanischen. Sie ist eine dicke, rechteckige Pizza mit einem weichen, schwammigen Teig, ähnlich einer Focaccia. Traditionell wird sie mit Tomatensauce, Zwiebeln, Sardellen, Semmelbröseln und Caciocavallo-Käse belegt. Sie ist oft reichhaltiger und robuster im Geschmack.

Jenseits der Klassiker: Weitere bemerkenswerte Pizzavariationen

Die globale Verbreitung der Pizza hat zu einer schier unendlichen Anzahl von regionalen und kulturellen Anpassungen geführt. Hier sind einige weitere Beispiele:

  • Pizza Bianca: Eine Pizza ohne Tomatensauce, oft nur mit Olivenöl, Knoblauch, Rosmarin und grobem Salz oder mit Käse belegt.
  • Flammkuchen (Tarte Flambée): Ein dünner, knuspriger Teigfladen aus dem Elsass und Baden, belegt mit Crème fraîche, Zwiebeln und Speck. Technisch keine Pizza, aber oft als eine Art „deutsche Pizza“ bezeichnet.
  • Türkische Pizza (Lahmacun): Ein sehr dünner Teigfladen, belegt mit einer würzigen Mischung aus Hackfleisch, Tomaten, Zwiebeln und Kräutern, oft mit Zitronensaft beträufelt und aufgerollt gegessen.
  • Pizza Hawaii: Eine kontrovers diskutierte Pizza mit Tomatensauce, Käse, Schinken und Ananas. Obwohl nicht traditionell italienisch, ist sie weltweit sehr beliebt.
  • Dessert-Pizza: Mit süßen Belägen wie Schokolade, Früchten, Marshmallows oder Streuseln, oft als Nachspeise serviert.

Die Zutaten: Das Herzstück jeder Pizza

Unabhängig von der Sorte sind die Qualität der Zutaten entscheidend für eine gute Pizza. Die wichtigsten Komponenten sind:

  • Der Teig: Die Grundlage jeder Pizza. Er besteht typischerweise aus Mehl, Wasser, Hefe, Salz und manchmal Olivenöl. Die Art des Mehls, die Hydration und die Fermentationszeit beeinflussen die Textur der Kruste maßgeblich.
  • Die Sauce: Meist eine einfache Tomatensauce aus hochwertigen San-Marzano-Tomaten, oft nur mit Basilikum, Salz und Olivenöl verfeinert. Manche Pizzen verwenden auch eine weiße Sauce (Bianca) oder Pestos.
  • Der Käse: Mozzarella ist der Klassiker, ob Fior di Latte (Kuhmilchmozzarella) oder Mozzarella di Bufala (Büffelmozzarella). Andere Käsesorten wie Provolone, Parmesan, Ricotta oder Cheddar finden in verschiedenen regionalen Stilen Verwendung.
  • Beläge: Von klassischem Basilikum und Salami bis hin zu Pilzen, Oliven, Paprika, Zwiebeln, Meeresfrüchten, oder sogar exotischeren Zutaten wie Trüffeln oder Feigen – die Auswahl ist grenzenlos.

Wahl der Pizza: Was passt zu Ihnen?

Bei der Wahl der richtigen Pizza kommt es auf persönliche Vorlieben an. Mögen Sie es klassisch und puristisch, dann ist eine neapolitanische Pizza die beste Wahl. Suchen Sie etwas Herzhaftes und Sättigendes, probieren Sie eine Chicago Deep Dish. Wenn Sie Abwechslung und knusprige Texturen lieben, ist die New York Style Pizza oder die römische Variante ideal. Für Experimentierfreudige bietet die California Style Pizza unendliche Möglichkeiten.

Häufig gestellte Fragen zu Pizzasorten

Was ist die älteste Pizzasorte?

Die Pizza Marinara gilt als eine der ältesten Pizzasorten, die bereits im 18. Jahrhundert in Neapel zubereitet wurde. Die Pizza Margherita entstand etwas später im Jahr 1889.

Gibt es vegetarische oder vegane Pizzasorten?

Ja, viele Pizzen sind von Natur aus vegetarisch (z.B. Marinara, Margherita ohne Fleisch). Veganer können Pizzen ohne Käse oder mit veganem Käse und einer Vielzahl von Gemüsebelägen genießen. Viele Pizzerien bieten heute explizit vegane Optionen an.

Was ist der Hauptunterschied zwischen neapolitanischer und römischer Pizza?

Der Hauptunterschied liegt in der Kruste: Neapolitanische Pizza hat eine weiche, luftige und leicht verkohlte Kruste mit einem dicken Rand. Römische Pizza hingegen ist dünner, flacher und hat eine deutlich knusprigere Kruste.

Welche Käsesorten werden am häufigsten für Pizza verwendet?

Mozzarella (Fior di Latte oder Büffelmozzarella) ist der am häufigsten verwendete Käse. Andere beliebte Käsesorten sind Provolone, Parmesan, Ricotta und manchmal Cheddar, je nach Pizzastil und Region.

Können alle Pizzasorten geliefert werden?

Die Möglichkeit, eine bestimmte Pizzasorte liefern zu lassen, hängt stark von der jeweiligen Pizzeria und deren Liefergebiet ab. Viele Pizzerien konzentrieren sich auf einen oder wenige Stile. Es ist am besten, direkt bei den lokalen Anbietern nachzufragen oder deren Online-Menüs zu prüfen, um die verfügbaren Pizzasorten und Lieferoptionen für Ihren Standort zu erfahren. Die Angabe einer Ortschaft oder Postleitzahl ist hierfür in der Regel notwendig, um die Lieferbarkeit zu überprüfen.

Fazit: Eine Welt voller Geschmack

Die Welt der Pizza ist so vielfältig und faszinierend wie die Kulturen, die sie geprägt haben. Von den traditionellen, puristischen Kreationen Italiens bis hin zu den mutigen, experimentellen Varianten Amerikas und darüber hinaus – Pizza bleibt ein Gericht, das Menschen zusammenbringt und begeistert. Egal, ob Sie ein Fan des knusprigen Rands, des saftigen Belags oder des perfekten Verhältnisses von Käse und Sauce sind, es gibt immer wieder etwas Neues zu entdecken und zu genießen. Probieren Sie sich durch die verschiedenen Stile und finden Sie heraus, welche Pizzasorte Ihr Herz und Ihren Gaumen am meisten erobert.

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